Ar. 30 Zweites
Erschein! täglich mit Ausnahme des Sonntags.
Die „«ietzencr Samillenblätter" werden dem .Anzeiger* viermal wöchentlich bcigelegt. das „ilrekdlatt für de» Kim Sichen" ziveiinal wöchentiich. Ti« „latzöwlrstche.ssticken Zeit-
fragen" erschein«» nionatlich zwennal.
Dlatt Jahrgang
General-Anzeiger für Gderhesse»
Donnerstag, 5. Zebruar
Rotationsdruck und Verlag der Brübl'sche» Universuäts - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen.
Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul« straße 7. Expedition und Verlag: ^^51. Redatlion:e^A112. Tel.-Adr.:AnzergerGietzen.
An» fifficn.
Aus dem Finanzausschuß der Zweiten Kammer.
rb. T a r m st a d t, 4. Febr. Ter heutigen gemeinsamen Sitzung des Finanzausschusses der Zweiten Kammer wohnten als Vertreter der Regierung die Herren Staatsminister Tr. p. Ewald, Finanzniinistcr Tr. Braun, Minister des Innern vHombcrgk, Staatsrätc Tr. Becker und L o r b a ch c r , Mi nistcrralrätc dölzingcr, Tr. Kratz, 2 chlicvhakc, Tr. Weber, Geh. Obersinanzrat Tr. Rodde und Regierungsrat Matthias bei. Tie Beratung wurde bei Kap. 47, Landes- museum sortgesetzt, Wotür eine Ausgabe von 103 030 Mk. gegen 101270 Mk. eingestellt ist. Hier wurde von Ausschutzmitgliedern sie Frage zur Erörterung gestellt, ob cs zulässig sei, aus Schcu- kunge n, die dem Landesmuseum gemacht wurden, Gegenstände zu veräußern. Ter Minister des Innern legte bar, daß sich bei einer der dem Museum gemachten Schenkungen auch Stücke be- sunden hätten, welche einen besondere» wisscnschas l chcn Wer nicht besahen und deshalb auch zur Ausstellung im Museum »echt ge eignet gewesen seien. Nachdem eine Begutachtung dieser Gegenstände durch verschiedene Autoritäten stattgcsunden hatte, sei die Veräußerung für zulässig erachtet und vom Ministerium genehmigt worden. Ter Erlös aus diesen Gegenständen habe 08 000 Ml. betragen und dafür sei ein sehr wertvolles .Holzbild erworben worden, dessen Auschassung sonst unmöglich gewesen wäre, weil eS an den nötigen Mitteln fehlte. Derartige Veräußerungen beztv. Versteigerungen seien auch früher schon anstandslos vorgenomnien worden, doch würde tnan in Zukunst bei der Annahme von Gescheuten daraus bedacht sein, stch den V o r b e h a l t zu machen, daß die Oiegenstände, im Falle sie nicht ausgestellt werden könnten, auch veräußert werden dürsten. Tas Landcsmuseum sei laut Slis- 'tmrgsurkunde als Fideikommiss des Grohhcrzogs bezeichnet worden -und es sollte Staatseigentum werden zur Benutzung des Publikums. Aus denr Ausschuft wurde daraus hingcwiescn. datz der recht liebe Eharaktcr sehr zweiscthast erscheine, weil Fideikommift Per mögen nicht mit Ttaatsoermögcn in Einvernehmen gebracht wer- toerdeu könne. Weiter wurde auch betont, datz bei Schenkungen die Absicht der Schenker jedcnsalls nicht dahin gehl, eine Berüußc- rungsmögiichkeit zuzugeben, sondern datz doch die Absicht des Scheukers sei, dem Museum eine dauernde Zuwendung zu machen, damit auch die Ausstellung ersolge. Es seien auch Beschwerden darüber gekommen, datz z. B. früher vorhandene Bilder jetzt nicht mehr zu sehen seien, datz sie vielleicht l hwcisc an össcntliche An statten oder Oiebäude des Landes abgegeben worden seien, jedenfalls aber jetzt nicht mehr besichtigt werden könnten. Ter Kunstgeschmack sei immer ein wechselnder und cs müsse mit der Veräußerung oder Wcggabe zum Museum gehörender Gegenstände doch etwas vorsichtig vcrsabrc» werden
Ter Finanzausschuß beschäftigte sich dann längere Zeit mit der Erörterung der ganzen Organisation des G c u m c t e r w e i e n s i» den Kav 69, 74, 08 und 102. Bon allen Seiten Ivurde im Ausschuß die Erhöhung der Gebühren für die Geometer von 17 Mk. ans 21Mk. bekämbir, weil das nur eine Llbwälzung ackt die Gemeinde» oder die Interessenten, und hier im wesentlichen aus die ländlichen Gemeinden bedeute. Zwar sei früher bei Schaffung des Kreis-« geometcr-JnstitutS der Grundsatz aufgestellt worden, datz es sich selber erhalten muffe; allein da die Einnahmen des Instituts fortwährend zunickgingen, die Ausgaben dagegen besonders auch für die neuen BefvidungSausgaben stiegen, so werde jetzt ein Zuschuß von 43000 Mt. nötig, welche Summe aber teiueswegs von den Gemeinden übernommen werden könne; cs bleibe kaum etwas an. derrS übrig, als diese 43 000 Mt. aus die Staatskasse zu übernehmen Es wurde dann weiter noch das Fcldbereinigungs- und Kataster-Gcoinetcrwcscn bcivrochen. Bei dem erstgenannten wurde die ausgedehnte Tätigkeit anerkannt und gefordert, das; noch neue Stetten verwilligt würden, da die Arbeit auf dem Gebiete der Fcldbereiiiigung sicher nicht im Aünehnrrn begrisse» sei. Für die Katastergcometer werde sich in Kürze eine andere Regelung als absolut notwendig erweisen, da die Katastcrarbeiten in ihrem Umfang fortwährend zurückgingen und die Katastergeomcter lediglich aus ihre Gebühren angewiesen seien. Die Regierung legte dar, daß das seitherige Verhältnis der Angliedcrung an die Kreisämter voti diesen nicht als günstig bezeichnet worben sei, und daß mit den Finanzämtern nach gewisse Verbindungen beständen, und deshalb auch manche Geometcrstellen an die Finanzämter angegliederl worden seien, weil damit auch die notwendigen Tic'iüränmlich- keiten beschaist werden tonnte». Eine Vereinigung der Katasiergeo- nieter mit den Feidbereinigungsgcomelcrii werde sicherlich mit der Zeit cintreteii^müssen, da auch die Verdienste der Katastergeoinctcr erheblich «IN Schwinden bcgrissen seien. Aus dem Ausschuß wurde die Vereinigung der Kreisgeometerstcllc in Bensheim mit der in Zwingenberg als eine Benachteiligung von Bensheim bekämhft. Die Bereinigung beider Stellen dürfe auch nicht zur Folge haben, daß das Finanzamt Zwingenberg nach Bensheim verlegt werde, weil hierdurch Zwingenbcrg ein großer Schaden zugcfügt würde. Im Staaisvorunschlag werden anstatt bisher 5 jetzt i0 Kreisgeometer- gehilscnstellen angeiordert. Tic Krcisgeometcr, die in ihren Avan- cementsvcrhältnisjen sehr schlecht gestellt worden sind, sollen dahin entschädigt werden, daß beim Krtusteramt 3 weitere Stellen als Bermcssungsstellen gcschajsen werden. Die Regierung gab sodann zu Kap. 42a Jugendpflege, 30000 Mk., Auskunft über die im Borjahre verwendeten 13 000 Mk.: es wurden u. a. gegeben; rür den Jungdentschlandbuiid 9000 Mk., für die Tcutsche Turner- ckchait 500 Mk., ebensoviel für den hessischen Lehrer-Turnverein und den Verein für Jugend-Wohisahrtspslcge. Die evangelischen Iüng- lingsvercine und die katholischen Vereine erhielten je 2000 Mark. -Die gemeinsamen Beratungen werden morgen srüh fortgesetzt.
Aur den Reichrtagsausschüffen.
Berlin, 4. Febr.
Der Budgetausschuß nahm heute nach Verabschiedung des «ReichSeiscnbalnihaushaltS die Beratung des Marinehausbalis in (Anglist. Dabei pslcgt stets die auswärtige Politik, insonder- chcit unser Verhältnis zu England erörtert zu werden. Was darüber diesmal veröiientlicht wird, ist alles längst bekannt. Ter Staatssekretär des Auswärtigen bezeichnet,; unsere "Beziehung zum Jnselrcich als ..recht gut" und betonte, Deutsch- jlanb habe in den letzten Krisen mit England daran arbeiten können, zwilchen den beiden großen Mächtegruppen ausgleichenü zu wirke» und intcniaiionole Monfliftc zu vermeiden. Daraus lmbe stch eine gewisse Annäherung ergeben. Trotzdem schien cs, als ob der Staatssekretär etwas Walser in seinen Wein gießen wolle, als er von den schwebendcm k l nialpo i i chen Verhandlungen spach iund andeutcte, daß das Ergebnis wohl .nickst gegen jede Sititit <re*cit fein" loer't. Die Vertreter der Parteien, die das belfere Verhältnis zu England an sich durchweg sympathisch begrüßen, taten daher wohl auch recht gut daran, davor zu warnen, das Wort Mißtrauen nunmehr aus einmal zu streichen. Von na cknniallibcralcr Seite wurde im Anschluß daran aut die Rolle (Englands in Sachen der deutschen Militärmission verwiesen. lieber «die maranetcchnijche Seile sprach sich Staatssekretär v. Tirpitz «Is Auch hier erfuhr man nichts Neues; immerhin ist cs lnicht ohne Bedeutung, daß tust säst zur selben Zeit, da Sir Edward iGren vor der Handeislannncr in Manchester über die Rüstungs- lsrogc sprach, der Ehei des Reicktsmarineamls seine Stellung zu den (englischen Rüstungsbcschräntungsplänen noch einmal zum Ausdruck «brachte. Den Feier,ab> gebauten lehnte er »ach wie vor als undurch
führbar ab, das Verhältnis 16:10 dagegen nannte er auch heute noch annehmbar; positive Vorschläge seien aber noch nicht an ihn gekommen, so daß cs sich bis jetzt mehr oder weniger um eine theoretische Erörterung handle. Diese Zurückhaltung, hinter der sich der Wille verbürgt, unser» Flottenbau einzig und allein nach unser» Bedürfnissen zu richten, erwies sich durch die Grcnschc Rede vollauf gerechtfertigt, denn diese lief aus nichts anderes hinaus, als daß England die Rüstungen fortsetzt.
Ter Ausschuß bclrcsscuü H a u s i e r h a n d e l u n d W a n d c r- l a g c r beriet die Anregungen betrcssend das Verbot des Verkaufs von Mitteln gegen die Konzeption weiter. Ei» Rationallibcrulcr erklärte, die neumalthusianischcn Bestrebungen seien Tckadenz- crscheinnngcn internationaler Art. Im Interesse der Boltshygienc sei ein striktes Verbot der 'Abtreibungsmittel und schärfste Ein schränlung der öffentlichen Reklame, die als ösientlicher Skandal zu bezeichnen fei, erwünscht. Notwendig sei die Trennung der Bestimmungen über die Mittel gegen Empfängnis und gegen Ansteckung. Ein Regicrnngsvertrctcr betont, daß die verbündeten Regierungen bindende Erklärungen noch nicht abgcben könnten. Ein Mitglied der Wirtschaftliche» Vereinigung bestreitet gegenüber der Sozialdemokratie, daß die Wirtschastspolitik die Lebensmittel verteuere und den Oieburtcnrückgang verschuldet habe. Er fordert Unterstützung der Rasscnpolitit durch zwangsweise Herbeiführung der Sterilität Minderwertiger. Ein Sozialdemokrat wandte sich gegen die Heiratspotitik, die gegen die Offiziere, gegen Beamtinnen und Lehrerinnen geübt werde. Nach weiterer Aussprache wurde die Beratung abgebrochen.
Ter Ausschuß sür die Errichtung eines K o l o n i a l g c r i ch t s- h o sc s lehnte einige Anträge, die zur Wahrung der Rcchtscinheit Entscheidungen des Reichsgerichts hcrbeiiührcn wollen, ab und erledigte den Rest des Gesetzes in erster Lesung. Eine Entschließung der Volkspartcilcr, baldigst eine Verwaltungsgerichtsorganisation für die Kolonien zu schasse», wurde noch einer entgegenkommenden Erklärung des Vertreters des Rcichskolonialamtcs angenommen, nachdem der Schlußsatz, diese Gerichtsbarkeit dem Reichskotoni»l gcricht zu übertragen, als noch nicht spruchreii gestrichen worden war. Bor Eintritt in die zweite Lesung begründete ein National- liberaler einen Antrag auf Einholung eines Gutachtens des Reich-- gcrichtcs über die Geiährduna der Rcchtscinheit beim Bestehen eines besonderen Jolvnialgerichtshvfcs. Ter Staatssekretär deZ Reichsjustizamts sprach sich gegen den Antrag aus, da cs sich nicht um eine Rechtsfrage, sondern um eine Organisationssragc handele, ebenso der Staatsickrrtär des Reichskolonialamts. Ter Antrag wurde dann abgelchnt und daraus Vertagung beschlossen.
Ter Spionage-Ausschuß erörtert- heute den Begriff des m i l i - t ä r i s ch c n Geheimnisses. Von inehrcrcn Seiten wurde verlangt, daß die Tesivition dieses Begriffes im Gesetz selbst scst- gelegt werde. Ein Beschluß hierzu wurde noch nicht gefaßt, dagegen fand ein Zentrumsantrag Annahme, der die einschlägigen Bestimmungen des Strafgesetzbuches in den Entwurf hineinar- bcitcn will.
Au» StaSt »,„S Lanv.
Gießen, 5. Februar 1914.
** Der Großherzog empfing am 4. Februar den Bürgermeister Keller von Gießen.
** Ernennung. Durch Entschließung Großh. Ministeriums des Innern wurden die Referendare Walther Nanz in Steinbach und Friedrich Dahlem in Dexheim zu Regiernngsasscssoren ernannt.
** Allgemeiner Verband der Deutschen Bankbeamten (Berlin). Am 5. Februar, abends Vs9 Uhr findet im Hotel Schütz. Gießen, eine Bankbcamten-Bcr- sammlung statt mit der Tagesordnung; l. Entwicklungstendenzen in den Organisationen der Bankbeamten. Referent: Herr Karl E m o n t s (Berlin). 2. Freie Aussprache.
** Aus dem Vogclsberg. Mit welcher Heftigkeit in diesem Winter der Schnee im Vogelsberg gefallen ist, beweist folgende Tatsache; Ein Bauer ans einem Orte nahe der preußisch- hessischen Grenze wollte einige fette Schweine in das Schlachthaus nach Fulda bringen. Tic Tiere wurden in einen besonders zu Sckiwein.ckransvorten geeigneten Schlitten verladen und die weite Reise angetreten. Aber schon zwischen seinem Heiniats- dorse und dem nächsten preußischen Torfe Weidenau geboten die Schncemassen Halt. Die Pferde samt schlitten und den Schweinen versanken mcterlics im sckincc. Mit Lilie einiger Toribewohner mußte das Gesährt ausgegraben iverdcn und konnte alsdann seine Reise wieder svrtsctzen. Ta sich ein Pferd durch das Einsinkcn in die gefrorenen Schiicemancn ichwcr verletzte hat der Bauer Schadenersatzansprüche geltend gemacht, weil die Straße nach dem Schncefall nicht fahrbar gemacht wurde.
Landkreis Gießen.
E Hausen, 4. Febr. Bei der heute vorgenominenen uverpachtung unserer Gemeindejagd blieb mit 1050 Mk. - bisherige Pächter Rentner E m m c l i u s (Gießen) Höchst- lender Der bisherige Pachtpreis betrug «00 Mk., wahrend der Verpachtung im Jahre 1902 sogar nur 360 Mk.
äst wurden. _, . .
tt «anasdori, 3. F-br Schon -»„ge Zeck benicrkten liier cheHartenbesttzer, daft a» ihren '«ärte» ganze Stücke von der izännnlig «eblten. Bei der HaiiSlnckiinig de, den, Ardc„-c liannes Heinz, melckiee. wie schon vor einiger Zelt de, ickne, >de sich bec einen, Holzdiebstahl -nie aeboriae Track» gebolt ,e winde noch -in Tel! der gestohlenen Lacke» zu e.aa° ge- derl Er wird stck, jetzt vor dem Gericht zu verantworten habe», die Schläge nickits genutzt-atte». , , ,.
U Grünberg. 3. Febr. Gestern stürzte sich hier 21jähriges Mädchen a»S den, Fenster des dritten ockes, nachdem sie kurz vorher Salzsäure getrimken te Der Tod trat nach kurzer Zeit ein. Die Ursache soN e bösartige Kopskrank heit aeweicn sein.
□ Ruppertenrod, e. „ent. _
e..,, „„b «EntlehnStoffe muffen zur Tccknng des Be Mstes durch die Tarmllädler chcnollenschastsbnnk je 43> Mk. b ivnderen Benrag leisten. Das macht >nr „>0 Mitglieder ei, ckbooo Mark. Tesjennngeachtel bleibt die Kaffe io, hofft ani eine beffere Zukunst. Der feiifteri.
witinmc von
den eben und man vonr au, ei.“.- »- . «-*«. icmjci
‘Kertmer der Kasse bat qesundbeitshulber sem Amt inedergelegt: ib» wurde setz» ein anderer Rechner geiväylt.
Kreis Schotten.
^ Groß-Eichen, 4. stebr. Bei der henliaen Jag! Verpachtung wurden 3öb Mk. aelöst tblsher lüä Mk.) B, bette,er Pächter war Bürgermeister Schombert, jetziger Pächter Lehrer Jüngst- Zlsdors.
Starkcnburg und Rheinhessen.
Mainz, 4. Febr. Da die berestgestellten 20 0t Mark für N ol st an dSarb eiten in unserer Stadt a» gebraucht sind, die Arbeitslosigkeit aber „och andauert, ,'c nnninehr nochntals die gleiche Siiniine ausgetvorsi werden, »m in den Unterstützungen keine Pause cintret, zu lasten.
Kreis Wetzlar.
§§ Lützellinden, 4. öebr Infolge der Zulammenlcgnng der Grnndslücke Ivird hier io manche Hecke am Wegesr.inde, am Bache und der früheren Grenze der Parzellen o»Sae>ode! Jeder Landmann, dcc damit belchaitigt «var, ivlrd sicheckich an, Boden und NN Geäst encc grobe Anzahl von tz! ist statte» nnierer liebe» Sänge, gesunden haben, die er ihnen snr die komnienden Jahr« genonnnen hat.
Hessen-Nassau.
[] Marburg, 4. Febr. Infolge des Sinkens der Schwcineprcise hat die hiesige Fleischcrinnung beim S ch tv c i n c s l c i s ch eine Preisherabsetzung ein- treten lassen. So kostet gewöhnliches Schiveineslcisch das Pfund 70 Pfg., Bratenstückc 83 Pfg., Kotelettes 100 Pfg.. rohes Schmasz 80 Psg. und ausgelassenes Schmalz 00 Pfg.
Proviiizial-Llusschutz der Provinz Lberlicsscn.
Gießen, 4. Febr.
Anwesend: Provinzialdircklor Geheimcrat Tr. Usinger, süns ordentliche Mitglieder und ein Ersatzmitglied. — Beginn 9, Ende l 3 /t Uhr.
1. Klage des Wilhelm LaugSdorf von Rockcnbcrg gegen die Gemeinde Rockenberg auf Gewährung einer Vergütung für Verse h u n g der Polizeidicner stelle. Während der Crlranknng des Polizeidieners, seines Vaters, hatte A. Langsdorf die Geschäfte eines Gemeindedicners versehen, war jedoch nicht auf den Polizeischutz verpflichtet worden. Er verlangte daun später hierfür 120 Mark, was der Gc- ineindcrat ablehute. Auf die Klage des Langsdorf entschied der Krcisansschuß dcS Kreises Friedbcrg, daß eine Vergütung von 00 Mk. zu gewähren sei. Hiergegen legte die Gemeinde Berufung ein. Der Provrnzialausschuß gab der Berufung der Gemeinde statt und vcnvarf aus sormcllcu Gründen die Klage kostenpflichtig.
2. und 3. Klage der F e l d b e re i n i a u n a s- ge feilsch asten Eberstadt und Geilskfausen gegen den Kreisausschutz des Kreises löießen wegen Anlage von Abfahrten. Der Kreisausschuß des .»reifes Gießen hatte den genannten Feldbercinignngs- gescllschasten die Anlage von Abfahrten unter gewissen Bedingungen genehmigt und dabei n. a. verlangt, daß die Abfahrten ans die Breite des Krciseigentnms zu pflastern und eine weitere Strecke zu chaussieren seien. Gegen diese Bestimmung klagen die Gesellschaften. In dem ersten Verhandlungstermin vor dem Provinzialausschuß lehnte dar Großh. Faldbereinigungskonimissär zu Friedberg als ihr Vertreter den gesamten Provinzialausschuß als befangen ab, zog aber diesen Einwand in der Berufungsinstanz wieder zurück, so daß heute von neuem verhandelt ivcrden konnte. Es wurden die von den Parteien benannten Sachverständigen vernommen und sodann Beweisbeschluß dahin erlassen, daß Augenschein an Ort und Stelle durch den Vorsitzenden und zwei Mitglieder des Provinzialausschusscs unter Zuziehung der Parteien stattfinden soll.
Märkte.
Limburg a. d. La!,», 5. Fevr. tz r »istt Ni a rkt. Durch»
schnittövreis vro Alaltee. Roier Weizen iNassamsckier) 15,70 v!k„ weißer Weizen ianaevnme .Iremdforlen, 1ö,S0 k., Korn 11,5') Mk.,
Gerste «Füllers 9,00 Mt., Braugerste 10,8» Mk, Haler 7.7.5—0,00 Alk. vrbic» 0,00 Mk, Karloffetn 2,1 i- 0,00 Dir, Butter das Pfund Alk. 1,10-0,00, vier üaS Stück 10 Pfg.
Salem Gold
(GoldiTiunclstüjck.« 3 val)
Salem ÄleUk&im
(Hohlmundsfüchjundj
PreiS W §Ä45621§'Pfijd. stax. «Lchr mit Tirnn:
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