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hra Öawxmutft und nur irbaiiaU« »Ur einig : das in der durch große Wableriolge gefteFerte X) o ifi m n t einer Partei, tiecen ©efirebunnni oorrail hinan»gehen, die Fundamente des Reiches und unserer Manaitäne zu unleidöhlen Ta gibt es lein ^taktieren, ionvert, den Kampf, > Beifall) Ich nehme die ent­schiedenen, mutigen und iiegoebewußten Worte des Graten Schloc inn rum Psande dann, dag die deutt'chen Landwirte in diesem Campte immer in vorteriter Reihe stehen, und er bat recht, meine Serien, denn mit Mißmut, mit Verdrossenheit tonnen wir in diesem Kampie nicht siegen, Wir leben in einer lest der Unlust an dem Gange der innervolitischen Geschäfte, Ich loiil mich iit Ihrem «reife und als ritt gern und dankbar gekommener Gatt nicht schärfer ausdrücken, Draußen im Lande sind mir ja auch andere Tone entgegengeschlagem. In solchen Zeitläusten vslege» wir Deutsche uns leider besonders liebevoll in unsere eigenen Schwächen zu vertiefen und es hat sich auch seht loieder, ebenso wie es bei schlechtem Weiter alte Leibesschäden und auch schon vernarbte Wunden tun, die alte deutsche National- sünde des PairiktilarismuS neu gemeldet. In diesem ftreiie wird es dann auch richtig verstandeti werden, wenn ich trage: Sollen wir gegen eine Ausartung demokratischer Einrich tungen. die die ischöpser des Reiches in der ausgesprochenen Ab­sicht geschaffen haben, die vartikularistische Neigung der deutschen Stämme iiiederziitolten, solten wir da Hisse und Abwehr suchen in der Neubelebung ebensolcher »atrikularistischer Tendenzen? Erinnern wir uns doch a» das, das uns in den letzten Jahr zehnten auch über die volitischen Gegensätze hinaus einig und stakt gemacht liat und uns anal in der Gegenwart einig und stark erhalt und erhellten muß, Das ist die Arbeit, in der die Gesamtheit der wirtschaftlichen und volitischen «raste der Nation frei geworden ist. und im Dienste sedes heintischen Fleißes von weltumspannender Unternehmung rastlos nach immer neuer Betätigung drängt, Dabei ist, manlpes alte, manches gute, manches liebgewordene zerstört worben in der Hast und Inten­sität unserer Entwickelung, Ich entsinne mich, es mag ein Jahr­zehnt her sein, von einem märkischen Landwirt gehört zu haben: Zuckerrüben baue ich nicht, denn es ist mit der alten Freude, mit dem alte» Behage» des ländliche» Lebens vorbei. Wie viele neue Ausgaben jeder neue Tag sedem Berufe stellt, darüber brauche ich Ihnen nicht zu sprechen, Tie gewaltigen Fortschritte der deutschen Landlvirtschast sind ein beredtes Zeugnis dafür. Mit neuen Erfindungen, mit neuen Entwicklungen und mit neue» Zustände» nicht zu spielen, sondern sie anszunutzcn, sie zu meistern, das ist »liiere täglich neue, ernstliche Ausgabe. Und der Geist solcher Arbeit, der aus allrn Gebieten des Wirtschaft lichen und kulturellen Lebens schäftend und neuerbauend wirkt, der wird im Zuiäinmenschlnß aller voni Staalsbewußtsein ge tragenen Elemente im ganze» Reiche stark genug sein, um die Stätte niederzuballen, die in der nährenden Entwicklung unserer Zeit das Gesüge unseres staatlichen Baues nickit sestigen und bessern, sondern lockern und »iederreißen w'llen. President Gras v, Schwerin-Läwitz bat gut getan, zu erinnern, daß der deutsche Reichstag im versloslenen Jahre ln starker Entschlußkrasr die größte aller Wehr- No klagen zum Schutze des Deutschen Reiches bewilligt bat. Und meine Herren, wenn Sie sich dem Ergebnis Ihrer eignen Täligkeit zuwenden: Ein gut Teil bleibt Jahr für Jahr den höhere,i Gewalten Vorbehalten, Was als Ihre eigenste Leistung verbleibt, kann auch Sie mit stolzer Befriedigung erfüllen. Auch hierbei ist deulickur Fleiß, deutsches Wissen, auch hierbei die ebenso irische Tüchtigkeit unseres Volkes. Tau das immer kv bleiben möge, dos ist unser aller Wunsch, Ich bitte Sie, er beben Sie Ihre Gläser und stimmen Sie mit mir ein in den Rns: Tie deutsche Landlvirischost und ihre Vertretung, der Deutsche Landwirtschoftsverein, sie leben hoch! hoch! hoch' .

T i e Folgen d e r I n n d h o l z st e u e r. Tie Anfrage des Mitglieds des Reichstags Mumm wurde wie folgt beantwortet: Es ist richtig, daß die im lausenden Betriebsjahre »tote Steuer« zuschlag herstellbare Menge von Zündhölzern ist vom Hundert des Pollkontingents bitträgt und daß der Verein deutscher Züild- tolzsabriiaruen eine weitere Herabsetzung aus -10 vom Hundert leantragt hat. Mit einem aewissen Rückgang des Züiidbolzoer- brauchs war bet Erlaß des Zündwarensteuerqeietzes- gerechnet wor­den und »war war er aus 25 vom Hundert geschätzt Einen' loei- teren starken Aussill! erlitt der Absatz der Zündlwlzsabriken nach Inkrafttreten der Steuer durch die unerwartet große Borvrr- iorgung mit inländischen imd ausländischen Zündhölzern, Mit dem Ausbrauch dieser Vorräte ist der Absatz »ach den Erqebnissen des Steueraufkommens und den Angaben der Industrie loieder gestiegen. Seit dem Betriebsiahr 1912/13 ist in einer Reihe von Monaten bei der Versteuerung von Zündhölzern ein erneuter, wenn auch mäßiger Rückgang beobachtet nwrden, Entiprechend der Herstellung und dem Absatz der Fabriken ist die Zahl der beschaiti ften Arbeiter, nachdem sie im Reckmnngssabr 1910 aul durchschnittlich 3920 herahgcgangeit war, allmählich ll9ll: 3935, >912: 106« wieder gestiegen, lieber etwaige Maßnahmen der onbündeie» Regierungen kann zurzeit eine Airskunst nicht er­teilt werden,

Ter R e i ck, s t a g s n u s s ch u ß für Hausierhandel und Wandcrläger nahm mit 19 gegen 8 Stimmen wen § 1 der Bestimmungen betreffend die Mittel zur Verhütung der Empfängnis, unter Abänderung des vom Zentrum vvrgeleaten Gesetze,Itwurses nach einem nationalliberalen Anträge an. Hier­nach kann der Bundesrat den Verkehr mit Mitteln zur Besei tiguua der Sckiwangerschast beschränken oder untersagen: ebenso ^en Verkehr mir Mitteln zur Verhütung der Empfängnis, soweit nicht Bedürsnisse des gesundheitlichen Schutzes entgegensteton, Tie Bundesratsverorduungeu sind dem Reichstage sofort bekaniil zu inache», Tie Einfuhr der verbotenen Gegenstände ist ebenfalls untersagt, Tie £8 2 und 3 (Strafbestimmungen' werden nach Mm Zentruinsenrwuri augenoinmen. Tie Besprechung wendete sich dann dem Bernsteinhandel zn.

Zur Bekämpfung der Unsittlichkcit haben die kanservatioe Fraktion, das Zentrum, die Nationatliberalen und kir Frcikonfervativen zur zweiren Beratung des Voranschlags des Ministeriums des Innern den Antrag gestellt, die Staats- resiernng zu ersnche», dieacktzieordneten Behörden anzuweisen, mit allen gesetzlichen Mitteln die zunehmende »niittlichkeil haupt­sächlich in den Großstädten zu bekämpfen und so der Gesahr vorzubeugen, welckter die Jugend körperlich und seelisch ausgk- ietzl ist, Tann ist Iveiter ersorderlich: Bei dem Bundesrat darauf hinzuwirken, daß durch Aendermia der lesteheudeu Gesetze, in erster Linie der 88 33, 33a und 33b der Reichsgewerdeoickinung den Verwalt»,Igshebörden geeignetere Unterlagen zur Unter­drückung der Animierkneiven, Bar», Cabarets, B u m m e l p l ä tz e und ähnlicher Schankstätten und Schaustellungen gegeven werden, ftiioiveit sie der Unsitt sichkeil Vorschub' leiste», daß von der Staatsregierung baldigst ein besonderes st r li e »i a t og l a phen g eic v vorgelegt werde: injlviicheu von den lesteheuden Bestimmungen insbesondere durch Verkürzung der Polizeistunden nachdrücklicher als bisher Gebrauch gemacht werde.

Der Abgeordnete Tr, Werner-Gießen tot i Reichstag folgende Anfragen gestellt:Die Talsack»- daß i» 200 Mitgliedern des Vereins Breslauer Tetaillisleu nur 7 < der Veranstaltung von billigen Sonderverkäusen billige,, Woche Ausnabmetageniw ein Imeresse toben, toi allgemein übe raicht, Ter Vvrsckstag derTenticku-n Handel« «orceiponoeuz eine Erhebniig bei säuilllchen Kleinhandels und Mittelstand ocqaniiaitonen onzustellen, NN, zu erkunden, inwieweit d Gei chästswel t ein Interesse an der Veransta lung von Ausnahmeangeboteii hat. verZent das 'Beachtung, Beabstchtigt der Herr Reichskanzlei dieiem P. schlag zu entsprechen ,-' Mir genügt ein« schriftliche Antwort,

St«-t und Cdttfe*

Gießen, 12. Februar 1814,

Zur TsenfthuteRuenichenlu«,

Wir erhalte» s tilgen de Inschrift :

Die niftic Krankanversirbernug ist mit dem l, Januar in «rast getreten. Sie umsatzt bekanntlich die Versicherung der Dienstboten, Dadurch ist es gekommen, daß sehr zah l reiche Personen, näniliai alle Diemstlierrschasten, in ein ganz neues Verhältnis zur Ortskraukeirkasse getreten sind. Die Art, loic dieses Verhältnis von feiten der Ortskrankcnkosse zu Gießen eröffnet worden ist, gibt min aver zu mamiig- snche» Bedenken Anlaß, Es ist iveiter nichts geschehen, als daß den Dienstherrschaften eil, Annieldezettel über­reicht wurde, der nach geschehener Ausfüllung tvieder ab­geholt worden ist, daß ihnen ferner ein Heft mit den Satzun­gen der Kasse zugestellt wurde und daß Anfang Februar die erste Rechnung für die Jamlarbeiträgc präsentiert wurde.

Es fehlte mindestens ein Zweifaches: Erstens näm­lich die Lieferung der genauen Grundlagen, aus denen sich die Berechnung der Beiträge anfbaut. Außer deul löehali lommcn die Naturalbezüge (freie Station ufro.) sehr erh.-b sich in Frage, Je nach der Ansetzilng ihres Wertes ver­schieben ftdt" btc Beträge. lieber diese Ansetzung orientierte früher dankenswerterweise das Gießener Adreßbiick>, Jin Jahrgang 1911 fehlen die betr, Angaben Aus jede» Fall aber lvar die Ortskrankei,lasse verpflichtet, die dafür gelten ken Zahlen als die llnterlage für ihre Klassenberechnung den Interessenten mitzuteilen. Aber wenn diese Unter­lassung nicht non großer Bedeutung ist, so ist eine zlvcitc um so ärgerlicher, Tie Dienstherrschaste» und die Dienst boten haben noch k e i n e r l e i 9» t11 c i l u n fl darüber erhalten, a n welche A e r z t e s i dt die T ienft bv ten im Krankheitsfälle zu wenden haben. Nach 8 31 bestimmt die Kasse, welche Arrzte i» Frage kommen. Seit I, Januar besteht die Versicherung: von diesem Tage an sind die Beiträge zu bezahlen, die gegenüber der früheren Klinilvcrsichrrung so außerordentlich viel höher sind: aber an welchen Arzt der Dienstbote gehen darf, ist ihm nicht gesagt. Vielleicht hat es irgendwo in einer amtlichen Be­lau,itmachung gestanden: das ist loohl möglich. Derartige Beknuutmamiingeu übersieht inan leicht. Aber dann wäre es doch Pflicht der Kasse geioeseu, in ihren Satzungen oder ans den Qiiittungsformnlaren oder sonslnsie daraus hin znwcisen. Nichts davon ist geschehen Keine der Drucksachen gibt Auskunft, Soll denn, wenn ein Dienstbote erkrankt, der .Hausherr oder die Hausfrau jedesmal erst auf dem Bureau uachsragcu? Und wenn dies geschlossen ist? Es ist erstaunlich, daß diese Unterlassung, obwohl die Versicherung seit 5 Wochen besteht, noch nicht zu ernsten Beschweroeu gesührl hat, Vielleicht ist das ein Zeugnis dafür, daß der 0 esundheitsstand der Dieustbateutlasse als einer Klasse t nrchschnittlich jungen Alters so gut ist, wie der keiner an­deren Klasse der Versicherten, Dam, wäre es freilich zu­gleich ei» Beweis dafür, daß diese Klasse sehr zil Unrecht mit mechanischer Glricksetzung in die neue Versicherung eingegliedert lvorden ist: ja, nicht Usos; mit mechanffcher Gleichsetzung, sondern mit besonders starirr Belastung: denn die Dienstboten zahlen wegen der Sonntagsbeschästignng sogar erhöhte Beträge! Aus alle Fälle ist, zu wünschen, daß die Lrtskraukenkgssc diese Niiterlassiiiig ganz rasch gnt- macht, Tie Versicherten woslen und müssen doch wissen, tvelche Aerzte ihnen geivährt sind! S,

Wir haben dieser Zuschrift, die in alle» loesentlichen Punkten durchaus zu Recht Klage führt, gern Aitfilahmc ge- f nährt, lveil wir dadurch vielleicht Al'hissr veranlassen können. Wir selbst hatten zn Ende des alten Jahres die Ortskranken­kasse um einen belehrenden Aussatz über die Dienstboteu-- versicherikng gebeten, nuch eine Zusage erhalten, aber trotz mehrmaliger Erinnerung keinen Artikel, Auswärtige Orts- kraukenkasscn, zum Beispiel die Frankfurter Kasse, auf deren zweckmäßige Veröffentlichung wir den hiesigen Vorstand aitfmcrksam gemacht hatten, haben mehr fiir Aufklärung getan.

Was die Verpflegungssätze im Gießener Adreßbuch an- belangt, so sei daraus hingeluiesen, daß der sdädtischc Aus­schuß, der fic zu bemessen hat, erst noch Drucklegung des, Lldreßbuches zusnmmengctretcn ist, uni, wie wir s, Zt, mit- getcilr haben, den Satz aus 1.15 Mark zu verringern.

" Der Groß Herzog empsing am ll. Februar u. a. den Medizinalrat Dr. Wagner von Gießen.

"Aus de »i Eiscnba h» di eii str. Der Großl>erzog hat deni Weichensteller l. Klasse Valentin Schorn zu Biblis und deni Bahnwärter Jakob Hill z» Bickenbach, beide in der Hessisch-Preußischen Eisenbahiigknicinschast, a»S Anlaß ihrer an> 1. Februar d. I. erfolgte» Dccsetznng in den Ruhe­stand daS Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift .Für treile Dienste" verliehe».

" Schulangelegenhei ten. Erledigt: Eine mst einen, evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle zu Gräse»- hansen. Eine Schulstelle an der evang. Volksschule zu Hos- h e i m, Kreis BenSheini; mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. Eine mit einem kathol. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle in Fürfeld; mit der Stelle ist Orgaiiisteudienst verbunden. Eine mit eine», evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle zu Maar, Kr. Lauierbach; der Inhaber der Stelle hat den Organisten im Verhinderungsfälle zu vertreten.

** Während des diesjährigen Kaiscrma- nöDctä wird sich das Kaiserliche Hauptquartier aus Schloß Homburg v, d, Höhe befinde». Der Groß Herzog von Hes­sen wird aus Schloß Fricdberg ivährend der Manövertage Aufenthalt nehmen,

** Ober ft Lehmann, der Kc»n»iandaut des Tr»p- pemibungsplatzes vom ll, Armeekorps zu Bad Ort starb am Montag in der Universitätsklinik zu Gießen an den Fol gen eines schweren Mägenleidens, Er war srüher Komnian- deur des >59, lothringische,i Jusaiiierie Regiments in Mühl­heim a, d, Ruhr und wurde am 22. Mai 1912 Kommandant des Truppenübung-Platzes Bad Orb zugleich mit seiner Stel lung zur Disposition, Die Gießener Klinik mußte er ivegen eines Magengeschwürs aussucheu und suii dort einer Opr ratro» unterziehen. Er starb an, Luiigeuscküage Heute mvr geu fand unter Borautritt der Militärkapelle die Ileberfüh- ruug der Leiche nach dem Bahnhöfe statt,

""Die F le is ckibe s ck, a u in Hesse», Im vierten Vierteljahr 1913 ivurdeu der Fleisckfdeschau unterzogen: Vierde und andere Einhuser 5>6l (gegen 214 im dritten Vier­teljahr 1913), Ochsen 4852 (4123), Bullen 476 (570). Küde 32-13 >9171), Jungrinder (über 3 Monate alte) 8335 (9171), Kälber (bis zu 3 Monaten alte) 15 141 (17 618), Schweine 98644 95068', Schafe 3278 >17871, Ziegen 4528 (2096),

Hunde wurden nicht der Fleischbeschau unterzogen,

' Allaeinein er Verbund der Deutschen Baul- be amteil (Ortsgrupoc Gießen). Man schreibtns: .Dieser

»och verhältnisniäßig junge Verbund bat es vc,siauaeu, m kurzer Zeit eine vollständige Umwälzung in der Oraaiipation der Aanl- beamteu dcrvorzuruse», Uni auch tu (isießen die organischeu Grundsätze und Verbauds-Bestretiungeu uälfcr bckaunt zu geben, hielt dieser Tage Herr 6, E'inonts aus Berlin im Hotel Schütz hier vor einer zablr.-icheu Versammlung der hiesige» Bankbeamten einen Vortrag über:Die EI, t w l ci l I, n g v I c n d e II; e n in d e II B a » k b c » IN l c Ii O r g a >! i t o t i » n e ii". Ter Redner Bei stand es, durch seine sachgemäße Vortragsweise die Ausmerksamkei! seiner Zuhörer dis zu», letzte» Augenvlick zu scsselii, Herr E'monts wies u, a, insbesoudere daraus diu, daß sich der Allg, Berti, d, B,-B aus einer gclverkschastlichcii und nicht aus einer varitäti scheu törundlage ausbaul. Irgendivetche volitiick^u und religiösen Momente scheiden vullständih aus. Als ein in dieser .Hinsicht bereits ausgebauter Verein, wurde aus den Oesterreich, Bansp.-V, hin gewieicn, Rack, iveitercu allgemeine» Aussorachcn, auch durch Herrn M a r x, welcher noch in letzter Stunde öingetroifeii ivar, Ivurde dem Redner ei» guter Erfolg iusvscrn zutell, als_lt> Herren neuer* Vings I ihre Beitrittserklärungen abgavc». Am SckUusse der Bci- snmmlung konnte noch zur Gründung einer hiesigen Ort,s- grupvc des Allg, V, d, D, B.--B. geschrftten lverden, da dem Allg, V, nunmehr 30 Mitglieder angehöre». In der Zioischenzcil ist die Mitglicdcrzahl aus etwa 40 gestiegen,"

** Stadttheater, Die nächste Dienslag-Abonnetnents- vorstellung bringt in einem modernen Einakter-Abend drei interessante Werke, die Neutoiteu für Gießen sind. Zunächst Frank WedelindsK a UI UI e r s ä » g e r", da»» Clara Virbigs Drania Dir Bäuerin" und zum Schluß Herbert EnlenvergsP au l II ll d Paula" lDie Geschwister» aus dem ZyklusErnste Schwänke". Tie Werte sind bezeichueud für die Eigenart der drei viclgenattiitcn und auch viel angeseindeteu Autoren,

** Hermann Bakoss lustiger Abend, Herr B a ko s veranslaltete gestern aveud iu Sleins (Karten einen sehr gut besuckften Vortragsabend, zn deni der bcliebte «ünstlcr ein abwechselungSvolles und reichhaltiges Pro­gramm ausgestellt halte, das sehr dankbare Zuhörer fand. Herr Bakos, der bei seinem Erscheiueu lebhaft begrüßt wurde, erwies sich auch am Dortragspukt als ein geschmack­voller. vielseitiger Künstler, der über eine ausgezeichnete Sprachtechnik versügt und mit. seinen reichen «Aitteln ebcnsv- wohl der ernstrn als auch der heiteren Muse zn dienen bc rnfeit ist. Eingeleitet wurde der Abend durch den lvnndei vollen Monolog Wallensteins vor dem Austritt des schw, bischen Hauptmaiins, dem daK Selbstgespräch .Hamlets und das Richards des Dritten folgte, die er alle zu eindring sicher Wirkung brachte. Eure der lvuchtigen Balladen Theo­dor Fontanes erntete ebenso starken Beifall wie Buschc- berühmtes Poem von den. Dichter, das Bakof außerordent­lich sein wiedergab. Es solgteu daun Gedichte von Lilien- eron, Moslowski, Börries Freiherr von Münchhausen. Arno Holz, «orrif Towska, Mia Holm n. v, a. Als ei» Meiste« des Platldeulfcheu erwies sich Herr Bakos mit der köstlichen Geschichte, in der Unkel Bräsig fton seiner Kaltwasserkur' berichtet, Herr Bakos, der ein geborener Hamburger ist, verstand es hier ausgezeichnet, die Feinheiten der Reuter- schen Art und den geniütvolleu Humor des Dichters zur Geltung zn bringen. Das Ende des Abends bildete, von einigen niedlichen Kleinigkeiten abgesehen, der treffliche Anssatz Karlchen Micsnicks über Goethe, der stiirinische Hetterkeit hervorries. Zum Seiiluß wurde Herrn Bnkos von seinen zahlreichen Fremrden eine lebhafte Ehrung bereitet.

** Die Sch öp s u n gs g eseh icht e i m ,K a nzleistil. Einer unserer Leser hat seinem lliimut über den bekannten Kanzlesstiel Lust gemacht, indem er sich daran inachte, die Schöpsnilgsgesehickrte in solchem Stil wiederzugeben. Wir geben die Geschichte frneder, in der Hoffnung, daß oielleiart manchem die bisher schluminernden Äugen dadurch geöffnet werden. Er schreibt:Am Anfang ivurde seitens Gottes aus eigener Machtvollkomnienheit der Himmel bezw, die Erde ge- fchassen und zfoar derart, daß diese eine wüste und leere war, während zugleich aus ihr völlige Finsternis Iferrschte In der Folge ergab es sich, dich besagter Gott das Licht von der Finsternis schied, und zivar verfuhr er bei dieser Scheidung derart, daß er demzufolge in der Lage war, das Licht Tag imd die Finsternis Rächt zu benennen, womit der erste Tag zum 'Abschluß kam, n»oraus lvohl derselbe sich der fernen Aus gäbe untcrzolk, in betreff der- Meere, um nicht zn sagen, der betreffenden Flüssigkeiten, die durch Niedersckflag der Atrnv- spliäre entstanden tvaren, eine zweckdienliche Anordnung dergestalt zu treffen, daß er hinsichtlich dieser vermittelst einer sogenannten Feste, Zu ihrer Untersckieidung Himmel bc» nannl, seither die Gdwäsfcr aus der Erde von den Gewäs­sern, rcsp, loasserhaltigeu Gasbildungen am vorbenmrnten Himmel, zu einer durchgreifenden Trennung brachte, u»r- auf am andern Morgen ft> gleicher Weife der zn>eiie Tag zum zweckdienliche» Abschluß gelaugte und damit ein er­sprießliches Stadium de? Weilerausbaus der sckföpferischeii Angelegenheiten im Weltalle herbeigesichrt wurde , , usw"

" Der Llnschlag aus den Zug Gieße» Geln­hausen hat jetzt seine teilweise Aufklärung gesunden. Am Mittivoch ivurden vom Gendarmeriewachtmeister Kessel aus Hungen zwei Bergleute von WiddcrSheim verhaftet, die ver­dächtig sind, den Slnschlag verübt zn haben. Wie verlautet, soll einer der Festgenomnienen die Tat bereits cingeständen haben. Llns die Erniittelung der Täter waren von der Eisenbahndirektion Frankfurt a, M. 300 Mt. Belohnung auS- gesetzt worden.

" Ein gelneiner Schurkenstreich wurde dem Kaninchenzüchter Fr. B. in der oberen Frankfurter Straße zugefügt. Bei der Morgensüttcrung fand er seine wertvolle belgische Riesenhäsin tot in, Stall vor. Die in der hiesigen Veterinärklinik norgenommene Untersuchung ergab, daß dem Tier Gift in fester Form bcigcbracht lvorden war. Am Schlund fanden sich blutunterlausenc Stellen, tvelche durch da? Htnunlerivürgcn des scharfen Giftes hervorgerujen sind. Im Magen selbst bat sich die Dlassc ausgelöst und eine geradezu sürchterlichc Wirlnng hervorgerujen. Die Magcn- ,va»d war an einer Stelle vollständig zerstört, so daß der Mageninhalt heranSgetretcn war.

** E i n gefährliches Vergnügen leisteten sich gestern abend zivischen 10 und l l Ilhr einige junge Burscheu, Trotzdem täglich neue llngliicksnachrichtcu cinlaufeu und im­mer loieder vo, dem Betreten des Lahncifcs gewarnt ivurde, machten sie in i 11 c n auf btm Eise e i n Feuer an und vollführten dazu einen Heidenlärm. Als iliucu endlich die Ge­fahr ihrer Lage zum Bewiißtsciu kam, tiefen sie davon.

" Silberne Hochzeit, Die Eheleute Herr Gustai, B a I l n, a u u und Frau, Plockttraße U, feiern morgen, am 13. Febr,, das siesl der sitderueii Hochzeit,

** Fr e m de Lot terirl o sMil ineldi unlauteren Mitteln austäiiüische Geiverbelreioeude dem Publikum durch Zusendung von Lotterieloien das Geld ans der Tasche zu ivieleu versuchen, bewetst nachstehender Borsall: Ein Gastwirt aus Bermuthshain er­hielt vor einigen Wochen von einer Amsterdamer Firma 2 ältere wertlose Meininger- Prämienlose und ein Einladungsschreiben, sich au he, Lotterie zu beteiligen Tie Einladung vlied jedoch vo» dem Wirt »»beantwortet, Ende Januar t.'ilie Ihu, die Firma i» einen, weiteren Schrechen mit, daß die veid.-ii Lose gezogen Irmröen mit einem (tzewiiii, von 624 ?Aart, >^ie steUie die lleder- sendung eines <Gutscheins in Aussicht, wenn vorher der Betrag