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Halloh —", bei: Wirt wies sie mit einer wuchtigen Bewegung seines muskulösen Armes von sch, „Sie werden mich nicht an- zeigen! Teim lvenn Sie es täten, ivürdeu sie sch Beide unsterblich blamieren! . ..
„Kssss! . . . machte Black in bleicher Wut. Mehr konnte xr lucht sagen Gibbs kinckte zusammen: Es war :mr Lu wahr! Wnlu inan so blöde getoesen war, konnte inan nichts besseres tun, als wohlroeislich das Maul zu halten.
Stumm zogen GilDS und Mack sich an; stumm wandten sie sich zur Türe. Aber da trat der Wirt ihnen entgegen: „Drei Pfund," sagte er, die Rechnung des Llbends präsentierend.
Gibbs rmd Black keuchten vor Wut, Scham mrd Ohnmacht. Sie zahlten mit unsäglich finsteren Gesichtern und schmissen die blinde Glastüre krachend hinter sich ins Schloß.
Ter Wirt Baker aber zählte schmunzelnd das Geld in die Kasse. Tann trat er an den verlassenen Tisch, setzte sich behaglich nieder und schenkte sich selbst aus der letzten Flasche ein. Tenn zur Feier dieses kleinen Privatsieges 4oar es wohl angebracht, aus eigene Kosten ein Glas Champagner zu leeren.
Vücherllsch.
— Erust Schubert. Der Sturmwind Gottes. Zwei Erzählungen. Mit einem Bildnis und einem Vorwort von Peter Hamecher. (Grote'sche Sammlung von Werken zeitgenössischer Schriftsteller Band 126.) XU und 363 Seiten, 8 °. Geheftet 4 Mk.. geb. 5 Mk., Berlin, G. Grote. — Einuuddreißigjährig fiel am 33. Dezember 1915 in der Champagne Ernst Schubert, nach- dein er soeben erst durch sein schönes Buch „Ruhm, ein Novellenkranz um Friedrich den Großen" feinen Rainen bekannt gemacht hatte. Der vorliege»ide Baud vereinigt aus dein Nachlaß zwei weitere, bereits vor „Ruhm* entftanbene Dichtungen Schuberts. »Der Sturmwind Gottes" erzählt in fortreißeudem Balladentempo eine Episode aus dem Dreißigjährigen Kriege, die Schicksale einer schlesischen Landschaft, die in dieser furchtbaren Zeit mit Burgen, Dörfern, Menschen unb Tieren allmählich völliger Verivüstirng an- heiiiisällt. Himmelstürmend sich verschwendeiides Heldeiltllm und feigherziger, crdkriechendec Krämergeist bilden die Gegensätze dieser Erzählung. „Der letzte Gladiator* gestaltet den Kamps der sterbenden Antike rvider die Kräfte der Zerstörung, die, verborgen hinter der Maske des christlichell Gedankens, ait§ dem Unterbau der Gesellschaft empordrängeu, um die Macht au sich zu reißen. In leuchtenden Farben beschwört Schubert den letzten Schönheüs- traum der alten Welt, das letzte Erglänzen todgeweihter Größe. Wie auch „Ruhm* sind diese beiden Dichtungen aus der Bewunderung für gewaltige Zeiten und große Menschen erzeugt. Sie sind ganz eingetaucht in die Atmosphäre des heroischen Geistes.
- D r. Adolf Köster, Mit den Bulgaren. Kriegsberichte aus Serbien und Mazedonien. Umscblagzeichnung von Karl Arnold. Preis geheftet 1 Mark 50 Pfg., in Pappband 2 Mark. — Verlag von Albert langen in München.
- D e u t f ch e r W i l l e (K u n st w a r t). Zweites Oktoberhest 1916. (Kriegsausqabe zu ermäßigtem Preis. Vierteljährlich 3,60 Mk. Verlag von Georg D. W. Eallwey, München.) — Aus dem Inhalt des Heftes: „Ein Wort zur Stunde*, Ferdinand Avenarius. Artur Bonus, Das Wesen des deutschen und das 8 eS französisch- englischen Liberalismus. Geheilnrat Pros. Tr. Oskar Walzel, 9lndreas Gryphius. Margot Grupe, „Das Deutsche in der Mode". Professor Em,l Hogg fordert zum zweiten Riale einen „Wohuuugs- diltaior", indem er auf die Entgegnungen. die sein erster Ausruf fand, eingeht. Hans Freiinark, Neuere erusthaite Bestrebungen in der „Theosovhie*. Dr. Wilhelm Poeck, „Niederdeutscher Sprich» worthumor". — Rundschall. — Bilderbeilageu: Beckert, Alte Stllben (iarbig'. Geißler, Der neue Helm. Otto Greiner, vier Stlidieublätter. Notenbeilage: HanS Psitzner, Klage. (Georg T. W. Callwey, München.)
- Burgen und befestigte G u t s h ö f e ll m Frank« f u x t a. Di., deren Geschichte und Kriege. Voll Siegfried Nass all er. Verlag der Goldsteiu'schen Bllchhandluilg in Frankfurt a. M. — Die Worte, die der Verfasser seinem Werkchell zürn Geleite gibt, sprechen am bestell für das Buch, das 511 Lob und Pr ei der deutschen Heinlat entstanden ist: „Es lvar im Dezember des Krregsjahres 1915. Erholung und für einige Tage Ruhe zu suchen, fuhr ich nach Kölligstein im TalUlils. In Höchst stieg ein Offizier mit seiner jungen Frau ein, lind wir waren in kurzem miteinander im Gespräch. Der Leutnant, der für zivei Wochen auf Urlaub im Vaterland weilte, brachte der Gegend lebhafte Aufmerksamkeit entgegen und fragte während der Fahrt nach dein und jenem auffallenden Berg, nach DÜrseril und Städtleiu, an denen der Zug vorübereilte. In der Ferile tauchte auf einer Höhe die romantische Ruine Falkeusteiil aus. Ich nannte ihren Namen und erzählte, was ich früher einmal über ihre Geschichte gelesen hatte. Ter Offizier beiilertte, es gäbe eine Burg gleichen NamenS auch m Harz, von der er einiges zu berichten wußte, lieber dieser Unterhaltung kamen mir auf die Pflege der heiinatlichell Geschichte in unseren Schulen zu sprechen. Unsere Meinungen trafen sich im Wunsche, es mochte ihr knilstig noch „lehr als bisher Beachtling lind Förderung zliteil werden. Tie Unterhaltung mit dem Offizier
beschäftigte mich noch einige Stunden, nachdem wir unS getrennt batten. Aus den Gedanken, die sich an sie knüpften, erwuchs die Absicht, mein gesamlneltes und niedergeschriebenes Material über die Burgen um Frankfurt a. M. zu erweitern und ergänzen, um eS dann in einer abschließenden Arbeit zusammenzufassen. Vielen hat erst die Zeit des Krieges die Augen geöffnet für die Schöllheit unseres Vaterlandes »ind des engeren Frankfurter Gaues. In manchen ist das Verlangen lebendig geworden, in die Geschichte der deutscheil Städte und Schlösser ein^itbvingen. Die Vergangenheit der vielbesuchten Burgen um Frankfurt ist reich an bewegten Bildern mannigfacher Art. Und es verlohnt sich wohl, sich in sie zu vertiefell.* .... Das Blich ist ein Beitrag zur Heimatkunde eines der schönsten und in historischem Betracht bebeittfamften Landstriche des Reiches. Es wird dazll beitrage,l, die Liebe zur Heimat zu stärken und zu vertiefell und den Sinn für die Geschichte ihrer Dörfer, Städte, Burgerl nnb Denkmäler allzuregen und zu beleben. Auf 368 Druckseiten lind mit über 100 guten Abbildungen erfüllt das Werk diese Ausgabe. Der Ladenpreis von nur 3Mk. dars als besonders billig bezeichnet werden.
- R i n g s u m M a r b ll r g. 90 Landschastsbilder von Otto Ubbelohde. N. G. Ellvertsche Berlagsbllchhandluilg. Preis drosch. 2.- Mk. Das vorUegeude Heft „Rings um Marburg* bildet die Fortsetzmlg der Zeichnungen „Aus Alt-Marburg*, die Weihrrachten 1906 erschienen und eine so außerordentlich beifällige Ausnahme fanden, daß die erste Auflage von 3000 Exemplaren innerhalb weniger Wochen verkarrft wurde. Um den Reiz der Zeichnungen und deren künstlerischell Wert wellig zu beeinträchtigen, glaubte der Verlag von einer Verkleinerung, wie bei »Alt-Marburg* ab- sehen zu nlüssen. In der jetzt gewählten Größe erfüllen Ubbelohdes Zeichnungen besser ihren Zweck. Das neue Heft soll nicht nur als Erinnerung an Marburgs Umgebung dienen, sondern zugleich auch ein Mahnruf sein, daß ivir lveiter auf die Erhaltung der Landschaft bedacht sind.
- Zu Besuch bei den Tieren. Ein lustiges Tier- bilderbuch von Rudolf Schug mit Versen von Magdalene V 0 l k m a n ll. Gebd. Mk. 3,—. (Verlag von Breitkopf & Härtel in Leipzig.) - Rudolf Schutz, ein neu anstallchender Künstler, voil den, soeben als ergötzliche Erstlingsgabe Wandfriese lustiger Tierbilder in farbigem Steindruck für Kinderftllben erschienen, tritt soeben mit einen, Kinderbüchlein ganz besonderer Art hervor. Das lustige Bilderbllch „Zll Besuch bei den Tiereil" folgt der Tierwelt bis in Swiuegels Wmterheim hinein mit einem Humor, der ihr Treiben liebevoll belauscht und mit Kindersinn schildert. Der Schöpfer dieser »nalerischen Märchen phue Worte eriveist sich ilicht nur als ein hervorragender Kellner und Freund der Tiere, sondern auch als Küilder echt menschlicher Gedailkeu und Empfindungen» mit denen er im bunten Spiele des Kmderbilderbliches auch Erwachsenen zll Herzen redet. Zll diesen selbständigeii kleinen Kunstwerken sind muntere Begleitverse beigegebeu von Fra,l Magdalene Bolkmann, der Tochter Richard von Volkmann-Leanders.
— Nuulnler 3827 (KriegSnunliner 118) der Leipziger „Illustrierten Zeitllllg" (Verlag I. I. Weber) enthält einen mit schematischeil Darstellungen ausgestaliekeii Aufsatz „Die Flotte iin Gefecht* von H. Meville. Dein verstorbeileu Frankfurter Maler und Radierer Fritz Boehle ist ein reich illustrierter Beitrag gemtbmet. Tie Würdigung des Künstlers stammt a,ls der Feder des bekannten Kunskjchristskellers Franz Eervaes. Allch die kultllrhistorische Plallderei „Reform der Mode?* voll Mar vo,l Boehn kann auf allgemeine Beachtung rechnen.
ttreuz- und CJuerrätfci. 1 2
8
4
1 2 nennt einen grimmen Necken dir,
Voil dem uralte Sagen dir berichten;
1 3 ein allbeliebtes flinkes Tier,
Weiß mit dem Zahn viel Schaden anzurichten.
3 2 ein heiliges Geleit 'für den,
Der alls dem Elternhause fortgezogen,
Wer mutig unter 3 und 4 will gehn,
Darf nicht nach Wetter fragen und nach Wogen. Durch 1 unb 4 wird oft im Altgeilblick All lttlsre Hoffnung, unjer Glück begraben.
Kennst du 4 o ? — Nach Oesterreich lenke den Blick Schau, ivas die Mücken dort für Flamen habeil. Auflösung in nächster Nummer.
Auflösung der Königspromeuade ^in voriger Nummerr Sanfter könnte ivohl das Schicksal sein.
Aber Tailk allch seinen rauhen Griffen!
Hell und herrlich glänzt der Edelstein Erst, lvenn ihi, des Meisters Hand geschliffcll.
Frida Scbcn^.
SchrijtleUung: Fr. R. Zenz. — Zwittiugsr»mddrllck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei. R. Lange. Gießen-


