Ter :Komam'dmttfttlltv Souract sagte zu lialmettf, atS dieser ,!,m Me BiHtenkarte tu 9na ftUor zeigtet Sie werben He borii nicht nnrtiirgenV Was sollte lie Ihnen zu sagen haben! Calmette ern,beriet Es ist eine Frau, ich kann ihr eine Unter - rcbung nicht verweigern! Wenige Minuten tDiiter ivielte sich da- blutige Traina ob. Frau Eaillaur bewehrte die vollste Ruhe, Sic tagte zu de» lindringettden Redakteuren t Da cs feine Gerechtigkeit mehr in Frankreich gibt, konnte der Revolver allein lncr Emhall tun Gilt Remkleur ri.t ihr zut Rach d ur wo- Tie getan baden, sollten 3,' schweigen! Ein anderer nett Ca ist ein Skandal. dar diese Frau „och hier bleibt, um das Röcheln ihres OvierS zu hören Frau Caillaur, eiikgeguete i» tadclltdcm Tonet Ich danke mein Herr, danle! Bor dem Polizei'oiMt iisar r ihr zeigte, bot; stc sämtliche Hügeln ihres sechslausigeu Revolvers abgeseneri hatte, erklärte Frau Caillaur, sie liabe den Revolver am Rachinitlag gelauit uno zu Hause geladen Tic habe u i cf} t d i e Avlrä> i g c l> a b t, C a I ni e t t e zu töten, Tic habe idm bloß eine Lektion erteilen wollen, Ich bedauere irt», sagte sic, meine Tat ttnd es ist mir sogar sehr angenehm, wenn ich b ruhiqende Nachrichten über Herrn Calmettc halte, Tie sagte weiter ans, dar ss? aut Rachmittag her dem Gerichtsvraiideuteu Mouton gewceu sei der ihr erklärt hätte, es gäbe kein Mittel, einer Campagne Uwe »er des „Figaro" ern Ende zir machen, Ter Verleumder teerte säst immer lrerge- smochen und der Verleumdete noch mit Kol beworsen, Ta lie gehört habe, dax Calmctte mehrere Briese verössentlichen rvollte, dre ihr gestohlen worden waren, habe sie sich zngcjchivoren, dies zu verhindern.
Als dem Finanzministcr angcküudigt wurde, dass seine Gatlrn verhaltet werden müsste, kottnte er einen AuSrut des Erstaunens nicht unterdrücken, Ter Ttaatsanwait fort- zu Caillaur; Herr Mtnincr, ich srage sie selbst, — woraut Cai laut ihn unterbWch t 'IPas wollen Sie' Ich bedauere, das; Calmctte so tchwcr ver- wundet worden ist, aber ich k a n >r die Handln ngsweise m ern er Frau nicht m r s> b i l l t g e n!"
Der Finanzministcr berichtete deni SlaakSanwalt, dost seine Frau ani Vormittag bei detn Gerichlspräsidenten Mouton gewesen sei und iurckilbar verstört heimgekehrt sei, Er habe alles versucht, um sic zu beruhigen, doch sei dies leider vergeblich gewesen,
Eine Besprechung in der Hammer,
Paris, 17, März, Hummer, i Zu Beginn der Racknnitlags- Übung brachte der roualiftische Abgeordnete Tel ah ave iol- genden Antrag eine „Erregt übet das gestrige rMttentat. durch welches nach dem Geständnis seines Urhebers Enthüllungen per hindert werden sollten, welche den gegen eine Geiichtsperson erbobenctr Verdacht der Cicschesvrilchung zu verstärken geeignet lind, iordert die Kammer die Regierung aus, diese Gerichtsvcrson avzuschrn oder sie zur Beriolgung der Ankläger z» zwingen," Tt> lahave fragte den Minister Monis, ob er, als er noch Justiz- minister >onr, den Ausschub des Verfahrens gegctt Rochette angeord itet habe. Monts antwortete nach längerem Schweigen: Ich
habe niemals den Briet des Oberstaatsanwaltes Fabrc gekannt, aus den Telahapc anspirtl, und ich habe niemals den Aufschub des BersabienS gegen Rochette gefordert, i'BeiiaU aut der äustersten Linken. Jatrrüs, der Obmann des Rochettcausschujses, sagte: Man zeige uns das Tokninent, lvcnn es ezisticrk, Tclalape erwiderte Es ist vorhanden: tragt diejenigen, ivciche es Vot> der Kanzlei erhielten, Ter Minister Präs, erklärte, er lei bereit, zur Auskiärung de> 3ache beizt,tragen, Monis unterbrach ihn mit den Worten, er sei einverstanden damit, van der Untersuchttngskommission vernommen zu lverden, ' Beifall aus der Linken) Tarans erhob sich B a r t b o u und sagte: d i eg: i st d c r B r i e s d c s O b e r ft a a t s a n w a l t s F a b r c. Graste, tanganhaitcirdc Bewegung Barthon las den Brief vor, in dem Fahre erklärt, am 22. März 1911 von Monis dazu ouigeiordert worden zu sein, Monis vrotestierte noch einmal und sagte, er kenne das Säneiben nicht, Barthon fuhr dann mit Verlesung des Brieses fort, tu dem Fabre ausciuaiidersetz!, wie er endlich den Bitten Monis nachgeben muhte, Barthon ichlost mit de» Worten, dast er jegliche Brrantworlung für sein Eingreisen aut sich nehme, 'Lebhafter Beiiall aus zahlreichen Bänken des ,scn- trums, der Rechten und mehreren Bänken der Linken, Graste Unruhe.)
Ter Radikale Cecaldi, ein intimer Freund Caitlauz, beschuldigte Barihvu, dast er sich des Berichts des Oberstaatsanwalts widerrechtlich bemächtigt hätte, um seine politischen Gegner verfolgen zu können, Ceealdi deutete an, dast Barthon eine Abschrift dieies Toknmentes sogar dem Direktor des „Figaro" übermittelt habe, dam,! dieser seine 'Angriffe gegen Caillaur tnöglichst wirksam gestalten könne, Ter Redner machte Bactbon in unverblümten Worten für das gestrige Trama verantwortlich 'Graste Beivegung)
Minister Monis kritisierte ebenfalls heilig das Vorgehen Bar- thous. Tee Bericht Fabros sei ein einseitiges Schriftstück, dem er das entschiedenste Temcnti entgegenstelle. Charakteristisch für die (Besinnung Barthons sei es, dast er jahrelang diese vergifteten Waisen mit sich bcrnmqctragen habe, um lie im geeigneten Augenblick gegen seine Gegner zn benutzen, Janrös, der bisherige Obmann des Rochette Ausschusses verlangte, dast dieser Ausschgst mit ge- riditlichcr Gewalt ansgestaltet tverde Tenn nur so könne iiber die ganze Angelegnheit volles Lickst verbreitet rmd dem Lande das er- schüirerte Vertrauen wieder gegeben lverden, Tic Kammer itahm die Erlangung der Vollmachten des Rochette-Ausichusses mit ,749 Ctimmcn und die Erteilung der richterlichen Mach! mit 520 gegen £ Stimmen an.
Der Wechsel im Ministerium,
Paris, 17. März, Are amtlich gemeldet toird, ist Renault zum Finauzniinister, Malvv zum Minister des Innern und Raou! Per et znm Handelsministcr ernannt worden,
Ter Ministerrat beschloß heute nachmittag 1,30 Uhr über die Blenderungen in der Zusammensetzung des'Kabinetts, Tarant begab sich der Ministcrvräiident in das Elhsec zu dem Präsidenten P vi nearö, um ihm die bereits gemeldete Ernennung des Ministers des Inner», der Finanzen und des .Handels zu unterbreiten.
Der Zlottenvoranschlay im englischen Unterhaus.
London, 17, Mürz, Bei der heutigen Beratung des slloticnvotaiiichtages führte der erste Lord der Admiralität Ainslon Churchill aus, daß dem Parlament noch kein so hoher Flottenvaranschlag Vorgelegen habe, Tic Ursachen seien höhere Löhne, eine Vermehrung des Personals, die größere Zahl der schweren Geschütze und die höheren Kosten der Munition, Tie Absicht war, acht Geschwa- der vott Linienschisfcn in derselben Zeit fertig zu haben, in der die nächststarke Wehrmacht fünf fertig hätte, Tic E n t w i ck l u n g der deutschen F l o t t e n o r g a it i j a » 1 ion sei nicht so schnell vor sich gegangen, wie er vor zwei Jahren angenommen habe. Jeder zusülligc oder absichtliche Anfschnv, den die nächststarke Seemacht mache, werde von England nachgcahmt werden, und England lvcrde seine Organisation nur in dem Mäße, wie es nötig sei, vollenden. Von Lustichissen seien bis jetzt 15 gebaut oder im Bau bcgriiscn, darunter zehn großen und mittleren Ihv,' von einer Schnelligkeit von 45 englischen Meilen in her Stunde. Er hossc, im Soinmer ein halbes Tutzund davon über dem Parlamentsgebäude kreuzen lassen zu tonnen, Churchill sagte zur B c ni a n n u n g s s r a g c: Wenn morgen Krieg ausbräche, jo könne sedes Schiff init der ctats- mäßigen Beinannung in See gehen, England werde der selbständige Wächter seiner Interessen i nt Mittel- tttcet bleibett, und es würde keine besonderen Verpflichtungen entgehen Die Regierung beabsichtige, im Jahve 1915 im Mittelmeer ein Schlachtschissgeschwadcr von ocht Schttien zu haben, von denen sechs Dreadnoughts und „Lord Nelsons" sein wurden, und die ans Malta basiert seiet würden Sie würden die englischen Secstreitkräste im Mtttelmeer aus acht Linretstchiff« und vier Panzerkreuzer prägen.
veutscbe» Heid).
I nt preußischen Abgeordnetenhause wurde am gestrigen Dienstag der Eisenbahnhaushalt weikerberatcn, £ic Einnahmen aus dem Personen- und Güterverkehr und der Ausgabctitcl „Ausgleichsionds" wurden bewilligt. Dev 'Antrag des Budgetausschnsses l Verlängerung des Abkommens über den Ansgleichssonds ans zwei Jahre) wurde an- genvm inen.
Bei der P o r a n s ch l a g s b c r a i u n g über K i a u - t sch o u im B u d g e l a u s s ch u ß des Reichstages iührle am Dienstag Staatssekretär v, Dirvitz aus, daß die Bemühungen der Regierung, Kiautschou tvirkschastlich zu heben und Deutschlands kulturelle Berpilichtungen zu c> küllcu, durch die unerwartet schnelle Entwicklung de-s Schutzgebietes belohnt seien. Das deutsche Eisenbahnwesen in Ehina tnache große Fortschritte, Die endlich zur Ausführung kommenden beiden Schantuug-Bah»bauten hätten einen großen Einkluß auf die Entwicklung des Schutzgebietes, Tsingtau werde so nahe mit dem inneren Ehinn verbünde», daß eS ein nützliches Glied von dessen Wirtschaftsleben würde Der Staatssekretär besprach eingehend die Errichtung eines Eisenwerkes, dessen Vmtbgdingungen, Kohle und Erze, vorhanden seien. Die Kohle entspreche der besten westfälischen und würde ans allen deutschen Kriegsschiffen in Ostasicn ge- braniil. Er besprach auch die Aussichten des Hüttenwerkes in Tsingtau, In deutschen Jndustriekreisen sei das Interesse für China im Wachsen, Die Mariiieverwaltiing bemühe sich, es durch weitere Rusklärung zu sördern, damit Deutschland die fetzige günstige Gelegenheit nicht verpasse,
Ter Hauptvorstand des R e i ch s v c r b an d cs der Deutschen Presse hielt am Sonnabend, I4„ und Sonntag, 15, d, M, in Berlin eine Sitzung ab, zu der auch die auswärtigen Vorstandsmitglieder ans allen Teilen des Reichs fast vollzählig erschienen ivarcn, Ten ersten und wichtigsten Beratungsgegcnstand bildete die Vorbereitung der diesjährigen Delegiertenversammlung, die nach einem bereits früher gesoßten Beschluß in Leipzig statt- sinkß-r soll Als Zeitpunkt der Telegiertenoersamnilung wurde» Sonntag, 21 Juni, und die folgenden Tage bestimmt In sehr eingehender Beratung wurde di: Tagesordnung sestgestcllt, die unter anderem eine Erörtcritiig des Themas „Ter A u s l a n d s n a ch r i ch t c n d i e n st der Deutschen Presse" enthalten wird Von der seit langem vorbereiteten »nd kürzlich mit der Verschickung der Fragebogen ins Werk gesetzten Erhebung über die wirtschaftliche und soziale Lage der Redakteure konnte berichtet lverden, daß die Anlivortc» bei der Sammelstelle schon in großer Anzahl eingegangcn seien. Gegen das Unwesen der Re klamescuilletons wurde eine Resolution folgenden Inhalts angenommen: „In der letzten Zeit habeir sich di: Versuche von Jntcressentcii gemehrt, die Grenzen des redaktionellen und des Anzeigenteils insbesondere durch Einschmnggeln von sogenannten Rekiamesenilletons und Geschäft-Snotizen zn verfchieven, Ter Hauptvorstand des Reichsverbnndes der Tcutschen Presse spricht in Uebercinstinimiing mit de» Bestrebungen des Vereins Deutscher ZeitnngSverleger die Ansicht ans, daß loschen Versuchen mit aller Entschiedenheit entgegengetreten tverden muß," In den weiteren Verhandlungen wurden innere PerbandSangelegenheiten erörtert.
au»laiiS.
Bestechungen in I a pan. Aus Tokio wird gemeldet: Ter Leiter der japanischen Telegrapheiiagenlur, Gondo, der von dem Vertreter des Reuterschen Bureaus, Pooleh, 10000 Pen erhallen haben soll, ist verhaltet worden.
Au» 5f«M und Land.
Gießen, 18. März 1914.
Sturm und Hochwasser in Oberhessen,
Ter kommende Frühling führt sich in diesem Jahre reckit unliebsam ein, Ter zilklonarlige 2turnt, der ani Montag nachmittag um 4 Uhr die Herren Stadträte am pünktlichen Erscheinen zur Sladtverordnetenversanimlung hinderte und von heftigem Regen, Hagelkörnern und Scknieegraupeln begleitet war, richtete in ganz Oberhessen größere Verheerungen a», als nach der Kürze des .Unwetters zn befürchten war. In den Telephon und Tele- graphenleitnugen ons dem Lande hat der Sturm recht böse gehänst. In den Anlagen und Gärten ivurde» allerorten Aeste abgebrochen. Auch die Hausdächer in der Stadt wur- de» durch de» Wind beschädigt Wie aus Frankiurt gemeldet wird, ivurde ein Teil vom Wellblechdach des Hippodroms abgerissen und zu Boden geschleudert, wobei zahlreiche Fensterscheiben entzwrigingen,
Ten Höhepunkt in der Reihe der Ttiirmsckräden bildet jcdocki, ein E i s e >i b a h n u n f a l l, der lins ans F-riedberg gemeldet wird:
— Friedberg, 18, März, Auf dem Bahnhose Assen he im (Strecke Hanau Friedbergs ging am Montag abend bei schweren! Sturni ein leerer Wagen durch und lies in der Richtung noch Erbstadt - Kaickwit zu Zwischen Assenheim und Erbstadt stieß der Durchbrenner mit dem letzten, von Hanau nach hiev abgegange-- ttcii P er so it e iiz n g e z u s anitncn. Ter Wagen c n t- glei ste , stellte sich aber quer über beide Gleise, so daß die Weitersahrt des Zuges unmöglich war. Die in letzterem sich besindenden Reisenden blieben nnverletzt. Sie stiegen an der Uitsallsielle in einen Packwagen um und fuhren in diesem nach Friedberg weiter,
Reben diesen Frühlingsstürmen zeigen sich nun auch überall die Folgen des langanhaltenden Rcgentoetlcrs. U e b c r s ch w c m m u n g e n und Hochwasser richten in Stadt und Land argen Schaden an Daß die Lahn zurzeit Hochwasser führt und Icitweise die Uscrgrundstücke in Gieße» überflutet, konnten wir schon gestern mitteilcn. In Wetzlar stieg die Lahn in der letzten Nacht um 90 Zentimeter, in Marburg um 50 Zentimeier,
Eine Nachricht, die in letzter Stunde aus Marburg kommt, belogt folgendes:


