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Habe BT&ut erzMIt, daß Sot>f sehr ftrcitfüditii] fei, sie beiixe aber rnircn Sutflufi auf ihn Tue Frau kannte sich tritt im Labo­ratorium aus unb amsticrte steihiq ihrem Mann. Hopf sei ihm iamt als Kurpfuscher unter den Tierärzten erschienen. Am S Ok­tober IkE Nnirbt' er nach Nicderhöchstavt berufen. Tie Frau erzählte ihm, sie habe eine Hochzeit nrichemacht. babei Hummer- manonnchse gegessen unb sich daran den Manen verdorben. Als er keine Erklärung snr dar- tzttankheitSbild fand, habe er noch inen Sanilötsrat aus Cronbcrg zugczoaen. Tic Diagnose wurde ühlicßlicki auf hoch!legenden Darmialarrh gestellt, rrr wurde eine MagenauSspülung vorgenommcn, bei der die Frau die Besinnung verlor 41 ni nicht wieder erwachte. Der Zeuge hat Hops gebeten, er möge ihni eine kleine Sektton im Sarge gestatten, da da» Kranl heitsbild nickt zu erklären war. Hopf gestattete das auch und der Arzt stellte ein ailsgebrochenes Geschwür am Zwölfsingerdarnr fest. Bei der Kürze der Zech und dem mangelhaften Lichtes >var nur «ine Petroleumlampe vorhanden" liehen sich nähere Feststellungen nicht nrachen. Auf Befragen durch den Verteidiger erklärt der Zeug«, das Erbrechen der Frau sei sehr stark gewesen, bis zu 80mal am Tage.

Kaufmann Spengler hat den Angeklagten in Aiederhöch Habt kennen gelernt. Er hatte eine kranke Frau, die in der Irrenanstalt war, und .Hopf sagte einmal zu mir: wenn Sic mal Gift gebrauchen, das im Körper keine Spuren hinreriäßt, könnte er es mir geben. Der Angeklagte behauptet, er bade die Aeu- sfcrung nicht so gemeint, wie nian fit ihm jetzt in den Mund lege.

Nächster Zeuge ist der Vater der zweiten Frau, .Kaufmann Schneider l-frankstirt a. M.l, der bekundet, daß er nicht sehr für die Ehe eingcmmrmcn war. weil dev Angeklagte 40 und seine Tochter 20 Jahre alt war. Al» er seiner Tochter rici, die Ver­lobung auszuheben, drohte Hops, er toerde etwas tun. worüber sich ganz Frankfurt aufrcgen würde. Nachdem seine Tochter mehr mals erkrankt war. sei er zu dem Angeklagten gegängelt und habe ihm ins Gesicht gesagt, dag er seiner Fran Gilt beibringe. Es gingen in Nicderhöchstadt auch solche (Gerüchte. Ter Angeklagte wurde aufgeregt und sagte, man falle ihm Namen nennen, Ter Zeuge erwiderte, dann müsse er in Okicdcrhöchstadt unten ansangen und oben auf hören. Trotz der- schweren Vorwurfes fei der An­geklagte sehr liebenswürdig gewesen und habe ihn auch aul die Bahn gebracht. Der Zeuge holte seine Tochter nach Frankfurt furütf, wo sic sehr krank wurde. Tic Augen wurden trüb,-, die Zunge ausgelaufen, aus dem Munde kam eine scltvarzc Flüssig­keit. Er hat dann beim Oberstaatsanwalt in Frankfurt Anzeige erstattet. Tie Sache ivurdc nach Wiesbaden abgegeben, das zustän­dig war. Tos Verfahren wurde eingestellt, lvie der Zeuge glaubt, ohne dost die Prüfung stattfand: nickst einmal eine Hanssuchnng wurde bei dem Angeklagten abgehalten.

Die Ehefrau Schneider bestätigt die Angaben ihres Mannes.

Hieraul wurde die Verhandlung auf morgen vertagt.

Paris. 14. Fan. Wie aus Brüssel gemeldet wird, haben die Ampälte des Herzogs und der Herzogin 00 n Orleans in gemeinsamem Einvernehmen beschlossen, den von der Herzogin gegen ihren Gatten angestrengten Prozest aul Zahlung einer Jahresrrntc durch ein Schiedsgericht auszutragen.

vermischter.

* D t e Kai so rin und die Sturmflut. Die Mai- ierin hat an dos Lb«rpräsidfum folgendes Telegramni ge­richtet: Neues Palais. Tiefbewegt durch die lstachricht von dem schweren Unglück, das die pommerschc Küste heinitzesucht hat, bitte ich Sie, den betreffenden fGemeinden meine wärmste Teilnahme zu übermitteln. Die bereits eingeleitete Hilfs­aktion werde ich nach Kräften zu fördern suchen und hoffe, daß es dadurch gelingen wird, die entstandene Not zu lindern.

* Durch eine Granate von 1860 zerrissen. Aus Kön igsgrütz wird gemeldet: Fn Altb e n ate k ex­

plodierte eilie vom Schn,iedemeister Kraus aufgefundene preußische Granate aus dem Fahre 1866. Die 'Schmiede wurde zerstört und der 10jährige Sohn des Schmiedes zerrissen. Tic Granatsplitter flogen 200 Meter weit.

* Von einer Katze getötet. DemBerl. Tage­blatt" wird aus Dresden berichtet: In Fallcnan griff eine Katze ein fünfjähriges Mädchen an, welches den Schlvanz der Katze mit einem Holzklotz geklcinmt hatte, und richtete cs furchtbar zu. Dem Kinde wurden die Augen heraus- ge rissen, das Gesicht zerfleischt und die Kehle durch» bissen. Das Kind ist gestorben. Ter eincinhalbiührige Bruder, der in einem Korb neben der Schwester mit einer Kugel spielte, verschluckte diese vor Schreck über das Schreien des Kindes und c r st i tf t c.

* Bers ch 0 llen e Dampfer. Aus Geestemünde, 13. Fan., meldet ein Privat Telegramm: lieber den Verbleib der Gecstemünder FischdampserLlottd" undForelle", die seit dem 17. bezw. 19. Dezember in Sec gegangen sind, hegt man ernste Besorgnisse. Tic Fischerei und Haseubetriebs- gcnosscnjchaft richtete an das Reichsmarineamt das Gesuch, ein Kriegsschiff in die noroischen Gewässer nbgehen zu lassen. Man vermutet, daß die Fischdampser entweder in Fsaijord vom Eise eingeschlossen sind oder die Schraube verloren haben.7 Aus St. John Neu Braunschwcig, 13. Jan., ivird gemeldet: Ter DampferEuboyuid" (?) der Ropal Mail Eompany, mit Passagieren und Ladung aus West­indien kommend, ist bei Briar Island in der Fund» Bai gestrandet. Nach einer drahtlosen Meldung »csindet er sich in einer gefährlichen Lage. Mehrere Schisse sind zur Hilfe-. lcistun g ab gegangen.

«leine Tageschronik.

Ucber das Vermögen der Weißenseer Bank ist der K 0 n k n r s eröffnet worden.

Tic Borberatungen der Magistratsvorlagen über den Bau des Wcsthasens von Plötzeniee haben begonnen. Tic Aus­führung des Projekts ist ani 38,2 Millionen Mark veranilhiagt.

In dem B e r n st c i n b e r g w e r k P a l m n! ck e n stürzte eine Strecke ein. Zwei Bergleute ivurdc» v c r i cki ü t t c t. Bis am späten Nachmittag waren sie noch nickst geborgen.

Der Vorfitzenöc deck Dculslheit Patriolenbundcs, Geheimer Hofrat Clemens T h i cMe in L civt i > erhieli an Stelle des ab- gcichnien Roten Adlerordcns 4. Klasse den Roten Wlcrorden dritter Klasse mit Krane. Thicmc nahm an.

Dandel.

tz a u « 10 e r i a in m 11111 9 der Aktie ngeiellschast Wiele: L Hardt mann. Tie gewaltig« Sturmflut, die am Freitag und Samstag die deutsche Oftseeküste heimgeincht hat, iührle in Tanzig im üaleugebiet eine» Waiierfland herbei, wie er feit Menskbenaller nicht vorgekommen ist. Turch diele Hochflut ist in vier der Wiele: & Hardlmann Aki,- 6 )cs. gehörende Lager- schnvpe», die sich seit Jabrzcimteu durchaus bewahrt hatten, da-s Wasser in Höbe vo» 1015 Zentimetern eingedrunge». Bei de» groben i» diesen Schuppen qelageite» Zuckermenge» ist ei» Schaden entstanden, dciien Höhe anl ittigeläbr 4b0Ü00 Mart geschätzt Ivird. Auch hier handcil es sich, lvie bei der Hochstiit-klalaslraphe i» Stettin, um ein clenientares Ereignis, für dessen Folgen die Gesellschaft als Lagerhallerin nach de» gcfetzlichen Besli»»»- imgen nicht anlznkoinmen hat. Trotzdem glaubt die Ver­

waltung im Interesse einer gedeihlichen Weiterenlwickelung ihrer Geschnite auch hier ei» größeres Opfer durch Ueber- uahme eines Teiles des entstandenen Berlnstes in Aus­sicht nehme» zu falle». In Anbetracht der Wichtigkeit

des Gegenstandes und der Höhe der in Betracht konmieiiden Summe wird die Derwaltuuq eine außerordentliche General» rerfaniinliing der Aktionäre der Gciellfchaft einberufen.

Wetteraussichecn in Hessen am Donnerstag, den 15. Jan. 1914 Meist trüb und wolkig, zeitweise Schneesälle, Frost, nordöstliche Winde.

Letzte Nachrichten.

Aus der hessischen Zweiten Kammer.

rp. Dar m st ad t, l4. Fan. Tic Zweite Kammer beschäftigte i«h heutc zunächst mit einer Anfrage des Abg. Adelung betr. die Privat-Wald -Anträge. Minister v. H 0 m bcrg k gab eine nähere Erklärung, nach weicher zwischen dem Universitätsfonds und Herrn v. Wellshaufen ein Vertrag vereinbart ivorden fei, der die Wünsche der Bcvölterung und den Frieden wiederherstellen würde. An der Aussprache beteiligten sich die Abgeordneten Mal za hu und B a ch Weiter beantioartctc Minister Tr. B r a u » dir Anfrage bett. den Bahnban BcnsbeimLindeniels, wobei er die Ursachen der Verzögerung nälzer darlegte. Sic Sitzung dauert fort.

Was wird aus Mukthar Pascha?

K 0 n st a n t i 11 0 pc l, '4. Fau. Das Verbleibe» fr'- türkischen Botschafters in Berlin auf seinen! Posten scheint im Ministerium des Äeußecu endgültig beschlossen zu sein.

D > e R ü st u n g c 11 d e r T ü r k e i.

Berlin, 14. Jan. DasBett. Tagcbl." und dieMorgen post" melden aus K 0 n st a n t i n a p e l: Tie T ü r k e i hat, wie von zuverlässiger Seiie eitlürt wird, den i t a I i e 11 i i d) c n Pan zcrkreuzer Sab Marco an ge kau st. Gestern wurde die erste Rote bezahlt. Nächstens reisen Marincmannschasteii ab, »m das Schiss zu übernehmen. Aus Befehl des Kviegsmiiiiileriiim,- ivird der Ausbau der B c ie st i g u n g e n bei B >1 i a i r fofort ausgenommen. In das nächste Kriegsbudget werden 1,5 Millionen Pinnd für den Ausbau der BosporuSbese st i g u n g e n ein­gestellt.

M 011 t c >1 c g r i n isch e M a ch t g c l ü st e.

Berlin, 14. Jan. TerBerliner Lokalanzeiger" meldet aus Wien: DieAlbanische Korrespondenz" meldet ans Sku tari: Montenegrinische Truppen haben das alba nischc Dorf Bcrnivsch besetzt. Ter Kommandeur erlief? eine Kundgebung au die Bevölkerung, daß sie von jetzt an dem König von Montcnegio untertan sei. Auch eine Kontribution wurde cthoben. Ter Gouverneur Pdivps in Skutari eihob gegen die Doribeietzung in Cetiinje Vorstellungen,

Ans Seenot gerettet.

Paris, 14. Jan. Wie ans Tunis gemeldet wird, ist cs dem deutsche» RettungöfchiiiBerger Wilhelm" gelungen, den bei Msthdie gestrandeten fraiizöfsichen Postdamvl'erMansoura" wieder ilott zu machen.

Ein gerechtem Urteil.

Schon seit vier Jahren verwende ich in meiner Familie Bioson zurSmrkuna bei Erhivöchezuffäkidcn. infolge Blutarmut und schlecht ter Verdauung mit denkbar beitem (Svfoln. ($c< ist für mich bic 1111 vernegbare Quelle von .'traft und Widerstandsfähigkeit, derer ict, mich jederzeit gerne bediene. Meinen» Schwager hat Bioson nacii schwerer Nieberkrankheit rasch wieder -,u Kräften verholten, sodaff er es verehrt und schabt »uic einen Wohltäter der Menschheit. W. Röckseisen, Wasserburg a. Inn. Unterschrift beglaubigt: 2G. 8 . 13. Kgl. Notariat Wasserburg. Bioson. daS Paket, mehrere Woche»» ausreichend, Mk. in Apotheken. Drogerien. 298b

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Morgen finden in den Landgemeinden die Wahlen statt. Zwei Wahl­vorschläge liegen vor:

Der Erst«: Jeder Dersichertengruppe Rechnung tragend, fast alle Gemeinden des Kreises berücksichtigend.

Der Zweite: Einseitig nach jeder Richtung; von 60 Namen fallen ' , aus Wieseck; für 65 Gemeinden (= 5 /«) enthält dieser Vorschlag überhaupt keine Vettreter. ?llles scheint aus die Interessen eines Einzelnen berechnet zu sein.

Versicherte, wahrt Cure Nechte!

Jeder ruhig überlegende Arbeiter, kaufmännisch Angestellte, Petriebsbeamte «sw. kann nur

©SIT Wahlvorschlag 1

wählen. Gcmeindebeamte, bedenkt, daß Ihr im Wahlvorschlag Sir. 2 überhaupt nicht berücksichtigt seid. Sorgt sür eine angemessene Bcrtreinng Eurer Interessen. Jeder Versicherte muß abstimmen: wer nicht abstimmt, wählt auch.

Niemand lasse sich durch die von sozialdcmokratischcr Seite erlassenen Flugblätter irre machen._ 17411 Ein Arbeiter.

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