Einzelbild herunterladen

50jähr. Ztiftungssest des vauerschen Kesangvereins.

K. B. Gießen, 8. März.

Der Jubeltag des Baucrschen Gesangvereins war leider von recht ungünstigem Wetter begleitet. Dockt ließen die Bauern" deshalb den Mut nicht sinken, und auch die vielen auswärtigen Gäste wurden dadurch nicht abgelialten, an dem Feste tcilzunehinen. In allen Teilen verlies das Jubiläum glänzend. Es bedeutete einen Tag im Leben und in der Geschichte deck Männergesanges in Gießen, auf den der Pauersche Gesangverein stolz sein kann.

Feier zum Gedächtnis der Toten.

Schon in trüber Stuitbe versammelten sich die Mitglieder des Vereins mit ihrem Dirigenten, Herrn Görlach, am Sonntag- mvrgen in der Kapelle des alten Friedhofes, um der tuten Mit­glieder zu gedenken Unter de» Gästen, die als Freunde des Berlins der Feier beiwohnten, war mirfi Herr Bauer, der 2ofm des Grün­der?. erichiene»

Es war eine ichlichte und doch lies ergreifende Feier. Wahrlich, nicht beiier hätte man den Festlag beginnen können als mit solchen ernsten Betrachtungen in die Vergangenheit.

Um .v » Uhr begann die Gedenkfeier mit dem ergreifenden Ge­sängeWie sie so sanft ruhen!" Dann svrach Herr Pfarrer Schwabe herzliche Worte über die Verstorbenen und über das innige Band, da» sie mit dem Vereine verknüpfte. Den Beschluß rildetc der GesangJesus ist mein Leben".

Das Jubiläums-Konzert.

Tic neue Aula der Universität war zum IubiläumSkonzert «nn Nachmittag voll besetzt Der Präsident, Herr Todt, begrüßte die Erschienenen und wies i» kurzen Worten ans die Bedeutuna deS TageS hin. Provinzialdirekror Geheimerot Tr. u s i n g e r über­reichte den, Verein mit Worten der Anerkennung im Aufträge deS Groß Herzogs eine Urkunde, in der dem Baucrschen Gesangverein das Recht zugefvrochen Ivird, daS klcineTtaats- wapvcn in der Fahne zu führen.

Das Konzert gab ein Zeugnis von dem gute» Stimmatccial, über das der Verein veickügt, und von dein eisernen Flciße. mit dem der Dirigent. Herr G ö r l a ch , seine Sänger geschult hat. Als Solisten ivirkte» Frau Kammcrsängeri» K Sin viert aus Frank­furt Sopran'. Herr Julius Hahn Gieße» iKlavieri und Herr H a i i n c r - Gießen. Ebenfalls wirkte die Kapelle des hiesigen Fnsantcrie-ReqnnentS unter Herrn Oberniusikmeistcrs Löbcr Leitung mit. Ein Pivlvg wurde von Fräulein Fda Strack ganz vorzüglich gesprochen.

Tic einzelnen Lcisrungen wird in der nächsten Nummer einer unserer Miisikbcrichterstatter eingehend ivürdigcn.

Der Fcstkommers.

Zum FeükomnicrS kamen die Mitglieder und Gäste un> 8 Uhr in hciit festlich geschmückten Saale in Steins Garten zuiamnien. Doch Ivar die Fahl der Erschienenen so groß, daß auch der Ncben- !saal zuhilse genommen werden mußte, sic alle untcrzubringen. Vor dem Podium waren die vom Verein in Wettlingen errungenen Ehrenpreise ausgestellt. Unter den anwesenden Ehrengästen bemerkte man die .Herren Provinzialdirektvr Gcheimerat Dr. Usingcr, Oberbürgermeister Keller, Geh. Kirchcnrat Pros. Dr. K r ü g e r, Kommerzienrat Schirmer, hauptmann Bnhß u. a.

Ter Kommers wurde von Musikstücken der Kavellc, die von dem Infanterie-Regiment " Kaiser Wilhelm gestellt worden war. auS Aida. Lohenqrin und der Wcbcrichcn Jubel-Ouvertüre eingelcitet. Dann solgtc die Begrüßungsansprache des ersten Vor­sitzenden. des Herrn Georg Todt, in der er die Vertreter der Ve- börden, der auswärtigen Vereine und den anweicnden Mitbegründer des Vereins, das Ehrenmitglied Friedrich h e u i c r , willkommen hieß. Er schloß mit einem hoch aus den Landesherrn.

Herr Oberbürgermeister Keller übcrbrachte die Glückwünsche der Stadl Er führte aus. wenn der Verein sich 50 Jahre lang io gut gehalten und so glänzend entwickelt hätte, so sei das ein Beweis, dast feine Gründung einem lies empiundenen Bedürsnis entsprochen Hobe, daß die Organisation siwer und scst und die Lei­tung jielbetvußt sei. Gerade in unserer heutigen niatcriellen Zeit sei es nötig, die Ideale nicht verkümmern zu Taffen, und nichts eigne sich besser dazu, dem entgegen zu wirken, als die Pflege der Musik, des MänncrgesangeS. Darauf hob der Redner die Verdienste des Banerschcn Gesangvereins bervor lind wünschte ihm ein ferneres Blühen.

Ter D o ck e n h e i m e r Liedcrkranz beglückwünschte daS Geburtstagskind, lobte seine güten Beziehungen zu ihm und über­reichte ein Bildnis Beethovens.

Für den Akademischen Gesangverein überbrackste Herr Geh. Kirchcnrat Pros. Dr. Krüger die Glückwünsche. Er hob die Fortschritte des MännergcsangeS in Gießen hervor, wozu der Bauerschc Gesangverein bcigetragcn habe. Kommerzienrat S ch i r m e r dankte alS Vorstand des G e s e l l s ch a s t s v e r e i n s iür die Einladung und beglückwünschte den Verein. Er sprach den Wunsch aus, daß die Leistungen des P. G.V und seines Dirigenten Görlach immer io bleiben möchten. Für das Infanterie-Regiment Kaiser Wilhelm Nr. 118 svrach Herr üauptniann Bnbtz

Ter Liedcrkranz Gießen war durch Herrn Stadtverord­neten F a b c r vertreten, der einen silbernen Poka! überreichte. Der G a b c l S b e r g e r s ch e S i c n o g r a v h e n » e r c i n ließ durch Herrn Kling einen Eher von Leopold Geller überreichen. Für die beiden Äießener Fe» erwcbrcn sprach Herr Ricbcl. Der Schüßen verein war durch Herrn Architekt Nikolaus ver­treten und schenkte ein Lied . Schlossermeistcr Dürr vertrat die Bürgergcsellichnit und überreichte einen Pokal.

Der oberbessischc Bicncnzüchtervcrcin schenkte einen Fahnennagel, der Lokomotivführer-Verein einen Pokal, der Ruderklub h a s s i a einen Fabnennagel ; das gleiche der Turn­verein von 1848 durch Herrn Erle, ebenialls einen Fghnennagel der Gesangverein L i ch. Die Liedertafel Marburg schenkte dem Verein ein vorzügliches Bild von der Stadt Marburg. Gc- sanglchrer Geller rühmte die Verdienste des Präsidenten Todt und Tirigenlen Görlach, durch deren beider Zusammenarbeiten der Verein einen aanz gewaltigen Ausschwung gcnonimcn habe. Herr Wenzel überreichte im Namen der E i s e n b a h n h a n d w c r k e r und -Arbeite r ein Lied.

Daraus ivurden die geplanten Ehrung e n von Mitgliedern voraenommen: Herr Todt erbieli da?- hollmonniwe Bild von Gießen, Herr G ö r l a ch eine Adresse. Herr h c » s e r , der Mit­gründer. ein vräcktigcS Blumenarrangement. Zu Ehrenmitgliedern wurden die 25 Jahre dem Verein angehörenden Mitglieder. Schlos. sermcisterS Louis K ö h l i n g e r und SchuhmacherincisterS ch n, i d l »rnannt.

Außerdem erhielten alle Sänger, die dem Vereine länger als Ul Jahre anachüren. iilberne mit der jeweiligen Zahl der Per eins,obre versehene Abzeichen. ES waren dies folgende Sänger- !0 Jahre: I Vorsitzender Gg. Todt, 35 IahreZFr. Rosen b a n »i: 30 Jahre: Jak. Schreiner, Adol, H c n s e l: 25 Fuhre: Will,. LIIkt, Louis Köhlinger, C. Schmldi: 20 Jahre - Hern, Pröichold. Louis Belloss. Leinr. Weller. Mich. Bedori Peter Bott : >5 Jahre: Will,. Bergen. Fr. Boiold, Rob Gärt ner. Just. Horn, Karl Heran,er. Fr. Lotz. Fr. Münzinger, Leonh. Schneider. Dan. «chuckiardt. Will,. Wadenpiihl. Edgar Borrmann, Wilh. Otto: 10 Jahre: Adolf Thonins, Karl Sehbicke, Karl Heller. Rud Weber, Karl Edrist. Georg Götz. (Zusammen 30 Sänger.>

Nach diesen Ehrungen kamen die zu Gaste geladenen Gelang vereine zu Gehör. ES sangen: GesangvereinEäcilia" - L i cl,, Ge sangvcreinLicdcrkaicl" Marburg, Gesangsabtcilung des Eiscnbahnoercin S"-Gießen, Gesangvereinh a r in o - n, -"-Gießen undMaschinenbaucr-Gesangvcrcin"-Gießcn. Vor­träge de? Baucrschen Gesangvereins unterbrachen diese GcsangS- vvrträgr

Dann ging man zum gemütlichen Teil über. Am Montag morgen traten sich die Sangcsbrüder zum Frühschovveu und AbichicdStrunk im Bereinslokal, dem Franksurter Hof.

Au» Stadt und Land.

Gießen, st. März 1914.

Wieder eine Verschlechterung der Gießencr Verkehrs- Verhältnisse?

Wir haben ickwn öfter aus die stiesmüttcrlichc Behandtung^hin- weiien müssen, die die Eisenbahndircktian Frankfurt a. M. der Stadt Gieße» angedrihcn läßt, und dieser Tage »och wurde auch in der Stadtverordnetenversammlung und in der Zweiten Kammer Klage über die beharrliche Benachteiligung unserer Stadt geführt. Tic Eisenbahnbebtrde sucht diese Beschwerden zu beschwichtigen, aber daß die Befürchtungen wegen der Verlegung de? Rangierbetriebs nicht grundlos sind, geht schon daraus bervor, daß bereits ein größerer Teil des Güterverkehrs von Gießen nach Wetzlar ver­legt ist.

Jetzt scheint die Eiicnbahnverwaltnng sogar schon dazu über­gehe» zu wolie». auch den Personenverkehr von Gießen nach v r c n ß i s ch r n Stationen zu verlegen.

Abgeicben davon, daß ans einer iv verkchrsreichcn Strecke, wie Gießen Köln, wohl zivei l) Züge, aber nicht ein einziger Eilzng vcriehrt, Witt die E,icnbal»,Verwaltung, wie man hört, vom l.Mai an den e i n , i a e auf der Strecke Gießen-Koblenz verkehrenden Eilzng Gießen ab morgens 8.H) von Frankfurt durch den gol­denen Grund über Limburg gehen lassen. Den Verkehr zwischen Gießen und Limburg Toll ein Triebwagen vermitteln. Dieselbe Abiichl besteht bei den, abends 8.25 nnfom menbett Gegen»» g.

Welche Gründe hierbei für die Eisenbahnverwaltnng maßgebend sind, ist nichi recht ersichtlich. Tie so gern angeführtenI c ch - Nischen R ü ck s i ch t c n" können hierbei doch wohl kaum in Frage kommen. Bleibt nur noch übrig, dast Gießen als hessische Station zugunsten Frankfurts auf den Zug verzichten soll.

Die Reisenden von Frankfurt haben aber jetzt schon Gelegen­heit, diesen Zug zu benutzen, da IN Limburg zwei von Frankfurt koinmciide Wagen angehänat werden, die aber, wie wir seil längerer Zeit seftstellcn konnten, immer jehr schwach besetzt sind. Es ist also doch ein Unding, da» dem von Gießen kommenden oder dahin fahrenden größeren Test der Reisenden zugrmntet iverden soll, zugunsten Frankfurts i» Limburg umzusteigen.

Wir habe» überhaupt daS Gefühl, oaß wir bei», Durch­gang s p e r k e h r sehr p c r n a ch l ä i i i g t werten. Warum läßt z. B die Eisenbahuverivaltung den 5.28 in Metz abgcbcnden und IN Gießen 11,35 nachts anlommenden Id-Zug 125 nicht bis Berlin durchgehen und ebenso den morgens (>,13 von Gießen ab gehenden V-Zug 128 nicht von Berlin ans verkehren? Hierdurch ließe sich die Reisedauer BerlinMetz, die. jetzt 16</. Stunden beträgt, um mindestens drei Stunden v c r k ü r z c n.

Der 5,28 Uhr in Metz abgchende V-Zug 125 ist mit Berliner Reisende» linmer sehr stark besetzt, welche olle in Trier anssteigen »nd durch die Eiiel über Köln nach Berlin iahrcn, weil sie hicr- b,rrch zivei Stunden früher in Berlin ciittresscn. Wenn sic über Gießen fahren wollten, so müßten sie hier eine Stunde war- ten bis zu dem 12,31 Uhr abgehenden V-Zug 101. Ter in Gießen abgehendc, nur I. und 2. Klasse sührcnde V-Zug l70, aus den der Schlafwagen und ein Wagen I. unb 2. Klasse vom V-Zug 125 übergehen, wird im Sommer wegen zu starker Belastung säst ständig in zwei Teile» gefahren.

Also hätte doch die Eisenbahnverioalhing gar keinen Nachteil, wenn sie den V Z. l 25 für sich durchsühric und zwar über Gießen Fulda Bebra Dalle, wodurch sich die Fahrzeit er- hcbttch abkürzen ließe.

Technische Schwierigkeiten dürsten auch hier kaum in Betracht konimen. da ,a aus der Strecke GießenFulda ichon Eilzüge ver kehren. Auch der im V-Zug 125 lausende Schlaiwaqcn würde sich durch de» Verkehr von Bad-Salzschlirf bedeutend besser rentieren, ebenso würde dem ganzen Vogclsbcrg durch eine bessere Ver­bindung mit N o r d d c u t s ch l a n d Rechnung getragen werden.

So wie duich die Turchsühriing des v Zuges 125/126 die Züge 170, 101, 180nd 101 entlastet würden, io würde auch bei alcicher Linieniührung der V-Zug 121/124 eine Entlastung des v-ZngeS 45/48 herbeiiühren.

Es wäre dringend » wünschen. daß iowohl die Stadt Gießen als auch Iic Handelskammern sofort Schritte unternähmen, um die neue Schädigung Gießens noch rechtzeitig abzuivcnden lind daß auch unsere Abgeordneten ,» der Zweiten hessischen Kammer ener­gische Porsteillingen machten, bevor cs zu spät ist.

** Tageskalcnder für Montag, den 9. März: Stabt- theater: .Eginont", 8 Uhr.

B >ir g er v e rc i» : ?lllg. Vürgerversannnlung. Hotel .Grotz- herzog von Helsen". «7, Uhr.

Overbürg er »i c i st e r M c c n, tritt, wie wir hören, um 21. März einen Urlaub an und verläßt damit schon am genannten Tage Gießen, um sich ins Privatleben zurück-ilzichcn.

** Der Voranschlag der P r o v i n z i a l h a np t- st a d t Gießen für das Rechnungsjahr 1914 (1. April 1914 bis 31. März 19151 ist soeben erschiene» Er schließt in der Betriedsrcchnung mit 3 894 059,88 gegen 3559 565,23 im vorhergehenden Jahre, und in der Brrmögensrcchnung mit 2102540,92 gegen 3 084812,28 Mk. int Vorjahre. Die Ge­samt-Einnahme stellt sich auf 5 796600,78 gegen 6 644 377,51 Mark im Jahre 1913. Aus die einzelnen Abschnitte des Vor­anschlages werden lvir, soweit sic allgemeines Interesse haben, nach zu sprechen komme».

"Das Ka i s e r m a ii ö v e r. Auf dem Bahnhof Kin­zenbach trafen am Samstag einige Herren der Dircttion Frankfurt in Begleitung eines höheren Offiziers im Extra- zug ein, nm hier für die Manöver technische Vorkehrungen zu treffe» Ans der hiesigen Station sollen große Kavallerie- inassen zusamincugezagen werden, u,n hier verladen zu wcr- dcn. Es sind deshalb Notrampcn vorgesehen, aucki das Pri- vatgleis der Mnllerschen Tampsziegelei wird herangezogen. Ter Güterverkehr im Dircktionsbezirl Franisurt wird aus zwei Tage vollständig eingestellt, zumal insgesaint für den Rücktransport der Truppen 600 Sonderzüge vorgesehen sind.

** G e i st e s g e g e n w a r t zur rechte» Zeit. Durch die (Keistesgegenivart des Arztes Tr. Seid zu Krosdors wurde am saiustag abend ein großes Unglück verhütet. Er fuhr mit seinem Auto von K r v s d o r s in der Richtung nach Gießen, lvährend ans der entgegengesetzten Richtung ein mit zivci Herren besetzte? Einspänner fuhrwerk kam. Als >sch 'Auto und Fuhrwerk ans etwa 2 Meter einander ge­nähert hatten, machte plötzlich das »och snnge Pferd einen Scitensprnng »nd stand im nächsten Augenblick mit den Vor­derbeinen ans dem Kraftfahrzeug. Es gelang dem Arzt, das 'Automobil augenblicklich zum Stehen zu bringen, sonst wären sicher Auto und Fuhrwerk die au. dieser Stelle hohe Büfchung hinnntergestürzt.

** o ii d i e KEeissägc gerat e n. Der Zimmcr- meifter August R i u k e r aus O b r r - B e f i i n g e n geriet ani samstag mit der linken Hand iu die Kreissäge seines Schncidwcrks und schnitt sich vier Finger ab. Tr. Sch ad t- Liä,^brachte ibu in die G i c ße u c r K l s n i k

" Stadsth«ater. Es sei I» letzter Stunde nochmals aus die beul,ae Auffuhrmn, von ..Eamout' mit der Beelhove,lichen v.»k h,,,qe,riele, die bei kleinen Preisen gegeben wird. L". P"?"svaar«s 3öt>. GebnrlSlag ,n den Aprilach Schluß der «viel,e,t lallt hat die T,rettio für >etzl die Aufführung eines wertes des britstche,, Meisters vorbereitet und zwar ist .Tie -> ff. 11 "8 ber W i d « r! ve st i g e gewählt worden, da in Fräulein fc t c 11 c rnd Herr» Höcker zwei prädestinieri« Dar steiler iur ,,e oauptrollcu zur Dcrl,7gu,iq stehen. TaS Werk wird" an, urcilag zum erile» Mate gegeben werden und geht durch das Abonnement.

* Der literarische Abend Walter B1 v e m s 'doch verschoben. Aus viclieitigeu Wunsch hat cs .Herr

Tr. Walter Blocm nunmclir doch noch ermöglicht, seinen Vortragsabend mit iffncksichl aus vre Mittwoch stattfindende Theater«reins-Vorstellung um einen Tag, also auf Don­nerstag, den 12. März, zu verlegen. DaHurch wird der fflbcnd jedenfalls außerordentlich stark besucht werden, denn Walter Bloem gehört zu den am meisten geleseneir Schriftstellern unserer Zeit.

** Erinnerungsaus st ellung a it d i e b e s s i s ch c n Freiwilligen Jäger 1814 >» bem städtischen Museum zu Darnistodt . Durch eine nicht vorberzusehcnde Verzögerung ist diese längst vorbereitete Ausstellung erst nm Sonntag erössticl worden. Außer Bildern, Uniform- »nd Ausrüsttiugsftücken, Briefen, Büchern. Stamm- und Tagebüchern, Tchriltstücken, Orden I,. a. sei noch auf eine in dem Nachbar,inimcr ausgehängtc Reihe alter Farbstrchc an- bem Besitz der Gr. Hoibibliothck bingewiesen. Sic veranichanliche,, die von dem Zägcrkorps durchzogenen Gegenden und Städte vo» Basel bis Lhon.

** B u n d c s t ur n t a g des Lahn-Tünsbcrg- T u r n g a c s. Am «onniag fand in W i ß m a r der Bundes tag des L a h n T ll n s b c r g - T n r n e r b u n d c s statt. Tu: Verhandlungen begannenm >2 Uhr und dauerton bis gegen 8 Ilhr. Aus dem IahrcSbcrichle, der von dem ersten Vorlitzcndcn Dauvert Wiese ck erstattet wurde, entnehmen wir, daß der Bund gegenwärtig 3 6 Vereine mit rund 2 800 Mitglic der» zählt. Rach dem Turnberichtc des ersten Turnwarts Schmidt sLaunsbach fanden 1913 sechs Ucbungsstundcn für Vorturner statt. Im Herbste 1913 wurde außerdem esu Turn» kurius für geübtere Turner in Lollar abgehaltcu. Der Kursus v:ar gut besucht und nahm einen günstigen Verlaut. Die Dor,- staudswahl I-atte folgendes Ergebnis: 1. Voriitzender iS. Daupcrt lWieseck': 2. Vorutzcndcr Bürgerin.ister Schmidt (Lollar): erster Schritts,,hrcr F. Reinccke (Gicr-nD 2. Tchriitiührer L. Gcrlach iBieber : l. Turnwart W. Schmidt ,Lannsbach): 2. Turnwart Ehr. Karber (Odenftanscn; Rechner L. Becker iRciskirchcn). Ten Tiirnansschuß bilden: Fr. Geißler (Lollar, A. Lotz kWicicck-, PH. Rinn iLaunsluichtz W. Lehr Daubringenl und F. Reuter (Stauscnbergtz Für 1914 sind folgende lucncrischc Vcranstaltnn gen des Bundes geplant: Die BundeSturniahrt soll am 17. Mar nach RmlcrShansen staltsinden. 2>»i 28. >mt> 29. Juni soll das B n n d e S t r n s c ft in H a u s e abgchattc» werden. Vcrbun den iriro damil das 50 jährige Iudiläum des Turnvereins Hausen. Im September findet Turngang nach dem Tünsbcrg in Dcrbi» düng Mil Zöglingswetturnen in volkstümlichen Hebungen statt

"DieStenerrückstöndesürdasfünfteZiel. Zu unserer Mitteilung von Samstag schreibt uns der Stadtrechner: Der Unterschied der Rückstände zwisckuni de,» 4. und 5. Ziel beträgt nur 89 P o st c n. Es ist dies gcwist nicht der Rede wert, wenn mau bedenkt, daß über 13 000 Posten in Betracht kommen Derartige Schwankungen sind nirgends zu vermeiden, und beruhen auch out ganz anderen Ursachen, als aut den zur -lnweudung kommenden Beitresbiingsrerfahre». Tie G e m e > n d c st e u c r z a h ln ng e n in der Stadt Gießen wickeln sich gegenwärtig, den Verhältnissen entsprechend, ausgezeichnet ab. Die cingcsührte Zeitungsmad- nnng bat sich sehr gut bewährt, »nd beim Publikum bis aus einige Ausnahmen vollen Anklanq gesunden.

"" 6 0. ffi t b u 11 s t a g. Am Sonntag feierte Pr. med. Klein in der Ost-Anlage jeine» 60. GcdnrtSiag. tkr ist ei» gesuchter und beliebter 'Arzt in Gießen, ivo er seine PrariS feit Ende der 80er Jahre auSiibt. Auch sein Vater bat bereits'hier gewirkt. Den Sanitäts- ratstitel hat Dr. Klein vor einig«,, Iabrcn abgeteln».

** Die erste S ch n e p s c, die dem Hessischen I a g d - klnb gemeidct wurde, schoß Gutsvächter 38. Simon, Neuhv, bei Dreieichcnhain. am 5. März. 'An diesem Tage strichen dort 8 Stück, eine strich bereits am 4. Es scheint also,I> die Lang ichnäbcl gleich ,n Massen ongekomnicn sind. Die Schnepsenniünze für dieErste" loird daher vom Hessischen Jagdklub an Hcrni Simon vergeben iverden.

* Kleine Mitteilungen. 2tm Freitag nachmittag ver­ließ Lützellinden in vollem Trabe ein Fuhrwerk aus Beuern, das einen, dortigen Zimmcrmcistcr Hon, angesahrcn hatte. 2ln herHvlzbnrg" stürzte ein Pferd und war sofort tot. Es hau delt sichm ein noch sechsjähriges Pferd. Der Schaden ist nicht dinch Persichcriing gedeckt. - Ein reicher Münzsund wurde in Framersheim in der Hosrcite des Bürgers 5?ch. 'Albrecht ge macht. Bei Anlegung eines Schachtes wurden Hunderte von Gold- nnd Tilbermünzen gefunden, die aus dem Anfang deS 17. Jahr Hunderts stammen. In der Nähe von K i r ch ho i n onunglücktc am Samstag nachmittag ein fftutomobil aus Wetzlar. Ein Insasse erhielt Verletzungen, Tos dreijährige Söhnchen des Gerberei Hesitzi'rS tlrspruck, geriet mit der rechten Hand in die Lobschncide maichine und erlitt schwere Verletzungen. Wegen Blutschande wurde in Oberstedten der Arbeiter L ä s n c r nebst seiner Tochter verhastct.

Kreis Friedberg.

L. F ri cd be r g, 8. März. Ta über 40 Seminaristen und einige Seminarlehrer an I Ii i l » c » z a erkrankt sind, io wurde das Lehrerseminar gestern bis zum nächsten Sonntag nach mittag geschlossen. Sämtliche Seminaristen sind in ihre Hci- mar gefahren.

( ;1 R e ich e l s h c i in , 8. März. Die zu Ende des »origen Jab res durch unseren Gemcindcrat beschlossene Kanalisierung ist nunmehr in ?!ngriss gcnommcii worden und soll bis zum 1. Mai dieses Jahres sertiageftellt sein. Unsere Gemeinde bewirbt sich bei dem Großh. Ministerium um eine hier zu errichtende We­it ütsstatio n.

h. Vilbel, 8. März. Den, Räuber, der am 27. Februar zwischen Seulberg und Obcrertcnbach den Fahrbur chcii Ti7»a- n o w s k i von hier überfiel, nicderschlug und ihn seiner Barscktist beraubte, ist inan nunmehr au, der Spur. Es ha» delt sich um einen ehemalige» Füriorgczögling aus Fricdricks dori. Dieser soll Zeuge gewesen sein, als sich der Fahrbursche an dem Unglücksabcnd in Friedrlchsdors »ach dem nächsten Wege nach Vilbel erkundigte. Seit diesem ?lbend ist der snnge Mann, der geistig minberwertig ist, vcrschivunden. Am «onntag. den 1. März, wurde er in Frankfurt gkichcu. Tie beiden Männer aus Seulberg, die der Tat verdächtig schienen und vcrhastet wur­den, sind bereits wieder entlassen. SimanoivSki befindet fick, bereits außer aller Lcbensgesahr.

!, B u tz b a ch , 7. März. Gemeinderechner Jean Weil, der an, 23. September 1864 zu Butzbach geboren »nd in M >7 nzen­de r g wohnhalt, starb in Butzbach an einen, Schlagansall. Weil batte hier geichökltlch zu tu». Von der Bah» aus begab er sich i» ein hiesiaes Friseurgeschäit. Unterwegs lühlle er sich schon »»wohl und »uißle nus dem Fr,scurgeschä!t zu de» hier wohuenden Ver­wandten gebracht werde», wo er bald daran! slarb. Ter Ver­storbene ivar auch »och Ortsgerlchisvorftelier und Standesbeautter.

Starkcnburg und Rhrinhessen.

m. .Heusenstamm, 9. März. Tic Krisis der G e- nos s cnschast S- Spar - und Darlehnskasse I hat in den Kreisen der Bevölkerung eine große Erregung hervorgeri, sen. Oblvoht bereits früher unter dem inirstorbencn Rechner Klein lind Bürgermeister Winke r Unstimmigteiten in der Kasse vorgckvmmen sein sollen, kam erst setzt der Eklat dadurch zum Durchbruch, daß die Bilanz für 1812 de» gesetzlichen Bestim mungen gemäß nicht rechtzeitig der Vorgesetzten 'Behörde eingereicht wurde. Auch die wiederholteü 'Auisordcrungen dazu hotten keinen Eriolg. bis schließlich die iämtlichcii cts Vorstandsmitglieder init Geldltrajcn von 7,0 Mk. belegt und ihnen eine weitere Strase von 300 Mk. nngkdrobt wurde. Tie Bilanz zeigte, daß die Kasse einen Fchlbetrag von rund 52000 Mark ouiwicS. Diese Unter bitanz iiihrt ans Operationen zurück, die in die Zeiten des irüheren Bürgermeisters Winter nainentlich znrückdalierei,. ES handelt sich hicebe, nm den Alttaus der Wintcrschcn Grundstücke, die ,m Preise von 37 000 Mk. erworben wurden, nachdem Winter ielbfl in Konkurs geraten ,oor. Außerdem wurde vo» der Kasse eine ungünstige Operation durch den 'Ankmis von Aktien der Landwirt schaitlichcn Genossensckuistsbank vorgenomine», die saUiert sind. Auch sollen Rcchsclgcschäste ohne die Olcnehmigung der Hanptver sammlung gemacht worden sein. Man will unter allen Umständen die Kasse zu crljnftcn suchen, und einen Konkurs vermeiden. ES hat sich zu diesem Zweck ein .Sanierungsausschuß gebildet, der bereits die nöttge» Schrttle ciiigelerlet hat. Zur Sanierung werbe«