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Deutlich zeichneten sich die Silhouetten von dem grauen Hinmiel ab. ^ ^ .. , , .
Es gab ihm einen ^ticfe durchs ^erj, als er ne sah. 33u> liefe? Gingen sie nicht Hand in Hand? Oder täuschte er 'ich? dlh! Standen die Tinge so?
Er haftete, daß ihm der Arenr ausgiltg. tim rneiterzukommen, nickt mein von ihnen gesehen zu werden. Mer es schien unmöglich. Rach feinerBerechnung mußte er ihnen geradewegs in dreArme laufen.
Ta bog er vom Wege ab. warf sich, durch ein naar Birken- büsche geschützt. gebückt ins Heidekraut, und wartete herzktowend, daß sie vorübergrden wurden.
Jetzt, jetzt Hörle er ihre Stimmen. Vorsichtig wairdte er den Kops und spähte von seinem Versteck ans hinüber, deutlich könnt« er sie beobachten, wie sie langsam nebeneinander gingen, lang'am. ganz langsam. ... ^,
Und nun. nAarnm blieben sie plötzlich am dem inenscheniedren Wege stehen? War es nötig, daß der Kandidat Mines beide Hände nabm? Hatte er an der einen noch nicht genug?
Das per- kramp'te sich ihm tu der Brust zu,au men. a'.S er es sah Rein, er wollte nicht mehr b insehen. nicht wieder Hinsehen! Er metzle den ftptn ins Heidekraut, ballte die Hände und bitz die Zähne aufeinander, um dac- Web niederznkämpien. das in ihm erroackt nraa'. deitz und brennend war «re eine Kohle, von der man die Vcke iortgeblasen. ^
Eine Stunde später klettene er auf der kleirren Elation bleich und verstört in den Zug. der ihn mir hellem Bim — Bim — Bim — Bün über die Heide davonmhrte. der Heimat zu.
Wch zum Sterben war ibm. als er in dem Beinen, verräucherten ALrerl satz. in dem durcdernnndenck«»atzende und zankende Bauern sich lau: und wichtig über die Schweinepreise und den Ausfall der Ernte unterhielten.
Niemals würde er seines Lebens wieder rrob werden. Nie. Zu — Ende, zu — Ende, zu — Ende! ratterte ihm der Zug in die Ohren. - „ ^ ^ . _
.^a. zu Ende!" sagte er sich selbst. ..Ferien und Feraenträunre. Zu Ende, zu Ende!" . « -
Und wutzre nickt, datz es kein Ende, daß es nur cm Amang war. begriff nickt, datz es seine Zugend mar. die in ibm wackgervor- d«i. datz er in dein ersten Schürer; und der Torbeil dieser Ferren- tage nur den Preis bezahlte, mär dem er sick den Weg in d-as Paradies erickKotz. in dem die Frückte unseres Levens reifen, abnre nickt, datz aus demselben Quell, aus dem das bittere Web »eines jungen Herrens emvorarwll. einmal auch die Freuden steigen würden, die das Leben mit g^uldiger Hack) für rbn bewahrte.
Permijcbte#.
* Daß man auch in Frankreich K a r t o f f e I b r o t itzt, soll, so schreibt unS e n Leser. mit Folgendem bewiesen sein: Bei unserm Rückmarsch arrS Frankreich 1871 kamen wir über Ep mal 3—4 Stunden we.ter ins Gebirge. 2 Züge unserer Kompagnie nach Lavetme de Huh, unser Zug nach St. Jean in einem höheren Gebirgssattel. Hier standen die Häuser meist vereinzelt an dein Berge. Bei jedeni derselben waren 1—2 dicke Wasterstöcke^rnir AuSlauftohren, woraus das Waffer armdick hervorstürzte. (Dort kommt ein« ungedeur« DaNertnenge aus den Bergenl. Bor einem dieser Stöcke standen 2 Wafferdntten zu übereinander gesetzt, aus der oberen eine Reibmaschine mit großem Einlaastrichter. Hrer wirrden die Kartoffeln erngeschüttet, das Rohr über den Trichter gedreht und nun gemahlen. So tief mm bas ganze aus einer Bütte in dre andere und weiter. Sobald das Reiben beendigt tvar. ließ man das Wasser ablanftn und nun batte man dar Mute Kartoffelmehl von der Welt. Dies wurde dann auf m:t Papier beleate» Hörrchen an der Sonne getrocknet und man konnte nun glauben, die feinste Patentstärke vor stch zu haben, dft Masie war jetzt u'etß wie Schnee. Dieses Mebl verrvant^en die Franzoftu zur Mi'ckung des Brotreiqes. ES aab mit schönem Rovtgenmebl ein wunderschönes und wohlschmeckendes Brot. ES war dies die einzige Gegend in Frankreich, wo ich Roggen gesehen bade und ich glaube doch, daß es mir kautn entgangen wäre, wenn er sonst wo an- gedaut gewesen wäre. .Auch dort wie fo»"t allerorten in Frankreich hat jeder Bauer seiner: Backoftn im Hause und backt nie mehr wie 3— i Laibe aber recht große. Auch das Käsen bad« ich dort in in einer Weise gesehen wre nie zuvor. Unser Bauer harre dafür eine besondere k.eine Stube eingerichtet mit Regalen und allen Sacken, dre daz»r gehören. Alles ,var blitz und blank gescheuert, nickns Gestrichenes war darin. Sobald die irisch gemolkeue Milch Nitriert rvar, kam sie in eine», sein gescheuerten Zuber und raut wurden au§ einer Flasche erliche Tropien zugeseyt (Inhalt schied mir ein Zlniatz vor: Hausenblase zu sein, ich weiß es aber nicht), worau» üch die Milch alsbald dickte, dann wurde obendrauf eine flache Seischüffet gelegt, in welcher stch die Molke ab'onder:e die von Zei: zu Zen ausgelebrt wurde. Tie Milch vom Abend war bis zum h. ebnen Morgen bid genug, um ste in die Läse lärme« und am die Regale zu setzen. Der Rest Molke lies dann in den Bretternuten ab in einen davor stehenden Zuber. Rach etlichen Tagen holte danu ern Händler mit Wagen die flefte ab. Der Rahm wiirde der Blzlch nicht entzogen, deshalb war der Käse fthr sein und wohlschmeckend.
Büchertisch.
— D as literarische Echo. Halbmonatsschrift für £i* tera turfreu nde Begründer von Dr. Josef Ettlinger. Herausge" geben von Tr. Ernst Heilborn . Verlag: Egon Fl eisckel u. Co., Berlin W 9 Das 2. Augnsthest ist soeben mit folgendem Inhalt erschienen: Edgar Steiger: Zarathustra aus der Schulbank. — Martin S o m m e r f e l b: Aufklärung und Nativnalgedanke. — Ernst Lissauer: Christian Morgensterns letzter Gedichtband. — Alexander von Weilen: Teichmann und Laube II. — Will Vesper: Drei Gedickte. — Kurt Martens: Flugschriften über den Krieg V. — Kurt Münzer: Kunst im Krieg. — Echo der Zeitungen ^— Echo der Zeitschriften. — Kurze Anzeigen. — ffchtizeu. — Nachricktten. — Büchermarkt.
— Prinz Oskar voti Preußen über die Winterschlacht in der Champagne. Die Wnuerscklacht in der Champagne. Bon Oskar Prinz von Preußen. (Perlag von Gerhard Stallmg, Oldenburg i.Gr.,Preis 40PO. Die deul'ckeOffensive imWesten war nnHerb't 19l4zum Stillstand gekoinmen. An eine Wiederaufnahme des Angriffs im großen war vorerst nicht zu denken, de'.zn es mnßlen Truppen von der Westfront nach dem Osten geschoben werden, um Preußen von dem rufst'chen Lind ring'mg zr: befreien. Im Westen aalt es, die eroberten Teile von Belgien und NordfLänkreich in fester Hand zu halten, dem Feinde die Wiedereroberung zu verwehren. So entstand die moderne chinesische Mauer, der Schützengraben, der von der Nordsee dis zur Schweizer Grenze reicht, und in dem Tag und ?lacht, bei Regen und Sonnenschein, bei Frost und Hitze Hun- detttaulende von deutschen Männern wachen, um die Schrecken deS Krieges von den heimifche»! Fluren fernzuhalten. Im Osten wurden nun große Schläge geführt; eine russtsche 2lrmee wurde vernichtet: das deutsche Gebiet wurde vom Feinde gesändert. In Deutschland läuteren dre Glocken, n>ebten die Fahnen, jubelten die Menschern Und in der Siegesfteude überiah mancher, daß unterdes auch nn Westen Großes geschehen war. Ioffre wollte die zahlenmäßige Überlegenheit der verbündeten Heere ausnutzen und die Deutschen aus Frankreich verrreiben. Hre und da packte er an. an vielen Stellen, ganz besonders aber in der Chanrpagne, wo rheinische Trrrppen die Wacht hielten. Bon Anfang Dezember bis Mute Mär; wurde dort fast ununterbrochen gekämpft- Ilnter großen Verlusten scheiterten die ftanzöstichen Durchbruchsverftiche. Nur kurze Nachrichten über dieses Ringen gelangten m die Oeffenrllchkeit. So mag es gekommen sein, daß das stille Heldenttnn der Chamvagnekämpftr in der Heimat nicht voll gewürdigt »vurde. Hier galt es nock eine Dankesschuld abzu° tra^n. Prinz OSkar von Preußen hal ftck dieser Aufgabe imter- zogen. — Als slommaickeur der Königsgrenadiere war der Kaiserfobn ms Feld gerückt, und zu Kanrpf rmd Sieg Hane er ftin Reaiment geführt. Daun »vurde der Prinz dem Oberkommando der 3. ?lr«ee zrrgeleilt und dort eAebre er a::S nächster Nähe die Kämpft in der Cbainvagne. die in der .Winterfcklachr' vom 16. Febrrrar bis 18 März 191ö ihren Höhepunkt errichten. Hebe:rsvoll und lebenswahr schildert der Prinz dre bewimderswerten Leistungen der rheinischen, fcklesiichen, säckftfchen und — nickt zuleyr — der Garderegimenter, die alle in dem .Herenkeffel* der Cdampagne ihr Bestes heryaben, die blutigen, unverwelllicken Lorbeer um ibre Fahnen wanden. Deutsche Di- sziplin errang hier den Sieg über den Elan weit überlegener fran- zö'i'cker Kräfte! Die kleine Sckrrft klingt in die Mahnung au3. die Manneszucht mit den altbewährten Mitteln weiter zupftegen, unsere Iuaend \u darren, ftommen Krregern zu erziehen, zum Heile und zum Wodle des deutschen Vaterlandes. Zwar rnben Tavftre ans fast allen Gan.m Norddent'cklands aut "ben Höhen nördlich Le Mesnil und Beau Sötour. Dre Hauptlast des Kanrpfts haben jedoch des Rheinlandes SöMe getragen Deshalb dar Prinz Oskar von Preußen bestimmt, daß der Reinettrag aus dem Verkauft deS Buches ^usti Be»sten von Witwen und Waiftn der in den Cham- pagne-Kämvftn gefallenen Krieger der Rheinprovinz verwandt wird.
5k«1-rUrfgade.
Hinterhand spielt Treff-Sol o m it folgenden^Karten^
f
+ +
V + +
+ ck
+ + + + + +
ch +
>4^
+ + +
ck +
Das Sp.el lvird verloren, obwohl noch zwei Affe im Skat liegen. — Wie saßen die Karten der Gegner und wie wurde gesptett?
Auflösung in nächster ?ftrmmer.
C 3
H A L E 0 ß H
Auslösung des ISCHL
Leirerräksels in 3 0
voriger Nummer: D I 1 C 3
0 8
PUPPE H R
Schristleitur e: Aug. Doetz - Rotationsdruck und Verlag der Brühl'ichen Umrersttä'.S-Buch- und
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