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bald den Raubtiere» irnti Opfer Dia, die Spielereien jran- höfischer und vattonischer Orte, im .Herbste Vögel cinzu- I an gen, sie den Winter über in füttern und sie dann im Frnhlinae bei einer Schulfeier sreizulassen, sind vom Ttand- punkte des praktischen Vogelschutzes ;n verwerfen. 'B-.-im Ern gewöhne» gegen mehr Tiere verloren, als durch den Ämter umkämen.

** Der überlistete BaterlandSvertcidigcr in f 0 e. Bei den, augenblicklichen Musterungsgeschäft iiz eine», Tau- uusstädtchcn beteuerte ein nnlitäricindlichcr Bauernburschc dem untersuchenden Stabsarzt fortgesetzt seine absolute Militärnntang- lichkeit wit der Begründung, da« er erheblich schiverhörig fei. Drei daraus sofort vorgenommcnc Untersuchung schien das auch zu bcsläftgen, denn der Bursche war nicht in, stände, Worte, die in der Nähe gcivrochcu wurden, zu derstchcn, selbst, wenn man prahlte. Arzt und Bursche sehen Um verständnislos an Ta sagte oer gewiegtr Militärdoktor plötzlich ganz, ganz Iciie:Srri! Wcg- ircicn!" Und blitzcsgleich fährt derSchiverhörigc" nach Unis herum ünd rill dem Hintergrund zu. Aber ebenso schnell stellte man seine Taugliä lest auchvon wegen der schlechten Ohren" fest <>nd setzte den ,imgen Mann,r Artillerie an, denn lncr kann er wenigstens das Tonnen! der Kanonen nicht überhören.

" Kleine Mitteilungen In einer der legten Nächte brach in H » n g e n ein Kaminbrand aus. Tiefer wurde, nachdem schon ein Balten angekohlt ivar, nach rechtzeitig entdeckt und konnte von den Bewohnern gelöscht werden, Ein Privatmann zu Ser dorn schnitt sich in einem Ansall geistiger Umnachtung die Puls- und Hals­schlagadern aus und sprang dann aus einem hochgelegenen sienster auf den Hof. Hier sand man spüter den Unglück­lichen verblutet «uf.-JNBiern h c i m wurde dcrMjahr. Landwirt F. wegen Sittlichkeitsverbrechens verhaftet, das er an einen, kaum 15 Jahre alte» Mädchen verübt hatte. Durch einen zu früh losgegangenen Spreng,'chuß wurde heute abend in, Steinbruck, de, S o n n c n b e r g der 25 Jahre alte Maurer Karl Martin in Sonnenberg schwer verletzt. Ta ihm die Schädeldecke fast völlig abgerissen wurde, ist sein Instand hoisnungslos. In einem Hause in Frant- surt a. M. entdccktg die Polizei eine gut eingerichtet« Werkstättc für die Herstellung falscher Zweimarkstücke. Als Verfertiger des Falschgeldes wurde Konrad W i n t e r st e i n aus Langenselbold verhaftet, während als Verbreiter des Geldes in Langenselbold der Weisjbinder Wilhelm Fuchs ermittelt und festgenommen wurde Verschwunden ist seit Samstag der 19 Jahre alte Fabrikarbeiter Franz Held aus Bürstadt, derach einem Wirtshausstrcit ans Eifer­sucht verschiedene Revolvcrschüsse abgab und dabei den H, K e ck durch mehrere Schüsse ft, die Brust und den Arm und dessen Bruder Ä. Keck durch eine» Schuh in die Schüller schwer verletzte. Ter jetzt Flüchtige war in angetruntencm Zustande.

Landkreis Gießen.

en. Grün b er g, 16. März. .Heute fand hier unter hem Vorsitz des Kreisschulinspektors Prof. Tr. Alles die 'Frühjahrsversaminlung der Lehr c r des Bez ir ksGr ün- bcrg statt. Lehrer P e t r i -Beltershain zeigte in der 2. Klasse der Volksschule das Wesen und die methodische Be­handlung der ö st e r r c i ch i s ch e n R e ch e i, m c t h o d e und behandelte besonders die snbtrattive-Additionsmcthode, deren Einführung in den hessischen Schulen in nächster Zeit erfolgen wird. Ein Vortrag des Lehrers ,H a h n-Linden- ftrulh machte die Versammlung mit ders o z, a lc n und individuellen Erziehung" bekannt. Von den geschäjtlichen Mitteilungen und Berfügungc» ist die Anregung der Land- ivirtschastssammer hervorzuheben, das, durch Hinweise der Lehrer ans dem Lande der Landflucht der Tors- j ugend gesteuert werde. Prof. Dr Alles empfahl als Ver­trauensmann für I n n g d e u t s ch l a n d de» Anschluß der Turnvereine an jene Bewegung, da die Vereine, unter Bei­behaltung ihrer Selbständigkeit gegen einen geringen Bei­trag verschiedene Vorteile haben. Auf der nächsten Ver« sammlnng loird eine praktische Vorführung der Tonwort Methode von Eitz erfolgen. Ein gemittliches Beisammensein imHirsch" schloß sich der Tagung an. ,

Hungen, 16. März. In der Nacht auf Montag wurde bei den, Atinar Weitzel dahier von einem bis jetzt unbekannten Täter ein Einbruch verübt. Ter Unbekannte drang durch das Küchensenster ein, entwendete einen Äindcr- mantcl, ein Portemonnaie mit Inhalt sowie eine Flasche Wein und verließ auf demselben Wege wieder das Haus. Ein Polizeihund aus Nidda nahm die Spur des Einbrechers aus und verfolgte sie bis in eine Sckieuer, in welcher der Mann wahrscheinlich genächtigt hat. Von hier ans konnte der Hund die Spur nicht mehr verfolgen, da sie durch den Regen »erwischt war. Man hat verschiedene Mutmaßungen, die zur Ergreifung des Täters führen dürften, obwohl die eifrigen Bemühungen der Gendarmerie bis jetzt keinen nennenswerten Erfolg halten. Infolge der Regengüsse srürzte der Tamm eines Schlanimteickies auf den, Bergwerk Elisenburg ein. Ti- Erbmassen sielen in die Horloft, wo­durch diese über die Ufer trat und einen großen Teil des Horlosstalcs überschwemmte.

Kreis Büdipge».

o W e »i n g s, 15. März. Nachden, der bisherige Bür­germeister Hei,, der nahezu 1« Jahre der Gemeinde vor­gestanden, sreiwillig von seinem Amte zurückgctreten war, fand gestern Neuwahl statt. Tabei erhielt der Landwirt Heinriä, 2 ck> m i d t 96, sein Gegner Johs. K ob n, 69 Stim­me», so daß Schmidt als gewählt gelten dürfte.

Kreis Wetzlar.

. . Hör ns beim, 16. März. Am letzten Sonntag hielt tz. Kirchner Gießen im Gasthaus zur Traub' e.ncn guib suchten Vortrag über das neue K r a n k e n p c r , I ch c r u n g s g ee tz. Ter Redner behandelte den Kreis der vcrsicherungsvslich- ti g e n Personen, sowie die freiwillige Versicherung, um dann besondcrs ans die Regel- und Mehrleistungen der Krankenversicherung einzugehen. An den Vortrag schloß sich eine sehr eingehende A u s s v r a ch e , die teilweise auch das Gebiet der U ir fall- und Invalidenversicherung berührte.

BcDöIfJrungsrtatifiit in der Stadt Siehrn, insbesondere die Sterblichkeit sysS.

Jahre 1913 iiiib in Gießen von einheimischen Müttern 10 Knaben und 2*8 Mädchen, zusammen 598 lebende Kinder, gc- aren worden tim Vorsabre 578) oder aus 1006 Einwohner 18,-1 V 18 r' Vi Einschließlich der zumeist in der Frauenklmck ge- orenen Kinder ° ri s ,'r emd e r Eltern kamen in, ganzm 1148, amlich 600 Knaben und 548 Mädchen zur Welt Be, 3g Todes,- illcn von Kindern »n »sten Lebens,ahre b erbt em Uebersckmp n Geburten sür die Stadt Giesen o62 (1912: ->24) oder 17,3 ii, 1000 G. (1912: 17,0»/. .

TotgeSoren wurden int ganzen 4- ehclichc und 4 unehe- ch- Kinder, davon sollen aus Gietzcner Familien 16 eheliche nn. unehrliche, zusammen 18 ,1912: 20).

Tie Zahl der Gestorbenen betrug IM Bcrichtsiahrc cm hliestlick von 315 Lrtsiremden, welche zumeist^n hiesige» Kranken nstalten zu Tode lamen, 5 9 4 (1912: 672). Sie verteilen sich aus Altersklassen wie folgt:

Es narben int Aller von:

01 Jahr 115 1530 30 60 6070 über 70 Einheimische: .36 23 24 72 48 76 --- 279

Ortsfremde: 36 38 53 112 41 35>=315

72 61 77 184 89 " 111 = 594

Hiernach sind 36 ortsfremde Personen mehr gestorben als einheimische, und zwar vornehmlich solche, ,velck>r dem besten Mannesaller zwischen >5 und 60 Jahren angehör! haben.

Tie Slerblichkcftszijser fiir alle Todesiälle würde bei 32400 Einwohnern um die Jahresmitte berechnet, 18,36R«> (21,11 be­tragen: diese Zister reduziert ,'ich, für die EI n he I m ri'che n bei 279 Berftorbcncn aut 8,6 aus 1000 Einwohner im Bor ,abre 11,4). Eine solch günstige Stcrblichkeitszister ist in Giestcn noch nicht vorgckoinmcn.

TaS Durchschnittsalter, welches die 220 Erwachsenen er­reichten, war »> diesem Jabrc 59.1 gegenüber dem Turchschniit der voransgegangencn 13 Jahre mit 58,3 Jahren. Ticse Zahl scheint mithin ziemlich lonstanl zu bleibe», sic ltzit sich aber ganz allmüblick etwas erhödl.

Bon den 76 Verstorbene» der letzte» Altersklasse batten 19 das 80. und 2 das 90 Lebensjahr überschritten

Tem Säugliaasallkr gehörten 36 oder I3«-> der Berstorbenen an. als häutigste Todesursache ist die Lcbenst'chwäche sFrühgeburt) im ersten Lrbcnsnionate und der Magendarmtaiarrh verzeichnet.

stsach einzelnen Krankheiten eingeteilt, fallen aut angeborene Lebensichwache II, auf Altcrskrankhciten 26. TodcS- iälle: an Folgen des Wochenbettes verloren wir I Iran.

An I n s c k t i o it>s k r a n k!> c i t e » sind von 169 gemeldeten Tiphtherie -Kranken 5 gestorben: 42 uns bekannt ge­wordene Scharlach Kranke sind alle genesen, au Keuchhusten starb niemand: Typhus- Erkrankungen sind im Berichisjabre in Gieße» überhaupt nicht vorgekonimen, ein Beweis Tür die günstigen hygienischen Verhältnisse unserer Stadt.

An Rose (Erysipclas) sind 2 Personen, an Blutvergistung 4 gestorben.

Tie Tuberkulose sorberte 42, im Vorfahre 41 Opfer: davon fallen aus Lnuge » s ch w i II d s u ch t 37 (i. P. 31) Sterbe- sälle oder aut 10 000 Einwohner 11,4 (i. B. 9,7/ 0O0 ''.

An Lungenentzündung starben 17 < 40), an anderen Erkrankungen der Atinungsorganc nur 6 Personen

Erkrankungen des Hcrzcnsundder Blutgefäße führ­ten 34 (47: nial. Gehirnschlagfluß 17 (321 mal zum Tod.

Einer der wichtigsten Kinderkrankheiten, dem M a g e n d a r ni- kaiarrb, sind 10 Kinder erlegen, anderen Krankheiten der Vcr- daunngsargaiie 1 l. davon 3 der Blinddarmentzündung.

N i e r r n e r s r a n k II n g c n brachten 17 (131 Todesfälle, bös­artig^ Geschwülste, vornehmlich Krebs, 32 (i. V. 15).

Selbstmord begingen 9 .10, Personen, tödlich verunglückt sind 4 (6).

Von den Todesursachen bei den Ortsfremden seien er­wähnt: 23 Kinder im ersten Lebensmonate an Lebensichwache, 6 Frauen an^Kindbcttjicbcr, 7 an anderen Folgen des Wochen­betts, 2 an Sckmrlach, 5 an Diphtherie an Blutoergiiiung >5, Tuberkulose zusammen 38, Lungenentzündung 19, Herzleiden 20. Tarmkaiarrh 4, anderen Erkrankungen des Verdanungsapvarates 49 idarunter an Blinddarmentzündung 16), an bösartigen Neubil­dungen kÄrebs uiw.) 37. Ferner wurden gezählt: Selbstmord 4, Totschlag 1, Verunglückung 21.

Grosth. Kreisgesnndbcitsaint Gieße».

Dr. Haber körn.

DminsnalirifMtf?.

BIItzbach , 15. März. Tie neue Abteilung der T e II t I che n K o l o »r o l g c s e l l ich a >'t trat heute mit einer Ver­anstaltung zum ersten Make a» die Oeiicntlichkeit. Ter große 2aal desHeil. Hots" war bis aut den letzten Platz besetzt. Einleitend konnte Direktor Clemens die crireulicku- Mitteilung macken, daß die junge Abteilung bereits 57 ordentliche und 55 'außerordentliche Mitglieder zählt, eine Zahl, die selbst Orts­gruppen größerer Städte noch nicht erreicht lnrbcn Taraul lncft Frau von Eckcnbrcchcr aus Braunschweig eilten hoch­interessanten Vortrag überMeine !übwcstaikrikanisck>en Eriu nerungen". Mir der geipannteilen Ausniertsamkeit lototc» die zahlreichen Zuhörer den sesselnden Ausführungen, besonders der Schilderung über die Entbehrungen und Gefahren während des Hercroausstandcs. Lichtbilder vcranschaulickften in trefflicher Weise den mr> anhaltendem Bcisa'l autgenommenen VorEag

8 B ad N an beim, 15. Mir'-. Als letzte t-iner Veranstal­tungen in diesem Winter bo! der ,,B i l d u n g s v c r e r n" seinen Mitgliedern und Freunden h.-uie einen llntcrl>alt--ngsabe-id. dem das ThemaVom Walser" zugrunde lag. J'm Mittelpunkt staud rin kurzer Vortrag von Ingenieur F! I ch e r - Franlturt a. Main über ..Ohne Wasser kein Leben". Tarum gruvvierteu sich in frei gctroftencr Auswahl und Anpassung dann musikalische Tarbictiingen von Frl. Wehrbeim kAlt und Klavier», Mu­sikdirektor Gustav B a u r - Frankfurt (Celloi und K-nze-Eäng- r Theo B ach e n h c I m er - Franksurt (Tenor), sowie zahlrrrche De­klamationen von Schülern ji er -ladt und der Ernst-Ludimg- Schule.

Luit?ci»Me>kn.

Landsbcrg a. d. W., 16. Mächz Ein in Biiterscld aus- gcftiegener mit zwei Offizieren besetzter Freiballon ilog bei Ber­kenwerder beim Niedergehen gegen eine Windmühle, in deren Flügel er hängen blieb. Einer der Osiiziere erlitt Fnßverletzungen.

Paris, 16. März. Aus dem Flugsclde von I ,1 v I l'v sollte gestern rin Haudi-av zwischen mehreren Fliegern ausgetragen werden. E:wa 3000 Zuichauer hat.cn ich kingefund'N. Ta zwei von den Konkurrcntcn nicht anwesend ivaren, suchte man die Zuichauer durch Sck>auflügc zu besänftige», lim :> Uhr ließen die Veranstalter, da die Flieger noch nicht eingetrosseii waren, und das Wetter sich verschlechtert hatte, den Schluß der Veraustaltuna anlündige». Tie erregte Menge durchbrach nunmehr da« Geländer und stürmte daS Kaiiengebäude. Tie Kaste war bererls in Sicherheit gebracht. Es ,'vielten sich wüste Szenen ab, iodaß die Gendarnieric einschreitcn muffte.

San Sebastian, 16. März. Ter belgische Flieger H a n o u v i l l e stürzle nach mehreren gelungenen Flügen ins Meer und e r k r a n k. Als das Flugzeug das Wasser berührte, crplodicrtc der Motor. _ .

^irm Pork, 16. März. .Gegen den von der panamenkanl- schen Ausstellung vorgeschlagcnen Weltslug um die Welt bade,' sich in der letzten Sitzung der Aeronautic «ocietl, gewichtige Stimme» erbobr-u. Aus die geringe Wahrscheinlichkeit des Ersolges und Die aus einem Fchlschlag resultierenden Schäden wird energnch biiigewie-eii. Anstelle des WcUsluges wird ein Ucberlandslug über Nordamerila oder rin Wcttslug New Pork^Panamakanal und von da nach Sa» Francisco angeregt.

und iu de» Kaukasus vcgeben ivird, um in den dortigen Hohlen und Läßgebietrn Ausgrabungen vorzunchmcn. Die Exvrdition wird vom russischen Staate und von deutschen wissenschoitlichcn Geietl- schaitcn umd Museen unierstützt, und ihre aus mehrere Monate be­rechnete Reise mit Anfang des nächsten Monats antrelen.

" D i e E r d r n t s ch n u g e n b c i S > n z h c i m. Aus Vorm­berg bei Sinzheim, 15. März, wird gemeldet: Zu den bereits ge­meldeten E r d r u i i ch i, n g e n wird noch berichtet: Seit zirka nie Tagen beftndct sich der Abhang, aus dem das Oberdorf steht, in langsamer Abwärtsbewegung »ach Westen. Bis jetzt sind c l i Häuser vollständig ein« estürzt. Da« ganze Oberdari mit Ausnahme eines Hauses mußte geräumt loerden 17 abdachloe gewordene Familien mit ihrer Habe und ihren Viehbeständen babc» I benachbarten Geincindc» llnterkunjl gesunden. Das ganze Gebie dcr Rulschungkii. bas einen trostlosen Anblick bietet, ist in weitem Umfange durch Gcndarmerft abgeiperrt worden. Heute war die Ilii glülksstättc da« Ziel vieler Schaulustiger ans Nah und Fern. Uebe- oic Ursache vcrlanlcl nichts BestimmleS.

Urttcrtn Anto. Nach einer Meldung aus Auerbach im Voglland t'prang in Rodewiich das Töcknerlein des Psle gcrs Engelmann ans der Hansiür vor rin heransaltiend.-s Autoinobil. Tic Mutter, dir dem >irnde nachgccilt war, um cs z» retten, wurdc znianimen mit dem Kinde überfahren und getötet.

* D i c R e t I u u g s st a t i o n W a » g c r o o g der Teutschrn Gescllschait zur Rctliing Tchissbrüchigcr telegraphiert» Am 16. März von dem deutschen SchonerSophie", Kapitän Christian Mohr, gestrandet bei Nordftrand, mit Asphalt von Bremen »ach Tundcc bcstimnn, i ir 11 i Personen gerettet durch das Rct tnngsbootFürstin Bismarck".

E i » l a u d >v i r I s ch a I t l i ch c 8 Institut im 6 i i e n bahnzu g. Ans M asl a» wird »mtcri» 15. März gemeldetI Ter sogenarnilc landivirlschaltlichc Zug der Atoskau-Kasanbalm wurde tcierlich cingeweiht und in Betrieb gesetzt. Er enthält eine Geflügel- lind eine Nnschineiiadtelluiig. ein laiidivirlschastliibe- Mtiseim, und einen Eöftaal. Er bezweckt, inner der Bevötkeruuc der sechs van der Eilcubahn durchzogenen GouvcrneincutS land- wirtichastlichc KeniNntve zu verbreiten.

»leine Tagc;»ronik.

In E di »bürg wurde der Tiefsceforschcr John Mur rar bei einem AiNomobiluniall getötet, feine Tochter wurde schwer verletzt. Murray ist Ritter des preußischen Ordens pour le mente.

vandel.

Berlin, 16. Mürz. Unter Teilnahme von clwo 100 Ver­tretern von Handel und Industrie Hai sich dev T ent sch- Eh i -ucsische Verband konstituierI, der den Zweck hat, dir wirt­schaftlichen Beziehungen zwischen Tcuti'chtand und China zu sör der». Zum Präsidenten wurde der frühere Botlchafter in Tokio, Mumm v. Schwarzenstein, gewählt, zum Gencralsekretär >Tr. Max Linde von der Handelskammer Hamburg.

Der Deutsch Amerikanische W irtschastsve i band, dessen Begründung am 2. März beschlossen wurdc, hielt am 12. d. Mts. seine erste Miiglicderveriammlung inBerlin ab, i» bei über 100 Industrielle aus allen Teilen des Deiii' schcn Reiches vertreten waren. Tie Pert'ainmlung batte z» nächst, so teilt das Wolts-Burcan mit, zu dem Vorschläge Stet liing zu nehmen, oen Tentsch-Amcrlkanischcn Wcrisckiaftsvcrband nicht weiter bestehen zu lassen, sondern itzn unter Verricht auf die Selbständigkeit der rigenen Organisation mit beschränktem handetsvolitisck.en Ausgabenkreise als Abteilung der Deutschen Gesellschaft i ü I Welthandel ZU konstituieren. T rotz des Hinweises, daß msrc der Aolehnung des Vorschlages auch der Geoanlc sei Deutschen Gesellschaft sür Welthandel als gescheitert o» zusehcn sein würde, .konnte sich die Mitglieder-Bslg. nach sehr ein gehender Beratung mit Rjicksich: aus die außerordentlich große Bedcutuiia des deutsch anckrikanischen Elüleraustausche« und mii Rücksicht auf die Eigenart der banvelsvolitischen Berhältniiii zu den Bereinigten Staaten von Amerika zu einem so weitgehenden Berzickzt nicht emschließen, Eipstimmig hielt sie an der selbst ständigen Begründung d>« Verbandes mit eigenen Satzungen fest, brachte jedocki in voller Anerkennung der grostcil Aulgalen der geplanten Dcutsck-eil Gesellschast sür Welthandel und des Zu- sammcnarbeicens der zenlrglen Verbände ebenso einmütig »um Ausdruck, daß sie verekt' sei, mit der Deutschen Gesellschaft sür Welthandel.III ein nähere« organisatorisches Verhältnis zu Ire ten. Wenn inzwischen der Plan der Deutschen Gesellschaft für Wellhandcl als ausgegeben bezeichnet wird, so wird doch der Hoffnung Ausdruck gegeben, daß auf dem Gebiete de« Well Handels das erstrebte Zusammenarbeiten der gesamten deutschen Industrie zum mindesten sür das Arbeitsgebiet de« Deutsch Amerikanischen Wirtschaftsverbandes erreicht ivird. Wie sehr die Bestrebungen dcS Dcutsch-Anicrikanischcn Wirtschaltsoerbandes schon jetzt in ioeitcsten Kreisen begrüßt werden, beweist die Tatsache, da« dem Verbändesofortübcr 300 deuischeJndustricsirmcn.dorunIer Vertretcr d,-r bedeutriidnrn Unternelimungen bc,getreten sind. Tenc Direktorium des Verbandes werden 10 Persönlichkeiten aus In­dustrie und Händel engehören - Ten Verhandlungen solate auf Einladung de- Eleneraldirektors Ballin ein Festniaht im Hotel Esvlanadc, bei dem Gchcimrat Tr. Paasche den Tank der Beriaminlung sür die großen und ersslgrcichen Bemühungen um den Tenlsch Amcritanischrn Wirisckiaitsvcrband in einem mit Begeisterung ausgcnommcncn Triilkipruck, ZUNI Ansdrnck brachte.

Die Franzosen als Bierbrauer und Bier itrinker. Tic Birrerrrugung Frankreickts ist jetzt annähernd V» anal so groß als dieseniac dr« Tenitchen Reiches. Sie hat im Jahre 1913 etwa« über l6 Riil. Hektoliter betragen, d i. 344 000 Hektoliter mehr als im Jahre 1912. Tie Turchichnikis - erzeugnng in den Jabrc« 1906 bis 1910 ioar >4,6 -Mist. Hell -- litcr, dieienigc der Jahre 1910 bis 191.2 16.35 Mist. Heitolite,: in dem Hitze,ahr 1911 war sie auf annähernd 18 Mill. Hekk lliter gestiegen Früher wurden, besonders ans Trul'chland. krhr große Mengen Bier nach Frankreich cingeführt. Tielc Etntubr ist aber inzwitchcn stark zurückgegangen, nachdem man .den Einiuhr roll wiederholt erhöht hat. Äuey im Jahre 1913 ist wieder ein tfriner Rückgang eingctrrlen, cs wurden sür 5,55 Biill. Fr. Birr cingesührt, während 1912 der Einiuhrtvert 5,60 Mill. Fr. br tragen hatte. Zurückgestangca ist die Einfuhr aus Deutschland, gestiegen dagegen die Ein'nhr aus England und Oesterrcick-Ungarn. Aus Frankreich ausbciührk wurden sür 5,45 Mill. Fr. Bir- Hiernach war die Bicrausflihr Frankreichs fast ebenso groß als die Einsuhr. <

Amtlicher Wetterbericht.

Oessentlicher Wetterdienst, Gießen. Detlcranssichlen in Hessen am Mittwoch, den 18. Rtärz :»l«- Porwiegend wolklg, zeitweise Niederschläge, etwas Iväriner, leb- haite westliche Winde.

vermischte».

* O ri> e « s di e bst a b l. ?lus der Berliner Wohnung am Nürnberger Platz des in Potsdam wohnenden Generals a. T. v d. Goltz wurdc» gestern über 20 Orden geraubt, darunlcc,'olchr mit Brillanicn: ferner ein Pcrlobungsring des Dieners und 40 Mark, die dessen Barschaft ansmachten

* Museunisdiebftahl Aus Lübeck, 16. März, nieldet ein Privat Telegramm: In der letzten Nacht lind aus dem Lü­becker Museuni zahlreiche goldene, silberne und tuvscrnc Münzen an« dem 17. und 18. Jahrhundert, wertvolle Ringe aus dem Jahre 1000 und lonstige Kostbarkeiten, wie Medaillons, Broschim, Borstecknadcln und Armbänder, gestohlen worden. Ter Ticb ließ ich nach Schluß der Bcnchlignngszcit einschließcn und ließ sich oann später mit einer starken Leine aus dem Fenster hinunter. Bisher fehlt von dem Ticb jede Spur. Die Polizei und die Mu- 'eumsvcrwaltung haben auf die Wrederbeschasiung der Wert- tcgenständ« eine Bsjohniing von 1000 Mark ausgesctzt.

Erforschung des eiszeitlichen Menschen. Ter Urgei'chichlsprofessor Tr. R. R. Schmidt in Tab in gen ist zum Leiter einer E x d e d i t i o n gewählt worden, die sich zur E r - forsch ung des eiszeitlichen Menschen Europas eint Sit» aus in das Küstengebiet des Schwarzen Meeres

Letzte 21<ic?.'richtcn.

Aus der hessischen Zweiten Kammer.

Darmstadl, 18. März. Ta der Voranschlag diesmal noch sehr weit zurück ist, hält die Zweite Kammier von heute an tag lickt zwli Sitzungen ab. Ta beute die 100. Sitzung war, war der Tisch des Präsidenten mit einem Strauß geschmückt. Tie Verband lungen umrden bei Punkt 33 kMinisterrnm des Innern) sortgesetze.