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tzn einem Vortragr in Denan ankerte er:Urverak! sind Zsitr essen gegensä-e, Tic Arbeiter haben wirtschaftlich das Neckt, ihre Interessen zu wahre», und iie tun es, indem sie in *oniuim>ereinen sich ju einer Jnterejsenlengruvve zusammenschlicßen Wie das .Kleinbürgertum dabei fährt, ist seine Sache. Wo es nicht mehr exi­stiere» tonn, mögen seine Angehörigen Arbeiter werde», wie wir es iutd.'i Das ist die letzte Weisheit der Sozialdemokratie, Die Er- ricktnilg eines Konsulnvereins kann von Vorteil sein, wo ein lei­stungsfähiges Geschäft nicht existiert, aber die Konsumvereine sind überall, wo eine zahlreiche Konsmannschast vorhanden ist, von arötztem Nachteil für den selbständige» Mittelstand, Deshalb be° lämvsen wir sie überall, wo sie de» Mittelstand schädigen oder aus schalten, ebenso löse alle bedanerlichei, Erscheinungen unseres Wirt­schaftslebens, Wir^sind ausgesprochene Anhänger des Mittelstan­des, Werner von Siemens sagte aui dom 39, Naturforscher und Aerztetag: Nicht eine Ni enge großer Fabriken in den Hände» reicher Kavualisten, in denen Sklaven der Arbeit ihr kärgliches Taskin iristen. ist das Endziel der Eutwsckeluna des Zeitalters der Ma­schinen. sondern die Rückkehr zur Einzelarbeil, Tos ist unser Ideal, die mrttleren Schichten sollen nicht zu Grunde gehen. Deshalb ver taugen wir von der Negierung eine ausgiebige niid zielbewuine Mit- telftandsvolitik, genau io, wie sie. zugunsten anderer Stände ge­trieben worden ist. Möge die Negierung Tateil sinden, damit der Mittelstand nickt von seinem Platze verdrängt wird, Ich wieder zole daher nochmal, wenn der Mittelstand fällt, dann fallen auch >ie Kranen, die die deutschen Fürsten tragen

Abg. Heine (Soz.):

Da« Geschreiach Einschränkung de« zroali- kions recht es ist je t Siebe geworden. Es ist den Herren voll der R.chten verhaßt. wk,l cs ei» Ausdruck de» selbständig«,, Geiste? der ius-iter ist Die Heere» aber, die sich jetzt im .Preußen- bu»d" gro-macken, diese Herrenmenschen, ertragen nicht, dast das Volk selbständig seine Angelegenheiten i» die Hand nimmt. Ec -st ein bewußter volksfeindlicher Trieb, der sich in dieser Mode ausdruckt, Wir haben dieselbe Mode ja schon zur steil de» stuchthausgeiedcs erlebt. Sie iil tvie eine epidemische Geisteslränk, bau, dre lawei,' um sich greift und don» allmählich wieder zuruckgedt Aber m s diese Psvchose wird aujbörr», wen» der Reichstag ruhige, Blute» die Forderungen dieser Schreier in de» Papierkorb toirf: wie die Kuchtdausvorlage, Gewiß gibt cs bei Streiks Schlägerei«,I Lber da» pasiiert mnh in itzafthauserii, Wollen die Kouseroativei, deshalb den Schaapsen,»schan! »erbirleii? <2ehr gul! >,»d Heiter- reit link» Der größte Teil der Vorkommnisse bei Slreik« aber betrilst kräftige Schimofworle. I» de» Kaserne,, aber neunt man dob die , elfr smeite Jugendlichkeit". <t-ehr gut! links,! Heben Sie dir Patriot,Bong, dann werden auch die derben Schimpsworle «rufhörem

Die Arbeiteeorganisafioneu haben selbst das allergrößte Filler- este daran, T'rrilauSschreitungeu zu verhindern. Do Ausschrei, iungrn oo.l.nnen, da sind es weist der Organisation sernftehende '.rlmiimtc. Mit dein Erjiarkcn der Organisationen nehmen die Ltreikausfchreitungeu immer mehr ab. B o I l i b i I - düng und Organisation sind die einzigen Mit- tel gegen Exzesse, mit Strafmitteln erreich! tun gar nschkö, (Echt richtig! linls.) Exzesse entstehen immer erst dann, wenn die Arbeiter bei einem Streik die parteiische Hal­tung der Behörde sehen, ISchi richtig! linfg.) Auch die Moabiter Erzeffe sind nur herbeigesührl worden durch die unge­schickte und provozierende Haltung der Schutzleute gegen die Strei- tenbeu. Bei jedem Streik nimmt die Polizei von vornherein Par­tei gegen die Arbeiter, (Bizcpra'oent Do», ersucht de» Redner, nicht de» Behörde» eine bewußte Parteinahme zu imputieren.) Die Streikbrecher lann man nicht als nützliche Elemente bezeich- neu. Sie verstogen gegen de» Korpsgeist, gegen die Moral des Standes, die man sonst bei alle» anständigen Leuten voeaussetzi. Es gibt Streikbrecher aus Not und Verzweiflung, neuerdings gibt es aber auch S t e c i i b c ' c r aus Berus, Das sind jene Leute, von denen einer ihrer Führer, der bekannte Hintzc, zu einem Journalisten äußerte: Meine Leute freue» sich, daß sie unter den Augen der Polizei die Leute verdreschen diirse,,! (Hört, hört! links.)

Ich lege hier auf den Tisch des Hauses eine» G u m »I i - s chIauch, der m it Sa» d ge füll t und au beide» Enden mit eisernen Gewichten versehen ist, Mit, diesem barbarischen Instrument haben die Hintzegardisten ins Gegenwart der Polizisten aus die arretierte» Streikenden einge- hauen. Wenn ein Gemißhandelter mit schweren Wunde» zu- sammenbrach. dann sagte der Schutzmann:Na. der bat mm

genug!" (Hört! Hört! links,) Diese Streikbrecher, diese» Lumpengesindel, dar sinddie nützlichen lind für den Staat wahrhaft förderlichen Elemente," die Schützlinge des Grafen Westarp, des H an sa - B dek- und leider auch unserer Justiz. (Sehr gul! links,) Wir müsscn uns dagegen wende», daß der Erpreffungsparagrapb euigegen dem Willen des Gesetzgebers gemißdraucht wirb gegen Arbeiter bei Streiks oder bei der Agitation für die Orgaiiisalion, Was soll denn die Forderung nach einer Berschärsuiig der Justiz, Wenn dir Herren ehrlich sein wollten, bann müßte» sie bean­tragen: Körperverletzung, Nötigung, Erpressung und Beleidi-

gung wird, Ivenn sie von jtreilenden Arbeitern begangen wird, mit der Hochststrase belegt, wenn sie von Arbeitgebern oder Etreilbrechee ausgeht, bleibt sie firnifrei. Das ist d i e wahre Absicht der Scharfmacher. tSehr richtig! links., Der ttiegierungkentwurf für die Strasgesetzrejorm ist eine Gefahr für die staat-bürgerliche» Rechte utid für das tüoalitionc-rechi. Ein Ausnahmegesetz bleibt ein AuSnnhmegeseb. auch wenn es die Form des gemeinen Rechts hat. (Leöh. . mmiliig links.)

Scho» 8 153 der Gewerbeordnung ist ein Ausnahmegesetz gegen die Arbeiter. Deshalb beantragen wir die Aushebung diese» Paragraphen. Das Streikpostenstehen ist für die Arbeiter­organisationen nneiiibehrlich. (Sehr richtig! links,> Wer dieses Recht ihnen streitig machen will, der ist ein Feind der Arbeiter. (Sehr richtig! links.) Der nationalliberale Landaerichtsrat De. Röchling hat besondere Streikpolizlsten verlangt. Das ist gar nicht nötig. die Polizisten werde» jetzt schon bei jedem Slreik dahin instruiert, daß sic die Streikposten siftieren. Die Recht­sprechung kapituliert dabei vor dem Schutz­mann s h e I m. Man will das Streikpvftenjtehe» verbieten, weil man damit das Streiken verhindern will. Auch bei dee zivilrechtliche» Beurteilung von Botzkolts und Sperren wird gegen die Arbeiterorganisationen unverfälschte Klassen­justiz geübt.

Tie llnternehmrrorganisalionen terrorisiere!, nicht »ur die Arbeiter, joudern aue!, die gewerlickastlich organisierten höheren Angestellten, llngenier: bedienen stch die Unlernehmerveebände der Berrusc-erklärung. Ans die schwarze Liste werden jogor die eigenen Arbeiter des Betriebes gesetzt, damit sie aus diese Weise a» die Fabrik gcjeffelt sind. Das ist ei» diabolisches Mittel mir der bclvußtei, Tcndenz zur Versklavung der Arbeiter. Das Koalition-recht muß demgegenüocr ein ro'cher de ironct stabilisiert werden. Es ist ein« soziale Not­wendigkeit und deshalb ein natürlicher Recht, das nicht Gegenstand der Willkür sein darf und nicht durch Privatvertrag aus der Welt geschafft toerden kan», Ter Kamps gegen die Nichtorganinerten, dieGelben", ist eine Lebensnotwendigkeit für d,e Gewerkschaften. Was wird aus dem Arbeiter, wen» ihn tickst seine Organisation Unsere Arbeiter dürfen nicht

zu Kotig der t>» t e r N e h IN e r gemacht toerden. Wer es gut meint mit dem deutschen Bolle, der sorge jür ei» frei« stoalitionsrecht.

Ter Präsiden k beraumt dke nächste Sitzung aus Freitag. 13 Ubr: Kurze Anfrage, Die neu e n In terpe11 0 . linnen über Zaber» und die Anträge der «ockspart« und der Elsässer über die Wgssengewalt des Militärs,

Abg, Graf Westarp (Kons.) keantrack. diese A ntr-, ge von der Tagesordnung -ibzu setzen. Suchlicke Anträge dürfen an Interpellationen nicht angeichlofle» werde,» Wir können uns b,eiern neuen Bor- geben aus grundsätzlichen Bedenken Nicht anichlicßen.

Abg, Hanse (Soz.) stimmt dem Vorschläge des Präsidenten zu«

Abg, Gröber (Z«»tr.)r Tiefe Anträge sind formell unabhängig von den Jntir- pellationeu De Interpellationen werden solmell erledigt sein, ich- dir Anträge an die Reibe kommen. Das .Haus ff! Herr seine, G schäftsordvung. Die Bedenk:» des Grafen Wesiarv sind ggn« un­begründet,

Abg, Bassermaittl (Rats,):

Bedenken gegen den Borschlag des Präsidenten liegen n d i bot, denn die Anträge sollen ja nicht Mit den Interpellationen ver­bunden werden, sondern »nabhängig davon nachher beraten werden, Abg, Gras Westarp (Kons,):

Es Handel: sich um einen lveiteren Schritt beim Aushau dr» Julervellationsreckckck, Das mache» lvir nicht mit,

' Abg, Dobe (Pp,):

Die Anträge bauen sich doch geschäftsmäßig gu: nicht a» den Interpellationen auf. Dies- lönneu behandelt werde», wie sie wollen, z, B, zurückgezogen werdest, die Anträge aber blechen selbständig bestehen.

Abg, Dr, Spahn (Zentr,): sprickl gegen den Antrag Westarp,

, Abg, Bassermanu (Nakl,): ^ ^

Es lieg! und völlig fern, mit unserem Vorgehe» eine E.- weiierung der geltende» Bestiinmunge!, herbeizusühren, W'e

ballen es aber auch nicht für richtig, daß jede Woche eine Zabern-Debatte stattfindet, (Beifall.)

Abg, Graf Westarp (Kons.):'

Sie können uns überstimmen, wir halten aber a» unsere» Bedenke» sejt.

Der Antrag Westarp wird gegen die Rechte ab ge lehnt. Es bleibt bei ber borgeschlagenen Tagesordnnng,

Schluß GVü Uhr,

0 cricftt»faal*

iöüD tilgen, 19. Ja». (Schöffengericht, Ter Land toirt H, L. von Düdelsheim wurde wegen Ueberlreruug des Ait, UH Pol,-St,-G, zu 2 Blark oder I Ta, Hajt oerurierlt. Er hatte gegen einen amisricknerlichen Straibriebl wegen Be- iahien des Fußsteigs mit seinem Wagen rechisgültig Einspruch eingelegt, - Ter Tienstlncchr I. G. von Haingründa» erhielt wegen Sachbeichädigung als Jugendlicher die Strafe des geeicht lichcn Beiweises, Er hatte mit einer Nadel den Lultichlanch und Mantel eines dem PH, W, Z, iil Hatngrüildau gehörige» Fahr­rades durchstochen, - - Gegen iolgende Walzbrüder wurde» sorgen Beltelns nackstebende Strasen erlannt: l, Maurer G, T, aus Wittenberg 8 Wochen Halt Iintcr Anrechnung der erlittenen Unter- iuchungshatt. 2, Miijer I, G Seli, aus Ei!a eine Woche Hast, 8. Taglöbner H, H, aus Wisselsheim eine Woche .Haft, 4. L, G, aus Heppenheim S Tage und 5. Schleifer H. S. 8. aus Burg eine Woche Haft, Die Bolksichüler F. 8. nnd W, I,, beide von EctartShauie», erhielten wegen Sachbeschädigung je die Verweisstraie, Sie hatte» mehrere der Gemeinde Eckarts- I.ausen gehörige Ziegel mit einem Stock entzwei geschlagen, Der Taglöbner H, D. VI, von M i t t e l g r ü » da», der sich ini letzte» Vierteljahr 1918 dem Trünke und Müßiggang der gestalt hiitgegeben hatte, daß er iil eilten Zustand geraten svar, in welchem zu seinem und seiner Familie Unterhalt die Ge­meinde Mittelgründau um Uiilerstützung aiiaegangen werden mußte und er trotz, Auitorderung der zuständigen Behörde sich der Unler- l.attspflicht entzogen hattet er mußte sich deshalb vor dem Sftsöften-- geiicht verantivorteu. Er wurde zu einer .Hgststraja von 4 Woche» verutleilt. auch wurde die Ucberweisuug »ach verbüßter Straje au die Laudesvolizeibehörde ausgesprochen, Ta weiter zu be­fürchten war, daß T, die Straiovltstreckung durch Flucht ver­eiteln würde, erging Haslbüeht, Gegen den AnilSaerichtSrat E, R, in Autich, den Apotheker H, B, lii Neichelshcim i. W,, de» Pächter W. S, von Hot Herrnhaag, den Rentner F, ,C, lind den Förster st. H beide von Büdingen, waren Sttasbeiehte wegen Tierquälerei beantragt worden, Ta Bedenleu bestanden, die Strafe ohne Hauptoerhondluug iestzusetzeu, stand lseutc Ter­min, Nach erfolgter Peweisausnabme wurde» iäuttliche Ange- klagteu freigelvrochen und der Staatskasse auch die Kosten der notwendigen Verteidignug ausertegt. Im Oktober v, Js. fand in Büdingen von eitlem Verein eine Sticke zwecks Prüfung und Prämiierung von Jagdhunden statt, bei ivelcker vorstehende Peiioneu teils als Preisrichter, teils als Führer zugeaen waren, Tie Hunde wurden einzeln aut einzelne, zu diesem Zwecke nlit- gelrachle Katze» gelassen, die dieselben dass» stelltest und ab- wüigteu bezlv, töteten, Ta die Veranstaltung seitens des Vereins eine» sozial gerechtserttgiei, Zweck verfolgt, nämlich »Nt tüch­tige Hunde tici einen erfolgreichen Jagdbetrieb zu züchte», er- feilte Freisprechung, Die beiden Privatklageii W, St, von Rohr bach gegen L, G, daselbst und L, G, gegen L, St. daselbst wegen gegenseitiger BeleiAgungen, ivurden zurückgenommen.

L r ch, 21, Jan, S ch ö s i e u g e r t ch t.) Ter GeschästS'ührcr de: hiesigen Tonwerte H. S, hatte gegi-st eine» ihm gngestellien Strasbejehl Einipruck erh-ob.-n, »ach loelchei» ihm zur Last ge­legt wurde, jugendliche Arbeiter länger als dir vorgkschricbeue AibeitSzeit beschäftigt zu habe». Durch die Bewcisauinahme konnte aber nichts Belastendes iestgrstellt werden und mußte daher Frei- iplechung erwlgcu, - Ter Metzgergrielle G, H früher in Lick beschäftigt, hatte de» Th, Z, von Lick, nachdem einige Tage vorher ein Streit zwischen ihnen stattgeftmdrn hatte, abends ohne jegliche Veranlassung auaegrifte» und mittelst eine» geiälwlichgi Werkzeugs »sehreie blutende Verletzungen gs» Kopie beigebrachl, lltteil 89 Mark Geldtttaie oder ft Tage Gefängnis, -- Ter vielfach voibestrafte Arbeiter I, B, ans Leivzit hatte ist Eber­stadl, wo er a»> einer Ziegelei beschästigr war, seinem Arbeitgeber einen gestrickten Wams gestohlen, Ter Angeklagte ist gestän­dig uitb wurde zu 1U Tagen Gefängnis verurteilt Aus der Unteiftichungshait rarge>übrt wurde der noch ,unendliche Schnnede- icielle A Sck, aus Eoslar, der ist Laugsdori seinem Tienstherni, sowie uock, einer in demselben Hause iv'hnende» Frau größere Geldbeträge entwendet bane. Ter Angeklagte legte ein oftenes Geftötldnis a!; das Gericht ectannte aut eine Gesamtstrafe von '! Tagen Gefängnis, die bnlch die tlntersuchangshasl als verbüßt gelte»,

N a ft a t t, 2?. Fan. Voe dem Krieasgerjcht bei Division batte fi 1t (ltule dee Musketier iitlmnnii nns Gergisbach von bei. fto»,vaa»ie des III ln>a»leeie-Reaiments zu veeanlworien, d'r am ll'e-ljo!,rataae i» der Lndn'iasieöe bet, Msisketier R»r ans E l> e in II i h iSachlenl mit dein T ienügewebe erfrteoMen ho» -, Ditlman» batte, wie > -i--erzeit nen-eldei wurde, eine alle Hnlie ae- iunben und sie i» ber Meinung, daß st« leer fei, in ent alles Geschoß aelnde» »nd ani Nutz ana (rot, der, in den Wild aetcaffdi, lochet lo: jiiinmmcnbracti. Tos siriegsaericht ««turtelte den l'lnaeklagten zu l e ch S Sl o n a t c u 61 cläua »ts. Tie Anklage batte auk 'abr- löli e Tötung durch unvorsichtige Behandlnng der Waffe und Iln- gebo>jan> aelautet.

IV. F r a n k > n r I n. M.. 22. Jan, TaS S ch w urqeri di i lvraeli nach z vellagiger Verha»dlng die B o r ft a » d S », i t - a l i e b e v der S >> d w c 8 de I, I j ch e >I B e r ! i ch e ru n gs - Geielljchait, die a-n 20. Av>>l v, I in Konkurs geraten ist, Gebrüder Hugo und ftnno Schölten, deck Vergehens geqen das Privatoersichernilgsaeleh und der schweren Unteene beziv, der Pei !»>,« dazu l ch u l d i g. Hugo Scholien wurde zu einem Ja br e » n Monaten Geiäuanis unb »00 Mk Geldstenle a»»o Schollen zu einem Jahr und o>X> Mk, Geldstrakeverurteilt

rnktictiisfeikrt.

Nizza, 22. Jan, Dic^Großhcrzogin-Mutter Anastasia von Mecklenburg-Schwerin unternahm gestern aus einem von dem Flieger Maiton gesteuerten Wasser­flugzeug einen Äufstteg. Sie flog in 400 Meter über die Ortschaften Ezc. Beoulieu und Saint Jean Ter Flug dauerte etwa 20 Minuten, Bei einem Aufstieg, den die Baronin Baughan »nd eines ihrer Kinder gestern nachmittag

mit dem Wasserflugzeug Mailons unlernahm, verlor der Avvaral das Gleichgewicht, da einer der beiden Schwimmer de« Flugzeuges von einer starken Welle weggerissen wurde und sank ins Meer zurück. Es gelang jedoch noch zur rechten Zeit, die Baronin, das Stint» und ben Flieger mit einem Motorboot zu retten, _

vermischte».

Tie Schulden der Prinzessin Luis c. Aus Brüssel, B2. Jan,, wird gemeldet: Gestern abend haben die Advokaten der Prinzessin Luise dem belgischen Staate mitgeteilt. daß der angestrebte Vergleich zwischen ihrer Mandantin und deren Gläubigern zustande gekommen ist. Es wurden 100 Gläubiger mit Ui Millionen Franken Forde­rungen mit -U , Millonen Franken abgefundcii. Es bleiben aber noch cimge tPänviger, mit denen eine Llbmachinig zu treffen ist,

* Erzbischof und T ang op roses so r. Der Tango wird in Paris Anlas, zu einem amüsanten Prozeß gebe», Ter Erzbischof von Paris, Amcttc. bat un­längst ein Verbot gegen de» Tango erlassen, nachdem vorher schon einige sranzüsische Bischöfe diesen Modetanz verurteilt hakten, TerTaugovioseisor" S l i l s o n, der diesen Mvdc tanz Artisten und Mitgliedern der Gesellschaft beibrachte, erklärte »uii, daß er durch dieses Verbot einen iingeheuren Verlust erleide, und strengte deshalb gegen den Erzbischof einen Prozeß anf 100 000 Franks Schadenersatz all.

Kleine Tageschronik.

Der Großtitdustrieile H e » sch e l in K affet schenkte dem Vaterländischen Fraucnverein 100000 Mk., seine Mut tcr den Betrag von 50000 Mk,

In Königsberg i, Pr, wurde der Acrztckoil flikt bei gelegt. Ein den Wünschen der Aerztc ent sprechendes Honorar ist festgesetzl ivordc». Die Aerztc nahmen bercils heute ihre kasscnärztlichc Tätigkeit wieder auf.

Aus Ottawa lvird geuieldet: In dem H o >v i ck s a a l, in dem eine Volkssestfcier stattfand, wurde der Dampfkessel schadhaft. Durch etne Explosion ivurden vier Personen ilnd 20 Pferde zerrissen.

kiandcl.

Po» der Neickisbank. In der Sißmig des Zentral nusschusseck der Reichsbaut am geslriaen Tomierstaa belprach Erzellenz Hauen st ei» die Zablen des Zwischetlanssvesjes vom IS. Januar n»d führte sodann aus, die Ansprüche an die Reich-- bank seien von Tezembermilte bis Dezemberende sehr groß qeweieu, aröber nie lemnlö in 6en Vorjahre». Die Rsickslüffeach diesem Lermin hallen sich aber normal aestallel. Tie Vrivalgnlhaben hätten sländta zugeiioniineii, Tie »naedecktei, Rolki, hätten ihren flimftinen Staub bewahrt int Vergleich z» dem Voriahre. Ter PrivaldiSkont hielt sich aus 8 Prozent, Auch aui dem inter­nationales, ft eldmarkte hätte die Enlioa»na Forlichritte geinaeht. Tee Stand der Teoftenkuise sei lischt bedrohlich. Unter diese» llm- ftnnbeii halte das Retchsbankdirektorium keine Bedenken gehabt, den Diskont um * I, Prozent zu ermäßigen. _

Märkte.

-- Gieße», 22. Ja», V i e l, >» a r k t. Bei dem am 20. und -I Januar abaebaltenen Alarkt waren aulgetriebe» Ift«I Stück stindvieb und «7 Schweine. Der nächste Markt findet am s. und l. Februar statt,

(In einem Teil der Amlage loiederholt,) f,. Front,»rt a, M. V i e b b 0 s ma rk t l> e r, chk vom 22,Jan, Auftrieb: Jlinder 141, Ochsen 65, Bulle» 4, Kühe und Färsen 82, llälber 859, Schale 197. Schiveine 1269, Ziegen 14,

Tendenz: Kälber langsam, Schafe rege, Schweine aedrmtt, erheblicher Ueberstand, Preis für 100 Ad.

/ Lebend- Schlacht­

gewicht,

Kälber. Mk. Mk,

Feinfte Mastkälbee.......... 66 - 69 JlO-llü

Mittlere Malt- und beste Sanqkäldee. .

Geringees Mall- und gute Saugkälber . .

Geringere Sangkälber.........5255

Schal e,

Stallmaftschcv«:

Dtastlänunee und jüngere Masthitsiiniel . . . 48-44 Schiveine.

Pollsieischiae Schweins vonS9100 Lebeiibge>vlcht , , ... ... 53.0056.00 66.0070,00

Pollfkeisthiae Schweine untec 80 t»

Lebendaewicht........ 52,0054.00 65.0068.0)

Bolllleischtqe Schweins von 100120 l>-

Lebendgewicht........ 53,0056,00

Polltteilehige Schweine von t20I50ß- Lebendgelvicht........ 53.0058.00

80 -64 102 -108

56 -59 95109

88-93

94-95

66 . 00 69 00

65 . 00 68.00

Meteorologische veobachlu ngen de r St ation Siehen

Jan. ||© | 1914

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höchste Tcrnweratur am 21. bls 22. Januar 1914 = 3,6 # C. Niedria'te 9 21. , 22. 1914 = 10.4" 9

Ülieberjchlaa' 0,0 mm.