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<n $i'rbintiuMfl n e f e t; t , um ben Sachverhalt feftiuflrttcn. Cf d, kann obnen erklären, b n ft f i dh diese Rachr > ch teu a l s unzutressend erwiesen haben. Wir daben ei» lebhaftes Interesse daran, in absolut obiekliver Weise, niemand ZU Liebe und niemand in Leide, sestzuslelle». was an diesen Mitteilnn aen wabr ist und was nicht. Tie Regierung bat tn-i ihrem Wunsche, durch ein gemeinsames Vorgehen hier obieklioe Klarheit tu schal- sen, volles Verständnis und Entgegenkommen seitens der zuständi­gen militärischen Behörden gesunden. ES ist in Aussicht genommen, daß derartige Fälle schnell polizeilich ansgeklärt werden, um so in der Lage zn sein, falsche Meldungen durch Mitteilungen an die Tagespreise richtig -u stellen. Ich möchte dabei be­merken, daß nicht in Rorddentschlnnd derartige Meldungen erfunden werden, sondern das; sie in der Luit gewisser Ten sationsbedürstigen des Landes selb st entstehen und kiiiiauStelegrapbiert werde». Ter Staatssekretär ist der Meinung, daß in den letzten Jahren etwas viel von Versaiinngssragen gesprochen worden sei »nd dringende Ausgaben der Berwal- tnng in den .Hintergrund treten mußten. Der Redner zählt dann eine Reihe von notwendigen Resormen aus, betont na' mentlich die Dringlichkeit der Finanzreform und betont gegen­über dem sozialdemokratischen Redner, daß der Ttattlmlter die Ernennung der zieuen Minister gegengezeichnet habe »nd damit der Versassung genügt worden sei. Das Stenogramm der Reichskanzlerrede im preußischen Herreuhon'e liege ihm nunmehr vor. Tie Aussührungen des Reichskanzlers könnten lediglich dahin verstanden werde», daß in großen, allgemein politischen Fragen vornehmlich wenn das Reich in den Vordergrund trete ernste Di­vergenzen in der Jnstruirrnng der BundeSratsstimnien nicht Vor­kommen tömien, wohl aber seien Divergenzen in Fragen der Wttt- schastSvolitik und einwlnen Verwaltungsiragen möglich. Ter Staatssekretär schloß: Wir werden in ernster gemeinsamer Ber- waltungsarbeit gerne mit Ihnen zusammenarbeiten.

Zabern, 10. März. Ter auf heute vor dem Landgericht in der bekannten E n t s ch ä d i g n n g S I l a g e der seinerzeit im Pan­durenkeller einczesperrt gewlienen Leute angesitzte Termin wurde auf den 7. April vertagt. Anhängig sind etwa 15 Klagen. Wie bestimmt verlautet, sind die Vergleichsverbandlungen wieder auf- oeiiMumeu worden.

i e Zaber ne r Garnisoii. DemElsässer" wurde angeblich von maßgebender Seite mitgeteilt, daß die Ver­legung des Infanterie-Regiments Nr. i nach Zabcrn und dcS Infanterie-Regiments Nr. !>0 nach Stroßburg mit dem I. Oktober zu erwarten sei. Wolffs Telcgravhisches Bureau erfährt hierzu von maßgebender Seite: Tie Nachricht be­ruht ebenso lvie die schon vor Wochen verbreiteten Der setzungsgerüchte ans freier Erfindung.

Arbcrtcrvervüguirg.

I ran t in r t a. M., 10. März. .Heute vonnittag fand im Gewerkschasishausc eine von etwa 800 Arbeitslosen besuchte A r b e i t S l v s e n v c r s a m m l u n g statt, in der Protest erhoben wurde gegen die vom Magistrat der Stadt Frankfurt a. M. beschlossene Einstellung der städtischen Arbeitslosenunterstützung. Es wurde beschlossen, heute nach­mittag vor Beginn der Stadtverordnetensitzung einen T:» monstraiionszug vor das Rathaus zu veranstalten.

Rrr» Stadt «nd Land.

Gieße». 1l. März 1914.

** Aus dem P s arrdien st c. Der Großherzog hat die durch die Tekanalssnnodc des T-tanats Schotte» auf die Tauer von fünf Jahren vollzogene Wahl des evangelischen Psarrcrs Wilhelm Bol p zu Lanbach ^u»i Stellvertreter des Dekans des Dekanats Schotten bestätigt

**Sie Lchrcrkonfcrenzen finden im Lause.der nächsten Woche statt, und zwar für den Bezirk Grünberg am 16. März i» Grünberg, für Lich-Hungen am 18. März in Lich. für Gießen-Land am 19 März in Gro stcn - Linden.

** Kaiserin an över 1914. Bei den diesjährigen Kaisermanövern werden als Führer fungieren aus der einen Seite Kronprinz R upprecht von Batzern, auf der anderen der General-Inspekteur der 7. Armccinspektion, Exzellenz ». Eichhorn, der ioohl zurzeit der bedeutendste unserer Heerführer sein dürfte.

** Geheimer Oberbaurat Kilian f. Am Sonntag starb in Tarmsladt der Geh. Oberbaurat Heinr. K'ilian. Er war am 7. Juli 1850 zu Talbach in Ober­hessen geboren, besuchte das Pvt»lcchnik»m in Darmstadt, erhielt im Jahre 1870 das Zeugnis der Reise und widmete sich dem Studium der Jngenieurwissenschast, nach dessen Be­endigung er im Jahre 1874 bei der Hessischen Ludwigsbahn eintral. Tie Berstaarlichung der Hessischen Ludwigsbahn sützrle Kilian i» den Dienst der Hessisch-Preußischen Eisen- bahngemeinschafi, in der er das Ami eines Vorstandes der Betriebsinspcktion in Mainz und seit 1905 dasjenige eines Mitgliedes der Eisenbahndireklicm daselbst bekleidete. Am 10. August >907 ivurde Kilian zum Vortragenden Rat in dem Ministerium der Finanzen. Abteilung für Finanzwirt- ichasl und Eisenbahnwesen, mit dem AnttstitelOberbanral" crnaniit. In dieser Stellung >oar er auch Regierungskoin- missär für die hessischen Rebenbahnen im Privatbetriebe und gehörte dem technischen Lberprüsungsamt als Mitglied an. Am 25. November 1910 wurde ihm der CharaklerGeheimer Oberbaural" verliehen.

** V o n der Lahn. Der Lahnhöhe »weg, der dekanntlich im vorigen Jahre vom Taunusklnb unter Ans- Wendung erheblicher Mittel gvschasfcn worden ist, erfährt in diesem Jahre eine durchgreifende Wegemarkierung, wozu der Vorstand 1900 Mt. bewilligte.

** K ra n kcn k a t s e n u nd W o ch e n h it se. In dsr Sitzung dcr vereinigten Hess. Kroiikenkassenverbände, die nnier dem Vorütz von Herrn Reiimann-Lsienbach am 5. Mär, i» Mainz statliand, machie der Vorsitzende des OberveriicherungsamieS, Herr v. Krug, einige imeeeimme Mitteilungen übet den Umfang der von den Krankenlastcu ,atzungsmäßig eingesührteii Wochenhilse. Bon den mrzeit im Großherzogtum Hessen bestehenden 133 Krankenkassen habe» hiernach außer der obligatorischeu Reaelleistuiig aus dem Ge- biete des Mutterschutzes, nämlich dem Wochengeld statt dessen mit Zustimmung der Wöchnerin nach gesetzlicher Vorichrist K,,r und Bervilegung i» einem Wöchnerinnenheim oder Hilse nird Wartung durch Hanspilegerinnen gemährt werden kann. 85 Krankenkasse,, Mehrleistungen für ihre weiblichen Versicherten eingesührt Von diesen Kaisen gewähren 58 ärztliche Geburtshilfe bei der Rieder tunst und Hebamme,,dieuste, größtenteils in Verbindung mit an­deren Mehrleistungen: hierbei komme besonders die ärztliche Be­handlung der Scktwangrrschgstsbeschwerden, die im ganzen von 14 Kassen in der Satzung vorgesehen sei, in Betracht. Aus Still gelb hauen die weiblichen Versicherten nur bei 17 Kassen Anspruch Sehr ersreulich sei dagegen, daß nicht weniger als 36 Kasse» auch den verslcherungSsreien Ehefrauen der Versicherten in mehr oder minder großem Umsang die Wohltaten des Mutterschutzes im Falle der Niederkunst zuteil werden ließen. Dieses angesichts der außer, ordentlichen Mehrausgaben an Arzthonorareu rclaliu recht ersreu- liche Ergebnis sei nächst dem Verständnis der Kasse,lorgane den Bemühungen der Großh. Zentrale sür Mutter-nd SäuglingSsür- lorge in Hessen zu verdanken.

** Ter Evang. Arbeiterverein veranstaltete am Sonntag einen Vortragsabend, bei welcher Gelegenheit Psarrer AitSseld über die Anstalten in Bethel sprach. Ter Vortragende schilderte das Leben und Wirken des Gründers der Anstalten, Pastor Bodelschwingh, und zeigte a» Hand von Licht bildern, wie segensreich das von Bodelschwingh geschgssene Werk, aas >» den letzten Jahren noch erweitert wurde, zu ivirken vermag.

Tle interessanten AuSsührungen tvurden von den zahlreich Erschie­nenen sehr beifällig ansgenommen.

** Ein praktischer Bierkühler. Ter Besitzer der GastwirtschaftZur Seltershöhe", Herr Konrad Ruth, hat einen Bierkühler (EtSkönigl eriiticheu, durch den eine Eisersvar- ii > S vou über 80Proz. erzielt wird, und eine E i s ki st e, die zum Aiiibewahren von Eis dient. Der Kühler wie die Eiskiste bedenlen eine große Kostenersparnis für die Wirte und Brauereien. Beide Apparate sind dem Ersinder patenlamtlich geschützt. Aus demselben Siistem süßend, hat .Herr Ruth einen Kühlschrank koiisiruiert, bei dem dasselbe Quannrin EiS, das bisher für einen Tag aus­reichte, nunmehr für 45 Tage genügt. Ter Schrank wurde dem Ersinder ebensalls patentamtlich geschützt: er wird demnächst hei Brüder Schmidt, Seltersweq, ausgestellt. Herr Ruth gedenkt seine Ersindungen ans eigene Rechnung zu fabrizieren und wird die Fa­brikation in Fronhnusen an der Lahn betreiben, wo bereits die Betriebsräume hergerichtet sind.

** Klieg den Krähen und Genossen! Pom Krels- a»,t Friedberg iuerden die Bürgermeistereien des Kreises Friedberg zu einem Vernichtungskriege gegen die Raben, Krähen, Dohlen, Elstern und Häher ansgesorüert Für jede» erlegten und abgelieser- ten Vages werden lLPsg. und für jedes Ei ti Psg. Prämie gewährt. Höhere Gebühren sind nicht ausgeschlossen. Ter Krieg soll, so heiß! es in dem Rundschreiben, im Interesse der Landivirtschast und des Vogel- und Jagdschutzes dnrchgeiührt werden. Ob eine io plan­mäßig dnrchgesührte Vernichtung dieser Vvgelarten toirklich im Interesse der Landwirtschaft liegt, erscheint dem Kenner unserer Tierwelt recht zweiselhast. Unter alle» Umständen muß gewiß einem Ueberhandnehmen der Krähen usw. Einhalt geboten werden: aber eine zu starke Verniclitung dieser Vögel leistet nur der riesenhaften Vermehrung der Feldmäuse in der Wetterau. über die seit Jahren in neigendem Maße geklagt wird, den besten Vorschub, lind die Raben sind in diese m Kampfe des LandivirtS beste Bundes­genossen

** Konkurse in Hessen In Sein seit Februar 1908 in Büding e n schwebenden Konknise über das Vermögen der Vcnck» strina Max W e r t h e1 m e r & E o« deren Inhaber der ver­storbene Bankier posrat Rothschild war. sand heute vor dem Amtsgericht emi G l ä » b i g e ro e r l a in> 1 u n g statt. Wie der KonkurSvexivalter Rechtsnmvalt Keil. Vüdingeii, mitteilte, »eint der Konkurs (einem Ende zu. im Monat Mai d. I. ist, loc»» keine unvorheraeseheneu Scknvieri.leiten entstehe», die Echlußverteilnna zn erwarten. Tie Gläubigee werden eiwa 8 Prozent erhalten, lo daß also die Aussichten gegen srnher noch et,uaS bessere ge,vorden sind: bekanntlich wurde i» d > letzten Glänbigeroersainmluiig nur mit einer Konknrsgnotc »on 58 Prozent gerechnet Forderungen waren angemeldet rnnd 3,7 Millionen Mark, anerkannt sind rund IV, Millionen Mark. Die Höhe der angemeldete» Forderungen erklärt füh ans dem Umstande, daß »och mit diesem Konkurse ver­knüpft sind einige andere Konkurse, so der große Konkurs des Vor­schuß- »nd Kreditver'einS Ober-Mockstadt, in'olgedesien wob! For­derungen doppelt zur Anmeldung gekommen sind. In dem Konti,rsverkaliren über das Bermöaen des Adam Mergler III., alleiniger Inhaber der FirmaKinibel & Mergler". Möbelsabrik >n Mainz, Prntmiqste min bestimint aus Monlag, 30, März M!4. vormittags 912 Uhr, zn Mainz. In rem Konkursoerlahien öder das Vermögen des Kantmaiins Johann Prell ig and Schornsheim >it Termin zur Gläublgeroersamuilung bestlinnit aut 19. März 1911, voriiiiitags 11 Uhr, In dem Konknrs- perfatneu über das Vermögen des Konrad II i h lind dessen Ehe- sran Piarig, aeb. Becker, zn Litze! dach Termin ans Freitag, 90. März 1914, vormiitags 10 Uhr, vor dem AmtSgencht i» Furth im Odeniv. anberan'iit. Ans Antrag des Konkiirsverivatter, Rechtsanwalt Friß Koch, Büdingen, >>i in, Konti,rsversahrcn über das Vermögen des Kantmamies I. H. Kratz in Büdingen eine Glänbiaerversanimlimg a»t Dienstag, 31. März 1914, vormitlags 10:91 Uhr, bernsen.

Kreis Büdingen

Bad Salzhansen, 10. März. Bei der heutige» B ü r a e r m e i st e r w a h l wurde der bisherige Beigeordnete Rndols Rover mit nroßer Mehrheit gewählt. Seine Wahl zmn c r st c n Bürger >n eiste r des Badeortes tsetther war eine eigene Bürger­meisterei nicht vorhanden,, zeig! die allgemein« Belieblheit, die sich Herr Rover während seiner dreijährigen Dienftsührnng als Bei- geordn ter erivorben hat. Ter Gegenkandidat erhielt bei 16 Stimm- berechtigten mir 5 Stimmen.

±t Nidda, 10. März. Gerichtsassessor üerlt wird vom 12. März an zu einer mebrwöehentliehen Reserveiibung esngezogcn. Teshalb wurde ölerichtsrcterendar LuziuS von Tarnistad! mit seiner Veitreinng am hiesigen Amtsgericht beanilragt,

Kreis Alsfeld.

Alsfeld, >0. März. Tie Gewerbeschnte unternahm am vorigen Montag einen AnSsliig »ach Hirzenhain zum Besuch der dortigen Eisenwerke.

L e u sei, 9. März. Das hiesige, Herrn Oekonomierat Ko r el l Angenrod gehörige Landgut wurde am vergangenen e-amStog aus 9 Jahre Pachtzeit vou Herrn Brand lauS dem Kreise Würzbnrg i. B.) übernommen. Das Gut umsaßt rund 100 Morgen gutes, ertragreiches Land: die jährliche Pachtsumme beträgt 2000 Mark.

Kreis Friedberg.

Münzenbcrg, 10. März. An der heutigen Be­erdigung des Stadtrechners und Ortsgerichtsvorstehers J'oh Weil nahm die ganze Cinwohnerschast, die Vereine, Ver­treter der Kriegervereine aus dem Hassiabezirt Butzbach- Bad-Rauheim, Äeineinderechner aus der Umgegend und Vertreter der Behörden teil. -Ter .Eriegerveretn gab am Grabe feines Vorsitzenden drei Ehrensalven ab, und der Gesangverein sang seinem Ehrenvorsitzende» das Grablied. Er starb am Herzschlag im Alter von erst 49 Jahren. Starkcnburg und Rhrinhcsse».

tm. Darmstadt, 9. März. Das Unglück in der Silvester­nacht tvird wahrscheinlich nngesühnt bleiben. Wie wir ersahren, bat sich nach den angestellten Erinittelnngen und Versuchen der Beweis, daß der Gesangenenaufseher W e n h r i ch in der sraglichen Rächt etwa 50 Schüsse aut etwa 200 Meter Eutser- mmg von dem Getöteten ans einem Militärgeipehr abgegeben hat, nicht einwandfrei erbringen lassen, so daß varans- iichtlich nach dieser Richtung das Verfahren eingestellt tverden wird, während sich W. immerhin wegen Schießens an bewohnten Plätze» vor der Straskammer zu verantworten haben wird. Wegen dieser llebertretung kann er mit Geldstrase bis 150 Mk. oder mit Hast bestraft werden.

Kreis Wetzlar.

tztz L ü 9 e 11 i n p e n , 10. Mär». Im Kreise Wetzlar haben, wie bereits mitgeteilt, Gönner der äußere» Mission die Gründung eines Missionarsheims geblaut. In Lützellinden und in dem Filialdortk HörnShei ni wurden 1262Mk. gezeichnet, wovon in Liitzellinden «Nein 840 Mk. aufgebracht wurden.

abends gegen 10 Uhr iit Friedrichsdorf bei seinem Sfici- varer nach dem Wege nach Vilbel erkundigte. MS Sima nowski wegfuhr, war der Bursche auch schon verschnrunden und dem tslefährt vorausgeeilt. An der Steinmühle schlug er idann den Kutsztier mit eintgen Flaschen nieder. Ob der Schcraf bei dem Verbrechen Genossen hatte, ist noch nicht fcstgestellt. Simaiiowski behauptet, drei Männer gesehen zu haben.

Gictzener Strafkammer.

Gießen, 10. März.

Wege» Versuchs eines schweren Diebstahls wurde der 20 jährige Schneidergeselte R. G. aus Varnhalt unter Einbeziehung einer vom Schössengericht Marburg wegen Tsebstahls erkannten Strase zu einer Gesamtgesängnivstrase von 8 Monaten verurteilt. Er hatte am Abend des 6. Tczeniber v. I. seinem Kame­raden F., auf dessen Stube er mehrmals zuvor zu Besuch gewesen war i» dessen Abwesenheit einen aus dem Vorplatz stehenden Klei derschrank mit einem Dietrich geössnet, den gesamten Inhalt anS- geränmt und znnr Mitnehme» säuberlich zusammengeschnürt. Auch batte er versucht, die Tür zum Zimmer gewaltsam z» ötsnen: er wurde aber durch das Eintreten seines Kameraden gestört, io daß der Diebstahl nicht zur Vollendung gelangte.

Wegen Bet r n gsver fuchs in drei Fällen wurde der Maler »nd Lackierer H. Th. aus Tchsesieu zu 6 Monaten Gefängnis »nb wegen BettelnS zu 4 Wochen Hait verurteilt. Auch wurden ihm die bürgerliwen Ehrenrechte aut sünl Jahre aberkannt. Er hatte an verschiedene Personen in Friedberg Bettelbriese geschrieben, die von erlogenen Angaben strotztni: so halte er der Wahrheit zuwider bebauvtet, er hätte das Einsährigeu- examen und die Reifeprüsniig bestanden, einige Zeit Theologie stn diert, verschiedene Malerakademien besucht, sei vielsach wegen eines Lungenleidens in .Heilanstalten gewesen und 83 Prozent erwerbo nitsähig: in einem Brief an den evangelischen »seistlicben in Fried berg spielt er sich als guten Protestanten, in einem Brief an eine katholische Schwester als guten .Katholiken aut. Er hatte wenig Er­folg »iit seinen Schwindeleien, einmal erhielt er eine Mark, ein aiidernial einen getragene» Rock und freies Mittagessen. Doch wurde angenommen, daß die Geber sich nicht durch seine Schwindeleien, sondern durch den abgerissenen Eindruck zn den Gaben bestimmen ließen

Mit zwei fcinblid, cn Brüdern hatte das Gericht in der Person des H. F. lind der des T. F. aus Homberg n. d. Ohm zu tun. Sie lebten schon lauge tu Un­frieden und überboten sich gegenseitig in Anzeigen an die Po­lizei und StaalSanwaltschasl: am 22. Okt. v IS waren beide an einer Dreschmaschine beswästigt. Beim Mittagsesseil tam es zum Wortwechsel. H. F. drohte, ein Messer in der Hand haltend, seinem Bruder mit Ersteche», wart ihn draußen zu Boden, ver- vrügelte ihn mit betde» Fäusten und trat ihn mit beschuhten Füßen. Er war vom Schössengericht zu 6 Woche» tveiängnis verurteitt worden. Tie Strafkammer hielt die Strafe sür angemessen und verwan die Berusiing des H. F.

Wegen M t ß b a n d l u » g i e i n e s 56 j ä h r. Vater s stand der Landwirt W. F. a»S Stvckheim vor Gericht. Tie Ver­handlung ergab eilt wenig ersrenliches Bild vou dem Familien­leben im Elternhause des Angeklagten. Tie Mutter führte die Herrsihast im Hause und machte ihrem rührigen arbeitsamen Mann durch ihr zänkisches Wesen das Leben taner: sie verstand auch ihren Sohn gegen den Vater einzunehmcn. Dieser schlug seinen Vater zu verschiedenen Malen bald mit einer Peitsche, bald mit einem Laltensttick, bat» mit der .Hand, bald mit einem Hammer. Der Vater nahm alles ruhig hin. Wohl iniolge des ständigen haus lichen Zwistes nah»! sich der Vater im vorige» Jahre durch Er­tränken das Leben. Vom- Schöffengericht mar der Llngeklagie zu einer Geldstrase von 500 Mark verurteilt worden: aut Be­rufung der Stgatsanwaltschast wurde das Urteil ausgehoben und ai» zwei Monate Gesängnis ertannt. Tie Strase siel deshalb so gering ans, weil der Aiigettggte ossenbar unter dem verderb­lichen Einsluß der Mutter gehandelt bat. die eigentlich ebensassS mit die Antkagebank gehört hätte.

I» dem vorigen Bericht ist ein ii»»eulstelleiidcr Drncktehlcr vorgekommen. Im vierten Falle heißt es:Ta R. jedoch in «üd- asrika groß geworden ist et ist Engländer und iniolge sei­nes kurzen AnsenthalteS in Deutschland mit den deutschen Ber- hältnissen noch nicht so vertraut ist, . . . In der Zeitung hieß nicht Engländer",

Hochwasser.

G r u b ei> ü l> e r s ch n> e m ni v » g. Aus A s ch a s j e n bürg, 10. März, wird gemeldet: Der Main trat heute vor­mittag am unterirdischem Wege in die BraunkohlenzecheGustav" ein und überschwemmte die Kohlenselder. Ter Betrieb wurde pe stön. Die ausgeoehute Brikeltsabritatwu liegt am einige Zeit ssill. Tie große üektrischc Ueberlandzentraie der Zeche erleidet jedoch leine Einbuße. Der Sachschaden ist sehr bedeutend Die Arbeiter konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen.

ikuftscktiffnlirt.

Posen, 10. März. Z w e i O f f i} t e c i (i c 9 c r der hiesigen Station nahmen aus einem Fl n g e n a ch L i s sa m der Nähe vun lstosthtt eine Notlandung vor. Sie gerieten dabei in einen Sll m ps, aus dem sie nur mit t-irier Mühe gerettet werben konnten.

Märkte.

fr. ,'rantflirt a. M. Schmeinemarktb.-ri I, 00-n II. März. Antoetricben luaeen 1868 Cchioeine, VoUtleischsge Schweine von 80 bis 100 kg Lebendgewicht 49.0052.00 Alk., Sckilachtgeivlcht

64.00 0 .00 MI., vollsteisckige Schwein« nntee 80 kg Lebendgewicht

49.00 '-1.00 Mk., Sckilachtgewicht 82.09-84.-0 Mk.: vollsteischige

Schweine von 100120 kg Lei --idgeivicht 49,00 -52.00 Alk., Schlachtgewicht 02.0085 Alk.: vollsteischige Schweine von 120

bis 150 kg Lebendgewicht 49.0052.' 0 Schlachtgewicht

8295.00 Mk. Geschält langsam, ['teilt Ucbersland.

fc. Feanksuet a. M., II. 'März. tOrit.-Telear. de» »Gieß. Anz»"> A'nlliche Notierungen der heutigen Frnchtmarktpreise, Weizen thiestqerl Mk 20.5020:75, Sluvi eifiitiiiT'Bit. 20.5820.7-, Welleralier Mk. 00.00 00.00, Roggen (Hiesigerl Mk. 16 0016 2.5, ttzersie (Welternuerl Mk. 16 50- 17.50, Werste, Franken, Wälzer, Ried Mk. 16.50 l? 50, Haler Mk. 16.50-17.50, Mais Mk. 14.5014.75, Weizenmehl 0 Mk. Oi-.OO00.00, Weizenmeht I Mk. (0.00 00.00 Weizenmehl III Alt. Ov 00 00 00, Roggenmebl 0 Alt. 00.0000.00, Roggenmehl 0 1 Alk. 0 ,.0000.00, Roggeinnchl I Mk. 00.0000.''0, Weizcnklcic Mk. 0.00-0.00, Weizenschalcn A!k.0.00 - 0,00, Rouge,1- kleie Mk. 00.0-»- 00.00. Malzkenne Mk. M.O,-00.00, Biertreber 00.00 - 00.00. Futtergerste Mk.On 00-00.00. Alles per 100 kg ab hier.

l,:. Franksuri «. M», 1t. März. tOriq.-Telegr. des .Gießener Anzeiaers".) Kartoslelniarkt. 'Man notierte: Karlosscln in Wag­gons Mt. 4.50-4.75, in, Klcinhnndct Mk. 5.50-000 fiiv je 100 kg

Hessen-Nassau.

Frankfurt a. M 9. März. Der Polizei gelang es. den Mann und die Frau zn verhasten, die vor einigen Monaten einer Verkäuserin in Frankfurt das uneheliche Kind abnahmen unter dem Versprechen, es gegen eine Vergütung von 500 Mart adoptieren zu wollen. Es handelt sich 11m den Eisenbahnjekretär Hans L e i t n c r aus Würzbnrg, der mit seiner Ehefrau den Betrug in j3»eue gesetzt hatte. Das Kind hatten beide in der Röhe von S vcher in der Pfalz ausgesetzt, nachdem sie von bei Verkäuferin dir vereinbarte Geldsumme erhalten hatten.

h. F r i e d r i ch S d 0 r f i. T., 10. März. Die Vermu-j tungen der Polizei, daß der Kutscher S i m a n 0 m s k i ans : Vilbel von einem fjicfiflcn ehemaligen Fürsorg«ögling niedergeschlagen und beraubt worden lei. ßaben sich dura» die gestern erfolgte Verhaftung des Burschen rasch bestätigt. Es handelt sich um einen gewissen Schaaf. In seinem Besitz sand man noch die blutbefleckten Kleider, die er bei ^ dem Ucbermlt aus Simaiiowski trug Wie die Untersuchung ' sestgestellt hat, war Schaas dabei, als sich der Kutscher ^

Ein vernachlässigter

Schnupfen rächt

sich oft bitter. 26 !hh >