. ..T« Glücke lautet nicht, foic ivoll« müh der Kirche sehen,"

fao.- ft; plötzlich entschlossen, und ftcmd auf. Ohlssn erschrak, ev fürchtet sich vor der Entscheidung, der Frau wegen. Zögernd schritt er talwärts, sie war ihm ständig ein paar Schritte voraus. Eure fest; Eni'chlossenheit schien PtoAich üver sie gekommen itnd sie hemmte Fus; auch nicht, als plötzlich, bei eurer Wegviegung, das Trünnnerfrld vor ihrem Blicke lag. Sie erreichten es, als eben die i!t Untergeben war Rür Rkauerreste waren von den Jarmen übrig geblieben, die halben Wipfel der Kämeldornbännrie tzvaren verkohlt, vom Kirchturm staird nichts als ein kurzer Stumps und neben den schwa-rzen Mauern der Kirche, die das Feuer cürs- -.'fressen, hatte, taget: fiiitf lange, schrnale Angel.

Kern lebender Mensch iuar rveit uitb breit. Der Pastor ließ den Kttck stichend über die sanft geneigten Länge des Rivier streifen, dr« sich n^it nach Norden erstreckten. Altes war kahl nnd wild und einsam Tie Stimme der Frau schreckte ihn auf.

'Die Glocke," sagte sie. .

Cu ging zu ihr hfn. Eben tauchte die Sonne under den Lorizont, ein Meer von Licht floß über die Steppe nnd ihre letzten Strahlet fingen sich in dem Glockenntetall, das aufleitcki-tete wie Gold Die Glocke war nebert dein Durmrvest l*erabgcstürzt nnd l^rtte sich tief in die Erde gewühlt. Nur ein breiter Streif ihres unteren Randes ragte aus dem roten Sand, und ivie es ausglühte im Abendschein, las Pastor Ohlsien die Worte, die dort ein.^egraberr standen^ ,,^1ortU03 plLN§0." _

vermischte».

./ * Wie John Bull denkt. Eine Weltreisende, die gut zu

sehen und gut zu hörett versteht, Katharina Zitelmann, erzählt in ihren: soeben beim Verein der Bücherfreunde in Berlin erscheinen­den ReisebuchedllS die Welt noch offen war" ein kleines Erlebnis, welches für die Denkiveise deS braven John Bull überaus bezeich­nend. Im heiligen Laude war es, da stihr die Verfasserin zu­sammen mit zwei Engländern nach Jericho. Die Fahrt war in­sofern wenig erfreulich, als der sehr schlechte und ttnsichere Weg Grund geitug zum Klagen gab. Da schreckte der eine der beiden Briten, ein sonst recht schweigsamer Herr, mit eins aus seinen Ge­danke,. aus und erklärte ruhig:Wir müssen ste rauSschmeißen l (we mast clear them ont) !* Die Detttsche fragte, was er denn Hiermit meine und John Bull anttvortete ruhevoll, die Engländer sollten Palästinanehmen". Auf die Frage, wer denn England das Recht dazu gebe, antwortete er kurz und bündig: .England hat die Pflicht, für Ordnung in der Welt zu sorgend ES bedurfte wohl keines geringeren Ereignisses, als einer ungeheuren Welt- katastrophe, um dem Dünkel John BullS die nötige Lektion zu erteilen.

'Der Kraftwagen als,.Eisfabrik" an der Front. Die Konservierung der Lebensrnittel bei einem über mehrere Sornmer sich erstreckenden Stellungskrieg spielt für die Front keine geringere Rolle als im Inland. Die Zuhilfenahme der Kälte stößt nun bei den primittueu Lebensbedingungen, unter denen die Truppen im Felde, auch itoch in der Etappe, naturgemäß zu leben habet:, au' u oSchwierigkeiten. In manchen Fällen hat man sich durch Ausipeicberung von Natureis in 511 diesem Zwecke teilweise dicht bei der Frorrt eingerichteten Eiskellern zu helfen vermocht. Der Ausbau solcherKriegsetskeller" ist aber schon durch die auf großen Strecken vollkommen trngeeigneten topographifchert Verhältnisse sehr eingeengt, außerdem aber noch in seiner Verwendbarkeit von den Zufälligkeiten kleiner Froutverschiebungen tt. a beeinträchtigt. Es ist darum der hoch entwickelten deutschen Kältetechnik als ein be­sonderes Verdienst anznrechnen, daß sie auch den hier vorliegenden ganz neuen Anforderungen in verhältnismäßig kurzer Zeit durch den Bau von Eiserzengungskraftwagen 51t entsprechen vermochte. Hirse sollen, wie a:ts der.Zeitschrift für Eis- uttö Kälteindustrie" zu ersehen ist, überall dort, wo ortsfeste Erzengungsanlagen sich voir selbst verbieten, besonders also in nächster Nähe der Front, das benötigte Kunsteis zu liefern imstande sein. Die ganze Appa­ratur ist bei diesem Wagen aus einem einzigen schweren Last- automobil untergebracht. Die Eiserzeugung erfolgt mit Hilse eines besonderen, vom Fahrzeugmotor unabhängigen Benzintnotors, der auch während der Fahrt leine Arbeit sortsetzen kann. Um Platz bei der ÄtiSteilnng der erzeugten Eismeuge zu schassen, sind die Seiten lind Stirmvände des Wagens zum Herabklappen eingerichtet und mit Stützen versehen, so daß sie Bedienungsbühnen bilden, welche die ganze Anlage bequem zugänglich machen.

' TeufelSvieh. Kann es etwas Unverschämteres geben als eine Fliege, die, mögen wir sie auch noch so oft verscheuchen, sich immer wieder aus uttsere Nase seht, die unseren Schlummer stört und noch so manche anderen tmangenehmen Eigenschaften entwickelt? Man kann daher die Entrüstung verstehen, mit der einst der König Jakob l. von England auSries, als sich ihn: eilte Fliege aus feine Nase setzte:Ich habe drei Königreiche; kannst du darin keinen anderen Platz finden?" Martin Luther, der, wie bekaitnt, eine sehr kräftige und derbe Sprache liebte, nannte die FliegenTeufelsvieh". Zu dieser Bezeichnung hat ihn sicher­lich der Name des obersten aller Teufel, Beelzebub, veranlaßt, denn dieser bedeutet nichts anderes alsFliegeuköuiq". Auch Mephistopheles wird imFaust" mit den: schmückenden Beiwort

1Herr der Flieget:" belegt. Bei mehr als eitlem Volke begegnet man der Sage, daß die Fliegen Geschöpfe deS Teufels seien. Da dieser ebenfalls seinen SchÜpferdrang betätigen wollte, habe er diese unheilvollen Tiere in die Welt gesetzt. Und unheilvoll sind fürwahr die Fliegen I Ihre Zudringlichkeit wäre noch am ehesten zu ertragen, obwohl sie uns oft genug arg zusetzen; die Haupt­gefahr, die sie für die Menschheit bedeuten, besteht aber darin, daß sie, wie durch die Wissenschaft erst in der neuesten Zeit be­wiesen tvorden ist, zu bett hauptsächlichsten Verbreitern der In­fektionskrankheiten, wie TuphuS, DiphtheritiS, Cholera, Ruhr ufw. gehören. Es ist einwandfrei festgestellt worden, daß die Häufig­keit der Kindererkrankungen und der Kindersterblichkeit im Zu­sammenhang steht mit dem stärkeren Auftreten der Fliegen. In New Dort ist vor einigen Jahren ein sehr interessanter Vergleich der Gefundheitsverhältntsse zweier Stadtbezirke veröffentlicht worden, deren Bewohner unter ganz denselben Verhältnissen leben. In dem einen traten die Fliegen besoitders stark aus, während der andere ganz von ihnen verschont blieb. Der stiegenarme Bezirk war bei weitem der gesündere. Wir haben also alle Veran­lassung, demTeuselSvieh" energisch aus den Leib zu rücken. ES ist für uns auch in besoitderern Maße eine hygienische Pflicht, die schlitnmen Plagegeister von den mettschlichen Wohnungen fern- zuhalten und sie zu vernichten.

Vüchertisch.

Eberhard Büchner: Kriegdokutnettte. Der Weltkrieg 1914/16 in der Darstellung der zeitgenössischen Presse. Fünfter Band: Von den: Falle Tsingtaus bis zttr Jahreswende. Sechster Battd: Von der Jahresivende bis zum 18. Febrttar. Titel-, Umschlag- und Einbattdzeichttttng von Prof. F. H. Ehtncke. Jeder Band geheftet 3 Mk., in Leinen aebuuben 4 Mk. 50 Pfg. Verlag von Albert Langen, München. Unter den Qnellemverken, nach denen dereinst der Historiker des Weltkrieges wird greifen müssen, um sein wichtigstes Material darin zu finden, nehmen Eberhard BüchnersKrieHsdokumente" einen hervorragendet: Platz ein. Unmittelbarer als in jedem anderen Werk spricht hier aus vielen Tausettden von Berichten, Artikeln, Notizen oie gewaltige, furchtbare Zeit, die toir jetzt durchleben, zu uns, und keine nach- schaffende Kunst tvird die erschütteritde Wirkuttg dieser Satmnlung überbieten können, die Büchner mit vollendeter Presse- und Sach­kenntnis zusatttmengestellt hat. Der 5. ttnd 6. Band derKriegS- dokumente" sittd nun erschienet:. Der 6. Band führt bis zun: 18. Febrttar 1915, dem Tage, da Deutschland den Unterseebootkrieg erösfnete.

Jtts östliche Galizien und itt die Bukowiu. a führt uns Heft 83 der bekannten ZeitschriftDer Völkerkrieg" (Verlag von Julius Hofftnann in Stuttgart) zu dett Kriegseretg- nissen, die auf die Eroberung Lembergs folgten. Das am Schluffe größerer Abschnitte stets zu findende KapitelVot: den Fürsten und Heerführern" bietet in seiner geordneten ttnd pünkllichett Zusammen­stellung den: Quellenstudium des Krieges eine gute Vorarbeit. In Heit 84 geht die Kriegsreise nach Kurland und L i v l a n d l Ein gründlicher und mit warmem Herzen geschriebener AttssatzDie deutsche Kultur der baltischett Ostsee-Provinzen" von Dr. Hiidebert Boehm nimmt unsere ganze Teilttahn:e gefangen für jeites frische, kräftige Land, das wir mm in rüstigem Vormarsch, in heißen Kämpfen ttnd aus fröhlichettt Ritt durchziehet:, bis uns in Mitau die Bewohner mit offenen Armen als Befreier von tnoskowitischsn Plagen aufnehmen. Eine Uebersichtskarte des Kampfgebietes im Kurland ist beigegeben. _

Die senkrechte

Diamantrütsel.

In die Felder ttebeitstehendec Figur sind die Buchstaben aabbddeee iilliinnnrratawwz derart einzutragen, daß die ivagerechten Reihen folgendes bedeuten:

1. Einen Konsonanten.

2. Mythologische Bezeichnung.

3. Eittei: Himmelskörper.

4. Deutschen Dichter.

5. Eine Mischfarbe

6. Nebenfluß deS Neckars

7. Einen Kottsonanten.

und tvagerechte Mittelreihe ergeben das Gleiche. Auflösung in tmchster Nummer. j

Auflösung des Kreuzrätsels in voriger Nummerr H B 8 y 1 ü & e h

Hyae i Dthe B 1 e i k 0 1 i k Sühn 0 pf er t 1 f h i e e k* r

Schrritlettung: Aug. Goetz. - Rotationsdruck und Verlag der Brübllctren Universitäts-BucL- w:d Steittdruckerei, R. Lanae. Gießen.