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hense Weioetbebetrieb iet scharfen Kviitrollvorschtttten ausaeiebt, ömni litt) bet öatmertanöel emiieljc Ein »ationallibc- r«*«-v ^nttai txrUMt, ixip ber »anbei im Umbetjiefien mit Mmgariur uitb Saitftjbfiftfrtt nur für sich allein mW nutet ben Sebtnaintflen bes Margarmegefetzes betrieben werben bürse Der S Vf a tt a ge-Au S sch ß setzte heute bie Beratuna des Gesetzentwurfes betressenb ben Perrat militärischer Geheimnisse bet h 8 fort Es gelanqtc ei» Z e n t r u m s a n t r a g zur Annahme, ber biefen Paragraphen in seinen beiden ersten Absitzen folgender­maßen saßt:

Ber ooiiätzlüv in einer Festung, eitlem Renhsltiegshatcn ober einer militärischen Anlage, aus einem schiss her Kaiser sichen Marine ober innerhalb her deutschen Hoheitsgewässer ge­genüber einer Behörbe, einem Beamten oder einer Militiirversan über seinen Namen, seinen Stand, seinen Berus, sein Wctorrbc, seinen Wohnort oder seine Staatsangehörigkeit eine unrichtige .Angabe macht oder die Angabe verweigert, tvird, wenn nach den Umständen anzunehmen ist, daß der Aufenthalt an dem Crtc oder die unrichtige Angabe oder dte Perwetgernng der Angabe mit verbrecherischen Zwecken der in den sjh 2, 4 bezeichneten Art zu­sammenhängt. mit Gefängnis bis zu einem Jahr oder mit Geld­strafe bis zu 1000 Mark bestraft

Einer Festmtg, einem Retchskriegshasen oder einer militä- rischen Anlage stehen gleich deren amtlich bekanntgemachte Sickte- runasbereiche, sowie gewerbliehe Anlagen, in welchen Gegenstände für die Bedürfnisse der tnländischen Kriegsmacht hergestellt, aus- gebessert oder aufbewahrt werden,"

Die Regierungsvorlage hatte Gefängnis oder Festungshaft vor gesehen und die einzelnen Handlungen nicht so genau ausgezählt. Der dritte Absatz des S 8, der die Tat nur für strafbar ertlärt, wenn die Behörde, der Beamte oder die Militärperson zuständig mar, wurde unverändert nach der Regierungsvorlage angenommen, Tarauf vertagte sich der Ausschuß

21«* ßciien.

rnt. Der Ausschuß für die Revision ber iR e ligtonslchrplätie in Hessen hatte für Mittwoch nachmtllag im Fürstensaal in Darm st a b t eine Versamm­lung veranstaltet, in welcher zur Einsührung in die ihre Arbeit beherrschenden Grundsätze und Gedanken, insbeson bere über Gestaltung und Behandlung der neuen bibli­schen Geschichte und der ihr bejgegebeneu Lesestucke aus dem alten und neuen Testament Bortrage gehalten kburdcn Tie beidett Redner waren Pros, D, Dieh 1 Fried» üerg, der über die Frage sprach! Wie iveft stellt die neue biblische Geschichte einen Fortschritt gegen die frühere dar und Pros. Lie F ä ge r - Frievderg, der das Thema be­handelte! Tie Propheten und die alttestamentlichen Lese- stücke, Tie Ausführungen der beiden Redner fanden leb­haften Beifall, die vorgesehene Aussprache siel aus, Tie nächsten Borträge finden am 11, und 18, März statt,

G e n e r a 1 p a r d o n und B e r m ö g e n s e r k 1 ä - rung, Bielsackt scheint, so schreibt die amtlicheTarmsr Ztg ", die Ansicht vertreten zu werden, der sogenannte Generatpardon" nach h 08 des Wehrbeilragsgesetzes gelte mir für solche Personen, die nach den Barsch elften des ge nannten Gesetzes zur Abgabe einer Bermögettserkläruug verpflichtet find, Tiefe Ansicht ist irrig. UnterBeitrags­pflichtiger" im Sinne des $ 08 genannten Gesetzes ist ohne Rücksicht aus Höhe des Vermögens und Einkommens jeder zu verstehen, der zu den in SS 10, 11 aufgesührten Personen gehört, Ter sogenannte Generalpardon greift deshalb auch Platz z, B, bei Personen, die nicht zum Wehrbeitrag ver­anlagt tverden, weil chr Bermögen oder Einkommen unter der beitragspflichtigen Grenze bleibt, sowie hinsichtlich der Steueretitztebungen eines Verstorbenen, wenn der über­lebende Ehegatte oder andere Erben im Rahmen und nach Maßgabe des $ 08 die früheren Angaben über Vermögen und Einkommen des verstorbenen Sleuerpslichttgen berich tigen, Uebrigens ist auch die Ansicht, es seien nur die Personen, die voraussichtlich wehr-beitragspflichtig wer­den, zur Abgabe von Bermögenserklärungen verpflichtet, irrig. Rach den bundesrätlichen AuSsührungsbestiinmun- .gen zum 8 00 Absatz 2 Wehrbeitragsgesetzes sind alle Per joncti aufzusordern, die die Voraussetzungen der subiektiveu Beitragspsticht erfüllen uttd von denetr anzunehmeu ist, daß sie ein Bermögett von mehr als 1000 Mark habet!, Er klärutigSpslicht und Beitragspflicht decken sich hiernach leiiieswcgS: wer ausgesordert tvird, Hai vielmehr auch daun zu deklarieren, tvenu sein Vermögen unter der Grenze für die Beitragspsticht bleibt

D i e S risi S i m 1, c f f i i cf) c tt Genossenschaftswe­sen macht sich auch in der Zahl der R eu grü n d u tt g tu und Auslösungen von Genossenschaften bemerkbar. Im Jahre

1910 wurden im Großhcrzogtttm 45 Genossenschaften ausgelöst, während deren Zahl in den früheren Jahren nur 10 bis 12 betrug. Auch die Zahl der Nengründungen ist zurückgegangen, im Jahre 1913 auf 11 gegen 14 int Jahre 1912, 17 im Jahre

1911 und 25 im Jahre 1910. Im ganzen bestanden am 1. Januar 1914 946 Genossenschaften,

rm. 2armstadt, 4. März, Ter Landlagsabgeordnete Bleidenbach iBbd » hat heute eine Anfrage an die Gr, Regierung gerichtet, in welcher er anfragt, ob sie bereit ist, für den Bau einer elektrischen Bahn von Fried­berg nach Ranstadt den üblichen Staatszuschust von 30 Prozent zn leisten, im Falle sich ein Unternehmer für die Ausführung der Bahn findet

rm, Ta r m stad t, 3, März, Tie Abg T o c s ckt, Wals ,Bbd,i und Genossen haben einen AiUrag betc, die T ts seren- zierung der Gerste bet der Einfuhr eingereicht. Ta bei den jetzigen Verhältnissen eine Unmenge russischer Gerste als Futtergerüe zu dem ermäßigten Zollsatz van 1,50 Mk. eiligem brr. aber meist tvieder als Braugerste, die direkt eingetührt 4 Mk, Zoll kostet, verwendet wird, was eine große Schädigung sotvolti des Staate--, wie auckt der Teutschcn Landwirte bedeutet, wolle die Gr, Regierung beim Bundesrat dafür eintreten, daß durch eine schärfere und bessere Zollbehandlung diesen Zuständetr ein Ende bereitet wird.

Kirche und Schule.

Tie Beisetzuiigsseferlichkeitcu für Cardi­nal stopp finden im Tome zn B r e S1 o n am 10, März statt Um 10 Uhr vormittags nimmt Erzbischof Tr v. Hart mann.stöln die Beisetzung vor

Deutsche e v a n g e I. M i s s i o II s hi s s e. Ein Pcrltand lungsbericht über die Anfangs Dezember v, I, in Berlin begrün deieTeuilche Evgngelifcke Missions-Hilse" ist soeben im Verlag des Evangelischen Preßverbandes für Teutichland erschienen und kann von seiner Geschafrsstelle, Berlin-Steglitz. Schloßstraße 93, kostenlos bezogen werden, _

Schwurgericht.

rh, ÖHeSett, 5. März, Meineid,

An geklagt tvegen Meüeeii» war der unbestrafie, 38 Jahre alte Maurer Georg Schäfer VI, in Watzenbortr-Sietnderg, den »er »taatsanwalt trotz der Schwere des Berbreckiens, dessen er verbäckt tia war nicht itr Haft genommen hatte. Tie Anklage vertrat Siaats anwalt' Trnmvert. Tie Verteidigung führte Rechisamvalt Kaufmann Zur Verhattdlnng tvaren 15 Zeugen geladen,

Bor der Vernehmung des Angeklagten teilte der Vorsitzende, "audgerichtSrat S ch n i tz s v a b n , den Geschtoorenen mit. daß der Angeklagte vor dem Schöffengericktt Gießen am 23, -cvtember vori gen Jahres unter Eid ausgesagt habe, er sei vom Pottagcnten und «tjrt Georg Häuser XIV, von Steinherg, der nett einem Ludwig

Jung IV, dainals unter der Anträge stand, Sen Icknrser körperlich verletzt babc, zuerst geschlag.m worben, Taraushtn dabe ct ihn erst verletzt zu haben, zuerst getchlaqen worben Tarauihiu vabe er ihn erst beleidigt. Tiefet- Eid soll wissentlich salick geschworen sein, da Str Schäfer VI. habe den Poftagenten zuerst beleidigt vnd dann erst habe dieser ihm eine Ohrfeige versetzt.

Der Angeklagte erklärt, er sei verheiratet und gehöre dem iüe iangverein Eintracht an, der neben dem Geiangverein Jugendfreund in seiner Hermai besteht. Am 29. Juni v, I war in Muittmgrn Sängersest, bet dem beide Vereine als Gäste beteiligt tvaren. Hier hätte der Jugendfreund, als die Eintracht ütienllich geiungen habe, die Harmonie gestört, indem auch betten Milglieder ein Lied an sttmmlen, Ter Angeklagte erklärt, er habe aut dem Fest nicht mehr getrunken, als er vertragen kann, er sei nüchtern geweiett, als er sich vor 9 Ubr abends in Grüningeu aus sein Fahrrad gesetzt habe. Er hatte sein stind mit zvtn Fest genommen, das er vor sich aus das Rad nahm, um heimwärts zn Minen Nnlerwegs halte er einige Mitglieder des Gesangvereins Jugendfreund eiugehvtt, habe guten Abend gewünscht und sei an diesen vorbeigesahreti, Er habe dann einen zweiten Trttvp Sänger des Jugendfreund etngehott, bei dem sich der Vorsitzende des Vereins, Häuser XIV., befunden habe Im Borübersahren Itabe dieser ihnTrecktack-- geheißen. Er stabe io> sori sein Fahrzeug gebremst, sei gbgestiegen, habe das Kind zur Erde gesetzt und sei, in einer Hand das Fahrzeug, mit der an deren Hann sein Kind sührend, zurück aus Häuser XIV zugegangen und habe ihn zur Rebe gestellt. Tiefer habe eine Erwiderung ge geben und ihm mit der Hand ins Gesicht geschlagen. Ta erstJiabe­er die beleidigende Aeußerung geran Aus Betragen erklärt _5rtta [er, er habe genau tu »ie | iem Sinne seine Auslage vor dem schöf- sengerichl gemacht! er fet auch heute noch des festen Glaubens, io und nicht anders habe tickt der Vorfall abgespielt. Er habe zuerst van Häuser die Ohrfeige bekommen und von Jung IV, einen -cktlag mit dessen Schirm. Richtig ist, daß er von dem Vorsitzenden de» TchössettgerichiS vor Meineid verwarnt sei. Man habe Ihm in der Verhandlung während seiner Vernehmung gesagt, daß andere Zeu­gen den Bona» ander-» darstellen, er sei aber bei iemer Aussage geblieben, weil er nach bestem Wissen und Gewissen überzeugt sei, die Vorfälle de» Abends vom 29. Juli so wieder gegeben zu haben, wie sie sich abgespielt haben.

Ter Vorsitzende stelli aus den Akten fest, daß die Schöffen gertchlsverhandlung mit der Freisprechung des Poftagenien Schäfer geendet hat, weil das Gericht die Ohrfeige für eine Erwiderung einer vorher gefallenen Beleidigung des Schäfer gehalten hat Ter Postagen! Häuser hat aber auch den Angeklagten tvegen Beleidigung verklagt, doch fei diese Sache dueckt Vergleich erledigk,

Ter als Zeuge vernommene Postageni Häuser erklärt, er habe, als der Angeklagte vorübergesabren sei, gehört, wie dieser den AusdruckTrecksäcke" gebr.rucht habe, tvaraus der Zeuge zu seinen Begleitern gesagt liaben tvill! das ist das Herrchen, das sich immer des Ausdrucksdreckige Gesellschail",Treckmck" b edient . Nach einer Mitteilung de» Formers Georg Heß habe Schiller nämlich einige Tage vor dem Vorfall in Bezug gut den Gesang­verein Jugendireund diesen Ausdruck gebraucht. Als der Angeklagie non seinem Rad gestiegen und ans ihn zu gekommen sei habe er ihn sosori beschimpft, und erst daraus habe er ihm die Ohrfeige versetzl. Aus Befragen des Vorsitzenden erklärt der Zeuge, der Angeklagte sei sehr erregt gewesen, als er aus ihn zu kam, Ter Zeuge teilt mit, daß sein Autoatt. Tr, Leovolb Kcktz, der ihn vor dem Schöffengericht veeireien habe, noch int Termin zu ihm gesagt hat. das, was Georg Schäfer VI, b e i chwor e n hat, jei ein glatter Meineid, Ter Vorsitzende bemerkt hierzu! Rechtsanwalt Tr, »atz ist aber heule als Zeuge f eilige- blieben, toeil er natwendig verreisen mußte, Landgerichlsrat Tchnipspahn richtet an den Zeugen die Frage, ob er im Ter min vor den Schössen den Eindruck gehabt habe, daß der.Zeuge Schiller betmift die Untvahrheit belundk, oder ob er Seit Ein­druck hatte, Sthäier sei fest überzeugt, saß, was er unter Eid sage, sei auch die Wahrheit, Häuier bemeekl, er könne ans die Frage keilte Anltvori geben, toeil er sich nackt der Erklärung seines An Watts, sein Gegner habe einen glatten Meineid geschworen, weiter keine Gedanken gemacht bade. Ein Teil der Zeugen, hie sämtlich dem Verein Jugendireund angehören, geben zwar den Vorgang über^instimtnend toieder, sagen aber einbettig alt», daß Schäfer VI. zuertt den Posthalter Häuser beleidigt Itabe, und daß dieser dem Angeklagten daun erst die Ohrfeige versetzt habe, Kein einziger Zeuge aber bestätigt, daß Sckwser im Porbeiialnen den Ausdruck Trecksack" gebraucht bat. Einer der Zeugen stellt den Vorgang insofern anders dar, als er bekundete, daß Schälet zuerst gefragt hat, tver hat hier Treckiack gesagt, warans der Postagent Häuser geonitoortet habe! Tn hast es gesagt. Georg Heß sagt es! Tarant habe Scktäser erwidert, wenn du das sagst, bist du in meinen Augen ein ganz miiergbler Kerl: daraus sei di- Lbrieige gesattelt und dann erst sei die Beleioigung van dem Posthattee gefallen, Tee Postagent Häuser XVI, erflärt ans Befragen des Vor­sitzenden, daß er tickt durch bie Beletdiqunq-n, die sein Amt betraten, schwer gekränkt gefühlt hätte und deshalb auch dte Prioatklage gegen Schäfer erhoben habe M öftrere Zeugen stellen den Vor fall dem Sinne nackt so dar, tote der Angeklagte dies getan bat, aber mich sie gehen in Nedenvunlten tu ihrer Darstellung attsein- ander, Litte Zeugen geben an, daß sie bei dem Variall vollständig nüchtern gewesen sind. Einzelne Zeugen haben auch den ^Eindruck gehabt, daß der Angeklagte überzeugt war, daß er vor dem Zchössen- gericht die Wahrheit bekundet habe,

Bürgermeister Hirz VI, gibt dem Angeklagte» ein glänzen den LettmundszeugntS! er schildert ihn als einen fleißigen, vrdent- lietett Familienvater, der stets nüchtertt sei, von dem man sagen könne, er sei religiös mit)» Itrchlich gesinnt, so daß man ttich! glauben könne, daß er ttnier Eid wissentlich et,ua->_ Falsches be­kunden werde Er könne ja mm nicht tagen, daß Schäfer keinen Meinet» geleistet^hnbe, aber er traue es ihm nicht zn. er glaube »teintehr, daß cefiäter von der Wnhrheii dessen, was er be­schworen Itabe, test überzeugt gewesen sei, Bürgermeister Hirz ist der Ansicht, daß die Sauger in Grüningen, wie dies bei einem Fest ja immer der Fall ist, mehr als sonst getrunken hüben, da sei es kein Wunder, toenn das Wahrnehtnungsvermögen ge­schwächt gewesen sei, Tamit ist die Beweisauinabtne erschöpft Tdn Get'cktwarenen wird die Sckmldirage vvrgeleqt, ob der Att- geklagre am 23. September 1913 vor dem Schöffengericht Gießen willentlich ein falsches Zeugnis mit seinem Eide bekräftigt bat, Staatsanwalt Trümoejt weist daraus hin. daß er nach den Boreehebungen in dieser Sache die Einstellung des Ber- iahrens beanieggi habe, daß aber die Strafkammer den Angettagten in Anllagezustanb versetzt bat. Es siehe unzweifelbast fest, daß Schäfer VI. vor dem Schöffengericht Gießen etwas objektiv Fal­sche« beschworen,habe, es sei nur zu unlersuchen. ab er dies wissent­lich getan Hai und diese Frage müsse mau nach Lage der Beweis- auiughme, in der eine Anzahl Zeugen gegen den Angeklagten aus- qelagt hat, bejahen. Es sei allerdings auch richtig, daß Zeugen da seien, deren Aussagen iür den Angellagten entlastend seien! des­halb stelle er die Entickieivung der Sckmldirage ganz in das Er­messen der Geicknvoreneu.

Ter Verteidiger R e ch i s a n to a 11 tk a tt f nt a n tr stellt ttch Hilf den Standpunkt, daß selbst weutt der Angeklagte etwas objektiv Umvabres unter Eid beknndet habe, dessen Schuld wegen eines Metnetdverbreckteus nicht zu bejahen sei, Ter Varsall sei überhauvt nicht etntvanvtrei tmb zuverlässig aufzuklären. Er wolle nicht, wie ein junger, noch utterfahrener Anwalt behaupten, bst 5 Zeugen, dte seinen cklienteu belasllm, hätten jeder einen glatten Meineid ge­schworen, weil sie das Gegenteil von dem sagen, toas der An- qeliagte unterstützt von anderen Zeugen bebauvtet hat, Tieie sünt .sengen können sich geirrt haben und haben sich geirrt: sie haben sich Die Tinge zurecht gelegt und sind von der Waijrbeit ihrer Aus­sagen selsensesi überzeugt Sie haben nackt bestem Wissen und Gc- -vitsen unter Eid ihre Bekundungen gemacht, Ta» Gleiche bat auch der Angeklagte Scktöier getan nitt non einer wissentlich falschen EtdeSabqabe könne keine Rede sein, das habe die Beweisaufnahme flar dargetan, und deshalb müsse der Angeklagte, dem der Bürger­meister dazu noch ein glänzendes Zeugnis gegeben Hobe und der noch unbestrast sei, freigesprochen werden.

Liach der Rechtsdelehning durch den Vorsitzenden verkündete der Obmann der Geschworenen nach kurzer Berattmg die Bernet- ituttil der Schuldfrage, worauf der Gerichtsbof ein f r e f s p r e ch e n- des Urteil fällte. Die Kosten, mich die der Bertetdigitn-, fallen der Stöatskassc zur Last,

Serichtssaal.

>v IBlefcriij, *. März, Die SlaaHamvallschaft hat gegen öaS Urteil int Prozeß Mielezynski Revision eingelegt,

«Stuttgart, 3. März. Tie Siraikamitter Ltullgart Hai die Besch lag nab tue de» Buches .Geld und Irrenhaus' von Paul E 1 nt -r-Berlin belchloßen, tvegen desien GeneraltntistkSfrettot- v. Schillings Klage tvegen Beletdigtmg erhoben hat Au, Grund dteies BeschlusjeS hat dte Polizeibehörde in Berlin de,t Reü des Buches, etwa 200 Erentolar-e 1230» waren unter Kreuzband versandt worden), tut» dte Unterlage» für die in dem Buche ent- halleuen Bilder beschlagnahmt

Caniofirtlcbott,

Landwirtschaftskani in e r. Unter dem Vorsitz von Lekonomier-ar W a l t e r - Lengfeld fand am Montag eine Sitzung des Voestandes der Landwirfichaftskammer statt, tu welcher eine Reihe interner Berwaltungsangelegenheiten Erledigung iandeu 11, g wurde der Ausdehnung der bereits in Oberltefien für Zuckt! vieh bestevenden Vetmittelttngsftelle aui tüebrauchsvieh und de, hierfür vargescküagenen Leftjätze zugeftimmt. Von einem Antrag des Groß», Bürgermeisters Eidmann Richen ans Vercknslal- ttmq mehrtägiger fatidw. W ck n d e r v o r t r ck g s kn r s e ans dem (Kebtele der Ackerbaulehre. Tierzucht, Obstbau. Buchführung njw wurde Kenntnis genonimen und die Llngefegenheit soll der Regie rung »nterbreilet werden, Ter Beitritt der Lnndwirtsckmiiskatnttter als außerordentliches Mitglied zur Z e III r a 1 a n |t a 11 i ii r A t be 11 S und Wohnungsuachwiis wird gnlgehetßen und ein Beilrag bewilligt Tie Abhalinng eines Weidekiirses, ähnlich der Beranstattung im Regierungsbezirk Wiesbaden, tvird für die Monate Juni oder Juch tuti der Jnngviedweide Lauierbacki de schloffen, Tie von dem Kreisobstbautzerein Büdingen eingerichtete Obstsonenreinzucktlstalion Bad Salzlmuten soll dnrckt einen ent­sprechenden Zuschuß siibventtonfert werden, Ter Vorführung und Einführung neuer, uvckt ntcktr t-r-probter Mafckiiueu fit tut Jahre 191 1 tvefterhfn größere Aufmerkfamkeil zu fchenketi, i»sbefoud>-t I- finü zur llon'ührutig' au etttimecktendeu Orlen der drei Provinzen ins -Auge zu fassen! Hackmaicktine», Tüngerflreumasckttnen, Trtllmafcktinen, Kartorfellege und Pflattzntascktfnen, Moforvflüge nsw. Tie Befttmmnnge» für den Kaeioffelhandel finden eingehend Beivrechung, Bei dem Abschluß der Beftimmuitgen sott auf mög lichste Wahrung der Interessen der Landwirte huigetoirkt werden Tie bereits im iantenden und in den Vorjahren begonnenen Sorten anbauveriucku- für Getreide und Karwfseln iolfen meitergefiihrt und erweitert werden Desgleichen die Saaitvechfelvertuckte mit Oletreide nnd Kartoffeln, sowie dte Kleeonbanveesuckte. 'Auch ist ein Versuch zur Eroberung einer neuen Tabakiorie in Aussicht ,tt nehmen. Ein Antrag des Vorstandsmitgliedes Oekonomierai Fritsch Tils Hofen auf Pefördenmg von Stroh tu 100 Zemner Ladung zu dem gleichen Tariifal, wie 200 Zentner-Ladungen sott befürwortend tue, tergegeben werden. Ans Anlaß des 25jährigen Bestehens^dee land ivirtt'chaittichen Haushattuttgsfckmle Lindheim ist für den Schluß des Sckmlkurfes im Mai d, Js. eine emsprechende Schul und Fest frier beabsichtigt

LingesanSt.

IFür Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Rebgkiiou dem Publikum gegenüber keinerlei Veranlworiung,)

Gießen, 4 März. Ich erlaube mir dte erg, Ausrage, warum die ermäßtglen Preise im ^ladttbealer mte für die Studierenden Geltung haben, da doch in Konzerten, Vorträgen nsw, die Schulen guckt nur dieielben Preise zghlett, wie die Studenle», Es tväre dockt der »trelfrl. Tireklion eilt Leichtes, die Anstickhmevretse anckt ans Schüler anszttdehnen,

L, K, -

Mär«r.

le Ft guiinrt a. M P i e h h o ! ina r k i b e r i cht vom 5. März, Austrieb: Rinder 92, Lckifen 32, Bulle»!, Kühe und Färjeu f>\<,

Kälber 78», Schafe I <2, Schtveine 929, Ziegen 0, Zieaenlätnuter 0, Tendenz, Kälber att>augs lebhgst, später abflauend, Schafe rege, Schweine gedrückt, geräumt. Breis für» Md.

Lebend- Schlacht­gewicht,

Kälber, Mt. Mk,

Feinste Mastkälber , , , 6S-t>8 11t)-113

Mittlere Mast- und beste Saugkälber. . . . 53-62 98-105

Geringere Blust- lind gute Saugkälber . . . 52-56 88 95

Geringere Saugkälber........47iO SO-85

Schafe,

Stallmasischaie:

Wafllämmet tmb jüngere Mnstttammef . . . 41-42 9»-91

Meliere Maslltenntnel, aut genährte iuitge Schafe

mtd geringere Masflätttmer , '..... 37-00 88-00

Schweine.

Bollstetfchlg» Schweine von80-109!!-

Lebendgewicht........ 48.5952.51 63.90 660)

Bollsletfchige Schwein: unter 80 ü»

Lebendgeiotcht........ 48.5051.00 62.0064.01

Dollsletschige Schweine vatt 100120 leg

Lebendgewicht........ 49,0052,00 62,006500

Dollfleischige Schweine von 120-150^-

Ledendgewicht....... 49.00-52.0) 63.00 64.00

Limburg a. d. Lahn, 4. März. F r II cht ma r !t. Durch* Ichttittsvrets pro ÜHaltee. Sloler Weizen (Nassgntfcherj 16,40 Alt., tveißer Weizen iangebanie Fremdlorteut 15,90 t.sttz., Korn 12,0) A!k Gerste IFutters 9,00 Mk., Braugerste 10,70 Mk., pafee 8,000,00, Alk,, (Hbfeit 0,00 Mk Kartoffeln 50 Kilo 2,200,00 2 !U, Butter da? Pfund Mk, 1,10-0,00, Eier dnS Stück 7 Pfg.

kirchliche Nachrichten.

Israelitische Hcligionsgemeiitöc. ©cltesMenit in der Synagoge (Süd-Anlage).

Samstag, den 7, März 1914: Werabenb: 6.00 Uhr,

Morgens: 9.00 Uhr,

Nachmittags: 3.15 »hr. Jugendgottesdienst.

Sa bb a t aus g an g: 7.05 Uhr.

Jtzraelitische Neligionrgesellschast. Sotterdiensl.

Sabbatfeirr am 7, März 1914: Freitag abend 5.50 Uhr.

Samstag vormittag 8.30 Uhr,

Samstag nachmittag 3.30 Uhr.

Sabbat-Ausgang 7.05 Uhr,

Wochengottesüienst: Morgens 7.00, abends 7.30 Uhr.

Ein vernachlässigter Schnupfen hat schon mancheni die Ge­sundheit gekostet, 269VI)