geigen Baronin irgendwelche UngelegenheiL bereitet würde, beguemte fie sich zum Reden.

r bin paar Tage her," begann sie, doch unter

brach sie der Staatsanwalt sofort.

,^Wieviel Tage? Sie müssen ganz'"genau sein. Bezeich­nen Sie den fraglichen,Tag bestimmt. Heute haben wir Freitag"

Ja, ich muß mich nur erst besinnen. Am Dienstag jalvohl, am Dienstag ist es gewesen. Ich weiß es, weil der Herr Baron an diesem Tage abreisten."

So, so!"

.^Vormittags um zehn Uhr ist er fortgefahren, und nach­mittags ist es gewesen."

Um welche Zeit?"

.Um vier Uhr ja, so um vier Uhr wird es gewesen fern. Ls war ein Besuch gekommen, die Frau von Linker von Torchow, und ich suchte die Frau Baronin auf ihrem Zimmer, um den Besuch anzumelden. Der Diener war rm Augenblick nicht da. Und weil ich die Frau Baronin nicht fand, ging ich in den Park. Sie hat einen Lieblingsplatz, wo sie meistens sitzt, u?id eine von den weißen Figureü steht neben dein Platz. Ich war über den Rasen gegangen. Um rascher hinüberzukommen, und so hatte sie mich nicht Horen können. Denil sie war dort, wie ich es mir gedacht hatte, aber sie war nicht allein."

Nicht allein so? Und wer war außer der Frau Baronm dort?" fragte der Staatsanwalt, v fremder Mann, den ich noch niemals gesehen

hatte. Ein großer Mairn, der aber den Kopf gebeugt hrelt^" War er jung oder alt?"

.So in mittleren Jahren, aber die Haare waren schon ein wenig grau, er hielt seinen weißen Strohhut in der Hand. Das herßt, weiß war er eigentlich nicht mehr, und überhaupt sah der Mann ein wenig abgerissen und ver­kommen aus."

Haben Sie nicht gehört, was die Frau Baronin mit chm sprach?"

alles'strgen^ <,00t ® otte nur ' ~ > mu & ict > das Unbedingt! Sie werden vereidigt werden." x" o weiter habe ich aber wirklich nichts ge-

hort:Lassen Sie sick) nicht hier sehen, bis ich Ihnen aeschrie-

solleiw"^ 1 ^ iann unb ^ Geld in Empfang nehmen

Und er, was hat er gesagt?"

Nichts. In dem Augenblick sah mich die Frau Baronin

3 r ld)e < n r n l [t ber H^d, wohl, daß er schwei- aen sollte Mich aber schickte sre gleich wieder fort und sagte sie würde rn ern paar Minuten hinüberkommen."

Werter also haben Sie nichts gehört?"

Nein, ganz gewiß nicht."

.Und auch hinterher hat die Baronin über die Sache nicht mit Ihnen gesprochen?" ;

Nein, aber"

Aber was?"

I ie ir eine wunderschöne seidene Muse geschenkt, hellgelb, mrt Spitzen, ganz wie neu."

,,.^>at sre daber gesagt, Sie sollten schweigen über die Begegnung vom Nachmittags J

Nein, das nicht, aber"

vl lB - er ^e. haben das auch ohne Worte verstanden. Sie schönen mrr ern gescheites Mädchen zu sein ->

Ach, ich danke sehr!"

ov* b ?x eiter ^ie nichts bemerkt, haben den Mann üom D re ns tag nrcht etwa noch einmal gesehen?'

., jSP'k ^^klrch nicht. Ich habe ganz genau rchwerß. Wenn rch nur der guten F-rau Büronin Un Gelegenheiten bereite!"

m .sich, das dürfte kaum geschehen Die

9^ ft r d> 8e cS t§ harmlos aufklürem Urtfa mm

feÄÄr nüd} eiJJ Wf jss

wJJILÄ empfahl sich das Mädchen. Der

ferne Wanderung durch das Zimmer aii a R H 1 ?? ^Ugen abermals den Mars an der

Decke zu betrachten schreiten, Plötzlich blieb er dann vor dem Resereirdar Wrdnlind stehen, der ein wenig erschrak 2 et tn dieser Panse heimlich einen kleinen Taschenspieael seinen Schnurrbart ans korrekten Zustand

Nun, Herr Kollege, wie denken Sie über die Sache?"

was amit keine

/,Jch, wie denken Herr Staatsanwalt darüber?"

Haber Sie keinen Verdacht?"

In gewisser Weise, so unbestimmt, ganz in Ordnung scheint mir die Sache mit diesem fremden Manne wohl nicht."

Er war nur das Werkzeug. Tie geistige Urheber­schaft für das Verbrechen haben wir anderswo zu suchen« Odereder: la komme!"

La femme?"

.Jawohl. Diese Frau, diese frühere Theaterdame und letzt gewesene Baronin von Bassow!"

4. Kapitel.

In dem Zuge, der auf einer Bahnlinie nördlich vört Berlin den stillen Sommertag mit seinem Lärm )törte>. befanden sich nur drei Kupees erster Klasse, und ein ein­ziges von ihnen war bisher besetzt. Ein schwarz gekleideter Herr war in Berlin eingestiegen, ein blonder, fester Deut­scher, von ernstem, gemessenem Wesen, gesundem Körper und langsamen Bewegungen. Aber wenn er die blauen Augen aufschlng, war ein helles, freundliches Licht in ihnen. Er hatte den Zylinder, den er beim Einsteigen getragen hatte, in das Netz hinaufgestellt und saß nun mit bloßem Kopfe, der unter einer Fülle von kurz gehaltenem, aber doch trausem Haar eine hohe, weiße Stirn über dem kräftig von der Sonne gefärbten Gesichte zeigte. Eine schwere Zigarre rauchend, saß der Herr auf dein Eckplatz am Fenster uitd sah mrt einer gewissen gespannten Aufmerksamkeit hin­aus. Was er suchte, war aber offenbar nicht landschaftliche Schönheit. Er hatte keinen Blick für die zarten, verschwim- meiiden Farben uiid Linien der Ferne, für den Aufbau, der Dörfer in ihrem Baumschmuck, für die liebliche Spiege­lung des Himniels in ab und an aufleuchtenden Seen. Sein Blick war immer nur auf die Nähe gerichtet, auf die Farbe des Bodens, ben Stand vorübergteitender Getreidefelder. Und wenn eins^von ihnen so recht in üppiger Erntefülle prangte, dann kam es wohl vor, daß er leise zu ihnr hin­unternickte, als wenn er sagen wollte:So stehst du recht."

(Fortsetzung folgt.)

5uhne.

Von Otto Mr a u N.

Arumbach nicht spricht und sich nicht erholen or W c Artillerieleutnant fuhr mit der Hand über bk

Augen.Madels, rch sprech' nrcht gern davon. Aber schließlich Üts gut, wenn ^yr wißt, daß man ihn anders behandeln mun als unsereinen. Mit gutem Essen, und Trinken und Euerm lieben Lachen, Ihr Madels, ist es lerder Gottes bei ihm nicht getan" Die Zuhorermnen rückten zusammen und machten ernste Äugen, damit der junge Leutnant auch sehe, wie ehrlich sies mit dem krauten Lutz Krumbach memten. Der Leutnant aber begann:

, "c? a *? an im Hochsominer im vorigen Jahre. Wir saßen aus Heckhausen vorm Herrenhaus zusammen. Wie schön, wie ^.^^brba.r schon e» auf Heckhausen sein kann, wißt Ihr:. Und wers nicht weiß, mags glauben. Der alte Krunrbach und seine Fraii und die drer Maldels und dre alte Dante und Lutz, Stavenhagen

ühfr n°rr n p^^rf a l! bam *? U! \ bcr Umgegend und ich. Ein Abend so über alles Beschreiben zufrieden, wie sie eben nur auf Heckhausen zustande kamen. Die Rresenbowle mitten auf dem Tisch Drum herum blinkten matt dre grünen Gläser. Ah, Kinder wenn ich noch ^ b 'b samo,crl grünen Glaser denke was haben wir damals was, gehört mcht zur Sache! Gretel spielte die Laute, d ^ herß rn die Augen, wenn ich dran benfc, wie mnT f Ist ja mal so: Wenns dem Deutschen

K? ^ r Ä ? on H^ren wohl ist, singt er: Ich weiß nicht, was soll es bedeuten und derlei Tranenselrgkeüen. Na, und Gretel [??? bamop: Ade zur guten Nacht, nun ist der Schiust gcnucht Mckmnts ia nrch wrr waren trotzdem alle mit uns und der We t rusrieden. Lachten mal und schrvieaen mal und sciifztcn mal und lachten mdm. Auch die Alten, Der Wind schwamm Id ganz langsam vom Dorfe herüber n,ü> tnig Heuduft mit gi

!'r 9 ein< 7 Ziehharmonila, Weit hchten im Weiler, wo vre paar Hauser zusammenstehn, heulte ein verliebter Köter den Mond an die Linden dufteten schwer, de^ W^in wa! gut, Gluhwuruichen schwammen wie kleine grüne Sterncken der- dre Men und die Madels waren bezauLd - ich"hktte

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