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Jjxrrmte sich an her Zufriedenheit, die in ihm war, — in so starkem Maße, w-i-e nod) nie zuvor tri seinem Leben.
Er nahm ein Abteil erster Klasse.
^ Devr Schaffner, der ihm öffnete, drückte er ein Geldstück rn die Hand. „Lassen Sie mich allein," sagte er in hochmütigem Tone.
Der Zng zog an, bewegte sich fort, fuhr schnell, styneller...
Gr fuhr an einem großen kasernen-artigen Gebäude Vorder, dem Gefängnis.
Reisrr-er sah es haßerfüllt an und ballte die Fäuste. ,/^hr," murmelte er, „ihr da drinnen —
Urrd er wußte mit einem Male, daß es seine Bestirm- mung war, sich zu rächen, — sich grausam zu rächen!
(Fortsetzung folgt.)
Erinnerung.
Märchen von A. Clara.
Es war einmal ein Seelchen, das hatte sich aus der Erde müde geflogen und sollte sich nun im Himmel erholen. Aber es gefiel rhm gar nicht recht, da, heroben, denn es stand ganz verlassen in einem Wintel, und inemand beachtete es, weil es nur ein Seelchen war. solche gibt es Tausende ans Erden; es sind lustige, zarte Ge- sclsöpse^, die den Mensck-en die Gedanken bringen — gute und böse. Ties Seelchen aber war gut und rein, und alle Menschen hatten es Ueb. Nur im Hsnuuel nrochte es niemand leiden — und es konnte doch nvcksts dafür, daß es kein weißes langes Kleid hatte und revn Engelein war.
Endlich riß ihnr die Geduld und es drängte sich flink und schlau E den Engeln vorüber, bis es ganz vorne am Thron des Weltmeisters stand. Ta setzte es sich ans die Stufen mrd es war so blMdlochg iv7w heiter,anzusehen, es hatte solche duftige Schleier mn die roiigen Gliederchen, daß selbst der Weltineisler dem Wohlgefallen an so viel LieblicWest nicht weinen ^omlte.
Er lächelte'das Seelä-en frsirndlich an und es tat gar nicht blöde rm Gegenteil, es hob -den feinen Kopf ein ganz klein wenig Mid schlicg du dunklen Mvg'M so strahlend auf, als es nur konnte Ta lachte der Weltmeister und sagte: „Wie heißt du Venn du zierliches Trug?"
,,..,Tas Welchen antwortete nicht gleich; langsam erblaßte sein blühendes Gesicht und ferne Augen winden tief und wundersam als taten sie sich nach innen auf und ließen weit hineinschanen in - eni trailtsremdes Land, llird wie aus dem geheimnisvollsten Fleckchen dieses Landes kam ei,re weiche, seine Stimme: , Es — ivar — einmal. ,o heiße ich!"
„Tas ist ein sonderbarer Na ine," airtwortete der Weltmeister „was tust du denn, wenn du aus der Erde bist?"
— uud nun sprühte wieder der ganze Schelm von vorhin Mis dem Blick, „uh sage eben nur meinen [Jlmum imb dann tun und denken du Meni-chen ganz von selbst irgend etwas'"
^ „Kleine Zarrberin," sagte der Weltmeister sinnend und sah zur ^eite — Tann wandte er sich dem.Deelck-en wieder zu u,rd begegnete seineil Augen, dre nun groß und ruhig zil ihnr aufgeschlagen waren. Aber nern das srnd ja gar keine Aiigen -'das sind
em paar Aare Fenster — und dahinter — ach dahinter_
eA .. a r ! ü ? r -, e jU, ,Garten grnd darinnen wandelte ein
^jouev stolzes Weib. Ter Lenz lachte ringsum aus Blüten und Sonnenstrahlen, das nmge Weib aber t^atte tiefe traurige Augm. Sre schrnte still aus den Weg zu ihren Füßen'
^ ihr entgegen kam. Erst als er
srohlch rref. „Gott grüße dich!" sah sie auf. Aber sie erwiderte (5 ^^. El-'uß nicht, langsam reckte sie sich einpor mrd neigte das Was snchst^dn^hier W^^ Haare flimmernd zurückfiel er r ^
Er ließ sich von ihrer stolzen Gebärde nicht eruschüchtern - er Nahm den Hut vom Kopf und schilng den Mantel zurück Ta sab sie den goldenen Reifen um seine Stirn und die kostbaren Gewänder an semer hohen Gestalt. Und sie ahnte, daß er ein Körüg war und erschrack vor semer kraftvollen Männlichkeit in tiefster Seele „Fch om der Weltmeister," sagte er, „und du?" Sie bob Mveren Blick mrd senkte ihn in dm seinen, der sieghaft imb leuch- £". b mx - lwiße Vergänglichkeit — ivnü der- Tod ist mein ^ Nie^ekann^" Xmmr: lffc metrte Butter und das Glück — l)abe
warm schlagen in aufwallen- dem Rditleid lind Plötzlich wußte er, ime er ihr helfen konnte. Seine ^gm nmr^n wie zwei sonnen mrd leuchteten liber das junge Weib hrn Er trckt dvcht zu rhr und ergriff ihre Hand. „Du —
~ — ich kam: txüuem ewi.wn Vergehen
ern ewgcs Lrcht geben; das wird wie em Stern am dmrllcn Himmel
b ^en es segnen und sieben."-Ueber die Wangm
d^s^mteM warme Röte. „Weirndn könntest - wenn'du
r . , »§$ ^Eiii," rief er, „aber dir wirst es nickst können. denn ich_
ff JÄL Mttlitzdes jungen Weibes erblaßte jäh —
lE' fa? ^londe,Kopf, daß die Locken über Stirn mrd Augen fieleii. Ter Weltmer,ter neigte sich ihr zu. daß sein Atem
ihre Wangenstreifte und sein« Lippen beinahe ihr Haar berührten SiL lrKinite7X M um iiycm kühlen, schlanken
r ■ "% u - ^ein sein — versteh mich recht — ganz mein
grüßte sich dem meinen gesellen, deine ewige wt e - lt S? ^..ewiges Leben müßtest du in dir hegen und »tvagm, brs du Stunde käme, wo du.es zu einem Wesen vereint in den Armen halten würdest. Dies Kind müßtest du „Erinnerung"
ww ~J^ C r recht, ich habe den Wünsch, dir zu
helfen — ich lwbe dich nicht!" —-
Mit einem Ruck löste sich das junge Weib von ihm und maß ihn mit großen traurigen Augen. ,
„Siehst du " sagte er, ,>du kannst es nickst!"
schüttelte langsam den Kops und wies mit bet ausgestreckten oburaus. Ta lging er fort von ihr Ms sie allein war, kroch es von der Erde, aus -der sic stand ^ miT ? {r>r — in ihre Seele — und
Uetz sre zittern und begehren, heiß ivnd ö'chttuervoll. Sie breitete bie Arme aus und druckte dann die Hände vor ihr Gesickst und
Natur^ Hretfif ^° Dc getroffen. Ter Dämon
^ur streute seme wilde Kraft muh ihr aus und wollte sie in
lieht ^Gen, denn er wlll nicht, daß eins so ansrecht
sollen alle glerch fern — alle, die atmen! —
Ter Sommer kam u,rd das schmre Weib ^Vergänglichkeit verlor den ruhigen, traurigen Blick und bekäm flimmernde, junge Augen. er E^ber glühte rosig. Tas kam von dem Blut, bas plötz- Ti [yt $ Adern rollte. Sie wandelte des
ISfumx ^ und weinte und rang die Hände vor Rat-
P'R Mle ihre Gedanken waren irr Sehnsucht venvaiidelt all chr Fuhlen llmnmerte^sch an sein Bild — mrd er liebte sie nickst D'e spähte, zu reder stunde nach ihm aus — und er kam nicht.'
^i W^ ^ues Nachts sah sie ihir wieder. Sie kauerte an der Gartenhecke und wollte ihn rufen, aber ihre bebeiiden Lippen konn- ^/ 5 men Namen nrcht sormew Er ahnte ihre Näl>e nicht und ging Zrl ? vorbei. — Sw wühlte den Kopf in das feuchte
rb, kJtT -T ArAuckMii mcht laut wirde und daß nicht etwa em Schreis ihre Qual, ihre Äehnsncht nach Erlösung verrate w ^mnmer verwelkte und die Glut ließ nach, der Herlcht trat das Regiment an. ?lber der Herbst mit seiner letzten Leidenschaft mit semev! kiihlen Hauch und seinem brennenden Weinlaub kennt nienmnd sonst ^ ukmcmt> ^nst und weiß sie auszureizen wie
... die Sehnsuckst giiälte die Vergänglichkeit, bis ihre Seele ^ harten Rmgen. Alle Kruft und aller Schmerz
o b r U] $ ,te -T ^l»es Haupt demüttg vor dem
üvergroßmi Lebeuswunsch ihres Herzens.
< S lritt Mis dem abeiidlichen Frieden ihres GarttiiS
sich zum Kviiigsschlotz des Weltmeisters. Weiß wie ihr Gewand ivar ihr Alittttz nur die Augen schauten fest und leuchtend gercwe aus und ihre ' frcmbe waren Mt wie Eis. Sie fand den Welt-
aber als Fie zu ihm ttat, erwachte er ivwd richtete sich staunevid auf.
,^etzt kann ich." sprach sie bart, „jetzt mn ß ich können!"
ihre S^le^schrse^^ ^ 9 ^ e Sehnsucht und gab ihr, wonach
wie sie gina sie fort — vts wäre fife «in weißes
SRaticI t>a.j die süße ßafulmj selig in sich trägt
Und er vergaß sie.-
Weltmeister strich sich über die Stirn, chm war, als bätt« er geträumt. Ta erbliche er das Seelchen, das ihn iinmer noch nn- venvandt aiiirlxintc — lind auf einmal sah er. daß es sein eia.-ner sonniger Blick war der chm da entgegenlenchtete. Mit b.-iden .idän-
2?'' das Svelchmi an sich: „Ta bist-die Erinnerung?"
wmrtt^S te 1 " 9 n,<fte ^ mrt bem Köpfchen „Meine SJhitter ,.Wer ist deine Mutter?"
. Tas Seelen breitete die Arme miß. „Sie ist überall und
in a ^ n ^r-S be 1 %T. Reich, sie wohnt in einem Garten Dergangllchkelt. Sw vit umner ernst, aber weirn sie mich lächelt sw — sw hat mich sieb. — Es strben mich alle lwb, nur hwr mag mich -nwnmrvd — und du auch nicht "
ich häk^Lck L gLFAtm-ilkr, „du törichtes Seelchen.
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tue Augen rn den blonden tveichein Lockcvr.
;,r£; ^ ea V ie di<b — unb du sollst eine fteiire Königin 'TW; 5’ ^ahm ernen (wldeilm Reifen ind> setzte ihn dem Seelch-n Tn alle Engel rnngsnm neigten sich vor ihm.
Da mbelte es. Das imrß ich merner Mrltter erzählcnr'" Und eS des Weltmeisters Armen am dunklen Himmel hin —
^-r Erde zu — uich^em gvldnesi Krönlein leuchtete wie ein srullmder
Au§ Sorch Zock§ Tagebüchern.
f^^dgender AusMg ist deni Nachlaßlxrnd entnommen der m^.! nner Lebensbesckureibirng des Dichters unter dem ^itd
erTSen ll ift m ** m '&•’ Berlag in Hamburg.


