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für den Mich im Dackel sverk chch das Gairgeln des Wassers am Bugspriet, die große und, stumme Sehnsucht, die tu die Weite silhrt Und nicht rastet. Er fuhr auf großen Barkassen, auf Motor­seglern und den unter zwei Schornsteine gestreckten Frachtdampsern, die von Skandinavien nach den Tropen gehen. Er kam. in viele Städte: in alte, reich an steinernen Erinnerungen, und 'in junge, tn dmen em erhitztes, aus noch jungfräulichem Boden emporgewach- sens Leben unter der glühenden Sonne dampft. Er fuhr und sah und lernte, und als er das erste Mal schrieb, kam ihm selbst dies kaum -Um Bewußtsein. Dem ersten Buch folgten viele andere, und dann ßedelte Kay sich toieder in der Heimat an, an einem unbeachteten Küstenort, den er meist nur verließ, um in Helsingör oder Goten- bürg mit jungen Künstlern und Studenten *u schwärmen und zu -echen, wobei er mich auf dem zweiten Gebiet eine weltgewandte Fertigkeit bewies.

Aber alles, ivasGesellschaft" heißt, war und blieb ihm ein rotes Auch, und seine fast krankhafte Scheu in dieser Beziehung erhöhte den Nus seiner Originalität.

Man nannte ihn einen Frauenfeind. Und das verlieh ihm in den Augen seiner Leserinnen natürlich einen besonderen Reiz.

. Darum wirkte es nicht anders als eine Bombe, als man eines schönen Herbsttages in den Zeitungen las, daß Kay Fensen heirate, mrd zwar Dagmar Nissen, die einzige Tochter einerSpitze" der Kopenhagen er Gesellschaft, des Bankiers Arvid Nissen.

Das Ganze wäre auch, ohne die Mitwirkung einiger Rosen kaum möglich gewesen,' derewigen Rosen", wie Kay sie nannte. Und das ging folgendermaßen zu:

Die Rosen lagen im Schaufenster eines Ladens in der Golhers- gade: ,ie waren in ein mit Moos ansgelegtes Körbchen gebettet, und so boten sie sich! den Blicken Kays dar, als er auf dev Durchrase nach Stockholm in Kopenhagen bummelte Tie Augen Kays aber hatten nicht lange vorher etwas anderes, nicht minder Lrebtlches erblickt nämlich ein Mädchen mit ganz fürchterlich strahlenden blauen Augen, in einem Gedicht von weißem, flattern- deni Sommerkleid. Die Rosen und die Augen wurden für Kay Urplötzlich zu einer Art gemeinschaftlicher Vision, und um diese Zusammengehörigkeit zu bekrästigeii, betrat er den Laden und taufte .^I^sentörbckien ' amt Inhalt. Kay hatte in Samoa mit den wild es len Eingeborenen Branntwein getrunken, er hatte Panther lgeschoisen und in heftig,lein Sturm das Segel voni höchsten Mast ^ ober Rosen kaufen . . . nein, das tat er wahrhaftig zum erjten Male in seinem bewegten Leben.

...Ms er wieder auf der Straße stand, war das junge Mädchen natürlich langst auf Nimmerwiedersehen in der Menge ve-rschwun- deii. Das störte Kay nicht weiter. Er liebte es, seine Menteuer für W allein auszu,pmnen. Vergnügt schleppte er die Rosen in sein Hotel und stellte sie aus den Sch.veibti,ch. Da er in seinem damaligen Kormri wieder &et der ewigen, ihm gräßlichen Schvierigkeit

l , ywicu uikv ui iicuuua j ; ;m vj>a>eruen per yuvscheu Er­schein nag seine bisher vergeblichar Versuch..- zu wiederholen. Und merkwürdig diesmal gelang es, und zwar so fix, daß es einl Verginigcn war. Befriedigt las Kay den Manuskriptfetzen durch und steckte ihn daun, einer übermütigen Eingebung folgend, in den Blumenkorb, der so erfolgreich die Muse vertreten hatte Zehn Minuten spater saß er drunten bei einem Whisky, und Korb mosen und Blauaugen waren vergessen.

Als aber Kay sich am nächsten Morgen noch etwas Whisky- stywer erhob, hatte er sich in dem unbestimmten Verdacht vml einem ge-,vipen jungen Mädchen geträumt zu haben.

Im Hasen, wo neben dem Stockholmschiff ein kleiner Bade­ort-Dampfer lag, Passierte etwas Seltsames. Auf dem kleinen omlz vorn an der Reeling, um das gewisse junge Machen zu erblicken. Kay ließ Stockholm im fernen Schweden: K^u imd gmg auf das Dampferchen. Es war ein gottsjämmcrli- s ^ a ^ ec er lat es nun einmal und sah sich

so tut Verlauf einer Stunde zum Badegast im modischen Klnmpm- borg gewanoelt.

. Kay blieb willen- lind ahnungslos in Klampen borg: er badete S nt> tv ? nf L mc a } 1 ^ Leut?. Er wohnte im Bad^ Ebm dem fernen wurden seidene Damenbaoe- !^l>en zum Trocknen aufgehcmgt. T/a, es ließ sich nicht leugnen das. Fraulein Dagmar Nissen das Zimmer nebenan bewohnte

6^», c2L } nettm ci:i Paket aus Kopenhagen für Herrn

Z 5 V Jacken an. Gr öffnete es. Da stauch der achtlos oergessone -oiuinenlor... Kay hatte an das Kopenhagcner Hotel telegraphiert man solle letne Post nach Klampenl.org senden,' und so war auch der Korb unverlangt und unschuldig hier angelangt.

Kay nahm den Korb und stellte ihn zur Verschönerung des dirnh seine weiße Drin che etwas kahlen Speisesaales in die R bitte Icittagstafel. Dann schleuderte er, bereits wieder in Gedanken an andere Tinge, zum Strandweg

liegen der Nachmittagshitze in seinem Ziinmer

Ärb'vor u m J2 1 ? lNstauiien daselbst wieder den

der mtt Nntersttitznng des Hansdieners mich me Post für die Galle verteilte, hatte an einen Irrtum des ^E^l<mbt und das noch immer duftende Obiekl znriich-

Deirn es war *ju1» Staunen diese aufdringlich getreuen

Rosen düste len tatsächlich immer noch. Sie dufteten sogar so 'lark, daß sie sich des Nachts imierhalb des wegen der Fliegen geschlossenen Fensters unliebsam benierkbar machten. Nachdem 'der Mi Schlafen behinderte-Kay zu seinem Zorn die Missetäter festae- stellt hatte, nahm er den Korb und ivarf ihn kurz-entschlossen zum Fenster hmüus. Nun würde er wohl Ruhe haben! . . .

... Am folgenden Morgen guckte er znm Fenster hinaus und freute sich darüber, daß der Korb nicht einmal mehr dvunten lag. Nun hatte er ihn also ,Gptt sei Dank aus den Kehricht geworfen,,

Eine kleine .Kvpfbcwegung nach rechts aber ließ Kay trotz der Sommerivarme das Blut in den Adern erstarren Da stand mls dem benachbarten Fensterbrett der Noseniorb. Frech und stumm stand er aus dem Fensterbrett des Fräulein Dagmar Nissen !

Das Stubenmädchen hatte ihn gefunden, angenommen, daß er hernntergesallen fei, und in iefecm rertzeihlichen Irrtum aStz besagtes Fensterbrett gestellt.

Kay schielte hinüber. Die verdammten Rosen waren staubig und geknickt. Es war wahrhaftig eine Affenschande! Und Kay schämte sich denn auch fürchterlich.

ÜU'i^ws zierliche junge Fräulein Dagmar, &udte ftmtenb zum Fenster hm, neigte das Köpfchen und lächelte. Eo hatte sie auch oft schon mt Speisesaal und am Strand zu Herrn Kay Zeusen hinubergel ächelt. Hub zu ihrer Mütter hätte sie inehr ais emmal von -Herrn Kay Zeusen gesprochen. Wenn Kay dies geiMlßt hatte, würde sein Verlegenheitszorn sich wohl noch be­trächtlich potenziert haben.

. DasFrühstück wurde im Klampenborghotel im Garten an Bischen genommen. Diese Tische pflegten im Allgemeinen jeot^ -VsUwbnschmilckV bar zu sein. Diesmal aber du gründe gütiger Gott. . ja, diesmal stand ein etwas verbogener Roseu-

ans dem .Lisch von Frau und Fräulein Nissen Kay trank hastig seinen Tee, wütend darüber,'daß Fräulein Dagmar ihn so verspottete. Ms sie jedoch dm fortwährend müsterte und schließlich aus demselben ein Stück Papier hervor- zog, konnte der arme Kay nicht mehr an si^ch hialtm. Der Zettel Len Fraulein Dagmar in der Hand schwenkte, war nämlich sein verdammtes Liebeserklärmigs-Mäiiuskript.

,, Da eittswin Kay sich zum ersten Mal in seinem menschenver- achteiiden wasein des Zwanges gesellschaftlicher Farmen! Er stürzte öum Bisch der Famckie Nissen und verwickelte sich in Erklärungen und En t schul dl gun gen.

Cr( M dermaßen, daß seine Freunde eines

schonen Herbsttages durch die eingangs erwähnte Zeittlngsnachricht uoerrasch.t würden!.

Der blinde Passagier.

Skizze von K. v. d. Eider.

(Nachdruck verboten.) Abend auf Rektor Dhiessens Veranda beisammen, die beiden Alten in schweren Sorgen um ihren Ein-

Rwp r m '? r9 rIU? A>lf selbst ziemlich gleichmütig,,

chni gegemcher stchtlicherregt die kleine Antje Nissen, die Tochtm ^ Apothekers, Dre Nttitter hatte sie geschickt mit einem Fläsckj- chen vom alteneinsten Rum, als Herzstärkung für die Reise, r r , kolkte sofort wieder gehen, aber die Rektorin hielt sie

fest. Als sw nun Roh gegeniiber saß beide ein bißchen verlegen dw Frau Rektor ihrem alten einen Wink, und sie stahlen sich einer nach dem andern leise hinaus. Sie ivollteü cs den IikNgen gern cur bißchen leicht machen.

<- ^cheiln die beiden Men aber glaubten, daß die jungen Leute nutzen tvurdeii, uni sich zu verloben, dann sahen sie sich g& jausckw Ms sie nach einiger Zeit wieder auf die Veranda traten- saßen sw sich mit hochroten Gesichtern gegenüber und zankten sich

Du bist ein schrecklicher Mensch!" sagte Antje Das ist sehr schmeichelhaft."

"%'] tun, daß du in den Schützengraben kommst."

''!'' I:C - 1111 ^ auc ^ /uöchtig drauf. In Polen gibt es reizende r.ladchen: iw such gar nicht hochmütig dort laufen einem die schönsten Vcadcknn nach."

Hier läuft dir niemand nach."

Nicht?"

Nein, niemand . . . Ich wünsche dir glückliche Reise . . Ich M?g ^ n" allein^ ,mrf) llid,t 311 begleiten. Ich finde den

Und mein Mschiedssträußck>cn?"

.. --Das lxib ich vergessen. Laß dir doch von der Magd eins PslNMN." ^

Mit diesen, Worten ging sie wirklich Sie hörte noch, ivie er der Magd zuries, sie sollite ihm chnl Morgen ein Sträußchen pflücken je bunter, desto besser. '

si- ihm^gesagt^Eb Wut. Nicht einmal ordentlich Lebeivohl hatte

Früh um sieben Uhr hielt die aelbe lUh*

S? l Rektor Thiessens Tür. Tie beiden Alten geleiteten ihren Lohn hipanS. Ter warf einen rasclicn Blick am das Nar!aarha:is sZNk Lrnnen Fenst«rläb«n fest acschlossen l-iclt.

Bei Apothekers schlafen sie wohl noch" meinte die Mutter.