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Sufianft.

®4fitern der deutsch-tschechische u St tt * g I e t tfi ?-

ber ba n blun g ctt. Aus Wien wirb gemeldc: : Xa bi t c :trcf) = fortschrittlich« Partei cs aügclebnt bat. iit bic »oit her Regierung angerrgten 'AusglelchSverhoudluiige» mi bcii Ifrftc.cii iniiir tcn. können Me deutsch-tschechischen Ausgleichsverhandluugcn I>. reitS als bcftSnitio geicheitert angesehen loerocii Tie in ncrvolilischc Itugc ist dem iröige augenblicklicki wieder sehr kritisch. Der Vorstand des T c u t) ch c n N a t i o it a l v e x b a n b c 5 hielt eine Beratung ab uns nahm nach eingehender Au-sorabe, in der die drutkch-b»bmi>chcn A geordneten di' Erklärung abgaben, daß sic sich dek Slbstinnnung enthielten, ciniiimmig eine Enlsck'lic- iiting an, in der der Borstano erkürt, daß er die Verständigung zwischen ben Deutschen und Tschechen in Böhmen u n lt c b i n g t für geboten erachte.Ter deutsche Nationalverband wirb stets mit ganzer Straft für die Rechte und Interessen der Deutschen Böhmens eintrctenr wir halten aber eine cr- iwies-lichc Iortsührung der Verhandlungen nur für möglich, wenn alle d e tt t s ch c n Parteien de. Landes daran trilnch- nt e n und erwarten daher, daß alle Pancien unter Zurückstellung ihrer Sondcrstandvunktc einzia ttnd allein das graue Ziel im Auge behalten, in gemeinsamer Slrbest cinzutreten sür die Her- stelluitg geordneter Verhältnisse in Bödmen und im Reiche unter unbedingter Wahrung der Rechte unsere? Volke?.

Ein französischer Panzerkreuzer gescheitert. Di" Zeepräsektur in Toulon erhielt am Montag vormittag die Nachricht, dan der PanzerkreuzerWald eck Rousseau" im Golfe von st. Iounan, wo sich die Flotte augenblicklich beiindet, gescheitert ist. Zwei Achlevver sind zur Hrlfc- leistung abgegangen.

Der englische Botschafter itt Paris. Bcriic, wird demPenk Parisien" zufolge vor Slblnus dieses Jahres in den Ruhestand treten. Zu seinem Nachfolger sei E a rl o f Creme, ein Schwiegersohn Lord Rosebcrhs, ausersehen.

Die S ö n i g i tt W i l h e l m i n a ist, wie aus dem.Haag gemeldet tvird, utn 8.25 IV)t inkognito nach dem Taunus abgereist.

Die Verltt st ederSerbcnindenlef, ten Kriegen. Bei der 'V vatung der Vorlage betr. die Invalidenversorgung er­klärte in der serbischen Skuvichtina der SrieaSminister, die genaue Zahl t"r Verforgungsberechtigten könnte erst nach dem Slbschluß der amtlichen Erhebungen sestgestellt nierden. Die Verluste der Serben beliefen sich in den beiden Sriegen nach den bisherigen Daten aus 2 0000 Tote ttttb 48000 Verwundete. Tie Vorlage wurde mit 105 gegen l Stimme in der ersten Lesung an­genommen.

Königin Elisabeth von Rumänien hat sich einer Slaroveration atu linken Slugc unterziehen müssen. Die Operation, die von Professor Landolt auSgesuhrt wurde, ist voll­kommen gelungen. TaS Besindett der Königin ist, so heißt e? in einer Meldung aus Bukarest, durchaus normal.

Die g e h r de t c n Fremden in Mexiko. Dem Vernehmen nach ersuchte die britische Botschaft in Aashing-- ton um Nachforschungen nach dem Verbleib der Engländer Lawrence und E u r t i s, die nach Juarez gegangen wareit, uni den Engländer B e n t o n zu suchen. Ter amertka- ttische Konsul in Juarez ivurde beauftragt, eine Unler-z suchtttig anzustellen. Präsident Wilson ttnd Staatssekretär Bryan hatten eine Besprechung über den Fall Benton. lieber das Ergebnis tvird nichrs mitgetcilt. Die Freunde Bentons baden schritte getan, >,m in den Besitz der Lerche Ben Ions zn gelangeiz. Sie bossen dann endgültig sestz stellen zu tonnen, aus welche Weise Benton den Tod gcck snnden hat.

Eine neue Republik im Norden Mexikos. Nach eineiu Telegramm ouS Ehiduahua ist nach dort int Umtau, befindlichen Gcrüchieu der P I a n drr Verwirklichung nahe, wo- nach eine nnic Republik I IN N o r ü c n Mexikos gebildet Iverdcn soll, welche die Staaten Soiwra, Chihuahua, Coahuila, Nueno Leon, TamaulipaS und vielleicht auch Sinaloa umtassc» wurde

Aus StnSt und Lau-,

Gießen, 24. Februar 1014.

Dar Fnhcidciicr Wasserwerk.

m Tariustadt, 2l Fcbr. Als in den Iabren 1000 und 1907 sich in Dlbci lteiien das OlerüäU verbreitete, daß die Provinz Oberlicücn eiu großes Waiienvcrk erlmuru ivollte, troien die Müh- lenbeiiucr und ionstigen Interessenten aus den Plan, um die ihnen dnobeuden Oteiahren ahzuiveudei, beziv. ilw" Rccktte zu wahren. Tiese Benr^gring batte denn auch, einen Erfolg immer», als gerade mit Rücksicht nni diesen Fall die Novelle zum hessischen Bachgeietz er- , laisen Ni-urde. durch die bezweckt Ivurde, den Geschädigten nach B i I - ltgkeii den Schaden zu ersetzen, Nachdem dann Anfang 1012 Mm bn- liroBiiutalbircflum in Otießen die Erbauung des Iuhci- dcncr Waü'eriocrkes besonnt gegeben worden war, stellten. a. sün, Hoiloii Müller Antrag ans Entschädigung in riner Gesamthöhe von .>20 Old) Mark 2(m"22. Wai sand aus dem Kreisamt in (hießen oiu Sille,elermiu statt, ani dem von den Vertretern der Provinz rund heraus erklärt imcrde. bei Hirsen Forderungen gebe cs keine Verhauet»»,,. Stier Müller klagten daraushin ordnungsmäßig in der hrennonatOäwn Frist, nur der Besitzer drr Erblick,muhte an de- Hvrloii in Reichelsheim in der Wettergu, der gestützt »UI c,u aussührliches Gutachten, eine Forderung von 250 000 'Mk. »estellt batte, veriänmtc die Frist, da cr schlver erkrankte. Sein Bruder rcickuc in seinen, Aufträge ioiort die Klage ein. als er vdn dem .staub der Angelegenheit erfuhr. Ter Krcisausschuß Gie­ßen inic.» , cd och, die SHage. des g. Bo oh ab. ha die Klage nicht rnncitiatsi,'rrv Frist von drei Monaten eiligereicht sei Ter Niro- vuiziala.ieickiuß in Tarmstadi gab jedoch dem Rekurs des Bovv stm, im!) rtö die Lgckw zwr materiellen Entscheidung an den blreisausichu,! zurück Auch der Groß h. P c > w a l t u n g s g c - richte ho,I rarmuadt. der ,'ich am Samotag mit der Revision fder liiovin; gegen bas tlrtcil des Provinzialaus,ck,u,ies zu be­schau,gen hatte, trat der Aussassurig des ProriuziatauS- !«>> > es de,, da nach der Novelle zum Bachgeiest ein- besondere iormeltc SNagc »>cht verlangt muh. ES genügte, daß der Antraa au, Entlchadiguug gcnelll wird. Tie Klage der vier übrigen Müller schwebt noch an, Krcis-usschuß, so daß »UN auch der Hauotgei-. d,gte gleichzeitig mit dreien seine Rechte geltend machen kann

** Tag«Skale»der für Ttenstag, den 24. iheoter: .Wie einst im Mat.' f25jöhrigcS de? Beer» Soll) Slutaug b Uhr.

Febr.: Stadt-

Bühncnjubiläum

" Lande? Universität. Der ordentliche Professor vn der Universität Bafel Dr. Rudols .verzog wird dem Ruse al? Ngchsolger de? Profeflor? Dr. Körte Folge leisten. Der außerordentliche Professor Dr. Schaum in Leipzig hat ebensoll? den Rns als Ordinarius sür Chemie angenoinmen.

** Zulassung zur Rechtsanwaltschaft Ter .Loudgertchtsral i. P Wilhelm Müller zu Gießen hat die Ztilasinng zur Rcchtsanwaltichast bei dem Landgericht der Provinz Lberbessen ausgegebcn

" Gcwe rb ca uS str ll un g l0l4. Nachdem der Stusslcllungstettnng vor einiger Zeit die G e n e h m i q u n g eine r Acrttvtterie cf teilt wurde, ist deren Betrieb <iuch sür die Provinz vessen-Ohassau und den Kreis Wetz­lar zugelassen worden

** Amtsgerichtsrat Kaufsmann, der einzige jüdische Richter Wiesbadens, ist am Sonntag gestorben. Amtsgerichtsrot Kauffniann stammte aus Gießen, wo er 1858 geboren wurde. Der Entschlafene war Vorsitzender

des AugendgerichtS und war sei. ro humanen Lesens wegen als Jurist und Mensch hochgeschätzt.

* D i c G i e ß c n c r K o m m u n a l v o l i l i k ist zwar ans einein toten Punkt ongelongt, wird ober, tvie wir an anderer Stelle mitleilrn, nächsten Donnerstag nach fünf­wöchiger Pause sich noch etwas hinauszuschleppen suchen. Ta die lebte Sladiverordnetentvanl durchaus versagt hat uud keine Aussicht besteht, bas 'Wahlwrack, bei dem noch viele Tonck'vcrjuche fiattftnbcn müssen, in absehbarer Zeit wieder flc r zu mache», so sind dem heute im Wiesech-Hafen eilige» tr cj fernen Narrenschiff eine Anzahl gewiegter Kom-

muiialkarücoalisten entstiegen, die sich zunächst dar­über schlüssig zu machen haben, ob dem Wahl- wrack noch irgendwelche Bedeutung beigemesscn werden kann, zumal Zweiscl daran bestehen, ob die im November erkorenen Kandidaten heute noch so genau Be­scheid wissen, wie vor der Wahl, und ob nicht ihrem Kom- munalprogramm heule alle Voraussetzungen fehlem Die eingclrosscneu Seeleute, die übrigens mit groß-nu salat- schtcßcn cmpsangcn worden sind. lind der Anstchi, daß sic sich zunächst zur Entscheidung dieser Frage mit unserem mit vollem Recht in allen Schichten der breitesten Bcvolke- rung so allgemein beliebten, bisherigen Herrn Sberbürger- meister, der mit aus dem Vollen schöpfenden Segeln dem­nächst leider einen anderen Hafen anlaufen wird, in ein gewohnt liebenswürdiges Einverttehmen setzen müssen; denn auch der brs^eri<;e Herr >Lüs5rourgrll.it^c:liit:i. in ot-*, au|u*y daß, bevor er die Anker lichtet, alles noch irgendwie tu schcnmögliche geleistet werden muß. Obenan steht selbstver- stündlich die Rathausfrage. Die Umstände haben es günstig gefügt, daß die Keller-F-rage besricdtgcitd gelöst wurde. Es bedarf nur noch eines gewissen äußeren Firnisses, denn mit der Einteilung der vorhandenen Raume in der alten Klinil wird der neue Rat schon fertig werden, vorausgesetzt, daß es überhaupt gelingt, in den dunkeln Räumen Licht werden zu lassen. Indessen, eine angemessene Stimmenthaltung wird bas schlimmste zn verhindern wissen. Nach dem heutigen all­gemeinen Festessen wird unter Beiseitelassung aller verwal- tungstechntschcn Finessen die neue Versammlung einschl. der neu eingetrofscnen Seeleute sich konstituieren. Das Narren­schiss kreuzt bis zum definitiven Bürgermeisterwechsel einst­weilen in den Gießener Gewässern.

** Für die Sitzung der Stadtvcrordnetan-i Versammlung am Donnerstag, den 26. Februar, nachmittags 4 tlhr, ist solgende Tagesordnung aufgestellt worden i 1. Mitteilung. 2. Baugesuch des Heinrich LaunS- pach für Liebigstraße 80; hierr Dispens von ß 18 des Ortsbaustatuts. 8. Baugcsuch K. u. L. Wehrum für Ecke Wetzlarer Weg und Frredrichstraße. 4. Baugesuch Ludwig Wehrum für die Crednerstraßc. 5. Baugesuche Abermann & Kling für die Krofdorser Straße. 6. Bau<)es!ich der Ruder-« gesellschast für die Rodheimer Straße: hiex: Dispens von ß b!Nes Ortsbaustatuts. 7. Gesuch des Otto Rathschlag wegen Errichtung eines Gartenhäuschens Flur 38 Str. 101 bis 103. 8. Gesuch des Heinrich Nicolei wegen Errichtung eines Gartenhäuschcns Flur XVI Nr.83; hierr Dispens von A3 des Ortsbaustatuts. 0. Uebcrlassung der Turnhalle Zer höheren und erweiterten Mädchenschule an, den Lesehallc- vercin zur Veranstaltung von Bolksvorlesungen. 10. Stuck bringung von Wegbezeichnungstaselu des AuiotnobilklubS.

11. Herstellung der Anlagen vor dem Univcrsitätsgebäude.

12. Ermteiung eines Raumes in dem Gebäude des Alice- Schutvcreins zur Unlerbringuug einer 5liassc der höheren Mädchenschule. 13. Eletrrischc Beleuchtung int Oberhessischen Museum. 14. Bebauungsplan für die Lonystraße. 1 .',. Slus- schank alkobolischer Getränke aus der Eisbahn. 16. Bor> ansckstag der Armenkasse für 1014. 17. Voranschlag der Plockischen Stiftung sür 1914. 18. Krankenversichcrung der unständig Beschäftigten. 10. Eingaben, die Zuzirhung tvcib- lichcr Personen zu stadiischeu Deputationen betreffend. 20. Zuschuß zum Bürgerkindergartcii. 21. Slusnahmc einer neuen Stnleihe. 22. Gesuch des Otto Wenzel um Erteilung der Erlaubnis zum Schaukwirischastsbetriebc im Haus Brand­gasse 4. 23. Desgl. der Heinrich Bönsel Ehefrau für Hamm-t slraßc 15. 24. Desgl. des Max Jaskowsky für Kirchcnck platz 10.

Tie Evang. Konscreuz für das Groß» herzogtum Hessen (Friedberger Konferenz ) ver­anstaltet aut Dienstag, 3. März, nachmittags 3>.- Uhr, in Gießen (Hotel Schütz) eine Bezirksversammlung. Der Vor­sitzende der Konferenz, Prof. vr. 0. Diehl vom Fried--> berger Predigcrseminar wird überDas neue Hess. Psrüudeugcscp und seine Bedeutung für die Zukunft der L a It d e s ki r ch c" sprechen. An den Vor­trag soll sich eine Aussprache anschließen.

** Der evangelische K i r ch cn g e s a n gv c r e i n für Hessen wird sein dicSjöbriges Kirchengesangfest am 28. Juni in Butzbach, seine diesjährige.Hauptversammlung am 17. Sep­tember in Tarmstadi abhaltcn.

** 3 t c b 111) e a t e r. Tic heutige Vorstellung der neuen GcsangsposseSSi e einst im M a i" zum Benes,z und Jubi­läum von Herrn Rudols Goll dürste auch dadurch interessiere», daß die Direktion eine gan; neue Kostüm-Ausstattung beschälst hat, io daß das Werk geradezu eine Modcrevue des 10. Jahr­hunderts bedeutet. Es sei übrigens bemerkt, daß Maske» der Zutritt in den Zuschauerraum nicht gestattet werden kann. ZumLustigen Aden d" von Proscssor Salzer au, len- nerstag sei daraus hingewicsen, daß der Künstler ein vollständig neues Programm bringt.

" Ter Evang. Slrbcitcrvcrcin hielt am Sonn­tag im BereinSlvkal einen Vortragsabend ab, bei dem Privat- dozent Dr. K l c c b e r g c t - Gießen überRationellen Gar­tenbau" sprach. S'ach einer kurzen Einlertuna behandelte der Redner die zur Ernährung der Pflanzen erivroerlichen Substanzen und wies daraus hin, daß die Sonne, durch die Spendung von» Lickt und sgärmc als besonders wichtiger Faktor iur den Gartenbau in Betracht kommt. Er behandelte sodann eingehend die Behand­lung des Bodens und warnte davor, mit der Bestellung des Gar­tens zu beginnen, bevor die nötige Bodentemperatnr vorhan­den ici. Weiter beichästigte sich der Slortragcnde eingehend mit der sorteniragc und emviahl, der Beschasiung des Samens aus dem eignen Garten besopderc Beachtung zu schenken. Beson­ders wichtig sei auch die Kultursiagc, wobei eine genügende llm- grabung mögtickiü im Herbü eine weientlicke Rolle spielte. Der Redner behandelte dann noch eingehcizd die Tüugcmittet und ihre Anwendung,m rum Schluß noch sür die Bcwähcrnng der Pflan­zen beachtenswerte Fingerzeige zu geben. Slu den mit beson­derem Beiiatt autgenommcnen Bortrag schloß sich eine sehr ein­gehende Ausivrache, bei der die Ausführungen und Anregungeiz des als Gast anwesenden Stadtverordneten Simon ebenfalls b-,anderes Interesse sanden.

, ^'-raSGroßb. ÖcsssschcRcgierungsblatt,B tage Ar. 3. auSgcgedcn den 23. Februar 1914, hat folgend In ha 1 1 . I^PerzerchntS der Vorlesungen, Hebungen und Pn Nla, die im ^sommcnemester 1914 in den sechs Fachabteilung der Grotzd ^echnrichen .Hochschule zu Tarmsradt abgehalien w> lEharaktererterlungen. 3. Zulassung zur RechtSanwa - *' Au'gabc der Zulassung zur RechtSanwaltschast. Versetzungen - nt!,len ' 6. Dienstentlassung. 7. Ruhestand

* Ausbau der elektrischen U e b c r l a n d - anlagc im Kreise Büdingen. Die Proviirziawirel- tion schreibt unsr Aus Gründeu der Ordnung werde»» sür das weitere Slusbaugebiet der Ucbcrlandanlage nur nach Bedarf Installateure zugelassen. Für die neu anzu<> schließenden Gemciuden im Kreise Büdingen, darunter auch die Stadt Büdingen, ist bis jetzt noch keine Ins stallationserlaubniS an irgend einen Installateur erteilt worden. Sobald eine solche Erlaubnis erteilt wird, wird sie im Kreisblatt bekanntgegebcn werden. Tie Interessenten, insbesondere die Hausbesitzer, werden deshalb gut tun, mit der Stztrgebung ihrer Jnstallationsarbeiten zu warten, da ihnen fott)t ganz erhebliche Unannehmlichkeiten entstehen können.

** Der Stand der Maul - und Klauenseuche ist nach den letzten amtlichen S)eröffentltchungcn des Retck;s- anzetgers in Hessen folgenderr Die Maul» und Klauen­seuche besteht zurzeit in O b e r h e s s c n in einem Kreise und ist dort in vier Gehöften einer Geincinde verbreitet. In Starkenburg und Rheinhessen ist die Seuche ganz er­loschen. Die Schweine seuche und Schweinepest grassiert in Oberhessen in drei Gehösten, die in drei Gemeinden und diese wieder in zwei Kreisen gelegen sind. Neiu htnzugekommen sind darunter zwei Gehöfte in zwei verschiedenen Gemeinden, in denen die Schwcinescuche aus­gebrochen ist. In Rheinhcssen besteht die Seuche nur in einem Gehöft, in Starkenburg in drei Gehöften, die in drei Gemeinden eines Kreises gelegen sind.

** Die Vorzüge eines Schlafmittels. Eüt etwa 25 jähriger Mann namens Berg trat in einer Wiesbadener Pension als ein vornehmer SRann aus, zahlte sofort einen Teil der Miete, um dann seine WohnungSgeberin gehörig anzuvumpcn. Abends saß cr im Kreiic seiner Mitbewohner und schitdertc dort mit beredten Worten die Vorzüge eines von ihm et» fundencnSch las mittels, schließlich wollten sich die Mit­bewohner der Etage von der Wirkung des Schlasmittcls über­zeugen, kausten sür schweres Geld einige der angcprrcscncn Pul­ver und schliefen nach deren Genuß die ganze S'acht hindurch >mc die Toicn. Diesenallgemeinen Schlaf" benutzte Berg, um Handlosfer, Uhren, Ringe und Bargeld zu stehlen und dann spurlos zu verschwinden. Die Vorzüge des Schlafmittels hatten sich sür den Erfinder locnigstcns glänzend bewährt.

** D t eVereinigung zur Bekämpfung der Stechmücken- und Schnakcnplage" (Sitz Mannheim) schreibt in einem Tätigkeitsbericht für das Jahr 1913 u. a.: Die ungewöhnlichen Wittcrungsericheinungen waren viclcrort? die Usarchc, daß die Sck»iakcnbckämvsuttg vernachlässigt, sogar eingestellt wurde, wodurch Mißerfolge da und dort in Erscheinung traten. Erfreulich war in der verflösse,ren Slrbeitsveriodc die crsolgrcichc Mitarbeit der Behörden. Slus Stntiag der Kreisäuttcr sind in Hessen wiederum Kurse und Bcstchtigiingcn abgehalien worden: Darmstadt 8.9. August. Worin? 11.12. August, Lampertheim 13.14. August. Bensheim 15.16. August, Als­bach 18.19. August. Die Kurse und Borträge können von nun ab durch Licht- und lebende Bilder nach Naturaumahmen in der anschaulichsten Weise unterstützt werden. Tie Vereinigung konnte sich Einrichtungen zulcgen, die eine Vorführung der Licht­bilder selbst crm Tage und unabhängig von Elektrizität gestatten. Damit »räccn wir in der Lage, unicrc Auiklörungsarbeit auch in den vier oberen Schuljahren der Volksschulen zu be­ginnen, denn gerade von dieser Tätigkeit versprechen wir IMS auf dem Lande den allergrößten Erfolg. Die Tonimerbckämpsung muß die Winterarbcit ergänzen. Es gehören aber dazu ver­ständige SlussührungSorgane. die sich zur Pflicht machen, der Arbeit mit Ausmerkiamkcit sich aitzunehmcn. Wiedcr- holungskursc sind darum unerläßlich.

" Güterrcgistcr. Gütertrennung haben vcrein- lbart: Georg Friedrich R u h l, Tieibauuiiternehmer zu Lollar und dessen Eheirau Susanne geh. Gröier.

*" G r u n d st ü cks v c r k c h r. Grundstücke zu W a l I d » r', die aut den Namen der al Schreck, 'Anna Katharine, geh. Stcin- brcnncr. I>> Schreck, Clemens, Kaufmann, eingeirageu Ivarcii, sollen Mittwoch, den 15. 'April 1014, nachmittags 2>» Uhr. aur dem Rathaus zu Walldvri im Wege der ZwangSvoltstreckung ver­steigert werden. Ein Grundstück zu Mainz, da? aut den Siamcn der 1. Koifcratb, Slugust, Privatmann. 2. Koiieratti, Mathilde, geh. Rettich, dessen Eheirau, eiuaetragen war, soll Dienstag, den 28. April 1014. nachmittags 3', jlhr, im Wege der Zivangsvollstreckung im Saal 31t des JustizgcbäudeS Mainz versteigert werden.

** K l c i n e M i 11e i l u n g c n. ?.'cit_ciiicm Reingewinn von 40 175 Mk. schloß der O v p e n h c l IN c r S v » r " u n d K r c d i t » verein sein 41». Geschäfts,ahr ab. Zur Verteilung gctaugrii, inie auch in den Boriabreu, 7 Prozent Dividende. Das levle Geichäits- lahr war für die Kaiic lcin besonders günstiges. Der Reingewinn ist um rund 6000 Mk. hinter dem des Vorjahres zurückgeblieben.

In der GemeinderalSsitzuiig in Ober Rn ui st a d I verließen die lözialdcinokraliirhcn Gemcindcrätc ostentativ de» Saal, nachdem der unberechtigte Slntrag ihres Führers, über eine schon beichlosseiie Slngclcgciihcit nochmals abziistimmtzn, abgelehnt toorden war.

" Konkurse in .Hesse«. In dem Ko»k»rsverfgbrc» über da? 'Ucrinöge» I. der Jakob Schleicher Witwe, Elifabethe, geb. Steimneh, i» Geoh-Gerau, 2. der Firma Jakob Schleicher zu Groß-Gerau, Inhaberin Elisabethe Schleicher in Grob-S'craii, I den Nachlaß des Karl Schleicher i» Groß-Gerau ist an stell« de» verOorbeneu KoiiklirSverivafterr Spreng RechtSnmvalt Tr. «Jini» volh in Grob-Gera» z»n> Konkursverwolter ernannt ivorden. To? KoiikiirSveriobreu über dos S«erinögen der GastivirtS >md

- veieretbändlers Pl.irtiii £ di u It e r zu hiittenkeld-Lamverthetin ift nufgehove». In dem Koiikur-veriabre» über de» Nachlaß de? zu »udeiiheim Svarrmuhlc ivohnhaa gewcieuen >md dalelbit ve> ltordcue» Müllers Johann Scherer ist der Schlußtermin auf TomierStag, 18. März 1014, vormittag» II Uhr, vor dem Aroßb. Aiiilsgerlchk SSörritadt beftimmt. Ta4 Ko>'klirSverfahreu über da? Vermögen des Reinhard Fey von Lißberg ist eiiigeslellt worden,

Ar^is Biwinflrn.

--7 B o r § b o r ?, 22. ftebr. Gestern wurde die bicftqc Wein ein bejanb zum zweiten Male verpachtet. Ter Pacht- preis betrug 10 Mk.. qeaen bcn früheren ein Mehr von 300 Mk für das Ja! r. Trotzbem würbe die A e n e h in i a u n g v e r s a at^ ba noch eine weitere Steiaerung bnrch Pervachtunq in zwei S8e' jirfen bestimmt erwartet wirb. ?:ie aanze ttzemarkmm wirb von Wald bearenzt und hat auch einen eilienen Waldbestanb. feilte mittag 12'/, Uhr überflog ein Luftballon in geringer ßöhe Bors darf.

.^reis Alsfeld.

Alsfeld, 24. Febr. In der Lberrealschnle sand unter dem Vorsitze des .Herrn Geh. ^berschulrat B l o ck aus Tarmstadt die R e i f e p r ü f u n g statt. Von den 10 Abi. turienten, die alle bestanden, konnten von der niündlichen Prüfung vier vollständig und vier in cinzelneit Fächern be­freit werden.

>lreis Lauterbach.

Iv L a u t e r b a ch, 22. Febr. Im Saalbanzum IoliamieS» berg fand gestern bei zahlreicher Beteiligung bte diesjährige vauvtversammlnng des Kreisrechner -Verbandes statt, zu der auch Kreisral v. Werner und Kreisamtßbnrcauoorslc'her B c ch t o l b erschienen waren. Nach Erstattung des Rechenschalls- bericht-? durch den Berbandsrechner O e st r e i ch , Stockhauien, wählte man als ersten Vorsitzenden iür den verstorbenen Geu emde- rechner Schott, Lanbenhausen. Rechner Ö e st r e i ch, Stockhausen, während als neuer Berbandsrechner Kemeinberechner Schäler von Schlechtenwegen gewählt würbe. A!it der Hauptversammlung war eine allgemeine Besprechung und Belehrung über das neue K r a n k e u v e r s t ch e r u n g s iv e s e n verbunden. Olach Cchlutz der Versammlung fand ein gemeiulameS Dlittagessen statt.