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In der Stube ist's ganz still. D-as Licht, das ihn lockte, ist letzt abgebl^ndet. Er ruht in Dämmerung.

Nach eurer Weile rauschen bremsten die schweren Schritte der abrückenden Truppe. Gleichzeitig tritt der Divisionskommandeur zu ihnr ans Bett und reicht dem Erwachenden die .Hand. Rode Flecke brennen ans seinen »vetterharten Wangen, als er dem Gene­ral die Hand drückt.

Beseht ausgesührt, Exzellenz!" sagt er leise.

Der alte Herr lächelt wehmütig. Vorgestern stand er so bei dem eigenen Sohn, der auch nicht an sein Ende geglaubt hatte.

Ter Wagen, ist er arg kaput? Das Licht hier, verwirrte mich."

Ter Wagen, er ist kaum beschädigt. Lassen Sie ihn, denken Sie an sich."

Danke, Exzellenz!"

Er schlummert wieder eilt. Leise entfernt sich der General und steht dann vor dem Auto. Zwei grelle Lichtkeile flammen in die Nacht. Gesenkten Hauptes schreitet der Gerwral nach seiner Woh­nung . . .

Bei Tages grauer stürmten die Franzosen. Sie wurden blutig abgewiesen. Sechsmal brachen sie todesmutig von neuem vor. Sechsmal wurden sie zu rückgeschlagen, und dann im. ungestüm vorgetragenen Gegenangriff überraimt und noch ztveitausend Meter hinter ihre alte Stellung zurückgeworsen.

Als Leutnant von Estvrff die Nachricht hörte, lächelte er froh.

Dann Hab ich ja meine Schuldigkeit getan, dcum kann ich ja rrrhig ein paar Wochat ansspannen!"

Am anderen Al»end wurde er begraben.

VücherLisch.

E v a g e l i sch e K i n d e r l e h r e. yaudbuch des Religions- lehrers für den KatechiSmus-Unterrichr. I. Teil: Die zehn Gebote. Handliches Oktcuüormat. Zweifarbendruck in gediegener Ausstattung. Preis: Steif geheftet Mt. 2,, in Leinen-Originalband Mk. 2.50. (Verlag von Emil Roth iw G i e ss e n.)

Dre unlängst erschieneneEvangelische Kinderlehre- für die Hand des Schülers ist von den verschiedensten Seiten freudig be­grübt worden. Nachdem jetzt das in Aussicht gestellteHandbuch" für die Hand des Lehrers mit seinen Erläuterungen und Ergänzungen vorliegt, wird der Wunsch nach Zulassung der Kinderlehre in den hesstjchen Schulen nur allgemeiner und lebhafter werden. So lange sie noch aussteht, kann das Handbuch einstweilen zu jedem Luther- und Heidelberger Katechismus gebraucht werden, da dein Unter­richt iu den 10 Geboten die Luther- und Heidelberger Katechismus- Erklärungen zugrunde gelegt sind. Alles in allem ein vortreffliches Buch, das beste seiner Art in Hessen, und jedem Lehrer dringend zu empfehlen. Hier hat er das kurze, übersichtliche, mit knappen Sätzen, Stichworteil. Unlerrichtsskizzeu arbeiteiide Hilfsmittel, nach dem er schon lange verla>lgt. Dabei bietet das Handbuch trotz aller weisen Beschränkung eine F ü l l e von Material. Besonders die Anfänger werden für diesen Führer dankbar sein, der ihnen das Einarbeiten so wesentlich erleichtert und nicht wenigen den Katechismus-Unterricht zur Freude machen wird. In keiner prak­tischen Frage bleibt der Unterrichtende ohne Rat und Hilfe und suhlt sich dabei doch nirgends in seiner Freiheit und Selbständigkeit beengt. Ein besonderer Vorzug duffes Handbuches vor anderen liegt ln der fortwährenden, sehr sorgiältigen, ans reicher Erfahrung beruhenden Anlehnung au die katechelische Praxis und die für den Unterricht geltenden Vorschriften. Der Lernstoff ist int Druck hervor- gehoben; Sprüche und Lieder sind vortrefflich eingearbeitet. Biblische Geschichten bilden stets den Ausgangspunkt der llntertveisrmq die durch«ein reichliches Mab von Anschammgs- und Vertiestmasstoff aus Weltgeschichte, Lesebuch, Erzählungen, Sprichworlerschatz, All­tagsleben und Umwelt des Kindes belegt wird. Am die Ver­bindung von gewonnener Erkenntnis mit der Lebensführung des Kindes wrrd grober Wert gelegt (Herausarbeitung kiudesgemässer Amgaben m« erzieherischem Ziel!) Die Ausstattung des BncheS (vorzuglrcher Druck!) entspricht seinem inneren Gehalt.

Hochland. Monatsschrift urr alle Gebiete des Wissens, der Literatur und Kunst. Herausgcgebeu von Prozessor Kail Ai u t h. Jos. Kösel'sche Buchhandlung, Kempten und München. Viertel- xahrlich 4 Mark. - Inhalt des Maiheftes: Alitreleuropa. Vo,r Prwatdozent Tr. Goetz Briefs. Bisinarcks politisches Erbe und der Krieg. Von Universitätsprofeffor Dr. Marti:, Spahn. Judith. Roinan von Peter Dörfler. Soziologische Neuorientierung und dle Amgäbe der dei.tfchen Katholiken. Von Dr. Max Scheler. Shakespeare als Patriot und Kritiker seiner Landsleute. Von Alben Beucke. Kleine Bausteine. Deutsche Kolonisation. Von -st Weber. Eine KriegSerinnerung in Beethovens Missa solemuu Von Dr. Eugen Schmitz. - Kritik. Der ..prolelarische Eharalter des Urchristentums. Von Tr. Franz Meffert. Vom Illerarn gen Expreftzonismus. Von Franz Herwig. Rundschau. Kriegebelrachlimgell. Fragen des Leekriegsrechts. Die Parität m Preu^u. Vslksknnst. - Berliner Theater. - Zum Gedächt­nis des Vi'.ijen Louis Ferdinand von Preußen. Unsere Kunst, bei läge. '

Das literarische Echo. Halbmonatsschrift für Literaturfreunde. Verlag : E g o n Fleische! & C o., Berln W. 9.

3. Machest ist soeben mit folgendem Inhalt erschienen: Gustav Jakob: Opfer des Bllchs; Max Meyerfeld' Dickens; Otto Kiefer: Zwei TannirSromane; Kurt Münzer^Friedliche Bucherlese; Edgar Steiger: Alkestis. Echo der Bühnen. Echo der Zeitllngeil. Echo der Zeitschriften. Echo des Aus­landes. Kurze Anzeigen.

- augLnblickliche Fleischmangel nötigt uns eine fleisch- lose Woche ans. Wir müssen uns darein finden und suchen, mit fleischlosen Speisen auszukommen. Dementsprechend ist der Küchenzettel eingerichtet. Mit Rücksicht auf die herr­schende Zuckerknappheit lassen »vir Anweisungen folgen, nach denen man Rhabarber und Früchte ohne Zucker einmachen lann. Erste Amveifung siehe unter Rhabarbersuppe.

Wochen -Küchen zette l.

Sonntag: Rhabarbersuppe*), Rührei*) mit Spargeln, Salz- kartosteln.

M-o n tag: Sauerampfersuppe, Römischkohlgenüise (mit Milch -oder Rahm), Pellkartoffeln.

-- * aV? E? a5 '. Erbswurstsuppe mit Sauerkrmlt und Semmel-

Würfel, Makkaronuruflauf mit Tomaten, Apfelringe.

Mittwoch: Duttermilchsuppe, Gelbe Rüben mit Büchsen erbten, Schwein mklöhchen, Kartoffelflockerr.

Donnerstag: Bohnensuppe, Kartoffelbällchen*), Kopfsalat.

F r e l t a g: Graupensuppe, Gcmüsesülze*), Kartoffelbrei.

, /ns tag: Gemüsesuppe von getrockneten Gemüsen, Kar-, topelau flaust Hermgstunke.

Kochanweisungen.

93 SA* a ?n a i l r 0 e JL* uppe: Wie Apfelsupp^ (Küchenzettel vom 23. Oktober 1915'. Etwas Natron beigegeben, nimmt dem Rha­barber d« Saure und erspart Zucker. Man kaufe die doppelt Portwn Rhabarber und gebe den übrigen, nachdem er geschält und geschnitten, m Flaschen, fülle diese unter der Leittmg mit Wasser, kor»e ste fest zu, wukle sie in Papier und be^oahre sie an dunklem Ort halt sich Rhabarber unbegrenzte Zeit. Auch ohne Wasser trocken in trockne, Flaschen Nlöglichst fest gestillt, verkorkt und in

^n»i:ge4 Fenster 3 Wochen gehängt, ist zu empfehlen.

) Rührei kann zur Hälfte mit Funks Eiersah hergeftellt »veroen.

. ,, .*) K a r t o f f e l b ä l l ch e n können in Crmmlgelunq von Back- kE", rm Ofen aus Blech gebacken iverden und »nährend des Backens ennge ..'cale Mit in Milch aufgelösten Suppenwürfelu bestrichen »veroen.

*- G e in ü f e sülze: Man hebe von allen Gemüsen der Woche etrva^ ann Roimschkohl, Spargeln, Makkaroni, Gelbe Rüben, Erb»en gelochte Bohiienkerne, und bereite die Sülze nach Gelatine- kochbuch Nr. 3 am Tage vorher.

ttönigspromeiiade.

Man darf die einzelnen Wörter und Silben nur in der Weise miteinander verbinden, dass man wie der König ans dein Schach, orett stets von einem Feld ans auf ein benachbartes übergeht.

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Auflösung in nächster Nummer.

Auslösung der Schach-Ausgabe in voriger Nummer» Weig. Schwarz.

1. K e 2 f 2 d 7 d6

2. Lh8eöf Bauer nimmt L.

3. T a 6 h 6 Kh2 - hl

4. T gibt Matt.

Schnstleitung: Aug. Goetz. - RotatlvuSdruck und Verlag der Brühl'fchen Universitäts-Buch- und Elemdruckerei, dl Lange, Giessen.