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föriffern babc. bcr Joseph kL'.i' viellrtckt zur Pserdesammeiab- tcilung dort sei er dgnn iu Lici»erheit. aber die Briefe Inraiwfyieit vielleicht längere Zeit bis zur Hernutt
..Wenn äbn bloß ichriu-wen dbät' Ter Bauer findet die Türe i i j Wie einst in de:: Tage» der Jugend düngen seine Blicke «: w \*in y üiln der Müia und er khum und wartet, ob sie nicht noch c: ras zu seinem Tröste zu sagen weist. ALS sie immer wieder in bei’ B:l.nn g leien und immer wieder nach HosstumaSgnttwen «sucht hat. und al-> es spät und dun st l geworden ist, bleibt dem Bauer nickt « übrig. alS zu gehen. Tr dreht an dem weichen, breit' räudigen Hut: ».Wenn ähn bloss schriwwen bhLt!'
Tre Kath aber iü weich und mitleidsvoll und geschäftig wie ine zuvor Sie reidH ibm an der Tür die .Hcmd und verspricht rvin gleich an den Toni zu schreiben. Nrrr Mut. nur Lwftnung? Und dat ollen .Haß und olle Bitterkeit vergessen, ist nur noch Teilnahme und Mitgefühl für den ungluckliclten Bitter Das tau der Kalb Wassenachs grosser Tag
vermischte».
' Ein Preisausschreiben s ü r Aufschneider. Daß Frankreich daS Paradies der Aufschneider und Nachrichtenersinder ist, haben selbst die Leute, die im Frieden hierin nur einen leicht gu überlebenden nationalen Fehler erblickten, im Verlause deS Krieges iiachdrücklichft erkennen müüen. Daß aber daS Ausschneiden geradezu cUS nachalmtenswene Kunst geschäht und jo-n- sagen o'" zielt betrieben ivird, ist eme Neuigkeit, die zu verküirben dein »Journal deS DöbatS" Vorbehalten blieb. Wie in der Pariser Zeuung „iitgeteilt wird, ivnrdc unter den in Caen versammelten Flüchtlingen auS den befehlen Gebieten NordfrankreichS ein großer Wettkampf «ür Aufschneider eröffnet. Alle Flüchtlinge auS deni Norden sind von einem besonderen Komitee -ur Teilnahme an diesem mehr als seltsamen GeseUschait-spiel einqeladen. Sie sollen vor einem Schiedsgericht erscheinen, und ;eder soll seine Kunst im Ausschneiden dartun. indeni er die erstannlichste Lügengeschichte erzählt. die «eine Phantasie auszuspinnen vermag. Ter Wettkampf wird in fünf Sitzungen vor sich gehen, und für die Sieger sind eine Anzahl vo'i Geld- und Threnpreisen atiSgefchrieben. Das Journal deS D^barS" benterkt - hierzu, daß man zugeben inüffe» daß die französischen Velden zn ollen Zeiten daS Ausschneiden liebten, und daß selbst die sranzc'ischen Heldensage.: mit derartigen AiiSschmiickungen reichlich v.riehen sind. Aber d:eS. sagt daS ^Journal de) DsbatS^, sei schließlich em unschädliches Vergnügen, und man könne es den armeii Flüchtlingen wohl gönnen, daß sie sich in ihrer wenig beneidenSiverlen Lage wenigstens mittels deS Reichtum- der französischen Phantasie ein glücklichere- LoS vorgaukeln.
• Kriegerische UeberrumoelunaStaten. Auch in diesem Kriege sind wiederholt die Feinde durch kühne lieber- runipelungSkaten erfolgreich geschädigt worden. Tin Handstreich deS berühnUen Kyau (1D54—1733), des lustigen KriegShelden. der seine Laufbahn als gemeiner Soldat unter dem Großen Kurfürsten von Brandenburg begann und in fächsischen Diensten als General und Kommandant von Köuigstein beschloß, mag als Vorbild für solche Datei: erzählt werden. In seiner Jugend stand Kyau einmal im Elsaß an einem kleinen Flüßchen, der Lauter, aus Posteu. Sein Vorgesetzter war ein Leutnant, der ebenso wenig Mut wie Verstand hatte. Die Feinde rückten in stiller Nacht heran; der Offizier tat nichts, sondern zog sich fluchtartig zurück. Kyan aber blieb mit einem Tambour zurück. Die Nacht war besonder- finster und dabegünstigte den Amdftreich. Kyau ries beim Nahen des Feindes mit sehr lauter Stimme: .Wer da?" Als keine Antwort erfolgte, ließ er Alarm schlagen, stellte sich initten auf die kleine Brücke und kommandierte: »Ganzes Bataillon, vorwättS MarschZugleich trampelte er und der Tambour auf der hölzernen Brücke nach Leibeskrästen. Der Feind, nur aus einem kleinen Dortrab bestehend, hielt an. Kyau konimandierte: »Halt!* und dann weiter: »Das »weite Batlillon soll aufmarlchieren!* Schon nahm er »vahr, daß ver Feind sich zurüHiehen wollte, da befahl er dem Tambour, durch daS »eichte Äaffer z»l waten und hinter dem Feinde tüchtig zu trommeln, so daß er denken muffe, daß er uinztngelt werde. So hielten die zwei Mann die Franzosen so lange in Schach, bis ein deutsche- Reiterregiment heranrückle und die Feinde sämtlich gefanqennahm.
* Amerikanischer Humor. „Bevor Sie die Suppenteller fortneb neu,* sagte die HauSsrau zu dem neuen Mädchen, „ nüster- Sie stets leben Gast frage»!, ob er nicht noch etwas Suppe haben möchte.* DaS Mädchen nahm dies zur Kenntnis, und bevor es bei der nächsten Mahlzeit den Teller sortnahm, fragte eS den G er Famr'-.e: ..'-'^.inscht der Herr noch etiva» Suppe?* .Ja, bitte " lautete die Antwort. »'S ist aber keine mehr da!" — »D r (5 Tier." «ragte ein Professor der Zoologie seinen kleinen So n, .gibt stch »nii der geringsten Nahrung zufrieden ?" — »Die Molle," erio werte das Söhnchen, „sie irißt nur Löcher/ - Auf dem Hauplplatt in Liverpool fan,melke sich eine Menge von Menschen tu den Abendstunden, und alle» starrte nach zwei leuchtenden Punkte»!, dte über den Dächer:! der Häuser sichtbar wurden Bald konnte man erfahren, daß die Leute die zwei englischen Lllftschiffe bestaunten, die gemäß den längsten Versprechungen der Regierlmg
die Stadt gegen die feindlichen A,»griffe schützen sollten „Mein Gott/ sagte da plötzlich ein Herr zu seinem Nachbar, »die Leute halten Venus und Jupiter für Luftschiffe!" »Ich weiß/ erwiderte der andere im ängstlichen Flüstertöne, »aber sagen Sie eS nicht laut, sonst iverden wir als Deutschenfreunde verhauen I*
vüchertisch.
— Christus. Don Profeffor Dr. O. Holtzmann. 2. Auflage. lös Seiten. (Wissenschaft und Bildung, Bd. 3.) In Leinenband Mk. 1,2b. Verlag von Quelle & Meyer in Leipzig.
— Der ,B ö l k e r k r i e g" (herausgegeben von Dr. C. H. Baer, Verlag Julius Hoffmann, Stuttgart) hat sich eine feste s>telluna in der KriegSlileratur erivorben und ist vielen Lesern unentbehrlich gelvorden, indem er immer eine ebe,iso vollständige, mit wiffenschastlicher Gründlichkeit und Zuverlässigkeit gearbeitete, als auch unterhaltende, farbenreiche, mit allen Mitteln der schildernden und bildenden Kunst auSgestattete Darstellung der Krtegv- ereigniffe anstrebte. Was es heißt, diesen Ausgaben gerecht zu iverden, zeigen die zuletzt erschienenen Hefte 7S und 80 (Preis je 30 Pfg.) nt ganz besonderer Weise. ES galt, die entleqei'.sten AuS- läuser deS VölkerringenS, die Kämpfe im türkischen Orient, m daS große Schauspiel einzureiheu. Weittäusiq sind die Schauplätze, spärlich und unsicher die Nachrichten, und doch wird unS nicht nur eln geschloffenes Bild alles desien, was im Kaukasus, Persien, Mesopolaniien, Arabien. Aegypteii vorging. gegeben, sonderii auch ein Bild von einem romantischen Reiz, ,vte er den gewaltigen enropäischen Kämpsei, nicht einen ist. Schon die Einzelschllderuugen au« den Lagern der Verbündeten auf Galli- poli erscheinen m eigenartigen orientalischen Lichtern und Stimmungen: aber erst in den unzulänglichen Gebirger» und iveiten Steppen und Landwüsten deS eigentliche,i Orients, be» den von Natur und Ueberlieferung kriegerischen Armeniern, Klirden, Arabern ntnnnt der Krieg Formen an. die den Reiz d«S Elementaren, Wilden uiid Sagenhaften an sich haben und die unbegrenzte Man- »rigialligkett des Weltkriegs so recht zum Bewußtsein bringen. Eme Reihe feffelnder dlbbildungen, auf denen die orientalische Natur, der türkische Kämpfer in seiner malerischen Vielseitigkeit emdrncks- volle Momente deS religiösen und Volkslebens mit kü«istlerische»i Emvsinden dargestellt sind, machen den Tert umso lebendiger und daS Gefanilbild umfo geschloffener.
— Die I n d o fl e r m a n e n. Von Pros. Dr. O. Schräder. 2 Austage 167 Seilen mit zahlreichen Abbildungen auf Tafeln. (Wissenschaft und Bildung, Band 77.) In Leinenband Mk. 1,2b. Verlag von Quelle A. Meyer in Leipzig.
— Hallo, Tommy, komm zur Armee! Huntortslischer Roman mit vielen lustigen Bildern von Paul Linde. (Preis geheftet Mk. 2,—, eleg. gebunden Mk. 3.—). In ihrer Romane, Erzählungen und Schilderniigen bietenden Treizack-Bückerei spendet die DerlagSsirma Richard Mühlmann Verlagsbuchhandlung (Max Groffe- Halle (Saale) ein von Kunstmaler Richard Lehmann mit vielen köstlichen Bildern geschmücktes launiges Werk, das in iveiten Kreisen als Mitarbeiter der »Meggendorfer", »Bergstadt' und durch feine flotten KriegSerzäblungen bekannten Schriftstellers Paul Linde. Das ivechielvolle Spiel der tu lustiger Hast sich drängenden Er- eigniffe läßt wie in einem Lllstspiel viel gelungene Komik der Lage entstehen, und gibt an der Fro»it, tm Lazarett und im FantilienkreiS Stoff zu fröhlicher Heiterkeit.
— Franz Schubert und das deutsche Lied. Von Proieffor Dr. von d e r P f o r d t e n. 160 Seiten. (Wiffenschast und Bildung, Bd. 130.) In Leinenband Mk. 1.2b. Verlag von Quelle und Meyer in Leipzig.
Rätsel.
Donnernd verwüst' ich die Hütten der friedlichen Alpeiibewohner; Hast du zwei Zeichen vertauscht, siehst du ein Mädchen in mir. Auslösung in nächster Nummer.
Auslösung der Skat-Aufgabe in voriger Nummer: Abkürzungen: tr — Treff, p = Pigue, o --- E oeur, eitr — Carreau ttL — Treff-Bube, pA — Pique-Aß, cD - Qoeur-Taine usw. Im Skat liege,: oY, uitb f-arA Vorhand erhielt: trü, pL. ek. trA. trZ, trK, trD, trO, tr7, carZ, Hinterhand den Rest. Verlauf des Spieles:
1. V. ov
2. V. tr7
3. M. c7
4. Dt. c&r9
5. M. car7
M. pZ M. trs H. carl) H. car8 H. PA
H carB 14.
H. eA =»11. V. carZ = 13. D. trA = 11 V. trZ = 21.
In den nächsten drei Stichen erhält Mittelhand noch 17 Augen, während Vorhand die beiden letzten mit trB und pB nehmen muß, Hinterhand ist Jilngfer geblieben.
(Hätte Mittelhand statt car9 die car7 auSgespielt und Hinterhand statt carl) vorher eine andere Karte mttgegeben, so konnte Mittelhand mit ihrer carl) nach AnSspielei, von car8 doch wieder ans Spiel gebracht iverden.)
Schnftleitung: Aug. Goetz. - RotatwnSdrnck und Verlag der Brühl'jchen UntversitälS-Buch- u,:d Stetndruckerei. R. Lange, Gießen.


