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Kreis Fnei»bcrg.

L Jriedbcrg, 16. Jan. Die hiesige städtische Poly- technisch« Akademie zähl! in diesem Semester 191 Besucher, »geaen 171 m> Eommersemester, nnd zwar 133 ans Tcutichland und 59 aus den, Anstande; eine Dame besucht die Lebranslalt. Die Ausländer sind vornehmlich ans Polen. Heute nacht wurde an einer hiesigen Wirtschaft ei »gebrochen »nd verschiedene wertvollelc Sachen und » ber 3 3 9 M k. Bargeld g c st o h l c ». Bon» Täter sehlt jede Spur.

Starkrnburg und Nheinhcsscn.

rw. D a r m st n ü l, 18. Jan. I» der heutigen Stadt­verordnete ns i h u ng wurden vrrschiedcne Mitteilungen, Bc- schiverdeic und Wünsche über die elektrische S t r a st e n b a h n bekannt gegeben, welche bessere Anschlüsse an die Hauptbahnett, Heizung der Wagen usw. betressen. Tann ivurde der Wahl­vorschlag betr. die Bildung der neue» 2 8 Aicsschüsse an- genonnnen. Der Divlom-Jngenieur Regierungsbausnhrec Max Stirn aus Kol» a. Rhein hat sich au, 13. d. Mts. an der Tech­nische» Hochschule der mündlichen Tokior-Ingenieurprüsimg im Hochbansach unterzogen undgut" bestanden.

Hessen-Nassau.

si. B ad O r b, 15. Jan. Ein hiesiger Lpytzenschütze schoß dem Schüler O r l e b eine ganze S ch r o t l ad u n g in den Unterleib.

h. Frankfurt a.M., 15. Jan. In dem Goldwaren- und Juwelcngeschäst von P letz sch in der Töngesgasse bra- ttnni heute nacht ein und erbeuteten nach den bisherigen Feststellungen für 50000 Mark Schmucksache». Tic Täter sind zweifellosFachleute", da sic alle unechten Sachen unbeachtet ließen. Bis letzt h<rt man von ihnen noch keine Spur. Pletzfch war gegen Einbruch versichert.

Gerichtrjaal.

Frankfurt a. Oder, 14. Jan Selbstmord durch Bcr- 0 iftuiia verübte gestern im Saale der Strafkammer des hiesigen Landgerichtes der Malermeister Karl K u r t aus Stern log. Kurt mar wegen Tittlichkeitsvcrbrechens zu einem Jahre Juchthaus verurteilt worden, Nachdem das Urteil verkündet war, setzte er sich lüeder und leerte,vor den Augen der Richter ein Fläschchen init ltzift. Er wurde sofort in das Krankenhaus ge­bracht, wo er bald daraus st a r b.

Das Erdbeben in Japan.

Tokio, 15. Jan. Der erste Flüchtling aus Kagoichima Ist gestern abend hier eingetrofien. Er derichletc: Tie unterirdi­schen Geräusche und Ausbrüche begannen am 10. Januar nachts. Es schlics niemand, alle Leute stellten Lebensmittel bereit, um am Morgen zu slichen. Am 12. Januar crjolgtc der Ausbruch des Sakurafchimavulkans Tic Bevölkerung stürzte ans Meer und suchte Boote und andere Besörderungsmittel zur Rettung. Aus drei Spalten des Vulkans loderten die Flanimcn bis zu einer Höhe von 1000 Metern aus. Gleichzeitig drang auch aus dem Berge Rauch hervor und cs folgte cin Regen von glühenden Steinen. Es war unbeschreiblich, wie schrecklich und trotzdem grost- artig die von Tonnerschlägen begleiteten Ausbrüche waren. Ter Donner war lauter als derjenige des Bombardements bei Port 'Arthur. Tie Bewohner des Festlandes sandten sämtliche Boote, um den Unglückliäien zu Helsen. Es gab nicht genug Schiffe, jo daß zahlreiche Flüchtlinge versuchten, schwimmend das Festland zu erreichen. Tie meisten ertranken. Kagoschima glich einem Schlachtfeld. Tic Häuser waren durch die Fclsstücke oder das Erdbeben zerstört. Es suhrcij Sondeczügc ab, um die Bewohner von der Unglücksstätte fortznbringen. Ta nickt alle Leute Platz landen, klammerten sick viele an die Wagen. Ick selbst mußte io bis Hitohoicki reifen. Es ist volllommcn unniöglick, die Zahl der Toten iestzustcllcn. Nach einer Depesche aus Kuma- moto sind im Erdbebengcbiet mehrere Kilometer weit die Eisen bohngteisc zerstört; 13 000 Häuser wurden zurtrümmcit, 70 000 Menschen wurden vermißt.

Tokio, 15. Jan. Tie Zahl der infolge des Vulkanaus­bruches aus der Insel Sakuraschima Vermißten wird jetzt aiij 7000 angegeben. Alle ircmden Missionare sind in Sicherheit. Tie Nahrungsmittel sind knapp.

Vermischte».

* Neuschnee. Aus Karlsruhe, 14. Jan., wird ge- mclDct: In der verflossenen Nacht nnd im Laute des heurigen Mittwochs ist im Schwarzioald und in den Vogesen erneut erheb- lichec Schuec gefallen. Auf den Kämmen beträgt die Schneehöhe 1 25 Meter. Die Kälte erreichte in einigen Bergiälcru bis zu 20 Celsiusgradcn. Infolge von Schneeverivehungen erleiden die Züge viel jach größere Verspätungen. lieber die Höhen des SchwarzwaldeS rnüssen erneut Bahnschlitten gesührl werden, um den Verkehr aufrecht zu erhalten.

* Tamm br uch. Aus New Park, 15. Jan., wird ge­meldet: Nach einem Telegramm aus Eumberland in Maryland ist der Teich anr Siony River qebrochcn. Eine 35 First hohe Waiscrflut ritz bei Harrison die Brücke der Western-Maryland- Eisenbahn und mehrere andere Brücken fort. Menschen sind nicht umgckommen, da rcchrzeirig Warnung cingeirosscn tvar.

* Früh krümmt sich . . . Ter kleine Jack kommt mit

verbundenem Gesicht zum Arzt irr die Sprechstunde und fragt: Sagen Sie, Herr Doktor, was würden Sic mir schenken, wenn ich in die Schule gehe und alle andern Jungen mit meinem Ziegenpeter anstccke?" t

«leine Tageschronik.

Ter Univenitätsprosesior Frhr. Hernianu v. Soden, Pfarrer an der Jerusalemer Kirche, ivurde ary gestrigen Donners­tag, als er auf dcur Berliner Untergrundbahnhos PodbiclSki- Allee den schon in Fahrt befindlichen Zug besteigen tvolllc, durch eine Bewegung des Zuges wcggcftoßcn und mit dem Kops an die Tunnel wand geichlcudcrt. Er erlitt eine Ge­hirnerschütterung, an deren Folgen er wenige Stunden später verstarb.

Ter starken Kälte in R e w ?> o r k sielen in den letzten 24 Stunden 31 Personen zum Opfer.

Kandel.

4 <>/,< r e i ch s m ü n d e l s i ch e r e Anleihe der Stadt Lssenback a M. von 19 14. Wie aus dem Inseratenteil zu rrscbeu ist, nimmt dt? Bank rür Handel und Industrie (Tarn, st.idtcr Bank! hier in Gießen als oiiizielte Zeicknungsstelle ')liz- meldungeu aus diese bis 1920 uutündbare Anleihe zum Kurse von 93,75 0 » von heute bis zum 20. Januar 1911 entgegen. In Anberrackt des jetzt wieder herrschenden slüsfigen Geldstande? kann der Kurs als sehr billig bezeichnet werden.

Eingesandt.

.Für Form und Inhalt aller unter dieier Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Nedaltio» dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

G i c ß e n , 1 6. Jan. Tie B c r h ä l t n i s s c in u n s c rer Sparkasse sind, je länger man mit einer Neueinrichtung wartet, auch um so unhaltbarer. Ter stets übcrftilltc Raum für das Publikum vor den Schaltern ist so ungesund luie mir deutbar, weil es au genügender Lusrzusüyrung fehlt. Wer de» Raum in de» letzte» 14 Tagen einmal aut kurze Zeit betreten! hol, atmet erleichtert tvieder aut, wenn er wieder aui die Straße tritt. 'Auch die 'Abfertigung der Publikums dauert viel zu lange, was an einer vollstindig veralteten Einrichtung zu liegen scheint, die Ivohl bei einer kleineren Kasse anginqig erscheint. aber nicht bei einem Institut von dem Umiang unserer Bezirks-Sparkasse. Es ist Pflicht des neuen Direktors, hier energisch Wandel zu schassen. X.

Amtlicher Wetterbericht.

Wetteraussichtcn in Hessen nm Samstag, den 17. Jan. 1914: Nachlassen öcä Frostes, noch meist trocken, wechselnde Bewölkung.

Letzte nnciu-ictucn.

Der Kaiser und die Throilkandidatur deS Prinzen zu Wied.

Berlin, 10. Jan. Wie dieTägliche Rundschau" er- sührt, hat der Kaiser dem Prinzen zu Wied in wiederliolten Ueberredungen von dem albanischen Abenteuer a b g e r a t c n Auch zu anderen Persönlichkeiten hat sich der Kaiser durch­aus pessimistisch ausgesprochen. Ter Prinz hat die Warnun­

gen durch den Hinweis zu beschwichtigen versucht, daß er in Albanien e i n c K u l t u r in i s s r o n zu erfüllen habe. Als be­geisterte Anhängerin dieses Gedankens wird in cingewcihteli Kreisen die P r i il z c s s i n z l> Wied bezeichnet, die vor' Earinen Silva in dieser Beziehung beeinslußt werde.

Gras von Wedel .in Berlin.,

Berlin, 16. Jan. Ter Slallhaltcr von Elsaß-Lothringen, Grat von Wedel, ist beute morgen nur 9 Uhr aut dem Bahnkos Fricdrichstrnße angekommen nnd im Hotel Bristol abge sticgcn.

Neue Unternehmungen Zeppelins.

Lcivzig, 16. Jan. Tas MilrtärlustschrssZ. 6" ift heute sriih unter Führung des Hanptmanns Martins ans gestiegen. ES ist eine Ikstündige Tau ersah rt beab sichtigt. An Bord besindet sich der Abnahmeausschuß.

Friedrichshascn, 16. Jan. Ter Lus 1 > ch i i s b a » Jcvveiin" stellt für 200 000 Mr aus seinem Gelandc eine eigene Wasserstossgassabrit aus.

Tie belgischen Bischöfe gegen die M o d c a n s >v ü ch s e.

Brüssel, l«>. Jan Bon allen belgischen Bi s ch ö s en ist ein Hirtenbrief gegen Auswüchse der Mode und des Tanzes verlesen ivorden. Tie Frauen verwendeten (ve nig Stoff für ihre Kleider und trügen zu durchsichtige Stoffe.

Tie französische Verwaltung Marokko-.

P a r i s, 16 . Ja». Tie Regierung wird heute dem Kam »icrausschuß für auswärtige Aiigelegenheiteir eilten Eni Wurf vorlegen, in dem R a b a t lediglich als vorläufiger Sitz der Generalresidenzschast in Marokko anerkannt und ein Kredit von 3 Millionen Franks für die erforderlichen Ban lichkeite» verlangt lvird. Außerdem sollen weitere 4 Mil­lionen Franks für die Herstellung von Verwaltnngs- und Ge richlsgebäuden in den anderen Städten Marokkos verlangt werden. Tiefe Summen werden der geplanten inarvkkani scheu Anleihe entnommen werden, welche nm 16> 5 Mfilionen vermehrt iverden soll .

Ein Aufruf E n v c r P a s ch a s.

K o n st a n t i n o p e l, 16. Jan. Ter Kriegsminister ridi- tete folgende» Ausruf an die Armee: Ta unsere 'Armee ihre Pslichl »licht gehörig erfülle» konnte, verloren lvir dir blühendsten Teile unseres vielgeliebten Vaterlandes. Trr ottomanischc Nation erlitt schwere Schicksalsschläge. Unser erhabener Kriegsherr, unser teurer ruhmvoller Herrsch.'!, dessen Herz durch diese Lage auf das Tiefste betrübt ist, de anstragte mich, »m, Gott behüte uns, nicht noch einmal ja dustere Tage zu erleben, die Ehre des Khalisats mit der traditionellen Tapferkeit des Osmanentnms zu verteidigen, die Armee hierfür vorzubereiten. Obwohl die Aufgabe groß ist, griff ich sie im Veriranen aus Gottes Beistand »nd dein Schutz des Propheten sowie der Gunst unseres mächtig.» Herrschers an. Zwei Tinge sorderc ich von der Armee: Un bedingte» Gehorsam, unablässige Arbeit. Der Ausrus schließt: Ich bin überzeugt, daß jeder Ossizier arbeiten wird, den Makel auszulöschen, den die Unglückstage der jüngsten Zeit unserer Armee zugcsiigt haben.

N a ch k l a n g zum K i e w e r R i l n a l m o r d p r o z c ß.

-Kiew, 16. Jan. Ter im Rilualmordprozeß frei gesprochene Berlis ist mit Familie nach Jascha abgereist. Er besnchle unterwegs den Baron v. Rothschild.

Bei starkem Tnrstgesiihl der Fieberkranke» ist als Getränk bclonders eure Zubcreiluira ausMutete" zu empfehlen, die. mit Wasser,.l'Iildi oder Limonade berqestellt, erfrischend N'irkl und deuc durch das Fieber geschwächte» Körner leicht verdauliche Nähritone zuiulirt. Ter gewöhnlich bei Fieder rasch einlreiendc Krästcvcr fall luirö dadurch nach beiter Mögückleit uerbludert. _ 7821»

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