Nr. 64
Zweites Blatt
Erschein! liglid) mit Ausnahme des Sonntag«.
164. Jahrgang
Tic „Gießener Zamllienblätler" werde» dem .Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegl, das ..Kreisblatt für den Krtis Gießen" zweimal wöchentlich. Die „candwirtlchnstlichen Zeit- fragen" erscheinen monailich zweimal.
Gießener Anzeiger
General-Anzeiger für Gberhefsen
Dienstag. 17. März 1914
Rotationsdruck und Verlag der Brühl'jche«» Universitäts-Buch- und Steindnrckerei.
R. Lange. Gießen.
Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Expedition und Verlag: «rqK ^1.- Redaktion:112. Tel.-Adr.: AnzeigerGießen.
Aus dem preußischen Abgeordnetenhaus.
- i Berlin, I«i. März.
, Tie Besprechung des Eiscnbahnvoranschlags wurde wie alljährlich ringele,lei durch den nationalliberalen Abg. H i r s ch - Essen, der über die Verhandlungen des Ausschusses berichtete und habe, die Zweckmäßigkeit der fetzigen. sinanzpolittschen Regelung hervor hob und die Notwendigkeit betonte, die technische Ausrüstung der 'Eisenbahn ftatibig aus der Höhe zu halten, w,c sie ein Vcrkchrs- ■ inftitut von der hohen wirtschaftlichen Bedeutung unserer Eisenbahnen verlangt. Mit der Etatsausstellung waren die Redner aller Parteien zusrieden, und die Eiscnbahnvcrwaltung bekam manches Lob zu hören. Tie Magen über den Wagenmangcl, die voriges Jahr einen so breiten Raum einnabmen, kehlten diesmal gänzlich. Zn der Aussprache, an der sich vornehmlich die Abgg. Grat von der Grocben lKons), Schmedding (Zcntr.1. Tr. Marco Rail l und Gras Moltke iFretkons.) beteiligten, war viel von dem Ausgleich s s o » d o die Rede, der im Jahre 19U9 aut sie Tauer vo» k> Jahren geschassen worden war und in dem die Ueberschüssc der Eisenbahnen, die bis dahin allgemeinen Staatszweckcn nutzbar gemacht wurden, angcsammclt werden sollten, um die durch den Wechsel der Konjunktur bedingten Schwankungen zu vermeiden. Ter Ausschuß wünscht nun, daß das Abkommen über den Ausgttickis- sonds vorläuiig nur aus Iveitcrc zwei Jahre verlängert werden soll, während ein Zentrumsantrag diese Verlängerung nur aus ein Jahr will. Tcr^Finanzminister sowohl wie der Eisenbahnminister werden in dieser Zache mit sich reden lassen. Tagegen lehnte Tr. Lenge es entschieden ab, au» detr Eiicnbahnüberschüssen bezw. dem Aus- gleichssonds die verschiedenen Wünsche zu bcsriedigcn. die ihm vor- getragcn wurden, als da sind die Ermäßigung der Gütertarife und insbetvnderc die Aushebung der Stcucrzuschläge. Tenn, so sagte er als vorsichtiger Mann, wir müssen mit Rückschlägen gegenüber dem Voranschlag rechnen, der Ausgleichssonds wird voraussichtlich in Zukunft nicht mehr so stark gespeist werden wie bisher, und wir müssen in diesem Jahre ohnehin schon sicher 500 Millionen Mark aus Anleihe nehmen. Ter Eisenbahntni- nistcr von Breitenbach erklärt sich gleichfalls gegen eine allgemciuc Tarifermäßigung, will aber den Bedürfnissen der verschie- eiten Lan- desleilc durch A u s n a hm c t a r i ff entgcgcnfonimtii. daran soll u. a. auch das OVcliiet der Saar und der Mosel nach Fcrltg- stcllung des Rhcin-Hcrnc-Kanals partizipieren.
Xu* ftoflcu.
+ Lauterbach, 16. März. Gestern fand hier eine stark besuchte uationalliberale Vertrauens- mätincrversam m l u tt g der beiden Landtagswahl- krcisc Lauterbach-Schlrtz und U lrtch st ein -Herbste t n statt. Die Versammlung, der auch Reichstagsabgeordneter .Heck und Landtagsabgeordnetcr Stöpler det- wohuteu, stellte eimuütig für Ulrichiretn-Herbsten, den Bürgermeister Greb-Etckienrod als Landtagskaudi- dalen der Nationalliberalen und des deutschen Bauernbundes aus. Abg. Stöpler, der bereits 12 Jahre dem Landtag angcbört, bat sich noch Bedenkzeit aus, ob er die ihm einstimmig angebotene Kandidatur für Lauterbach. Schlitz wieder übernimmt. Es ist aber be,uründete Aussiebt, dast Bürgermeister Stöpler den dringenden Bitten seiner -Parteifreunde entsprechen wird.
Kccr mtb Flotte.
Der Kommandant von Metz. Das Militär-Wochenblatt meldet: Frhr. v. Gregory, Gen.-Lt. und Kommandant von Metz, in Genehmigung seines Abschiedsgesuches m. d. gesetzt. Pension zur 'Disposition gestellt, v. In g c r s l e b c II, Gen.-Lt. Kam. der 18. Fcld-Art.-Bttg. und komdt. z. Ticnstl. bei der Kvmdtr. von Metz, zum Komm. VON Metz ernannt.
Sitzung Ser Stadtverordneten.
K. B. Gießen. 16. März.
In der Sitzung der Stadtverordneten waren anwesend! Oberbürgermeister M e c um , Oberbürgermeister K c l l er , Beigeordneter Grüncwald und die Stadtv. Petri, Leih. Jann, Habenicht, Frtedbergcr, Helfrich, Faber. Urstadt. Orbtg, Eichenauer, Ebel. Bet ters, Simon. Löber. .Helm, Huhn, Winn. Plank und Sommer. '
Oberbürgermeister M trutit eröimet die Sitzung 1' , l!hr.
Al- Urkundspersoncn schlägt der Oberbürgermeister die Stadtv. Eichenauer und Helm vor. Stadtv. Helm verzichtet aus Gesundheitsrücksichten, Stadtv. Winn tritt aus allgemeinen Wunsch an seine Stelle.
Oberbürgermeister M e c u m macht darauf einige Mitteilungen.
Es handelt sich zunächst um eine Eingabe wegen der S t r a ß e n b a h n n a ch W i e s c ck. Herr Mccum bringt in Erinnerung, daß die Verhandlungen darüber bis jetzt noch zu keinem Abschlüsse gelangt sind. Wenn man also setzt über die Eingabe Beschluß lasse, so seien unter Umständen die Voraussetzungen falsch Tic Eingabe wird daher für heute von der Taqesordnnng abgesetzt.
Auch die Rückzahlung von Schuldnerschrcibun- igen der Anleihe von 1900 bedurfte keiner Erörterung, da die Schuldverschreibungen bereits durch Ankauf gedeckt worden sind.
In einem Schreiben ladet Pfarrer Schulte, der Vorsitzende des Vereins für Volkskunde, zu einem Vvrttag des Tr. Ebel ein.
Professor Tr. Jesionek teilt mit, dass die Hautklinik er- össnet worden seit oon einer Einweihnngsscier habe man vorläufig abgesehen, da bis jetzt noch „keine brauchbare Straße" vorhanden sei, die dabin führe.
sei, die dahin führe. Unter allgemeiner Heiterkeit stellt Oberbürgermeister Mccum scst, daß die Siraßc nicht städtisch sei.
Professor Helm bittet um die Ueberlassung von Gelände zu der Errichtung eines Tennisplatzes. Die nötigen Vorarbeiten dazu werden dent Bauausschttß überwiesen.
Tie Beteiligung der Stadt am P o st s ch e ck v e r k e b r wird einstimmig genehmigt, nachdem der Finanzausschuß die Gcnehmigitng in Vorschlag gebracht batte. _ _ .
Der nächste Punkt betrat die Gewährung cuics Zutchnpes an den Obcrhessischen K u n st v e r e i n zum Erwerb eines Ge mäldes Wie der Oberbürgermeister bervarhebt. ist man schon seit langer Zeit dabet, den Grundstock zu einer städtischen Kunstballe zu saniincln Zu dieser KunsthäNe soll das bctr. Gemälde von Ubbelobdc das erste Kunstwerk sein. Es werden dafür 2000 Mark, wenn es in städtischen Besitz übergeht, 1000 Mark geior- der! Aus Privatmitteln sind 350 Mark verfügbar. Ter Kunstvercin kann 100 Mark zur Verfügung stellen. Geheimrat Sommer stiftet 300 Mark. Es wird beantragt, daß die Stadt Gießen 250 Mark hinzulege, das Bild solle dann seinen Platz entweder im Kunstvcrein oder im Stadttheater erhalten: außerdem würde die Stadt Eigentümerin mit einem Viertel des Kunst- -ertes sein. ... - , .
Stadtv Sommer tritt sür die Erwerbung des Gemäldes, das eine hessische Landschaft darstellt, ein. Tte Versammlung erteilt ihre Zustimmung.
Rechnungsabschlüsse.
Ter Rechttungsabschluß sür das Gas- u n d Was s c r w e r k für 1912, der mit einem Kostcnautwand von 36 981,16 Mark abschließt, wird genehmigt.
Ebenfalls der Rechnungsabschluß de- Elektrizitäts Werkes und der Straßenbahn Tie Rechnung schließt mii-k>I» 651000,10 Mark. tdjtcQe
Tic Rechnung des Realgymnasiums und der Obcr- realschule sür 1912 ergibt anstelle der veranschlagten 11930 Mark 18 850,11 Marl. Tie Schuldeputativn empfiehlt den er höhten Zuschuß zu bewilligen. Tie Versammlung erteilt die Genehmigung.
Tie Vorlage der Rechnung und des V e r w a l l u n g s - bericht cs für 1912 wird dem Finanzausschüsse zur Prüfung überwiesen.
Ter Kindergarten verein machte am 14. Februar eine Eingabe, worin er um einen Zuschuß von 1000 Mark bat.
Ter Finanzausschuß hatte damals einen Zuschuß von 500 Mark beantragt, woraus der Kindergartcnverein bat. die Eingabe von der Tagesordnung abzusctzen, mit Zeit zu einer erneuten Eingabe zu gewinnen, die am 6. März cinlics.
Beigeordneter Grüncwald. der Vorsitzende des Finanzausschusses. bittet nunmehr den wiederum gesorderten einmaligen Zuschuß von 1000 Mark zu bewilligen. Es seien auch 200 Mark zu dem oon der takholtschen Gemeinde eingerichteten Kindergarten beantragt. Er wolle sich dagegen nicht aussprechen, obwohl eigentlich diese in das Gebiet der Jugendpflege gehörigen ,Tinge nicht mit konsesstonellen Einrichtungen verauickt werden sollen. Unter der Voraussetzung, daß die 1000 Mar! für den Kindergarten- Verein bewilligt werden, bcsürwortet er auch die Zuwendung an dem dem gleichen, nützlichen Zwecke dienenden katholischen Verein.
^ Stadtv. Sommer ist mit der Gewährung der geforderten Summe einverstanden, macht jedoch den Vorschlag, daß einer die Versammlung über das, ,oas in dem Kindergarten getrieben wird, unterrichtet, io daß die Stadtverordneten auch aut dem Gebiet einen Sachperständigen hätten. Stadtv. Jann erklärte sich dicrzu bereit.
Ter katholische Verein bittet um Unterstützung sür die ka tbolische Schule, deren Ausgaben um 7—800 Mark die Einnahmen überstiegen. Ter Finanzausschuß beantragt einen jährlichen Zuschuß von 200 Mark, womit sich die Stadtvcrord- neienveriammlung einverstanden zeigt.
Es folgt sodann die Beratung der
Voranschläge für 1911.
Ter Voranschlag des Stadterweiterungsfonds für das Rechnunasjabr 1914 schließt mit einer Einnahme und Ausgabe von 160 578 Mark ab. Als außerordentliche Ausgabe ist für den Ankaui von Gebäuden und Grundstücken eine Summe von 11500 Mark vorgesebeu. Ter Voranschlag wird genehmigt.
Es folgt der Voranschlag des Elektri zität-Werks und der Straßenbahn sür 1914. Ter Voranschlag sür die städtischen Elektrizitätswerke endigt mit Einnahme und Ausgabe von 875 221 Mail. Ter Voranschlag der städtischen Straßenbahn mit Einnahme und Ausgabe von 251591 Mark. Beiden wird Genehmigung erteilt
Stadtv. Winn ist der Ucberzcugung, daß durch Einführung
von
Absiinemeutslerten sür die Sttasjenbihu
die Rentabilität der Straß eu bahn gehoben wird, und stellt einen Antrag, den Ausschuß mit dieser Frage zu beschäftigen
Oberbürgermeister Mecum teilt mit, daß in Marburg oom 1. April ab Abonnemcnlskarten ausgegebcn werden, man möge diesem Versuch in Ruhe einige Monate zuseben und dann erst darüber entscheiden. Er habe keine stnanztcllen Bedenken, sürchte aber, daß durch dieses System die Kontrolle über das Publikum verloren gehe.
Stadtv. Vetters hält unbedinat Verbesserungen sür notwendig, um den Verkette zu beben. Eine Verbilligung der Fabr- vrcise aus 5 Psg. sei kann, angängig, wobl aber müsse man die Marken, von denen ll Stück 1 Mk, kosten, billiger ablassen. — .Daraus kommt der Redner a,ti stie„obeu mzväßntc Eingabe betr. die * E Mls. MM uerfmtfen.
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Der Voranschiag des städtischen Ä a s w e rl s , der mit 667 200 Mark abichließt, und der Voranschlag des städtischen Dlasscr- tuerks, der mit 117 000 Mk. adichließt, werden ohne Aussprache
genehmigt.
Für den P r e i s d c r e l e k t r i s che i, E n e r g i c s ü r K r a s t- z wecke im Stadtgebiet liegt ein Tarif vor. Ter Betriebsansschuß batte die 'Annahme des Tarifs emvioblen, da er eine bedeutende Erhöhung für die Krastabnahme vorstellt. Stadtv. Winn l,-an- standct bice._ Ter höchste Betrag ist 18. der niedrigste 12 Pfennig, der Preis ist in Stadt unp Land gleich. Ter Tarif wird angenommen.
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Zum Voranschlag der Stadt Gießen sür das Geschäftsjahr 1914 bemerkte Stadtv. Vetters, es hätten Leute Beschwerde gesübrt, daß sie aus Eingaben an die Stadtverwaltung keine Antwort erhalten hätten. Wenn man ans die Schuldenwirtschast hingewiesest habe, so wisse doch jeder, daß in den letzten 10 Jahren viel zur Förderung der Stadt getan sei. Mancherlei auszusetzen sei an dem Submissionswesen und an der Arbeitersürssrge.
OberbürgDrmeistcr M e e u m widerlegte diese Beschwerden. Stadtv. Sommer kühlt sich ebensalls durch Nichlbeantwor- tnng mehrerer Eingaben geschmälert und empsichlt die Einführung eines Oiitttungssystems.
Es folgte nun die Besprechung der einzelnen Titel des Voranschlages, soweit sie nicht ohne Besprechung angeiwmmen wurden.
Zu Titel 7 (Schlachthos uud Fleischbeschau), beklagte sich Beigeordneter Grüncwald, daß der. Preis sür Schweine- s 1 e i s ch nur wenig zurückgcgangen sei, obschon sich die Preise sür die Schweine ganz erheblich verringert hätten. Oberbürgermeister Mecum bedauerte, daß guch bei Großvieh dieselben Zustände herrschen.
Stadtv. Plank erklärte zu Titel 9 sMärktc). daß da- Standgeld mit 10 Psg:. zu gering sei und mindestens 30 Psg. betragen müsse, und trat für Aussührung der Hallen ein. Beig. Grüne- Wald hält es für nötig, daß endlich beschlossen wird, wohin der Markt kommen soll.
Zu Titel 11 (Volks- und Fortbildungsschule), fragt Stadtv. Jann, was zur Abhilfe der schlechten Heizung in der Schule an der West-Anlage vorgesehen sei. Herrn Mccum sind die Zustände nichvbckannt.
Beig. Grüncwald bringt bei Titel 23 iStraßenunterhal- tung) eine Beschwerde über das TiksbaUamt vor, das bei Straßenarbeiten wenig rücksichtsvoll vorgehe, und bei den Arbeiten Fuhrwerke. besonders Automobile, gesährde.
Tie Neuanpslanzung von ausgegangenen Kngelakazien aus der West-Anlage schlägt Stadtv. P l a n k bet Besprechung des Titels 26 (össentliche Anlagen) vor. .
Ter Beitrag zur Kreiskasse, der 205 000 Mk. sür 1911 beträgt (Titel 12), scheint den Stadtv. Plank und Winn zu hoch. Der Oberbürgertvister ist der Meinung, daß das dem bänsigen Fehlen der Gießener Vertreter im Kreistage zuzuschreiben ist, wodurch die wenigen ans Gießen, die anwesend sind, überstimmt werden.
Zu der Beratung über Titel 52 (Oktroi), stellten die Stadtv. Vetters und O r b t a den Antrag, die Verbrauchssteuer für Brennmaterial, die 15 000 Mark bettage, zu streichen. Wie alle indirekten Steuern, so führte Stadtv. Vetters aus, sei auch diese, ungerecht, die Konsumenten hätten sic zu tragen. Wenn die ?lende- rnng in diesem Voranschlag nicht möglich sei, so solle sic für das nächste Jahr in Betracht gezogen werden.
Stadtv. W i n n ist ebenfalls gegen die indirekten Steuern, tritt aber doch sür Ablehnung des Antrages ein, weil der Pttis dev Kohlen doch nicht sinken würde.
Aehnlich svttcht Stadtv. Ebel, der nicht dafür ist, den Voranschlag zu ändern. ,
Stadtv. Petri meint, daß gerade die großen industriellen Unternehmungen die indirekten Steuern aufbringen, nicht der kleine Konsument.
T'c r Antrag ioird gegen zwei Stimmen a bgc - lehnt.
Für die B e s I tz w e ch s e l a b g a b e - Titel 51) sind vorgesehen 15000 Mark. 2.500 Mark 1913, 30000 Mark 1912. Zu diesem ossenbarcn Rückgang in der Abgabe bemerkt Stadtv. Winn, daß '{„MltH'DMUfl ^ <, ! ,ur< h f ' n enormer Rückgang im Besitzwechsel bedingt sei.
X 23/ll! ° Beigeordneter Grüncwald fügt Hinz», daß sich nichts da-
Frcita», 27. Märi segen tun lasse, bevor nickt der Staat ein lNackstwott gesprochen pormiilags 10 II bade: er habe eine Etnaabc wegen der Bcsttzwcchselabgabe und dc- aiit biciiaem Amt Stempels an das Ministerium acmacht.
Zimmer IR das den Stadtv. Ebel ersucht den Beigeordn. Grünewald, auch bezüg- Heinriä, EuderS Ei sich der W c r t z u w a ch s st c u e r (Titel 55) Wechlel anzustrebcn. zimelwriebene Äriiii -tadtv Win» stellt den Antrag, daß der Zuschlag, den die reite in der Kno!!Sksdt außer ihren lO Proz. noch erhalte, fallen solle, und daß man iKaplansaaffc 12 ) . von den 50 Pr«»., die dem Reiche gehören, »bliebe, zwangsweise versteh Oberbürgermeister Mecum macht ihm begrcsslich, daß diese den. . 50 Pro»., die dem Reiche zukoinmcn sollen, gar nicht mehr erhn-
Dte amtSgerichtli, den werden suguna iü >m Lriö Tarauthin zieht Stadtv. Winn leinen 'Antrag zurück, stellt '''SÄn'ffin jedoch einen neuen 'Antrag, daß sich der Finanzausschuß mit seiner Großberzoal Orte Anregung weiter beickätttgen solle.
Limo ». Tamil in die Versammlung einverstanden.
Zu Titel 67 Gemeindesteuern) teilt der Oberbürgermetstcr mit, daß der erhöhte Erttag an Gemeindesteuern auch sür Gießen aus den Gcneralpardon zurückzusühren sei.
Tie Stadtv. Beller s—D i b i g stellen den Antrag, Leute ln nnr.dd U mit einem geringeren Einkommen als 750 Mark von Steuern
lÜ. liOlllB, Odfll-I 'rei,»lassen.
Oberbürgermeister Mecu m berechnet, daß das ein Verlult von 18 712 Mark für Gießen bedeuten würde, also einen Stcuerauf- schlag von 2 Proz. nötig mache.
Oberbürgermeister Keller schlägt vor, den Antrag dem Ausschuß zu überweisen.
Tamit ist die Besprechung des Voranschlages Ser Stadt (ßie- ßen beendet. Außer der zu ?lntang der Sitzung bcschlvssenen Erhöhung des einmaligen Zuschusses an den Bürgerkindergartcn von 500 allst 1000 Mark, wird keine Aendcrung vorgenommen, und der Voranschlag genehmigt.
Gesntbe.
Tic Ueberlassung ctncs Zchulsaalcs an die Guttemplcr-Logc wird genehmigt. Ebenso die Ueberlassung einer Turnhalle an das Fivbclsenrinar und einer Turnhalle an den Lehrcttnncnverein.
Tie Gesuche zum S ch a n k w i r t s ch a s t s b c t r i e b e des Wilhelut Hofmann im Hause Marburgcrsttaße 27. des Hcinnch Kühl Ncuenweg 36 und des Heinrich Rtthl Bahnhosstraße 15 iver- den genehmigt.
Abschied des Oberbütgermetsttri Mecum.
Ta Oberbürgermeister Mecum schon an: Samslag, den 21. März, Gießen verläßt, so war dies die letzte Stadiocrordneteniit- Nicderlage , in jung, der er Vorstand. Er richtete daher einige 'Abschiedsworlc an i t'hkan • Apothekl bie Versammlung und führte solgendes aus:
Meine Herren^ Ich habe heute zum letzten Mal die Ehre in Ihrer Mitte zu weilen, und da drängt es mich, allen Mil gliedern de- Stadlvorstandcs zu danken sür das Vertraue», das sie mir seinerzeit bewiesen, als sie mich an die Spitze dieses Gemeinwesens beriefen, und für^dte lanasährige ge metnsgme Arbeit zum Nutzen ttnscrcr Stadt. Wohl gingen
seiner die iteneftet
Frühkart
offeriert bist
Moses Chambr
I t D
büöt
len-PtfölfcfL wnnfleh /kr Keil Kdktrrn elhfiell
däver txeteaW/Oertld hULtrjdUen/*{&tKter » telCnöiaji/tAäö
•Apotl Apotheke, Lower Central-Drog.; in Linden: Apöthe] Schlich: in L ich: Zimmor.


