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Rolf biß sich auf die Lippen. Er Hefe sewst t*m feutcr Mutter nicht geni in seine SeÄe hiucrnleuchleu. . ,
Tie Magd kam mit einem Primclsträustchen. Er mrnkte ai>. Wozu Blumen, loemn sic ihm nichts bedeuteten?
Ter Postkutscher Vlies: .Mutz i dem,, muß r denn -um Stabile hinaus". Noch ein letztes verztveifeltes Wunen, und der Wage,: rollte pin Torfe hinaus. .
Rolf Tlstessen war der einzige Papier an den: KWgww Sonuuermorgen. Es fuhr sich leicht unter freu Klängen de-o 4wjt = Horns in den sonnenfrischen Tag hinein. Dennoch Er es rym, als ob etwas ihm das Herz abdrückcn wollte.
Träumend schaute der junge Mann aus dem geöffneten ive nsrer . Tie tanberieseltcu Grassel der glitzerten in der ausgehenden Sonne. In dem Weidengebüsch an, Wege zwttfcherten d,e Vögel, und über die Wiesen kam eiligen Lauses ein junges Mädchen rn weißer Bluse, mit blondein Haar . . ? er fuhr sich mit der Hcmd über die Angen . . . träumte er? War das nickst Antte Nissm?- - Jetzt kletterte sie über das Staket . . . Jetzt nahm sie den Graben. Nun stand- sie aus .der Chaussee. In der Hand hucht sie tm Sträußchen . . . Ein paar Schritte noch ... da hatte sie ove NosMttsche erreicht ... „ - - •• &
Sic schwang sich ans das Trtttvretl und ivollte das Sträußchen hmcinwcrstn; da tat sich die Wagentür auf-
Hände zogen sie hinein.
„Antje — Antje, du süsie Trrn?
Sie sank in seine Arme.
„Das Sträußchen," ted?ie sie, und Xyvdt es chm hm. „Ich suck-te und suchte. Von jeder Blume sollte eine dabei sein . der ganze Garten . . Ta fuhr der Postwagen vorbei . . . Nun bin ich hinten über die Felder gevamtt."
Er 'lahm das Sträußchen. Das leuchtete in allen Farben und duftete wie ein Sommertag.
Ter Kutscher blies: „O Jugendzeit, du schöne Zelt .
Sic n-olttc sich iosreisien. „Ich muß Mrück. Ich fahre \a immer weiter fort von Hause." , .
Er lies; sie nich'. ,,Dn bist mir nachgelausen — nun bl>t du mein. Ich habe gestern abend, als eine gewisse kleine Person Ulich so schlecht behandelte, geschworen, dasi ich das erste Mädchen heiraten würde, das mir nachlänft. Jetzt mnsit du mich heiraten."
„Musi ich?"
„Ja, wenn du mich lieb hast."
„Schrecklich lieb ..."
„Nun, kleine Antje, fährst du als blinder Passagier mit zur Stadt, dem, bu kannst Den ganzen Weg nicht zurncklaufen. Ter Posthannes kriegt ein Trinkgeld und nimmt dich wieder mit zurück. Und bei meinem ersten Urlaub lassen wir uns kriegstrauen."
Ter Poschannes war nicht wenig erstaunt, als statt des ernsten jungen Mannes ein verliebtes Pärchen aus dem Postwagen stieg. Aus dem Rückwege hatte er tvieder nur einen Fahrgast in der Kutsche. Diesmal blies er: „Mein Schah ist a Reiter — a Reiter mutz sein . . ."
Verrniichtes.
* Der Ka rtoffel könig von Kalifornien. Ir, ShTifornien lebt ein Mann, der nicht weniger als ein volles Viertel aller Kartoffeln erzeugt, die in diesem Staate hervvrgeF bracht iiMTbcn. Ter Name dieses Mannes ist allgemein, bekannt, und Georg? Shima's Kartosseln bilden einen Gegenstand lebhafter Teilnahme und Erörterung unter der kalifornischen Hausfrauen-, wett Es ist für die Uebcrschwemurung Kaliforniens mit den gelben Gästen ans dem Osten bezeichnend, dasi dieser kalifornische Kar- tofsclkönig ein Japaner ist. George Shima ist vor 27 Jahren nach Kalifornien gekommen, l>at allmählich den Kartosfelbau zn seiner Sozialilär gemackst und verfügt jetzt über riesige Ländereien/ auf denen seine Arbeiter in 57 Zeltlagern untergeb rächt sind. Sein Vermögen luivb gegenwärtig aus etwa 83 Millionen Dollars oder utit anderen Wwrten gegen 350 Millionen Mark berechnet. Es versteht sich, das; der kalifornische Karlosselmärkt in seiner Preis- beivegnüg zn einem sehr erheblichen Teile von Shima und seinenj Opera!ionen abhängig ist. Vor einiger Zeit hat der japanische Kartvssclkönig sich im vornehmsten Teile von San Francisco ein Haus gekauft und dort mit seiner Familie Wohnsitz genommen. Das erregte unter den reichen Venwhnern dieses Viertels zunächst Entrüstung und Widerspruch, al»er über 350 Millionen vergisit man sogar die mongolisch? Abstammung, die der Kalrfornier sonst so hasit, und Shimia hat sein Hans ruhig weiter bcivohnen können. Merkwürdig ist es übrigens, welcher Wunsch das Ideal des Kar- losselköuigs ist: er möck>te einmal eine MUste lmben, ein Jahr lang an der Universität von Kalifornien Geschicks zu studieren. 'Aber bei der Ausdehnung seiner Geschäfte besteht wenig Aussicht, das, er in absehbarer Zeit diesen Wunsch wird befriedigen können.
vüchertlsch.
— Unsere Bundesgenossen. Ein Buch für die Feld- ranen in Ost mü, Weit. Gelüftet' 1 Mk. (Stuttgart, Deutschs agsanftalt.) ^ Ein Bückstein, das sich in erster Linw an alle
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Felds nuven ivendet. Es tvül ihieen schlicht und ohne viel Gel-Vv- samkeit erzählen von den Kameraden fremder Nation, mit denen sie Schulter an Schulter ge fochten haben, wo diese Kameraden Ijerftmiiuen, ime das Land aussieht,, das sie geboren und erzogen hat mW das sie nun verteidigen; wie sie leben und regiert werden- wie die Sprache klingt, in der sie redQi, mW die Hymne, die sie in feierlichen Stunden singen. Ein Soldatenbuch ist/s — ein Buch, das von Soldaten handÄt und für Soümten gefchriebm Wurde. An Bildschnrnck bringt >es neben den Bildnissen der Herrscher und Heerführer und allerlei Tuuppenbildern Zeichnungen be* kannter Künstler, wie Ernst Heilemann, Grno von Finetti, Lncttm Bernhard, Pfaehler von Ochegraven, die in charaktei ist, scheu Bst- dern typisck-e Erscheimmgen ans den Lagern unserer Bundes-^ genossen festgehalten haben, ferner Noten und Textworte der Nationalhymnen, damit die Feldgrauen kräftig mttsmgen, können, und einen kleinen Sprachführer, der die Möglichkett schassen soll, trenigstens ein paar freundliche Worte in ihrer Muttersprache mit den Waffenbrüdern zu wechseln.
Tie Vergewaltigung Griechenlands duvch die Entertte bel-andett ein Grieche, der erst vor kurzem aus Athen nach Teutschlaich ge- kommen ist, auf Grund genauer Kenntnis der Verhältnisse in der neuesten Numnver 3861 (Kriegsnummer 152) der Leipziger „Illustrierten Zeitung" (Verlag I. I. Weber,
Er ireisi eine Reihe unbekannter Tatsachen nrrtzuterlen, me be- zeicknende Schlaglichter auf das Verhalten der „^cyntzmächle lrersen. Güte Porträts des Königs Kvnstmttiu und des neuen Königs Alexander sind dem Artikel beigegeben. Ueber das Kamps- gebiet in Flandern plaudert ein genauer Kenner der Flmwernfvmtt, Obeclentnant Hans Schvenfeld. Rudolf Lipus zeigt in enmr ern- dracksvollen Zeichnung den Zusammenbruch eures englrschell Angriffs bei Arras. Zwei Mdierungen des Kriegsttilirehmers Alfred Frank veranschaulichen Comines bei ein setzendem Trommelfeuer am 1. Juni l 917 mrd das MtlMcs zu Comines. Dre Heltmttaten unserer österreichisch-ungarischen Verbin cdete^r veryerrlrclst ver Kriegsberichterstatter Karl Gras Scapinelli in fernen „Bildern aus der !zehnten Jsvnzoschlacht". Eine Anzahl präckstiger Mwahinen führt uns zn einer Truppenschau nach Damaskus während des Besuches des ttlrkischen 'Armer'sührers Dfchemal-Pasckia. Erne rn Tiesdrncl wiedergegebene doppelseitige Zeichnung Fritz Grotemeyers zeigt türkisck-c Artillerie beiin Passi-ereir der Zizilrschen Pforte im Tanrnsgebirge, durch die schon Alexander der Gwsie mtt serneni .Heere gezogen ist. Die Misstellung der Künstlervereinlgung Dresden würdigt Hofrat Toenges in seinem iltustrierben Beitrag nach ihrer Bedeutung für den gegenwärtigen hohen. -Stand der Dresdner Kunst. Eine sesseliide Er-zählung „Ter liebe. Herrgott" von August Trinius, eine Reihe markauter Aensieriuigen l>ervorragendec Schulmänner zur Reforni der höheren Schulen in der „Kulturrnndschm' . ein illustriertes packendes Gedülst „An der breiten Lttasie nack, West" des Kriegsteilnehmers August Hiurrchs, verschiedene Zeich- imngen und attuelle Aufnahmen vervollständigen den Inhalt der Nummer.
— Die Dorskirche. Jllusttierte Monatsschrift zur Pflege des religiösen Lebens in heimatlicher und volkstümlicher Gestalt. Herausgeber: Hans von Lüpke. — „Die Volnisck)en Bauern", I. Gmelin. — „Äe Resorrnatton und das Landvolk, O. itteller. — „Ahnnngen in, Kriege", K. Mehrhan. — „Dunkle Seelenkrüfte auf dem Torfe", A. Miller. — „Stadt und Land", Predigt, Pfarrer G Mahr-Gießen. — „Bon, Geist in die Wüste geftilytt", Ansprache, S. - „Die heikle Frage", I. Leute — „Jnnenkoloin- sation ans Psarreiland?", P. Rnpertt. - Großstadtklnder auf dem Lande", H. Balke. — Deutsche Landbnchhandlimg, G. m'.b. H., Berlin SW 11, Dessaner Straße 7.
— Tr. K. Flvericke, Plagegeister. L-tuttgart, Kosmos, Gesellsckiaft der Naturfteunde. Geschäftsstelle: Franckhsche Verlagshandlung, Stuttgart. Geh. 1 Mk., gebd. 1.80 Mk.
— Der Völkerkrieg. Eine reich illustrierte Clwonik der Ereignisse seit dem 1. Juli 1914. Herausgegeben von T-r. C. H. Baer, Verlag von Julius Hofsinann, Stuttgart. Heft 131/132. Preis je 40 Ps.
5kat-Ausgabe.
(»d eä die vier Farben. V LI II die drei Spieler. A 21b, DauS; K König ; v Dan,e, Ober; A Bube, Unter, Wenzel)
V, der Dorhandspieler, verliert Handspiel (Eichel - Solo) auf folgende Karte:
acB, aA, K, D, 8; b A, D; dA; D Eichel-, Rot - Unter; Eichel - Aß, - König, - Ober, -8; Grün - Aß, - Ober; Schellen - Aß, - Ober.
Die beiden andern hatten sogleich gepaßt. H hatte 12 Punkte mehr in seiner Karte als Ll. In, Skat lagen c8, 7. Wie saßen die Karten? Wie ging das Spiel?
Auslösung in nächster Nunmier.
Auflösung des Abstrichrätsels in voriger Nummer: Verschönter Unterseebootkricg.
(Vater, Schärpe. Falter, Unke, Tiger. Sehne. Boot, Lotos Karl, wregt)
Schri'llettung: Fr. R. Zenz. — Z.villingSrmwdruck und Verlag der Brühl'scheu Universitäts-Buch- und Stetndruckerei R. Lange, Gießen.


