blütigkeic machte viel tum sich reden. Der Eardruck, dar Friedrich von Eugen erhielt war ein tiefer: nock» in späten Jahren nannte er fick mit Stolz Eugens Schmer. Vst meinte er, daß noch der Schatten des Prinzen Engen seine Feiujde geschreckt tobe, und 1780 sagte er. selbst ans der fcöto seines Rrchmes, zumIZrmzen von L-rgnv!Wissen Sie, daß ich die letzten glänzenden strahlen von Prinz Eugens Genie gesehen tobe? Wer konnte ihm gürch- konlmen?" Prrnz Eugen al>cr erkannte m-it seinem klugen Blick das Genie des jungen Prirrzen mrd dah sich in seinem Wesen etwas Neues vorbereite". Friedrich hat wohl seine heitersten und ausgelassensten Stunden im Heidelberger Feldlager bei Eugen ver­bracht : leine Briese sprühen von Lustigkeit und haben crnen so urdnttschen derben Ton, wie ihn derPhilosoph von ^anssouer nie wieder angeschlagen. _

vermochte».

Etn bayerisches M» hve »stä», dni 8. Bon dem derben kriegerischen fcumov der Bayern werden fortgesetzt set,r drollige Zuge mitgeteilt. Das war auch bereits 1^70,7! so, wo die Bagern nicht nur durch ihr tüchtiges Draickgehen, sondern ebenso durch ihren erheiternden Frohsinn den anderen Bundesgenossen ein anfenerndeS Beispiel waren. Wre seht wieder, wurden a»>ch da­mals die Soldinen ermahnt, imGeipräch mit den Einwohnern der fetndlicton Landesgebiete sehr vorsichtig zu seil», damit diese nickt durch geschicktes AuSfragen Wichtiges über die Stellung der Gegner ermitteln. Emma! nun kam em biederer Bauer in« Quartier zu einem aus dein Elsah geblirtiaen Franzosen. Der deutschredende Elsafier wird sehr gesprächig, während der Bauer iht und trmkt. .Sie sind Bayer? .Hml" ^Wieviel Bataillone liegen denn hier?" Dtttten im Trinken seht der Bayer unwillig ab: .Da soll doch gleich! - Das muh wahrbaltig ein Sv ... drei Bataillone!" antwortet er barsch.2*», drei Bataillone! Sagen Sie, lieber Freund, wie stark ist eigentlich solch bayerisches Bataillon k" »Bimmel, Herrgott, Sakra," denkt der Bayer,das ist wahrhaftig belch ein Lump, solch infamtgter 1* Plit einem Sähe steht er vor dem Elsässer, holt au« und gibt dem armen Franzmann eine mäch­tige Obr e,ge mit den Worten:Erkst, so stark ist bereits ein ein­ziger Bayer! Nun kannst dir denken, wie stark ein ganzes Bataillon ist!" Sprach'«, setzte sich und ah weiter. Der arme Franzose, der nur die lieben«,vürdiqe Absicht gehabt hat, den un­freiwilligen Gast zu unterhalten, rvnhte nicht, wie ihm geschah.

T i eKriegslist" eines freiwilligen. AuS üann Münden wird i,n« geschrieben: Aul nicht alltägliche Art und Welse hat sich der von hier stammende KausmannSlehrling Böker in einen KrtegSmann sonder Furcht und Tadel verwandelt. Seit dem Spätsommer 1914, da das groste Ringen angtng, stellte Böker fick verschiedentlich der Militärbehörde als Krteqo'reiwtlliger zur Beringung, muhte jedoch infolge schwächlicher Körperkonststntion alle Enttäuschungen deS Zurückgewiesene durchkosten. Da er aber nickt locker lieh, so blühte ihm schließlich dock der Erlolg, und er wurde angenommen Er war bereits etngekieidet und sah sich schon am Ziele seiner Wünsche, als er im letzten Augenblick wiederum entlaßen werden sollte. Da griff der junge kr,egs- begeisterte Held kurz entschlossen zum Mittel der List und lauerte am Mündener Bahnhof einem von auSwä,tS kommenden Truppen­transport auf. dem er sich ohne Zaudern zur Fahrt nach Ruirtand anschioh. Bor so viel Zähigkeit streckte selbst der Kommandeur deS betreffenden Regiments die Waffen: er durfte bleiben! Und siehe da, an Stelle angeblictor Körperlchwäcbe entwickelte der junge Freiwillige angesichts des Feindes in so hohem Mähe soldatisch« Tilgenden, das; er dieser Tage bereits seine Beförderung zum Ge­freiten stolzerfüllt nach fcmto berichten ko,ml«.

" Humoristisches von der F e l d v o st. Die Klagen über d,e Feldpost haben wobl nachgelassen, aber immer noch ist ihr mancher unerbittlich gran», da sie seine Feldpostbriefe und Pakete nicht richtig besördert. Der Ursachen. weLhalb die Feldpost bem Empfänger die Feldpostsachen nicht zustellen kann, gibt eS gar viel. Ani rnetsten wird eS jedoch ivohl an den unvollständigen Adreffen liegen, mit denen die Feldpostsachen htnai,Sgesandt »vkiton. In der Ltller KriegSzeitung vom 22. Inm,ar veröffentlicht ein Feldpostbeamter eine stattliche Liste solcher Feldpostadreß-Ent- gletsungen. Ihm kamen die folgenden kuriosen Aufschriften zu Ge­sicht! I. Komp, gemachte- Int. Reg. - FestungSmafchinen Geiahr- tri,pp. Rabdinerregtinent lstatt Karabinier). Uebermähige Et- Fubrvarkkoionne. Pionlerversühkoinp. Kviegsfreiw. beim ver­schränkten Kominando. 13. Bay. Inf. Geschwader. In, Naz- zaret St. Andrer. Prikade Korb. Zur Zelt im Schützen­graben vorerst aber noch im Feldlazaret zu FlerS. Marine- iverier Adtetlung. Schweinepcomantkolonnc. WeflreSlazaret Lille. 1. P!arme Intr. Berfgrmnte. Munlizion Kolonie. 4. Fcldmenükoloane. - Landwirt Infanterie Reg. KriegSbeiehl- amt. -- Mobile Etappen Karawane. Platrazen Division. Arineefabrik (statt Armee Fabeck). Schwere 3. ProvtstonS- kolonnc. - Armierungsinunit. Tabellerr Kol. 6. Armee-Ober- komel. 14. Armee furz 2. Sichadel Lille (statt Zitadelle). Mri errde Abteilung (statt rettendes. Vertrunkene Abte lnng. Geschränkte Abteilung. -- An die Friedhofs (deutsche Milttärtoten- chef§ ^rwaitting) le Forefle bet Douat. - Dienstfähige Et. Infp.

Arliiee grupphütte. 1. sckrvere Mmluziankaplaliei. Marille- kavallerteregiment. Etabtieselnent 3. Zeugenlazaret (statt Seuchentazarett). Senge! azaret. Rekrutenbotte 1 statt Rekruten- Depot) Etaven Inspektion der 6. Bremse. Betriebs Eisenb. Direktion 8 Galerie (statt Eharleroi). Mlanz Et. Kol. 6. Kofferdivtsion (statt 3. Kao-Div.) MobusierteS Reg. Feld- post-Lazarel. 4. Erz. Dtv. - Zersprungene Komp. Heft. Furz Kol. Nr. 6. _

Die Küche im K netze.

(Nachdruck dringend erwünscht.)

Hagebuttensuppe: Haaebutlen werden cnn Abend vorher mit so viel kaltem Wasser, «atö man Suppe gequollen (nachdem man sie aewascheu hat). Am Bormittag darauf kocht man sie iveich, streicht sie durch ein Haarsiebs quiNt den Saft mit etwas Maizena, gibt Zucker und etwas Zitronensaft nach Geschmack daran. Milch-GrießklAtzchett rann man an die Suppe tun.

Sülze von Schwetnskopf. SchweinskopfrVftv, übriagelassene Briihe, 1 geschnittene Zwiebel, Lorbeerblatt, Pfefferkörner, einige Eßlöffel Essig. Das Schtveinefleisch wird in Würfel geschnitten und mit ven geschnittenen Zwio- beln, Gewürzen und Essig in die Brühe gegeben. Die Sülz« schmeckt sehr gut mit Bratkartoffeln.

vüchertisch.

Bongs KrtegSkalender. Bei der Fülle der sich überstürzenden Ereignisse, die sich zu Lande, zu Waffer rmd in den Lüften auf den wett ausemanderlreqenden Kriegsschauplätzen ab- sp'elen, ist eS selbst dem besten Gedächtnis kaum möglich, sich der Reihenfolge der schnell auseinander folgenden Land- und See­schlachten mit Bestimmtheit zu erinnern. In BongS KriegS- Kalender mit JUustralionen (Deutsches Berlagshaus Bong & Eo., Berlin W 57, 1. Heit, Preis 20 Pfg.) wird ein Nackschlaaebuch geboten. ivelcheS nicht nur alle Daten der wichtigsten KriegS- ereignlffe, sonder-n auch alle a,nl!tchen Bekanntmachimgen. wie Ansprachen, Kriegserklärungen, Mobilmachungen usw. enchält. Bon Bongs KrtegSkalender erscheint monatlich ein Heft in Tascheir- formal von 64 Setten init 8 Abbitdiingen nach Gemälden unserer bedeutendsten Schlachtenmaler.

Rönsch, Rein hold, Belle-Alliance. Eine Darstellung des SomnierfeldziigeS von 1815 mit 8 Kaitensktzzen. Preis 2 Mk. Leipzig. Vertag von K. F. Koehler. Im Jahre der hundertjüh tgen Erinnerrmg an die letzte Entscheidungsschlacht gegen Napoleon nnd besonders in der gegenwärrigen Krtegszeii wird diese Abhandlung über die Schlachten bet Qnairedas, Ligny, Belle Alliance und Wawre allgemeiiies Interesse sinden.

Vom Kriegsschauplatz. Feldpostbriese und andere Berichte von Mitkämpfern und Arrgenzeligeki. Mit Bettiägen von Rick>ard D e h m e l rmd Karl Bleib treu herauSgegeben von Ka^ Q u e n z e l. Ptit Bildern nach Original-Ausnahmen. 304 Setten. Leipzig. Heffe L Becker Vertag.

Der Deiltsche Reichstag und der Weltkrieg 1 S 1 4/1 5. Verhandlungsniederschriften der historisch denkwürdigen Reichstags-Sitzungen vom 4. August und 2. Dezember IV14 (nach den amti«ck)en Stenograrnmen). Das ist der Titel einer n,it Be­ginn des neuen Jahres von der BeriagSbuchhandiung Kern & Birne* m Frankfurt a. M. herariSgegebel,en Schrift (Breis 60 Pfg.) Auf --lttdeutschdruckvapier dielet das 24 Quartsetien umfassende Merkchen ein aerreueS Spiegelbild der für unb Deutsche unvergeß­lichen Krieg«-Sttzuiigen des IletchStageS.

Rätsel.

Wir sind ein slavisch Volk, das dich: Am Ungar- und am Türkenlande Auf Bergen und in 2tzälder« lebt, Im Hirten- und im Bauermiande»

Fügst du eint" in unfer Wort. Bedeutet es ein schmerzlich Trennen^ Und nimmst di> vorn zwei Zeichen fort, Sind*- Leute, die wohl lachen»men. Austösung in nächster Nummer.

Äuflisi'ung M magische»! ZabienmiadradZ in voriger

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Schrtftleitunar Aug. Goetz. - Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schcn UniversitätS-Bnch- und Sttüpdrnckeres, R. Lange, Giehen.