versteht, wird vor allem darauf bedacht sein, das Euter während des Melkens abwechselnd zu streichen und zu beklopfen und es ganz rein auszumelken,' wer dies unterläßt, schadet auch der Gesundheit des Tieres. In England hat man, seitdem es an Arbeitskräften in den lairdwirkschaftlichen Betrieben mangelt, für die zuin Ersatz herangczogenen ungeübten Hilfskräfte Melkersclpllen eingerichtet- in Deutschland besteht eine solche schon seit mehre- ren Jahren in Memmingen: sie ftndet reichen Zuspruch und die von ihr gelehrte besondere Methode des Melkens hat die Milcherzeugung in der dortigen Gegend aufs günstigste beeinflußt.
** Marmeladekrebs u n d K a tz e n k n o ch e n. Unter diesen schönen Titeln segeln die neuesten Phanlasieinelonngen, mit denen die französische Presse wieder einmal beweisen will, daß Deutschland endgültig am Verhungern sei. So seht der „Gaulois" seinen Leiern einen natürlich au§ allerbester Geheimguelle stammenden Bericht vor. nach welchem in Hamburg täglich' 30 bis 50 Arbeiterkinder am - Marmeladckrebs sterben! Damit soll natürlich unwiderleglich dargetan werden, daß man in Hamburg überhaupt nur noch von Marmelade lebe. Ebenso typisch und bezeichnend für den nimmermüden, sich selbst überbietenden Er- findungsgeist der französischen Presse ist eine andere französische Meldung, die zu erzählen weiß, daß in München bei einer Magenoperation die Aerzte zrl ihrem größten Erstaunen in, Magen des Krankeil euren 3 Zentimeter laugen — Katzenknochen gesunden hätten, der dem Patienten begreiflicherweise erhebliches Unbehagen verursacht hätte. . . Es ist wirtlich schade, daß die„Entente-Enten" nicht als menschliche Nahrung zu gebrauchen siud, denir in diesem Falle könnte Deutschland sich mit der denkbar größten Leichtigkeit aus dem großeir Ententeiche der Entente ernähren.
Der vielseitige Dachs. Auf die unter den gegenwärtigen Unrständen besonderes Interesse verdienende Verwendbarkeit des Dachses zu Genuß- und Industriezwecken macht neuerdings die deutsche landivirtschaftliche Presse aufmerksam. Demnach bestände bisher gegen den Dachs ein ebenso unberechtigtes Vorurteil, wie es früher in Deutschland den Kaninchen gegenüber an den Tag gelegt iviirde. Wie aber die Kriegsbedürfmffe das Kaninchen zrl Ehren gebracht und bewiesen haben, daß sich daraus ein ebenso wohlschnreckeirder ,vie nahrhafter Braten herstelleir läßt, so fei es an der Zeit, auch des Dachses zrl gedenken, dessen Fleisch rnrd Fett durchaus genießbar sind. Nach bem Bericht einer GutSbesitzerS- frar» ist das Tachsfett — gewaschen, klein geschnitteir uitb aus- gebraten — vorzüglich uird eignet sich ausgezeichnet als Brotaufstrich. Jedenfalls ist es viel bester als die Mehrzahl der heilte in, Handel befindlichen Ersatzfette. Voin Fleisch sind besonders Rücken, Blatt lind Schinken für die Küche geeignet. Es ähnelt an Geschmack und Geruch denr Schweinefleisch, und auch das Rippen- fleisch wird, mit Gemüse zusammen gekocht, einpsohlen. Tie Vielseitigkeit des Dachses macht ihn aber auch für die Seifenherstellung nutzbar. Schließlich ,vird auch der Igel für die Seifengewinurmg empfohlen, wobei noch zu erwähnen ist, daß sowohl Dachs wie Igel der Landwirtschaft Schaden antun und daher ihre Verwendung als Braten oder Seife doppelt nützlich erschiene.
* Das Automobil auf Schienen. Der Erprobung des praktischen Wertes einer Verbindung von Eisenbahnschienenweg und Kraftwagen die,len die lieuesten Versiiche, die gegenwärtig im Heer der Vereinigten Staaten ailsgeführt werden. Es handelt sich, wie einer diesbezüglichen Mitteilung des „Prometheus" zu entnehmen ist, darum, in geeigneten Fällen den Schieneniveg an Stelle etwa vorhandener schlechter Landstraßen für das Automobil zu verwenden. Zu diesem Zwecke erhalten die Automobile Schienen- radreifen auS Eisen, die in je zwei Hälften über die Räder des KrastwagenS montiert werden können. Auf diese Weise kann daS Automobil jederzeit den Schienenweg benutzen, nur muß natürlich die Radachfenbreite der Schienenbreite entsprechen oder nach Bedarf verstellbar sein. Man verspricht sich hiervon besonders für schwere Lastautos in Gegenden mit schlechten Straßen eine bemerkenswerte Erleichterung. Die Schienenreifen können jederzeit sehr leicht wieder abmoittievt werden, woraus das Automobil wieder wie sonst über Land fährt. Die bisher angestellten Versuche sollen äußerst güustig verlaiisen sein.
* D i e E ,l g l ä ,i d e r müssen die s ch m ,l h i g e Wäsche d e r F r a n z o f e n waschen. Der Kohlenmangel in Frankreich hat die Franzosen neuerlich in eine arge Verlegenheit gebracht. Zahlreiche Wäscherinnen, die durch den Kohlemnangel zur Untätigkeit gezwungen wurden, sind in die Munitionswerkstatten ab- geivandert, ivohln sie übrigens auch durch die größeren Verdienstmöglichkelten gelockt wllrden. Seit einiqen Tagen wird die gewaschene Wäsche nur sehr nnregeltnäßig geliefert, oft kommt die Wasche a,lch ilngewaschen zurück, da es in fast allen Waschanstalten sowohl an Kohlen ,vie an Arbeitskräften mangelt. Darum wirb, wie die Pariser Presse bemerkt, den Franzoseil nichts andere? übrig bleiben, als ihre Wäsche in englischen Waschanstalten reinigen zu lasten. Da aber die Transportschivierigkeiten ohnedies schon groß genug sind, dürfte die Hin- »md Herreise der Wäsche nicht geringe Zeit in Anspruch nehmen, so daß am Kriegshimmel der Pariser als neuestes Gespenst die Wäschenot in Er- fcheinllng tritt'
p.,, ... . Arabische Sprichwörter
stürzt ,Ue,C ^ "er Blinde einer Grube aus, in die der Sehende
*
zu lange in der Oase wohnt, sehnt sich nach der Wüste.
r.wÄs Ciu ^"inger die Wahrheit spricht, fo sagt man: „Du lügst , und wenn ein Großer lugt, preist man seine Wahrhaftigkeit.
Die Waffe der Schwachen ist das Klagen.
I. W. Schmidt in der Zeitschrift „lieber Land und Meer*
vüchertisch.
- Hans und Pierre. Eine lustige Schützenaraben- geschichte vo»i Arpad Schmidhammer. 18 farbige und getönte Voll- und Testbilder ( 21 :27 Ztm. groß), ©ebb. Mk. 1 , 50 . Verlag von Jos. Scholz in Mainz. - Hier hat Arpad Schmidhammer bCr e t m J* ÖfU,£ \ e8 Kriegsbilderbuch geschaffen, das immer wieder ?»/sucht.. werden wird. Eine höchst ergötzliche Schützengrabengeschichte erzählt in Bild imb Wort von dem armen Franzosen jd ^e und dem prächtigen Deutschen Hans, die sich beide drmchen m Felde gegenuberliegen und einander zu erwischen suchen. Schließ- Uch gelingt es dem klugen Hans, auf höchst bemerkenswerte Weise £*2 J/ erre Langen zu nehmen: krasser Hunger hat ben Aermsten
SS t),er ™ lebcv koinmt der ganze gesunde, nrdeutsche
Humor 'Schinldhaiiimers zum Ausdruck.
b.,vo“ -S 3 'I ’o" ® ' A.2S, Walter Homan» von Birken.
™° b » yrin ,t> i? er£a 9 der Wiking-Bücher, Leipzig.» Gebunden 1 Mark. — Der Roman, der de» Leser mitten in die ' hinemversetzt, schlägt uns durch die gewaltige Spannung und die glanzende, dramat, ch wirkend- Erzählungskunst ganz in lemen Bann. D.e seelischen Konst,kle, die Kä.nple dieser'Per,-Len d,° der Krwg zusammengeiührt hat, sind so packend ge childer . daß
mch.Vd°7'ÄL L'^ den. man sich
„Ein fröhlicher Bursch" ist der aan^D^uk^^ Nummer des zweiten Jahrgangs der längst über ^»^"lschland und darüber hinaus verbreiteten Wochenschrift Erft während des Krieges erstanden, hat sich diese Zeitschrift schnell m allen Kreifen gut eingebürgert. Jede Nund- «.uch rn vielen Dausenden an die Front, wo diese Lektlire besonders geschätzt wird. Es ist auch wirklich beachtenswert letzt für den ungewöhnlich billigen Preis von 10 Pfennig Cm ^ftlmdlges Werk allererster Lllnwren in vornehmer Ausstattung mrd bequemer Werse erhalten kann. Nebenbei bemerkt ,Vierteljahr ein oder zwei Nunmniem künstlerisch illustriert. Allen, denen diese schöne Zeitschrift noch föruj* b o ,>Die kWeltliteratur" Walchoa
ro; ^^ldrchen 2 gerne etite PwbEummer zur Kenntnis- nahine. Wir aber empschlen gedem ,,Die Welt-Lftevatur" zü darauf hinzuwerseu, wo besonders unser« fynwttttodjfeTtbc .A^llend noch allzusehr im Banne der das Volksempfinden vergiftenden Schundliteratur liegt.
“ D er Tür ,n er (Kriegsausgabe). Herausgeber: I. E. Frhr.
£• m-0"huß. Vierteliahrltch (6 Hefte) 4 Mk. 60 Pfg., Einzäheft 0 dß Probeheft portofrei (Stuttgart, ©reiner & Pfeiffer). J Aus M. m n? nÖa ! te *; be ® ^ Eiten Ianuarheftes : Hindenburg und die Neuorientierung. Von Prof. Dr. Ed. Heyck. - Die Jugend- freunde. Von Hans Schoenfeld. — Elsaß-Lothringische VaterlandS- gedanken. Don G. Ernst. — Im Vorbeigehen. Von Julius Kreis.
- Etwas anderes über das „Reden mit Gott". Von einem Feld- grauen. - Moderne Prophetie. Von Georg Korf. - Etnvtel- ft'Eiger Standesherr. — Engländer und Englandnarren. — Die Germanüatwn der Erde. - Die neuvlämische Bewegung. — Wenn du den Friederr willst. - Legendeir. Von Ed. Heyck. — Dentfck- ^Eorg.Göhler. — Bilder aus dem deutschen der Marie -Kunstbeiigg. """"' ^ebnch: Ter Krieg. - Ans
— I a h r b u ch fü r D e u t s ch e P ri v a t b e a m t e 1 S 1 7.
Herausgegeben vom Direktorium des Deutschen Privatbeamten- Vereins zu Magdebrirg. Preis bet portofreier Zustelliing 30 Pfg.
Logogrlph.
Es hat in inancher stillen Nacht Dem kranken Herzeii Trost gebracht.
Mit A fügt sich's m buntem Kranz,
Mit O erscheint's im Frühlingsglanz.
Auslösung in nächster Nummer.
Auflösung der Schach-Ausgabe in voriger Nummert W. Kpl, De3, Tc7, d4, L a 2, h2, Sd7, Bc5, d2.
Schiv. Kb4. Dc4, a3, a4, a 5, g2, h3.
1. Sd7— b8, Dd4; 2 Tb7. Kc5; 3. dB. - 1 Kb5
2. Dc8 +, Kb4 3 Dc6.
Schrijllettung: Fr. R. Zenz. - Zwittingsrunddruck uub Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei.
R. Lange, Gießen.


