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Än der Stätte der Himmelfahrt.
Zum tzimmelfahrkstage, 17 . Mai.
Vmi allen Wundern bet* Bibel ist die Entrückung des Herrn, deren Gedächtnis die Himmelstchrödfeier gilt, eines der geheimnisvollsten. Er ward aufgehoben gen Himmel, ^en Hinkmel — so berichten kurz die Evangelien. Schon im Jahre 315 zeigten die Christen die Stätte der Himmelfahrt. Auf den: Oelberge bei Jerusalem glaubten r.r • S ^chuden zu haben, lvofür der Bericht der Apostelgeschichte einen Anhalt gibt, obwohl gerade Lukas im Evan- gelmm einen Widerspruch m dieser Ortsangabe enthält. Allem die christliche lleb erliefe rrrng hat an dieser Stätte be i Hnnmelsahrt zähe sestgehalteil; viele Kirchen, Klöster und Kapellen such im Lanfe der Jahrhunderte hier errichtet worden, und die eigentliche £niinnelsahrtskirche, die über
Stialte der Entrückung errichtet wurde, hat mancherlei Gestalt angenommen; sie lourde von Christen erbaut und lnngebaut, von den Sarazeiren zershöpt, danil lvieder auf- gebaut, fte diente als Moschee und als christliche Gottes- tatte, und heute, wo sie seit Jahrhunderten im Besitze der Krrche ist, feiern die Christen alljährlich in ihr das Fest der Htnmielfahrt. Und in der Tat, hierzu ist jene heilige Stätte jo recht angetan- Bon, Oelberge, der höchsten Kuppe bei Jerusalem, schlveift der Blick über das Häusermeer der Stadt mit beit Kuppeln, Minarets und Kirchtürmen, und in weiter Rundung erfaßt das Auge aus dem herrlichen Rundblicke so manche Statte, die mit dem Leben Jesu eng oerknuvft ist dtach Süden, zu schlängelt sich der Weg, der gen Bethlehem fuhrt, im Südosten lugen hinter einer Bergkuppe einzelne Hauser Bethaniens hervor.
Die Stätte der Himmelfahrt selbst weiß von vielen Wundern zu erzählen. Wohl das größte darunter sind die Spuren des Herrn, die er beim Auffahren gen Himmel Jur"- fr” cn un ^ ^it vielen Jahrhunderten dort den Maubtgen gezeigt lverdeu. Die ältest Himmelfahrtskirche, die hier stand, war über dieser Wunderstätte dachlos; die Stelle der Spuren konnte überdies nicht mit Marmor belegt oder gepflastert lverden, da der Boden inrmer alles wegspie, tw& Menschenhand anzubringen suchte, so daß . 6^b)en Raume der Basilika der Boden loie ein Rasen Mn blieb und der alte Erdstaub für die Verehrer beu Ein- brück der gotMcl>en Füße bewahrte. Und obwohl — schon nn vierten Jahrhundert — täglich Scharen von Walljahre rn die Stätte der Hinnnelsahrt besuchten, erlitt der Boden doch keinen Schaden und behielt sein unverändertes Aussehen, m, so berichtet die lleberlieferung weiter, obwohl die Wallfahrer gerne eine Haudvoll von der heiligen (Me, ans der der Herr zuletzt gestanden hatte, nntznnehmen pflegten, blieb der Boden mit den Eindrücken der Füße unverändert. Ms Lichtberg war der Oelberg seit alters bekannt; ans senver Zknppe hatten die Inden regelnräßig zuerst die Ren lahrs seine r entzündet, und das Jeiierzeichen tvaird auf dem Berge Sertebo erwidert und ging iveiter.
bis allenthalben in Israel die Feuerbrände lohten. Ms die Hinrcnelfahrtskirck-e auf dein Oelberge erstanden war, bereit er den Namen des Lichtberges mit Recht bei; in der .'cacht des Hinrmelfahrtsfestes brannten in der Kirche nicht ^cr die getvöhnlichen acht Lampen, sonderrt es funkelten unzählig viele, so daß von ihrem Scheine nicht nur der ganze Oelberg erleuchtet wurde, sondern der Helle Schein aus die näheren Teile der Stadt fiel und es aussah, als ob dre Berg kuppe brannte, wenn man von Jerusalem aus den Blick auf sie richtete. Die Christen in Jerusalem liebten es, die Nacht zur Hinimelsahrtsfeier ans dem Oelberge zu benutzen. Seit deni 17. Jahrhundert-gibt es zahlreiche Berichte, dre davon erzählen, ivie die Christen nachts mit brennenden Kerzen den .Oelberg erstiegen, zur Mitternacht die Matu- tnia sangen und aus tragbaren Altären, die über die Stätte der heiligen Fußspur gestellt umrden, das Meßopfer feierten, wie sie zu anderen Malerl wieder in dem Borhofe nachts ihre Zelte aufschlugen, Teppiche ansbreiteten, das Fest mit großer Pracht begingen und den Gipfel belench.
teten, so daß der Oelor“ c - -- -
erglänzte.
'erg, der Berg des Lichtes, weithin
Der Verräter.
Bon Vöartin Proskauer.
Der Kviwiwndont der Festung betrat mit dem Vorsteher der Munittoiisfabrit den großen tz»f, auf de«! SAareu non Soldaten beschäftigt waren, Kytxn m hahen Stapeln «uf&itfteMai. Ratten,d ntljreit riesige Lastautos daz»m,chen und schlepKen fauchend ihr« Ladungen Mm A>r hmanS.
.Ter Ob-chtivvllde eben «ÜrüZ sagen, als ihn ein fernes dlunpfe« Pvasteln, anschcrnend oon Festmigskmerten. vvin Westm lnr lauschend den Kopf heben ticfj.
Ta beugte sich auch schon ein Soldat tvm Dache der Fabril ilnd ries laut und lauggezogen in den Hvf:
„Achtnng! — Flieger!" —
Gleichzeitig kEder ten die Maschine!igttoehve wm den Dächern oer Mnttikioiisfabrck in beit blauen Hiinnrel hinein, die Fahrer
ranantos kurbelten ^ihre Wagen au, wendeteu sie kurz um E. , dchren ste ut beu Schuß der Schuppen, die sich rings um das G,'viert des Vofies zogen.
Die arbeitercheu Sowaten sprangen in die Türen der Häuser, E beiden Offiziere traten in den nächsten Torbogen
~ Ebenso rasch verstumm Nu die Maschinenaeioehre, und nach -chu Minuten klang der eintönige Ruf des Wächters iwmDach-
„Flieger — außer — Sicht?"
w Acichmütig traten die Soldaten aus ihren Deckmrgen an die Arbeit zuruck. Der Hauptumun ging mir denk Dbevft schnuigend }. r beu Hos tu das Bureau. Hier winkte er den Schreibern mnauszugehen, dann sagte er:
.. >^.rr Oberst, das ist das dritte Mal in der lebten Wockx'. vch
ich Munitrou verladen tage, mw noch jedesmal tntteii u>u der Besuch der serndlickxn Flieger!"
„Nun und?"
„Und d«se Regelmäßigkeit macht rnich mißtrauisch. Es kann ic leui, daß dre Flieger ohnehin Ersuchen, unserer Festung etnS auss-iUrnschem w«il ste so dicht hinter der Front liegt; ich


