Ausgabe 
17.1.1914
 
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Nr. (4

Drittes Blatt

Eijcheinl rr-Iich mit Ausnahme des Sonntags.

Tie«ietzener Zamilienblälter" werden dem .Anzeiger' oiermal wöchentlich beigelegt, das Krcisblatt für den Kreis Eletzen" zweimal wöchentlich. TieLandwirt,ctzaslllchen Zeit- sragen" erscheinen monatlich zweimal.

m. Jahrgang

iehenerAn

General-Anzeiger für Gberheffen

Samstag, U Januar 1^14

Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäis - Buch- und Steindrucke«»

R. Lange, Gießen.

Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul­strabe 7. Expedition und Verlag: e=s^51. Redaktion: «e^llL. Tel.-Adr.:Anze>gerG>eßen.

Lin Trinkspruch des Kaifcrs für den Herzog von vraunscdweig.

^ Berlin, 16. Jan. Aus Anlaß der Investitur des hohen -rdens dom Schwarzen Adler trat heute vormittag der Herzog von Braunschwcig zu seinem vssiziellen Besuch nach der Thronbesteigung ei». Aus den, Bahnhöfe waren der Aaiser in der lluisorm der Leibgardehusareu, der Kron­prinz, die Prinzen, der Kommandeur des Regiments der Zietenyusaren und andere erschienen.

Zu Ehren des Herzogs fand abends in, Schlosse G a l a - t a fe l statt. Der K a i s c r brachte solgenden Trink- s p r u ch aus:

Eure Königliche Hoheit in meiner Resident Berlin als .Herzog von Braunichweig ivillkoiniiie» zu heiße», in mir und der Kaiserin eine herzliche Freude. Tanlbar empfinden u»r es, daß Eure Königliche Hoheit io bald nach Ihrer Thronbesieigung uns die Ehre Ihres Besuches schenken. Seil in, Schloß der preu­ßisch« Könige ein Herzog von Braunschweig als gern geehrter Galt, begrüßi werden konnte, sowie seit der Zeit, wo Braunscliweiger Fürtteu preußische Truppen siitirten und preußisttie FeldmarschÜle lourden, sind lange Jahre dahiiigegaugen. Tie B c zieh u g e Preußens zu Braunschwcig aber zu vite gen, war mir wie meinen Vorfahren an der .throne ein lieb gewordenes geschichtliches Vermächtnis. Tiefe Veziehuugeil getreuer Nachbarschaft find auch bei den weisen Fürsten, die als Regenten Brannschweigs Thronrcchte z verwalten hatte», in gmer Hut ge­wesen. Ich vertraue, daß in aller Zukunst zwischen Preußen und »Braunschweig der Geist eines engen hudessreundlichen Einvernehmens leben wird, daß beide Staate,, sich i» ihrem Besitzstand und in ihrer Eigenart als unantast­bare Glieder der nationalen Einheit achten und schuhe» werden. Eurer Königlichen Hoheit dringe iri, freubin. die Zuversicht ent­gegen, daß mit Ihrer Ucbernahme der Regierung »Brauiisckiweigs ln den Kreis der deutschen Fürsten ein Landesherr eingetreten, ist, der sein Gelöbnis i ü r Kaiser u n d R e i ch in i t deutscher Treue erfüllen wird. Ein gütiges Geschick hat es gefügt, daß ick Eure Königliche .Hoheic nicht nur als einen meiner Kerbündcten i», Reich, sondern mit Liebe und mit Soll; auch a ls den Eidam betrachten darf, der meinem Herzen »ahesteht. In der Stunde dieses festlichen Beisammen­seins, cm dem die geliebte einzige Tochter im Geiste teilnimint, erflehe ich von neuem Gottes Segen für den schönen Bund, durch den Eure Königliche Hoheit mir und der Kaiserin ein Sohn geworden sind. Mögen fort ,mb fort beglückende Wirkun­gen davon auSgehe» iür unsere Häuser, sür Braunichweig und iür Preußen. Meine innigen Wünsche fasse ich zusammen in den Rus: Ihre Königlichen Hoheiten der Herzog und die Herzogin von Braunschweig, sie leben hoch, hoch, hoch!

Der Kaiser hat niehreren Begleitern des.Herzogs Or- densauszeichnnngen verliehen.

Krbcitcrbcivcauttg.

Das Ende der A u S sta n d s b ew e gnn g in Südafrika.

Die große Gefahr in Südafrika scheint so schnell ivieder beseitigt worden zir sein wie sie gekommen ist:

Kapstadt, 16. Jan. Die heute vormittag aus allen Landcsteilcn eingegangenen Meldungen besagen, daß über all Ordnung herrscht und die Ausständigen die Arb eit wieder aufnehmen.

Gcricht»saal.

Ter Gistmordprozetz Hops.

4- Frankfurt«. M., 16. Jan Am heutigen fünften VerhandlungStage wurde zunächsr in nichlössentlicher Sitzung Pie Zeugin Elise Mäher, geh. Richter, die frühere Wirtschafterin des Angeklagten Hopf und Mutter seines verstorbenen außerehelichen Kindes, vernommen. _ Nach Wiederherstellung der Oesftntlichkeit erklärte der praktische Arzt Tr. Krämer als Sachverständiger und Zeuge, daß er in Ver­tretung des Tr. Rosentaum die Frau Wally Hops behandelt habe. Es sei ihm auigesallen, daß der Angellagte, der sonst anscheinend ss besorgt um seine Frau gewesen sei, ihm von der großen Tencheratursteigeruiig, die bis zu 40.ö> Grad betrugz nichts erivähnte. Ter Sachverständige Chemiier Tr. Sieber erstattete Bericht über die .Haussuchungen bei den, Angeklagten .Hops, deren er mehrere stets im Beisein des Angeklagten vor- genommen hat. Im Schlafzimmert wurde ein Glas mit etwa 2.1 Gramm Znankoli gefunden und ein Ttrhchninvräparat. in der Hausapotheke Tollkirschenpräraraie. »Bitter,nan»e'wa1'er, Tigitalis. Ferner landen sich, in Papier gewickelt, einige "Bakterienpräparate, deren Verpackung aber so unsauber war, daß vo» Versuchen mit diesen Präparaten gar nicht gesprochen werden kann. Tie Prä­parate wäre» nur mit Aniangsbuchstabe» bezeichnet, z. T. iür Thpus, für Cholera usw. Tas habe den Sachrerstäiidigen zu der Frage veranlaßt, ob er Bakrerien im Hause habe. Hop, habe das verneint. Kaum war diese llnterredung abgebrochen, als der Postbote eine Rechnung LeS Wiener JnstituiS brachte, Hop, machte zuerst AuSstüchte. gestand aber dann zu, von der Wiener Firma Bakterie,ikulturen gekauft zu haben. In'dem Erdgeschoß befand sich ein buntes ^ammelnnium der nllerstärkften Gifte, daneben gau». einfache Hausmittel. Hierzu kam noch, daß die einzelnen Gifte gar nicht bezeichnet waren, so daß sie erst fest­gestellt weide,, mußten. Bon rmem Läboratoriumsbrand, mit dem der Angellagte seine großen »Bestell,mgm bei der Wiener Firma motiviert hatte, war in der ganzen Behausung nichts zu be­merken Tic Chemikalien waren sämtlich sehr alt, so daß eS möglich ist, daß .Hopf sie noch aus der Zeit besitzt, in der er die Hundezucht betrieb. .... ,, ..

Nuiimchr erstattet der <oachversto>idlge »GerichtSckemner a.r. Popp > Frankfurt a. MI. der die Leichen der Ovier HoviS unter­sucht hot, einmsangreicheS Gi, lachten. Tie Verbreitung des Arsens in der Natur ist außerordentlich groß. Fast alle Swift kön­nen Arsen enthalten, irdoch iinbet es sich gewöhnlich von Natur aus im menschlichen Körper nicht, oder nur in ganz seltenen Fälle» und ganz geringen Mengen. Ter Sachverständige erklärt, er habe zahlreiche Leichen untersucht, in denen kein Arsen gesunden wurde: immerhin m'-sse mit der« Möglichkeit gerechnet werden, daß 'es au. der 'Natur auigenoinmen iverden könne. Ter Sachverstän­dige gebt sodann aut die Schilderung der einzelnen Leichenbesunde ein und zwar zunächst auf den bei dem Valer des Hopf, der im Jahre 1861 beerdigt wurde. Die Erde auf dem Frankfurter Fried­en ist stark arsenhaltig und dieser Zustand des Bodens kann in dieser Hinsicht möglicherweise Einfluß auf die Beschasfenheit der Leiche auSgeübt haben. . ,,

Die Knochen der Leiche des Vaters enthielte» au, 100 Gramm 011°5 Milligramm Arsen. Ter Sachverständige geht dann be­sonders ans die liniersuch,mg der Asche ein, die von der in Ossen- bach verbrannten Mutier des Angeklagten berriibrt. Bert. R.-A. Sinzheimer greift das Gutachten des Sachverständigen verschiedent­lich an und versucht verschiedene Folgerungen des Sachverständigen z» entlräsien. Es folgen dann längere Eröiternngen über den Arse-'gehalt der Asche der Mutter Hopfs.

-8»-

Nach der Pause erfolgt zunächst die Beruehmung des Sach verständigen Tr. Neisser. Dieser bekundet, das; ihm Ende Avril vorigen Jahres von der Franhurter Stoalsamvaltichait vier Bat terienkulmre» zugesandt wurde», dir bei Hops gesunden worden waren, bei denen es i,ch um Tnvhus-, Starrlrampi. Trisenterie- und Eholerabazillen gehandelt habe. In der Oei'enilicvteit sei eine Beunruhigung darüber entstanden, daß es vermutlich sehr leicht sei, solche Kulturen ;u erhalte», und daß ans diese Weise ein^Einzelner eine ganze Stadt verseuchen könne. Io einfach ist die Sache »un Nicht. Der Angeklagte hat der Wiener Firma gegenüber geäußert, ev brauche virulente Kulturen, da er a» sich selbst Versuche an- stellen wolle. Hops hat seiner Frau ThvbuSbazillen eingegeben und damit erreicht, daß hie Frau schwer an Typhus erkrankte. Seinen Zweck, ne > löten, crrcidjfc er aber nicht. Nun wußte er. daß sie gegen ThphuS gesell sei. und bestellte deshalb Cholera-Ei,leritio- >»id Tysenteriebaziileu und wollte auch diese seiner Frau geben, um seine» verbrecherischen Zweck zu erreichen.

Ter nächste Sachverständige Tr. M c h 1 e r erstattet ei» Gut­achten über den Tod der ersten Frau Hopis.

Sachverständiger Tr. M a rx erklär!, daß sich die Todesursache der zweiten Fra» mit Sicherheit »i»t habe seststellen lassen. Sani tätSrat Tr. Rödiger hält bei der zweiten Frau eine Arsenik- vergistuiig sür vorliegend, bei der dritten Frau bat Hops selbst cingestanden, daß ei^^ihr» Arsenik gegeben habe. Ebenso hat der Angeklagte der Frau TyPhuSbazillen beigebracht. Bei den Kindern verneint der Sachverständige das Vorlieqen einer Arsenikvergistung.

T>. Treu bekundet, daß »ach seiner Ansicht die erste Frau des Angeklagten höchstwahrscheinlich durch Arsenikvergistuiig ge­lötet Maiden sei. .Höchstwahrscheinlich sei ei anäi. daß der Än- getiagte seiner ziveiten Frau in der Absicht der Vergiftung Ar­senik gegeben hat. »

Sachverständiger Tr. Sichel verbreitet sich über den Geisteszustand des A»geklagten.

Er bekunde,, daß Hovt nicht erblich belastet fei. In der Fa milie seien teine nervösen Erkrankungen vorgekommen. Ter »An geklagte mag ein p > » ch o lv g ii ch e s Rät sc l sein, dafür ivrickit sein iondcrl ares Verhalten dem Kinde gegenüber, wie er die hilselercite Nachbarin zurückstieß und das Kind unsauit ins Bett war», lote er sich dann über das lote Kind war, und weinte, sein Ve,halten am Kranlenbett der drillen Fra», seine Auszeich­nungen üter das Fieber, das er selber heroorgerusen »sw. Trotz­dem bietet der Angellagte in pi»ckiologiia,er Hinsicht teine Schlote» rigkeit. Er ist der Verhandlung mii lebhaitrm Interesse gefolgt. Hai versucht, das airgebönite Beweismaterial » entiräiten: das alles ipricht sür seine geistig bewußte Natur, ein nervenschivacher Mensch wäre msammengebrochcii. szops hat sich bei der Begehung seiner Verbrechen nicht in einem Zustand krankhafter Swruug der Geistestätigfeit besunden.

Tie B e w e i s a u f» a h in e wurde damit geschlossen und die Weiterverhandlung aus niorgen vormittag vertagt.

* Z u s a in in e n st o ß. E s s e n 'Ruhr), 16. Jan. An dem »Bahnübergang bei Zeche 'ji cutöCit zwischen Dellwig n. Berge- borbeck stieß heute vormittag der Schnellzug 163 mit einem Straßenbahiimcigen zusammen. Trei Personen wurden ge tötet, vier schwer und einige lv.eiteve leicht vorletzt Zur­zeit des Unglücks lvar dichter Nebel. Nachdem der Schaffner des Straßenbahnwagens ordnungsgemäß die Strecke abge eiommen und das Zeichen zum Weit er fahren gegeben hatte, bcmcrtte er erst den heranbrauscnden Eilzug 163 Ober­hansenHamm. Tie Bemühungen, den Straßenbahnwagen noch zum Stehen zu bringen, waren erfolglos Der Schrau kenwärter hatte die Schrank e n i a, t g e s ch [offen, weil er, wie er angibt, iein Signal hörte». Der Eilzug fuhr dann gegen den von Borbeck kommenden Straßenbahnwagen Nr. 222, erfaßte ihn und warf ihn ungefähr to Meter weit gegen die Mauer der Zeche »N»utüln. Bon Len Insassen des Straßenbahnwagens wurden drei Personen ge tc t. fünf erlitten s ch w e r e V c r i eh u n gen, unter ihnen der Führer des Straßenbahnwagens. Ter Straßei» bahnwagen ivurdc vollständig zertrümmert. Hilfe lvar schnell zur Stelle. Eine größere »Betriebsstörung ist nicht eilige treten.

21 ui der Vnlka iniel Sa kn r as chi>n a sind tzZ Per­sonen »och lebend aulaebmde,, ioorde». Sie iahen en., anein­ander ged,tickt in einer Felsenhöhle. Tie Matrosen der znr Hil'e- leiünnq eingetroneneii Krieasichiffe ivateten knietiei durch die Maste», >,»> die Höhle zn erreichen, tünch den leine» Metdiuiaei, ans K a g o s ch > n> a sind bei der ckataitrovhe i,n ganzen G00 Mensche» ,, in g e k o i» »i e ». 2ln, Itter und an de». »Bucht von K a a o i ch i IN a si»d alle Häuser, etwa 31 »00, beschädigt worden. Sie Heiligkeit der Erdstöße hat nachgelassen, die Eesahr scheint vorüber zu sein.

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Berlin, 10. Jan. ^ic preußische Finanzverwaltung hat an das Preußenkonsortinm 40 0 Millionen Atark 4 pro» zentiger auslösbarer S cd a h a n w e i s u n q e n beqebey. Das Reich bat zurzeit keinen (Geldbedarf befriebinen. Tie Schahanweisungsanleihe ist in 16 Serien zu je 25 Millionen ein­gestellt Jedes Jabr wird eine Serie durch Auslosung zur Rnck- znblung zum Nennwerte bestimmt. Tie RuSlofuna findet alljähr­lich im Oktober, erstmals im Oktober 1914, die Ruckzahlunq eer ausaelosteu Serien am I. 2lpril des ani die Auslosung iolaeuden Jahres statt. Bon dem übernommenen Betrage sind 50 Millionen bereits lest beqcben. Tie restlichen 350 Millionen werden am 2V. Januar zum Kurse von 97 Prozent zur öffentlichen Zeichnung aniqeleqt.

Lingesandt.

Für Fonn und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

01 i e n, 17. Januar.

Ter städtische Wohnnngs- und 01 e s u II d h e i t s - a II s s ch u ß geht nickt nock dem Gesetze vor. So wurde er nach der Kroidorser Straße 10 beordert,in sestzustellen, ob dort die Wohnungsverhältnisse gesetzmäßig sind. Es wurde dort ein kleiner Ueberblick gemacht, aber zu einem Entschluß kam man nicht. Trotz­dem die Wohnung im zweiten Stock vollständig naß ist, so daß sich in den Schlasräumen Eis bildet, iourde mir kurz allgedeutet, man solle mehr lüsten. Tie ganze Familie klagt jetzt schon über allerlei Krankbeitssällc, es wird aber bis dato noch nicht dafür gesorgt, daß die »Wohnung. in Stand gesetzt ioird. Es kann dem ?!otsta»d nicht anders als durEi gerichtliche Klage abgehol- ien tvierden. Es ist also dringend nötig, daß sich der Ausschuß mehr darum kümmert, die Gesundheit der Familien zu fördern. H.

Gießen. 17. Jan. Bei einer Becrdigungsseierlichkcit, der ich heule nachmittag auf dem neuen Friedhol beiivohnte, konnte ich konstatiere», daß in der Kapelle dai'elbst eine eisige Kälte herrschte. Trotzdem hehauvtete der Friedhosausseher, de» ich iragte, ob denn überbauyt geheizt sei, das Feuer brenne bereits seit morgens 7> - Uhr, aber die Heizung stniklioniere nicht.

Wenn die Liadt zwangsweise derartige Tranerfeierlichkeitcn in die Friedhoiskapellen verlegt, wogegen mich sür sich ja nichts einzi,wenden ist, jo hat sie m. E. auch dajür zu sorgen, daß in den Räumen, in denen sich die Leidtragenden aushalten müsse», wenigstens eine einigermaßen erträgliche Temperatur herrscht.

Ick hoffe, daß dieser Hinweis genügt, um hier schleunigst Wandel zu schaffen. H. Sch.

ar. Ulrickistein, 15. Jan. In der Sitzung des Hessisch« Landtags vom 14. Januar fordert Herr 2lbg. Aul er rascherd Förderung des »Bahnbaues »Ben Sh ei in Lindenfels. Ter Herr ».'Ibg Köhler hnut in dieselbe Kerbe, spricht von einem »Not rbrei der dortigen »Bevölkerung und die Herren 2lbg. Osann und Mertel traten ebenfalls und in beredter »Weise sür Erledigung dieses EiscnbahnvrojektS ein. Bedenkt man, daß in den Provinzen Star- kenburg und Rheinhessen fast jeder Ort eine »Bahnlinie in nää, ster Näihe bat und vergleicht die geradezu erbärmlichen D e t k e h r s v e r h ä l t n isse de r »W e g strecke IIlrich steiu - Mücke - es kommen hier über 14 Ortschasten in Frage, so müssen wir tragen, wo ist der LaudtagSobgeordnetc für diesen Bezirk ?Jst dem' Herrn nicht bekannt, daß ;. »B. in einer sechs- sitzigeil Postkun'che gar oft bis zu 12 »Personen ziisammengeviercht bcr Baunstation Mücke zustreben, daß bei jeheußlichstem Wetter rer Reisende den It! Kilometer weiten »Weg zu Fuß oder mit 'euren, Fuhrwerk machen muß? ES führte zu weit, die Gründe s n»r alle anzusübrcn, die den zunäudigeu Herrn »Abgeordneten veranlassen müßten, ganz energisch zu verlangen, daß hier ans diese oder jene »Art »Wandlung geschasfeu Ivürda.

Sylklplan der Sietzener Stadttheaters.

Somnaa, den 18. Januar, nachmittacls 3',', Uhr, bei kleinen Preisen:Pyqmcilion." Ende 6 Ubr. Abends 1 lf 2 Uhr (unter Mit Wirkung der Kapelle deS bieüaen Infanterie-Neqiments), bei klemei» Preisen:^iln,zanber." Ende 1Q7 4 Ubr. Montag, den 19. Januar, abends 8 Ubr (unter Mitwirkung der 5(avc!le des hiesigen In- ianterie-RegimentSi, außer Abonnement, bei gewöhnlichen Preisen (Abonnenten genießen Ermäßigung gegen BorweiS des l.Ermäßig- nngsknpons) : Einmaliges Kallspiel der Tanzkünnlerin Cent M ' a b e s a in ihren erotischen Tänzen. Dan»: »Plan.- Lnstsvic.' m einem Alt von Mar Bernklein. Ende gegen 10 Uhr. Tienotag, de>r 20 . Januar, abends 8 Uhr (14. Dienstag°)lbonnements-Por- stellnng):Tie Journalisten." Ende nach 10V, Uhr. Mittwoch, deil 21. Januar, abends 7 Uhr (12. Mitttvoch-Abonnements-Bor- stellung» t »Eine Frau ohne Bedeutung M Ende 9", Uhr Jreitag, den 2 5 Januar: (Gastspiel der <9roßherzogl. Vo^over und der Jöoiimtfif' in Tarmstedt:Lohenarin.^ Romantische Over in drei Ulkten von Richard Wagner. Sonntag, den 25. Januar, nachmittags 37 a Uhr, bei kleinen Prellen:Die Zarin.* Ende 0 Uhr Abends 7'j,. Uhr, bei erhöhten Preisen (außer Abonnement), Abonnenten genießen Ermäßigung aegeit BorweiS des 5. Ermaßignngsknpons: Einmaliges Nastslnel des.llonigl. Bayerischen Hoffchausvielers Konr. Dreher: ,Jäqerblut.E Bolksstiick in 4 Alte»! von P. Ranckenegqer. Ende tlach 10 Uhr. Voranzeige! Dienstag, den 27. Jan., abends 7 /, Uhr. bei gewöhnlichen Preisen (außer ^lbonilement, Gutscheine haben Gültigkeit»: Jest-Vorstellnng znr Feier deS (Se- bnrtstages Sr. Btajestät des Kaisers: Ouvertüre zilTannbänser" ven 9i. Wagner, ansgestihrt voil der Kapelle des hiesigen Jils.- Regiments, unter Leitung des Herrn Obermusik,lieisters'Wilhelm L ü b e r. vierans:Krieg im Frieden."

Spielplan der vereinigten Frankfurter Stadttheater.'

(ypernhaur.

Sonntag, den 18. Januar, nachmittags 4 Uhr:Pa'sisal/ Montag, den 19. Jan., abends 8 Uhr: »Ter fliegende SV nn^er." Dienstag, den 20. Jan., abends 7,8 Uhr: .Manon/ Mittwoch, den 21 Januar, abends 1 8 Uhr:^offmanns ErzäMunaen.'

Tonnerstag, den 22. Januar, abends 7,8 Uhr: ,Don Inan." Frei­tag. een 23. Januar, abends 8 Uhr:Tie Braut von Alessina." Samstag, den 24. Januar, abends 7 Uhr:Tannhäuser." Sonntag, den 25. Januar, nachmittags Uhr:Mignon." Abends 7 Uhr: Orpheus in der Unterwelt." Montag, den 26. Januar, nachimttags 4 Uhr: .Parsisal" Dienstag, den 27. Januar, abends 7.8 Uhr. Zur Feier des Geburtstages Cr. Atajestät des Kaisers: Jubel- Ouvertüre von C. M. v. Weber. Hieraus:Die Entführung ans dein Cerail." Mittivoch, den 28. Januar, abends 7,8 Uhr Älleffandro CtradeUa."

Schauspielhaus.

Sonntag, den 18. Januar, nachmittags 1 /^i Uhr:Ter ge­stiefelte Kater " Abends 7 Uhr: «Schiri» und Gertraude." Mon­tag, den 1'. Januar, abends 8 Uhr:Christiane." Dienstag, de,- 20. Januar, abends 8 Uhr: «Schirin und Gertraude." Aiitiwoch, den 21. Januar, abends V.,8 Uhr:Nathan der Welle" Donners­tag, den 22. Jan-, abends 8 Uhr:Wie einst im Mai." Freitag, den 23. Januar, abends 8 Uhr:Pygmalion." Samstag, bcu 24. Januar, nachmittags 3 Uhr:Wilhelm Teil." Abeiids 8 Uhr: »Chrittiane." Sonntag, den 25. Januar, nachmittags 7,4 Uhr Ter gestiefelte Kater." 2lbends 7 Uhr:Wie einst im Dlai.'

Montag, den 2 ü. Januar, abends 8 Uhr:Schirin und Gertraude 1 Dienstag, den 27. Januar, abends 8 Uhr: Zur Feier des (^buibS- tages er. Majestät des Kaisers :Eolberg." Piiltwoch, den 2^. Jan., nachmittags 3 Uhr:Wilhelm Tell." "Abends 8 Uhr:Schrrin und Gertraude."