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ftugetrojjeii uub tvird im Königs schloß in beit Sfonigä-

katnmeru molrnni

Da* r 11 f mb c r g t frftf 3ttttan,tm in iftcr iuttt l»at die F-rist jur Abgabe der Bermögenserkläriing öim Dehrbcitrag bis jiun 15. Februar verlängert

Die Württemberg is che Finanz Verwaltung Iwt mit der Stuttgarter LebenSvcrstcherungsbank tAlte Stuttgarter) einen iür beide Teile aut 10 (fahre unkündbaren DarlcheiiÄvertrag über 0 Millionen abgeschlossen. Sic ist da durch, wie dasNeue Tagblatt" meldet, in der Lage, aut die Ausgabe einer Anleihe, der sich seinerreit erhebliche Schwierig­keiten in den Weg stellten, vorderhand zu verzichten.

D! c f r ü b e r e E r z i e h e r i n d e r d e t> t s ch e n Ä a i s e r i n, Johanna Lebküchner, ist in, 70. Lebensjahre int Diakonisscn- hatrse zu Schtoäbisch Hall, wo sie ihren Lebensabend verbrachte, gestorben.

Tie schuldigen Z i »i 1 e c v i o tt c tt i n Zaberu Bon zuständiger Seite tvird dem W. TB. mitgcteilt: Tie in der heutigenWelt NM Momag" unter der MarkeTie abgebtitzte Militärgewalt" verötietttlichtc Angabe, die Staatsanwalt- ichait in Zaber n habe bei 12 vor der Militärbehörde an­lässlich der bekannten Bortänge in Zabcrn stngercichten Sl ras­anzeigen gegen Zivilpersonen die Einstellung des B e! sa hre n s betchlviten, ist unrichtit. Zn den aut Grund der tnilitärtschen Stratanzei ten aegen Ziviloerloneti cingekeiteten Strasvcrtahrcn sind bisher Einstellungen nicht erfolgt, Tiefe Ber- iahrett lind bisher noch nicht erlediit worden, weil die zur Tnrchsührung eriorde-lichen und von der Militärbehörde erbelenen ttnd erwarteten Unterlagen bei der StaatSanwoltschait noch nicht eingeqangen sind. Es bandelt sich dabei ini ganzen um 05 Strafanzeigen aus Anlag der Skraßenunruhen. Zn weiteren 27 Ttrasunteriuchnngen lncgcn der Straßenunruhen, die aut An zeige der Polizei eingcleitet worden sind, ist Bestraning ein getreten in 20 Fällen, in drei Fällen stcbt die B'straüing noch ans und in t Trällert ist Einstellung erfolgt, tveil eine strasbarc Handlung sich nicht hat nachtveiieti lassen.

Aurlanv.

Frankreichals Geldgeber. Nach einer Meldung aus Börsenkretsen würde der Vertrag über den ersten Teil der russischen Eisenbahnanlothe im Nominalbeträge von 050 Millionen unterzeichnet. Ter EmrssionskurS der 4".pro- zentigcn Anleihe soll mit ÄSProj. festgesetzt tvordcn sein. TieLibertä" will wissen, daß der erste Teil der griechi­schen 500-Millionen-Anleihe. über welche Miuistervräsi- dcnt D e n i; e I o s mit der sranzvsiichen Regierung und den grossctt Bankinstituten verhandelt hat, kaum vor der zweiten «älfte des Monats März zur Ausgabe gelangen wird. Tie türkische 600 Mtilioiten 'Anleihe'werde bis l.Mai vertagt tvcrden.

2lus Stadt und LanH.

Giessen, 27. Januar 1914. blaisers Geburtstag.

Tie Stadt trägt das übliche Fcstgewand, und gestern abend lockscn die flotten .vrtättge des Zapfenstreiches unseres Regiments Gros; und Klein aus die Straßen. In der Süd- Anlage vor dem Hause des Obersten von Trotta gen. Trehden spielte sich das mititärische Schauspiel ab, das imNier aitch zu einer Volksseier wird, heute früh um sieben »hr wurden die Einwohner durch das Wecken der Militär­kapelle an die Fenster gelockt, was um so leichter gelingen Tonnte, als die Kälte ganz erheblich nachgelassen hatte. Tie Zpicllcutc hatten bei dem angehenden Glatteise ans dem Pflaster zwar kleine Schwierigkeiten zu überwinden, aber die Märsche batten doch ihren gewohnten Schneid und ihre mitreißende Wirkung. Ilm 10 Uhr erfolgte der Kirchgang, wieder mit klingendem Spiel, und die Parade um ''212 Uhr auf Oswaldsgarten lockte zahlreickze Zuschauer herbei. Tie Feierstimmung ist auch in Gießen die allerbeste; die Geister der Politik sind infolge der kaiserlichen Schritte nach den letzten Erörterungen über Zabern in friedliche Bahnen ein- gricnkt und der kaiserliche Inhaber der 110er hat ja gerade in Gießen, wo er so manchmal geweilt hat, sich die Herzen tgewonncn. Tas kam auch zum Ausdruck bei bem üblichen Festesscn im Äcscllschaflshauie, wo die Vertreter der Be­hörden und der Bürgerschaft in vaterländischer Gesinnnng sich zusammensanden. Während des Mahles brachte der Rek tor in der hergebrachten Wehe das hoch auf den Kaiser aus

wie aus Rom gemeldet wird, im Bibratatal entdeckt loorden. Tic Körver sind nicht begraben, sondern liegen alle IN kleinen Hütten, von denen jede zwei bis acht Leichen enthält. Hier sind sie aus einer Seite der Hütten aus niedrigen Babren angeordnet, die nach der Mitte zu geneigt sind. Mit einer einzigen Ausnahme baben die Körper alle die Knie hochgezogen: wahrscheinlich sollte ihnen damit die Stellung de^ Gebetes gegeben werden, die sie auch noch in der Totcnkntnmcr etnncbmen. Es ist ja icstgcstrllt, daß der Brauch, die Ante beim Gebet ,tt beugen, schon rat Stcinzettalter in Aegbrnea geübt wurde. Zn einer der Hütten säst in der Mitte der ganzen Antage, sind keine Leichen, sondern ein kreisrunder Herd, um den, nach der Menge von Tierknockten und Scherben von Toniövien zit schließen. der Leichenschmaus gehalten wurde. Tie Gegenstände, die man in dieser Begräbnisstätte gesunden hat, sind von großer Wich tigkeit iür die vorgeschichtliche Archäologie, denn sie beweisen das Borhandeniein eines Grades von Zivilisation, besonders in den Oie- säßen und anderen Werkzeugen, wie er bisher in der neolithiichcn Periode noch nicht beobachtet wurde.

WasRcklamemarken anrichtcn können. Eine trngilomtsche Geschichte, die sich dieser Tage zutrug, wird nnS aus Halle a. S. lrrichtct; Zn einer angesehenen Fannlie int. feiet Stadt toor vtötzlich aus dem Schmuckkasten die wertvolle goldene Nbr der Hausirau verschwunden. TaS Tlenstverionnl geriet in Verdacht und schließlich verständigte die Familie die Kriminalpolizei. Eine für alle Teile sehr peinliche Untersuchung begann. Zeder Wohngenossc wurde in ein scharfes Kreuzverhör gezogen; ohne jeden Erfolg. Da siel einem der Beamten das aussallend verschüchterte und gedrückte Wesen deS Oiährigen söhn chenS deS Hauses aus. Er nahm das kleine Büricknhen ins Per- liör und hatte einen absonderlichen Erfolg Nach langem Zögern gestand der Zunge ein, die Uhr entwendet zu Koben, nm dafür dreiiedr seltene" Reklmnemarken zu erholten! Es gelang schließlich, das selteneTauichgeschäst" wieder rückgängig zu mo chen, der andereKontrahent" war ein Zange des gleiche» Alters, der sehr energisch daraus bestand, die drei wertvollen Reklame marken erst zurückzuerhalten, ehe er die Uhr wieder verausgab.

Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissen- ichait. Ter Histologe Professor Tr. mrd. Eamillo Golgi in Pavia ist zum auswärtigen Ritter des Ordens pour ie me nie für Wisienichaiten und Künste ernannt worden Zm Aller von 60 Jahren starb dm ordentliche Professor iür ger­manistische insbeiondcre sür niederländische und niederdeutsche Sprache und Literatur an der Bonner Universität Geh. Rc- merungsrat Dr. Johann Franck Der Direktor der Kgl. Ungarischen Mcisterichule iür Malerei in Budapest. Historien- und Pvrträttnaler Julius von Bcneczur, einer der her­vorragendsten Dcrttetcr der ungarischen Kunst, begeht am 28, Za nuar seinen 70, Geburtstag,

Dlelkrieger7ametul.su, uliGicße n feiert« Sonn­tag adend den Geburtstag des Kaisers, wozu sich die Kameraden mit Familien zahlreich eingesunden hatten. Gleichfalls war eine Abordnung ehemaliger 110er und aktive Kameraden zugegen. Nach Begrüßung der Teilnahmcr.durch den Borsitzenden, Kamerad Müller, sckiüderte dieser den Werdegang des Deutschen Reiches und die segensreiche Regierung des Kaisers. Tie Zeter nahm einen echt lameradschoitlichen Berlaui, und erst in früher Morgenstunde, nackt flottem Tänzchen der alten, wie jungen Kameraden, nahm sic ihr Ende. ^

t. B u r k h a r d s i e l d e tt, 27. Jan Krieger verein und Turn- derein feierten um Sonntag abend gemeinsam Kaisers Geburtstag. Nach einer kurzen Ansprache criolgten turnerische Ausführungen am Reck und Barren. Tann wechselten Theater und Geiangs- stückchen tnitcinander ab. An die Feier schleiß sich ein Tanz an. Tie Tanzpauscn wurden ansgciiült durch Freiübungen der Zög­linge des Turnvereins.

A Lick>, 25. Zan, Zur Feier des Geburtstages des Kaiiers bot der K ri eg e rv c rei n heute nachmittag tviebcr ein Mi- litärkonzert, das die Gicßencr RcgimentSkaprUe unter Leitung ihres Tiriaenten, Obermusikmeister« Löber, missührte, und das zahlreich besucht ivar. Abends wurde vom Lrieqerverein in Steins Saalbau ein Ball veranstaltet, den der Präsident Bizcicldwebel d. Res. L. Häuser mit einer kernigen Fest­ansprache eröisnctc.

kl. Oden kaufen iRalenau', 26. Zan. Gestern leierte der Eisenbahn-Verein Londorf hier Kaisers Geburtstag. Ter Sohn des Badnhoisauiseders Henrich von Treis trug ein vaterländisches Gedickt vor. Tie Festrede hielt der Vorsitzende L. h. Acker. Gesang und Tanz sowie ein guter Tropseir hielten die Mitglieder zusammen.

o. B c u c r » . 26. Zan. Gestern iand im .Holländischen Hoi" die K a i s c r g c b u r t s t a g s j e i e r des Kriegeruereinsin tstestalt eines Familienfestes statt. Ter Präsident Schwalb begrüßte die Erschienenen und gedachte des Kaisers. Den Festvortrag batte Mitglied Pfarrer Wagner übernommen, der ein getreues Bild vom Feldmaricktall Blücher gab. Verschönt wurde die Feier durch Darbietungen des Posaunenchors Beuertt.

ll. Ettingshausen, 25. Jan. Gestern abend feierte der evangelische Bund mit dem Krieger und Gesang verein und den übrigen Gemeindeg'.iedern ini vollbesetzten Saale des Gastwirts Sommer Kaisers Geburtstag. Pfarrer Nies crössncte di' Feier mit einer Ansprache, in der er den Tag als Gedenttag der Gründung des Deutschen Reiches und als EKbnrtstag des Kaisers feierte. Sodann, führte Seminar lehrer Lore» tz aus Lich mit dem vom Licher Volksbil- dititgsvereiit betrtebcncn Kinematographen das Leben des Heldeiijünglings Theodor Körner von der Wiege bis zum Grabe in 3 Akten vor, verbunden mit erläuterndem Bortrag, Deklamation und Harmoniumspiel. Ter zweit: Teil bestand in Borfiihrttng der deutschen Hochseeflotte, Automobilkaiser preisrenncii und humoristischer Kinoausnahmen. Zum Schluß, hielt Herr Loren tz einen belehrenden Vortrags über die Herstellung des Films.

wk St ein he im b. Hungen, 25. Zan. Am Samstag feierte der K r i c g c r v c I e i n Steinheini seinen Jahrcsschluß, vcr bundcn mit der Geburtstagsfeier des Kaisers. Ter Boriitzendc H o i m g n n erösinetc die Versammlung. Lehrer Kreiling hielt die Festrede. Sonntag morgen 10 Uhr sand Kirchenscier zu Rvdheim statt, au der die 3 Vereine Rodheim, Rabertshauicti und Ttcinheim leilnalimen. Pfarrer Schlosser hielt die Fest rede, in der er die 25 Rcgierungsiahre des Kaisers als Jahre de« Friedens Frvorhob.

R Alsfeld, 26. Zan. Heule feierte unter zahlreicher Be teiligung die Ober Realschule Kaisers Geburtstag. Tie Festrede über das ThemaKaiser Wilhelm und sein Heer" hielt Assessor Scheeler. Außer zahlreichen Teklamotione» und den von Lehrer T o t t e r eingctibten Gesongstticken brachte das Schülcrorchcstcr einige Musikstücke zum Vortrag.

X Schlitz, 26. Jan. Tie vom Betermien- und Militär­verein veranstaltete KaiteiS-lhedititstagieter erfreute sich eines außerordentlich starken Betuche«. Nach einem einleitenden Musik- oortrag der Kapelle Wagner sprach Fräulein K a l b s l ei s ch einen Prolog. Tanach hielt Stadtpiarrcr Bocckncr die^ sehr bei- sällit auigenvmmenc Festrede. Bei baraussoigender Konzerttnusik, Aussiihrung venchiedener Theaterstücke und schließlich einem Ball, nahm die Veranstaltung einen vorzüglichen Veriaui.

L. Jriedberg, 20. Jan. Heute wurde Kaisers Ge burlstag in verschiedenen Lehranstalten gefeiert. Das Gpm- nasium und die Realschule begingen die Feier gemeinsam. Lrchestcrvorträge des Schulorchesters, Gesänge des Sängrr- ckwr» wechselten mit Teliamativnen ab. Eine Ansprache mit der Kaiierhvmne beschlossen die Feier. Ebenso fand in der Schillerschule lhöheren Mädchenschule) ein Festakt statt. Tas Lehrerseminar kam in der Turnhalle zusammen. Ehor- geiänge, turnerische Borsührungen, ein Vortrag mit Kaiser- hoch bildeten hier die Feier. Nachlier fand gemütliches Zn sanimensein der Letzter und Seminaristen statt.

Z Kinzenbach, 26, Ja». Ter K ri eg e r v c r e i n, ge­gründet am hundertsten Geburtstag Kaiser Wilhelms I. (22. Mörz 1897) feierte am Sonntag abend unter großer Beteiligung Kaisers Geburtstag als Fginilienabend. Ter Verein zählt 50 Mitglieder, darunter noch 4 Veteranen.

** Ter Großherzog tvird wegen Erkraittung des Prinzen Ludwig in diesen, Jahre nicht zur Feier des Geburtstages des Kaisers n a ch Be rl in re isc n und wird am Dienstag vormittag die Parade über die Darmstädter Truppen auf dem Exerzierplätze abnehmen

** Verleihung. Der Großherzog Hai dem Postfekrc lär ot'D. Karl M aper in Gießen, anläßlich de« vierzig­jährigen Jubiläums des .Kriegervereins Gießen, die Krone zum Ritterkreuz 2. Klajje des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen.

** In b en R tt h e sta n d v e r s r tz t tvurde am 24. Jan. der Vorstand des Finanzamts Reinheim, Finanzrat Heinr. Kricgk zu Reinheim, ans sein Nachsuchen, unter Anerken­nung seiner langjährigen treuen Dienste, mit Wirkung vom 1. April 1014 an; ebenfalls am 24. Januar der Hilfskassierer bei der Hauptstantskassc Rechnilttgsrat August B a l d a u s ans sein Nackijuchen, unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste, mit Wirkung vom l. Februar d. I. an, aus welchem Anlaß ihm die Krone znm Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Olrvftmütigen verliehen wurde.

** Aus dem Steuerbienfte. Erledigt ist die Stelle des Bv r ft an b cs des Großh Finanzamts Reinheim.

^ " Provinzial-Ausschuß. Zu der Sitzung am

Samstag morgen ",9IIHr ist folgende Tagesordnung antgesteut worden; l. Reklamation des Ludwig Heß zu Münster gegen die OKmeindcralswahI daselbst. 2. Gesuch des Earl Reuß zu Fricdberg um Genehmigung von Anlagen ge maß KL, lKL. 3. Klage des Heinrich Seng'll. zu Schadenbach gegen Großh. KretSami Alsfeld n»egcn Zuziehung zu den Kosten der Fafelltattung. In einer Sitzung am Mitt­woch, den 4. Februar, vormittags -/,9 Uhr, wird verhandelt über; I Klage des Wilhelm Langsdorf von Nockenberg gegen die Otemeinde Rockenberg aus OKwähriing einer Der- aütung sür Versetzung der Polizeidienerstelle. 2. Klage der Feldbcreinigungsgescllschast Eberstadt gegen den Kreisaus- schitß, des Kreises Gießen wegen Anlage von Abfahrten. 3. Tesgl. der Feldbcrcmigungsgesellschaft OKilshausen.

" Landwirtschastl. Lokalverein Gießen. Für eine Sitzung am Donnerstag, 29. Januar, um 3'/, Uhr nachmittags ,m Hotel Lelfenketter ch folgende Tagesortnrtin g

ausgestellt worden. 1. Referat b:s Herrn Sekretär Sckpvar, über die Fragen; Welche Zuchtrichtung ist zurzeit bei un» am Platze? 2. Besprechung über die Veranlagung zur Wehr- steuer. 3, Bericht über Resolutionen, 4. Anträge und Wünsche.

" Bereit! a b sl i n c u l e r Lehrer und Lehrerinnen iin Großherzoatiim Hessen, Am Eonntaq tagte int .Slädttlckten genbaitze" zu Worms der Verein abniuettter Lehrer und Lehrerinnen im Grohherzogtum Hessen, ivode, Lehrer Schövv- Mainz einen Vortrag liier: .Der Kamps der Schule gegen den A l k o ti o 1 i 4 nt tt hielt.

** Nene F e r n sp r c ch a n s ch l ü s sc. Zm Interesse mög­lichst frühzeitiger Jnangrisstiahme^der Arbeiten zum tocitrecn Ausbau der Fernsprechanlogen l iV c», wie in an uns schreibt, cr> sordcrlich, daß die Anmeldungen neuer Fetnsvrecktonichlülsc spa. teste nS bi» zum 4. März den Kaiserttchen Telegraplten» anstallen norliegen. Verspätet a »gemeldete Anschlüsse, die infolgedessen außerhalb des Bauplans nur mit Mehrauswen- dungcn iz. B. durch besondere Entsendung einer Baukolvnnc usw.) hcrzustellen sind, werden in dem iausenoeti Bauabschnitt nur dann ausgesührt, wenn die Antragsteller zu den entstehenden Mcbr- kniien einen Zuschuß von 15 Mark leisten oder wenn diese Mehr- kasten den Betrag von 30 Mark übersteigen, den wirklich ausg»- Ivendeten Kostenbetrag erstatten.

** T i e Hol; preise haben sich bei den letzten Holzver. steigcrungcn aus, ihrer srühercn Höhe gehalten, sind sogar unter dem Einfluß der herrschenden Kälte noch etwas gestiegen. In solch strengen Wintern wird meist auch der sogenannte eiserne Be­stand ouigezehrt. Voraussichtlich wird durch da« heute eingettetene Tauwetter darin eine starke Wendung eintrcten,

** T c r l c tz t e W a s e n m c i sl c r in der Stadt Gießen, Jo­hannes Bender, wurde im 79. Lebensjahre in der Nacht zum Montag au» dem Leben abbernfen. Mit ihin ist ein Gießener Origi­nal dahingegangcn, dessen Schnurren und Mätzcheu srüher in allen Kreisen l>ekannt waren und viel belacht wurden. Bender ist wohl der einzige Mann in Gießen, der bis an sein Lebensende die Hinter­länder Nationaltracht, die blaue Bluse, trug. Bender ist am 5. April 4835 bei Gladenbach geboren, er war, ehe er nach Gießen kam, lange Jahre das Faktotum auf dem Bahnhof in Dillcnburg und mancher von den dort Eittkehrendcit konnte vpn seinen Schwänken erzählen. Wegen eine« allerdiitgs etwas kräftigen Scherzes, den sich ein Reisender nicht gesallen ließ, mußte Dcndcr seinen Posten aus- geben und kam 1863 nach Gießen, wo er bei dem dartaligcn Äasenmeister 2 t e i n m e p c r in der Wolkengasse Stellung als Ge- bikic fanb. Er hatte sich die Hörner abgelausen, .zeigte sich in seinem Werk geschickt, war brav und sparsam und batte sich schließ lich in die Tochter seines Brotherrn verliebt, die er dann auch 1865 heiratete, nachdem der Schwiegervater sich hatte bereit finden lassen, das Geschäft an Bender zu übertragen. So hatte der Mann in Gießen sein? zweite Heimat gesunden. Kindersegen blieb den Ehe lenten Bender versagt. Sic nahmen daher fremde Kinder artner Eltern ins Haus und erzogen diese. Johannes Bender war noch bis vor 10 Jahren ein gern gesehener Mann im Hotel Prinz Karl. Ben­der übte als Abdecker ein ircies löcwcrbc aus, er war von der Stadt uicht angestellt, betrachtete sich aber doch als städtischer Beamter und die Bürgermeisterei als seine Vorgesetzte Behörde. Einst fom er Stirn Sladtickretär D e mutt aus die Bürgermeisterei und wünschte den Oberbürgermeister G n a tt t h zu sprechen. Dev alte Tgmith wollte Bender nicht vorlasscn. Ter städtische Waienmeister aber warf sich in die Brust und meinte, er müsse »orgclassen werden, denn er gehöre zn den wichtigsten Beamten der Stadt, zu den Meistern. De' muü) wollte nun wissen, wie Bender das meinte. Ta erklärte dieser; Der O b e r b ü r g c r m e i st c r der Wasen IN e i st e r und der 2 t r ll b c n IN c i st e r , tote drei Meister der Stadt sind die ober ften Beanitcn, die anderen sind doch blost nur die Gesellen." Ter Erfolg blieb aus diese Worte hin nicht au«. Bor etwa 8 Jahren, at» die Kreisabdeckcrei bei Garbcnleich rröffnrt wurde, legte Bender sein Amt nieder, das er 42 Jahre gewiiienhait verwaltet hatte. Er stattete damals dein Oberbürgermeister M e c tt m seinen Besuch ab und fragte, ob er nicht Anspruch aus Pension habe. Ms dies verneint wurde, tncintc er, er habe es ja gerade nicht sv nötig, aber cs sei dvcki wohl recht und billig, daß man ihm iür sein Alter von der Stabt einen kleinen Zuschuß leiste, damit er wenigstens feine Pieifc Tabak rauchen könne, denn dazu lange cs nicht ganz. Ter Oberbürger- meister erklärte, er glaube hier telber, baß die Stadtvervrbneten ihm als dem allezeit getreuen Bürger der Stadt einen keinen Betrag als Ruhegehalt bewilligen würden, es bedürie aber hierzu einer Ein­gabe an die städtische Verwaltung. Bender aber konnte sich zu dieser Eingabe nicht cntickuießcn, er meinte er vergebe sich etwas, wenn er als kbcmaliger Meister eine Bitttchriit an die Stadtväter richte, Bender hatte in den letzten Jahren vielen seiner 'Nachbarn t>no sprachen, er werde sie in seinem Testament bedenken. Mit der ehrlichsten Miene von der Well bat er, man möge nicht darüber reden, sonst komme Hinz und Kunz und wolle auch bedacht sein. Wer den alten Bender kannte, der wußte, was er von dessen Zu­sage 5 it halten hatte. Dieser freute sich nämlich bn Lebzeiten noch über vre Enttäuschung, die seine Nachbarn nach seinem Tode cr- let-cit würben. Tas alte Häuschen in der Wslkengaisc, welches Bender erheiratet hatte, fällt zum größten Teil der Straßenver­breiterung zum Opfer. Bender wollte es vor cinigen Jahren an dir Stadt verkaufen, um, wie er erklärte,in die Anlage eine seine Billa zn beziehen". Seine Ehefrau, die in dem Häuschen geboren ist, und glückliche Jahre darin verlebt hat, lvar mit dem Berkau! nicht einverstanden. Bender, der wrgen der Abttetuwg de« Hauses schon mit der Stadt einig war, bestimmtr, daß die Stadt erst das .Hmts bekommen solle, wenn die Frau das Zeit­liche gesegnet habe. Nun bat man ihn zuerst aus drm alten Hänschen getragen.

** Terdeutschc Abend, der ani Mitttvoch, den 4. Febr., zur Unterstützung de» Deutschtums im Auslande in Steins Garten at zehollen ttrir\ verspricht nach der Festordntmg c!wt» ganz be jonderes zu werden. Zm Mittelpunkt der Tarbielungen steht eine Anssührung des Tatterich, jenes köstiickten Vvlksstückcs in Tarmstädlcr Mundart, das feil Fabren hier nicht mehr am- gciühtt wurde und deshalb iedensolls lehr starken Zuspruch er iahte» wird. In dem Feuilleton unseres heutigen Mattes brin­gen wir eine miSsithrtiche Würdigung des urwüchsigen Stückes, mr die mir besonders glliinerksant machen. Auch die übrige Spiel ordnung, aus die wir noch zurückkommen werden, ist sehr abwcch- ieknngSteich und unterhaltend gestaltet.

** T i e Große Gießener K a r n c v a l s c l l s ch a s t I9I l veranstaltet am Sonntag, den 1. Februar, in Steins Garten einen Bürgerin askenball. Hi erbst soll tt. a. der Taitgotanz aus. gcsührt werden.

"lieber das Parks in men des E iS o o ae (5 fauit inilgeleill werden, baß er auch nae!> M II! ch en ll e! m lein Quarticr vcrlegt hol. Seither konnte man ihn täglich beobachten und zwar ivar es ein ganz hehi,nmter Baum in der Nähe der Welterhrücke ganz nahe am Torte, den er sich zn keinetn Sitzvlaize erioäblt hatte, l-eranlaßt durch die strenge Kälte, fommen jetzt auch andere Walser- oögel ganz in die Nähe des Tores, so das Master- oder BläßHuhn, sowie auch das grünlüßige Teichhtt'tt.

Kleine Mitteilungen. Zn Vilbel lockte ein un- bekanittcr 'Mann ein . w ö l i j ä b r i g c s Mädchen an eine ent- lcgene Stelle an der Nidda und verübte dort an ihm ein ichwcres 2 i t I l i ch ! e I t s v e r b r e ch e n Im Saale derLiederhallc" zu Frankfurt löste sich während einer Festlichkstt ein etwa sieben stNctcr langes Stück des Decken st ucks ab und itürzte auf die Gäste, die glücklicherlostsc nur leichte Ver­letzungen davontriigen. Ein junges Mädchen erlitt jedoch eine Nervenerschütterung. Beim Eislauien aus der Nahe brach bei Kreuznach ein Schüler ein, der seboch gerettet werden konnte. Ter siebrnsährig« Sohn des Goldschmieds S ch g v pc r t der beim Eislaus aus der Nahe bei Lberstcin c i n b r a ch, wurde von der starken Strömung ersaßt und unter die Eisdecke getrieben. Trotzdem totort Hilse zur Stelle war, konnte die Leiche erst nach mehrstündigem Suchen geborgen werden.

Landkreis Gießen,

tt. L a ti^g s d o r l., Jan. ffieftevu abend hielt hier im Gast. hmt§ . S»v erftiihe" Proießor ll r ft a b t ans Gießen einen Dar» trnfl nb« bie Entwicklung ver Laudwirlschast im Teutsckten Reiche, stach Echlnß des Bortrnges entsvann sich noch eine lebhgste Au*-