Samstag, den 15.

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Nomau von Heinrich Kornfeld.

(Nachdruck verboten.) l«m«rlkanijcheb Tarl Duncker l*14|

(Fortsetzung.)

^»Nicht lassen Sie Ihre Eimoände, die ich ^uen ftmner wvd iwmir wieder mit denselbeii Grimden wrderteqerr Wichte! Dringen Sie niel,t in Mich!. Qualen Sie mrch mcht mit Problemen, die für mich aogeMosfen smd! Zch war glücklich an der Seile meine» Satten und dm zufrieden m der Erinnerung an ihn, und an die zwei <,ahre unfeier Ehe^ Und wenn Sie nachher wieder allein sink», dann denken S sich in mich hinein, gehen Sie Antwort: dm ich nicht

tausendmal reicher, tausendmal glückseliger uiid de,-eiden- - werter als d i e Frauen, die Ahnen jene Erfahr, mgen gaben, aus denen heraus Sie mich eben vor dein schatten de- grabener Stunden warnten?"

,Lch begreife Sie nicht, Jutta."

Dann achten Sie wenigstens weine Entschlüsse und bleiben Sie überzeugt. Atphonse: ich bade ES gegen Sie: ich liebe Sie nicht und drrs ihnen oalur nuhi incuie <t,and reichen , , aber ich werde mich >rets srenen, Alphonse de Marsiliargües als Gas- auf Chateau «tC1>amaiit zu sehen! Begnügen Sie sich mit dieser Antivort vielleicht wird einmal die Stunde kommen, wo Sie ein,eben dmwn, wieviel ich Ahnen damit gebe wicv-.ei an «ertrauen und Äuhüngtichkeit und herzlicher Freundest.

Und wenn ich auch in ihren dlngen die sentimentale Deutsche bin - die Frenndschaft der Marani,e de st.Cva- mant durfte wohl selbst für einen Alphonse de MarsillargneS einigen Wert haben

Und wie sie dabei dicht vor ihm stand und der auf­reizende Duft ihres Haares zu ihm hinüber wehte und ihre wundervollen Augen groß und klar und in stolzer -.neu- beit den seinen begegneten ... da konnte er nicht ander^ __ da griff er nach ihrer Hand und beugte sich ttes darüber

und küßte sie. ^ , ' '

An seinem Innern aber war es flacht und er stand zwis^eu schwindelnden Abgründen.

*

^ Die nächsten Stunden ging Aiphonse de Marsillargues Wie inl Traum umher; wie in dumpfer Betanbunm Die Enttäuschung war zu groß, zu unerwartet A^esem Machte er sich aN die Tage vorher bei ruhigem Nachdenken auch selbst einen phantast.isck>en Narren gescholten haben, dast er darauf liossie. Anitas Hand zu gewinnen . . tief aus üem Grunde des Herzens war doch immer und immer tmeder die Hoffnung aus ein glückliches Gelingen aufgewacht. Eine Lofsnuna aus Not und Bedrängnis heraus geboren

Nach dem Mittagessen, das er allein oben auf seinem Zimmer ge,tommen, hatte er das Schloß verlaseu, war den Feldweg entlanggeioandert. der nach tausend M^^ein sich i«

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Kein Boqelruf, kein flüchtiges Wegbreck^en des WUdes stdrte die erstickende Lautlosigkeit ringsum -?dir leste knisterte, während er rastlos und ziellos dahinschritt. der Stadelteppich unter seinen Füßen. . ^

> Er wußte kauni, was ihn hierher m diese Waldeinsam- feit geführt. Er hatte nie Berständnis und Cmpsindung fnr Natur gehabti er war einfach wie blindlings ^ gelaufen. War ans der Fluche vor senreu eignenGedanken denen er sa doch nicht enttinnen konnte, 'Skngst und.^rstort- heit. Grübeln und Fürchten . . .wahrten mit chm; ui* rm Genick saß i-ljm wie eine gierige Trgerkatze dre LrMtlofe

^ In'dieser Stunde wanoerten Atphonse de Marsillargues

aufgestörte Sinne zurmck in das Leben, das hinter chm tag Kein ^Leben ein wüstes, planloses, wlles. gieriges 5)ineiuhetren in den brausenden Strudel des Tages, m de,l-en schäumenden Wirbeln er einzige Sättigung zu nnden meintt Nicht, das; Atphonse de Marsillargues nun einfach leichk- sinniq und schlecht gewesen aber damals die ar^zenlose Enttäuschung iüber die Zertritmmerung all seiner Hop nnng^r aus eine militärische Laufbahn die hatte ihn auf die ab­schüssige Bahn getneben. Was konnten ihm da noch -»ukunft und Karriere gelten?! _ . , v

Entwickln,lgsrnöglichkeiten rm Staatsdielist. in der ^r- waltmig, in der Arrisprudeuz oder Universitatskarrieie? Pah Banalität und armseliger Ersatz, um den es sich nicht einmal lohnte. den Kops auch nur für den Bruchteil einer Sekunde nachdenklich zwischen die Hände zu_ ,wi)mwv

W^r beim gellenden schmettern der Etairon.' v'.atz vis in die Schläsgn wirb, wer beim Borüberktirren eiues Pallaschs fühlt, wie ihm fröstelnder Schauer über von Rücken tagt. . . der ist verloren für all den Krimskrams einer bürgerlich behäbigen Existenz

Und Atphonse de Marsillargues tvar dafür verlor. Alphonse de Marsillargues warf seine Zukunft und sein Leben von sich wie ein schmutzige.. Paar HaMchuHe^ Atphonse de Marsillargues wus;te mit der Erbschaft seiner verstorbenen Eltern nichts besseres anzufangen. all fie u tollen Orgien lachender Verzweiflung iv tafle zerstreuen Verspielt, vertrunken, verludert, verlumpt wie ein schmutziger Scherbenhaufen lag die Vergangenheit hinter ihm «ud was feiner jetzt noch wartete - petzt da ^e schöne Marquise de St.Ehamant ihn abgewiesen . . . lvas ietzt noch seiner wartete das war . - da. svar . . - ^ Eine vreitästige Schirmtanne reckte sich weit über de« Weg Mitten unter ihr blieb der Pariser Flaneur iuckyaft stehen, starrte um sich, als wäre von ngendnwherauS dämmergrüner Toteinsamkeit ein Ru; zu ihm gedrungen. Ein Schrei, eine Drohn«r