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\68. Jahrgang

Freitag, 20. Dezember Ms

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General-Anzeiger für Oberhessen

Yankverkehr:

Eine RepublikGrotz-Yeßen".

Bon Professor Dr. Sommer- Gießen.

Anmerkungder Redaktion: Zn den näch­tigenden, uns von .Herrn Geheimnctt Sommer zur - Vervffcnllichnng zugegangenen Ausführungen möchten

wir benverLn, daß -vir den darin gegebenen Anregracgan weiteste Verbreitung nnd allgemeine Beachtung wün­schen. Auch uns ist, luie vermutlich sehr vielen Hessen, >on der Gedanke ^gekommen, daß eine ethnologx,ck>e Zusammenfassung der bislier .staatlich getrennten alt- heisischen Landesteile. in der Hauptsache dre Wreder- gelmnnung des von Preußen 1866 dem Großherzig tum ^ abgenomrnenen Gebietes, zeitgemäß und wünschen^vert wäre. Reichsinter essen 'mürben damit in keiner Weise * bedroht werden. Ter Gedanke fällt in das gegenwärtig allenthalbcrr gebilligte System einer gerechteren und zweckmäßigeren Mgrenzung der Staaten. Ungerecht­fertigte Sonderinteressen sind nicht mrt nn Spiele, wohl aber greifbar naheliegende praktische Bedürfnisse und allgemeine Verkehrsinteressen.

^ Bei der geschehenen Revolution war von vornherein eine der Hauptfragen, ob sie sich im Sinne eines reinen Zentralismus, wxe er *. B. in Frankreich besteht, entwickeln würde, oder ob die Bundesstaaten, wenn anch rn mehr oder weniger veränderter Form, erhalten bleiben würden Bor­aussetzung hierzu war die Durchführung - der repuvlnam- fdrai Sdaatsforin in den Bundesstaaten wie rm Reich. Unter­dessen hat sich diese Frage so weit geklärt, daß auch bei dieser Staatsform Bundesstaaten in dem neuen Deutschen Reich sehr wahrsck)einlich bestehen tverden, hoffentlich ver­mehrt durch yen an das Dentsche Reich an geschlossenen Volksstaat Deutsch-Oesterreich Auch die Separxerungsbe- strebunaen in Bayern werden hoffentlich unter Wahrung von Bayerns Selbständigkeit Mgunsten der RexckOexnhext verschwindet. Ms Voraussetzung Mm werteren Be,lehe:x von Teilrepubliken als Bundesstaaten erscheint eine gründ­liche staatliche Feldbereinigung, wenn ich diesen Ausdruck von der Zusammenlegung vmr Grundstücken aus die innerdeutschen GrenzveMältni, se über, tragen darf. Der bisherige Zustand die vrelfachenGn- klaven, die größtenteils auf alte, längst überlebte Rechts­verhältnisse 'zurückgehen, muß gründlich beseitigt werden. Wenn r. B. im Gebiet des Mchetals das alte Fürstentum Dirkenfeld M der norddeutschen Republik Oldenburg ge­bärt so ist dies vom ethnologischen und organisatorischen Standpunkt vollständig sinnlos, und derartige Beispiele lassen sich im bisherigen Deutschlmxd tzn Hunderten ftnden. Dieser Zustand muß, wenn die Revolution nickst bloß eine Veränderung der Machthaber, sondern eine wirkliche Ent tmcftima des deutschen Staates bedeuten soll, gründlich ge ändert werden. Am stärksten ist diese territoriale Zer splitteruna in kleine, durch gesch>ichtliche Zufälle miteinan­der politisch verbundene Bestairdteile in Thüringen ent­wickelt, und wenn es richtig ist, daß die sozialdemokratische Partei in Thüringen die Bildung einer RepublikGroß- Thüringen" unter Aufhebung der bisher vorhandenen vielfachen Grenzen von Kleinstaaten und Enklaven be­schlossen hat, so wäre dies als außerordentlicher Fortschritt der politischen Organisation von Deutschland zu begrüßen. Zugleich wäre ein ethnologisch zusammengehöriges Bevöl­kerungsgebiet die Grundlage dieser innerdeutschen Staats bildung. _

Nun ist in neuerer Zeit in großen Kölner Versarnnt- lungen die Forderung einer Rheinisch-Westfälischen Republik als selbständiger Staat im Rahmen des Deut­schen Reiches unter Loslösung von dem bisherigen König­reich Preußen ansgestellt worden, und in derKölnischen Volkszeitung" wird das ganze deutsche Reichsgebiet ein­schließlich des Anschluß suchenden Deutsch-Oesterreichs rn vier .große Republiken eingeteilt, wobei es dem Zweck nach hauptsächlich auf die Schaffung der Rheinisch-Westfäüs djcn Re^mblik ankommt. In diese sind nun in höchst auffallender Meise die b i s heri gen Gro ßh er zog tüm er Hessen nnd Baden mit einbezogen, was nichts cuxderes als eine innerdeutsche An nexi on von bestehenden Staaten durch einen überhaupt noch nicht vorhande­nen bedentet. Im persönlichen Verkehr würde man ein solches Verfahren als unverfroren bezeichnen und be­lächeln. Diese Bestrebungen, die bisher wesentlich von der Zentrumspartei ausgehen, sind jedoch recht ernsthaft zu nehmen, weil sie den Bestrebungen der Entente auf Schaf ftrng eines neuen Rheinbundes seligen Gedenkens durch aus erctgegenkommen. Wenn tncm in besonnener Weise von dem Gegebenen ausgeht, sich dabei fest auf den Bodenj der republikanischen Staatsform fteftt und vom ethno­logischen Standpunkt eine Weiterentwicklung der inner politischen Verhältnisse von Deutschland ansftebt, so kommt man. teilweise im Gegensatz zu den RheinländischWest fälischen Bestrebungen, zu der Forderung, daß das bis­herige Gvoßherzogtum Hessen als republikanischer Staat durch Zurücknahme des 1866 von Preußen anuek- tierten Hinterlandes bei Biedenkopf, das mit Gießen bxtrcfi das Biebertal zusammenhing, sowie durch Hinzu­nahme von Hessen-Nassau, von Frankfurt und vom Kinzig tat zu einem geschlossenen Staatsgebilde Groß-Hessen zusammengefaßt werden soll. Bei diesem Vorschlag gehe ich aus

1. von der Notwendigkeit, das bisherige Großherzog tum Hessen als selbständigen Staat zu erhalten, 2. von der Absicht, die bisherige insulare Lage der Proviuz Ober­hessen, die rings von preußischem Gebiet umgeben ist, zu beseitigen. 3. von den vielfachen wirtschaftlick-en Beziehun­gen von Frankfurt zu Oberhessen, besonders der Wetterau 4. von der nahen Beziehung von Hessen-Nassau. und den hessischen Provinzen Starkenburg und Rheinhessen zu Frai'kfurt.

Zu 1. Eine Aufhebung des bisherigen hessischen Staa des als solchem würde tatsächlich eine xrnabsehbare Kata strophe für einen großen Teil der Einwohnerschaft be deuten Md sicher zu einer kulturellen MckwMLsexrUvicklung

im Gebiet dieses bisherigen Staates führen. Ms Beispiel weise ich nur auf das eventl. Schicksal der Univerfttät Gie­ßen und der staallichen klinischen Institute hin, dre lvert

der preußischen Eisenbahnt»irektion in Frankfurt äl unserer Stadt völlig gleichgültig ist, da es sich um

einenfremden Staat" handelt. Eine richtige ^ __ _ ____

luug des elektrischen Bahnnetzes^ z. B. in der geplanten s^^n wir alle bürgerlichen Gegner. ^ .

Weise nach Krofdorf, hat sich durch die von dem preußischen marsckstcrt, erlitten wir keine sozialistische Mehrhnt. ^amr - ; - -- = ' wir die gemäßigte bürgerliche Demokratre. Vor allen .Trugen

müssen nur einen baldigen Vor - und wirklichen ff r: e*

nicht einen Zentner Getreide liefern, wenn nicht Ordnung herrscht.

Tie Desorganisation muß verschenken Das

die Nationalversammlung, geschelien. Xit AA^er-

Räte stellen nick>t den Willen des ganzen ^kes dar.^Du mupcn

über Hessens Grenzen hinaus kulturell und humanrtar I Mten. die Revolution zu einer großen Lol/nbewegung zu gewirkt haben. , . ! degradieren. Viele Unternehmen stellen ihre Mtnebe ^n^w-

Zu 2. Die vollkommen getrennte Lage der Provinz zur VeMgrrng. Tie Arbeiter ,verden aber nichts c«v>on

Oberhess^en und die Lage der .Hauptstadt Gießen dickst an l-aban. Sie ^nnan den B^rieb nicht ansrecht ~ f.

bcr Peripherie des Gebietes fiihrt zu sehr unmrgeiichinen die BoltS^osser, Oeshnre^ kormm Mr Ms das LcuNche wirtschaftlichen Konsequenzen. Die unleidlichen Ersenkxihw- Rnch mcht mehr vorstellen. In bat ttae

verh äl Misse ^°n Gießen beruhen

der vrenßiscben Ersenbahlmarektron rn Frcnrkfurt das Schick- ..g*~ emri röt. was zur

Zustimmung.) Ter Bolschewismus hat nichts erreicht, was zur '>M8 M' ~ "' MM. Er hat ihn auf Jagr-

uns zusannnentuln, dann Wenn die Entente eirr-

tL*> UvTL;^ Förderung des Sozialismus dienen könnte W-ertereniwicc- I ^^te diskreditiert. Wenn wir Sozialisten

Ministerium gemachten Sck>wierigkeiten trotz des schon fertig

SSmKÜR I SSÄdÄ

BÄÄSÄl» 5 S SÄSS»ÄÄÄiäÄKlR

geschalteten Gießener Tallessel vollkommen ausgeschloßaii höchsten Mst.uvn so festzw die Treue halten >vollen, im

ist. Dieser eigensinnige und egoistrsche prcu- J^rteressc des derckschen.Volkes und im Füteresse der neu Ezu- ische Partikularisurus hat dem Verkehrswesen in I txtucrtben Aienschl^eitsorgW'äsatwn bitte ich Sie. in Ihrer großen >em Gebiet zwischen Westfalen, Rhein und Lahn außerordent- Mehrheit meinem Antrag znzustinrmen: die Wahlen für dre lich geschadet und ist mit ein Grund für die im Lauf der Jahre deutsche National versgm m lung finden am 13. ^a- 'tax-r augewachsene antipreußische Stimmung bei allen, die nuar statt. (Lebhafter ^^Ua^ hat MgenBr-

eiuen Cünblick in die Verhältnisse haben. Di e se r, Z u - stand, ^ rst «n. kerngesundes LM^^M-chm Sre dieses Wort wahr, stand ist im Rahmen des neuenReiches unhatt- (LebMer BnM und sonderlichen.)

l s' ^der^ievMü^dn ^^g^ °Z «rffcSÄÄ®"Ä^ÄMetert, Ansehung des Wahl,

gehen lasseir, was ber der letzigen politischen^ -uge ern ^^ins auf dm 16. März, Uebc-rtragung der ge.etzgebmdm und

wahrer Anachronismus Ware, oder mau muß das bisherige an die Arbeiter- und Soldatenräte, Schaffung eines

Großherzogtum Hessen durch Hinzunahme der genannten, ZeMralrates.

ebenfalls 1866 von Preußen annektierten Gebiete zu einem Vorsitzender Leinert gcht -ein Schreiben des Vollzugsrates Groß-Hesseu weitereutUnckeln. Letzteres halte ich für bckamtt, in dem mitgeteilt wird, daß die Angelegenheit der be- viel richtiger als eine Fortsetzung der im Jahre 1866 von schlagnahmten und verumtreutm 600000 Franks Gencralstabv- Pveußeu geschehenen Annexion des Hinterlandes. Vor allem gelder der gerichtlichen Untersuchung vorllegt wäre notwendig, das trennende Gebiet des K i n z i g t a l e s D ä u m i g: Der Rausch ber ersten Re^lutrons^ge ist ver-

Hesfen^ssauvom Rheingan bis zur Lahn^uzune^nen. ®SSfecSÄ»: Däumig E erst pwa Be-

Dadurch wurde ern ethnologisch und volkswirtschaftlich zu- zertrümmern um fcmrnf auftubauen. was er für richtig

ämmengehöriges Gebilde unter Erweiternng des bisherigen ^ Wird der Wahllermin weücr hinansgeschoben, so treiben GDdßherzogtUiAs geschaffen. , svir die Arbeiterschafr in das Lager unserer Ferrcke.

Zu 3. Für diese staatlick^ Zusammenlegung sprechen die I Heckcrt (Unabhängiger Soz.): Das Räte-soystem mutz rom- Erfahrungen des Krieges über die wirtschaftlichen Verhält- men, auck> wenn Sie die Nationalversanunlung beschließen. T«

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prrter FMNilien^rus der Mtena . % BDie FanrUieDucken- ** Lo^onberg^v^akirsft^ ^mpfmeüwde des ruffi berg aus Frredberg, die Familie Lrndheimer in der Goethe- f(ßai Bolschewismus kommt für Westmwva nicht in Frage. Die chen Ahnentafel aus Lrndherm m der Wetterau, und dem- Nationalversammlung wird uns ein gutes Stück Sozialismus brin- entsprechend ließen sich Hunderte von Beispielen aus weniger g Cttm Das hätte aber da Rätekongreß noch besser machen können bekannten Familien bilden. Auch kulturell haben sich z. B. Flügel (Demokr. Partei): Wir brauchen die National- an dem Ausbau der Frankfurter Sammlungen Hessen sehr I Versammlung, weil wir Brot, Arbeit, Freiheit und Recht brauchen, zahlreich und lebhaft beteiligt. Auch die Volkssprach!e geht > Wir kämpfen gegen die Reaktion von Rechts und gegen du mit kaum merklichen Untersckstedeu irt die benachbarten Ge­biete der Wetler^au über; was ethnologisch gilt, gilt auch volkswirtschaftlich Ober hessen ist für Fr an k f rc r t da außerordentlich wesentliche landwirtschaftliche Hinter land und der Dezxrg von Wasser für Frankfurt aus deni Jnheidener Provinzial-Wafferwerk ist nur eins der volks­wirtschaftlichen Symptome von der Zusammengelwrigkeit von Frankfurt nnd der Wettevcnx.

Zu 4. Frankfurt bildet in bezug auf Siedlxcngelr uxxd

Reaktion von Links. (Beifall und Händeklatschen.)

Auf eine Anfrage, wie die parlamentarische Ueberwachung des Rates der Volksbeaustragten gedacht sei. antwortet Volks- boauftragter Haase: Mle Gesetzentwürfe sind dem Zentralrat vorzulcgen, alle nächtigeren^ mit ihm zu beraten. Zu Zerwürf­nissen wird diese Methode nicht führen.

Ein Vertreter der Unabhängigen erklärt, durch diese Aus­kunft nickst befriedigt M sein. Er beantragt, die Sitzung zu unterbrechen, um über diese Frage beraten zu körrnen. Der dlu-

__^ _| ... trag wird abgelehnt. Der Redner der Unabhängigen erklärt

vielfach auch in bttüg'äuf Volkswirts st den Mittelpunkt I darauf, daß seine F^undc den Saal verlassen rttounn von Hessen-Nassau. Oberhessen Starlenburg ^ beraten, ob che an den VerhaEnngen werter teünehrnen

nndKh'einhesseT ^ihaben sich schoustrdenst-k/' ^tz.^7LMÄaw-nlun- fährt Haas- -mS:

Jahrzehnten vielfach enge Bevbxndxmgen zwischen dresen ge- Entschiedenheit müssen wir einer Beschlcmckgung des Termins nannten Gebraten, besonders mit dem früheren Gvoßherzog- \ widersprechen. Wir wollen aufg-eklärte Wähler zur Urne führen.

tum Hessen, langebahnt. Wenn man also überhaxlpt Deutsch- laxrd iiach dev geschehenen Revolution auf ethnologi­scher Grundlage neu aufbauen ivill, was ich durchaus empfehle, so möge man durch Zusammenleguug der ge­nannten Gebiete unter Weiterführung des hessischen Staates diesen enveibern. Es würde dadicrch eine ethnologisch uird volkswirtschaftlich Kusamrnengehörige und lebenskrästige staatliche Gemeinschaft entsbehex:, welche als V o l k s st a a t die Nachfolgern: dos bisherigen Großherzogtums Hessen sein würde.

Besonders bedürfen die Frauen der Aufklärung.

Ein Redner aus Baden erllärt: Tie Nationalversamm­lung kann nicht frühzeitig genug stattfinden.

Sa hm (O)tfront): Es handelt sich um Tenrokratie oder Diktatur des Proletariats. Ter Kampftuf darf nicht heißend Hie Mehrheit? Hie Unabhängige?, sondern: Hie Sozialismus! Hie Kapitalismxrs!

Loos (Denwkratische Fraktion): Ter Zusammeillruch ist'da. Unter den Trümmern liegen die denffchen Mäxmer. Sie wollen nur herausholen, !um fte in dem Bolksstaat zu sammeln. Haben Sie Vertiaucn zum Volke!

arbe (Kiel): Die Produktion muß schlerrxrigst tvieder anh

Die Keichskonserenz der Arbeiter- und Lstdc-teurüte. I ^ * 8 ^$%**%*% ** ®° If w»

M 4. Sitzuxrg.

Berlin, 19. Tcz. (WB.) Vorsitzender Leinert eröffnet die Sitzung um 9,45 Uhr. Zunäck-st wird über die Frage der Aufwands- und Reisecntschädigung für die Tele-

gierten berate::. Severing empfiehlt namens der Fr<xktion an auswärtige Delegierte 30 Mk., für Berliner 20 All. zu be^

willigen, .ferner für etwa ausgefallenen Tagesverdienst eine Ent- _W .....W,

sckjädigiung bis zu 20 Mk., dazu eine Rückfalwkarte. Tie Rückreise! unsere La^tmrsschaft nicht in der Lage, das Land zu bestellen dürfte heute abend erfolge:: A3 raten. Tie Versamnllung be- \ noch abznernten.

Rickerl: Men Respekt vor dem ehrlichen Gefühl Däu- migs. Seinem Verstände kam: ich keine Reveocxrz erweisen. (Heiter­keit.) Wir .vollen die sozialistische Republik, verankert in der Ver­nunft auf realem Boden. Die Errungenschaften der Revolution werden gesichert durch baldige Einberuftmg der Nationalversamm- lung und die Wahl am 19. Januar.

Schauer: Wir müssen eine feste Regierung haben, sonst ist

schließt nach diesem Antrag.

Tarauf beginnt die Aussprache über

die Naiionclversmmnlung.

Cvhen-Reuß: Unser Land ist von Rölsttioffen entblößt und die Finanzen sind aufs schwerste gefährdet. Wir sind geschwächt auf den Schlachtfeldern und durch die ial-relange Unterernährung. Neben den gvoße:r eigenen Kriegskosten werde:: wir hohe Kriegs­entschädigungen zx: zahlen haben. Wir brauchen für viele Mil­liarde:: Rohstoffe und Lebensmittel. Dabei ist der Wert der deut- schen Mark erschreckend gesunken. Es ist bitter notwendig, die Ovdnung wieder herzustiellen und den Wiederaufbau Deutschlands in die Wege zu teilen. Militärffch sftch wir wehrlos. Trotzdem iKit vre Entente ein großes Interesse daran, daß unsere Leistzmgs-

Volksbeauftragter Scheidemann: In de>- gegenirartigen Situation ka:rn uns Karl Marx nichts l>elfen. Wir müssen ans der Sittmtion h naus ent ch iden. Ztve fcllos Haber di? Ar e tcr- und Soldatenräte viel Gutes geschaffen. Sie tvaren eine Not­wendigkeit, aber eine vorübergehende. Bleiben sie dauernd, dann! kommen nur notwendigernnstse zum Bolschewismus und zu :u:ab- N»endbarem Elerrd für das gmrze deutsche Volk Bei uns gibt es viel mehr zu zerstören als in Rußland. Mt der Miirderheit Iwbeit nur als strittigen Punkt nur den Termür: im Prinzip stimmen nur überein. Wir sind überzeugt, daß da- Rutsche Volk unsere Politik verstanden hat und ersteht. Techrrische Schnuerigkeiten fiub zu überbrücke::. Für die Heeresang^chörigei'.. die am Wabltage iricht hier kein können, sollen Nachwahlen stattffnden. Bravo N

aber auch eff: Interesse daran, daß wir teistungsfähig 1leiben. I treten usteder den S:al.) Wir brauchen Friede:: und Brol Mit Tie verspwck>enen Rohstpfse und Lebensmittel werben uns erst! Spazierfahrten mit Maschinengenchren sichert man di? Errnngen. g'gchen n»nden, -wem: bn. uns Ordnung herrscht. Für die nächste:: I schäften der Revolution :richt. Deshalb stimme:: sie d»'.u^6e.!-! .-?: min, Monade haben wir Rohstoffe und Lebairs>nittel. Die Kohle ftmn I dem 19. Januar, zu. (Lebhafter Beifall. Händekl atschen. Pfuirufe nur gastirdert werden, wem: bei uns Ordnung herrscht. Deutsch-1 auf der Tribüne. Unruhe.)

ist eine aavße ÄÜMÄur WyWfttt Die Endsch: tckrd au unä 1 Gs folgt die Abstiunnung. AiVenomurcu wird üu Antrag.