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®. 2 o Hfl » © ö n ? , ?. März. Der Geflügel-, Vogel und Kn n i nch e n z u ch t v e r c i n veranstaltctc am 28. Februar bis 1- März feine zweite Ausstellung, die 120 Nunrm.-rn, Gekkügel, Taiibrn und Kaninchen, iimsaßte. Als Preisrichter waren latio Georg &t#(( und I. Kolter jun. Vad-Nauheim Ehrenpreise erhielten auf löühner und Tanten: Lehrer Buß Grüningeii. Dill,. Müller-Lau,,-Göns, S. Vetren VI., L>. Zeih, >*. Müller. D. Hen­rich. Karl Schäfer, A. Rompf. K. Müller. A. Brückel, W vsbel, H. Bepvler. Aug Fatzcr. Aus Kaninchen: Otto Müller, D. Merz, W. Schmidt, D. Tatz, W. Stzelkus, G. Schäfer I.

vermischte s.

* Der Mord am Tcuselsfce. Aus Potsda in wird gemeldet: Der Verdacht, den Mord am Teuselssee ausgeführi zu haben, lenkt sich immer mehr aus zwei Landstreicher, die abends nach der Tat in der Nähe des Tatortes gesehen wurde». Ein Schau - budenbcsitzer überraschte sie in Wildenbruch, lvo sic im Waide über­nachteten. Die Beschreibung Nimmt hinsichtlich eines Mannes ge­nau nnt den Angaben eines Jungen überein, der am Sonntag srüb ron einem Manne gcsragt wurde, ob schon etwas von dem Frauen- morde bekannt sei. Ter Mann war auch mit einem Cape bekleidet. Es muß daraus aufmerksam gemacht werden, das, in der Mähe der Leichen eine Kavuzc gesunden Ivurdc, wie solche an Eapes bcicstigt werden. Ein Tittlichieilsocibrechcn wurde übrigens nicht verübt, sondern lediglich ein Raubmord.

* Mordtaten. Aus Rüdersdorf wird genieldet: Aus der Vogelsdorscr Chaussee wurde der Bergarbeiter Wilhelm Za- mcrski aus Görlebog von Unbekannten überfallen, in bie Brust geschossen rmd seiner Bnrschaft im Betrage von 80 Mark beraubt. Als er zum Bewußtsein kam, jchlkvpte er sich zum Ge­meindevorsteher von Dogelsdors. An sesnein Auskommen wird gezwciselt. I» einem Walde bei G n e s e n wurde eine Fra» von einen, Soldaten erschlagen. Ter Mörder wurde'verhaftet.

* Explosion in einer Kirche. In der St. Jo­hanneskirche in West min st er explodierte in einem Kirchenstuhl in der Röhe der Kanzel eine Bombe, als eben die letzten Andächtigen die Kirche verließen. Das Innere der Kirche fing Feuer, der Brand wurde jedoch schnell gelöscht.

* Ein sehr heftiger Sturm wütete am Montag abend in dem Gebiet, das von Plltsbnrg und Bussalo westlich und von Hatieras und Maine östlich begrenzt wird. Ter Sturm hat an scn Eisenbahnen und Telegravhen- und Tclcvhonleitungen grossen Schaden angerichtet. Zahlreiche Orte und vom Verkehr abgciebnit 'en. In New Jork ist Schnee gefallen, der!)>'_. Zoll hoch liegt In der - Umgebung New Jorks stich mehrere Personen nmgekoiu men. Mehrere Schisse sind an der Küste von Nencngland gestrandet.

* Zu dem Debrccincr Anschlag. Aus Bu ka r e st, 2. März, wird gemeldet: Ter Polizei war cs gelungen, den Ur­

hebern des Debrecüicrs Ausailagrs Catarcu und stirilow.! die im Hotel Minerva abgcstieqen waren, auf die «pur zu kommen. Durch die Veröffentlichung der von der Ezernowitzcr Polizei ge -! gebenen Steckbrieke seitens der Blätter ausmerksam gemacht, kenn trn die Verbrecher im Automobil nach Plocsci zu ilüchtcn. Tort verlieren sich die Spure». Abramow und Mandaecscn, die den Flüchtigen Pässe gaben, wurden verhaftet,

Kleiac Lazeschronil.

Ter Bürgermeister Tictrich in Kehl wurde heute zum O^crP^rgc^m^i^e^^c^r^t^d^K^n^>lMi^^wählU^^

QaiideL

Gegen den amerikanischen T a b a k t r n st. In der Börse in Bremen fand am 2. März eine große von vielen Tau­senden besuchte Massenversammlung statt, die sich zu einer im- vosanten Kundgebung gegen den amerikanischen Tabaktrnst ge stalleie. Als Redner traten ii. 21. aus der Generalsekretär des Verbandes zur Abivebr des TabakliiistcZ L ko Dresden, der Syndikus der Te.i.i-u Tabalve.eius 2 ch l o ß in a ä, c r - Frank sr: 0 . M., der Sctretär des Berbandes Deutscher Zigarrcnladen inöaber Hesselb arid Hamburg und als Vertreter der Bik. wer Tabakinrcrcücnien H o o r m a n n - Bremen, wrlche sich sämt­lich in sibarser Stellungnahme gegen den Trust aus!brachen. Tic Versammlung nahm linnimmig rine cn sprechende Entschließung an.

Eingcsnttvr.

<Für Form mtb Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

- Gie ße n , l. Mär;. Ich kann mich den Aussührungen des gestrigen X-Einsenders nur anschließen.

Ist an und sür sich die Fahrt aus unserer Straßenbahn im Verhältnis zu anderen Städten, wo man teilweise die brache Strecke und mehr sür 10 Pfennige fährt, recht teuer, so sollte man sie lischt noch durch allerkri kleine Ehikanen niiangenchm gestalten.

Um einen arideren Fall anzrisührcn: Ich bestieg mit einem llcinen Hanokoiier die Straßenbahn, nicht ahnend, daß entgegen der Gepslvgeubeit an anderen Plätzen diese hier l0 Pfennig crtra kosten. Bol» wurde ich aber belehrt mit den Worten: ..Sie haben 10 Plennig zu wenig bezahlt, der Kaiser iiniß auch bezahlen". Als ich meinen Tbulus entrichtet hatte, erhielt ich die weitere kategorische Ailsfordernng:Ter Kaiser bars nicht da stehen, ftcKnt Sic den Kaiser dorthin". Ilm lei» Aussehen zu erregen, leistete ick, auch dieser Anssorderung stillschweigend Folge, hatte nun aber gerade genug von .diesem stark a» den Kasernenhof

I errnircrnden Ton.

Aber auch wer mit Kindern sährt, rvird jedesmal beinahe , einer Jnauisilion über das Alter unterzogen.

Wie anders ist es dagegen in Großstädten. Der TchailNki ist dem Fahrgast beim Einsteigcn behilflich, nimmt demselben sein Gepäck, das nichts kostet, ab und verstaut es selbst an üem dailir vorgcseheneii Platz.

Wenn »ran auch hiervon gerne abiehen will »nd den hili- reichen Schaisner zu entbehren geneigt ist, so sind doch die Vcr- hältnissc aus unserer Bahn nicht derartig, um stc vovulär zu mache». Manch einer wird sich an diesen vorher geschilderten Kleinlichkeiten stoßen, noch mehr aber trägt der rcäu holte Fab, meis dazu bei, daß man so häufig vollständig leere Wagen ver lehren iietzt. Bei den verhältnismäßig kurzen Strecken zieht - - so mancher vor, zu lausen, statt einen Nickel zu opfern. Was nützen z. B. die I! Marke» sür eine Mark. Diese sind so gut ivrc keine Vergünstigung, wenn man berücksichtigt, daß das Geld sür eine erst später eiulretendc Leistung ansgelegt,ward. Man gebe 15 Marke» für eine Mark und kann gewiß sein, daß es kein Nachteil sein dürste. Mancher wird angercizt, die Markerr zu kansen »nd wer sie hat, benutzt sic auch. D

Amtlicher Wetterbericht.

O c f s c n l l > ch e r W c t t c r d i c n st, Gießen. Wetteraussichten i» Hessen au, Millwoch, den 4. März 1914:

Bormie.-eu wollig, fene erhebliche» Niederschläge, tagsüber mild, nachts kühl, loeiilrche Winde.

Letzen nitcbvifbten.

91 u J her Ziveiten Kammer.

rb. Tarmstadt, 3. März. Die Zweite Llämmer begann beute vormittag 10" . llhr mit der Beratung des Staatsvoran schlag es. Am ^iegierungstrsche waren die drei Minister und mehrere Kommissare zugegen. In der allgemeinen Aiissprache nahm zuerst Tr. Osann das Wort zu längeren Ausführungen. Er wies dabei besonders aus die günstige Finanzlage hin. Die Sitzung dauert fort. _

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