d > C^ntMilaitiiaÄt würbe uctiieije’t ixit (^enecAlimijarot vsn "Slten, ;,nlcfct Abtnlnngüchef im Mvofieu Gcn^ralstabc, .Kelter, zuletzt bei: $i*mmanbeitr der dritten JVuünrtilicricbnpnbc, (Sion im*, zulekt der Kommandeur der 77. Infanteriebrigade, in'.d Polster, zuletzt Kunnnandeur der Ii). Feldartillcriebrigade.
Kirche un- 5d)uU.
1er Papst empiing am Sapistag den Bischof da» Fulda, 2 ch m i b i.
vie zegenwäriige Lage des Haus- und Grundbesitze;
Wir erhalten von Öm» Recknsainvalt Raab folgende Zuschrist: _ _
Ter Perein der Hausbesitzer in Gießen dielt i» Steins Saal- ban ü»r,Sonntag nachmittag eine Versammlung ab. die trotz des schönen Ausiltigiretters gut besucht war. Ter I. Borsitzende, TVotni laut Hubert hat, wie» in seiner EröfsnnngSaiisprache auf die schwierige Lage de» H a n s b e s i tz e s bin. die den Perein veranlaßt bade, hierüber vo> der Oefsentlichkckit einen Port rag dalten zu lasien. / ^
Der Ponitzende. Martin Levigard aus Fraiikiurt «. M., führte bieijii aus. daß alle Stände sich seit de» letzten IO Zadren organiiiert haben, »m stark zn toerden, und im wirtichastlichen Kanivi eil 1 Machtwort ru sprechen, so die Arbeiter, die Großindustrie, Ter ländliche Grundbesitz bol sich auch organisiert und Einfluß ani die Regierung z» getoinne» verstanden, Nur der stad' tische Grundbesitz hat iich ern iväter zu Srgonitattoneit zusammen geschlossen, ohne aber im Kamvi gegen die Ileberburdung niit Steuerlasten wesentlich vorwärts zu fumnieu. Man hotte leichtes Spiel, dem Grundbesitz, der iich nicht tvehren konnte, alle möglichen Abgabe» anizubatten, Werlzuwack sstencr, Grnndsle'ier, Be iitzwechtelstemvel usiv, erschwerten die Lage wesentlich,
Tie Ansprüche der Mieter an die Ausstattung der Wohittäunie sind dauernd gestiegen, während die Mieten nicht wesentlich i» die Höbe gegangen sind. Es fommt noch die Hbpo- ibekennot hinzu, Tie 7<folgr dieier BefteuerungSarten und ZinS- erhöbung sind die vielen Zwangsversteigerungen,
hiergegen gibt es nur immer wieder das- einzige Mittel: Sr ganiiation und Heranziehung der bisher noch sernstehenden Zuter essenten, i '
Wegen der verkehrten Besteuerung sind 600 Grösste,terzabler nach kürzlich »> der Ersten hessischen Kammer gemachter Mitteilung ans Hessen abgewandert.
In Hei ten ist der Verkant eines Ailwesens wegen des boheir Bejitzwechselstenivels säst zur llnmöglichkeit geworden: man zahlt als Stempel schon last I Proz, des Wertes, Taß der Haus- mib Grundbesitz auch seine Schulden der Gemeinde gegenüber besteuern muß, tollte inan nicht für möglich halten. Es in ein Unrecht, ein solches Toildergesctz einen! einzelnen Stand gegenüber in unserer moocrne», sozial denkenden Zeit noch ansrecht zu erhalten.
Wassergeld und Äanalgebübre» legt mail auch zu Ilnrechl einseitig dem Hausbesitzer ani und man drückt ihn zum »tt'bübren- einnehmer der Konimunen herab, anstatt die Allgemeinheit heran zuziehen für diese hügienischen, allgemaineit Auslagen,
Ter Verein in Hessen hat recht getan, sich deni Z e n t r a l- verband der d e n t s ch c n Haus und G r n n d b e i i tz e r anzuschließen, der in Sachen des Wehrbeitrags segensreich gewirkt hat. Es bandelt iich um das schwere Verhältnis der Benenernilg nach dem Erlragswen oder dem gemeinen Wert, Zn Hessen sind s, Zt. aus Anlaß des hessischen Wenzinvachssleuergesetzes die „gemeinen Werte ' sehr in fie Höhe gesetzt worden, Tie Besleue rnttg nach dem Ertragswcrt ist dann nnvertängtich, trenn auch tatsächlich der wirkliche Ertrag ermittelt und zugrunde gelegt wild, Tas Reich besaßt sich jetzt auch schon mit der H v vot he k e n - n o t und bat Ermittelungen beschlossen, Zn Preußen ist ferner tie Ermäßigung des Grundstückninsatzstentpels enger,g. werke», der dort »och niedriger in, als in Hessen Es ist An' klärungsarbeit nötig, um das Vorurteil ;» zerstören, das von früher ber von Noten des HansbesitzerstandeS nichts wissen will. Auch in Hessen ist die Regierung entsprechend von den Znter- eisentengruppe» anttnklärcii, Zeder, einerlei, ob Billen- oder Miet- hausbeiitzer, Grundbesitzer. Bannnlernehmer »stv.. muß Helten und dafür eintreten, daß bie Behörden des Staats und der Gemeinden einsehen. daß die W o d u n n g s i r a g e u n d H n v o t h e k e u n o r die Allgemeinheit a n g e h t.
Wurde man dem Hans- und Grundbesitz das Geld der Bein Ivobnungsbanten zu dem billigen ZlNStuß zur Verfügung stellen, dann könnte er dasselbe in Berbindlliig mit dem Baugewerbe viel besser leisten. So macht man ihm Konkurrenz und ans der anderen Seite legt nian ihm „och immer neue Lasten aus, und man vernichtet ihn ichließtich so von zwei Seiten.
Wenn man bedenkt, welche Ovier die Gewerkschaiten für ihre Sache bringen, versteht man nicht die Lauheit der Hausbeittzer, die vor gerinaen Bereinsbeiträgen scholl ziirück'chreckrii und ihren Bor kämviern keine treue Geiolgichait leisten. Nur durch eitrige Unter- stützung der beteiligten Kreise kann die HauSbesitzersackie gefördert tvxrden. darum ist ein Zusammenschluß nötig.
Unter l.'bhaiteni Beiiall der Zuhörer decnüete der Bortragendc seine imere -inten Ausführungen
Zn der Aussprache, die sich hieran allschloß, sprach Bauunternehmer Psai> va„ ör» hohen städtischen Abgabe» .Kanalgebühreil usw.s. von den, Anwachsen der städtischen Schulden: er inadnte zur Svar'amkeit in der Stadtorrnaillung, forderte Allshebung der ,Ka nalgebührrn, Perieikung des Walsergelde? ans die Verbraucher, Be Neuerung nach dem Ertragswert, Herabsetzung des Wanargrldes durch iachgeittäße Ausnützung der Onrckbornrr Quellet,, Ter Grundbesitz ist nach seiner Ansicht in der Steuer dem Kapital gegenüber außerordentlich benachteiligt, da er doppelt und dreifach be steuert wird, wobei nicht einmal der Lckmldenabzng gestattet ist, Tie Straßenkoslrnbeilräge müßten ganz toesenilich ermäßigt tver den. Hierbei ni„t Piaii die unschönen Koiitvoithauien, die ganz naheZoei der Stadl und dicht an Straßen angelegt worden seien.
Stadtverordneter Lob er hält bei der Bestenernng den Ertragswert >ür richtiger, als den gemeinen Wert, Doch ist dies bei einzelnen Objekten verschieden zu bebandeln. Ec hat sein Gilt verpachtet >ür 2200 Mi, und muß 3-100 Mk, Steuer von diesem Gt ländc bezahlen. Es lei von der Einsicht der Behörden !t> hoffen, das; endlich. Wandel geicktaven wird, Tas Reich bade geiehe», daß die Wertzuwachs neuer ein Mißgrift war. Vielleicht ,verde auch bald der städtische Zuschlag;,,! staatlichen Brsitzwecküttabgabe anigehoben. Auch der staatliche Stempel selbst müsse berabgeictzt tnerdeu. Er rust aus zu gemeiniatncr Arbeit und Aufklärung der beteiligten Kreise,
Stadtverordneter Sinn perkennt eine Wen zuwachssteuer dann nicht, wenn sie den u n r e r d > e n t c n Wertzuwachs- teilst, der am Grund und Baden erzielt wird. Cr hält Sondersteuern dem Hautbelitz gegenüber nick» für angröracht nndd bat eine Revision der Kanalgebübrrn angeregt und den Wegfall der städt, Besitz tvechtelabgabe (Zuschlag von 50 Prozent) beantragt: auch hat er die Abickaitung des städt, Zuschlags zur Wcrlzuwaätssteuer in- geregt und davor gewarnt, saß die Stadt Gießen den vom Reich ipeigegebenen Reichdonleil -'50 Prozent der Wertzuloctckisstence snr tick, in Anspruch »ininil.
Ter Vortragende L e via a r d. gebt aut verschiedene in der AuSwrache mitgeteilien Punkte ein und ernialmt Iviedcrhatt zur Stärkung der Hatisbeiitzerorganisation, um den Bcftrebnnge» mehr Nachdruck zu geben, Zuni Vehrbeitragsgejetz bringt er Beispiele ans der Präzis und an:u nach, lvie sckpver der Hausbesitzer ltzer durch den Erlragswert getro'ien ivird, der 'ich anibaul au, einent augenommttiet, Mietsertrag, der in Wirklichkeit ,edock' nicht ge geben ist. Ter Abzug tür laniendr Latten muß bet der Ermittlung des Ertragswerts Rücklicht nehme» ani die gegen früher böbcre Verzinsung der Hnootbelen und höhere Steuern.
T«r unverdiente Zuwachs muß. lveiin er im Prinzip gebilligt wird, auch bei den Aktien niw erlwbrn werden und der Genietnde, nicht den, Staat zuiließen,
Gießen sei künstlich durch Lleuerlasteu iit seiner Enttvicklung zurückgehalten: cS hätte laust bei seiner güilniget, Lage ganz anders auiblühen müssen. Zu der PermogcnSzurvachssieuer, die in einigen Jahreil kommt, tiilt noch Die GrnndnuckS-Zuwachssteuer im gegebenen Fall hcfoitoei«• hinzu Bei solcher Sanpnge muß Hessen seine Steucrpoltlik so einrichlcn, oaß der seßtzajte Hans- und
Grundbesitz, der das Rückgrat des Staates ist, geschont wird, d-r er »,ck,: dimwmbevn kann. Jetzt iß allein die Grundsteuer i» Gießen 22,6 Prozent der Xommvitalßener, Gagen solche Sander belastmig muß tich der Hane und Grundbesitzer nrebreit und dafür sorge», daß die Masse lnntcr iciner Organisation steht, Stadtverordneter Petri meint, der Hausbeiitzerverein inüi'c beim Stadlnerordneten-tzollegtunt mit entsprechender Eingabe seine Wünsche Vordringen, Er liehen Unterstlttznng zu, soweit es der Stadtverlretiinq möglich sei, ^
Herr Wohl m » t h spricht von der Schwierigkeit, die Ab- geibe» lind Steuern auszutchlagen lind zu erheben. Er itttdel die Kanalgehühreit im Vergleich zu den Aniwendung«» der irühcren Fätnlienabsnhr nickt zu hart, ES »lag allerdings auch ungünstigere Lbtctle geben, Uttgereckn ü»det er dagegen die öwhetl --tcmpel- b-träge beim Haus- und GrundstückSkant, Tie Bodcnreiorm kämvit gegen den ltäniigen Wechsel der Immobilien, der diese verteucril muß, T>e Seßhaitmachnng, die die Bodenrcforni anstrebt, soll diesen veltetierndeii Momenten entgegenwirkeil, Tie Abschassuug von Wassergeld und Zanalgebühren hält er nicht für möglich, auch nicht für angängig.
Bannnteriiehmer Psais glaubt, die städtische Verwaltung sei selbständig genug, die »analgebübren abznänderil oder ganz auizu- heben. Er verweist ans die Marburger Perbaltniiie, wo die Kanal- gebührcn voll den Mietern erhoben und nicht unangcnehni cmvsun- dcn werden, Bassergeld und zianalgebühren sind ans die Atlqe- mcinheit auszuschlagen,
Stadtverordneter W i n n >,'endet sich gegen die Ausiührnngcir Wohlmitlhö über die Kanalgebubreit
.Batiiinlernehmer Pia kl gibt das Beispiel von Fiaiiksnrt a, M, an, tvv l Prozent des Mietwerls vom Aohnnngsinhaber als Kanalgibübr erhoben wird,
Ztl seinem Schlußwort meinte der Bortrageilde L e v i g a r d, die Beqründung der Stadtverwaltung, die Stadt solle an Mietern keine Kaiialgebühren verlieren, sei nicht stichhaltig: denn es sei tittsozial, den Hansbeiitzern zuzniilnten, daß sie an Mietern ivlche Gebübren verliere» sollen,
Stadtoerardneter H tl b n erwähnt, daß der Triiir'vc Oberbürgermeister Gnautli s, Zt, bezüglich der ajialiiatioit ausdrücklich heroorhob, sie, sei eine Einrichtung, die allen zugute komme und alle belasten müsse. Er glaubt, daß die Stadtverordneten tvvhl- wollend den Bestrebungen der -Hausbesitzer, die Lasten z» mildern, gegenüber ständen,
Arclskasscnrechncr K n a n ß finde! die Aanalgebühren auch deshalb so hoch, weil die Hausbesitzer für die Einrichtungen der Kaualisationsinstallatioil leinen Ersatz bekoinme»,
Ter Leiter dcr Versammlung, Zndcrtbal. dankte dem Vortragenden und forderte zum Anschluß an die Vereinsorgaili- sotion «ns,
Ku» Stadt mi> Land.
Gießen, 23. März Itzlä.
** Stand dcr M a ll l - nild Klauen seil che in H esse ii. Nach dcr letzten amtlichen Bekanntmachling im ReiMauzeiger-äst in Hessen kein neuer Fall von Mckul- und Klauenscnche zu verzeichnen, Tic Seuche darf also als völlig erloschen gelten,
** S ch w c i nese nche und 2 chw ein c p est. Wie der ReickhSanzeiger bclannt gibt, sind sowohl in Obcrhcssen als auch Stckrkenbnrg je zwei ncile Fälle in vier Gemeinden porgckomnien, so das; jetzt in Overhessen fnns und auch in Starlcilbnrg sl>„f Gehöste davon lietrosfen sind. In Rhein- 1 offen wurde fein neuer Fall festgestellt, die Schiveinescnche ist dort somit erloschen,
K u r z c^A n s r a g e n i »l 2 t a d t v a r l a in c » t. Ans eine Anregung des Stadtverordnetenvorstandes räumte der Stadtral von Mannheim den Stadtverordneten da? Recht ein, neben den Znter- oellationen sog, „kurze Anträgen" an den Oberbürgermeister oder Siadtrai zu richten, Tie Anfragen Ntüsse» drei Tage vor der Bür- gerausschnßsitzung schriftlich eingereicht werden. Die Beantwortung erfolgt vor Eintritt in die Tagesordnung und eine Begründung der Allsrage, eine Beivrechung Ser Antwort oder eine Beschlnß- iaismig ist nicht znlania,
lieb er „Tie Pflege deS religi Ss«u Leb cns in d e r F- a in i l > e c i n e N o t t» e n d i g k e i t t ü r u ns e r ö > t e » t -
liches Leben" sprach rn der ,,Positiven Vereinigung" zu Or- tenbcrg Pfarrer Tr, Bn sch-Frankfurt a. M. Christliche Religion, tö führte der Redner an», ist weder „Privatsoche" noch ..periötiltck e JeltgkeüSsachr", allein, sondern vor alle»! eine unbedingte Notwendigkeit für unser öffentliches Leben, All die großen Schäden „itierer Zeit, die grenzenlose Seloststick'l aut allen Gebieten, die Auflösung d's FamiZenlebens, die sittliche Verwilderung », a, »i, können eine gründliche Heilung nur dann ersabren, Ivenit es gelingt, das religiöse Leben tvieder inehr zu pflegen und in der großen Oenentlichkeit nieder inehr zur Geltung zu bringen. Wer soll das tun? Tie Schule, die Kirche, geiviß beide, aber vor allen Tinge» das Haus NN» die Familie, Hier milß das christlich religiöse Leben gevilegt werden: l, durch
das persönliche Glaubensleben der Eltern und ihr christliches Beispiel, 2', durch regelmäßige Hansandacht und Bibellejen, 3., dnrck die Pslegc des GebetslebenS. 4 die Pflege des geistlichen Gesanges im Hauke, ö den reaelmäßige» Gottesdienftbeiuch der ganzen Familie, Tie^ Notwenoigkeit dieser Forderungen wurde durch eine Reihe z, T, erschütternder Erlebnisse ans der eigenen Criahrnng des Redners ernieien, Tie sich steigernde Ättsmerk- iamteit der Zuhörer, die einem tveilievollen Gottesdienste glich, ,-engte für o>-n tiefen Eindruck, den die AuSkührungen ans .Herz „nd Gewissen machten, Tarin lag der schönste Tank für den Redner, Ebenso danküor wurde» die Tarbietnngen des Obermockstädter Poiauiienchors anigenonime», der tick! durch das beharrliche Ausharre» der Zuhörer zu zw-i weiteren Zugaben verstehen mußte,
- " Tas Fest der i i l b e r nen Hochzeit begehen morgen Tienstag, 24, März, Poftschaiiner K o n r a d Lehr und Frau Sophie, geb, Weber, toohnhait Witvelmstraße 51.
"" G rn n d st ü ck ö v e r k e h r. D's Zwangsversteigernngs- versahren bezüglich der im Grunsbnch von Ober-Florstadt Band i Blatt 32 auf den Namen detz Hübner, Heinrich Karl, Hübner, Kathaiiae geb. Stelz, deise» Eheiran eingelragencn Grundstücke ist ausgehoben, — Grundstücke zu N e u - Z i e n b u r g , die ani den Namen des Tr, jur, Willi von H a g e n in Frankfurt eingetragen waren, sollen Tonilerstag. den 7. Mai 1914, nachmittags l Uhr. aut dem Rathaus zu Nen-Zieuburg im Wege der Zwangsvollstreckung versteigert werden, Grundstücke zu W e st boi e n , die oui den Namen der Rheinischen Strohbülieniabrik und Avlomb- mültlenwerke K, Strauch, Gesellschaft mit lieichränkter Haftung in Aeftboseit Rtieiukesse» > eingetragen wäret,, sollen Tienstag, den de» 3 Mai 1914, »achmiltagS 1' Uhr, ani dem Gemeindehaus zu Westhosen ln, Weqe der Zmnuosnollstreckung versteigert werden,
G ü t e r rechtSreg ist er, G ü t e r t r e II n u n g haben vereinbart: Avals Reiner, Althändler und Tora geb. Katzengold in Mainz, Karl Theodor Herr mann Zivilingenieur, und Ebr- tra» Sofie geb. Bott, — E r r tl I, g e n s ch a i t ö g e »I e i ll s ch a st bube» vereinbart: Maurer Karl Heinrich Hildebrand und dessen Ehesran Lina geb. Well in Storndors,
's, ftontnrje iu Hesse» lleber das Lenitögeu der Ehe- lruti Cchrelner Zohamies L o Ii tu B a » t> e r o d »nd 'Margarete, geb, Ceftreieh, i, am I!', März das Konkttrsvezfahren erönnet tvordeit. Recklsantvalt Tr. Do IN IN in Herbiteiit tvtirde znttt Koilkursverivalker erno>ml. KoilknrS'oreerttNgen find bis zum 4 ßlvril Ibis bei dem t"erlck'te aiiznmetdeii. — Zu bein kkonknrse Ober das Vermögen drr Adatit ll t h ll. Witwe. Gerirnde, geb. Bach, zil L l tz e t b a ch , j-t elt'e lüläuoigerversanitlilititg aiti Zrei« tag, -t. Uuvil 1914, voruiillaas 10 Uhr, einberuten. — In tzem Konkursverfahren itber das Vermögen der Firma Vereinigte K >, » n d r » ck e r e > « n , Lesellschan mit beschränkter vastung in j’, 1,1 n " „'r 1 '* 15 i)t * verstorbenen Amlsgerichtstarators - 0 l ' Recklsantvalt -leisel zu Darmslndt zun, klonkitrsverwalter etttamil ivotecii. — In l-e-.n Kotlklirsversabren über dasPer>i,öaeit Sei S4«»»»etz,ne»ters Zakob Ah doch ,» hi i e ß e n ist ^erini» aut Fieitag, :!, April 1014, vorn,„tags 9 Uhr Zimmer Rr 18 vor dem Amt-aeeick t Gießen anberanmt, — In K<,„k„e«. verfahre» über das Vermögen des Otto Kettc„>„n„, Gastwirt
zu Vialiiz, soll die Lchlußverteilnng uoigettoimnen nierden« Einer verkugbaren Alahe von 1782,77 Pik, stehen 284,39 Vit. bevorrechtigte Forderungen gegenüber, so daß a»t die nicht bevorrechtigten Forderintgeir von 81106,57 Mk, 1648,39 Alk, verteilt merden, also 5,14 Prozent, — I» dem KonknrSvcriabren über das Vermögen der Fra» Lina Perrol, Witwe von Heinrich Ludwig Perrot, tturzwa en ,N N e » » I i e » b u r a, ist die dem VerivnUer zn oetoähretide Verglitmig a»l 459 Mk„ seine 8ln-5lagen ans 25 Lik. lestgesetzt tvorden
Kreis Schotte»,
ü. Herch e »Hain, 21. März. Gestern abend brach i» dem Jlmveseii des Landivirtes Karl Oppel II. Feuer aus. Dem raschen >md tatkrästigen Eingreifen dcr hiesigen Feuerwehr ist eS zn verdanken, Laß da? Jener ans seinen Herd beschränkt wurde. Während Scheuer und Stall völlig »icder» brannten, wurde das Wohnhaus gerettet. Für die Nachbargebäude bestand keine Gefahr, da das Hans isoliert stand. Man nimmt Braiidstistimg an. Das HanS ,var zurzeit un- beivohnt und sollte, ivie verlautet, im Frühjahr ei» llmban vorgeiiontinen iverden. Eine llnterinchnttg ist bereits ein- geleitet.
Kreis Friedbcrg,
k. Butzbach, 22, März, Heute nachnitttag von 12 bis 2>Uhr fand i»i Rathanssaal die Bertreckerwahl der Arbeitgeber für die Allgemeine Orlstrankci,kaffe des Kreises Friedberg statt. Es wurden 270 Stiimnen abgegeben, Bo» 3 bis 0 Uhr schloß sich die Pertreterlvnhl der Versicherten an, Ter Zildrang zum Wahllokal lmir so stark, da» polizeilich; Hilfe in 'Anspruch genoniineil iverden mußte, Tem Wahlbezirk waren zngeteilt: Butzbach, Griedc!, Nieder-Weisel, Ostheim. Hause» mit OeS. Von de» Versicherte» tvtirde» 552 Stinimeii abgegebc».
Hessen-Nassau.
X H a n a » , 22. März, Ei» grosses »nd kostspieliges Prv- jelt, die Höhcrlegung des BahndainnieS auf dcr Strecke Frankfurt — Hanau zwischen den Sla- tioiifii Wilhelnisbad und Hanau-Ost, geht tiutiinehr voraus, sichtlich bald seiner Perwirßtichimg entgegen, Ter Minister hat die Eisenbahndirektion Frankfurt a, M, vor kurzer Zeit angewiesen, mit dcr Stadt Hanau erneut in Berhand lniigeii zu treten. Es ist eine Basis gesunden worden, die auf ein baldiges Zustaudelomnien eines Vertrages zwischen der Eisenbahnverwckltung und der Stadt Hanau über dlc Hochlegung dcr Strecke hoffen läßt, Bon der Stadt Hanau lvird auck, eine nicht unerhebliche Suinine als Zuschuß zu den Baukosten verlangt, Ta die Stad: Hanau von drei Seiten durch die Bahn eingeschlossen ist und dadurch in der Entwickcliiiig ihrer Perkehrc-verhält nisse sehr behindert ist, namentlich auch die elcttrrscki«' Straßenbahn nicht weiterzuführen vermag, ist die .Höhcr- legnng des Bahnkörpers das einzige Mittel, hier Wandet zu schassen,
X, Bad Orb, 22, März, Ter Goldregen, welcher der Stadt Orb durch den Perlanf städtischen Waldes an die Mititärverwallnng stir die Errichtung eines Triippen-- iibungsplatzcs für das Jjt Armeelorvs zugeflossen ist (der Bertailfspreis beträgt ^ckannttich 2> - Millionen Mark, hat recht wohttätig auf die Steuerverhältnisse cingctvirki, so daß im Fahre l0I4 nur die Erhebung von 50 Prozent Gcmeindesteucrn (früher 70 Prozent) erforderlich ist.
Gießencr Ltraskammef.
Gießen, 20. Mär; 1014, Wegen Betrugs im Rückfall wurde der Kauimann Z, M, ans Aagftfeld unter Einbeziehung einer vom Landgerickit Halle erkannten Gefängnisstrafe von leck»» Monaten zu zwei Zähren Zuchthaus und zu einer Geldstrafe von 300 Mark verurteilt: auch wurden ihm die bürgerlichen Ehren> rechte aut sieben Fahre aberkannt Sein Stieibruder, der Reiiend,' R. H, nuS Jagstseld, erhielt ebenfalls lvegen Betrugs eine Gefäng- nisstrase von sechs Monaten, Sie betrieben zusamitien in Zagltreld ein Fettgeschäkt, Zm Februar 1911 besuchten die beiden die Ort schalten der Wetterai, in der Absicht, dlie Schmiedtnneister in den Orten zur Llbnabme einer Hns- und Heilsalbe zn gewinnen, -rie fuhren vor der Schmiede vor, gingen beide in die Werkstätte und tpährend M. mit großem Wortschwall den ^cknnicd zur Be stellung eines möglichst großen Ouantums Salbe zn überreden suchte, füllte ». den Bestellzettel aus, Lämtlichc schmiede wollten zunächst von dem Kauf nichts wissen, nahmen aber schließlich aut die Versicherung M.s, sie Hätten kein Risiko bei der Sackte, sie sollten nur den Vertrieb der ralbe übernehmen und nur be, zahlen, was, sie wirklich verkauft hätten, doch eine größere Zahl der Büchsen, i» denen die ^albe geliefert wurde, ah. Der Bestell Zettel war kaum unterschrieben, als die Angeklagten auch loicder »II Automobil davonrasten. Bald 'mußten di- Besteller entdecken, daß die Bestellscheine „aut eigene teste Rechnnng" lauteten und als Zahliingsbedingung „ti Monate Ziel ' geietzt ,vnr. Sie waren also die .hereingefallenen,
A nt Ei ii st e l l u n g des PersahrenS lautete das Urteil gegen den Tagelöhner E, R, ans 'Alsield, der vom Schöffengericht zu drei Tagen Gefängnis verttrteilt worben war, weil er feinem Nachbar, mit dem er aus gespannteni Fuße lebte, einen tvertvollen Stallhasen gestohlen habe. Es würbe scslgestellr, 4>aß am Tage nach der Tat bei dem 'Angeklagten das noch frisch: Fell eines großen Stallhasen ge Funden wurde, das in feiner Zeichnung mit dem de- abbanden gekommenen übereinstimmte. Aber es konnte nickt festgestellt Iver- den, daß der 'Angeklagte »er Dieb war. da nicht ansgeickiloiien ist, daß eine andere Person den Tie'ostobl begangen hat, Llnßerdem stellte iich die Tat als Mundraub dtt, der straslos b eiden mußte, da der Strasantrag fehlte.
Zu einer G es ä n -> n i - st r a i e v o n I Z a h r, aus tvelche 0 Wochen der erlittenen llnlersuchungShast angerechnet Ivurde», tonrde der 20jährige Toglöhner K. ,K, a,,s Gießen ver urteilt, weil er seinem Slieivater eine nicht nnbelrächtliche Geld stimme nnb eine silberne Uhr mit Kette gestohlen hatte. Er tvohnte tchon teil längerer Zeit nicht ini Elternhaus: Ende Zannar d. F,, als in der Wohnung seines Skieivaters niemand amveiend war, schlick, er sich ani den Boden, stieg ans das Tackt und von dort durch ein Tockienster in die Küche, Tort iand er den Schlüssel zn den übrige» Räumen der Mansarden,vobnntig und entnahm aus ztvei Schränken die genannten Gegenstände, Tie Uhr versetzte er in Frankturt, wurde jedoch bald daraus verhaftet, Ivobei ihnt der Ptandscknin und der Erlös abgenoniineti lonrden,
W egen Diebstahls i m Rückfälle lvnrde der 'Arbeiter Z, G, ans Heidelberg zu 5 Monaten Ge- tängllis verurteilt. Er haue Mt Friedberg feiner Hauswirtin eine blaue Schürze, eine Kleidermirste und den Heber,liehet ihres verstorbenen Mannes gestohlen, als iie gerade abloesend war, und sich eiligst ans dem Staub gemacht.
GerichtrsaaL.
I, M a r b u r g . 20, März. Zn einer nniiangreichen Berhand- luna, zu der etwa 20 ehemalige Zager als Zeuge» geladen waren, beicktäirigte sich heute das Elericht im Wiederaninahntevertahren mit einer Anklage wegen Verleitung zum Ädeineid gegen einen ehe, maligen aus einer angesehenen rheinländischen Familie stammen den Zäger, Er sollte in einen! Alimentenvrozeß bei einem Käme roden versucht haben, diesen zn einer nnwahren Auslage zu ver leiten, Bon der ersten Strafe, die aus I Zahr Zuchtbaus gelautet, batte er 5 Monate verbüßt, als das iniltlerweile Mutter gewor deneMädchen voin Schwurgericht, loeil es in dem Prozeß gegen ihn auch nicht bei der Wahrheit geblieben, ebenialls zu Gefängnis straie verurteilt wurde. Heute eruetle der Angeklagte völlige Frei sprechung.


