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koprschcn Gegenden getroffen werden. Notwendig wird die A n - ftellung Don mehr Eingeborenen-Kommissaren fein. DaL Ziel ist die wirtschaftliche Befreiung detz Landes. In Sachen deL Bergrechts muf; der Staatssekretär den starken Mann spulen und zwar gegen die K on z e s s i o n s ge s e l l s ch a s - tc n. Diese sind keine Kulturgesellschaften, sondern SpekulationS- gesellschaften. Bahnbauten wurden gegen .Konzessionen ein- getauscht. Für die Konzessionen wurde dann aber nichts geleistet. Tue blutigste Gründung dieser Art war die Ovambolandgesellschaft. die für Millionen eigentlich nichts geliefert hat als bedruckte- Aktien Papier. Nicht einigen wenigen Gesellschaften, son- dern der Allgemeinheit, dem deutschen Volk, sollen die Millionen zugute kommen, die wir für Südwestafrika bewilligen.

Staatssekretär Tr. Sols:

Der Präsident hat mir da3 Stenogramm der Rede des Abg Hoch gegeben und hat auch darauf aufmerksam gemacht, daß dcr^ jenige Passus, den ich als Verleumdung charakterisierte und der als solche aus mich gewirkt bat nur in hypothetische! Form crusgesprock^n war. Ich hatte den Eindruck, es sei positit geschehen, schon aus der Haltung der ganzen Rede. Da aber nich! der subjektive Eindruck maßgebend ist, sondern der objektiv« Tatbestand, kann ich das Wort Verleumdung nich «ufrechterhalten.

Abg. Waldstein (Vp.):

Dir haben die Diaman.rcnregie geschaffen, weil weder Me Buogetkommission noch das Plenum des Reichstags das geeignete ,yorum ist, um über den Diamantenhandel zu urteilen. Die Bankherren haben eine durchaus uneigennützige Tätigkeit ent­faltet. Wer den Verdacht der Unlauterkeit zu erwecken sucht, der verletzt ein Rcichsintercc. Tie Verwaltung hat die Drcnnantenregle praktisch außer Funktion gesetzt und sich zuni Herrn erklärt. Damit ist sie weiter gegangen als sie gesetzlich berechtigt war. Das hat Mißstimmung erregt. Die Diamanten werden das Rückgrat des Etats für Südwest nicht immer bleiben. Scheidet man die Diamanten aber aus, dann ist der Etat durchaus nicht sehr erfreulich.

Wir haben für Südwest das mögliche getan. Wir erwarten aber auch Anerkennung von den Herren aus Süd- Daran hat eS bisher sehr gefehlt. Wer bezahlt die Schutztruppet Die Budgetkommission will, daß das Reich % und vas Schutzgebiet ^ der Kosten tragen soll. Dem Bau der ^vambobahn stimmen wir durchaus zu im Interesse der Kolonialwirtschaft. aber auch im Interesse der Arbeiter. Die Konzessionögesellschasten sollen nie zu den Bahnkosten berangc- zogen werden. DaS ist nur möglich, wenn die Verträge der Ge. wllichaften dem nicht entgegenstehen. Darum scheint eS sich aber hier nicht zu handeln. Das rechtliche Verhältnis zwischen Mutter« land und Schutzgebiet ist immer noch sehr unklar.

Der Anwalt in Südwcst hängt völlig von den Wohltaten des Bezirksrichters ab. Es ist außerordentlich schwer, in koloniale Dinge von hier aus einzugreifen. Die Vorwürfe gegen die Budget- tommission lassen uns kalt. Wir treiben keine einseitige Ein- oeborenenpolitik und keine einseitige Kapitalistenpolitik. Wir wol­len für die Kolonien nur eine Kulturpolitik. (Beifall.)

Präsident Tr. Knempf teilt mit, daß ein weiterer Nachtragsetat (Winterfeldsche Grundstückskäufe) eingsgangen ist.

Der Nachtragsetat wird sofort ohne Debatte in erster Lesung angenommen und dann der V u d g e t k 0 m m i s s i 0 n über- wiesen.

Das Haus vertagt sich.

Abg. Huch (Sozi bestreitet, daß -r den Staatssekretär beleidigt habe. Er Labs nur gesagt, er habe das Zutrauen zur Verwaltung, daß sie unter keinen Umstande» jemand dulden werde, der irgendwie unlautere, unanständigen und »nfaircn Maßnahmen die Atnd bieten würde. Er hatte erwartet, daß der Staatssekretär seinen Vorwurf mit dem Ausdruck des Bedauerns zurücknchmen werde. (Abg. Lcdebour lSoz.): Und Solf schweigt! Heiterkeit).

Freitag 2 Uhr pünktlich: Kurze Anfrage», Weiterberatun«.

Schluß 614 Uhr.

Kirche und Schule.

Die ki r ch li ch - v o s i t i v c Bereinigung iOrtsgruppe Orten bcrg und Umgegend! beranslastete, lo schreibt man uns aus Ortcnberg, am Mittwoch wiederum wie auch in den vor. ausgcgangcnen Jahren im Mauergartcn zu Ortenberg einen Vortragsabend, der sich eines zahlreichen Besuchs zu er. freuen hatte. lieber das gewiß zeitgemäße Thema:Tic Pflege des religiöseii Lebens in der Familie eine Not. Wendigkeit für das öfscntliche Leben", sprach Pfarrer Tr. Busch aus Frankfurt a. M. in mcißcrhaftcr Weise.

Aus dem reichen Schabe feiner Großstadtcrsahrnngen schöp­fend wies der Vortragende daraus hin. wie der sozialdemokratische Satz:Religion ist Privatsachc" heute nicht mehr sich so deuten lasse, daß in religiösen Dingen jeder tun und lassen könne, was er wolle, sondern daß in unseren Tagen der offene Kamps nicht nur gegen die Kirche, jonbern gegen die Religion als solche entbrannt sei. Es stehe die erschreckende Tatsache fest, daß der leben, digc Gottcsglaubc mehr und mehr im Schwinden begrifsen sei. Das zeige sich in zahlreichen Encheninngen des össi.atlichen Lebens. Ein ' großer Teil unseres Volkes sei unsähig geworden, sich lür das große Ganze, für das Wobt der Allgemeinheit, für das Ideal im menschlichen Leben zu begcistcr» und ihm Opfer zu bringen. Rücksichtslose Selbstsucht, grosser Materialismus, der Anspruch, sich scssellos auslcben zu dürjen, seien die Grundsätze, nach denen zahl­lose unserer Zcitgenosseil ihr Leben eingerichtet habe». Tie Lockd- rung und Verwirrung der sitilichcii Begrisie auch in den gebildeten Kreisen^ sei insbesondere in der Großstadt geradezu oft haarsträu­bend. Selbst unter Uitkonsirmierten finde Ulan vielfach in scpucllcr Hinsicht eine schier »nglanbtichc Verderbtheit. Auch unsere Volks- krajt lGcburteirrückgangt sei. es könne kein Zweifel darüber sein, langsam im Rückgang begriffen. Alle dieic unerfreulichen, zum Teil ini höchsten Mage bedenklickicn Erscheinungen seien im letzte» Grunde aus de» Ntchr und mehr um sich greifenden Abfall vom lebendigen Gottesglauben zurückzuiührcn.

Tie Pflege dieses Glaubens, wie des religiösen Lebens über- haupl, sei darum eine dringende Pflicht jedes Ehristcnmenichcn, es handele sich hier um eine der brenitcndstcn Fragen des össcnt- lichmt Lebens. Es frage sich nur, wer soll hier helfend und bessernd die Band anlegeit.

Wohl seien die Kirchenbehörden und Pfarrer vcrvstichtet und bereit, bei der Pflege und Neubeleb,ing religiösen Lebens nach Kräften mitzuwirkcn, doch ihre Tätigkeit könne keinen Erfolg haben, wenn nicht die die Kirche bildenden Personen selbst Ernst machien mit der Erneuerung und Vertiefung ihres Glaubens an Gott und Jesu»! Christum. Auch von der «ünilc dürfe man eine weseitt- liche Hebung und Förderung religiösen Lebens kaum erwarten. Es fei bedauerlich, daß nach den bestehenden gesetzlichen Vorschriften die Lehrer vielsach gezwungen seien. Religionsunterricht in den Schulen zu erteilen, obwohl sic keinerlei Interesse und Berns süc dieses Lehrfach in sich fühlten. Wenn eine Besserung erzielt werden solle, müsse sie von der Famckic, der Urzclle alles Gemein­schaftslebens, ausgehen. Alle Arbeit an der Jugend sei vergeb­lich, wenn cs im Elternhaus an religiösen Geist und Vorbild fehle. Tie erste Bedingung sei hier aber, daß die Eltern bei sich selbst lebendigen Gottesglauben erlegten und förderten. Nur dann sei cs möglich, auch die Kinder in gleichem Sinne zu bceinflussen. Vorbild und Gebet vermögen weit mehr als fortwährendes Ver­bieten aller möglichen Tiirgc nnd ewiges Zanken und Strafen.

Nur wenn in den Familien Ernst gemocht werde mit der Neu- erwcckung und Vertiefung religiösen Lebens, könne auch aus eine Besserung der Verhältnisse unseres össentlichen Lebens gerechnet werden. Ter Redner schloß mit dem Hinweis, daß es vor hundert Jahren nicht äußere Umstände und Koäite gewesen seien, die das deutsche Volk befähigt habe, sich aus Ohnmacht und Schmach empor zuraffen und lene unvergleichlichen Taten zu vollbringen, deren thedächtnis man im vorigen Jahre in ganz Deutschland begcistc- cuugsvoll gefeiert habe, sondern in erster Linie die innere Um­wandlung, die sich in jener unseligen Zeit in der deutschen Volks­

seele vollzogen habe, das Wicdcrerwachcn wahrhaft frommen, reli­giösen Geistes, der Umkehr zum alten Gottesglauben.

Ter Vortrag hat sicherlich in den Herzen aller Zuhörer einen liefen nachhaltigen Eindruck hinicrlasscn. Ter Posaunenchor von Ober-Mockstadt, unter der bewährten Leitung seines Dirigenten, Pfarrers Kalbhcnn, trug durch seine Vorträge zur Erhöhung der erbaulichen Veranstaltung bei. _

Ar»» Stadt und Land.

Gießen, 20. März 1914.

Zur Krankenkassenwahl.

Für die Wahl des Ausschusses und der Ersatzmänner für die Allgemeine Örtskrankcnkasse Gießen-Stadt. die an, 31. März hier staltfindct, find zwei Lorschlagslisten ein- gereichl worden und zwar Liste Nr. l von dem aus den hie­sigen Frauenvereinen und einer größeren Anzahl hiesiger Arbeiter- und Angestellienorganisationen gebildetenAus­schuß für die .st r a u k c n k a s s e n w a h l e n" und Liste Nr. 2 von dem hiesigen Gewerkschaftskartell der f r e i e n Ge­werkschaften. Da die freien Gewerkschaften ein Zusammen­gehen mir den übrigen Organisationen ablehnten, mußle, um a»ch den nichtsozialdemokratischen Arbeitern und An­gestellten eine Vertretung int Ausschuß zu verschlissen, eine besondere Liste cingereicht werden, die bei der Wahl als L i st e I bezeichnet wird.

Außer dem Kartell der freien Gewerkschaften treten alle übrigen in Frage kommenden Organisationen für die Listei ein. Die Mitglieder der OrtSkrankenkasse haben aber am Wahltage nur darüber zu entscheiden, ob für die Folge neben den freien Gewerkschaften auch Mitglieder nichtsozialdemo- kralischer Organisationen in dem Ausschuß der Lrtskranken- kasse vertreten sein sollen, oder ob den Gewerkschaften das Feld überlassen bleiben soll.

'* Bismarckseier des V. H. C. aus d e in Hol, erodS- kops. Tie diesjährige, dritte Bismarckftier aus dem Öoherodskovi findet am Samstag, den 28. März, statt. Tie Veranstaltung wird in dielet» Jahre von de- Zmetgverein Tautstein - Gießen des B. H C. geleitet Sie verlänst in herkömmlicher Weise. Rach dem gemeinsamen Abendesse > n»rd ei» Frendensener aus dem Taufst in abgebrannt, daran Ivtrd sich ein Koni.nerS im Saale des neuen Klubhauses schließen.

** Vom Lichtspielhaus. Bahnhofstraße. wird uns geschrieben: Morgen, Samstag, steht den Kinofreunde» im Lichtspielhaus ein Filmereignis bevor, lieber den Meistersilm Der .König der Lüfte" schreibt der Generalanzeiger Ham­burg-Altona folgendes: Eine Glanzleistung der Kinematographie ist der Sensationsfilm der Firma Pathä Fröres, nennt sichKönig der Lüste" und stellt ein sünfaktiges Filmschauspiel dar. Der Film ist meisterhaft koloriert. Ein großer Teil des Films ist rm Flugapparat ausgenommen, man fliegt über Städte nnd Dörfer, über Flüsse und Seen, läßt Eiscnbahnzüge und dahinsausende Automobile Iveit hinter sich, kurz, es gewinnt einen eigenartigen Reiz, die ganze Szenerie der Erde von der Höhe aus zu ge­nießen. In den Hauptrollen sind die Pariser Bühnemchönhett Madame Gabriellc Robinne und Herr Alexandre be­schäftigt, beide Vau der Comedie Franyaise. Schon allein die Pracht der zur Schau gestellten Toiletten erregte bei dm erschie- nenen Tomen Erstaunen.

** Fr ü hli n g s e r w a ch e». Aus unserem Leserkreise geht uns folgende Frühlingsschsiderung zu: Junge Mädchen msi

iröhlichen Gesichtern und klingendem Lachen kehren von einem Spaziergänge zurück. Sic tragen Schneeglöckchensträußchen am Busen und schimmernde Weidenkätzchen in dm Händen. Tm Frühling bringen sie mit herein in unsere Mauer» und mahnen uns, ebcnsalls hinauszuziehen in die freie Natur und ihn zu empfangen, der unsere .Herzen schlagend und unsere Augen wonne­trunken machen will. Wir legen unsere Sorgen ab und unser Handwerkszeug aus den Arbcilslisch und eilen ihm cntgegm. Und siehe da, ehe wir's uns »ersahen, hatte er sich schon selbst in unserem Städtchen cingenistet. Wir können scinc Anwesenheit schon überaU spüren. Ta drüben in den Gärte», in den An­lagen. überall ist er schon bei der Arbeit, Knospen und junge Triebe hervorzuzaubern, Blümlei» hilft er, die Körbchen aus der Erde zu stecken. Knospen, die hmtc morgen noch stumm und verschlossen waren, sind über Mittag durch das Einwirken der mit lauem Frühlingsbalsam getränkten Lust ausgebrochen und sprechen zu uns in einer beredten Sprache. Wir gehen hinaus in das Feld, uni zu sehen, ob auch hier der Frühling schon bei der Arbeit ist und siehe da er ist überall. Vor .uns eins weites, frisches Grün: die iunge Frucht, die den Tücken des Winters Trotz bot. schickt sich an. nunmehr im Wachsen ein schnelleres Tempo einzuschlagen und mit ihrem Zittern und Wogen scheint sic uns zu sagen: Sei aus deiner Hut. du Menschen­lind, dann werden wir dir, wie wir dir jetzt im Frühling als Augenweide dienen, im Herbste zur Erhaltung deines leiblichen Wohls reichen Segen spenden. Wir stehen da und sangen träumend die Lungen voll würziger Luft und füllen das Herz mit edler Lust sind Begeisterung. Ta erschreckt uns eine im Korn versteckt gewesene Lerche. Sie steigt im Zickzackitug höher und höher und scmer und ferner klingt ihr trillerndes Frühlings- licb.

** Nachlaßvcrwaltung. Aus Antrag der Erben des am 4. Januar 1914 zu Gießen verstorbenen Kaufmanns Eberhard Dort zu Gießen ist die Nachlaßvcrwaltung über seinen Nach­laß vom Großh. Amtsgericht Gießen am 16. März angeordnct und der Kaufmann Louis Althosf zu Gießen zum Nachlaßverwalter ernannt ivorden.

** Grundstücksverkehr. Grundstücke zu Bensheim, die aus den Namen des Uhrmachers Karl Görlich in Bensheim unk dessen Kinder eingetragen waren, sollen Freitag, den 1. Mai 1914, vormittags 9 Uhr, durch das Amtsgericht zu Bensheim im Wege der Zwangsvollstreckung versteigert werden. Grundstücke zu Ginsheim, die aus den Namen des H a c n l c i n, Theodor, Bantechnikcr in Gustavsburg, eingetragen waren, sollen Samstag, den 2. Mai 1914, nachmittags 2 Uhr, aus dem Rathaus zu Gins- Heim im Wege der Zwangsvollstreckung versteigert werden.

** Güterrcchtsrcgistcr. Gütertrennung haben vereinbart: Hcinr. M üllerll., Httssnunttcur zu Großen-Buseck, und dessen Ehefrau Therese geh. Volk. Errungenichasts- geINeinschaiI haben vereinbart: Ludwig Reitz, Landwirt »I Inheiden, und Ehefrau Emuia geh. Bocher, Laichwirt Heinrich Klos der sechste in Beltershain und seine Ehefrau Margarethe Klös geh. Wallenfels, Landwirt Friedrich G r ä i und dessen Ehc- ieau Lina geh. Hetzer zu Beienheim, Jakob Kl i » g e l h ö f c r, Bauunternehmer, und Ehefrau Margarete geh. Falk zu Rüssels- Heim, Heinrich R o o S und Ehesrau Mathilde geh. Pusch zu Gette­nau, Bahnarbeiter Johann Georg Nickels in Zwingcnberg und dessen Ehefrau Dilbelinine geh. Brückmann, Johann Adam Reis, Kaufmann, und Ehefrau Susanne Elisabethe geh. Wmitbold zu Groß-Gerau.

" Konkurse in Hessen. In dem Konknrsverlabren über den

Rakblaß der Frau Einst Schiveickert W>lwc, Elise, gib. Schreck, i» Alzey, ist Schlußtermin ans Tienslag, 7. April >914, vor­mittags 10 Uhr, vor dem Amtsgericht Alzey bestimmt, Tas Konkursverfahren iiuet das Vermögen der Firma DreßlerttCo. in Seligenstadt ist auigehobe». Ta» Konkursversahre» über das Derinögen des MühlenbestßerS Karl Tempel zu Baben­hausen i,l anigehoben.

Kreis Büdingen.

4t Obcr-Widdersheim. 19. März. Nächsten Samstag findet hier Beigeordnetenwahl statt. Ms Kandidaten sind Gastwirt Eifer, Landwirt Otto Kam­mer und Brauereibesitzer Ferdinand Weis ansgestellt worden. Weis ist ein Sohn des >m v. I. verstorbenen Bür­germeisters Weis.

Kreis Lauterbach.

X Schlitz, 19. März. Gestern wurde am Elektrizitäts­werk die Leiche eines unbekannten, gut gekleideten Man ­nes in der Schlitz gelandet. Der Ertrunkene, der keiner­lei Papiere bei sich trug, stand anscheinend in den 50er Jahren. Auch die Lc t che eines bereits im Januar in der Fulda ertrunkenen Italieners wurde endlich nach langem Suchen in der Nähe von U n t e r - W e g f n r t ge­landet. Der Verunglückte war am Bahnbau SchlitzMedcr- Aula beschäftigt gewesen, und beim Ueberschreiten eines Siegs in die damals Hochwasser führende Fulda gestürzt.

Hessen-Nassau.

Frankfurt a. M., 19. März. (Privattelegr.) In der vergangenen Nacht brachte sich der 24jährige ledige Kaufmann Philipp W i c n e aus Tarmstadt mit einer Browningpistole einen Schuf; in die rechte Schläfe bei. Tie Kugel drang ihm durch den Kopf und führte seinen sofortigen Tod herbei. Der Bclveggrund zur Tat ist unbekannt.

L«stichiffal>r».

Hamburg, 18. März. Zu den Unkosten des Prinz Heinricki Fluges 19X4 benriltigte die Bürgerschaft eine Bcihisic von 40 000 Mark, und zur Beschaffung eines Ehrenpreises für diesen Flug 2500 Mark.

Petersburg, 18. März. Im Rahmen des russischen Aero­klubs hat sich ei» freiwilliges Fliegerkorps aus Herren - slieger» gebildet, die sich im Ärtegsfallc zur Versllgung des Kriegs- Ministers stellen ivolien.

vermischte».

* Ter Direktor der Militäreiselibahii, Oberstleutnant Akberti, ritt ain Donnerstag vormittag über die Kolonncnbrücke in Berlin, als sei» Pferd plötzlich ausglitt und sich übcrschlug. Alberu erlitt schlverc Bcrlel zungen am Kopfe, auch ein Arm wurde ausgerenkt.

* Schwarze Pocken. Aus Hameln, 19. März, meldet ei» Privattelegralnm: Auf dep Tomäne Schieber bei Blomberg in Lippe sind unter den polnischen Arbeitern die schwarzen Pocken ausgcbrochen. Ein Arbeiter, der gestern gestorben ist, wurde sofort beerdigt, ein anderer Erkrankter, der pockcnverdächlig ist, fand im Krankenhause von T-etmold Unterkunft. Tie Tomäne ist polizeilich gesperrt worden.

* Schiff gesunken. Nach einer in Ostende cin- aegangenen funkentelcgraphischen Meldung des deutschen PassagierdampfersKaiser Wilhelm der Große" ist dieses Schiss heute vormittag l.17 Uhr bei 50 Grad 72 Minu­ten nördlicher Breite und 4 Grad 5 Minuten westlicher Länge mit einer unbekannten Goelette, einem Dreimaster, z u s a m m e n g e st o ß e n , die gesunken ist.Kaiser Wil­helm der Große" hat bis nach 3 Uhr vormittags nach der Mannschaft des untergegangenen Dreimasters gesucht und hat dann seine Reise fortgesetzt. Er selbst ist unbeschädigt geblieben.

* Zu dem Tode des Bertretcrs der Deut­schen Levantclinie in Kaw-alla, Schleif, wird ge­meldet, daß S ch l e r f eine Probesahrt mit einem Boot in Begleitung eines Mechanikers nach der Insel THajos machte. Dos Boot tvar ihm auf seine Bitte von dem Dampfer Parnasses" überlassen worden. Bei der Fahrt muß der Motor explodiert sein. Beide Insassen erstickten und ver­brannten.

* Der Tirettor des Bcsuoobserva- toriums in Neapel, Professor Mercalli, ist in seiner Wohnung in Nenpcl verkohlt im Bett aufgefun­den worden, das sich durch eine umgestürztc Petroleum­lampe entzündet hatte.

Kleine Tagcrchronik.

In Langenhagen bei Hannover ist der Direktor der dortigen Provinzial-Heil- und Pslcgcanstalt, Dr. med. Franz Böller gestorben.

Wie aus Kairo gemeldet wird, ist der Eigentümer desNew Bork Herald", G o r d o n B c n II c t, an Bord seiner IN Suez vor Anker liegenden PachtLysistrata" schwer erkrankt.

Nach dem Diner

erwarten Jhre Gäsfe mif Be- sfenmlheif. daß ihnen eine mild duftige Salem Gold oder eine würzige aromatische Salem Aleikum Cigareße präsenibt wird.

SalemGold

(GoldmundsfüÄ.oval )

Salem Aleikum

(HohJmurwlsfüCk.mnd.)

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