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Art AntE fe&ter Reife mrch toc(i«n stm ferne Meinung fragte. D« Auilchub «^er der völlige Verzicht auf die übliche Reise wäre ^lEifelws in der ganzen Welt <cks Zugeständnis geraoe von De^ch,1^--s Standpunkt aus der sehr kritisch^ Lage empfunden ttvrden. Drrum net Bech'. an : dem Mo o chei, di- Rei e an u- .^tcu. ILr hoffe daraus eine gewijse Entspaimung der allgemeinen ^age. Niasts sollte unversucht bleiben, was geeignet erschien, die Beunrutngungen zu zerstreuen und den drohenden Weltbrand abzwveicken Mit voller Schärfe sprach 'ich aber Vethmann gegen die Unterstellung aus, als habe die Reichsleitung damals den Kaiser -^lbittichfand entfernt oder auf „Reisen geschickt" — wie es in der Niederschrift des Professors Wegener heißt, — um nun un- ^stort zum K'riege treiben zu können."
London, 29. Nov. (WsB.) Reuter. Ter General^ taatsanwalt sagte in einer Rede m Wimborne, daß die Politik der Regierung sei, soweit es ihre Macht gestattet, darauf bei den Murrten zu dringen, daß der Kaiser persönlich zup Verantwortung für die Berbreckstm gezogen wird, ft'tt die er persönlich in erster Linie verantwortlich ist. Sie will, daß er Gelegenheit erhalte sich gegen die Anschuldigungen zu verteidigen, die gegen ihn erhoben werden.
Abdankung de» König» von Württemberg.
Stuttgart, 30. Nvv. (WTB.) Ter König von Württemberg hat heute folgende Kundgebung erlassen: An das Württemberger Volk! Wie ich schon erklärte, soll meine Person niemals ein Dindernis sein für die freie Entwicklung der Ber- häwiiise des Landes und dessen Wohlergehen. (Geleitet von diesem Gedanken, lcgc vch mit dem heutigen Tage die Krone nieder. Allen vre mir m 27 Jahren treu gedient oder mir sonst Gutes erwiesen haben vor allem auch unsere helÄemnütigcm Truppen, die durch vier Jahre sckiwertten Ringens mit größtem Opfermut den Feind von: Vaterland ferngehalten haben, danke ich aus .Herzensgrund Mid erst Mit meinem letzten Atemtzuge wird meine Liebe zur teuren peunat ünd ihrem Volk erlöschen. Ich spveä-e hierbei zugleich rm Namen meiner Gemahlin, die nur schweren Herzens ihre Ar- beit zum Wähle der Armen und Kranken im bisherigen Umfang nreoerlogt. Gott segne, behüte und schütze unser geliebtes Württemberg m aller Zukunft. Ties mein Scheidegruß
Beben Hausen, 30. November 1918 . (geh.) Wilhelm,
Das Wolff-Büro unter Zensur.
Berlin, 30. Nvv. Gegenüber der Mitteilung des Berliner Tageblattes" daß das Wolfsbnreau von den UnaÄKngigen besetze sei stellen wrr znr Information fest, daß die Ko nt ro l l - ko m Mission des Arbeiter- und Soldatenvates beim Wolfs- b.ureau zur Zeit mls zwei Mitgliedern der Mehrheit und einem Mitglied der Unabhängigen besteig.
Ter Beauftragte des Arbeiter- und Soldatenrcktes rm Wolffbureau.
Aus uns
Gießen, den 2. Dezember 1918. An das Feldheer!
richtet Hindenburg nachstehenden Aufruf:
St Uel Lahre lang treu in Feindes.
IdTto ausgehalten habt, denkt daran, wie unendlich wichtig es für
Heer nNd Heimat ist, daß sich Rückführung der Armeen und Entlassung ihrer Verbände in voller Ruhe mid Ordnung vvllzielien. Nur wenn jeder einzelne von Euch treu aus seinem Posten bleibt, bis die Sttmde der Entlassung aus den Reihen des Heeres für ihn gekommen ist, wird es gelingen, die mannigfachen Rechungen zu überwinden, welche die Rückführung so gewaltiger Heeresmassen mit sich bringt.
. , Wie Ihr so oft in Zeiten des Kampfes selbstlos Euer eigenes Ich dem Wöhle des Ganzen untergeordnet habt, so Vergeht auch jetzt nicht, daß die Heimat ht letzter Stunde von Euch Op erfordert Sie sind gering gegenüber all dem, was Ihr in den vier langen, Jahren des Krieges geleistet habt.
Alles außer dm Jahrgängen 1896 bis 1899, die zunächst bei den Fahnen blechen, soll so schnell wie möglich entlassen werden. Laßt Euch nicht verführen, vorzeitig iind eigenmächtig Euern Truppenteils zu verlassen, vergegenwärtigt Euch stets, zu welclien Schwierig kr i len bei ltuterbringung und Verpflegung sr
—.m^u-iuiiiuua^ mw L+>|icH u *iy jonric im ?lb- transport es,kommen muß, wenn jeder einzelne von Euch regellos
vichti
nach Hause strebt. OrdnungÄw Zusammenhalt ist jetzt wichtiger denn je. Nur so wird glatte Rückführung des Feldheeres nach den
xc ■ -1 mc 1Z yiun-c piuaiui;iuuy ves r^u-peeres naa) oen oftlich des Rheins zunächst vorgeseherren Unterbrinaungsräumen möglich sein. Von dort ist Leitung der Verbände mit Eisenbahn oder Fußmarsch zu den Ersatztruppenteilen vorgesehen. Mit Rückst äst aus die große Mhäuftmg von Trupven und die beschränkten Transportmöglich ketten kann dies mir allmählich erfolgen. Längere oder kürzere Wartezeiten bei oft beschränkter Unterkimft werden sich für manä)e Formationen nickst vermeiden lassen. Auch hier habt (Geduld und Vertrauen; es wird jeder von Euch so frülHeitig zu seinem Eriatztruppentett befördert werden, als die Umstände es gestatten Keiner von Erich wird vergessen! Seid versici)ert, daß die Oberste Heeresleitung in Verbindung mit den Heimatstellen alles aus bietet, um Euch so bald wie möglich Euern Angehörigen zuzuführen.
Toch erst tttt not hierbei:'Ruhe und Ordnung. Gleichzeitig verweisen wir ans den Aufruf „An die Heimat"", den das Armeeoberkommando 5, General von der Marwitz, im Anzeigenteil unseres heuttgen Blattes veröffentlicht.
Lebensmittel.
** Zusatzlebensmittel für Kranke. Infolge der rn letzter Zeit zahlreich vvr<M)mmenen Erkrankungen hai^n die Bewllllgümgen von Milch und Butter auf Grund ältlicher Zeugnisse an Kranke einen derartigen Umfang angenommen, daß sse die Verwrgmrg der übrigen Bevölkerung erirstlich gefäl/rden. Ter Stadt Gi-ßerc werden zur Versorgung der Kranken bestimmte Mengen an Milch mw Butter überwiesen. Diese Mengen such bei Milch um Vs und bei Butter um die Hälfte bereits überschritteii. Die Versor- gamg der Kranken geschieht daher insoweit cmf Kosten der übrigen Bevölkerung. Bei der gwßen Knappheit der zur Verfügung stellenden Mengen an Butter und Milch müssen daher unbedingt Ern- chsränkmig-en vorgenommen Werden. Nach den von der ärzttickxm Plm:'ungsstelle für Bewilligung von Zutttzlebensmitteln aufge- lellten Richtlinien kommen datier bei Blutarmut, Bleickssucht, Nervosität. Ueberarbeittmg und ähnlichem nur noch in schvevm ärztlich ganz besvichers begründeten Fällen, wie *. B. Anämie von 50 o/o HäniogLobii'geholt an abwärts, Bewi ligungen eintreten. Ebenso können Magenerkrankungen für die Bewilligung von Milch nur m besonders begründeten Fällen in Frage kommen Butter und
Milch zusammen können.nur in den in der Verordnung des Ministeriums vom 14. Novcncher 1916 bezeichnetcn Fällen zugelasien werden. Mehr als V* Liter Milch täglich kann bis auf weiteres nur in den dringendsten Fällen bewilligt werden.
** Freibank. Tienstag den .3. Tezember von 2—4 Uhr werden die Nmnmern 1551—1650 I>eliefert.
Pferdefleisch-. Von Dienstag, 3. d. M. ab wird bis auf weiteres täglich in der Freibank des stttdt. Schlachthoses Pferde, flcilch zum Preise von etwa 70—80 Pf. für das Pfund abgegeben; der genaue Preis wird an der Freibank angeschlagen werden. Tie Abgabe des Pferdefleisches erfolgt olstre Fleisch.narken. Es ist daher jeder, der Pferdefleisch essen will, in der Lage, sich größere einzulegen. Bei sack)gemäßer Zubereitmi^ Wll Pferde- fl ei,ch recht schmackhaft sein.
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** Dafrtsv-rre für deutsche Kriegsgefangene, wie unv nutgeteilt imvd, lstrricht vom 5. bis 22 Tezember eine Paketsperre für Pakete an deutsche Kriegsgefangene.
** Der Temobilmachungsausschuß für Gießen erlaßt in unserem heutigen Blatte Bekanntmachrmgen. auf die wir hiermit besonders Hinweisen.
** Die dritte Armee ist im Gebiet der Provinz Hessen- Naisau, von Oberhefsen und des Kreises Wetzlar eiugetrosf.m Die zum Armeegebiet gehörenden Teile vorgenannter Pnwinzen sttrd damit Operationsgebiet. Wir verweisen auf die Bekanittmackunä des Oberbefehlshabers der dritten Armee Generaloberst v einem un Anzeigentett.
** Aus dem Stadttheaterbureau. Es sei in letzter Sttnde nochmals darauf hiugetoiesen. daß am heutigen Montag nnt Biörnsons „Wenn der funge Wein blüht" die achte Vor-, Wellung im D i c n s t a g s abonnement gegeben wird — Eine fitere Vorstellung in der kommenden Wockp findet am Samstag den <. T^ember stptt, und zLvar ustch an diesem Abend Fräulein vtellp Krappe, eine jnn-g? TanzkünsÄerin ans Godesberg, „Dd-ister- werke der Klavierlrteratur" choreographisch zur Darstellung bringen. Ter Immen WnMerin, die erst kürzlich in Leipzig sich einen schonen Erfolg errungen hat und auch hier in Gießen in privaten- Zirkeln bereits sich unter lebhafter Anerkennung zeigen konnte^ geht ein guter Ruf voraus.
* * D ie Vespr^echunader Samstagsvorstellung des Gieße- ner -Ltadttheaters „Sodoms Ende"' muß wegen Platzmangels auf morgen verschoben werden.
. "Baugenossenschaft. Wie uns mttgeteilt wird, fanden m diesen Tagen Besprechungen zwisären Vertretern der beiden hiesigen gemeinnützigen Baugenossenschaften statt, die den Zusammenschluß der beiden tz^enossenscha ten zum Ziel hatten. Tie in Kurze stattirndenden .Hauptversammlungen norden diese Frage endgulttg entscheiden. Der Zusammenschluß wäre außerordentlich zu begrüßen. 7
"Li ch t s p ielh aus (Bahnhofftvaße 34). Heute ist letzter
Tag des Loontme-KMhnberg-Filins'IA'e Narc^hat'ft^gesüßt'^b Reial Orla in einem Gesellschafässchauspiel in vier
spielt «...- - Vl4ttu .
Akten „Das Glück der Frau Beate"
Vlv Oednrt eines MÄDCHENS zeigen an
Lehramts-Assessor SCHAAF und FRAU MARIA geb. Klöppinger.
Glessen (kath. Schwesternhaus), 2. Dez. 1918.
Bekanntmachung.
In unser Firmenregister wurde heute bei der
Firma Gebrüder Böckel in Bellersheim einge
tragen
Die Firma ist erloschen.
Hungen, den 29. November 1918. _Hessisches Amtsgericht Hungen.
8876
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