Aus den NeichstagsausjchWen.
:: Berlin, 11- März.
Im Bu d g c t a u s s ch n ß unterhielt man sich heute bei der Wciterbcratung des Voranschlags für 2 ü d w e st a s r i k a über eine Teilung der Gesamtausgaben für die Militär- und Polizcilrupve nach einem bestimmten Prozeuliatz zwischen dem Reich und dem Schutzgebiete. Die Frage ist jedoch vorläufig nicht cntscheidungsreis. Aus Antrag des Z c n t ru m s u n d d e r S o z i a l d c m o k r a ! e n wurden dann 210 000 Mk. gegen die Stimmen der übrigen Parteien gestrichen. Auch bei den iarbigc» Hilsskrästeu wurden entjvrc- chendc Abstriche gemacht. TaS Zentrum kündigte sodann weitere Anträge aus V c r m i n d e ru n g d e s R e i ch s z u s ch u s s c s an. Für das nächste Jahr soll er von vornherein sestgclcgt werden., Gin Rationalliberaler bczcichncte diesen Gedanken als erörterungSsähig, erklärte aber, man müsse sich darüber inr klaren scin.^daß man bei einer festen Normierung des Zuschusses später von Seiten des Reichstages nicht mehr in die Einzelbeiten des Etats eingreisen dürfe. Ein Fortschrittler forderte zunächst die prozentuale Festlegung des Rcichszuschusses zu der Militär- und Zivilverwattung. '.'lut allen Seiten wurde jedoch als Voraussetzung einer solchen Regelung das Weiterfließcn der Tiamantciv.nabmc» angenommen. Ter Staatssekretär Dr. Soli sagte zu, sich mit dem Schatzamt darüber grundsätzlich zu verständigen und sich über die Höhe der Summen sowie über den Prozentsatz der Verteilung mit dem Gouverneur ins Benehmen zu setzen. Schließlich wurde auf Antrag des
■ Berichterstatters eine Entschließung angenommen, wonach das Reich ; an den Kosten der Schutztruvve im nächsten Jahre zwei Trittel
tragen soll. Konservative. Nationalliberale und Fortschrittler hatten für ein Verhältnis von 7 :gestimmt. Aus Veranlassung der N a t i o n a l li b er a l e n wurde eine Entschließung einstimmig angenommen, die im Gegensatz zum bisherigen Verbot der Sckmtz- truppe die Möglichkeit geben ivill. den eigenen Bedarf an Nah- rungs- und Futtermitteln selbst zu erzeugen. Tie weitere Aus- : einaÜbersetzung betraf Eisenbahntarissragen. die Arbeiten an der Landungsbrücke in Swatopmund. die Einnahmen aus den Tia- 1 Manien, die Einsühruug direkter Steuern, insbesondere einer Einkommensteuer, eines Tabak- und Branntweinmonopols.
Ter Ausschuß sür die Reform des M i l i t ä r st r a f - Gesetzbuches behandelte heute weiter die Frage der K o n t r o l l- i v c r s a m m l u n g c n. Tie Fortschrittler beantragten Geltung der einschlägigen Bestimmungen nur sür die Tauer der Vcrsanimlunq, das Zentrum bis zum Ablauf von 2 Stunden nach ihrem Schluß.
■ Im «falle der Ablehnung beantragten die Fortschrittler nur die Geltung der 89, 91, 97 (Atlitungsverletzung, Beleidigung, tätlicher Angrits gegen einen Borgejctztens sür den ganzen Tag und nur sür Taten, die in Beziehung zu den bei der Kontrolle vor- geiwmmenen Tiensthandlungen sichen. Alle Parteien, außer den Konservativen, bezweifelten die Rcchtmäßigkeit der jetzt bestehenden Praxis, die im Straigcsctz nicht begründet sei, sondern erst
> durch die Rechtssprechung des Reichsgerichts auf Grund des 8 38 ' des ReichSinilitärgcsetzcs Geltung beiommcn habe. Infolgedessen j wurde vom Zentrum auch hie Acnderung dieses Paragraphen j beantragt. Die Konservativen lehnten alle Anträge ab. j Die Nativnalliberalcn verkannten nicht die Notwenoigleit
einer Aendcrung: auch der Kriegsmüiistcr ltvttc ja in voriger
> Sitzung erklärt, es schwebten Erwägungen darüber, wie der Begriff des Vorgesetzten bei Kontrollvcrsammlungen näher bestimmt werden könnte. Gleichwohl erklärten die Nationallibcralen, sie lvürdcn in der ersten Lesung die gestellten Anträge noch ablehneix, behielten sich aber sür die zweite Lesung einen eigenen Antrag vor, sobald über die Absichten der .Heeresverwaltung nähere Auskunst vorliege. Ter preußische Kriegsminister erklärte, dre Annahme der Anträge würde das Zustandekommen des ganzen Gesetzes gefährden. Bei der Abstimmung lvurd« die Geltung des Mili-
; tärstrasgesetzbuches n u r für die Tauer der K o n t r o l l v c r- s a m m l u n g gegen die Stimmen der Konservativen und Nalional- liberalen angenommen. Tie Sozialdemokraten beantragten ferner den Fortfall des strengen Arrestes. Das wurde abgclchnt. Tamit schloß die erste Lesung.
T-er Sonntagsruhe-Aus schliß setzte die Beratung -über die Ausnahme-Sonntage fort. Tie Vorlage sieht 10 Aus «nahmc-Sonntagc mit einer Beschäftigungsdauer von 10 Stunden vor, davon 6 kraft gesetzlicher Grundlage, 1 krait Anordnung der höheren Verwaltungsbehörde. Ein Einigungsanlrag der bürgerlichen Parteien will diese Anordnung umdrehen, also nur 4 Sonn tage gesetzlich fcstlcgen und 6 der höheren Verwaltungsbehörde sreigebcn, ferner die Beschäftigungsdauer aus nur 8 Stunden und mcht über 7 Uhr abends zulassen. Tie Wirtschaftliche V c r- einrgung fordert die Streichung aller Ausnahme-Sonntage. Tie Sozialdemokraten wollen nur den letzten Sonntag vor Weihnächten von 12 bis 6 Uhr freigeben. Tie Komprom ißpartcien ioollen für Kurorte und Plätze mit starkem To nristc tili er kehr nach Anordnung der höheren Verivaltungsbehördc den ! Handel Mit geringwerligen Andenken, Erinnerungszeichen ii. dgl.
1 bis 7 Uhr abends gestatten, unter der Voraussetzung, daß die An» i gestellten dann an jedem dritten Sonntag von aller Arbeit betreit sind. Auf eine sozialdemotratischc Bemängelung wurde vom Zentrum und den Nationallibcralen crioidert, daß keineswegs daran ’ gedacht sei, ln größeren Badeorten die Warenhäuser für den Verlauf von Kleinigkeiten öffnen zu lassen. Es handele sich nur darum, das Kleingewerbe nicht durch ei» V.-rkaujsvcrbot direkt zu ruinieren. Ihn Rcgierungsvcrirctcr betonte, daß von den bisher zugestandenen 10 Ausnahme Sonntagen in Preußen tatsächlich nur 6 in Geltung seien. Tic Einigungsanträge wurde» unter Ablehnung aller anderen angenommen.
vereinsnachri»ten.
— Der Vogelsberger Höhenklub, Zivcigver- eru Gießen, unternahm am Sonntag seine 12. und letzte Vereinswanderung *1913/14. Im Gegensatz zu den übrigen Wanderungen des abgclaufenen Vereinsiahrcs, die ausnahmslos vom schönsten Wetter begünstigt wäre», halte die letzte »mm überaus „wässerigen" Charakter. „Solchen Wanderer muß man loben, den nicht schrecket Weltergraus", diese» Grundsatz aus dem neuesten Vercinslied folgend, lullte» sich trotz alledem 30 Teilnehmer, darunter 4 wagemutige Damen, am Treffpunkt cingesundcn, nm die vorgeschriebe,>e Wanderstrecke abzugehen. Ueber Klein-Lin- den ging cs zunächst zur Frühstücksrast nach dem anmutig in einem Talkessel gelegenen A l l e n d o r f a. d. Lahn, um von hier aui meist ausgewcichtcn und schlüpirigen Wegen über Münch sal,Hausen zu den hängen des SlovvelbergS zu gelangen. „Und der Regen, der regnet ja jeglichen Tag". Trotz des unaul- börlich niederströmenden Nasses sangen hoch in den Lüsten die Vöglein ihr Fubellied von kommenden besseren Togen, um die Wanderer über das Mißgeschick de» heutigen zu trösten. Auch im Walde machten sich überall die Spuren des werdenden Frühlings bemerkbar, waren doch gonzc Tistrikle von Kätzchen der hasclnußstaude ivie befät. Unter Umgehung des Berggipfels wan- ; bette Man am Fuße des Stovvelberges entlang, am Kirschenwäld- (tai vorbei zu der reizvoll »n lieblichen Wctzbach- oder Siebcn- mühlental gelegenen honigmüblc, wo man sich bei vor
trefflicher .Verpflegung einige Zeit der Erholung hingab. Dem Wetzbach nachgchcnd ging cs sodann durch Nauborn nach dem Endziel Wetzlar, um von vier, nach einer Unterbrechung im
holet Kassel, wieder nach Hause zu fahren.
rLttiversitäts-Nachrrchton.
— Der Geheime Kirchen rat Prof. Tr. theol. et Phil. Georg h c i n r i c i, Ordinarius der neutasti »icntlichen Exegese in der Leipziger theologischen Fakultät, begeht am >4. März seinen 70. Geburtstag. Geboren zu Kartell! in Ostpreußen habilitierte er sich 'Ostern 1871 an der Universität Berlin und fogte im Jahre 1873 einem Ruse als außerordentlicher Professor nach Marburg als Nachfolger Mangolds. 1881 wurde er Konsistorialrat und Mitglied des Gesamtlonsistoriums in Kassel sim Nebenamte), war 1884 bis 188ü Rektor der nUiversität, zugleich mit der Verwaltung des Kuratoriums beauftragt, sodann, nach Besetzung der Knratorstelle, ständiger Vertreter des Kurators. 1892 siedelte heinrici nach Leipzig über, wo er 1901 zum Geheimen Kirchenrat ernannt wurde.
— Ter Oberlehrer am Kgk. Gymnasium in Danzig Tr. phil. Walther Wangerin ist zum Tozenten für Botanik an der dortigen Technischen .Hochschule ernannt worden.
— Infolge der Beschränkung der Zulassung der
Ausländer an den Ilniversitäten konnten in B e r 1 1 n im Wintersemester 1913/14 keine neuen Jmatrikulationcn von r u s s, s ch e n S t u d e n t c n st a t t f i n d c n. Tie. gilt auch sür das Sommcrsemet ' >914.
Tr. med. ha.. K l c i n s ch m i dt, bisher Prwatdozent in Marburg, habititierte sich in der Berliner medizinischen Fakultät sür das Fach der Kinderheilkunde mit einer Antrittsvorlesung „Ueber latente Tuberkulose im Kindcsalter."
— Aus eine 50jirrige Tätigkeit als ordentlicher Professor kann am 12. März der Gynäkologe Geh. Medizinalrat Tr. Nied. Roben von O l s h a u sc n in Berlin zurückblicken.
— Ernannt wurde der bisherige a. o. Professor Dr. Johannes M e w a l d t in Greifswald zum ordentlichen Professor der klassischen Philologie an der Universität Marburg als Nachfolger von Pros. Earl Kalbfleisch.
Frankfurt a. M., 10. März. Durch Urteil der Frankfurter Etra'kaminer wurde gestern der frühere Redakteur des „Taniittsboleit" in Bad fromburq v. d. £\, Bassauer, jetzt in ttfolbop (Oslprenb n) von der Beleidigung deS Fechtlebrer- Hovk im Wiederarünahmever'ahreu Ireigeiprochen, da, wie die Schwur- geri! tsverkinndlung gegen Hopf ergeben hat, die von Bassauer in dem „Tminusboten" im Jahre 19 -7 ve> breitete Naciiricbt, Hops sei weaen Vergi'lung seiner Frau, um in den Besitz der Lebens- versicbermigssniinne zu gelangen, in Untersuchuna genommen, sich als wahr ergeben habe. Basjauer war damals zu einer Geldstrafe von 150 Mark verurteilt worden.
vermischte».
* Für 2 a m in l e r von R e i ch s m ü n z e n. Tic Kgl. Münze in München prägt zurzeit neue 2- und 3-Markstücke für Sachseu-Meiningcu aus. — Ju Berlin lverdeu mit der Jahreszahl 1913 7000 Stück 3-Markstücke für Mcckleuburg- Strelitz und 10000 Stück ü-Martstücke für die Freie Stadt Lübeck geprägt. — Tas Auhaltcr Land ließ 730000 Stück in 5- und 3-Markstückeu aus Anlaß der silbernen Hochzeit des Herzogspaares in Berlin prägen. — Außerdem lvird jetzt das Herzogtum Braunschweig allgemein die Münzprägung aufnehmen. Die Berliner Münze lvird für die Folge nur noch von preußischen Münzen polierst- Stücke gegen Aufgeld von 30 Pfg. abgeben, nicht aber von Prägungen, die sic sür andere deutsche Bundesstaaten oor- nimmt. Sammler müssen sich daher an die Hauptstaatskassen der betreffenden Bundesstaaten wenden.
* Der Verein für das Deutschtum im Ausland veranstaltet auch in diesem Sommer nichrere Gc-> seilschaftsreisen, die durch den Besuch landschaftlich schöner und gleichzeitig volkskundlich wichtiger Gebiete des Auslandes Teilnahme und Verständnis für die Bedeutung deutscher und stammesvcrwandter Kultur- und Volksart aus- breiten und vertiefen sollen. Tie Reisen werden unter sachkundiger Leitung mit begrenzter Teilnehmcrzahl veranstaltet.
* Dreizehn Menschen verbrannt. Ans Bautzen, 10. März, wird gemeldet: In dem umsangreichen Fabrikgebäude der Lithographischen Anstalt und Bnntvapicrsabrik von Gebe. Weygandl brach heute morgen um 8Uhr Großseuer aus, welches das Gebäude vollständig einäscherte. Unter den Trümmern wurden die verkohlten Leächen von fünf Personen ausgefttttdcn. Eine sechste Person wird vermißt. Ter Betrieb wird iortgesetzt. Tie umgekommenen fünf Personen sind der Hausmann Wiche, der Kutscher Matzkc, der Fabritseuerwehrmann Gral, der Pslichtseuerwehrmann Tomaschke und der Buchbinder Seiler. Vermißt wird der Schorii- stciniegcrmeistcr Moser. — Gleichzeitig lvird aus Wilna, 10. März, gemeldet: heute nacht brannte ein .Holzhaus nieder. Eine alte Frau, deren beide Töchter, drei Schülerinnen Und ein junger Mann sind verbrannt.
* Zum Weiberkrlcg in Glasgow. Aus London, 10. März, wird uns noch gemeldet: Nach der Aus-» sage von Polizeibeamten war die Szene in der S t. A n - drcw-hall in Glasgow bei der Verhaftung der Miß P a n kh n r st die wildeste, die sie je bei einer Suffragetten-« dcmonstration erlebten. Tic Polizei befand sich im Nachteil, weil sic eine Tribüne zu stürmen hatte, die mit einem Stacheldraht versehen war, der geschickt unter einem Blumenarrangement verborgen war. Die Frauen verteidigten sich mit allem, was zur Hand war. Stühle und andere Gegenstände wurden auf die Polizisten geschleudert. Die Polizei mußte sich endlich mit ihren Knüppeln verteidigen, doch nahmen die Suffragetten den Kampf wütend auf. Zwei weibliche Aerzte behandelten in einem Vorzimmer 20 verwundete Frauen. Später wurde ein Sturm auf die Zentralpolizeistation versucht. Auch hier kam cs zu einer wilden Szene, als Polizei zu Fuß und zu Pferde die Menge zerstreute. Miß Pankhurst, die bereits den Hungerstreik I begonnen hat, wird heute nach London gebracht werden.
* Wirbclsturm. Nach einer amtlichen Meldung aus l Madagaskar hat ein Eyclon in der Nacht vom 2. zum 3.
d. Mts. in, Nordosten der Insel großen Schaden angerichtet. Zahlreiche Gebäude in Tamatava sind beschädigt, viele Hütten der Eingeborene» wurden umgclvorfcn, mehrere Fahrzeuge kcntcrten. Bei einer Ucberschwcmmung crtrankcn^lb Eingeborene. Von de» Weißen ist niemand zu Schaden gc- lommen.
Handel.
— Wetzlar, 10. März der heutigen Aussichtsratsntzung der B u be c u 9 s ch e n Eisen merke wurde der Rechnunqs- gbscblnst für das Jahr 1913 vorgelegt. Ter Rohgewinn stellt sich aus Mk. 4 390163,63 Um Vorjahre Mk. 4 231284,13). Nach Ab- ichreibungen aus "Aulaaen in Höhe von Ä!k. 2 222 547,96 (i B. vi'k. 2 088 336,77) undTilaunq der renlicheu Kosten für die 1912er Au- Icihc in öölie von Mk. 1138",8,15 fi. B. Mk. 230 020,-), sowie von weiter entstandenen Kosten der Verschmelzung der Zeche Blassen in vöhe von Mk. 75 430,10 (i. B. —,—) verblei dt ein Heinaeivinn von Bit. 1 978 282.42 (i. V. jD.’lf. 1 915 927,36), zu welchem der Vortrag a»is dem Vorjahre mit Mk. 227 617,37 (i. V. Mk. 239 710,43) noch hinzutritt. Der am 8. April in Frankfurt a. M. stattfindenden Hauptversammlung soll folgen e Gewinnverteilung vorgeschlagen iverden: Zuweisung zur gesetzlichen Rücklage Mk. 98 914,12 (tin Vorjahre Mk. 95 796,36), 7 v. ». Dividende ans Mk. 22 000 000 Aklienkap tal Mk. 1040 000,— (wie im Vorjahre); vertragliche und satzungsgeinäfie Vergütung an Aussichtsrat. Vorstand und Beamte (Mk. 240 497,61 li. V. Äit 217 234,06). Für gemeinnützige Zwecke und Belohnungen an Arbeiter iverden Dkk. 75 000 ,— wie im Vor-. fahre vorgesehen. Es verbleibt dann ein Vortrag ans neue Rechnung von Bit. 251 508.06 (i. V. Mk. 22? 637,37).
Markte.
fc, Frankfurt a. M., 1l. Alärz. Heu- und Strohmarkt. Angeiahren waren ü Wagen Heu, 0 Wagen Stroh. Bezahlt wurde sn> ven . 0 —0Mk., Stroh (Kornlangstroh) 0.00—o.00 Mk., Wirr- stroh 0,00—0,00 Mk. Alles je 50 Kilo. Gejchäit mittelmäßig. —
T,e Zufuhren waren aus dem Kreise Dieburg.
rtircylictfe Nactzrichte»».
Evangelische Gemeinde.
Zu der Zohannerkirche.
Mittwoch, den II. März, abends 8 Ubr: 3- Paffionsandacht.
Piarrer B c ch t o l s h e i m e t.
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Höchste Temperatur am 9. bis 10. März 1914 --- + 11,1 "c. Niedrigste . . 9. .10. „ 1314 = -)- 5,1* .
Niederschlag: 0,1 mm.
Diese grau hatte ganz dürftiger haar. — Jetzt reicht e§ beinahe zum Boden.
' Sie beschreibt, wie sie da; erreichte.
„Bor einigen Monaten »och machten mir Kovfschuvvc» und Haar- ausiall grobe Sorge" — schreibi Mme. Elisabelb Farlane — „ich veriuchle io ziemlich alle Hnarmiiicl. die mir zu Obren kamen, aber keines brachie mir die ersehnte Hilfe, im itzegenicil. mein Zustand verschlimmerte sich immer mehr- Meine Haare waren so dünn geworden, daß mein Koo! itcllenweüe schon zieinlich kahl crichien: ich glaube, ich ivürde ietzt kein einziges Haar »icdr aui dem Kopie hoben, wäre ich inchl aus ein ganz ein'achcs Pstanzenrezcvt auinierksam gen,acht worden. Dieses Rezept übt oui die Haare eine ganz nroß- ariige Wirkung aus. Man braucht nur 37 Gramm Alkohol, m Gramm Dotl-Erirakt und 83 Gramm Roleumafscr zu »tischen: alle diese Sache» kann mau in Apolbekeu und Drogerien bekommen. Nachdem ich das Mittel nur weitige Tage angewandt, hörte schon der Haarausiall auf. üie Tchitove» verichtvanden völlip das Haar bekanl wieder ein üovigercs, gciundcres AuSlcbcit. Ich setzte die Anivcn- dung der Mischung fort und war erstaunt zu lcheu, ivie mein Haar wieder wuchs. Jetzt ist cs stark und iivvtg und reicht schon beinahe bis zum Boden Mon kann mich nicht gerade eine bildbübichc Iran nennen, ich glaube aber, daß ich die Komvlimenlc, die man mir über weine äußere Erlcheinttwi inacht, i» bei Hauvtlachc meinem schöne» Kopihaar zu verdanken habe."
lllumcrkuns: Vor Veröffentlichuna dieses Artikels wurde das beschriebene Haarrczeol zehn Damen und zehn Herren, die mehr oder mcniacr unter den gleiche» oder ähtilichcn Stüruugeu des Haarwuchses litten, mit dem Ersuchen libergcbcn, es dreißig Tage an nch selbst zu vrobieren. 'Neu» Dame» katiicn wieder zurück und erbaten eine größere Quantität des Präoaraics, das sie dauernd nnwenden möchten: ihr Haar iei !o hübsch weich nnd geschmeidig geworden, was das Fritiere» sehr crlcickttere. Es wurde berickttct daß in neun Fällen die Sckiuvve» nnd der Haara,iSlall ganz verschwanden. Auch bei den zehn Herren zeigten sich ähnlich gute Wirkungen, alle verlangten cu, weiteres Quantum.
Nur eine Klage lies ein: eine schon ergraute Dame halle die Lotio» gegen Sckiuvve» angewandt: sic gab wohl zu, daß die Mischung in öieicr Htniichl sich als ganz tvirkfam crwieicn habe, ihrer Aletnung nach müsse sie aber auch die Haariarbe beeinstussc». denn das ihre !ebc !o aus, »ls wolle die urlorüngltchc Farbe wiedcr- tevre». Sic aber ziehe doch vor, jetzt grau zu bleiben. Eine genaue llnterfuchting stellte de»» auch seit, daß einer der Bcitandtcilc — das Doti-Erlrati — einen anregenden Einfluß au! die Farbdrüien des Haares hat. was mitunter zu den, von der Dame befürchtete» Resultat führen kann. 3283sä
schon lange darüber nach, wie Ich es Ihnen belbringen soll, dass Sie gegen Erkältungen nicht erst dann etwas tun, wenn es zu spät ist Halten Sie doch ständig
Entöl - Bonbons
Im Hausei Früh genug genommen, können Sie manchen lästigen Katarrh dadurch verhüten. „Eutol-Bonbons“ sind jetzt in Blechdosen verpackt urid kosten nur SO Pffj. Achten Sie auf die geschützte Marke „Eutol“, denn oft genug wird man Ihnen minderwert. Bonbons dafür anbicten.
Man versuche:
tob
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Dr. Oetker’s Rezepts
das echte Tr. Detter's Backpulver ist 100millionenfach bewährt, und
sind in der eigenen Versuchsküche der Fabrik sorgfältig ausprobicrt. Dah die ständig wachsende Vorliebe der Hallssrauen sür Dr. Letlev'S Fabrikate
Tr. L^etker's (tzewürz,Knchen.
Zutaten: 2-0 g Butter, 375 g ( 3 / t Psd.f Zucker, 6 Eier, das Weiße zu Schnee geschlagen, 500 er Weizenmehl, I Päckchen von Dr. Letkcr's „Backiu", l Teelöffel voll Z»nt, 1 Pleffee- spitze voll geinahlene Nelken, 50 g Sukkade, 125 g Korinthen, 3 Eßlöffel voll (60 g) Kakao, ■/, bis */, Liter Milch.
Z >- b e r e i t n n g : Die Butter rühre schaumig, gib Zucker, Eigelb, Rlilch, Riehl, dieses mit dem „Backiu" geinischt, hinzu und zuletzt den Kakao, die Korinthe», Sulkade. Zimt, Nelken und den Eierschnee. Fülle die Masse in die gefettete Form und backe
de» Kuchen in rund V/, Stunde». !a> *liY
Anmerkung. Man gibt zu dem Teig sobiel Milch, daß er dick vom
Löffel fließt.


