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2lM*laiie.

"tot Prinz-Thronfolger Ferdinand vor Rumänien ist mit dem Prinzen Karl nach Ber lin ab gereist

Ter d c »tj che B o k > ch a s l e r Frhr. v. Schön und Oeemahlin gaben am gestrigen Dienstag in Paris zu Ehre» des Präsidenten der französischen Republik »nt dessen Gemahlin pin Diner, welchem berwoftnten) Der M > ni ü e rp s i de u t und Minister des Aeußern D on-> mcrgue, die Botschoster Oesterreich Ungarns und Jta lienS. die Senatoren Ribvt und Pichon mit ihren Gemah­linnen, der Abgeordnete Jules Rachel, der Giss-lcinzlei der Ehrenlegion General Florentin mit Gemahlin und Tochter, derenernannte französische Botschafter in Petersburg Pa leologue, stleneral Beondenonti» mit Gemahlin, Fürst Ülm ir und Tochter, der deutsche Botschafter in K o" - stanii nobel Frhr. v. Wangenhciui, der gimzleichef des Ministeriums des Äeustern Margeois mit Gemahlin, Frau tv Mntius, der Tireltor des Protokolls William Mar­tin. Marineattachö Frhr v. Bibra, Legationsrat Gras Br ib und Legationssekretär Prinz zn Lettingen An das Tiner schloß sich ein Empfang an, zu wclcheni die Mitglieder des diplomatischen Korps sowie zahlreiche hoh- Beamte, Sena­toren und Abgeordnete, Mitglieder der Akademie Franyaise, der ttzesellschast, der deutschen Kolonie und Bertreter der Presse geladen waren.

Aus der Schlußsitzung der Konterenz i ü r die Sicherheit des Lebens aut dem Meere, die am geür>- gen Dienstag in London Nattland, wird mitgetcilt, daß der Ürwrl- laut der ron Großbritannien. Tcutichland, Frankreich, den^ Ber­einigten Staaten, Oestcricich-IIngarn, Italien, Spanien, -Schwe­den, Norwegen, Holland. Belgien und Dänemark unterzeichnetm Konvention 7 4 Artikel enr halte lind vor dem 15. Februar nicht verösientiicht werden würde, »m den Abordnungen der die Konvention ovichlicßeiideii Staaten Zeit zu geben, den Wortlaut ihren Regierungen iniizuteilen. Er ist vorgesehen, einen intcr- naiionatcn Dienst zu schasieii, ui» den Eisgang im n o r da t l a w - tifdielt Ozean zu beobachten und dort treibende Wracks zu zerstören. Es sei beabjichtigt, diesen Dienst der R u i sicht dcr Vereinigte» Staate» zu unterstellen. Rustland hat die Konvention nicht >I II t e r i c i di n e t. Dem Vernehmen nach cimorreii seine Delegierten Instruktionen von Petersburg.

Zwei Erlasse E n v e r Pasch a s. Tie Konstanti navelcr Zeitungen veröttcnllichen zwei Erlasse des Kriegs- ministers. Ter erste Erlast legt den mazedonischen und christ lichen Truppen strenge Erfüllung der religiösen Pflichten auf, denn eine Armee ohne Religion bade keinen Wert; der zweite Erlast untersagt den Ossizieren bei Strafe der Entlassung oder der Stellung zur Disposition, an ösfentlichc» Orten z u t r i n f c 11 .

E i n R e v o l v c r a » s ch l a g i » K a lkutta. Am M 111 - tag abend ereignete sich in Kalkutta ein neues politisch.,» Attentat. Ter llnieri ns petto» der Kriniinatpoli- zer ivurde ans offener Straße durch Revolverschüsse gelötet und zwar in Ge ge n wa r t v o n H u n d e r t e n v o » P a s - sauten. Niemand versuchte den Mörder zu ergreifen. Rach langer Jagd, aus welcher der Mörder mehrere Schüsse ab gab und zwei Personen verwundete, tonnte er von einem Ordonnanzoffizier festgenommen tverden.

Aus Stadt und Land.

Gießen, 21. Januar 1814.

Bevölkerungsstatistik in der Stadt Gießen für das Jahr 1913.

Die Eheschließungen des Jahre- 191", belaufen sich tras der llnglückszay! 13" aut 208 (212 in 1912 . Die Heiraten i-RMnien sich aut die einzetmnl Monate wie iotgt) Januar >2 (7), Februar ft (15), Marz 20 (17), Avril 18 (15), Mai 32 '30 . Jnui 13 (13>, Juli 15 <17/, August 2l >21), September 18 (27i, Oktober 27 (22), November 17 (11), Dezember 9 17). Es cntiallcn in Gießen bei 31 000 Eiwuohncrn nui 1000 Bewohner <>,60 Eben gegenüber 7,7 im Deutschen Reich nnd 7,(5 im Großherzogtum Hessen (nach der Reickisstatisfik für 1910 .

Die Gesamtzahl der Geburten i» Gießen beläuft iich aus 1148 (gegen 1043 in 1912 und 1116 in 1911) und entfallen davon aus Knaben 600 (505, 565), auf Mädchen 548 (538, 541). Unter der Zahl der Kinder, welche 1913 das Licht der Welt in unserer Stadt erblickten, sind 844 ehelich geboren (760, 793), darunter Knaben 442 (370, 3911 nnd Mädchen 402 (309, 402). Die Gesamt­zahl ber unehelichen Geburten betrogt 304 (283, 323), unter diese» sind 158 Knaben (135, 174) und 146 Mädchen 148, 149). Aus die ortsansässige Bevölkerung der Stadt entfallen allein 598 Geburten, 310 Knaben und 228 Mädchen (1912 578, 277, 301). Durch orts­fremde Mütter, die in Kliniken und Anstalten Unterkunst fanden, enttallen 550 Geburten mit 290 Knaben und 260 Mädchen i 1912 443, 228, 237). SSoit 304 unehelichen Geburten des Jahres 1913 (283) enifallcu 64 aut einheimische Gicßeiicr Mutter (52) nnd 240 Kinder auf ortsfremde Mädchen (231 . Für die vrtsange- lcsscne Bevölkerung unserer Stadt Gießen betragen die uilehclichen Kinder aut je 100 Geburten 6.65, für daS Großherzogtum Hessen 7,60 und für dar Deutsche Reich 9,10.

Ter Tod bat im leisten Jahre im ganzen 584 Menschen (072) in unserer Stadt dahingerafft, zu denen 84 Totgeburten kommen,

erwärinte sich das Publiknin und bereitete dem Sind eine bei­fällige Auinabme. Die Auiiühlung zog iicki bis Mitternacht bin.

- Ein unbekanntes Jngcndwcrk Flauberts. Die Geiellschait ehemaliger Schüler des Lyzeums van Rouen ver ösientlicht soeben ein bisher unbekanntes Jugendwerk Flauoer,s, das von groß enr biographischen Interesse ist. Es tioiidcit sich um einen historische» Äin'sar aus dem Jahi-e 1837. Derkünftige Beriaiser von Talammbo tvar danialS erst 13 Jahre alt, was umsomehr in Erstaune» seht, als sein Aussatz vo» umsassende», Wissen zeugt. Der Titel der autqesiiiidencn Werkes istDer alt gemeine Charakter der ersten und zweiten Periode des Mittel­alters ivwie ihre wesentlichen Beziehungen und Unterschiede" ES wäre allerdings verfehlt, in dieser frühen Arbeit FlauberiS schon Spuren des kommenden Meisters geschichtlicher Romane ausz-igen zu wolle». Immerhin hat Flankiert in dieser Handschrijt keines­wegs nur eine gedächtnismäßige Anhäuhiirg von Tatiachcn ange­strebt, sondern eine ivahrhiit lebendige nnd selbständige Llnsiasiung des in der Schule gebotenen StoiseS. Daß,sogar diese aeschichttickic stlrbeit eines Treizehnsährigen durchaus persönliche und originelle lüge aiinvcist. zeigt klar ein Vergleich mir den schon tauge »er- oiienttichten Geschichtsvorleiungeii seines Lehrers Ehöruet. Man kan allerdings nicht erwarten, in dieser Jgedard>nt 'Anzeichci, lur Flauberts späteren literarischen Ruhm zu finden Höchstens zeugt mellcicht die gemeißelte, rhythmische Prosa, die der Autsat, au einigen stellen answeist, von der kommenden Svrachqewntt des küniti,eu Romanichnititellers.

Kavilä» Scotts Tagebücher im Britischen Museum. Am 27. Januar, genau 2 Jabre nach dem Tage au dem Kavila, , sevit d>- Südvol erreich, j«,. \i n b im 'Sriti-' iche» Museum seine Tagclmcher öffentlich ausqeleat worden <^ie liegen m einem einfachen .Hol, kästen unter Gl-s Im ganzen sind es neun große Bückiernd sechs kleine Notizheste Don diesen >>'""§ an de r Stelle aut geschlagen, wo Seoti am 17. Januar 1912 die Ankunit am Sudvol kinqetoagei, hat Ein anderes die scr kleinen Bücher, das letzte ist auf der letzten beschriebenen Seite ausgeichlagen, Scott hat die letzte Eintragung mit Bleistist gc >nack> die Schriitzüge sin» zu entziffern, aber man siebt ai ihnen, wie Scott unter Kälte und Schwäche litt. Diele Reliquicr iind übrigens noch nicht in den Besitz des Museums »berge,langen (andern liegen einstweilen dort, bis der Sohn ScottS 2ljäbrie ist und dann entscheidet, »b sie dauernd im Besitze des Museums bleiben sollen oder nicht.

welche bei der Zterbfichkeitszincr, aber auch bei der Geburlsziffer, >ußer Berechnung blieben. Bo» den 1913 Verstorbenen entfallen iui die Gießencr ansässige Bevölkerung 141 männliche und l >8 veibliche, im ganzen 279 Perioncn (166, 198 364). I» Kliniken

iiid Anstalten verftarben in, ganzen 315 ortSircinde Menschen und iwar 183 mnnnliche und 132 weibliche Personen (308, 163, 14o). linier bei, Verstorbenen bcianden sich 54 ehelich geborene Kinder und 18 nneyelich geborene Kinder unter 1 Jahr alt. Hilter dielen 3<> ortsfremde Kinder .

Bel rächtet man die Iahten der Geburten und ^tcrbetälle, die aut die ortsansässige Bevölkerung in den letzten beiden Zähren ent­fallen, io ist bei de» Gcburlen eine geringe Vcrniehruiig von Al oder rund 4 Prozent gegen das Vorfahr festzustellen. Ertreulich aber ist, daß der Tod im Jahre 1913 eine so geringe Ernte ttt Gießen ge­halten hat, wie dies in de» letzten 10 Jahre» niemals der^,vatl gc- gcwesen ist. Wir lüge» deshalb jür diesen Zeitraum die ^terblich- keltsziiieru au. Es starben) 1904 342, 1905 359, 1906 364, 1907 388, 1908 341, 1909 320, 1910 309, 1911 30,, 1912 364, 1913 279 Personen,

Infolge der günstige» Strrbezisicr für l913 und der nin t Prozent erhöhten Zahl der Geburten stellt sich dm lieber- schuß der Geburten verglichen mit dem allerdings sehr ungünstig abschließenden Dvrsabr außerordeililich a ü » st > g , aber auch mit den beiden Jnhren 1910 und 191 > verglichen recht ersren- lich dar:

Der u e b e r s ch u ß an Geburten über die Verstarbeuen uin'crcc heimsichen ansässigen Bevölkerung stellt sich >908/ 330, 1909) .339, 1910) 323, 1911) 299, 1912) 214, 1913) 319. Vergliche» mit den Durchschnittsergebnissen im Deutschen Reich und im Groß­herzog t»ni He)ien »ach der vorliegenden letzten Reichsstatistik tür das Jahr I91<4 lind die Ergednisie der Gebnrtcn^der Sierbeiälte und des Gebnrtsüberichusies für >913 in unserer Stadl bei 31 000 Einwohnern aus ic 100O Einn>ohncr)

Gießen Deulsckies Reich Heile»

Geburt ei, 19.39 (18,67) 30,70 L«,00

Lterbe'äb - 9,00 (11.08) 17,16 15.00

lleberschichd.Geburte» 10,30 47,00) 13,06 13,10

Bei diesem Vcralciche komiiit inan zu dem Schluß, daß der G es u n dhe i ts z » st a u d der Bevölkerung in Gießen besser sein muß, als der im Reich und im Großherzoglum Hessen. Tic Sterblichkeit ist zablenmäßig uni rund 50 Proz, niedri­ger in Gießen als im Reich und Ulli 35 Prozent geringer als in Hesse» Die Gründe hierfür mögen auch woki in den hygienischen Cinrick.lungk» Gießens zu suchen sein Unsere Stadt mit ihrcr lakcllcs a>leitenden Ka»o>i)aiion. ihrem Volk» und ihren Lahn- tädern, ibrei, Kliniken, ihren Waldungen sowie ihrer qescbützten giiilnden Lage ist almc Bedenken als gesunde Stadt zu be­zeichnen.

Auch diesv ünltiao Sterbtickile.itSzisier ist es, die einen einiger­maßen guten Abschluß des Uebertchussc» der Geburten für Gießen herbeisüyri. Tenn aus die natürlich: Vermchrung unserer Be- völlkriing können Ivir nicht stolz sein, darin bleiben wir hinter den, Durchschnitt in, Reich nnd in Hessen weil zurück, «isießen hatte im Jahre 1878 mit seinen rund 14 000 Einwohnern für feine einheimische Bevölkerung 370 Geburten Würde man diese Zavl für heule ans unsere 3l 000 Einwohner annehmen, so müßte» statt 600 mehr wie 750 Gießencr Kinder jährlich zur Weit kommen.

** Tageskale Uder Hie Mittwoch, de» 31. Ja».: Stadt- lhenter: ,Eine Fron otz»e Bedeutung.^ A»<a»g 7 Uhr.

Portraa des 3lecküSa»,vnlts Raab über Saitvstick't und Periicheruiigsaiistalt, (oime über de» Wehrbeitrag, ölbends 85 Uhr im Hotel Schütz, ,

** KeineVerlegungdes Eilzuges Gieße » Fulda. Die .Köiiiplichc Eisenbahndireition in Franksurt an, Main hat der AlSselder Bürgermeisterei nnd dem Kans- männijch«-,, Verein 'vlgende Mitteffnucz als Antwort aus iiue Vor^cllung vom 2. Januar d. F. zugehen lauen)Von einer Verlegung dos Eilzuqes 227 Gießen) Fulda (Gießen ab 2.16 nachm.) auf den Vormittag haben ivir nach Prüfung der uns auch von der Großh. Handels-- ia m in er in Gießen niitgekeilten Bedenken abge­sehen, dagegen in Aussicht genommen, einige minder wich­tigen Aufenthalte zu beseitigen. Durch die Aushebung dieser HaltefteUen wird eine Kürzung der Reisedauer erreicht, die Anschlüsse in Fulda tverden sichergestellt und außerdem tvird in Gieße» der Anschluß an den l). 28 natl) Bad-Nauheim, Bad Homburg, Wiesbaden und Frankfurt a. M. gewonnen. In Alsseld werden die Eilzüge vom 1. Mai d. I. ab 2.27 29 und 2.26/28 nachm, verkehren."

** Gewerbeausstellung 1914. Der Ausstel- lungsvvrstaiid hat in seiner gestrigen Sitzung beschlössen, als Meldeschluß fiir Aussteller den 10. Februar sestzusetzen. Als Eröffnungstermin fiir die Ausstell ing wurde Samstag, 16. Mai, sestgelegt.

" Verleihung. Der Großherzog hat den, Post- sekretär Joseph Kämmerer zu Darmstadt da? Nitterkrenz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmnligen verliehen.

" Der Hessische LandeS»Leh rer verein wird seine Ostersitzung nicht, ivie vorgesehen, in Psnngstodi, son­dern in Darmtiadt abhalten.

" S n b in i s > i o » S z e n t r a l e d e r h e i s i s ch e » H a n d e t s- kniiiniern, Inder Sitzung der Großli. H a n d c l s t a »I NI c r Mainz ivurde ei» Mitglied lür die Berivnltnng der kürzlich neu geichofsene» LubmisilonszeiNrale der hetsllche» HnndelSkaiinner» geiväblt, siir die eme fiommiifio» beuedt werden toll und zu ivetcher jede vandelSkaniiiier ei» Mitglied ii»d enien Stellvertreter eriiennt. T e Kaninier ivädtlc als ibi Mitglied >» der Koiiani stou 5ioni-

ineiziciirot Schmäht imb n[3 Lessen Stellveilrelcr Koinnierzienrat S t r o I e », e i> e >.

e st e l l u ii g v o n 04 ü l e r a> a g c n. In den Mo­naten Februar nnd März pflegt alljälirlich ein gesteigerter Güterverkehr cinzutrcten, der besonders die bedeckten Güterwagen stark in Anspruch nimmt. In der Haupt­sache kommen Düngemittel lind landwirtschastlichr Erzeug­nisse in Frage. Damit den Anforderungen an bedeckten Wagen auch in diesen Monaten möglichst rechtzeitig ent­sprochen werden kann, erscheint cs dringend erwünscht, daß mit dem Bezug der Masscnsendungen für das Frühjahr tr ü h z e i t i g, d. h. schon im Januar begonnen wird Durch volle Ausli utzung des Ladegewichts der ltzüter- ltallen ivurde die Bedarsszahl an Wagen wesentlich einae- ichränki werden können: seener würde die s ch l c » n i g st e Be- n n d E n t l a d n n g der Wagen den Wagenumlaus ver­bessern. Es wird noch darauf hingewiesen, daß bei Aus­nutzung des Ladegewichts der Giilerwagen von 15 und inchr Tonnen Ladegewicht in gewissen Fällen ein Fracht Nachlaß gewährt tvird.

Glcße er S ta t t h e ate r T ie Jo ur IIal i ft c n. GuNav Freyiogs ichon eiwns ältlich gewordenes Lustspiel von den ^vnriialisten ging gettern abend nach jahrelanger Paule wieder ein­mal über unsere Bühne und man muß gestehen, daß cs Herr R o t t - eck prächtig ver,landen hat, das Stück mit »cucni Leben zu er- ülten. Heutzutage, ivv >edcr glaubt, daß gerade seine Angelegeii- hcilcii die wichtignen leien, wenn schon cs sich nur um eiste ganz gewöhnliche Vereins,Itzung handelt, gebt cs ja nicht mehr so ge- muUick, au, den ZeitiingSredaktionen zu. aber dennoch siebt man .ias liebenswürdige Stucklein wieder einmal gerne »nd freut sich /" dem 'ich ne,G- verwegenen Kanrad Bolz, den, Typ des Liist- Ivielhelden. r.>c .lunuhrnng, die von Herrn Rottcck geleitet wurde, *.°J t n1 . 1 ? ledendig.^Hrrr Rotteck tvielte trotz einer Ilnpäß- ianelt den schneidige» Schwerenöter mit hi»r,-ißcnder Liebeuswür- ),gleit .Als Guts Herrin zeigte ,ich Frau Sonntag-Blume wieder von ihrer liebenswürdig,ten, herzlichsten Seite und zusnu,-

iiie» mit Bi'lz errang sic sich einen starten Grsola. Ein ioenig zu ungelenk gab sich Herr S ch u b e r t als Oberst. Sehr ertreulich war Herr Bruchtvitz als biederer Proieilor. Hepr Dworkowskr gestaltete den Schmock mit crschütteruder Krait. Einen prächtigen

«picßbürger schul Herr Gott als Wcinhändlcr. Ein lieber, kleiner Bcllmaus war Herr G r o i f f r. Herr SB old charalterisicrte den Blumenberg mit gulcm Erfolg und Herr Grosser Braun fand sich niiit den, Baron v Senden, einet Rölle, die ihm wenig » liegen scheint, ebenfalls recht gut ab. Zu eirwnhireil iväre noch Frl. -sundcck als Irma und Herr B o ch u ni als Korb.

** 5 tobt tbrattr. Es sei daran erinnert, daß die heutige Aussühruilg vo» Oskar Wildes SchauipielEine Frau ohne B c d c u t ii n g" die überhaupt letzte des interessanten Werkes ist. Au Kaisers Geburtstag u/ech »> i t t a g s 3 . Ehr findet eine Wiederholuug derHumboldtia n c r" des Streckerschen Schauspiels aus Gießens Bcrgaiigcnhcii statt und zwar zu Neineu Preisen. Zur Festvorstellung z» Kaisers Geburtstag an, Diens­tag abend nächster Woche ist djesniat ei» heiteres Werl aewählt worden und zwar Moser nnd Schönthans LustspielKrieg i in Friede n", das als Lieblingsstück des alten Kaisers Wilhelm und des fetzigen Kaisers gilt lind schon oster an den kaiserliche» Theatern bei offiziellen Gelegenheiten gegeben Ivurde. Es sei dabei auch daran erinnert, dnß der Mitversafier des Werkes, Franz v. Schönthan, der der deutschen Bühne so viele ticbene-würdige Werke gcschciilt bat, vor kurzem gestorben ist. Ausdrücklich sic auch aus das Gastspiel des Königl. Bavcr. Hosichauivielers Konrad Dreher in der BauernvoffeI ä g c r b l u t" am nächsten Sonntag obend hin - geivieieil. Konrad Drehers urwüchsige Komik findet in der Rolle des ToribarbiersZangerl" vrachtootje Gelegenheit, sich zu ciit- ftrlte» ,uch sicher >oird ein volles Haus den berühmten Gast be­grüßen, zumal die Abonnenten ermäßigte Eintrittspreise genießen.

** Postdien st nn Kaisers Ge burtstag. Wie UNS das Postamt niittcilt, findet am 27. Januar nur eine einmalige Brief , Paket- und Oleldbestellung statt. Die Poft- schaltcr sind von 89 Uhr vormtttagS und von 11 Uhr vormittags bis Vf. Uhr nachmittags geöffnet

" E i ii I i« > c r n » g s b c i ck> e i >i i g n n g e » bei Posi- a g c II t Ii re u. Tie Postligknte,, rönnen fortan nach eigenem Ct- inefieit, jedoch unter ihrer Berantwortlichkeit, einen oder mehrere ihrer von der Postvermaltung zugelastenen ständigen Vertreter er- »iächliqeii, Posteintieferinigsickieine jelbständig z» vollziehen, sowie n PosteiiilieseriiNgSbucher» zu guitlieren.

"" Große Heiterkeit erregte gestern nachmittag ein mit den, 5-Uhr Zng aiigekommcner Hausierer, der ant sein einfaches Zweirad seine bessere Hälfte auslud. Sie vorne und er hintim iitzend, giiigs vom Bahnboi in flottem Tenevo bergab durch die. Bahnftosstraße in die Stadt. Ter ichallende Beifall der Bor­übergehe, idcn sckstcn den Fahrern zu gefallen, denn sie sfimotten, rechts und links schauend, lächelnd zu.

** Kleine Mitteilungen. In Butzbach kam gestern nackmisttog aus der Eisbahn Frl. Martda Christ aus Griedel zu Fall, wobei sie sich einen Beinbruch zuzog. In L a n g en­de r g h e i m schlachtete der Laiwwirt Heinrich Euler ein R i c s e n< schwciu »ou 6 5 / s Zentnern. Beim Landwirt Schneider in Büdingen entstand dadurch ein Feuer, daß Kleider, die dicht am Ofen hingen, in Brand gerieten. Am Bau der neuen Rtzeinikite siel dem von dertFirinaoHolzinanii beschäsiigteir Zimmer Rhcinseite fiel den, von der Firma Holzmann beschästiqtc Zimmer­polier C o II r a d'von einer Höbe von 3 Metern eine schwcre Kette von eiiicnl Kran ans den Koos.

Landkreis Gieße».

-chi. Nutte rshansen, 20. Jan. Testern abend fand G ein ein d c r a tSsi tzn n st statt, in der die beiden neue,- Äemcinderatsiniigliedcr vereidigt ivurde». Auch die alten Gcmeinderatsniitglieder, die ihr Amt niedcrlcgcn, ivoNte», waren vollzählig erichienen.

8 Lang-Güns, 20. Jan. Die Feldbereini- g u n g in unserer Gemarkung, die schon seit 1907 im Gange ist, ist bald beendet. Die Wunschzettel sind bereits im No vcmber v. I. übergeben, und wic man hört, wird die Ucbcr- gabe der neuen Grundstücke wahrscheiniich diesen Herbst cr- solgen. Es sind nur noch einige Kulturarbeiten zu vollenden die Schleisnng einiger kleiner .Hohlwege, AuSheben von Gräben nstv.'Die Berfchleisnng deS Hohlweges Verbindungs­weg nach Dorilholzhausen ist ungciähr in zwei Monatey vom .Hoch und Ticsbauunrernedmer Karl K. Schäfer fertig gestellt worden, wobei 14 530 Kubikmeter Erde und 34135 Kubikmeter Muttererde bewegt wurden. Das gewonnene Land beträgt 12 680 Quadratmeter.

Kreis Alsseld.

f. Kirtorf, 20. Jan. Bei der heutigen Bei. geordnetenwahl ivurde Molkereibesitzcr .Hch. Trieb mit 137 Stimnien gewählt.

Kreis Schotten.

Herchenhain, 20. Jan. Die hiesige Spar- » » d Darlehenskasse hielt gestern eine Hauptversammlung ab, in welcher ein neuer Rechner ernannt werden sollte. Der bisherige Rechner Heinrich Jost II., Bäckermeister, ivclcher nahe 5 Jahre die Kasse verwaltete, legte sein Rechneramt nieder. Der Vorstand verlangt sedoch laut Satzung eine halbjährige Kündigung.

Kreis Fricdberg,

L F r i e d b e r g . 20. Jan. Heute fand unter dem Vorsitz des Geb. Oberichulrats Scheu ermann von Darmstadt die münd­liche Entlassungsvrüfung der Abiturienten der Klasse In des hiesigen Lehrerseminars statt. Dieselbe dauert drei Tage. 33 Abiturienten uiiterzichcii sich derselben. Drei wurden vom Mündlichen beireit. Am Donnerstag werden sie entlassen, um da ine Verwendung im hessischen Schuldienste zu erhalten.

8 Bad-Ra nhe im, 20 . Jan. Beim Schlittschuhlaufen auf den, großen Teich trug sich heute ein UnglückSsall zu. Ein hiesiger Buchhändler, der an den seitwärts gerichteten Schrauben seiner Schlittschuhe hängen blieb, stürzte so un­glücklich, daß er sich dabei einen schweren doppelten Bein­bruch znzog. Aerztlichc Hilfe mußte sofort herangezogen werden.

t B i l b e 1, 21. Jan. In der Nacht aus Montag ivurde ,n einem in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs Berkers­heim gelegenen, dem Mechaniker Bocher gehörigen An- wcsen e ingebroche n. Das Gehöft ist mit einem etwa 1,50 Meter^hohen Drahtzaun umgeben. Ter Drahtzann war an einer Stelle mittels Drahtschere durchschnitten. Die Türen zum Hühner- und Entenstall toaren erbrochen und Hühner nnd Enten im nngesähren Werte von 300 Ml. ge stöhlen. Die Täter sind noch nicht ermttteli. Ein an Ort nnd Stelle geschasster Polizeihund nahm die Spur auf nnd verfolgte sie bis lnrz vor Harheim.

t Okarben, 21. Jan. Dieser Tage ivurden die hie sigen Einwohner durch Feuerrnsc erschreckt. In dem Freiherr v on Leo n ha rd i schen Anwesen, welch.es an den Guts- pächter Wendel verpachtet ist, stiegen Flammen ans den, Schornsteine emvor. Zum Glück ivurde nur ein Kamin- brand scstgestcllt, der bald wieder gelöscht werden koimte.

Wohnbach, 20. Jan Gestern abend hielt Jngcnieur Ncumann ans Dapinstadt im Austragc des Flottenvereins einen mteretsanlen Lschtb ilder-B o rtra g über) 1. Linicn- schisi-, Panzerkicuzer-Artilleine, 2. Torpedowaffen und Mine,,.

^ IC Kriegsschiff und seine Bewaffnung entsteht. Der Dor- j,sende des ^lottenvereins eröffnete bcu Vortrag durch eine grüwing der zahlrerch erschienenen Zuhörer.