lohn oott 3,75 Ät., .«uwiitsbeti} R, M einen solchen von 1LV Mk,. und dabei hondclt es sich uni 2 Orte, die gleiche wirtschgstlkbe Verhältnisse haben Die Höhe der OrtSlöhnc ist vor' Bedeut»«« für die Bemessung der Leistungen der Lemdkrtrukerttafsen, der Berechnung der Unsalkrrntoii und der Prämien und Beiträge jm Invaliden- »nd Hmterbliebc nenversicherung
Der tiirkrsche Bstschaster in Berlin, Das „Amtsblatt" in Konstancknidpeä teilt mit. daß der pensionierte Brigapezzeneral Mahmud Milchtar ans seinei» Bosten als Borschaster rn Berlin belassen wird.
A«»lanS.
Im österreichischen Äbgrordnetenhaus brachte der Abg, I r o eine Anttayr betreffend den Verkauf von Bazillen und Rernlulttieen an den Giftmörder Hops durch da; Wiener Katmufenm ein,
§ e ch s neue g r i e ch i s ch c T o r p e d o b o o t e, Tic aus der Vulkanwerst in Stettin sür die griechische Marine erbauten sechs Torpedoboote traten am Donnerstag vormittag nach einem mehrtägigen Aufenthalt in deni Kieler Hasen die Ausreise nach den griechischen Gewässern durch den Kaiser Wilhelm-Kanal an.
A u s M e t i t o gibt der dortige Kriegs,ninister bekannt, daß die Re bellen bei dem Versuche, Cuernavaca zu nehmen, vo» den Regier ungslruppen geschlagen worden seien und 2000 Mann verloren hätten.
Hdttidic Dlolsnken.
Der Außenhandel D c u t s ch - O st a s r i k a 3 hat nach vorläufiger Feststellung trotz der Kautschukkrisis im Kalenderjahr 1913 um säst sieben Millionen Mark zugenom m e ». Davon entfallen vier Millionen Mark ans die Äussiihr. obwohl der Wert der Kautschukaussuhr um 1,5 Millionen hinter dem Vorjahre zurückgeblieben ist, Ter Gc- sainthandel beträgt rund 8,5 Millionen Mark, 1908 betrug er 36,t>, 190!) 47,Ö, 1910 59,4, 1911 68,3 und 1912 81,7 Millionen Mark,
Arbeiterbewegung.
Petersburg, 22, Jan, Bis heute mittag traten von 350 000 Fabrikarbeitern der Hauptstadt 70000 in den Ausstand. In einigen Fabriken versuchten die Arbeiter beim Verlassen der Werkstätten revolutionäre Lieder zu singen und Kundgebungen zu veranstalten, was jedoch durch die Polizei vereilclt wurde, Achnlichc Vorgänge spiel, len sich an zwei Punkten am RewSky Prospekt und in der Sadowastraßc ab. Aus dcnl Newsky Prospekt mußte die Polizei die blanke Äassc gebrauchen, uni die Menge zu zerstreue», Sechs Personen wurden verhastet.
Provinzial-Blvyschutz der Provinz Lberheffcn.
Gießen, 21, Jan,
Anwesend, Gchcimerat Tr, U sing er als Vorsitzender und sechs Mitglieder, Beginn 9 Uhr, Ende l Uhr,
1, Klage des August S ch ä i e r zu Hungen .gegen den Kreisausschuß des Kreises Gießen wegen Anlage von Abfahrten, In dieser Sache hatte bereits ani 6, Dezember v, I, Verhandlungstermin stottgestinden und war die Einnahme eines Augenscheins bc ichlostcn worden. Bei diesem ergab sich .daß der Zusx*7 der Schäierschen Abfahrt dringend einer Besserung beda.s, I» dem heutigen Termin bestritt der Vertreter des Schäfer nach »vic vor eine Verpflichtung zur Pslasterung der Abfahrt, wie sie ihm von dem .Kreisausschuß angesonnen worden war, obwohl die Abfahrt nur unter der Bedingung ordnungsmäßiger Unterhaltung die Genehmigung erhalten halte. Der ProvinzinlauSfchuß wies jedoch die Klage k o st e n f ä l - lig ab,
2, Gesuch des Wilhelm S ch m i d zu Gießen um Erlaubnis z u in Betrieb einer 2 ch a n k w i r t
; ch a f t iii d c m v a u s e O sta n l a q c l 9, Gesuchsteller will die Wirtschaft „Zuin Vater Jahn", die seit längerer Zeit still liegt, wieder betreiben. Sein Gesuch wurde weder von der Stadtverordnetenversammlung, »och von dem Großh, Polizeiamt beiiirwortel, weil ein Bedürfnis nicht vorliege. Der letzte Inhaber habe die Wirtschaft bei einem Kaufpreis von 90000 Mk, nur dadurch halten können. Laß er Damen- bedienung einführte, was schließlich ein Verfuhren wegen Kuppelei verursacht habe. Das Kreisamt Gießen trug deshalb Bedenken, die Erlaubnis zu erteilen und legte die Akten dem Provinzialausschuß zur Entscheidung vor. Dieser versagte die G----»-migung unter Belastung des Gesuch- ftel.'er3 mi den Kosten des Verfahre ls.
3, Klage o e 6 Bäckers H. Neun zo, U sc n b o r n gegen G r v ß li, K r e i S a m t Büdingen w e g e n A u i - nähme in die B ä ck e r-Z >v a n g s i n n u n g Auch diese Angelegenheit stand schon einmal zur Perhaiidluug, Sie wurde jedoch auSgcseyl. weil noch Erhebungen erforderlich waren. Inzwischen wurde durch die Großh, Gewerbcinspek tion icltgestellt, daß Neun als Bäcker gewerbsmäßig tülig ist. Der Provinzialausschuß entschied deshalb gegen bei, Klageantrag, daß die Zuziehung des Klägers zu der genannlen Innung zu Recht erfolgt ist,
4, Tie beiden K l a g e n d c s O r l s a r m e n v c r b a n - des Friedberg gegen den Landarnienverbund F r i c bj> e t« wegen Unter st ützung des St, M, und dcS E. S, wurden vor der Verhandlung zurürkgenommcn, Werl der Klageanspruch anerkannt worden ist.
Stadt r«nd LanH.
Giene», 28. Januar 1914. Tie gestrige Ltüdtvcrardnelenvcrsammlung, die erste i», neuen Jahre, dehnte sich bis foät zum Abend aus obwobl die Tagesordnung recht harmlos aussah, Tie erste längere Auslvrachc entstand, als Sladtv, Höbet einen Dringlich, kcitsantrag stellte, der die Vertagung des Preisausschreibens zoni Ilmban der ablen Klinik bezweckte, Man schien »vor im allgemeine» zu der Ueberzengung gckonimen zu sein, daß die Verlegung der städtischen Aemter in die alle stlinik niemals bc- ichlosse» würbe »nd schien auch geneigi, die 2000 Mark jür das Preisausschreiben zu waren, da; nach der »lugen stlärung der ganzen Angelegenheri sehr überslüstiq ist. Da die Finanzen der »ladt aber doch nicht so schlecht z» sein scheinen, ivic manrinnal behauvtet wird, bewog man Herr» Löber, seinen Antrag zurück- zuzicbc», oiienbar, weil befürchtet wurde, daß es dem Ansehen der Stadtverordnetenversammlung schaden tönne, ivenn dicsma' ein anderer Beschluß geiaßt würde, Al« ob es eine Schande sei, wen» man einsäbe, daß die Meinungen von Sachverständigen wie sie in, Gießener Anzeiger geäußert wurden, und aus die sich ein Zwischenrus dam Magistratstisch bczoq, und der fast einhellige Wille der Bürgerschaft nicht so ohne weiteres beiseite zu schieben seien. Dieser Meinung gaben denn auch die Herren Heichelheim Faun, Petri u. a. munnbasten Ausdruck, während Herr Winn sich iffr das Preisausstlireiben ausiprgch, ohnr damii allerdings
einen besondere» Eindruck zu machen - - lieber die elektruche Ueberlandzentralk war man ebcnsalls sehr geteilter Meinung, wem man auch ziemlich allgemein die dom Oberbürgermeister vorgelegtr
IliUIl KlltbU ^lllllllll) vllklOlNLIil vll l'vlll V4.lvui.f4' > . ' . .,.......*■*;•*■ T . Vr
Rentabilitätsrechnung nachgepruit wissen wollte schließlich n-rbm Zeichnet llt ^e Le;mtzung der ^Welten Ächrttr. An >>and einer' zahl
man den Vorschlag des Ausschusses an, der die Hinzuziehung eine' Sachverständigen sür später vorsieht, da jetzt doch niäus geändert werde» könne, Herr Professor Sommer, der sehr zutrclsenr bemerkt.', daß man doch eine genaue Abrechnung verlangen könne wurde mit dem Bescheid vertröstet, daß das n i ch t ni ö g l i ch lei, odschon doch icdcr einigermaßen tautmänilischc Betrieb das tonnen muß. Herr Winn lvar sogar der allerdings vereinzelten Mernung, daß leder sich die Rentabilitätsbcrechnnng selbst mache» könne, so- lern er nur die Grundzahl habe. Dieser Meinung widersprach Herr Schaststödt mit gewichtigen Gründen, ivährcird cs Herrn Mecum nicht gelang, die Bedenken des Herrn Winn über die Untadclhaitig- lcit der Anlage zu zerstreuen, — Ebenso ausführlich unterhielt man sich dann über die von Prot, Dr, Opitz angeregte Beschattung v-o n Radium Ans der Besprechung ging vor altern das Wohlwollen gegen die Universitöl hervor, aber man scheute oiienbar die Ausgabe der vom Ausschuß voi geschlagene» 10000 Ml. weil man der Sicherheit der Heilwirkung nicht traute und noch eine abwartende Stellung einnehmen will. Am Schluß luurdc ein Vermittlungs-Vorschlag des Bürgermeisters Keller angenommen, wonach die Stadt mit einem Jahresbeitrag von 400 Mk, dem Verein zur Erforschung der Krebskranlhcilcn beitritt. Die übrige» Punkte der Tagesordnung wurden rasch und leicht erledigt. Sehr lustig war es, als sich die Versammlung bei Beschlußfassung zur Errichtung einer challnmnd über ihren eigenen Lärm bentnoerlc.
Ein Unlrrhaikuniisabenv über die Zaberner Vorfälle.
Was der fortschrittliche Gutsbesitzer A. Wols aus vunsbach im Elsaß in der gestrigen ölfentlichen Versamnilung der svrtschritt- lichen Bolkspartei im „Einhorn" über „Elsaß-Lothringen und das Reich" austührtc, war im wesentlichen eine ausgiebige Erörterung der legten belannecn Vorgänge, mrd wenn wir von einem „Unter- baltungsabend" sprechen, so soll damit der sriedlrchc. ungetrübte Verlaus der 'Verhandlungen gekennzeichnet werden. Man war sich „einig" über die Sache, sogar ein Anhänger der rechtsstehenden Parteien, Pros. A l t c » d o r l.konnte seine Besriedigung über das Gehörte ausiorrchen. Tenn Herr Wols hat sich mit einer herzhafte» Erklärung als echter Deutscher bekannt und- die Uedcrzcugung ver treten, daß die cliaß-lothringcr Bevölkerung sich mehr und mehr ins Rcichsganzc einiügcn werde, lvcmi man sie ihrer Eigenart gemäß behandle, Rur. so meinte Herr Altendors mit Recht, wäre es wünschensivert, daß man so entschiedene Bekennt Nisse öfter aus diesem Grenzlande zu höre» bekäme: es
gebe aber doch ZU denken, daß die Zaberner Bevvllcrung
nicht das ihrige getan habe, um den gegen die Ofsi-
ziere Ilnternoninicnc» Gassenbubettstreichen wirliam Einhalt zu tun und damii zu »eigen, daß sie für eine Haupistüße des Reiches, unser Heer, das richtige Verständnis habe, Tie llnicrhaltung, im Anschluß an den Vortrag, bcwegie sich aber im übrigen
mehr in int-res'aii'en Auseinandersetzungen innerhalb der iort- schrittlichcn Bollsvartci. Herr Tr, Taocriip (früher an der hiesigen Ilnioeriitlkksbibliothet tätigt meinte, aus den Zaberner Geschehnissen müßten die Fonschririlcr die Lehre ziehen, daß sic mit ihrer militärfvommen Richtung aus dem Holzwege seien: auch an der Palenvolitik dieser Partei übte der Redner lcharse Kritik, was ihm aber von verschiedenen Seilen a«»sührlick»e Belehrungen cintrug. So entgcgiiete ihn, Pros, Dr. Vogt, die Wehrrwrlage habe angenornnen lvcrdcn müsse», ohne den Versuch, innerpvtitilcksc Versprcchun icn dasür einzuhan dein: denn in der Stunde bedrohlicher Lage düric mail
nicht kleinlich feilschen. Tic gorijchritllichc Votkspartei habe sich überzeugt, daß Deutschland ein lraftrwlies Heer brauche und eilte von den Anschauungen Tavcruys ständen in der Partei vereinzelt da. Pros, u k st a d t gab eine entiprcckiende Erklärung über die sorlschrittlickc Polciipolitik ab, die er rechtfertigte. Ter Theorcliter und Fdealist Tavcrnv hatte nur die Genugtuung, daß ein anwesender Pole Ul gebrochenem Deutsch ihn, seinen Tank zollte und daß Herr Kruninr mrr eiwas kröttigcrem 2ticnr in ein ähnliches .Horn stieß. Tic Erörterungen aucr biiebcn ohne Schärfe und bewegten sich sämtlich in angenehnien. versöhnlichen Formen. Wir werden ans die Aussührungcn Wolfs morgen näher zurück- komaien.
** Tage Skale n der b-r Freila«. de» 23. Jan. l h c a I e r: .Lohengrin." Anlang 6 Uhr.
Stadt-
** In der Lohengrin-Aufsührunst heute abend wird, lvie man uns initzuleilcn bittet, die Titelrolle von Herrn Globergcr g-sungen — nicht von Herrn Becker, wie auf dein Theaterzettel steht, 1
** Stadttheater Es sei darauf hingewiesen, daß die Wiederholung der „H u m b o l d t i a n c r", des historischen Schauspiels an Gießens Erlebnisse vor >09 Jahren, oon Tr, Reinhard Strecker' (Bäd-Nankieim > am nächsten Dienstag nachmittag (Kaisers Geburtstag) um 3', , Uhr statt- findet und bei kleinen Preisen gegeben wird, um weiter» Kreisen den Besuch zu ermöglichen. Das sehenswerte Werk, das bei seiner Erstausführung einen starken, ehrlichen Erfolg errungen hat, bietet so interessante Bilder von ausgesprochen lokalhistorischer Färbung und toird so ilott gegeben, daß jedem Gießener der Besuch warm cmpsoh- lcn werden kann.
Gedenket der hungernden Vögel!
Reicktspostdanipser auch im internanoualeli Reiscverkhr bou gro^r Wichtigkeit Eine Fahrt von Bremen liadi Tsingtau kostet in der
Illen Kajüte >400 Mk: billiger »nd doch in jeder Weise ausge-
** Aus der Eisbahn fand gestern nachmittag ein Kunstlaufen statt, das ein schönes Zeugnis von dom Eifer gab, mit dem der Eislauf in Gießen betrieben lvird,
Sieger wurden folgende: I, Herren lausen: l, Preis:
Herr Lahr, 2. Herr sind, Sievcrs, Herr find, Schmidt,
3. Herr sind. Heiz, - II, Damenla u s cn: l, Preis:
Fräulein G u n d e l, 2. Fräulein Giseviu S, III, P a a r - laut: l, Preis: Herr Lahr-Frl, Fiebig, S. Pr,: Herr Schmidt-Frl, Gnndcl, Schüler über l 4 Jahre- >, Preis: Gujl, Scheut: 2. W, Schenk: 3. K, Gcitz:
Tr» Bauer; 5. v. Jhering. Schüler unter 14 wahren: I. Preis: E. Leute rt: 2, K, Rust: 3 Mari:
Hahn: !. Marie Krüger: .». O, Großmann: 6, Edith a. e u n i n g h o f j: i. Käthe R ndnnz; 8, Annaliesc R a - ck - 9, Arniils M e i, c r.
!^ 0(, . r 1 c 11 5.3- ätinf f it bc «')i0rbbcuI =
scheu Ll oud l »I lernen Olten und der Südiee hielt Herr To, Ki.nzirn, O>, ler d:s Rorddeutslben Lloild, gestern al.md IN de^ gronen Ilmverlitölsaula vor einer zahlreichen Bersommluna einen anrcgcnteil i.lwlt,ider„or,rag. Et »lei lene erinnerte me^nei an die lephaNen varlameniariichen Auseinander- legnngeii ,ni Reichslag den oMlzigcr Iahten, als cs »ch darun, bandellc, eine staatlich unterstützte Tamvscrlinie nach dem fernen Osten zu ichaslen, Bon den rn Wettbewerb stehenden großen Rccde- reic» »et die Wahl aut den Rorddeuischen Llovd. und seine gtön zendc wrrtlchantiche Entwicklung hat auch die lühnften Ermarniiigen "nd auch andere Recderercn qeiolgl, die doilla„, Rlckmcrs-, Hamb rg-Amerika-Linte, doch har sich der Lloyd, maiicherlc,, zum Teil schmerzliche Erfahrungen gewitzigt, die uhrendc Ltellanq bewahrt, und seine Schisse genießen selbst der engtischcii und traiizAsischeii Konkurrenz gegenüber einen ausgezeichneten Rul,. Sr' Ist er denn nicht bloß der Träger des deutschen loulmaniiiich-lpekulativen Einflusses, sondern auch hoher nationaler Au,gaben ^eine Hauptbcdeutniig dernh« freilich ,n der Vermittlung
ftp* ^"»»'»unkten des ostasiatilchen Insel- Wirts Karl »lös in Rockender-,. jetzi in .Hungen "ein älanpelr mit dim Festlandk, doch sind leine modernen großen getiagen waren, sollen Freitag, — - ß
reicher, prächtigen BUdersammlting führte Vortragender at'Klann die Schönheiten einer solche» Fahrt vor Auge». Alle lv,cht,gercir angelauiene» Hajenplätze in drei Erdteilen und an ebensvdrel Ozeane» erstanden vor den entzückten Augen der Ziihörerlchask, und auch die Bequemlichkeit und Sicherheit der Passagiere gewährleistenden Einrichtungen der Ozeanriesen kamen :u gebührender Tarstelluiig Zum Schlüsse betonte Herr Kränzlin die Rotwcndig- keit des Interesses weitester Kreise an dem auch hier in die Erscheinung tretenden deulschen Ausschstuctlg, der nicht bloß dem Handel, sondern auch der Religion zugute loniaiil, uud endete unter lebhasteur Beisoll mit de»! Wunsche, daß die kominenden'dreißig Jahre eine ebenso glänzende Entlvicklung Iichmen möchten wie die seit 1885 verstoßene».
Land >v. Lokalverc!» Gieße», In einer stark besuchte» Vc>Ia»»,,l»»a sprach geller» Herr Kraisveterlnärzt Tr, K »eil über S e » ch e »s ch n tz. Einleitend beinerki« er. daß e,c iveuiger den Schulz des Landivirts durch iiicdiziiiische oder gelen- l'chc Präventivmaßnahme», als vielniehr die Maßnahmen, dueel» di« der Landivirt selber leine» Pichnand vor Jniellio» ichütze, b»» bandeln ivolle Taß dieler Schutz nolwendiq lei, zeiale der por- lraaende an einer Rei e von stntr'ltschcn Zahlen, ans denen liervor», aelst, daß der durch Seneben »i denlschen Blehbekländen entnalidene Schade» in den> Tecentn», Iststi—ltzü? durchschnitilich rund eme Piilliarde Mark betraaen bat Daß aber ein solcher Schutz nur »nler gewissen Boraiisletzung n ivirksam se!, zeigten Icmc lolaende» AiiStülirnnae» : Tie erste diel r Voraussetznnge» ist die stlnerkeninma der ivillenschatiltch teststeheiide« Tatsachen, uud deiouders der Tatsache, daß Seuchen als übertragbare Krantbeilen z» gelten habe», 'lthe olt lind in welcher dknsdeburitig gegen diesen Leitsatz verstoßen lvird, zeigten Bersviele aus der Praris des llte'eiettle». Tie zioeile Voraussetz »»,1 in die vlinkillche lieber,vachnna des Viehstande!, des Pstcieverionals und der ganzen Birlschait, beionders deS Vce 'chrs aus dem Wirtscha'isbol und tut £ tolle. Hochinteressante Bei- fiiiele ans der Vrarit belegte» hier die Wichtlakc» des Punkiss, Tie drille Voransletzmiq ist endlich die Kcunluis der Kranlhei's- symvtöme, I» vräanander Kürze, aber rar scden Laie» und Landwirt leit't verstäudlitz, e läute,te Herr ttnelt die Krankdeitsbilder de^ verschiedenen Seuchen, so von Milzbrand, biinaeiisenche. Tubctkuloi». Maul- ,,,,d Nlaneiiscilche, Blnschenausschlaq, Sch-ide- katarrb bei Rindvieh, Schweinerotlaui. Schweinepest und Backslei,,- blatten, der», Schivein, Tollwut denn Hund, sowie Druse bei,» Vierde und Räude bei,,, Sck'ai. Der Eutstebnna »nd llcbertraaung dreier Kraukbeite» galten seine weitere» AuSlührungeii, die eben- talls noch durch verschieden« hochmteressantc Bc,iv,elc mi5 der Ppar,S trefflich illustriert wurde», Rist eine,,, tzlveil an die Land- wirte von ihrer Leite alles aiözubieten, was nur »täglich sei, um der Seuchengestihr Herr zu werde» ,,„d ihre Verbreit»»» zu verhindern nnd sich nrcht anl geletziichen Schutz inid veleriuär- polizeiliche Maßnahmen zu verlasse», schloß der Vortragende. — An der Vusivrackie bcleiligte» sich die Herren Weil, Kamnrerral E i e n> in, H e » i e l nnd der Poesttzendc. Es wurde hier deiou- ders noch sengest- llt, daß die seit Jahre» in Lang-Göns aeiibte Lchutzinivstina acgen Rotlaus der Sehivcine sehr qiiirslig wirke »nd daß irgend,velchc »achleitiarn E nwirkniige» aus die Futter- verwert,»ig. ,r»e ste vo» einer Seile geltend ge,nacht ,norden seien nicht beständen. Des weiteren wurde die Bedeutung der Tube, k». iole stir die Viehzucht, beionders auch kür die Rindviebzucht ge- streut „nd 'estgestcllt, daß die Kraulkeit trir die Schweine in der Reael Nicht so rasche mib bedentlichc Folaeir habe lvie !>sr das Ruidvieh Ganz besonderer Wert ivurd? daran! gelegt, daß d,e Regierinrq die Einrichtinig sooen. ienchenircier, d. b. unter ömten,- der veterinärpoli,etlicher Aussicht stel-ender Schwei»ezucht-Wirt- i,tia>te„ unterstützt Da diese Emrich'uua. die bis jetzt noch wenig bekannt ist, atigemein groben Beiwll tand. so soll die Bitte n„ die Landivinlchgitslammer gerieblct iverdeii. Näheres über Einrichtnug solcher Schiveinczuchlivirtschaileii guck, >„> Kleiubelriede bekannt zu geben. — Die P,ulte 2 und 3 der TggeSordnnng brachte» iroch l iiie erregte AuSIvr iche über die Höbe des Reiiiertraaeü kür den Morgen zwecks Veranlaaiiiig zur Wehrstener. Hier wurde tiinäch iestaeslellt, daß die Finanzämter einen aeichätzteu Reinertrag nichi ohne weiteres zurnckweiscn könnten, Iveil keine Buchsührrutg vorhanden sei. Das Gesetz spreche anSdrückiich von dein .schatznligs- w e > i e' erniitteiten Reinerlraa. Außerdem nnirdc allseitig betont, daß die Hodc.der Eintelvack» !>» Brandstücke mit den, Re,»erirag ver Flächeneinheit nichts zu tun habe.dabeiderEiiizeloacht o>tandereMo- incutc als der Reiiicrtrag au-Sschtagacbeild se>e,>. Tie Höbe des Reinertrags verFlächcneinKcil endlich iveedeienachLaqc Boden:ea„>3Kbis 2b Alt pro A orge» lürpers» iedcne Ortichaiteiiscslgestllt. Dadie schon lehr 'orlaeschiiltene Zeit weitere Verhandlnnaen nnmöglich inachte, so schloß der Vorützcade, Herr Dr. Klcberger, mit verbind ttri'ci» Tniik an Herrn Kreisvetcrinärarzt Tr, Knell und die Teilnehmer >»» 7 Uhr die Sitznng. Tie »>t>t erledigten Punkte der Taaerordnnna sollen i» der am 29. l. M. staltstndcnden Sitzung zur BerKaudlniig komliren.
** Der Naturhcilvcreiii Gießen feiert am Samstag, den 24. Januar, abends 8‘5 Uhr, im Katholische,i Vereinshause sein S t i st u ii g s fe st. Reben musikalische» und gelanglichen Tarbietuilgc» komnien zwei Theaterstücke „Ein uupraktilwer Arzt" und „Tie 'Ratiirheilnietdode" zur Aufführung. Zu Gunsten des BuudcskrankenhauseS findet eine Verlosung statt. Freunde und Gönner dcS Vereins sind willkonimen.
** las Beschneiden lebender H ecken und der B o g c l s ch u tz, Ern für alle Landwirte und Gartenbesitzer loich.- tigcS Rundschreiben hat der Landrat dos Kreises Limburg, Büch- tiiifl. an die Bürgermeister seines Kreises gerichtet. Das Schreiben cmpiiehlt, alle lebende» Hecken in, Lause des Winters beichnetden zu lassen, Ter Sommer ist hierzu an« verschiedenen Gründen nngccignet, sowohl i» Rücksicht aut die .Heckenptlanzkii als in Rücksicht ans den Vogelschutz, Im Winter, loo die Pflanze» entblättert iino, lönnen Lücken in den Hecken leicht gesunden und durch Rachpslanztmg rechtzeitig ausgebcssert lverdcn. Bei dem .Hecken- schnitt im Lomnicr aber werden zadlreiche Nester nützlichrr Vögel vernichtet vder doch durch Freistcltung gestört. Hierdurch werden die Vögel veranlaßt, ihre Gelege zu verlassen, oder die jungen Vögel lallen, soweit sic nicht sonst zu Grunde gehen, jeglicher 'Nachsteilnng anheim, Ter Sommerschnitt der Hecken ist nur Gl'ioohnheit, sachlich aber in keiner Weise gcreckilfettigt, Ausukdem stehen im Win'-r „lehr Arbeitskräfte zur Vertilgung, im Sommer fehlt e-,- an chschen ub-rall. Es ist vor allem aber auch »» Interesse des Vogelschutzes diese Anregung zu bcsolgcii.
Der Eisvogel, Im vorigen Wint-r »,„ßle man kgst omiclunc», der Eisvoaei zäule bald z» de» enlsebwundcnen Vöaeln, denn er war in aanz Ober'-even »ii,t z» bemerken. Wer gegen „'äili, an den ve'schn-it »User» der Bäche »nd Flüsse des Voaels- beraeö entlang gebt »nd beobachtet sckiari di- Echneeüberhänae, der ,o,rd durchaus nicht selten den trovlsch gelärbte» Vogel über das Wancr schwirre» Iche». Ebenso bcincrkt man dabei jciiicn Kameraden, die W a s s e r a in s c i.
Tas Großh, Hes s, H a II v i st c u e r a »I t teilt uns mit. daß am Tienstga. den 27, l, M aus Anlaß de« Geburtstages des Deutschen Kaisers die Gcjchätlsräume geschloffen bleiben,
G rnndftücksverkch r. stlrundstuckc zu Gänsen beim, die ans de» Rainen von l, Schreiber, Ptzkiipv und chrribc-r, Eliiabetd Rosa geb, Dodn, dessen Ebe'rau, 2, Schrei b c r, Elisabeth geb. Wohn. Ehefrau von Philipp Schreiber rn
1 p " e t 111 - eingetragen waren, sollen Montag, den 9 März
-> nachmittags 3,,z Ilhr, im Gcmeindchoiisc in Gonsenheim im Wege der Zwangsovllstrecknng versteigert werden, — ksteuiid Itucte zu -v i l te lshc, , die aut den Namen der Anna Maria
■ ' Gflc L t . au des Wagners Georg Phstiv» Wol, in Titlclshern,, INI Grundbuch eingetragen waren, sollen 'Dienstag, l,91t, nachmittags 2 Uhr, auf dem Gemeindchäusc L-ittelsherm >m Wege der Zivangsovltstr.-ckung versteigert wer- ^Grundstücke zu F r l c d bc r 1 , die auf den Namen des Gaff
st. März 1914, voriinltags


