Einzelbild herunterladen

bni un Sf (uifleftBflt, ob der Bundesrat entspre

rtjenb bett 'Stbtidjn, der jabafatbeiter Hachaus jebinfe ''*£)§ Id des HausorberiSAesetzes, für die Tabakindustrie er richten wird. Die Tabakarbetter legten auf die Errichtnirg diefer Fachauchchusse namentlich für Bezirke mit starker 'abafmbnftnc großen Wert In der Anträge wird darauf hingewiesen, daß bereite- im Joviimr des Vorjahres eine dem entsprechende Vorlage in Ansficht gestellt worden war.

Der fogenannte Zab crnauSschuß des Reichstags, der mit der Vorberatung der Anträge über das Recht des militärischen Waffcngebrauchs betraut wor­den ist, ivird am nächsten Mittwoch zusammen treten, ent­gegen anderen Köachrichten wird sich das Kricgsministcriuin in diesem Ausschuß vertreten lassen,

Ter Entwurf zu der dentsch-franzüsischen Abmachungü ber türkische Eis e n b a b n - und Fi nanzfragen ist am Sonntag mittag im Auswärtigen Amte von den beiderseitigen Unterlwndlern paraphiert Morden, Der Entwurf bat die Form eines Abkommens zwi­schen der Deutschen Bank, die gleichzeitig die Anatolische^und die Pagdadbahn-Gesellschaft vertritt und der Kaiserlich Ctto mantsche» Bank, die gleichzeitig für die Syrische Eiscnbahii- gcsellschafr und die zu,' gründende Eiscnbabngeselljchaft für das Schwarze Meerbccken handelt. Die deutsche und die fran­zösische Regierung beabsichtigen nach Prüfung des Abkom- tucns von dem Inhalt durch einen Notenwechsel ossizictl Akt zu nehmen Voraussetzung für das Inkrafttreten der Ab­machungen ist die Liirigung der Parteien mit der Türkei über die schwebenden Fragen,

üttflanb.

Ein Ausruf der Königstrcuen in Schweben, Die Parteien der Rechten in der schwedische,i Ersten und Zweiten Kammer verüstentlichten beute ciden Ausruf an das schwe bi sch e V ol k, in dem zunächst aus die letzte» ernste» Weltbegeben beiten sowie Olli die dadurch veranlaßt,-» Rüstungen der großen und kleinen Staaten binqewieseu wirb. und dann eine Schilderung des Verlaufes der letzten innerpolitst'chen Krise in Schweden bis zum Rücktritt des Ministeriums Staaii gegeben wird. In de,» Auirui beim es:Die notwendigen Forderungen einer schnellen und plan­mäßige,I Lösung der Lanbesverteibigung opferte dieses Ministerium, IN baiür einen Streit mit dem K ö n i a über dessen Rebcsreibcit und sein in der Bcrsaiiuna teitgcictztcs Recht cinzutanichcii Der Stanbvunkt dieses Ministeriums ist von der liberalen Partei an erkannt worden, die bomi, den Parlamentarismus in die erste Reibe und die Sicherheit des Reiches in die zweite Reibe stellte, Tie sozial­demokratische Partei, mit deren Unterstützuna das Ministerium Staat» in der Zweiten Kammer die Mehrheit batt, macht kein Geheimnis daraus, daß das Ziel iür ibr Mitwirken eine T c m ü t i - gunq des Königtums und die Einsübrung der Re vublik wgr, TaS ist die wirkliche Lggc, die man unter dem Vor­wand verbergen will, daß die Arbeit zum Fortichrit und zur Selbst Verwaltung des ,'chwebiichen Volkes in Gefahr ist. Aber bas ist nicht wabr, Tie Reiormarbcii in Schweben ist in den letzten Jahre» vor wärts geichriiien unter der Mitwirkung aller Parteien, und die Selbstverwaliung des Bottes rubt au, zwei Grunbiätzen: »ack, innen au, der Erbaltung der Berigssung IIN!> nach außen aus einer sicheren stSebrmach,, Wir richten dabcr an alle, die ei» Herz iür die Sache des Vaterlandes baden, die dringende Ausforderuiig, sich nicht ver leiten zu lassen, die Bertcidigniigssrage den Parteislreitigleitenm die von niemond bedrohte Selbstverwaltung des Volkes »ntcrzuorb- nen und damit unsere ngtionale Eristcnz aus das Spiel z» setzen,

Tie Türkei und disNote der Mächte. Tie Groß- möchte baden in Konstanlinovel ibrc gemeinsame Rote in der Jnsclirage überreicht,nb die Türkei bat sich damit abziiiinden, Tic oiiiziäseJeunc Ture" schreibt: Zn der schwierige» Lage, i» der nur uns gegemväiiiq befinde», dürien wir uns nicht voll Zar» oder Unwillen leiten lassen, io begründet diese muh sein mögen. Die Antwort, welche die Pforte de» Großmächte» wirb erteilen könne», wirb sich nicht allein nach dem»bestreit baren Recht der Türkei und der Größe des ibr angetanen Un rechts zu richten Haben, sondern auch nach den Mitteln, über die wir verfügen, UN« dar Unrecht wieder gut,zu machen. Das Houvt- »iel der Türkei muß die Reorganisation des Reiches sein.

Au» Stadt und Canft»

Gießen, 16. Februar 19X4.

"Preisausgabe» her Universität Gießen, Für das Jahr 1914 ist werden folgende Prcisaufgabcn ge stellt: Bon der theologischen Fakultät: l, für de» akadcmi- scheu Preis: Tieivstischeii Elemente in Luthers Fröminig- kcil und Theologie bis 1521. 2. für den Leydheckcrpreis: Ter konfessionell-lutherische Widerspruch gegen die Innere Mission in der Mitte des 19, Jahrhunderts, mit besonderer Berii tsichtigung der ihm zugrunde liegenden Auslassung von der Kirche, Bon der jnristischci, Fakultät: ES soll der Kamps um die Aufgabe der gesetzlichen Beweisthcorie im deutschen Strafprozcßrecht des neunzehnten Jahrhunderts dargeftellt werden, Von der medizinischen Fakultät: l. für den akademische» PreiS: Der Status hnpoplasticus und die Bedeutung konstitutioneller Momente, 2, für den Valscrpreis: An Gesunden und Nierenkranken soll nach Zu­fuhr stickstosshaltigcr nicht eiweißartiger Stoffe deren 'Aus­scheidung untersucht werden, Von der philosophischen Fakultät: I, aus der Mathematik: Die nach Euler und Laplace benannten Methoden für die Lösung linearer homo- gener Tissrreiitialgteichungeu durch bestimmte Integrale solle» aus Systeme solcher Differentialgleichungen über­tragen werden 2. aus der Mineralogie: Laßt sich die Verwitterung der Silikatgesteine unter dem Einsluß der schweflig^' Säure experimentell verjolge»? 3, aus der L a n dwi c t scha s t: Untersuchungen über Keimkrast,

Triebkraft >md Fusarinmerkennung, 4, aus der Ge­schichte: Iirnocenz III. und die Deutsche Reichsverfassung. In der Arbeit sind die Ansprüche Innvcenz III im Anschluß an die neiwste Literatur über die Stansisckwn Kaiserwahten zusammenzusleflen und aus ihre Veranlassung und Be gründnng zu untersuchen, 5 aus der de u t s che Philo­logie: Tie Schlagwörlcr der literarische,, Kritik in der Zeit der Klassiker, Tie staatlichen Preise betragen se 130 Mk , der Preis der Leydlieckerstiflnng 200 MI: der Preis der Balserstistiing besteht in den mvgesähr 500 Mk, betragenden Jahreszinsen des Slistungskaprtals Es kann auch die Hälfte der Preise znerkawnt iverden. Wer sich um el»en Preis ln-wirbt, nniß mindestens in einem, der beiden ans die Slefluug der Aufgabe folgenden Semester an der Universität Gießen immatrikulierl gewesen sein. Jede De» werbungsschrtfl dars nur einen Verfasser haben Die P ew erbniigSschrij t ist in der Sprache ad^nsassen, tu der die Ausgabe gestellt ist. Aus dem Atel ist rxn Kemiwort anzu­bringen Die Bewertengsschr ist ist vor dem 1 Avril 1915 einzusenden unter Beifügung eines versckstvssencn, mir dem Kennwort der Arbeit versehenen Briefumschlags, der die Angabe des Verfassers nnd seiner Adresse enthalt Die sendung ist an die Fakultät zu adressieren Beim Jahr essest der Universität an, 1. Juli m.i verliest der Rektor die Urteile und verkündigt die Namen der preis­gekrönten Bewerber,

** Die Polkszahl de r fünf größten Städte Hessens Nach den Fortschreidungen, die auf Grund der standesamtlichen Eintragungen der Geburten und Strrbe-

sälle und der votizeilich gemeldeten Zu^ und Wegzüge vor- genvmmen toerden, hatten die folgenden Städte am l. Januar 1914 nachstehende Einwohnerzahl: Mainz mit Mombach, Kastel und Kostheim J22036, Tarmstadt 86905, Lnenbach mit Bürgel 80 237, Worms mit den Vororten 48872 lind Gießen 32857 Für statistische Zwecke empfiehlt es sich, als mittlere Bebölkernng 'an, 1 Juli) der Jahre 1913 bezw, 1914 folgende Zahlen zu verwenden: Mainz 121/00 und 122 370, Darmstad! 86 290 und 87 520, Lssenbach /9 7;>0 und 80 7:30, Worms 48 510 und 49 210, Gießen 32 o60 unb 33 160.

Die Manl- nnd Klauenseuche hcrricht noch in Rieder-Wöllstadt. Kreis Friedbcrg. Ein NeuauSbrnch der Seuche ist gen,eldet an? de», Bezirk Sonthofen, Bayerisch Schwaben.

" «i e ß e n e r 2 t a d t t h e a t c r: A l t-S e i d e l h e r g. Vor vollständig ausvcrkanstcm Hause wurde gestern nach längerer Pauie wieder einmal Mcner Försters sentimentales Studcnicnsttick 2llt-Heidelderg gegeben, das seil Menschenge- deiiken ,vohl den größten Tycatcrcriolg gehabt bat, Linch gestern verfehlte dos geschickt gemachte Werk seinen Erfolg nicht, obwohl nicht immer eimvandsrei gestrichen war, und die Darsteller mußten sich immer und immer wieder zeigen. Als Karl Heinz schuf Herr Stei-nboscr mit besten, Gr lingen einen liebenswürdigen, gtücksuchenden Prinzen, dem der Mai »nd die Jugend jauchzend ,m Herzen sitzt, um sich unter dem lähmenden Einfluß der Hofluft zu stiller, weh mutvoller Entsagung nmzuwandeln. Eine in jeder Hinsicht sehr schöne nnd ersreuliche Leistung, Einen anfangs wohl etwas zu burschikosen Prinzenerzieher bildete Herr Bolck als Tr, Jüttncr: in der Heidelberger Zeit war er vortress lich und namentlich den Abschied von seinen, Zögling wußte er sehr glücklich zu gestalten. Einen vorzüglich erfaßten und glänzend durchgeführten Lutz bot Herr Grosser, Ohne in hie so nahe liegenden Uebertreibungen zu verfallen, zeich-- nete er den formvollendeten, selbstbewußten Kammerdiener mit glänzender Pose nnd bestechender Würdigkeit, Eine prächtige Kathie voll Jugend und Sonne war Frl, L i n d e ck: ein herzliches, süßes Mädetckien ans der Weanerstadt, Ter kecke Graf bon Asterberg des Herrn Rottcck litt stsmmiich unter seiner leider immer noch wirbt gehobenen Erkältung, Den Staatsminister von Hangt spielte Herr Schubert mit geziemender Haltung, sachlich und schlicht, Herr Bochum als Rüder stand nicht am rechten Ort, Köstlich war der alte Kellermann des Herrn (3oll; eine feine, lustige Type, Zu erwähnen wären noch die Herren Dworkowski und Grosser-Braun,. sowie Frl, Franz et. Der Zu- schaucrranm war sehr stark überhizt,

* Stadliheater. Nochinals sei ans de» »wrgigeu niodernen Einakter-Abend hingewiesen, derntKaminer- s ä » n e t' iFrank Wedekindl, der »Bänern«' lltlara Dielio und .Paul » n d Paul a" <Herbert Enlenbcrg,, dve> dekannie Auwren mit chorakleristischin Werken zu Worte ton»»«» läßt, Tie Ersl- anssül>rm,a der neuen ütesangsposse .Wie c > lt i», Mai- an, 2e. d§, Mts, zn,» Benefiz nnd 2öjä[ixigen Blll»>cnj»bjlä»n> des RegisseurL Rndoli 8 o 11 dürste eine besondere ?!nz>eli»a werde». Tie sorgsälüqe Vorberkitung, die Veseßnng ,»it erben Krallen, die blenausnaltung »,ti Kostümen dee verschiedenen ZenadschnNle der verganaencn IahrlnmdcrtS lassen eine wirkmigSvoÜe Aufführung erwarte».

** Zu einer närrischen Fremdensitzung am Sonntagachniittag und abend hatte der Karneval-Verein ein geladen, unb eine große Zahl von Gästen von nah »nb fern batte der Einladung Folge geleistet, so daß der Saal von Steins Garten bis aus den letzten Platz besetzt war. Schon lange vor Beginn trieb da ein närrisch Volk sein Wesen und machte es dem bohen Rat der Else nicht leicht, Zucht unb Ordnung darein zu bringen. ?llle die vielen tresslichen Büttcnvvrträge zu nennen, die die srobe Laune mit Erfolg vor dem Einrosten beivahrlen, würde zu weit führen, Sic waren sämtlich gut nnd gespickt mit uwsundem Humor und derber Satire, Erwähnt seien die Herren Berlin, W e i b i g, Steuer Wald und einer, der als Tünnes ganz mächtig wirkte, aber nick» genannt sein will. Und endlich als Beste von allen Fräulein Ellen Rabe vom Gießencr Stabllheater, bieZnit ihren reizenden Ka'oarctllieber,, ein Etwas in die sröblichc Stimmung brachte, stz. -*r-~füÄ-j «i».t <«*-' k-n

Das A,»t des Präsidenten vom Rat der Else verwaltete Herr Fix zur allgenieincn Zufriedenheit, Ein Gast aus Nürnberg, Herr A l t h o f f, hielt eine Rebe aus die Närrinnen,

** Ter zweite Hessische I u g c ,t b t n g und zu gleich die Mitgliederbersammlung des Hessischen Landesvcr bandcsJungdeutschland" wird am Mittwoch, 4, März, dor mittags 10 Ilhr, int Hotel Trapp zu Friedberg abge halten, Kreisschulinspektor Professor Ä is s i nge r hält einen Vortrag über das Thema ,Izugendwandcru»gen'3 lieber die Bedeutung des Turnunterrichts in der Fortbiidiingsschulc wird Lehrer Saum (Tarmstadt) sprechen, Bürgermeister Müller (Tarmstadt ivird einen Vortrag überRechts- bcratnng der jugendlichen Mitglieder der Inngdeutschland- vereine" halten. Die Ortsgruppe Friedberg veranstaltet am Vorabend im Saalbau einen Jugendabend,

** Eine Fichtefeier, Unter starker Beteiligung be­ging der vereinJnng-Frankfurt" am Sonntag mittag im Neuen Theater zu Frankfurt eine Fichteseicr, in deren Miltel- vunkt die Festrede von UiliversitätSvrosessor Tr, Kinkel ^Gießen) überF i ch t c s B e d e u t u n g s ü i d i e d e u t I ch e Jugend und die Zukunft u n s e r e s B o l k e s" stand, Vorlesungen aus Fichtes Werken durch Schausvieler Otto Bernstein und musikalische Darbietungen gaben der Weihestunde den äußeren Rahmen.

A ns de m L e b du s a h ren d e r L cu te Am Sonn­tag früh mit den, 8-Uhr-Zuge kamen von Großen Linden ein Mann nnd eine Frau lheide Ausländer) nach Gießen, um die Klinik anszgisuchci,. Der fleine Weltbürger, den man erwartete, konnte aber nichtnchr so lange warten, sondern erblickte schon unterwegs das Licht der Welt, Der Pater wickelte das Kind in einem Rock ein. In einer Droschke, ivelckw von einem Polizeibeamten bestellt und von Spendern, denen das Elend zu Herzen ging, bezahlt wurde, fuhren die drei »ach der hiesigen Frauenflinilk, Die Reisenden komiten lein Tentsch, daher war eine Ver- ständigmig sehr schwer zu erzielen Es soll sich um eine bernmziehende Gesellschaft bandeln, ivelche Bärendressnr oorführt, Tie Leute sollen sich soeben in der Gegend von Lang-Güns und Großen,Linden beflnde». Nachmittags fuhr der Vater, nachdem er wußte, daß Mutter und Kind in sicheren Händen waren, sreudeitrahlend zurück,

»» Die Gießener Frauenvereine harten am Sonnlag nachmittag zu einer Besprechung und Erklärung des neuen K ra n ke n kasse n ge setz e s ins .Hotel Ei». Horn eingeladrii Scho» lange vor Beginn der Veranstaltung war der -saat überfüllt Bevor man mit dem vorgesehenen Bortrag über das neue K rankenversicher ungS- ges e tz beginnen tonnte, wurden aus der Persaminlimg An- sragei, über die Dauer der Redezeit der- nach dem Vortrag itattsindenden Aussprache gnlellt. Als die Vorsitzende eine Redezeit bon > Minuten für jeden Anfrogrnden in Aussicht ä u >"enig bezeichnet und von einer der Besucherinnen dieGenossinnen" aufgefordert, den Saal zu verlassen. Obwohl hirrdurckz der Beginn des Vortrages eine kleine Verzögerung erfuhr, konnte doch der beab­

sichtigte Zweck nicht erreicht »«erden, da der Saal auch nach 'Abwesenheit der Abgezogenen bis aus der, letzten Platz besetzt ivar imd der lwrge-

schene kurze Vortrag über Rechte und Pflichten nach dem neuen K r a n k e » v e rs i ch e r nn gs g e- i e tz ohne Störung gehalten werden tonnte. An den Bortrag schloß sich eine sehr eingehende Aussprache, die bewies, daß auch die weiblichen Versicherten den neuen Bestimmungen großes Interesse eiitgegenbringe». Zum Schlüsse lourde noch auf die am 3t. März l, Js, stattfindende Wahl zur Orts- krankenkaise Gießen-Stadt aufmerksam gemacht und beson­ders darauf hingewiefen, daß diesmal neben der von de» freien Gewertschasten vorgesehenen Liste eine zweite von nicht- sozialkemoiratischcn 'Arbeiter-, Angestellten- nnd Frawen organtsationen eingereicht wird

Gießen bei Nacht, In ansckieinciid karnevalisti­scher Stiinmung schlug ein junger Mamt in der Nacht zun, Sonntag zwischen 5 und >/»6 Ilhr zwei Scheiben von Aus« hängclaslen in, Settersn-eg ein. Er ivurde aber dabei von dem Wächter Nr, ! des Gicßcner Wach- und Schließ-Jnsti tuis ertappt und seine Personalien sesrgestellt Bon deni Wächter Nr, 5 ivurde vor einigen Togen ein Mann des Nachts um 3 Uhr mit einem Bündel Hafer von 506VPsd . den er seinem Arbeitgeber eniivendet hat, in der Rodheimer Straße betroffen, ivelcher zur Anzeige gebracht ivurde, Ferner wurden noch vort den Wächtern in letzter Zeit elf Wasserlcitungsrohrbrüche rechizeitig entdeckt. Sie sorgten für sofortige Absteflung der betr, Leitungen und verhin­derten somil größere Schaden,

** Eine dreifache Jubelfeier, Schreinerineister Kart Andreas Schreier, Sonnenstraße 5, feiert heute mit seiner Ehefrau silberne Hochzeit, Zugleich kann ec in diesem Jahre aus eine 25jährige Tätigkeit bei der Firma Brück zurücksehe» und ist seit 25 Jahren 'Abonnent des Gießener Llnzeigers,

** D i e b st a h l v d c rT ch e r z" ? An dem Hause eines Spczialarztes in Ser Bahnhosstraße wurde heute nacht et» Messingschild abgenammkii und tortgetragen. Es handelt ncki also entweder um einen Diebstahl oder uni einenSpaß", der seine Urheber aber wirklich nicht als ivitzige Leute charak­terisiert, Es ist bei der Polizei Anzeige erstattet worden, daher wäre die ireiwiltige Rückgabe anzuraten.

Die H u >1 d e d «I i g e r werden gewarnt, ihre Hunde in den Anlagen bei ler,»Manien zn lasse», Ti! Echntzmnnnschait hat Wellung e-balten, dergrligc Ueberiretn». ea -.umaclisschtlich zur An­zeige z» bringen. Ai-ßerbem wird der stäbllsche Hnndciänger gllo Hunde einsangen, die sich herrenlos in de» 'Anlagen niöbalten. Tie betreffenden Hundebesltzer baden daher nicht nur Strafe j» ge­wärtige», solcher» auch die Kostel, des Einiangens, der Lerpflegn»« der Hunde »sw, z» tragen.

** Ans de IN Leben einer Kellnerin. Abele S, ist ein bübichcs. geißig gewecktes Mädchen, Ihre Familie hatte zeit­weilig in Mai«,z einen Gafthoi tune. Als vor einigen Jahren ihre Eltern starben, beiand sie sich dem Nichts gegenüber, Sic besann sich jeboäi nickt lange, sondern nahm eine stelle als Äcllncrin in einen, fleinen Oertchcn an der Mosel an. Sie ioar ilcißig, i'barsain, beliebt bei ihrer Herrschest ebensowobl ivic bei ihren Gästen, »nd es gelang ihr mit brr Zeit, einige Hundert Mar! Eribarnisse zn machen. Leiber war sie zuletzt von cinem Zahnübcl geplagt,' welches eine längere Kur erforderte. Weil dies nicht gut mit ihrer Tätigkeit als Kellnerin in Einklang zu bringen war, beschloß sie, vorlänsig ihre Scelle auszugeoen unb sich in Wiesbaden nieder zulossen, Ta sich ibrc Ki-ankhcit in die Länge zog, Ivar ihre Aerzle- reckinung aus einige Hundert Mark angelauicn. Weil sie nicht im stände war, aus eigenen Mitteln die Rechnung zn bezahlen, faßte sie ans Grund einer Rücksprache mii ihrer Logisgeberin den etwas sellsameli Entschluß, durch die Zeitung eine mrnschensrcvnbliche Dame oder auw einen Herrn zu suchen, loetche gewillt seien, ibr ani ihr ehrliches Gesicht mit einea, Darlehen unter die Arme z» greifen, ES meldeten sich auch aus das Inserat vier Personen: eine Fr», »ns Fulda unb drei Herren ans Wiesbaden, Unter diesen' befand sich der Fmmobiliezlagrnt A, E, Dörncr, der das Der- traue» de- Mäbckuns zu erringen verftanb, D war vcrbciratet, gab sich aber den, Mädchen gegenüber iür ledig aus Bold entspann sich zwischen den beiden ein reger Verkehr Eines Tages reifte man zu­sammen nach Bingen, ,oo Abele Stellung zu sinbe» hoffen konnte. Vielleicht nicht ohne Absicht von T. verzog sich die Rückkehr nach Wiesbaden bi? zum späte» Abend, Ta die 2, die Haustür ihre? Logis »erschlossen fand, solgtc sic deui T, in ein Hotel, Dort mr- hlifb mon vier Tage. Um die Rechnung bezahlen zu könne», mußle sie afles, was iie an Wertgegenstänben besaß, zum Piaubbaus bringen, Nichi allzu lange nachher eriniir das Mädchen zu leinen, Schrecken, daß A uerbeiratet sei, E:- kam zu^einer Szene, T, aber neranlaßic das Mädchen durch Trobungeu, Schläge und durch die Versicherung, baß cr mit seiner Frau in Ehescheidung lebe unb daß er die Geliebte beiraten >vort>e, iavalo der Prozeß entichicben sei. zur Forckctzung des Verbältniises, In dieser Zeit ging c? der S, außerordentlich ichlecki. Wenn T, ihr bann unb wann auch Unter stütziingeii gewährte, io war'? dock zum Sterben zu viel und zum Leben z>, wenig. Zniir^Glück gelang es ibr endlich, in Mainz Stellung zi, linden, Sic wurde Kassiererin in einem größeren Mainzer Restaurant, wo T, sie seboch durch seine Eiieriilcht halb wieder vertrieb. Später fand fte i» Wiesbaben Stelluna, schließlich aber zwang T, bas Mäbän-n, in seinem eigenen Haushalt Logis zu nehme» Sritbem vergingen keine Monate, in bei»» das M ädchen deni T, nickK 50, 60, 70 Mk, und mehr gab. Alles, was sie mir autbringei, konnte, gab sie ihm, unb als Dank wurden ihr die pein­lichsten Eiiersuchtsizenen bereitet. Zuletzt lonrbe T, unter dem Vcr dacht der Branbstiitung in Unteriuchungshast genommen. Von dort ersuchte er die S, dringend, die Kosten seiner Selbstbeköstigung ans sich z» nehmen,nb auch dieser Aussorderung leistete bas törichte Mädchen ivillig Folge. Mehr als 200 Mk, innrde,, derart iür D, anigewanbt, und der Gesamtbetrag, welcher ihm während der Dauer seines Verbätlniiies zu dem Mädchen ziiacilossen ist, übersteigt 1000 Mark Undun bas Ende vom Lieb: T, oe>-iveigerte nichtnr die Heran-.,»de der Pfandscheine des Mädchens, ,'mrdern er denn«--- zier ! c sie auch nach seiner Verurleilung, weil iie in seinem Jnter- enenier Eid e», s-licheS Zeugnis abgelebn: habe. Dieser Fall wirb vlnauslichilnti, wie dasAiesdabcner Tagedlati" mitteUte, de- Wiesbadener Gericht beschästigcn,

x. / Kleine Mitteilung! II, Bei der Station Sand»

' "" bfr '«abnlimc Höchst i, OAschaiienburg wurde

der ldiabrige Arbeiter Vogel vom Zug überiabren und sofort Zu Len g tcl o sprang der Knecht eines dortigen Landwirts vor de», ,Hme eines Metzgers vom Wagen herab nne direkt >n einen an den, vauir belestigten Fleischhaken hinein, Te- Haken drang oem Knecht oberhalb de« einen Auges ein unb kan am Koche ioieber heraus

^ Kreis Friedbcrg.

/st " ^ " db e r g, 15. Febr, Henie nach,niltag ivurde unier Veat.itang der kreiwiltiaen neiieewehe derEvenalern>«!st«r Klein beerdig:. Am »«, Faa> war er ons dein Wege nach Ockstad verimglackt und Halle sieh eine Koviverlehniig ,gezogen, der ee Ä2 " t l0[1 'r 1 Der Einbrecher, welcher verschiedene Wiickchakt-ii bein,suckle, «ft durch Polizeiko.nmiffar Weiß -rmiitelt ®tber. - Z der Etadtkirche kand in «egenwart des Bürgermeisters, Banrat Stadl, de? Dozenten ^lawaioiak. de» KirchenvarstandeS und des VorstniideS bet ttirchenbaiivereniS die Abnahme der HerstellnngSarbei'en der «let- trischen Belenchtung statt,

Hessen-Nassau.

^^^dsbade», 16, Febr, Bein, Spatzenschießen i» der Gärtnere, Philipp Müller in der Franlsnrter Straße wurde die z wan zig j ä h r i g e T p ch t e r M ü l l e r s durch einen Schuß in dir rechte Seite getrossen Tie Verletzte wurde in bedenkliehem Zustande in das Krankenhaus ge. bracht. '*