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frfnin Mt 'vror.tfn ab uub jficiynrtc versüiiedanc ffantcrnbcn bxcd) Slnfptartwn au». Um il.45 Uhr verlieh der Hofzug den Bahuhos der LlovdHalle mich Bremen.

Bremen, 7. Marz De r Kaffer traf heute mittag l M»r mit Gefolge auf de« diesigen Hauptbahnbof ein nnd u*rh' von dem Präsidenten der- Senats, Bürgermeister Stadtländer, empfangen Vad) hei-zlichcr Begrüßung begab sich der Kaiser durch die Fürstenjimmer in das bereits stehende Automobil und fuhr nach dem Ratskeller, wo das Frühstück eingenommen lvurde. Nach etwa zweistündigeni Aufenthalt im Ratskeller begab sich der Kaiser im Auto­mobil nach dem Hauptbahnhof, wobei er vom Publikum lebhaft begrubt wurde, und fuhr ab, nachdem er sich vom Bürgermeister Stadtländer lwrzlich verabschiedet hatte, t'lbends erfolgte die Ankunft in Berlin.

Arbcitcrbeutcgttns.

Ein a l l g c m c i c r Au s st a nb in Rom. Aus R v m wird vom 9. März gemeldet: Die hiesigen Arbeiter haben für morgen den all gemeine» Ausstand verkündet, weil sie die Krankcntürforge für inangelhast nalteii Die Zeitun­gen kündigen an, daß sic morgen nrcht erscheinen lverden.

Nachtlänge znm zweiten h ssischen Zuiendtag.

Ein Leser stellt »ns folgendes Nacknvort znm Jugendtag in Friedbcrg zur Persügung, dem wir, wenn es auch reichlich verspätet eingctrosfen ist, dennoch wegen seines beherzigcns- locrten Inhaltes Raum gewähren wollen.

Ein grauer regnerischer Morgen lag über der Stadt ff r i e d - berg. ab- uns die Bahn dabin brachte, (im Fest sollte in ihren Mauern geleiert werden, aber wo war der Fahnenschmuck, den man dock wnir bet restliche» Angelegenheiten hier »ic vrrmihte? Außer am Bahnhosc und am Hotel Trapp roar nichts davon zu Urselen. Es in eben noch ein Kind, dreier hessischer Jugcnütap, i'ou dessen E riftenz uion noch wenig weih. Die Vorstellungen, die bie Bekannten in der Sradi äußerten, legten Zeugnis davon ab, daif ihnen derHessische Jugendtag" .i» Wort war, dein sie keinen Inhalt geben Sonnten. Und dock wäre es dieser Tag wert ge­wesen, daß Friedbcrg i»i Fahnenschmuck geprangt hätte, galt er eoch der Jugend und damit der Zukunft unseres deutschen Vater­landes.

ltin 10 llhr begannen sich Saal nnd Tribüne in dem Hotel Trapp zu füllen. Es war eine siattliche Versammlung, auf die der Vorstand des hessische» Londesrerbandes ron Jung Deutsch- land mit Recht stolz fein konnte. Und welch eine gemischte Gescll- ichaii! Von- General bis znm Bauersmann herab waren lüer wohl alle Stände zn gemeinsamer Arbeit znsamniengelvmmen. Auch sah nn»i die (geistlichen beider Konfessionen, den Akademiker neben dem Bollrsckmllehrer sitze». Es muh doch etwas iiM die Iugciidvltegc sein, die geeignet ifl, alle Stände des Vaterlandes .u gemeinsamer Arbeit zu vereinigen, foziale Gegensätze zu übcr- brücken, die sonst im Leben für unübcrbrüllbar gelten

Es ist die Not der Zeit, die Gefahr, ivelche unserem Vaterlande durch eine verderbte und entnervte Jugend drobt, die dieses ivunderbare Z»iamme»w!rken bedingt, lind um dieser ge­meinsamen Aibeir willen, die jolckw Wunocr bewirkt, müßte man eigentlich die Sache schon lieb gewinnen, müßte mnn ein eifriger Anhänger i» Wort und Tai werden. Und dock siehe» noch so viele müßig am Markte mit dep Antwort: ,.Es trat uns niemand ge­dingt". Wer allerdings Lohn von dieser Arbeit crnwrtet, der wird hier schlecht aus seine Rechnung kommen, das Gegenteil lann sie ihm einbringcn, und deshalb wohl noch die viele» Müßiges am Morltc der Jugendpslege. Ihne» ollen hätte» wir gewünscht, daß sie dieser Bersammlinig beigcwobnt hätten, hätten die ehrliche Begcisieriing der einzelnen Redner anf deren Gesichtern ablesen, können, wabrlich das Herz wäre ihnen warm geworden, der Ent schlnß iväre bei ihnen durchgedrnngen:Liier mache ich auch mit!" ES neckt doch noch ein großes Stück Idealismus in nnfcrem Volke, das hat uns dleie Versammlung wieder so recht deutlich gezeigt.

Freilich, eine eiesev.hanc Arbeit ist noch zu hewältigen, und man könnte mutlos werden, ivenn man diese übersieht. Aber bei ruhiger zielbewußtcr Arbeit werden auch die Erfolge nicht ans bleibcn Es ist ei» Krieg, der geführt werden muß, und zum Kriegführe» gehört Geld. Darum auf, ihr deuticheu Männer in Stad! und Land, gebt euer Scherflein zu diesem heiligen Kriege, zu dieser echt deutsck>en Sackw, werdet Mitglieder! Eine Mark wird sicher schon jeder zu dieser Sache erschwingen könne». Und ihr Srlsvorstäude in den Orten. wo sich leine größeren Räum lichkeite» wie Turnhalle und dergleichen befinden, sinnet auf .Mittel und Wege, wie ihr eine solche Halle erbauet! könnt, in der euere Jugend in der rauben, unfreundlichen Zeit sich an Sonntagen und Abenden versammeln kann, um schädlichen Eänslüsscn ent­zogen zu werben. Läßt man cs doch heute an leinen Mitteln fehlen, lim einen gesunden, kräftigen Viehstand heranzuziehen, wofür man auch noch vor einigen Jahren wenig Sinn zeigte Soll euch vielleicht ein späteres entnervtes Geschlecht, ein in der Knechtschaft schmachtendes Volk den Vorwurf machen:Für alles hatten unsere Vorfahren Geld, nur wenn es sich UNI da? Wohl und Wehe ihrer Kinder handelte, fehlte es immer daran." Also heran an die Arbeit! Wer sich für die Sache interessiert, dessen Interesse kann leicht Nah­rung finden. Kreisäinter. Lehrer, Geistliche und vor allem dcr Schriftsührcr des Landesrn-bandes werden ihm gerne mit Rat und Tat zur Seite steben.

A«r Stoit und Land.

Gießen, 9. März 1914.

Maßnahmen zur Milderung der Arbeitslosigkeit.

Rach Zifser 99 des Staatsministerialerlasses vom 94 Fe­bruar 1911 über das PerdingungSweseu ist dem $ 8 der all gemeinen Bertragsbedinniingen für die Ausführung von Staatsbaute-, folgender Zusatz beigefügt ivordeu:

In JfCiten de, Arbeitslosigkeit kann die Annahme und Verwendung nickt den! scher Arbeiter, insofern deutsche geeignete Arbeiter vorhanden sind, von vurilherciu I, It­ter i a g t werden. In Fällen der Arbeitslosigkeit sind die B a u- be Hörden ierner befugt, falls daruiitee die in Betracht kvm- menden reutichen Arbeiter im großen ilmkange leiden, zu ver­lange», daß die U I> tcrNehmer ausländische n A r- beiter», »oivcit sic nicht eine besondere Vertrauensstellung einuchmc». in dem Umfange kündige», als sich deutsche geeignete Arbeiter zur Verfügung stellen."

Bei der andauernd ungünstigen Geschäftslage im Hoch- u,id Tiesbaugewervc erscheint cs dringend angezeigt, die Ausschaltung ausländischer Arbeitskräfte nach Möglichkeit derbcizusühren. Es soll daliin gewirkt werden, daß auch bei Vergebung von Pauarbciten durch die Provinzen, Kreise und die Gemeinden eine eutfpreckwnde Bedingung in die Ver­tragsbedingungen ausgenommen und nnker Berücksichtigung der vc, dem össentlichen, gemeinnützigen Arbeitsnachweis des Bezirks gemeldeten Stellengesuche zur Durchführung ge­bracht wird.

Angesichts der Tatsache, so schreibt dazu die Darmst. Zig. daß nach den, letztsährigen Jahresbericht des Mittel deutschen lÄrbettsnackiweisverbands an, l. Juli 1919 i»>

Großherzogluni Hesse» allein in der Industrie über 1000 ausländische Arbeiter tätig waren, darf wohl erwartet tvcr- dcn, daß die Koinmunalverlvaltnngen schon im eigenen In­teresse der Durchführung dieser Präventivmaßnahme» ihre besondere Aufmeickfamkeit widmen

Reue Lo»itlagskar:el>.

Wie uns die Königliche Eisenbabndirektion Frankfurt a. M. mitterlt, werden folgende neuen Sonntagslartcii »nt sofortiger Gültigkeit auigelegt: Frankfurt tM.) Hbf. Butzbach stly. 9. Klasse 3,10 Mk., 3. Klasse 2,03 Mk, Frankfurt-RödelheimUsingen 2,30 Mk, 1,45 Mk., Gic ßenFro-ahansen lLahn) 1,10 Ml.. 0,70 MI., G i c ß c IILaubock, (Oberh.l über Hungen 2,30 Mk., 1,45 Mk.. oließcnWeilburg 2,40 Mk., 1,55 Mk.. Ossenbach (Main- Hb:. Aschasienburg 9,50 Mk., 1.55 Mk., Ossenbach-M.- vbs.-Del.Ingen tMaini j.tit» Mk., 1.05 Mk., Ossenbach tM.- Sbi.-Kahl 1.40 Mk., 0.90 Mk., Ossenbach (M.. Hbf.Klemvsl- heim t,90 Mk., 1,95 Mk., Wetzlarnck Bad Nauheim über Gieße» oder nach Usingen über Boitbaden 2,80 Mk., 1,7.) Mark Die neuen Karten WetzlarBad Nauheim oder Usingen werden wegen der Erhöhung der Fahrpreise erst am l. Mai 1914 eingcsühn.

** Evangelische Konferenz. Heute, nachmittags 4 Uhr, sindeii in Mainz lEvang. Pcrcinshausl und am Dienstag, 10. März, nachmittags 4 llhr, in Friedbcrg (Hotel Trapp: Bezirksversammlungen der Evang. Konferenz siir das Grösst,crzogtun, Hessen (Fricdberger Konferenz^ statt, bei denen Universitätsprofessor Lic. Stephan-Marburg einen Vortrag überDas religiöse Suchen nnsercr Zeit" halten wird.

*'* Ji i I f 0 c r c i l! f ü r die Geisteskranken in Hessen In den nächsten Tagen wird in Gießen, wie all­jährlich, fiir den Hilfsvercin für die Geisteskran­ken in Hessen eine Sammlung von Haus zu Hans statt- sindcn. In erster Linie wendet der Verein seine Fürsorge den bedürftigen, ans den Landes-Heil- nnd Pflegeanslälien und der Klinik für pshchische nnd nervöse Krankheiten in Gießen versuchsweise entlassenen Geisteskranken zu. Er will ferner Familien, die durch die Geisteskrankheit eines Ange­hörigen in Not geraten sind, Hilfe bringen, Hierzu sind bc- dciilende tsfcldiuitkel notwendig. Tie vom Staat und aus össentlichen Kassen gewährten Beihilfen reichen nicht aus, der Verein ist vielmehr in der Hauptsache auf freiwillige Gaben angewiesen. Es wird daher dringend gebeten, die hu­manen Bestrebungen des Vereins zu unterstützen. Auch die llcinstc Geldspende ist nrillkommen.

** Selb st mord eines am Türkenkliege be­teiligten He neu. Einige Zeit vor dem Kriege ha! die Türkei den Generalleutnant Aule r, genannt Auler-Pascha, gebeten, ihr einen tüchtigen Fcstungsbantechniker zu vcrmit- teltk. Daraufhin ist der im Festnngsbau in M a i n z und Straßburg verwendete Feldwebel T h o m a in türkische Dienste gekommen und bei der Bcsestigung von Adria- nopcl in hervorragender Weise tätig,gewesen. Thoma hielt sich auch während der Belagerung in Adrianopel ans. Er siel in die Hände der siegreiche» Bulgaren nnd wurde von diesen mit eincin Teil der türkischen Garnison auf die durch das große Sterben bekannl gewordene Tschnndainscl gebracht, später aber aus Betreiben des deutschen Gesandten von B e l o >o - Saleskc und des Konsuls v. H e r z f e l d gegen das Versprechen, Adrianopcl nicht zli verlassen, freigesnsscn. Nach einiger Zeit brachte, wie der mit den, deutschen Roten Kreuz nach Adrianovel abgcsandie Professor Dr. med. Kirch­ner von Königsberg an Auler-Pascha berichtete, eine durch besonderen Deutschenhaß sich auszeichneiide Zeitung die Nach­richt, Tboma hätte sich der Feigheit schuldig gemacht, die bulgarischen Soldaten fußfällig um Schonung gebeten, nnd sich znm Verrat militärischer Geheimnisse, die die Festung von Adrianopel betroffen hätten, herbeigelassen. Obwohl diese Nachricht von zuverlässiger Seite als erlogen bezeichnel wurde und bulgarische Offiziere selbst sagten, sic müßten davon Kenntnis haben, wenn Thoma so gebandelt hakte, nahm sich Thoma die Besudelung seiner Ehre so zu Herzen, daß er sich das Leben nahm.

** Einstellung von Dreijährig-Freiwil­ligen. Wir werden gebeten, mitzuteilen: Das Husaren- Regiment König Humbcrt von Italien (1. Kurhess.) Nr. 13 in D i c d c >i h o s c n a. d. Mosel stclll zum Herbst d. I. noch Handwerker als Dreijährig-Freiwillige ein. Bevorzugt werden Sattler, Schuhmacher, Schneider, Schmiede usw.

Kreis Büdingen.

H. Büdingen, 8. März. G cni c i» d e r a t s fi tz u ii g. Tos Haus des Jakob Eckert IV in der SckKoßgasie, das ganz aus Holz erbaut, steht unter Denkmalschutz. Das Holz und das Fachwelt bedünen einer Erneuerung, die Kosten werden oom Denk molsfpleger zwischen 50 und 60 Mk. veranschlagt. Er stellt die Hälfte des Betrages als ZtaatSzuschuß zur Bersügung. n»enii die Ttadl bie andere Häistc überneltznen will, da der Eigentümer sinanziell hierzu nicht tu der Lage ist. Die Gemeinde lehnt einen Beitrag ab. Zur Pflasterung eines Fußsteiges im Junkern lwilveg wird die Beschauung des »atwendigcn Materials gencb- inigi. Ebcnio iindrt ein Antrag des Bürgermeisters aut Wal­zung des Beiherdaminwegs Genehmigung. Ein Gesuch der F c l dgc sch wo re ,l e » um Erhöhung ihrer Tagegelder von 5 gut 4 Mk. Ivird abgelebt», nachbem Geineindcrat Diemcr, der gleiä ialls Feldgcschworener ist, crliärt bat, daß hierzu kein Bc- dstrsniS vorlicge, weil jast niemals von bcn Frldgeschnwrcnen innerhalb der Gemarkung eine volle Tagesleistung stattsändc. Be> Grcnzgängcn außerhalb der Gemarkung kämen ohnehin schon er- höhtc Gebühren i» Ansatz. - Zu dem Vertrag, den die S t a d, Büdingen mit d c in P r o v i n z i a l a u s s ch u ß über Ein­führung elektrischer Energie zu Licht und Kraft- z wecke» in Büdingen absckließen will, »relangi die letzigenannle Behörde »och einige Abänderungcu und Zusätze, die vom Gc- memderal genehmigt werden. Bor Einführung der Kanalt- satio» in Büdingen führte ein Kanal, der das R e g e n wa s t c r aus dem ganzen südöstlich gelegenen Bergabhaug auinabni, durch die Stadtmauer am Lbertor, durch das anschließende sürstlrche An- weseu in den Küchenbach. Nach Einführung der städtischen Kaualt- iation hatte die fürstliche Verwaltung den Durchbruch i» der Stadtmauer elniach zumnuern und de» offenen Graben in ihrem Annesen beseitigen lasten. Der R o h rn rang der städli chen Kana­lisation nimmt da? Rcgenwasser, das bei starken Niederschlägen in große» Mengen von dem Bergabhang kommt, nicht aut und über- sckuemnit den ganze» oberen Stadtteil. In den Jahre» 1901 und 1911 ist es vorgekommcn, daß bei Niederschlägen ,50 Wagen voll Sand in die tiefer gelegenen Straßen der Stadt geichwrmml wur­den. Eine Ausiorderuug an die sürsttiche Verwaltung, den alten Zustand wieder herstcUen zu lassen, war abgelcln» worden. Die Ttadt hatte die Vermittlung der Aufsichtsbehörde angerusc». Dem Verlangen >par stattgegebcii worden. Die sürst- lirfe Verwaltung hatte in einem Sckireibeu an das (Kroßh. Kreis

amt Büdingen erklärt, daß sic damit eiittKrstanden sei, wen» die Stadt aut ihre Kosten den Einlauf durch die Stadtmauer wieder

autbrechen ließe, und statt des srühcreu ostenen Grabens im iürst- liche» Anwesen glcichialls aut nädtisckte Kosten einen Rohr­kanal legen lassen. Der Gcmerndceat ist hierzu aber un­ter keine» ll Nt st ä n d e n bereit, sondern Ivird, Iveitn^dem Verlangen der Stadt keine Folge gegeben wird, das Recht der ctadt durch einen Rechtsstreit erzioingen. (Kemeinderat Rcchtsamvalt Keil erklärt, daß die Stadl diese» Prozeß nicnials verlieren könne, da eine Verjährimg noch nicht cingclrcten sei, auch daS Großh. Äreisantt l-atte sich i» gleichem Sinne geäußert. Der Vertreter des Fürsten, der anfangs g>» einem durchaus ablehucu de» Standpunkt stand, ersucht um Verlagiiug einer eudgiltigen Deichlußiasiuilg, um die -Sackw nochmals mit einige» Vertretern der Stadt-zu besprechen. Ter Gemeindera! gibt diesem Verlangen nach, bcaullragte aber den Bürgermeister, die Angelegenheit in einer der nächsten GemerndcrotSiitzuiigeii wieder aut die Tages­ordnung zu setzen, in der ein endgültiger Beschluß gefaßt loerden soll. Die Neuanlagc einer is t r a ß c nach dem Wilden- st c i ii wird vertagt: ebenso die Einführung von Gas und Wasser nach dem Wildcnstein und die Anlage eines Schutt- vlatzee. Zu, Herstellung des Seewegs war für Antuhr von BaiaUstücküt-incii aus dem städtischen Bruch in der Stcrnröde von Bruchbesitzer Göckcl ein Angebot von 4,70 Mk. eingelegt worden. Hierzu kommt noch der Anlaut der Steine per Äubikmcte, 40 Pig., den die Stadt bezahle» muß. Ein Bruchbesitzer aus Kalbach will für 4,50 Mk. ohne weitere Kosten die Steine au die VerwendungSstclle liefern. Göckel soll getragl loerden, ob er die Steine für den gleichen Preis liefern will, im verneinenden Falle erklärt sich Gemeinderat Eckert bereit, die Licscruiti der Steine für 4,50 Mk. vro Kubikmeter z» übernchmen.

Nermiichte«.

kos. Merkwürdige Geldforten. Mit Auizählung und Beschreibung all der Dinge, die »Ign bei den Naturvölkern in de, Rolle des Geldes schon augctroisen bat, ließe sich ein ganzes Buch stillen: man kann wohl lagen, daß kein? unserer drei Natur­reiche verschont geblieben ist. Recht wunderbareMünzen" sind, Ivie dieMußestunden" >Stuttgart- schreiben, in Ostasien im Um­lauf. Tie Chinesen des asiatischen Festlandes benutzten zwar schon in alter Zeit Münzen aus Holz, Porzellan und Blei; dagegen glauben die Tajaks aus Borneo auch in ihrem Geld ihre abickwu liche Gewohnheit der Kopftagd zuni Ausdruck bringen zu müssen. Dieser Volksstamni betreibt nämlich llebcrsall und Mord ledig­lich ans Rnhmessuchl und Blutgier. Wer die meiste» Nachbarn getötet hat, gilt als angesehenster Mann und gleichzeitig als reichster, de»» die derart erbeuteten nnd in mannigfacher Weise verzierten Mcnschenschädel dienen dort als Schatzgcld. In andern Teilen Indonesiens und in Tüdostasicu ist man weniger gra» sam und iveichcrt dafür alte Broncevauten als Geld aut. im Norden .hintcrindicns auch Haufen von Ticrschödelii, und in Brunei im Norde» von Bonieo kennt man keinen größeren Ehr­geiz als die Ausstapelrmg schwerer alter Kanonen zum Beweis höchster Wohllmbenheit.

Iios. Woher stamnit die weiße Farbe der Birken­rinde? Die weiße Farbe ini Pflanzenreich kann verschiedene Ursachen haben. In vielen Fällen ist sie einfach am Lustgehalt zurnckzusühren, so bei den mannigfachen weißen oder silbergläu z ende ii Haarüberzügcn. Hier handelt es sich um abgestorbene mit Lust erfüllte Zellen, deren helle Färbung durch Lichtbrechung hervorgeruscn wird. Bei der Birkenrinde müssen wir aber den Grund irgendwo anders suchen. Betrachtet man einen dünnen Lchniil unter deni Mikroskop, so bemerkt mau in den Zellen einen feinkörnigen weißen Inhalt. Es sind das Harzkörnchen, Betulin, und sic rufen die weiße Färbung der Rinde Inrvor. Das Birken- harz, das sich durch einen charaktcristischcii Geruch auszeichnct, wurde wie viele andere Harze früher häufig als Bremiswst ver. wandt. >

* Ihr K ü II d i g u n g s g r IIII d. Marv, dos Mädchcn sür alles bei einer Familie, in der sich die Familienmitglieder unter­einander nicht gerade liebevoll behandeln, hat gekündigt.Also Eie wollen gehen," lagt die Dame bedauernd.Warum denn eigentlich? Habe» wir Sie nicht immer Zo wie einen von der Familie behandelt?"Ja, Gnädige," sagte Mary,deswegen gehe ich ja gerade."

Meteorologische Beobachtungen der Sta

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Niederschlag: 3,6 mm.

Henneberg-Seide

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Franko u. seboc Terxollt ins Haus gelles. Reiche ststusterauswabl umgeh. Gm Henneberg, Hoff. ^.M. d. deutschen Kaiserin, Zürich.

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Ei« axöaezeichnetes Rezept für einen Hustcusirup, mit dem man sich Geld ivaren kann.

AugeüchtS der zurzelt herrschende» regelrechten Erkältnngs- »nd Jnstuenza-Eotdcmie dürste »achslehendes Rezept Meten wiw kommen sein. Beichanen Sie sich der nächsten Apotheke w gr dreifach konzentrierten Anin- fügen Sic das zuhanfe zu einem viertel Liter lieißein Waffer »nd 950 gr gestoßenem Zucker: iim- rübren. bis alles gut ausaelökt und vermischt ist. Davon nimmt ma» ein bis zwei Teelöffel voll viermal des Tages ein: das ver­schafft iofvrnae Linderung und vertreib! ineifr ichon innerhalb 24 Stunden de» barlnackigste» Husten. Dieser Hustenfiruv ist sehr angenehm einzunebmen, ift vorzüglich gegen Heiserkeit, leichte Er­kältungen und zur Verhinderung der sich daraus häung entwickeln­den fchltinmeren Erkrankungen der Atmungüwege. Da er auch gewiste uäbrende und Iräflfgende Elgeufchgften belivll eignet er sich auch beilens ln der Rekonvaleszenz. Wenn Sie nicht felblt zur Avviheke gehen, scharfen Die dem Bolen ein, daß er dreifach konzentrierten An!« verlange» muß. DaS Rczem ltt schon öfters cmviohle» worden, die Nachlrage i» de» lokalen Avvtbeic» ist daher eine sehr starke. 3283 s.

1 F Für Erholungsbedürftige und leichtere PH fIMmn Kranke..w s Ä"» n .Ht

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Di^mlirho» Herren- n. Kindertf&rderohe, Vo» häufen, hecken, Teppichen, Portieren, Fellen« Spltren, Federn, Reihern, Kinder miltzen

7,1 rUn I iwcrMclMf. ___Elnrlchtunff un<l Onranisotion unserer Werke sind in der freoAmten Fachwelt als mustererültii

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