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itiS 521956 Mk, tm ftteiic Crientnd) 7 512 855 -Df f-, im Streife Wiegen 17 628 656 Mk, im Kreise Main; 7 181 251 MI., mi Kreise Soll»'! 8 366975 MI sin der Provin, Starkenburg betrug der Berkaufswert 69 946 268 MI., in Oberhelsen 86 263 50» Mk. und in Rhttnhessei, 39 682 849 MI Ter durchschnittliche Beekausswerl eines Stückes berechnete sich für 1912 bezw. iür 190» wie folgt Sohlen untei 1 Jahr 313 Mk 190» 210 Mk.>, Pierd fou I I .fahren 923 'Mk 694 MI . .»alb unter 6 Wochen 67 Mk. 41 Mk. »uh oder »albin über 2 Jahre 471 :9!t 313 Mk. . Mutterscha'

38 Mk. i22 MI... Schwein von >-»1 Jahr '23 Mk 67 Mk. Zuchtsau über I .Iahe 108 Mk. 9» Mk. . Ziege 26 Mk. (17 HIV Ter durchschnittliche Berkaufswert eines Pferdes betrug 1883 472 Mark. 1900 554 Mk. und 1912 772 MI . für Rindvieh 1883 213 MI , 19(K> 246 MI , 1912 373 Mk., für Zchase 1883 22 MI.. 19« 91 MI 1912 31 Mk , für Schweine 1883 59 Mk.. 190» 50 Mk. 1912 85 MI. für Ziege» 1883 13 24«.. >90» 17 Mark. 1912 26 Mk . iür Issel und Maultiere 1883 61 Mk., 1900 64 Mk. und 1912 150 Ml.

In, Aiizchlnsz Hiera» ieien »och die hauvtsächlichsten Fleisch- breise im Tezeinber 1913 erwähnt: Zn Türmst adt: Schien, fleisch 96 Pfg. Rindfleisch 86 und Pfg., Kuhfleisch 70 bik 9» Big., »albsleisch 1 :MI., Schweineslelsch 90 Pfg., Hammelileiscl 1 Mk.. ui Os senk, ach: Ochsensieisch 96 Psa., Rindfleisch 7( und 8» Pig., »uhiieisch 70 und 90 Pfg., Kalbfleisch I Mk.. Schweineflessch 1 Mk., Hammelfleisch 9» Pfg.. in Wiege» Ochsenslmsch 94 und 96Pfg., Rindfleisch 94 Pfg.. Kalbfleisch 94 und 96 Psg. Schweinefleisch 8» und 96 Pfg.. Hammelfleisch 96 Pfg.. IN Mai», 4 t Ochsensieisch 92 und 96 Psg., Rindfleisch 68 und 90 Pfg., Kiihfleiich 64 und 68 Psg.. Kalbfleisch 96 und 100 Pfg., Schiveineileisch I Mk.. Hammelfleisch 1.20 Mk., IN Warm» Ochienfleiich 96 und 10» Psg., Rindslessch 96 Psg., Kuhsleisch 76 und 76 Psg., Kalbfleisch 1 Mk., Schweinefleisch 96 und 10» Pfg., Hammelfleisch 1 Mk.

Das Turnen >' ch u l v f 1 i cf] t i g e r Kinder r n Turnvereinen, (sine in weiten »reifen mit besonderem In« tercfic aufgeiiommene Entscheidung über die Z I s ung schul vflichtiger Kinder »um Turnen in Turnvereinen hat soeben di v b e r ü c hessische Schulbehörde getroffen. Hiernach ist den Schulkindern die Teilnahme am Turnen in den Turnver­eine» dann gestatkei, wenn der Turnverein -die Gewähr daiür bietet, dai; er die Jüzend nicht in einer Weise breinilu'sen wird die den Aufgaben der Schule zuwider läuft, welche darin bestehen, das? der Jugend die Grundlagen religiös-sittlicher und nationaler Bildung gewährt werden. Tie Teilnahme am Turnen der Turn­vereine ist den Schulkindern deinen lsvrechend unter folgenden Be­dingungen gestgiiet:

1. Eine Mitgliedl'chast vo» Schülern und Schülerinnen am Bereine selbst must durchaus unle> bleibe». Tie Schüler iiiid Schülerinnen sind in besonderen Riegen als Zöglinge des Ver­eins zu unterridjteir. 2. Ter Uulerricht dark »ich! zur^it des Wottesbienstes statksiuden und must vor Eintrikt der Nacht int Winter etwa um 7 Uhr, im Sommer um 9 Uhr beendet sein. 3. Wic'ichaik-besuch, überhaupt der Benutz alko boliieher WeitSnfe must ausgeichlos'e» iein. 4. Tie Erlaubnis ist aui Ai'errul, zu erteilen iind zurückzunehmen, sobald sich Un- znträglichkeiten für den Schulunterricht ergeben.

Hiermit hat eine in Lehrer- und T urnerkreisen viel Umstrit­tene Frage ihre endgültige Klärung gesnnden.

** T i e 66 rost herzogliche Zentrale für Mutter- und Säualing»süriorge schreite un«: Bei der dies­

jährige» Zufammenkvn» der Beratungsstellenärzte in Tarmstgdk am 20, Januar, in Wieste» am 24. Januar und in 2Namz am 3. Fetruar hatte Tr. S cl 1 - Lindeniel« i. O. das Reierat iibernommen. Er iprack, über , Wichtige Ernährungsfragen im Lichte der fortschreitenden Wiisenschait" und erörterte in seinem Borkrage eingehend die verschiedenen Anickrauungen, die über die Rolle de« Eiweistes und her 'Mineraliigiie sich in den modernen Ernährungsiormen gebildet habeii. Eiiie angeregte, eingehende Aussvrache ichloft ftdt >edesmal an de» Portrag an. An son­stigen, die Beratungsstellen angehenden Fragen wurde besprochen, ob die Mütter bei der kalten Witterung die -Säuglinge lieber nicht zu den Beeatun isstunden bringen inöchlen. oder nur die filteren. Allgemein nufterten sich die Kollegen dahin, datz das Verbringen der Säuglinge an die Luit und zur Beratungsstuiide ungefährlich, ja nützlich sei, da fie aui diese Weise doch wenig­stens einmal in der Woche in« Freie käme». Man dürfe nicht zu ängstlich sein, reichlickwr Aufenldalt in freier Lust aitefi im Winter und an lalle» Ta-en tue den Säuglingen bitter not Eiiie weiteie Anfrage bezog sich nur das nach der Reichsversicherunas- or^nuna vvii den Krankenkassen zu gewährende S'illoeld. Eine albgemeine Regelung dieser Angel-genl-eit unter Bwücksich'iqnng der Orgamsglio» der Wrobh. Zen'rale Iür Mutter und Sä,iglinas- filrfor >e in Helsen und ihrer Hilislräfte ist durch Verhandlungen mi: den Krankenkasse» angebahnl.

** Oberhessisches Trachtenfest. Unter dem Protei torat der Baronin Eornelii,« von tzeyk zu Herrnsheim, gen Prinzessin von Jienburg-Büdiiiaen, veranstaltet der Verein der Oberhenen in Worms »am 22 Februar aii« Anlast, seines 10'ährigen Bestehens ein »berheifische? Track,teufest in sämtlichen Räiimen des städtische» Soiel- «,1a Fefthaiift«. Ein von dem Vorsitzenden des Vereins, Lehrer W Vvnali. verfasttes Volkk- stück ..Heitere Torshilder ans dem vbttbeni'chen Volksleben" ioird bei dieser Gelegenheit ausgesührt Tein Verein sieben zahlreiche echte Trachten ans veri chic denen Teile n Ober­hessen« zur Verfügung.

Tr. E ck c i, e r i » W f e f e n, diese Nachricht wird zweii'llos weite St reife mit Freude und Jnleeeise erinllen. ist doch der Name dieses erfolgreiche» Führers der Zevveliil-Lnflschiiie. des unermüd­lichen Mitarbeiter? des 'Grasen Zevveli» und des zjelbewiistlen Förderer« de» Svstcm« der starren Luslicknlse aui alle Zeiten mit dem Namen und den Srlnlgrw des Weisen Zeppelin aui« engste verknüpft. Herr Tr Eckener nckrd liul Anzeige im heuliaen Annoneenleil aus Veronlainina des Verein« f ü r $! ii ft f n 1) v t in W i e f e n am 19. Febriior abends 8, Uhr in der ärgsten Aula der Universität üt w: ,.T i e Leistungen der Z e v v e I f n- L u stschisse iin Jahre 19t3. m i t be I o n d e r e r B e r ü ck - srchiignng der Unfeine der M artn e - L u f t s chI t f e", sprechen und da' ei eine Reihe interessanter Lich'bilder ooriühren. Es lästi lick, ui«,: leugnen, hast durch die schweren U>tfeitle der letzten Jahre diejenige» wieder mehr Boden für ihre Ansichten fanden, die behaupteten. das, dem starren Snstem doch nicht die Zu­kunft gebäre Wenn man aber obne Voreingenommenheit die Zev- velin-Unsälle aus ilne Ursaäien vlüii 1 ,Z. 1 wnrde am 4 8.05 bei Echterdinge» vernichtet, Z 2 strandete l ei Deilburg. ..Teuiickil.ind" fefiriterte im Teutoburger Wal", Z. 6 verbrannte in Oos. die zweiteDeutschland" zerbrach an der Tülseldor'er Halle, di- ..Schwaben" wurde durch Feuer vernicklet. L. 1 ging am 9.9. 13 in der Nordsee verloren und L 2 eevlodierte am 17. 10. 13 aui dem Flugplatz JobanniSiaO, so wird man zngeben mstsien, datz die Ursachen nicht im System der Starrheit zu suchen lind, sondern in dem Zusammenlreilen ungünstiger, noch nickst genügend ge­klärter Vor länge in der Atmosphäre, ln der Anlage der Halle», in noch nicht genügend erprobten Einrichtungen an den Gon- dein ulw.. und dast, die gleiche» Unfälle auch den Lustschiisen an- deree Systeme hätten zustosten könne». Wenn man dagegen aber prüft, welche unieheuren Fortschritte die Leistungsfähigkeit der ZevvelinLuiischiiie seit dem ersten Ausstieg vom 2. 7. 1901 gemacht hat, 10 mutz man mit Bewunderung ieststeklen. datz trotz allen Mistaeichicks die Zeppelin-Lustichisse in dieser Beziehung an der Spitze aller anderen Snsteme stelzen. Hat doch die . Viktoria Luise" vor kurzem ihre 100. Fahrt ohne irgendwelchen Un- iall zurückgelegt. und ist es doch schon möglich, datz Zepvelin- Luiisehiiie mit iriegSmätziger Ausrüstung und bei einer Grchwin- biqkeit von 22 mstz sea. 80 Irm pro Stunde 5060 Stunden ohne Wasnachsüllung in der Lust zu bleiben vermögen. Das sind Leistungen, in die vor wenigen Jahren noch niemand zu denken wagte. Wietzen war i. I. 1908 diejenige Stadt, die nach dem Echter'ingcc Unglück sich durch ihre Ehreugab- .,1 erste an die Spitze der nattonalen Bewegung stellte " Bewegung mit ihrem glanzenden sinonz,eilen Erfolg .. Bisis für die

. Entwicklung der Lujischifsahrc

** Gilt Itnfmal Gabelsbergers. Ter ^-teno- liraphenvereinWahelsberaer" in Auerbach (Lessen) beabsich" igt nach einem Beschlutz leine« Vorstandes, dem grotzen Meister b'aver Wabelsberger anlätzlich seines 125. WemristageS am 9. Februar in Auerbach ein würdige« Denkmal zu erilchien. Ein namloafter Bettag steht dem 'Verein zu diesem ssweii bereits zur Ver ügnng und mau hofft, die noch fehlende Summe, die immer iroch ganz bedeutend ist. durch Beisteuer in Auerbach und der auswar igeu Kunstgeuoiien. au die der Verein rn der lächsten Zeit vermittelst Rundschreiben noch lwrantreten wird, rufzubringen. Bedacht ist ei» Denkmal von etwa 34 Meier stöbe mir einer Büste Wabelsberger«. Tas Denkmal soll an linenr hübschen Platz de« schönen und vielbesuchten Lilstkurortes zur 'Aukslelliiug gelangen und wird nicht nur eine Zierde für sluerbgch, sondern auch für die ganze Bergstratze werde».

** Auflösung de« Rhein-M ott ni ich e n V e r- hgndslheater«? lieber da« znkünitige Schicksal des Rhein- ?.'!ai,tischen Verbandstheaters sind ivrdersvrcchende töerüchte im Nn>- lauf. Ilebereinstimmend wird nur bestätigt, datz das llnternehnien nach Schliltz der Saison in seiner jetzigen Form ausgelöst werden 'oll. Darüber gehen dagegen die Meinungen auseinander, öb es in neuer Zusammensetzung wieder ausleben oder endgültig begraben werden soll.

** Tas Wroh Herst» glich Hessische Regierungs­blatt ^Beilage Nr. 1) hat folgenden Inhalt: l. Befanntmachung, die Organisation der Verwaltung der Staatsschuld betreffend. 2. Bekanntmachung, die Ausführung des 8 131 Abs. 2 der Wewerbe- ordnung (in der Fassung des Gesetzes vom 30. Mai^l908> betressend. 3. Bekanntmachung, die Genehmigung von Schenkungen be­iressend. 4. Bekanntmachung, da» Ergebnis der Verwaltung de« Fonds zur Gewährung von Beihilien bei Ueberschwemmungen sür 1912 betressend. 5. Bekanntmachung, die Bestellung des Tenk- malrats betressend. 6. Ordensverleihungen. 7. Ermächtigung zur Annahme und zum Tragen fremder Orden. 8. Namensver­änderungen. 9. Exegnaturerterlung. 10. Tienstnachrichlen.

** Jagdfrevel. Je weniger der Jagdvächtcr in seine Jagd kommt (Jagdichlutz), umso frecher werden die Frevler, die sich an keine Schonzeit stören. Gerade bei Beginn der Schonzeit soll der Jäger daher dovpelt wachsam sein unv jede« verdächtige Zeichen in seinem Revier beachten Jeder Jäger aber suche lich mit dem Eharakter der in Betracht kommenden Wilderer bekannt zu machen. Wer da wegen eines elenden Kaninchen« aus einen Menschen schietzl, ist nichts weniger als ei» 'INörder. Aber wenn da Kerle in Be­tracht kommen, die ihre Büchse auch gegen Mensckien erheben, da mutz der Jäger sorgen, datz er den ersten Schutz hat.

** T i e Wirkung von K a s s e e n n d Tee auf K i n - d e v. Fast allgemein erhalten Kinder, nachdem sie das dritte oder vierte Lebensjahr überschritten haben, morgens und nachmittags eine Tasse Kaffee oder Tee. Tas ist »ach der stlnncht Pros. Tr. SelterS (Solingen) nicht unbedenklich. Beide Getränke enlhallen Giststofse, nämlich Koffein bezw. Thein, welche aus das Gisätz- shste« und die Nieren wirken, vor allem aber eine erhöhte Er- rezkarkeil de« Nervensystems zur Folge haben. Man beobachtete vieliach bei diesen K,i ibern Herzklopsen, Schwindelgesühl, Schlai- losigkeit. Weit milder ist die Wirkung des Kakaos, in dem' allerdings auch ein stark wirkender Slots, Theobromin genannt, vorhanden ist. Kakao kann jedoch ohne Bedenken Kindern in mätzigen Mengen gereicht werden, der Benutz von Kassee und Tee tollte unterlassen werden.

Kreis Alsfeld,

X A l s s e I b, 12. Febr. Ter Al« Ielder 21! u I i k v e r e i n ueranslallele beule ,m groben Saale de«Dentlckien Kaiser" sein 2 Konzert, einen K a IN ,n e vm u i i f a b e n b. Tie Kammermilsik- D.reinigiing de« Rhein-'Nainilchen Verbandes fiir Volköbilduna an« Frankfurt a. PI. war kür den 'Abend aeivoimen worden. Es aelangten das L,-,Inr-Ouartelt von Sch bert und eilte Saite in 0-ckne von Eli, Förster zun, Vortraa. Konzertlneister s), Kran« tVioline) brachte 2 Solostücke von Sarasate »nb Fritz Kreisle, znni Voltraa. Musikdirektor G. Bauer lEeklol zeate in zwei Sokovorlräaen von Cervetta und Padre Marti»! leine Meister- Ichast, Beide Solisten frmben mit ihrem mächtige» Spiel grotzen Beimst, Ten Schluß des Konzertes bildete das Ls-äar-Onarlett vo» Mozart.

LanSwirtsclfaft.

A n f o r ft c n von cf e i f I ä cb c n. Aus ,na rfiertei

(Gründen tri t nud) mnndjmül au ben ijaitbiuirt bie ivvaqc beran, ein Stück Ackersläche mdznsor'teit. nnb für qröbeie 6inmdbesitzer sie nichts Neues. Im atluemeiueil werben nun Tviciitcn ober Rief rn anqevflanzl. unb nur selten nnbet man qrüüere Anvflan- zunnen von LanbbAlzern. E-? i'l bieses nicht erfreulich, aber ver- uanblich, ba bie 'Nadelhölzer schnellere Nenlen lN'tnaen und weniger '?lnf rücbe an de ^ Boden stellen. Tie Riefer qebeiht auf einem 3nnbbo eu, b?t foiim zu verwenden ist, noch immerhin, unb in ihrer Naschwnehnakeit deckt sie in s> Jahre»» den '^'oden voll- slänbin Dazu ei-cücit sie viel iMumiS und Hat einen hohen Nutz- inert. ?litf leichtem, tyvischem N'vavenho^en qcbetht sie vorzüglich, von Bedeutuna i : i eine gewisse Tiefgrimbi.lleit des Bodens.

5t>oyt

** Radsport. Dem CÖntt 9 a Sieg-Lahn, e. P., der Denlschei^ Rabfa' rer-Biindes wurde vom SvortansschuH der ver- ein'.gten Svorlverhnnde des Deutschen Reiches die Beranttaltnilg einer Z u v e r l ä s s i g k e i t s s a h r l über 250 Kilometer genehmigt. Di? ?äa^rt. welcheR und b u r ch W e il b e u t j di l a n b° hetiteit ist, soll eine PrisinngSiahrt der Älmeitenre zn den ^lynwischen Spielen 1 ü 16 fern und aU Start und Ziel ivird (tz , e v e n vorgesehen 'Als Termin umrbc der 13. April (2. Ssierfeiertag) bestimmt

©icficncv Etrafkainmrr.

ö i e 6 e n, 13. Febr.

UeberweilungandieLandespolizeibeHörde war »eben einer Hckststrafe von 6 Wochen gegen den Steinrichter A. K. aus Grotz-Krotzeiibiirg wegen Betteln« und Landstreicherei vom Schössengericht Herbslein ausgesprochen worden. Die wegen de« 'Ausivruch« der Ileberweisung an die Lanoespolizeibehörde vom Angeklagten eingelegle Berufung wurde kostensällig verworfen.

Mit einen, Vergleich endete die Privatklage S. gegen S., beide von Bietzen: der An­geklagte war in erster Instanz zu einer Gesängnisslrase von einer Woche verurteilt worden, weil er wider besseres Wissen !m Eafb Amend behauptet hatte, der Privatkläger ein verheirateter Mann treibe Ehebruch. Ter Angeklagte hatte Berufung ein­gelegt: er nahm die Beleidigung als unwahr unter dem Aus­druck des Bedauerns zurück.

Zu einer Geldstrafe neu 10 Mark war W. G. au« Frankfurt a. M. vom Schöffengericht Bilbel ver­urteilt worden, weil er ohne lm Besitze einer Fischereikarte zu sein, aui hessischem Gebiete in der Gemarkung Büdesheim in der 'Nidder gefischt hatte. Er hatte von dem Fischereivächter die Erlaubnis zum Fischen erhallen. Dieser hatte die Flicherei in Hanau vom vreutziickien Fisku« gepachtet. Es laa hier in der 2!ähe der vre.utzi,ck>-heisi!chen Grenze der eigentümliche Fall vor, datz der preutziickx Fi«ku« aui hessüchem Gebiete fiichereiberechtigt ist. Da die Beweisau,uah,ne erzab. datz die User sowohl als auch da« Flutzbett bei tsckw« Gebie: lvaren. mutzte die Bttufung des Angeklagten kosteniäl ig verlvorsen welden.

3 MarkGeldstrase hat dev Bäckermeister L. Kr. au« Wieweit erhalten, ivell er einen Bäckergesellen an einem Sonntag im August vorigen Jahres nach 8 Uhr morgen« in seinem Gewerbebetti b be'chä iial hatte. In der Bekanntmachung des Kreiaam,« Bietzen vom 20. März 1895 ist bestimmt, datz jedem 2krbeiler an zedem So,»i- und Festtage eine ununierbroehene Ruhe von 14 Stunden zu ge­währen sei, die frühestens um 12 Uhr nachts und spätestens 8 Uhr morgen« zu beginnen habe. Dieie Bekanntmachung ist durch die hesalche Anweimng vom 10. Dezember 1900 zur Gew-Ordn. nur i.isowei: ansgehoben, als sieden in der Anweining ausaestellien Grundsätzen widenprich!. Dies ist in dem in Frage stehenden Punkte »ich: der Fall. Beide sind zwar durch die hessische Aus­führung«. Verordnung zur Gew.-Orbi,. vom 20. März 1912 auf­

gehoben: diese setzt den Beginn der Ruhepause früheste»«' ans 12 Uhr liaeht«, spätestens aui 9 Uhr morgen« fest: sie will damit aber nur die Höchst- und Mindestgrenze sesllegen. Jnnerbalb dieser Grenze bleibt e» dein Kreisamre überlassen, besondere Be­stimmungen zu tteisen. und ha« l»at das KreiSami in der der Verurteilung zu Grunde liegenden Bekanntmachung getan. Die Berufung de« i'lngeklagten war daher zu verwerfen.

11 nt 6 0 Mark herabgesetzt wurde die vom Schössengericht AlSscld gegen den Ingenieur R. au« Bonn wegen Vergeben« gegen das Fischereigesetz erkannte Strase von 80 Mark. Er leitete die Arbeiten bei dem Bon einer Betonbrücke über die Eifa: er lietz hocktziradig kalkhaltige« Wasser aus den Fundamentgruben in den nicht viei Wasser fübrenden Bach pumpen: hierdurch erstarb aus eine Strecke vor eiwa 4 Kilometern alles Leben im Backte Tas Gerickn erblickte i» dem Verhalten eine wen» auch nicht grobe Fahrlässig feit, die mit 20 Mark gesühnt erschien.

Gertcvtssaal-

lstietzen, 13. Febr. (2 ch 8 ff c n £e r irf) t.) ,,3 ft beim Fischen die Benutzung einer Stange straibar?" Tieie Frage wurde heute von dem Schösiengericht verneint. Ter .Händler H. B. II. von hier hatte beim Hechtsange» in dtt Lahn durch eine» Gehilfen im Schilf die Fischeautvaischen ' lassen. Ta« Gericht Ichloft sich den -lussührungen der Sachverständigen an, datz die Stange nur zum 'Ausscheuchen der Fische diene und nickt zur 'Verwundung derselben gebraucht worden ist, und datz auch ein Fiichiang mit dienen ohne Zuhilienalnne von A»iiche>, chungSmitteln unmöglich ist.

X Hanau, 12. Febr. Vor dem Hanauer Schwurgericht wird sich gm 17. und 18. d. Mts. der Zigeuner Ernst Ebender au« dNichelnau, der gegenwärtig in Butzbach die ihm vom Schwurgericht Mainz zuerkannte guchthausstrase verbützt. wegen Mordversuch« zu verantworten haben. Er hat am 15. Fe­bruar v. I. in Kämmerzell bei Fulda uniuittelbar vor der Er' mordung de« Kgl. Förster« Romanu« au« Riesig bei Fulda, mit leinen beiden Brüdern gegen den den braunen Gesellen gegen übertretenden Gendarmerie-Wachtmeister van B ü r ck au« Fulda und gegen den zu Lilse eilenden Landwirt Franz W ebner an« Kämmerzell Schüsse abgegeben, wobei der Gendarmerie-WockU Meister swar unverletzt blieb, der Landwirt Wehner jedoch zwei Kugeln in den rechten 'Arm erhielt. Tie beiden nnderen Ebender, von denen der eine der eigentliche Mörder de« Försters Ronianuc- ist, sind noch nicht ergriffen.

vermischte».

lef. Merkwürdige B e 1 et, ä ! t 4 g e b a h r u » q Tie nem, bei Eugen TicberirtiS in Jena erlebe,itenoe Monatslehrilt ,Wolst- sahrt ,me Wirtl' ast" macht eilt paar Beispiele von undenlschet GesckiäitSgebahriina bekannt, die zur allaemeineu Belehrungnd Warnung an de» Pranaer genellt zn werden verdienen. So lvird vo» einem deutieben Uhrmacher in lönese; berichtet, der sich nicht eniblödete, Sckannckiache» mit der 21ui>chr II zn verkanien:Gott erlöse Polen:" Knademnützeli kann man, wie jeder Känler sich leicht übet;n,gen kann, mit englischen, amerikanischen, schwedischen oder andere» Wavpen unscknver er ehe»; Ivill >na» aber eine «nabenmütze mit de»! chem Waoven, so kann inan lange Inchen. Tie Wapveniabrikanten führen lie, aber die Mützeiiiabrikanien mögen sie nicht, Herrenhüte deutscher Erzenannq iverden in Lon­don mit englilcher Firma verienen und geben bann bierzulande schlank ab, obgleich ne eine 'Mark mebr kosten, als a »an der gleiche Hut mit inländischer Platte Tie Zahl die'er Fälle liebe lieb leider! noch jebv vermehren; hier Nur noch ein geradezu klasillcheS Beilviel Tie aus d u deutsehen Mark, konmiendell echten" soaenannten TogSkln-Handiehllhe iverden in einem Vor­orte von Berlin hergestellt, wandern dann nach England, iverden dort »nt der enalilchen Marke veriehen und San» als echt eng­lisches Erzeugnis angebolen und von dem kritiklosen Publikum auch verlangt und aekguit. Sapienti tat!

"Tie Fremden i» Frankreich. Eine Folge der Be- völkerii»aSab»abme >» Frankreich ist der immer Härtere Zuzug Iremder Elemente, deren Zahl nach den »enesle» Slaliiiike» siel, ans I 200 )00 in Frankreich lebende Fremde belänst. Es sind nun schwere Belnrehlnngen geä,inert ivorden, datz diese Ausländer, die i» Frankreich heiralen, denIranzöstichen Rasiencharalter beein­trächtigen." Tageaen wenbe» sieh sedoeh die nenelle» Nnler- iiichmigen, die Tr. Laumonier in der Gazette des H5 ttaux ver- öilenllieht. Nach seinen langjäbrigen Beobachnmgen ähne!» die Kinder einer fotrhcn Mischehe demjenigen von den Eltern, der im Lande get oren ist. Tie Züge des Gesichtes und die Körverlorine» hatten bei 69 Prozent aller ans Ehen zwisebe» .äranzolen »nd Aus­ländern liervorgegan.ieaen Kinder de» Irauzösi chen Tyvus : i» der nveiien Generanon ge lg tet sich das Pen älnn» noch aiinstiger, 7 ' Prozent haben liMizösi ch.'» Typus und in der dittte» Gene- catio i «0P ozem T:e eiahr einer Schwächung der Iranzösischen ) aitonalltät enscheint also danach gering.

Esusksclärftalirr.

Tie transatlantische Flug Maschine Aus New Bork wird berichtet: Ter bekannte Flieger G l e I, Il C u r t i ß , der als Kandidat sür den 200f)00-Mark-Prcis sür den ersten Flug von Eurova nach Amerika anstritt und zu diesem Zwecke an der Konstruk­tion eine« grotzen Wasserslngzenge« arbeitet, traf am Dienstag in New porf ein und äutzerie in einem Gesvräch mit Sachverständigen seine teste Ueberze,igung von dem baldigen Gelingen de« Iransatlnn- tiichen Fluge«.Das neue Wasserslugzeug wird grötzer sein als alle biSber gebauten Flugzeuge und soll den Flug von St. Johns aus Neusundland Mir Irischen Küste ohne Zwischenlandung mit einer Tlundengeschwindiakeit von 70 englischen Meilen zurücklegen. Sie wird genügenden Pelroleumvorrat milsühren könne» und stündlich etwa 1520 Gallonen Brennstoff verbrauchen. Ter Äpvarat ivird voraussichtlich>m Juni fertig und nach Probcslügen im 7lugust von St. John« starten, wahrscheinlich irühinorgen«, so datz das Flug,eng zum Nachtslug leichter sein und zur Landung besser be­fähigt wird."

Paris, 13. Febr. Ter Ingenieur Ors sprang gestern mit einem von ihn, erlnndenen Fallschirm au« 300 Meter Höhe aus einen, von den, Flieger L e o m i n e geleiteten Eindecker und lan­dete wohlbehalten.

Briefkasten der rrevaktion.

lAuouyme Ansragen bleiben unberücksichtigt.»

Anfrage de« ®. S. von ®. 21 ntwort: Wenn die Ehegatten m Gütertrennung leben und Eintrag im Güterrechtsregister de« Amtsgericht« erfolgt ist, können Sie eine Forderung, die Ihnen gegen den einen Ehegatten zusteht, nicht gegen den andern Ehe gatten geltend machen. Tie Ehefrau kann au« einem Rechks- geicbaile ihres Ehemannes in einem solchen Fall nur ausnahm« wene belangt werden, wenn sie selbst etwa etwas unentgeltlich auigrund dieses Rechtsgeschäfts erlangt, also insoweit ungerccht- serttgt bereichert ist.

Aiisrage de» ks. $. von (5t. Antwort: Wenn der Wert der entwendeten Stämme 15 Mk. übersteigt, so liegt Diebstahl vor, andeiniall« Forstirevel. Aui Diebstahl steht im vorliegenden Fall GeiangniSstrafe, aus Forstfrevel Gelbstroie bis zu 150 Mk. Km Richtbeitteibungsfalle Hast). Diebstahl verjährt in fünf Jahren, Jormrevel in icchs Monaten.

Lnsrage de» 1.1}. von St. Antwort: Ihre Ansrage kann so allgemetn ment beanckvortet werden, wann Kinder b rech igt sind die Herausgabe ihres mütterlichen Erbteils zu verlangen. In erster Linie richtet sich die«ach dem ehelichen Glllerrecht, unter dnn die Eltern lebten. Dieses Güterrecht kann durch Verttag ver- enrbari werden Liegt ein solcher Vertrag nicht vor, so greift ergänzen» da« Guterrecht de« Ortes Platz, an dem die Ehegatten zur Zeit der Eingehung der Ehe ihren ersten ehelichen Wohnsitz ba-ttn d. h. wenn der Eheschlutz vor 1900 (Inkrafttreten d«s v erfolgte. In diesen Fällen ist eS nun ungemein verschiec den. Auch kann das Güterrecht ober seine erbrecktluhen Wirkungen durch den Willen der Ehegatten z. B. durch Erbvertrag und Testament abgeändert werden. Solange Rinder minderiälirig sind ltcht dmi .Vater im allgemeinen die Verwaltung und Nnvniesiune