werben noii bemunigeit, bic ni brr Mitte dkl beiden Flüael liehe» Nur müsse t<r «elbftänbigfet: gewahrt ne bcn. 5o wll S aucn weiter gfhalK.u werben.
Minister beb Innern v Hombergk Ivcndct sich gegen bic AuSiülnunqcn d>'S Abg, Adelung, der das Vorgehen der Rcgie- imng als ordnnngsieindlich bezeichnetc. Das lomnie doch ganz aus bcn Slandvunki an, au> dem man stehe, und die Regierung habe naturgemäß eine anbere Aussassung uvn dem. Inas Ordnung beißt, als die Sozialdenivkratf«. Zu der Beschwerde de« Abg. Adelung, bar, die Lehrer leine Vorträge in Geioei-ksckiattsversamiiilimqen halft» dürsten, erinnert der Minister an die vorjährigen präzisen Erklärungen des Herrn Staoisrot Süisarl, der mit Reckst betonte, dag ei» Lehrer auch den Lckiein vermetdcn müsse, als ob er die iozialdemolraimtien Bestrebungen irgendwie begünstige, Enlschse den zu bestreiten sei, da« die Regierung die Gelder sür die Ju- gentwiege gewissermaßen als Prämie verteile. Wenn Abg. Adelung rügte, das; vom Kreisamt bei den inr die Bibliotbeken sür die Jugcndvtlege emviohlenen Büchern sich vorzugsweise patriotische Verke hesanbe«, die sich aus die Jahrliuuöertteicr bezogen, io war das doch in dem Erinnerunqsjahr 1913 selbstverständlich. Es sollten auch die Veteranen daraus ausnierksam gemacht >ver- den, die damals ihre Kaut zu Markt trugen, dag dir Tozialdcnio- lraten sich dagegen wehren, dost diese Biititer der Jugend als Lektüre dargkbotcn tverden. (Ohorusc. Abg. »lrich ruft: Unsere Väter! Ter Minister amioortct dann „och aut die Bemerkungen der Vorredner über die Svnntaqsrube, den Schutz der nationalen Arbeit ujw. Tie Regierung stehe „ach nur vor ans dem Staud- punkt unserer altbewährten Schutzzollpolitik und werde iveitcr- hin dasür cintreten. ■ 'öeifnlf.)
Abg. B. ,HelINolt lBbd.s betont die Rotivettdigkcit des ZollschntzeS, ohne den Teutjchland gegenüber deni Auslände nicht konturrieren könne. Er sei schliestlich sür die Industrie noch notwendiger als sür die Landwirtschost. Eingcbend wendi't sich der Redner dann gegen die Ausführungen des Abg. Busold in den Fragen des Zollichnnes und im Friedberger streis. Von hessischer seile geschehe, was die Strafte Harheim anbelangt, alles, Frankfurt möge nunmehr auch dafür sorgen, daft die Straße zur Erbauung komme. Gegenüber den Ausführungen des Abg. Adelung betont der Redner bezügl. der Jugendpflege, daß unserer Jugend Lektüre an die Hand gegeben werden muft, die ihr die Grofttoten unserer Eltern vor Augen führt und unterstützt seine Borte durch Verlesung von Artikeln ans der sozialdemokratischen „Bolks- ftimme". Von einem Rift in seiner Partei könne, wie Abg. Osann angedcutct, nicht die Rede seilt.
Staatsminister Tr. von Ewald stellt daraus den am Regie rungstisch befindlichen Finanzrat Tr. Vitt bar, und dieser gibt eine längere, aus der Journalistentribünc nur unvollständig ver standeuc Tarlegung über die hessische Gewerkschasts feile und den diesbezügl. Artikel der „Frankl. Ztg." Er weist zunächst daraus hin. daft in erster Linie alles getan werden mutzte, um die Reicksgenossenschattskasse nicht in den Konkurs zu treibe». Tie in Liquidation befindliche Kasse liatte von der Reichsgcnosseu- schaslokassc unbedingt eine Gkiieralabrcchnuug verlangt, welche diese zu geben sich weigerte. Hier sei er als StaatSkdinniissar vermittelnd eingetretcn und habe dasür Sorge getragen, daft die Tinge nicht bis zum äuftcrsten getrieben würden
Tie Verhandlungen wurden danach um 1 .7 Uhr abgebrochen, Fortsetzung der Beratung morgen früh 9 Uhr.
hessische Erste Kammer.
rb. Tarmstadt, 17. März.
Am Regicrungstiiche: Staatsminister Tr. v. E w a l d, Staats- rätr Tr. Becker, Lorbachcr, Geh. Leg.-Rat Tr. N eid- hart u. a.
Vizepräsident Fürst Solms-Hohensolms-Lich eräjt- net die Sitzung um 10*/ 3 Uhr. Das Haus tritt foiort in bic Tagesordnung ein: Rückäuftcruiuz der Zweite» Kammer über die Regierungsvorlage, betr. die D r e n ft b c z ü g e der Staats beamte» und Volks sch ullehrcr und deren Hintcrbliebe» n, sowie die Tcckungsmittcl hierzu.
Ter AuSichußberichterstatter, Fürst Isenburg Bilstein, erstattet zunächst kurze» Bericht über die jüngsten Ansschnftanträgc. Er legi die Schwierigkeiten dar, die namentlich bezüglich der endgültigen Festsetzung der Gehalte der Volksschnllchrer zu überwinden waren. Ta die Erste Kammer der vom anderen Hause beschlossenen Gchaltserhühung mit einer Mchrsordcrnng von 187 000 Mark ans leinen Fall bcitrete» konnte, io stelllcn sich ganz aufterorbentlichc Schwierigkeiten ein und die ganze Vorlage drohte besonders an diesem Punkte zu scheitern. Es war daher notwendig, daft di^ Regierung die Vermittlerrolle zwischen beiden Kammern übernahm und der Redner stellt lest, daft die Regierung besonders damit^ einen glücklichen Grits tat, daft sie der Ersten Kammer den Satz von 3600 Marl als Höchstgehalt für die Bolksichullchrer emviahl. Wir sind damals von unserem ersten Volum. das aus Beilritt zur Regierungsvorlage lautete, abgckommeu weil wir das Gesetz aus jeden Fall unter Tach und Fach bringen wollten und sind überzeugt, daft diese Rackgabc auch vom Lahde urth den Beamten und Lehrern, wie auch von der Zweite» Kammer anerkannt werden wird. Taft man auch in der Zweiten Kammer schließlich von dem Satz von 3800 Mk. abgeaangen ist, tvill ick dankbar konstatieren. Hätten wir uns auf der Grundlage der 3600 Mark Höchstgebalt nicht geeinigt, io wäre das Gesetz zweifellos gescheitert. Tor Redner bedauert dann, daft man die Hgltutig der Ersten Kammer zu verdächtiacn gesucht bat. indem ein Mitglied der Zweiten Kammer lAbg. Backst ein Privatge sprach gehört haben will, in welchem eine abfällige Bemerkung über die Lehre r sch ast gemacht worden sein lallte. Tieie Angabe müsse er entschiehrir zurückweisen. In der Privatunterrrdung ivnrde nickt gegen die Lehrerschaft gesprochen, sondern der gerechten Entrüstung über die Haltung einzelner Agitatoren Ausdruck gegeben, die ein verdientes Mtglied der Kammer in ganz unverantwortlicher Weise beleidigte. Tie Erste Kammer sei in der ganzen Bciolduugb- srage stets in erster Linie von dem Gerechtigkeit«»»» geleitet gc- wescn und iik habe niemals die Hobe Bedeutung des Lehrerstandcs als Jugcndcrzichcr außer Acht gelassen: sie bossc und wünsche, daft auch in Zukunst die Jugend zu ideal gesinnten, votrjolischeu Bürgern erzogen werde. Es mutz aber jedem Mitglied des Hanfes gestattet lern, derartige agitatorische Bemerkungen entsprechend zurück zuweilen. Zum Schluß ivrickt der Redner der Regierung den Tank des Hauses daiür aus, daft sie in letzter Stunde die Verhandlungen noch in glücklicher Wesse zu Ende geführt und das große Besoldung« gesetz zu einen, bcsricdigcndeu Abschluß gebracht hat.
Staatsminister Tr, v, Eloald dankt dem Ausschuß sür die anerkennenden Worte über die Bemühungen der Regierung. Er gebe ja zu. das nicht Alles erreicht worden sei. aber wir niüftlen bock die Schwierigkeiten und Bedenken würdigen, wenn wir das ^anzc Werk nichl scheitern lassen wollten. Wenn es nicht zu -Stande gekammen wäre, dann wären die langgehegten Hoiinungen der zahlreichen Beamten, auch der Hojbedienstcten und der Hoikavelle aus längere Jahre hinaus nicht erfüllt worden, und das hätte eine fortgesetzte dauernde Verbitterung hcr- vorgeruicn. Wir dursten aber auch bei den Verhältnissen des Laiches nicht anders lzandetn. Wäre die Varlage wiederum nickt zu Stande gelomnicn, so würden wir später mit noch ganz andere» Zahlen uno Verhältnissen zn rechnen gehabt hoben. Ter M>- nifter rmpstehlt zum Schluß die Annahme der Ausschuftanträge.
Gegeuberichterilalter Geh. Koin -Rat Tr. Streck e > gebt dann aut die einzelnen Ansichnftanträge über die Driirnsen bczügllch der Beioldnngsvorlage näher ei» und beantragt die cn-blor Annahme der Anträge. l
TaS Hans stimmt allen Anträgen ohne weitere Debatte zu. Zur Beratung gelangt daraus noch die Rückäußerung der Zweiten Kammer über die l a » d st ä n b > s ch e G e s ch ä i t S o r d n u n g.
Nachdem Landgerichtsdräsidcnt .Hange namens des Ausschusses den Beitritt zn den Beschlüssen der Zwesten Kammer beantragt hat, beschließt das HauS demgemäß. Tamil ist die Tagesordnung erschöpft und das Hans vertagt sich ans unbestimmte Zeit.
A«» Helfen.
rb. T a r m ft a b t, 17. März. Ter Gesetzgebung s- «russchuß der Zweiten Kammer hielt heute vormittag gemeinsam mit der Regrernng eine Beratung ab, in welcher neben andern kleinen Beratniigsgegenständeii auch der Antrag Tr. Sckmitt und«Genossen, betr. die Abänderung der Ordens-usw. Gesetze, erledigt wurde. Ter Ausschuß nahm darüber folgenden Antrag an: In Ueberein- sttininung mit der Zweiten Kammer an Großh. Regierung das Ersitckzcn zn richten, den Landständen eine (siesetzes- vorlage zukominen zn lassen, durch tvelche die Gesetze vom 29. April 1875 und l. Juni 1895, die religiösen Orden und ordcnsähnlichcn Kongregationen betreffend, insofern gemildert werden, als ihnen eine freiere Tätigkeit in religiöser, karitativer und sozialer Richtung ermöglicht wird.
Ter B e r b a il d hessischer B ü r g e rv c r e i n e hielt am Sonntag in Nier st c i it seinen Hauptocrbands- tag ab. Rach Verlesung des Protokolls der letzten Verbandstagung erstattete der Borsitzcnde Schmitt Weisenau einen kurzen Geschäftsbericht: der Schriststihrer Rei« decker-Wcisenau gab die im lebten Jahre an den hessischen Landtag und die Regierung gerichteten Eingaben bekannt. Fair den nächste» Vervandstag int Herbst wurde nach langer Beratung Ginsheim bestimmt. Reidecker hielt einen Vortrag über die Reforinbednrfrigkeit des neuen Gemeinde- irmlagengesctzes, der in seinen Hauptpunkten eine Rekapitulation der seither allgemein und auch in den Kund- gebunge» der Mainzer Handelskammer zutage getretenen Unzulänglichkeiten im Gesetze war. Ter Redner stellte sich ans den Standpunkt, daß -der Sclbuldenabzug voll gewährt werden »iib bei der Gewerbesteuer jeder Gelchästsbetricb bcsteuerl ivcrden miisie Neidecker empsaht einen Antrag aus Einreichung eines Gesuches an die Regierung um Beschleunigung des Verfahrens bei den Verwaltungsgerich-- ten bei Berufungen i» Wahlangelegenheiten, der einstimmig angenommen wurde, ebenso »nie ein Antrag aus Abände riing des ß 20 der Satzungen,
Gictzener Strafkammer.
Gießen, 17. März,
Zu 5 Jahren Zuchthaus wurde der 30jährige Taglöhner R, G. aus Gießen ivegen Tieb- ftabls im Rücksollc in 3 Fällen verurteilt. Bereits im vorigen Jahre >oar er zu dieser Strasc verurteilt worden. Ans seine Re Vision aber hatte das Reichsgericht dieses Urteil, solveit es den Diebstahl zum Nachteil des Tr. H. betraf, wegen eines Formfehlers aufgehoben und die Sache zur erneuten Verhandlung an die Strailammer verwiesen. In der Nack'l vom 15. ans >6. Ang. vorigen Jahres gegen 1 Uhr morgens sah Dr. H. vlötzlich zn seinem Schlafzimmer, das zu ebener Erde liegt, einen Mann am Fenster stehen, der nach einem kurzen Moment des Stutzens ans dem Fenster in den Garten sprang und über das Gartengitter aut die Frankfurter Straße gelangen wollte: er ließ
aber von ..diesem Borlraben ab, weil er jeniand kommen sah, lies aukr durch den Garten, stieg über zwei Vlankenzäune zu dem Bahnkörper der Oberhessischen Bahn und entkani. Eine goldene Uhr mit goldener Kelle int Werte von etwa 300 Mark, die m» dem Nachttisch gelegen hatten, lvar verschwunden. Ter Angctlagle lenqnrte hartnäckig, der Täter zu sein. Tas (tzcrchst erachtete ihn jedoch für überführt: Ani 20. Ang. wollte J>er Anqcllagtc die Uhr mit Kette den, hiesigen Uhrmacher -ch. verlause». Tieier, durch ei» Rundschreiben der Polizei animerk- sam gemacht, crlannte in der Uhr mit Kette sofort die Dr. ,h. gestohlenen lKegcnständc: cr machte dem Angeklagten, den cr
kanntc, den Vorschlag, cr solle ihm die Uhr zur Prüsung des Goldgehaltes eine kurze Zeit da lassen. Ter Angeklagte ging iedoch daran- nicht ein. gags daraus fuhr cr nach Tarmstadt und wurde von einem Zeugen mit der goldenen Kette gesehen. Ferner passten die bei dem Angeklagten beichlagnahmten Stiesel genau in die Fußspuren, die durch den Garten führten. Endlich hat er in einem Tckweiden seine Frau, die angegeben hatte, er sei erst am Morgen des 17, Ang. heimgekchrt, zu bestini men versucht, anzngebe», er sei schon am Abend zuvor um 9 Uhr zn .Hause gewesen. G. ist wegen Diebstahls schon häusig vor- bestrast.
Wegen Beamte »Nötigung wurde derselbe Angeklagte mit 3 Monaten Gesängnis bestraft. Als cr im vorigen Monat von hier nach dem Landeszuchthaus verbracht werden sollte, erklärte er „ich gehe nichl mit" und als ihm klar gemacht wurde, daft Gewalt angewendet tvürdc: „wenn mich jemand angreiit, greise ich auch an".
'Wegen Betrugs in vier Fällen lvnrde das Dienstmädchen E. I. aus Friedbera zu lLTagen Geiängnis verurteilt. Sic hatte verschiedene Geschäftsleute durck, wissentlich falsche Angaben, die sie als kreditwürdige Person erscheinen ließen, zu bestimmen gewußt, ihr ein Hrmd, einen Unter rock, eine Bluse, eine Uhr »sw. zu verkaufen, obwohl sie nennenswerte Mittel nicht befaß imb damals außer Stellung mar. Tas Sckiössengericht hatte nur 3 Fälle sür erwiese» betrachtet und sie nur zu 20 Mk. Geldstrase verurteilt.
Bcrworscn wurde die Berufung des W. M. aus Wetterield, der vom Schössengeiicht Lauback, mit 6 Wochen Geiängnis bcstrait worden war, weil er in dcr^Nackt vom 23. zuin 24. September vor. I. den Landwirst K. T. mit einem Weiler oder mit einem anderen scharfen Instrument derartig ins Gesicht geschlagen hatte, daß die Lipve durchschnitten und ein Zahn verletzt worden war.
Wegen Diebstahls i. R. und Bettelns wurde der Arbeiter E. H. aus Berlin zn 8 Monaten Geiängnis und zu 4 Woche» Hast verurteilt. Er war beim Beiteln in einen Korridor gekommen und hatte in einem unbewachten Augenblick schnell aus einem Schrank eine Hose und eine Weste iin Werte von etwa 35 Mark entwendet. Es wurde in Betracht gezogen, daft es zurzeit der Tot sehr kalt wstr und er der Kleider bcdurstc, um sich vor Kälte zu schützen. Asiderc in dem Schrank besindltchk Sachen hatte er liegen lasse».
1?ür Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehen Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber teincrlci Veranttvortittig.)
. Gießen, 13. März.
. Q ü ™ ne , m der schönen Sonntage letzthin spazieren ging, Irai ich atn Waldrande einen Herr», der mit mir den freund
lichen Blick genoß Er batte den neuen Führer um Gießen in der Hand und schien ein tüchtiger Wanderer zu sein. Wir redeten über allerlei, wobei eS herauskam, daft der gute Herr etwas schlechter Laune war. Bei dem hcrrliche>t Wetter konnte ich das nickst recht begreisen, und so nagte ich ihn denn danach. Ta icuizte der Herr ein wenig und sing eine große Rede an, die mir ansattqs Kovstchütteln vcruriackstc, die nnck aber zum Nachdenken nütlgte. lind da mir nun allerlei von deni, m-as der Redner aut dem Herzen hotte, richtig und wert schien, daft cs der Allgemeinheit vor getragen tvcrdi', so berichte ich lster darüber — mein Wegegenog von jenen, Sonntag wirds mir wohl nicht verargen.
„Fcki kam letzten Herbst als Pensionär hierher, hatte mich so daraur gefreut, da ich das liebe Rest hatte aitiblühen iehen un., die Gegend hier gern habe. Und was wurde mir nicht alles »er iprochen! Gewift läßt es iich hier leben, aber vergleichen da, man dock nicht" Ta lob' ich mir Tarmstadt. Und wissen Sie, auss 'Spazierengehen hatte ich mich so gefreut, besonders mit meiner Alten gelte ich so gerne und mit meinen Kindern, Aber di! lieber Gott! Tic streiken^icktvil seit Monaten! Zuerst wandertcii imr natiirlich nach dem Schissenberg, bei den unruhigen Geisteskranken vorbei. Und auf dem Rückweg sings an! Ob hier alle Straßen so schniutzig seien ivie die Schiiscnberger, und ob es hier immer so windig sei, meinte meine Frau. Tas nächste Mal gingen wir von der Hockwart zuni Tcknssenberg, wundervoller Wald, aber leide, auch ha viel Näsle. Na. ick dachle, der neue schnur- acradc Weg an, Klingelbach entlang sei sicher gut. Gewiß, das ist cr!auch, aber wenn män an den Wald kommt, istz auch da mit vorbei, und gar erst das Stück über die Wiesen! Ich versuchte es mit dem Bergiverkswald Stuf der Leihgesterner Strafte gehts ja sehr gut. Slbcr, meinte meine Frau, ob man deiin hier immer nur die Straße hin und zurück gehen müsse. Ta loggte ich es, einmal von der Straße weg IN den Wald zu gellen Aber ich kam schön au! Nässe, Schmutz, schlechte Wege — meine Frau ging drei Wochen schon nickst mehr mit! - Ich versuchte es an der
Gailschen Ziegelei, wo man immer iich wie ein Eindringling vor- kommi Aber auch dort muß mau so über den Lcknnutz hinweg. Als ick mein Heil aus dem Seliersbcrg versuchte, ich dachte, da dort io schöne Aussicht sei, gäbe cs gewift auch einen Spazierweg da oben, — da längs über lauter Feldwege und zuletzt auch nur durch den Siimvs. Leider lvar da meine Frau wieder initgef,angen Die lrar ganz erschöpft von dem Balainieren durch den cochmutz: aber glauben Sie, da gäbe es eine Bank zu,n Ausruhen! Die muß man hier ja übcrbaupt erst jucken. Ich fürchte, fein Dutzend findet man in, ganzen Wald ringsuni. llnd wie leicht ließen sich hübsche Plätze ans dein Seltersb-" - schöne Aussicht nennt» sich ja da oben! — oder ani Leihgcst'riierwcg, im Schinenbergerta!, oben am Trieb anbringcn. Allo meine Frau hatte ick> sür» Sva- ziercngehen schon verloren, die seufzte nach den hübschen Wegen und dem guten Kassee, die wir in Darmstadt einmal in den Ferien kennen gelernt batten. Ich hatte mir ivasserdichte schube angeschasst, und so gings ja. Nur dars ich nickt iit der Röhe sein, wen» unser dienstbarer Geist sick ans Reinigen macht. Die murmelt dann so allerlei, ob mau hier denn gar keine sauberen Wege gehen könitte. Endlich bekam ich wi'nigstens meine Krude,- wieder Wal mit, und wir gingen über den Haiigelstein. Sehr- schön! Aber hinter Wieseck wurden wir io ickmntzrg, daft es zn Hause böse Rede» gab. Bon der Ileberickreitung des Sees im Wiesecker Tal zun, Philoiovhenwald will ich nickst sprechen — den Kindern hals zwar Sooft gemacht, aber mir nickst. — Letzthin habe ich and' versuch-, die Lahn auszuiuchen, aber auch das mußte ick teuer erkansen, unten hinaus mit einer Nase voll Klärbecken.- tust, »beulst» mit nassen Füßen und einem Schiinvsen. — Wenn man hier sauber ivaziereii gehe» will, muß man ilach Skauhciin sahren, dort ssndet mau auch im Winter gut gedaltene Wege lind übcrlstttivt! Es sielst so aus, als ob man hier seine Spazier- Ivege möglichst weit drantzen suchen sollte. TaiNttis, Lahntal, Vogelsberg werden einem gerühmt, ?lber rechnen Sie einmal aus, ivas es kostet, ivenn eine Familie mit sün, Kövien aus die Saol- burg will! Nein' Beanemer wird einem das anderswo schon ge. macht, llnd ick meine, hier könnte man auch noch vieles verbessern. Da« Nützt mehr, als Reklame und Gewerben »»stell,eng, um Fremde und Pensionäre anzuziehen,"
Meine Einwendungen ballen nicht viel Ter gute Herr schlug sistl aus einem «was nassen Pfade in die Büsche. Ick dvsse, im Sommer wird er wieder besserer Stimmung sein. Dann ssts trocken, - oder sollte er dann am sHtde über den Staub aus den Straften zum Walde zu klagen haben? — Jedenfalls ineine ick, überlegen dürsten sich die, denen die Sorge für die Umgebung an- vertraut ist, die Kritik des Peniionärs schon.
Saasen. S-ckv» seit ca. 1-l Tagen tritt unsere Straft c n b e l e n ck t n n g erst »ach 7,30 Uhr in Tätigkeit. Das ist ganz entschieden zu spät. Es ist in diesen Tagen hier vorgekom men, daft eilt Reisender, der mit dem Znae 7,09 Uhr hier on- kaui. iniolak der herrschenden Dunkelheit in die Wieieck geriet Wer übernimmt in einem solchen Falle die Verantwortung?
Märtte. "
fe. Frankfurt a. M., 1k. März, Heu- »n!> Ek robm arkt.
SIi» heutige» Markt war weder Heu noch Stroh anaeiahren.
[| Marburg, 17. März. Am Donnerstag, den IS. Diäez, wird hier der diesjährige F r ii h j a b r S - P i e r d e m a t f t und zugleich ein C ch w e i II e m a r k t nbgehalten.
fin übeva«s tvirfiantc* Mittel gegen veraltete Magenleivcn und Verstopfung'
Dir raschen und sicheren Erfolge, welche mit Siomoldgen erzielt wurden, machen es weit und breit zu einem beliebten Hau« mittel. Stomorygcil ist ein vollkominen harmloses Saverstoft- Präparat und ist in jeder tzloolhcle erhältlich. Man nimmt es am besten dreimal täglich, und zwar je l bis 2 Tabletten zwischen den Mahlzeiten. Die Eriolge bei Magenverstimn, ungen, Verstopfung und de» vielen Leiden, welche diese Hebel noch sich ziehen, sind geradezu glänzend, Tie Säure im Magen verschwindet, man hat friil Lcrztlovicn mehr. Tie Schmerzen in der Leber und den Nieren, sowie im Rücken treten nicht mehr aus. Tie Nerven werden gelräitlgt. StomozUgen wird von vielen bedeutende» Llcrzten verordnet, da der Souerstosi. ivelchen es enthält, eine Wirkung hervor ruit, wie man iie günstiger laut» beobachten kann Es ist allgemein bekannt, daß Saucrstoss die Luit verbesiert: er reinigt und irästiqt aber auch den Magen und die Nieren und tötet die Keime, welche häusig die Ursache schwerer Krankheiten sind. Jeder Avotheker führt Stomoxygen, oder weint er cs nicht hat, kann cr es Ihnen beschassen. Ei» Veriuch wird jeden von der Vorzüglichkeit dieses Präparates überzeugen, (3333hv) (Bitte ausschneiden.)
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