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der Str^ekotz'sche Besitz $u Queckborn ntit dem Aussterbsn der Familie 1474, wo der letzte Strebekotz bei der Belagerung von! Neuß a. Rh. fiel, an die von Habel überging, erscheint die .Bing spater als Nöarbnrger Universitätslehen, wird also von einem der beiden zur Gründung der Hochschule benutzten reichen Klöster, dem Zlntoniterklosber zu Grünberg oder dein 9Lonnenklojter zu Wrrberg erworben gewesen sein. Im porigen Jahrhundert hatten die Grafen! zu Lehrbuch den Zehnten zu Lauter uird ließen ihn sich 1842 mit bareil 6840 Gulden ablöscn.

Wer war mln vor den Herren von Strebekotz Burgherr auf der Bing? Darüber gibt wohl folgende Zusammenstellung ziem'llch schlüssige Auskunft. Ohne weiteres dürfte klar sein, daß die Herren ursprünglich von -Bing oder tvohl besservon der Bing" ge­heißen haben. Bei Kraft, Geschichte von Gießen und Umgegend, S. 204, finde ich, daß bei den Herrerr von Queckborn von 1106 bis 1250 öfter ein Arnold vorkommt, daß ein Arnoldus rufus (der rote) als Mainzer Vasall und Zeuge in Urkunden von 1171 bis 1189 bezw. 1194 erscheint,und wird nach der Zeit, in der er lebte, und der für ihn vorkommenden Bezeichnung de Pinguia (er war also wahrscheinlich Burgmaim in Burgen) als eine andere Per­sönlichkeit betrachtet werden müssen." In einer Anmerkung daselbst: die ältesten Glieder der Familie von Queckborn zeigen sich in Mainzer Urkunden, und da Mainz Ansprüche an die Gegend von Grünberg bildete, erklärt sich auch die Verbindung mit dem Erzstift." S. 205 ebenda: Aus einer Urkuiide des Eberhard Waro (von Hagen)von 1180 geht hervor, daß dieserArnoldus rnfus einen Sohn Eberhard und zlvei geistliche Brüder, Eberhard ilnd Konrad hatte, iind die Besitzungen der Herren voii Hagen ilnd Arnsburg erstreckten sich bis bei Queckborn: aber damit kommen wir seiner Herkunft nicht näher."

Da für diesen Arnold den Roten alles aus die Gegeiid Grün- borg und Queckborn hinweist und wir fi'tr die verödete Burg auf der Bing nach einem Geschlecht suchen müssen, so iverden wir wohl unseren Arirold den Roten voll Bingen wieder aut sein Stamm­schloßdie Bürg" versetzen müssen. Wir hätten also zu den im Burgwald liegenden spärlichen Resten der Burg von der Bing nunmehr auch urkundlich den Herren von der Bing - de Pinjguia und gleich vier mit einander gesunden.

Arnoldus ruius Eberhard Konrad

Mainzer Versal! Geistlich Geistlich

11711194 1189 1189

I

Eberhard.

Durch da? Vorkommen der beiden Geistlichen ist ivie bei so mallchenr tüchtige» Rittergeschlecht das Aussterben des Hauses lind der Hochschul- bezw. Kloster-Besitz zu Lauter verstäildlich. Ta die Herren von Strebekob beide, eine Pfarrei bildenden Orte Queck­born ulld Lauter besaßenj, so ist auch für ihre Vorgänger, die Herren von Queckborn, der gleiche Besitzstand zu vermuten. Durch Heirat mag früh eilte Verbindung der beiden Nachbargeschlechter und nach den: Aussterben des MannesftaiNMes eine Aufsaugung des kleineren Dinger Besitzes durch den größeren Queckbörner stattgefunden haben. Vielleicht, daß auch eine Seitenlinie von Queckborn den Mannesstamm aus der Bing ersetzte. Beidental ist das Vor- kommcn des Namens Arnold solvohl zu Queckborn als auf der Bing erklärt.

Q u e ck b o r n , 30. 10. 16. Friedrich Schick.

vermischtes.

* Der deutsche Hel m. Hierzu schreibt Avenarius im zweiten Oktoberheft desDeutschen Willens" (Kunstwart): Haben wir denn einen? Wir haben diePickelhaube", den Landwehr- Helm", den . . . ^ja richttg: wir haben den neuen Stahlhelm draußen in den Schützengräben, lind ich meine: aus diesem Helm sollte der deutsche Helm Iverden. Es hat lange gedauert, bis wir ihrr eingesührt haben. Die Franzosen und die Engländer hatten schon längst Stahlhelme, als nnr noch probten und immer wieder probten. Aber was lange gewährt, ward gut. Es ist, soviel wir hören konnten, nur eine Stimme darüber, daß der deutsche Stahl­helm am besten von alten schützt, die jetzt in Gebrauch sind. Nur eine (Stimme auch darüber, daß er am wenigsten stört und am be­quemsten sitzt. Aber mich das ist wieder da, was immer noch vielen wunderbar erscl>eirtt: dieser Helm, der rein aus Versuchen auf das Zweckmäßige hin entstanden ist, ist auch der schönste aller modernen Stahlhelme. In seiner vollendeten Schmucklosig­keit ist er ganz Gestalt, ganz Ausdruck. Und nicht nuran sich" ist er schön, er steht auch seinem Träger gut. Nicht bloßmartia­lischen" Gesichtern, auch feinen er bildet eben einen RoHin.cn. der jedes Gesicht vor allem einmal isoliert und deshalb für sich zur Geltung kommen läßt.

Wollen wir nicht die Form dieses Helms auch für den Frieden bewahren und aus ihr beit deutschen Helm bilden?

Die Pickelhaube ist für den größten Test Deutschlands in kernem-Sinne geschichtlich überliefert, sie ist für ihn durchaus kerne hrstorsiche Tracht, in ihrer jetzigen Form ist sie das nicht einmal für Preußen; oru alten hohen preußisch«» Pickelhaiwe

ist sogar wünsch englischer Helm ähnlicher, als der bisherige deutsche. Daß er nicht praktisch ist, wird für den Ernstfall durch seinen Stoffüberzug ausdrücklich bezeugt, dieBlitzableiter"-Spitze Muß aber auch noch abgeschraubt werden, wenn sie nicht über den Graben signalisieren soll: Obacht, hier ist wer. Ueber andere Eigen­schaftenpraktischer" Art diesesHelmes" wolle man Kriegs- teilnehmer fragen, hier 'kann die Höflichkett darüber schweigen. Was dieSciwnheit" anbelangt, so wäre aussichtslos ein Vev- ständigungsversuch mit solchen Augen, denen diese Sammlung von Fvrnrrudimenten (wie denSchirmen") irno von Blech­ornamenten auf pappevner Grundlage gefällt. Gibt es aber noch viele?

Aus Stahl brauchten wir den neuen Helin nur für die Zwecke, für die man ihn jetzt braucht. Der Friedenshelm ließe sich mit

E i geringfügigen Veräirderungen derselben Form ohne jede stlrchkeit auch mit Leder, Tuch, Flechtwerk berstellen. Der g wird denKampshelm" so könnten wir den Stahlhelm auch nennen schnell volkstümlich machen. Wahrten wir ihn, so würde dmnit zugleich eine stolze Erinnerung an die schwersten unserer Kämpfe gewahrt. Wollten wir ihn doch wahren! Und so, da» keine blinkernde Aufpntzerei die schöne Sachlichkeit seiner Form verzierlichte und verwitzelte!

Vüchertisch.

.Der d e u t s ch - T e u s e i* von Karl® in il Franzos. Mit Bildnis Franzos', Einleitung von Dr. Ernst Schulde und 7 Bildern von Ludwig Berwald. (Volksbücher" Heft 4#) Ge­heftet 40 Pfennig, gebunb.n 80 Pfennig Verlag der Deutschen Dichter-Gedächtuis-Stiftunff in Hamburg-Großborstel.

Deutsche U°Boot-Taten in Bild und Wort von Professor Willy S t ö w e r. Herausgegeben von der Reichs- marinestiftung, Berlin W. 10, Königin-Augusta-Straße 38/42. Unter diesem Titel erscheint soeben dos erste von Künstlerhand ge­schaffene Werk über den Krenzerkrieg durch U-Boote. Es schildert in 10 vollsarbigen Bildern mit begleitendem Text von Professor Willy Stower das Heldentum des Ü-Boot-Lebens von Beginn des Krieges an. Handlung und Stimmung wechseln in packender Weise. Im Morgengrauen sehen wir0 9" anstanchend, dann folgt die Torpedierung der englischen KreuzerAboukir",Hoque" und Cressy*. In der Nordsee wird ein Segler mit Bannware an- gehalten. Im Atlantik ein Vollschiff aufgebracht, und so folgt eine Reihe fesselnder Biloer dis Konstantinopel und Ins Schwarze Meer Dieses Werk ist für die Friedenswohlsahrtszwecke der Reichs- marinestistung bestimmt und soll unseren blauen Jungen, die draußen im Kamps und Sturm ihr Leben einsetzen, zugute kommen. Es soll die Not der Seeleute lindern Hellen. Der niedrige Preis von Mk. 2,50 ermöglicht fast jedem die Anschaffung.

EnglandsKultur" inbarbarischer" Be­leuchtung (Wien, Verlag EnglandsKultur" III., Kolonitz- gaffe 9), ein Buch von großer Bedeutung, ist soeben erschienen und lie^t uns vor. Viel zu lange hat es gedauert, unseren ursächlichen Feinden auf ihre Anwürfe: wir seien ein Volk von Barbaren, eine wuchtige Antwort zu geben. Es ist ein großes Verdienst, das sich der Herausgeber dieses Buches um uns erwirbt, indem er uns zu gegebener Zeit ein Buch auf den Tisch legt, welches einen wich­tigen Teil der bestehenden Sitten (Unsitten),den Jungfrauen- Handel" in England, scharf beleuchtet ans Wiedergaben der entsetz­lichen Artikelserie ans dem Jahre 1885 derPall Mall Gazette" in London. Es hat sich nichts geändert in den 31 Jahren. DaS Buch wird in allen Kreisen Aufsehen erregen. Der Verlag kündigt gleichzeitig eine Folge an:England in der Kritik seiner bedeu­tendsten Autoren." ES ist angeblich bereits im Druck.

vexlrrrStsel.

Er wurde vor Gericht geladen,

Doch wer nicht pünktlich kam, war er.

Er schrieb, es sei sein alter Schaden,

Das Lausen fall' ihm gar so schwer.

Brauchst nicht zu fragen, was ihn quälte. Der Grund ist wirklich völlig klar;

Denn als er im Gericht nun fehlte,

Ergab sich, was sein Leiden war. (Auflösung in nächster Nummer.)

Auflösung der Skataufgabe in voriger Nummer: (Abkürzungen: tr Treff, v Pique, c Coeur, car = Carreau, trB = Treff-Bube, pA = Pique-, cD = Coeur-Dame u. s. f.)

Im Skat liegen o9 und oA. Mittelhand hat trv, trA, v8, pD, pK, pA, car9, carB, carD, carA, Hinterhand den Rest. Spielgang :

1. V. car7 M. carA H. pB.

2. M. carD H. pZ B. carZ.

3. M. carB H. fcrK V. car8.

Jetzt spielt M. die car9 aus, wobei V. mit carK üdev» stechen muß.

Schristleitung: Fr. R. Zenz. .Kwillingsrunddrin* ««*» h«r Brühl'scben Uninerlltäts-Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen.