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Wenn aNch in 'ihm alles nächst und Vergeht, in ihm ist etwas Dauerndes. F-estes, er trotzt der Zeit-

Und Großmutter sah nicht, daß auch schon für den Garten die mt fernes Endes herein bwch, die Zeit, die keinen Platz für märchenhafte Gärten hatte. *

Tie Stadt wüchs und schickte die ersten steinernen Kolonnen »ns Vorland. Ta, uw ehedem Wiesen und Felder, Gräben und Waldungen lvvren, schossen Häuser ans dem Boden, nüchterne Mietbasernen mit kalter, plumper Gespreiztheit, Fabriken mit hohen Schornsteinen, Plätze nnd Straßen, in denen das Leben lärmte.

Zuerst schien es, als wollten sie die äußere Stadt umzingeln. -Aber nein, es kam ihnen auf das freie Borstadtgelände an. Das sollte der Bebauung erschlossen werden.

Und immer näher rückten die steinernen Vortrnppen, als hätten sie es auf Großmntters Garten abgesehen.

'schon stellten sich fremde Männer ein, Großmutter zur Dergabc des Mrrtens zu bewegen. Großmutter aber schüttelte ernst den Kopf. Sie würde ihn nie und nimmer Herausgeber!, den Garten, modste er auch rings von Häusern eingeschlossen werden.

geschah rascher, als man sichs versah. Näher und näher rückten die neuen steinkolounen, nnd bald starrten die ersten Bauwerke init hundert neugierigen Augen über und durch, die Mume dreist in derr irrten hinein.

Sie litten ihn umstellt, wie ein Jäger das Wild. Er war erngelch! osten interne Mauer von Stein, umbrandet vonr Leben der Großstadt. Seine Stille, seine Verschwiegenheit, sein Zauber waren dahin. Wie ein eigensinniger Alter, der sich nicht in sein Los schien wckl, sah er in die Welt, die such um ihn aufgerichtet hatte.

einmal an einem l normen Frühlingstage ließ sich Groß- mutter iin Kranken stuhl in den großen alten Garten fahren MU dem Eigensinn des Alters sah sie nicht in das eutstelltt des ßwrtens. Während der- Kies unter den Ravern des Magens leste knirschte, ließ sie ihre Augen über alle Plätze und alle W-rnkel schwofen und flüsterte:Wie. schön, wie sckchn'" Ein paar Tage darauf starb Großmutter. Sie hatte den Garten znm letzten Male gesehen. »

Mit Großmntters Tode war es auch mit dem Widerstand des alten Gartens gegen die neue Zeit vorbei. Man teilte ihn auf mid auf fernem Boden erwuchsen Häuser nnd Höfe, Stück für Stück fiel von ihm ab.

Nock> ehe im Herbst die Blätter von den Bäumen sanken war es mit der Herrlichkeit des alten Gartens vorbei. Zuletzt 'stand nod) Großmntters felbstgepflanzte Linde, au die sich die alt vermoderte Laube in den Jahren gelehnt hatte.

Nicht lange stand der alte Baum. Auch an seinen Stamm legte W blanke Zahn der Vernichtung und riß und biß mit wollüstig kreischender Gier in sein Holz. Ein Zittern der seiender' des Todes lief durch das.Geäst ix-s Baumes, dann neigte er sich und brach stölfuend zu Boden. Mit jhm sank die

alte Laube m sich zusammen, wie ein Kartenhaus.--

., So erstarrte auch dieses letzte Studtfrit Erde zu Stein, .und iMht ein einziges grünes Hälmchen blieb van Großmntters Garten urcht em einziges.

Ver»,i?chkes.

* Ein neuer Borschlag zr Kaninchenzucht. Tie Faazr kr Benvvrtting von jpamnchrn als Nahrungsmittel wurde bei uns zur Knegszeit bereits mehrfach aufgeworfen, ohne daß inan Pier der zu ernem wibklch positiven Ergebnis gelangt wäre ^z'in allgemeinen hegt der Deutsch? nach wie vor eine mehr oder wemger ausgeprägte Abneigung, Vor dem Kamiichmflestch, jvährend rn Frankreich das Kmunchen als billige Volks,mhrmrg, in England wgar als Lech-rbrsteu auf der Tafel der Reichnr schon seit langen! geschätzt urnrbe. Nunmehr schlügt SB. SB. Bechtle im nächsten He

?Ä !dK " in.Dttrttgart erscheinenden

ZeitschriftUeber Land uud Meer" eine neue Art der Ka im iichen z ilcht vor, die ans billßwm Woge ein'auch für unseren Geschmack schätzenswertes Kaninchenfleisch hervorbriiigen könne. Er meint nainlicki, dal; das Fleisch unserer Kaninchen mir darnm so lvemg schnkacklttst sei, weil es sch ausnahmslos um dumpf dahinvegetierende Stalltiere l-andelt. Während die Franzose,' sich hieraus Nichts machen, würden die Deutschen sich in dieser' Be- Siehung hmsichtlch der tz^eschmackseinrichtiing kaum ändern. Das buollsck .' Wildkaninchen läßt liiair au^Jaadbesitz,Ingen in völliger Freiheit aufwachsen, es wird mie Wildbret geschossen, schmeckt ausgezerckmet kann aber niemals ein Swlksnahcungsmittel werden weil der sck^ade, den die Kaninchen in ungebundener Freiheit ver­ursachen ans die Tan er nur von einem sehr begüterten Lieblmber ausgehalten norden kann. Ter neue Vorschlag Bechtles zielt nun ***^, 311 ,Hajen den genannten beiden Ertremen einen Mittelweg > FU wählen, nämlrch künstliche Kaninchenkolviiien im Freien anzn- legen. Zuchttiere würden sch hierfür nicht die ausländischen degenerierten Kamnchen, z. B. diebelgischen Riesen" eignen, sondern die deullchen srlberkanimck-en, die jedes Wetter, jedes ,nn<er, iede Bedmdli'ug ohne Scknden ertragen, niemals die

!klbst nach dreimaliger Inzucht nicht lEich ^ des neuen Zuchtsystems ist niäst, wie HW« o m sondern ihm Fleisch nndAÄ

Voranzusetzen Zu diesem Zweck sollen die deutschen Silber«, vanincheir tu sandigem, )oettergeschützlem Land ausgesetzt werden, tzni emer ntt ^rmenAcken, welchen Grasarten und Kleesaat LebedieW

Baue im Freien angelegt werden- soz. kleine Wildparks mit Schlupfwinkeln und sonnigen Sandplätzen, ^as ganze Landstuck ist rmgsnw bis zur Tiefe mm 1 Meter mit einem unterirdlsaMn Zementwall zu umgeben, um das Tnvchfi graben der Zkamnchen, gleichwie das Emschlüpsen W\ Raubzeug 511 verhindern, so können die Kaninchen vom stall wieder in die Freiheit zurückgeführt werden, sie würden in der gewünschten Weise rerwildcrn, zum Vorteile des Geschmacks ihr Fleisch verändern, ohne den in völliger Freiheit üblichen Schaden anrichten zu können. Fleisch und ?yeU würden demnach die bei uns biSl)er nicht belauiite Güte erhalten, und auch der Sport käme nicht zu kurz, da mau die Kaninchen in der Kolonie nichck mit Schlingen fangen, soirdern regelreckst mit der Flinte schießen sollte. So würde aus dem rn Aeickschland bisher mißachteten Kaninchen in verhältnismäßig kurzer Zeit ein erstklassiger Sonntagsbraten werden.

- * T i ine s - A n z e ige n. Der nnterzeichnete Kommandant

eruer- Infanterie-Abteilung an der Westfront ersucht dringend nur sofortige Uebersendung von Teunisbällen, die auch eine Art Munition darstellen, indem sie den Offensivgeist der Soldaten wachl-alteii. Es gilt kein bloßes Sßngnügen, sondern das prakttsche Wohl der Nation. Die AusbildungSschnle für »oeibliche Schutz- - Zöglinge! Es wird daraus aufmerksam gemacht, daß

lebe Frau eine eigene, ihr passende Uniform mitbringen muß. l

Gieszener Harrssrauen-Berern. Kochlttiwetfnngeir.

Sättigende Suppe. Eine große Zwiebel ivird in dünne Scherben geschnitten, in etwas Fett und wenig Wasser reich ge» dänlpft. Ist das Wasser verdampft, so gibt man kteingeschnittenes Suppengrün dazu und läßt es eb.mfalls ansckyvitzen. gießt die nötige Menge tzvarineS Wasser daran und fügt 1 / 4 Pfund Gerste ober Haferflocken hirrzu, läßt sehr weich kochen, treibt durch, gibt entweder rohe oder besser vorher gekochte, in Scheiben geMnitteNd Mrtoffeln noch ßoarm dazir. f

Ge d a in p f t c Kartoffeln mit Zwiebel n. Am besten eignen sich kleine, runde Kartoffeln, die geschält nnd gewaschen ioerden, bis sie ganz weiß sind. Zn 4 Pfund Kartoffeln rechnet inan 1 Teller sein gewiegte Zwiebeln, belegt die Kartoffeln lagen- iveise damit, fügt etwas Fett Rrhtzu, salzt und pfeffert nach Ge^ schmack, gießt so viel Wpffer daran, daß sie knapp bedeckt sind, und läßt sie fest zugedeckt weichdämpfen.

Gebackener Spargel mit H a fe r f l 0 cke n. Die Haserslocken werden mit kaltem Wasser aufgestellt und weich ge­kocht, tvas nach dem Aukochen in der Kochkiste geschel>eu kann. Üuk recht sparsam zu verfahren, gießt mau von der Flüssigkeit etwas zu Suppen ab. Die zurückbleibenden Flockeir läßt mau erkalten, während mau düime, geschälte, in Stlicke geschnittene Spargels stanaeu balbgar kochen läßt. Die Haferflockei: mischt man mit eltoas Salz, rrwuu mair es dararmn'ndeir iui.ll mit einem Et, etwas geriebener Muskatnuß und den Spargelstückchen, füllt die Masse m die uut Fett ausgestrichene Blech form, bestreut sie mit Reib-< bvot und Fett und läßt die Speise 50 bis 60 Minuten in mäßig heißem Ösen braten. Kann man die Oberfläche mit etwas ge-, riebenem Käse bestreuen, so ist die Speise um so pikanter tgi.' Geschmack. ' >

Büdcrrcftfc!.

(Auflösung in nächster Nummer.)

Mislösung des magischen Quadrats in voriger N'lMttner^ ^ WALL '

Schrtstleltung: Fr. N. Zenz.Zivillingsrunddruck und Verlag der Brühl

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'lcbeu Unioersität2-Auch. und Steindruckerei. R. Lange, Gießen