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50 gegen 31 Stimmen in btt Gesamtabsti mmung in ztveiier Lesu«g das Lichts Pie lqefetz angenommen. Die Sozialdemo­kratie und die Botkspariei stijmmten geschloffen bagegcit. Das genannte IMtjeti enthält u. a. Bestimmungen über das Jngendfchutzalter, d-is der Ausschiißfassung ent- sprecliend auf I? Jahre festgesetzt wurde. Es beschäftigt sich weiter mit der Prüfung der üicf>tftreifcn nach sittlichen, ä st he tischen und religiösen (tzesichtspunkten durch eine Landesffelle sowie mit einer örtlichen Rachprüfimg durch die Polizeibehörde, nnd> enthält Voi-schrilten über die Ziklaijiing van Lichtstreitzen nach Austcheideii der beanstan­deten Teile, Vorführung von Isfngendvorstelliingen, sowie Be­kanntmachung der Borstellunr^n durch Plakate und Aufrufe, sowie schließlich die Strafbestimmungen für Zuwiderhand­lungen.

Die e l s a ß - l o t h r in g i s ch e Zweite st am mer erledigte am Mittiooch abend, nachdem die Pressevertreter die Tribüne verlassen Ixiltvit, ohne wesentliche Aussprache den Rest des Unterrichtsvoranfchiags und nahm u. a. eine Entschließung des Abg. !öanß (Ztr.) und Elen, an, die sich für eine größere Berücksichtigung des franzö­sischen Sprachunterrichts in den Elementarschulen, den höheren Schulen und den Lehrerbildungsanstalten aus­spricht.

Die R e i chs t a g S e r s a tzw a h l i in Wahlkreise B r a uu s be r g-Hei lsb eir g findet lautB. T." am 94. April statt.

T i e A r b c i t s v e r b ä l t n i s s e der Straßen- b ah n- An ge stellte n. Die Abqg. Dr. Qnarck lFrank- furt) und L ch u in a n n lFo rst l haben im Reichstage fol­gende kurze Anfrage qesteLt:Ist dem Herrn Reichs­kanzler bekannt, daß eine den mehrfach ausgesprochenen Wün­schen des Reichstags widersprechende und einseitige Regelung der Arbeitsverhältnisse der Straßenbahner, bei der außerdem lediglich die Unternehmer, nicht aber die Angestellten zur Borberatung zngezogen wurden, vor kurzem mit Gültigkeit vom 1. April 1914 ab für Preußen allein vorgenommen worden ist? Was gedenkt der Reichskanzler zu tun. um eine der einheitlichen Entwicklung der Straßen­bahnen im Reich entsprechende Regelung der Dienstvorschrif­ten für Straßenbahner herbeizusübren und die Zuziehung der Angestellten und idrer Verbände neben derjenigen der Unternehmer für die Borberatung solcher Vorschriften zu sichern?"

Tie Ursachen der letzten Unfälle auf dem I- l u g p l a tz Johannisthal. Auf die Anfrage der Abgg. Dr. Müller (Meiningeir), v. P o »e r und Dr. W i e m e r über die Ursachen der letziem Unfälle, auf dem Flugplatz Jo- hannisihal ist eine schriftliche Antwort des Reichsamts des Innern im Reichstage eingrganqen. In dieser Antwort wird festgestellt, daß die Unglücksfälle der letzten Zeit nicht auf ungenügende Start- und Landunasverhiltnisse, sondern auf andere Ursachen .zurückzufülri'eii sind. Bereits im Vorjahre sind Erwägungen darüber augestelli worden, in ivelcher Weise derariigen Unglückssällen durch geeignete Maßnah­men vorgebeugt werden kann. Das Ergebnis dieser Er­wägungen war eine neue Flug- und Platzordnung, die den besonderen Verhältnissen beim Schulbetriebe Rechnung trug. Bei dem Unfall Leonhardh-Degener am Ist. Februar d. I. trifft die Schuld den Oberleninaiit Leo uh ar dH, der gegen die Bestimmung, bestimmte Abstände zwischen den Flugzeugen imiezuhalten, verstoßen hat. Rach den gel­tenden Vorschriften ist es möglich, einer Ueberlastung des Platzes durch zu viel Flugzeuge vorzubeugen. Eine der­artige Belastung hat am Ist. Februar auch nicht bestanden. Es sind jetzt als Fluqleiter zivei Persönlichleite» angestellt worden, deren Eigenschaften die Gewähr dafür bieten, daß die Flngordnnng streng befolgt wird. Sie find in der Lage, einer Ueberfültung des Platzes durch Verringerung weiterer Starterlaubnis vorzuveugen. Um ihren Anordnungen die erforderliche Geltung zu verschaffen, sind sie mit aus­reichende» Machtbefugnissen ausgestattet worden. Es wird in Zuiunst kein Mittel nnoersucht gelassen werden, eine Wiederholung derartiger Unfälle ausznfchließen.

DkuskanS.

E i n c a n g c b l i cki e T eu t > cki r a l s S v i o n i n i n F r a n k- r e i ch verhaftet. In E b e r b o u r g wurde die Geliebte eines Lbennoateü der ttricqV.inrinc, angeblich eilte Deutsche, unter dem Verdacht der Svionage verhaftet. In der Wohnung der Frau, die in Cherbourg nur unter dem Vornamen Eva bekannt ist, sollen zahliviche Schriftstücke beichlaqnahmt wor­den sein, darunter ein Brie? mit einer Photographie des jüngst bei Tool wegen Spi v'age fesvgenoiiiinenen Landwirtes B u r g a r d.

Tie Neuwahlen in Schweden. In beiden Kammern des schwedischen Reichstages wurde folgendes Schreiben dcS Kö­nigs verlesen: ,,Ta ich ans Sorge, iür die Sicherheit des

Reiches heraus, die meine königliche Pflicht ist, mich veran­laßt gesehen habe, dem Volke Gelegenheit zu geben, ourch Neu- Ivahlen zur Zweiten Kämmer seine Ansicht über die Bcrteivi- gnngsiroge buszusprechen, habe ick, beschlossen, den Reichstag auszulösen und im ganzen Reiche Neuwahlen zur Zweiten Kam­mer anzuordnen. Ich werbe spater die Zeit bestimmen, wann der Reichstaa aufs neue ziffammentrcten soll."

Das P a n a m a g e sc tz und die a m e r i f n u i s ch c S? ü st enschissa b r k. Ans Washington wird gemeldet: In gemeinsamer Sitzung des Kongresses richtete Präsident Wilioi, am Donnerstag persönlich eine Botschaft an den Kongreß, in der er ihn ansforderte, die Ehre der Ber­einigten Staaten durch Aushebung der Klausel der Panamalanalbill. welche die amerikanische Äüstcnschisfahrt von den Kanalgebühren befreit, ausrecht zu erhalten. Er er­klärte. die Besreiung dm- amerikanischen Schisie von den Ab­gaben sei eine mißrerstandene Wirtschaftspolitik und w i d e r- sprechedemengiisch-amcrikanische ii Vertrage von 1 901 Hett-Paunresote-Vertrggf. Obwohl dies seine bisher kürzeste Volichasr sei, so sei keine Mitteilung non schwereren, weitreichenderen Folgen für die Jvtereisen des Landes gewesen. Der Präsident appellierte ernstlich an die Gereckiligkett und Weisheit des Kongresses und fügte hinzu: Wir habe» dem Vertrage und seinen Worten zugestimmt und haben ihn anaenommen. wofern wir ihn nicht selbst geschaffen haben. Wir find eine zu große, mächtige, uns selblt zu sehr achtende Ration, als daß wir mit einer zu ge­zwungenen und eifliifldtcii Lesart unsere Versprechungen interpretieren könnten. Zebu Minuten fpölcr brachte Chillon ,in Senat einen Gesetzentwurf ein, der den Präsi­denten ermächtigt, die Klausel über die Befreiung der ameri­kanischen Küstenschiffe von den Paiiamakanalgebühren ans- zuhebeii.

Nu» Stadt und Land.

Gießen, 6, März 1914.

Die Güter-Umgehungsbahn.

Zn dem Ban der Güterumgehungsbahn, der jetzt in An- cjriff genommen ist, schreibt uns unser Kicin-Lindener Mit­arbeiter :

L Klein-Linden, b. März. Die Arbeiten an der Emier-UmgehuiigSbahn bei Klein-Linden sind seit einigen

Wochen im (hange Seit etwa 4 Wochen ist eine mächtige B a g ge r m aschi n e in Tätigkeit, tvelche schon ganz gewol tige Erdbewegungen ansgeführt hat. Sie steht ans der einsti­gen Anhöhe des Allendörfer ldch e n S und Hai an der Straße nach Dutenhofen einen haushohen Damm aufgeschüttet. Jetzt ist eine Feldbahn im Betrieb, die bis an die Baggermaschine heransährt, die Wagen sind in kürzester Zeit gefüllt, und der Zug bewegt sich zum Tale nach dem Kleebach, wo ebenfalls bereits ein großer Damm aufgetürml ist. lieber den Kleeback, ist bereits eine Betvnbrücke errichtest, auch der Flutgraben nach Klein-Linden z:i wird fetzt überwölbt, damit der Damm weiter in das Wiefenial cm« geschüttet werden kann

Es ist fetzt noch nicht ganz sicher, ob der vis zu achtzehn Meter hohe Bahnkörper als Tamm oder als Ersengerüst aus- gefnhrt wird. Da der Damm bis zu 60 Meiern breit wird, jo ist viel Gelände erforderlich, und dieses ist hier sehr teuer. Ueberall sieht man seit kurzem Bersuchslöcher, um die Bodeiibefchaffenheit sestznstetlen. Auch ist man im Zweifel, ob sich die gewaltige Erdbewegung von 600000 Kubikmetern ermöglichen läßt.

Die »ingehiingSbaüi, verläßt bei Dutenhofen das Gleis der Strecke Gießen -Wetzlar und geht mit einer Steigung von 1:60 an der Lahn entlang bis nach Klein-Anden Hier' jührt sie südlich über die Frankjnrtee Straße, um östlich von Klein- Linden au die Main Weserbahn anzuschließen. Der Eisenbahnlnokenpiinkr Gießen wird durch die Bahn entlastet, die Güterzüge der Lahnbahn brauchen nicht mehr den Gie- ßcner Bahnhof zu durchfahren. Ter Ban lvird 3,5 Millionen erfordern.

Versauf eines staatlichen GeiänScstreifens an Gießen.

Die hessische Regierung hat der Zweiten Kammer der Stände eine Regiernngsoorlage zugehen lassen, die den Verkauf eines Geiändestrestfens des Eiroßherzogtum-Landeseigentums an die Stadt Gießen betrifft. Die Vorlage lautet:

Bei dem Ausbau der Lonyskraße zu Gießen hat sich heransgestellt, daß die Stadt Gießen von dem Gelände des dem Großherzogliim-Lanüeseigentum gehörenden Grundstücks Flur I Rr. 1l, das den Zwecken des Gym­nasiums dient, einen Streifen von erwa 15 Ztm. Breite entlang der Str ißtngrenze, im ganzen 6,8 Qdm. Flächen­inhalt bedarf.

Die Stadt Gießen will diesen Streifen zum Preise von 22 Mark für den Quadraimeier, der auch den übrigen Anliegern bezahlt wurde, erwerben.

Bedeiiien hiergegen bestehen nicht.

Zn diesem Geländeverläiis bedarf es der l-andständi- schen Zustimmung.

Mil Allerhöchster Ermächtigimg Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs beehren wir uns deshalb an die Stände des Großherzogtums und zwar zunächst an die Zweite Kammer das Ansinnen zu richten:

zu dem beabsichtigten Geländeverkauf in der Gemar­kung Gießen die landständifche Genehmigung zu erteilen. (

** Tagcskalender für Freitag, den 6. März: Stadt- 1(; enter: .Rösselsvrung * Ankang 6 tlhr,

Lichtspielhaus: Konzertabend.

* r 3 t n b 11 ft c a t c r. Da die dritte Lvernborftellnng von Tarmstadc ans iür Mittwocki. den II. März gewünscht wird, muh die Beiikfizvorstellimg für Herrn Olierregiiseur T Wor­ks wslr IbsensGespenster", aus Dienstag. den 17. März verschoben werden. Um vielseitigen Wünschen zu cnttvce- chcu, soll die wohlgelungeneE g m o n l" - Aufführung mir der Beeihovenschen Musik noch einmal bei kleinen Preisen wie­derholt werden. Tiefe Ausführung sindei am Montag den 9. März statt.

** Theater-Verein. Man schreibt uns: Die letzte der drei mit dem Großh. Lottheater in Tarmstadt vereinbarten Opern- vorstellungen wird nächsten Mittwoch, den U. März gegeben werde» Zur Aussübrung kommt Mozarts Meisterwerk:Fi­garos Hochzeit". Damit haben wir die Freude, nochmals Frl. GenerSbach vor ihrem Weggang nach Wien -hier zu hören. Sie fingt die Rolle der Gräfin, während Herr Stephani in der Rolle des Figaro glänzen wird.

** Ter Verband evangel. kirchlicher Frauen- v er eine im Großherzoglum Hessen vermittelt die ÄuSbitdung von Frauen und Mädchen als R o l h c l l e r i » n e n in der Kran trntiilfe iür Stadt und Land. Ter Kursus, der ln Tarmstadt statt- sindet, beginnt am I. Mai und bauert 4 Monate. Davon dienen 3 Monate zur linterweimng in der Krankcnhiise im Tiakonissen- haus El-isabechknstist und ei» Monat zur Unterweisung in der Säuglingepslege im Eieonorenheim der Großh. Zentralstelle für Säuglings- Und Multertürsorge.

Das Licht Spiel Haus veranstaltet heute abend als Abwecktilung feiner Programme einen großen Konzert- Abend. Tie Kapelle ist aut 12 Mann verstärlt worden und die einzelnen Lichtbilder werden durch angcpaßte Musikstücke begleitet. Eine Erhöhung der Eintrittspreise findet nickü statt. Tie Reihen­folge der Bilder ist ans der heutigen Anzeige zu ersehen.

* ' W i ed e r. S ck >i e e s a l l im Vogelsbcrg. Seit Mon­tag hat es wieder imunterbrochen im Vogelsberqe geschneit. Tie Schneehöhe beträgt zurzeit 3040 Zentimeter. Während auf dem Hoherodskopf am Tonncrstag morgen Plötzlich leichtes Re­ge n w e 1 1 o r eingesetzt hat, wird aus dem oberen Teile des Krei­ses Gelnhausen eriicm Sckmeefall gemeldet. Bon Kirchbracht bis nocki der Herchciihainer Höhe soll der Bo Alsberg wieder fein wiuttzrlichcs Kleid zeige».

/** M u st eriing der Militärpflichtigen. Wir ver- üsteittlichen in unserem heutigen amtlichen Teil eine Bekannt­machung, die die Musterung der Miiitärpsiichtigen im Kreise Gießen chetrifst. Für die Stadt Gieß c n findet die Musterung in der Turn­halle. Sieinstr. 3, statt. Am ^amSlag, den 28. März, vormittags von 8 Uhr an, für die Militärvtlichtigcn von Buchstabe A bis G einschließlich der Jahrgänge 1912, 1913, 1914 und Aelterc. Mon- lag, den 30. März, vormittags von 8 Uhr au, von Buchltabe H bis R einschließlich der Jahrgänge 1912, 1913 und 1914. Dienstag, den 31 März, vormittags von 8 Uhr an, von Buchstabe O bis Z der Jahrgänge 1912, 1913 und 1914. /

** Das Großherzoglich tz/f > ifche Regierungs­blatt ha! tolgeuden Inhalt: t. Verordnung, die Einteilung der Städte in Wahlkreise iür die Wahl der Abgeordneten zur Zweiten Kammer der Stände betreffend. 2. Bckamitmachnng, die Polizci- verorduung iür die Schiffahrt und Flößerei a»t dem Neckar betres- tnib. 3. Bekanntmachung, die Aussübrung der vom Reichsocrsiche- rungsanit erlaiienen Wahlordnung iür die Wahl der Arbeitgeber­beisitzer der Oberverticheruiigsämler vom >. Dezember 1913 betres- scnd. 4. Bekanittmachung, die Ausführung der Reichsverffcherimgs- oidiiniig betrefiend.

B ich mar kt in Gicße». Bei dem am 3. und 4. März abgehattenen Viehmarkt waren aufgetrieben 1571 etück Rindvieh und 207 Schweine. Ter nächste Viehmarkt findet am 24. und 25. März statt; am 25. März auch Pferde- und Krämermarkt.

** Zahlungen an Postkassen durch Schecks Zur Fördciniig der bargeldtofen Zahlungen nehmen an Reichsbank- plätzen die Postanstalten außer Postschecks und ReichsbankscheckS auch Schecks auf Banke», Genoffcnschaiten und Spaikassen in Zahlung. Tie Bank ulw., aut die der echeck gezogen ist, niuß ihre Geschätts- stellc im One und ein Girokonto bei der Rnchsbaitt haben. Die Schecks lind verwendbar bei Einzahlungen aus Postanweisungen und Zahikarteu, beim Einkäufe von Briefmarken im Betrage von min­

destens 20 Mark, bei Enirichtima von Ferniprechgebühren, gestnn« detev PoNodeträgen und Telegrammaaüühren, ;^eitniigSgeld, Schließsachgebühren. Die mit Sckieck eingelieicrten Postanweisungen und Zählkarten werden von der Postanstalt abyesanbt, sobald die Reichsbank den Betrag der- Poftkaffe giitgefchiffebetr hat. Hat der Ab­sender bei der Postanstalt eine Sicherheit lirntertegt, so werden die Postanweffungen und Zadikarten schon vorher abqeiondt, ebenso werden die gewünschten Wertzeichen sogleich ansgchondrqt. Von öl- tentlichen Behörden, Kassen und Anstalten, von Sparkassen der Kreise, der Stadt- und Landgemeinden wird eine Sicherheit nicht beansprucht, wenn sie mit der Postanstalt ein,- Verabrednna über das ein für allemal zu beobachtende Einliererungsversahren qetros- sen haben.

** Griindstücksverkehr. Grimdstütcke zu P ö n st a d t, die aus den Romen des Markus L ü n> ent ha l z» Bönstadt und Fanny Löwenlhal gkb. Berberich, Ehesrau von Faist Löwenkbal II. zu Bönstadt, eingetragen waren, sollen Dienstag, den 5. Mai 1914, nachmittags 2s- Uhr, zu Bönstadt ans dem Gemeindehaiiie im Wege der ZwangSvollstreckuiig versteigert iverden. Grund stücke zu TraiS-Horlosf, die aus den Namen deS Christian R^o l h in Trais-Horloff eingelcaq,-,i ivaren, ivllen Freitag, den 17. tzlpril 1914, nachmittags 3>.. Nhr, auf dem Rathaus in Trais-Horloff im Wege der Zwangsvollstreckung versteigert werden

** Güterrechtsregister. Gütertrennung haben vereinbart: Heubach, Karl, Schuhmacher in Alzey, und Mar­gareta geh. Sommer.

** -Kleine Mitteilungen. Die (Gemeinde Angers- b ach hat den Plan gefaßt, eine »rantenschwefter anzustellen. Bei 2 e e ft e i m stieß rin Militär »K rastwagen mit dem Gespanv des Landwirts Marguardt aus Leeheim zusammen. Hierbei wurde dieser vom Wagen geschlendert und schwer verletzt.

Ein Brand äscherte in Hoch Weisel die gesamten Wirt schastsgebäude des Landwirts E. T i e h l bis auf die Grundmauern ein. Der 19 Jähste alte August Fried aus Groß-Um ltadt, Sohn eines dortigen Bäckermeisters, ist verdächtig, ffi der Zeit vom 1. bis 3. März, als er zu Hause zu Besuch loor, seinem Vater einen Geldbetrag von etwa 3000 Mark entwendet zu haben.

Die Beerdigung des Bürgermeisters Spengler von Bisses fand am Tonuerstag unter sehr großer Beteiligung statt.

" »ouknrse in Hessen, lieber da? Vermögen des Jn- aenienrs Eduard Lehmann in B a d -9! a n h e i m ist am Diens­tag das Koiikursverkabreii eröstuet. Rechtsanwalt Tr. B r ü ch e r in Bad - Raulieim ist zum Konkursverwalter ernannt. KonkurS- sorderimgen sind bis zum 21. März 1914 bei dem Gerichte anz- melden. In t>em Konkiirsverfahreii über das Vermögen des Ka»!mämis Robert Blum, Inhaber der Firma »Ludwig Schwab" in D a r m st a d t, ist Vergleichslermin aut Samstag, 14. März 1914, vormittags 10 Uhr, vor dem Großh. Amtsgericht I Tarmstadt, Zimmer Nr. 219. anberaumt worden. TaS Konkursversahre,i über das Vermögen des Zigarren um chers Tteter Steiger in Weisenau ist ansgehobeii.

Landkreis Gieße».

L o l l a r , 6. März. Eine öffentliche Gemeinderats- sitzung ist aut Montag, den 9. März, abends 8 Uhr, im Rat­hause anberaumt worden, wozu folgende Tagesordnung ausgestellt ist: 1. Tie Errichtung der 8. Sckmlstelle, 2. Vergebung der Ehäus- sierungsarbeiten Hintenn Berg, 3. Etesuch der sreiw. Feuerwehr liier: Ailschgisung bau Schläuchen, 4. Wahl der Mitglieder zur Einkom- ineii- und Vermögenssteuer II. Abt.. 5. llebernnhme der Brücken- wage an der alten Bahnliotstraße, 6. Genehmigung des Vertrags mit dem Spritzenmeister Schwarz.

Kreis Büdingen.

B a d - S a lz ha u s e n, 5. Miliz Am Dienstag findet die erste Bürgermeisterwahl statt, -zu der als Kvn- didaten Beigeordneter R. Röger und Restaurateur Schultz anfgestellt sind. Große Vermnndernng erregte hier und in der Nachbarschaft die kürzlich bekannt gewordene Tatsache, daß unser Beigeordneter schon 3 Jahre lang sein Amt verwaltet und die Bllrgsrnieistergesckitifte größtenteils erledigte, ohne daß er die hessische Staatsangehörigkeit br saß. Bei der letzten Landtagswahl hat er nicht nur gewählt, sondern auch bei der Wahliommiffion den Vorsitz geführt.

Kreis Alsfeld.

O, Eh ringsha nsen, V März. Der Inhaber des Eisernen Kreuzes, Heinrich Geisel, wurde heute im Bei­sein des Kriegervereins beerdigt. Geisel hat im Giege- n e r R e g i m e ii t gedient und den Feldzug gegen Frank­reich mitgemacht. Bei Gravelotte wurde er schwer ver­wundet,

.Kreis Schotte».

Schotten, 4.März. Zu dem Konzert der Grog.'i. Hofkapelle, das am 9. März in der Turnhalle zu Schotten stattfindet, haben der G r o ß h e r z o g und die G r o ß h e r

z o g i ii ihr Erscheinen in Aussicht gestellt. Diese Nachricht wird in der Stadt, im Kreise Schotten wie im ganzen Vogels­berg mit großer Begeisterung ausgenommen. Zwetsellos wird die Stadt Schotten am nächsten ?Nontag einen ganz außer ordentlich starken Fremdenziitluß aufweiseii. Tie Stadt Schotten kvnitte, soweit bekannt, seit vielen Jahrzehnten noch nicht den Großherzog und die Großherzogin in ihren Mauern als Gäste begrüßen. Der letzte Besuch der Stadt ans dem hessischen Fürstenhause fand in den vierziger Jahren des vosigen Jahrhunderts statt, als der Erbgroßherzog, spätere Großherzog Ludwig III. Schotten besuchte.

Kreis Friedberg.

r. Bad-Nauheim. 5. März. Im Bürger- und Stadtverkehrsverein sprach gestern abend Recktts- anwalt Dr. Br sicher überDie Entwickelung der Selbst­verwaltung und die Bedeutung der Kommnnnlipahleit'. Der Redner ernlahnte die Bürgerschaft, sich reger an den Gemeindeangelegenheiten zu beteiligen, damit es in der Selbstverwaltung immer vorwärts und- nicht rückwärts ginge. Im altgemeineii war er der Ansicht, daß die städtische Selbstverwaltung noch erweitert werden müßte. Das Be­stätigungsrecht der Fürsten, die 2lufficht des Ministeriums und des Kreisamtes, die Polizeiverhältnisse usw. in vielen Städten seien eine Beschränkung für die freie Entwickelung der Selbstverwaltung. Er schlug vor, daß die Kommu- nalwahien von einer Vereinigung in die Wege geleitet werden und nicht, wie es bisher in Bad-Nauheim der Fall war, von privater Seite gemacht würden. Die Versamm­lung stimmte den Ausführungen des Redners z-u und nabni einstimmig folgende Entschließung an:

Tie heutige Versammlung erklärt sich mit den AuSsührun- gen des Redners einverstanden und billigt die Absicht des Bürger- und Städlverkehrsvcreins, bei den bevorstehenden Stadtverord- netenwohlen der Bürgerschaft entsprechende Vorschläge zu machen."

s. Butzbach, 5. Marz. Ans Butzbach wird uns ge meldet, daß gegenwärtig bei dem dortigen Bataillon 168 Regiments ein Mann dient, welcher bereits 5 Jahre bei der Fremdenlegion Treust getan hat. Seine Strafe, wegen Entziehung von der Gestellungspflicht, hat er bereits verbüßt.

Starkenburg und Rheinhessen.

rnt. D a r m st a d t, 6. März Ein Defizit v o n e t w a 800 000 Mark soll, im städtischen vaushatt der Stadl Dormstadt für 1914 bevorstehen, was voraussichtlich selbst unter deranztehung aller Reserven mit einer Steuer­erhöhung von 15 bis 20 Prozent verbnnden fein dürfte. Als Ursache dieses schlechten Jahresabschlusses werden die vielen Uiilvste,, für Schulen, bedeniende Erhöhung der Be amtengehäiter und un-genügendes Anwachsen der steuer