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Vermischtes.

}w ,, dvn filier rimmartigen scrnbilbung mtife

££ SjEffiUt?' «wW^^Jjyh Mfbt aus der Insel Trinidad y ^ Mpihaltsee, beffai Oberfläche mit so

«S^fcS^S bcöorfr - ut ; daß man selbst bei großer $>iu darauf ^rAfe f,n K t \ h - Tiefer Asphaltsee bedeckt eine Fläche SSiPtaJSL Ultb *?* eme beträchtliche Tiefe AMehobme WLm sich bumen kurzer Zeit von selbst wieder. Man l-ar di eure Million Tonnen Asphalt entnommen. mir 1im Em Geringes gesunken, die l£r<iiebic* iirfie b jlii ' &?lbeckens scheint also eine ganz ungeheuer-

If bSprf ^ Ä ^rer Asphaltsee ist Mich in Venezuela.

1 tonip i$^ Uat rJM c ' l1t Kbod) allerdings nun

Ö .£ CU>T Trdpechquelle wurden große Mengen

n a sILli 0 s3°sn > ?. m £!:-! a ausgeführt. doch füllen mehrere Quellen, tins denen das Pech haß l>erausguillt, den See immer aufs neue.

Letzte Nachrichten.

Die Neubildung der Rcichsregierung.

\ B. T. hat die sozialistische Regierung AbgeorduebTU Justizrat Dr. Wald st ein R e l ch s i u,t i z a m t s und dem ehemaligen *%! K *? l ß Vetar ^ m r !} & V 9 Leitung des Reichsschah- °^boten. Borde haben sich ihre Entscheidung vor!

Die Waffcnsti llstaiDsvcrhind lungen.

ll ' 13 ^rkreter der Entente sind in Spaa emgetwffen, um dort mit unseren 'J'fti'nicrtcTi mit ^ Wassrnspllüandos zusammenhängenden Fra- gen weiter zu bei prechen. Der Staats etretär a. D von JX l S~ lV ^emiber irrtümlicher Amrahme feststellen,

an diesen Verhandlungen nicht beteiligt.

Dir Bttukmi-se der Arbeiter- und Soldaienräte.

. , Amtlich., AuS Anlaß mehrerer En^elfällc

entschieden, dar; Arbeiter und Solbarcurätc nicht befug: lind, Zahlungen aus Regieru n g s- und Kreis-

k n anzmoorien und KU erhoben. Ebenso sind dir Arbeiter- und Soldatenrate nicht befugt, bisherige (Gebühren selbständig zu erholten. J

Partemuftufe.

Bertin 13 Nvv. Tie konservative Parte ilzi» .. 11 p' HezeiäZiet durch den ^lbgoordneten von Heydebranö. vor- oNentlichit in derKreuzzeitung," ern^r Aufruf, daß alle Partei- svouiWe tin Lande trotz der Bitterkeit, die jetzt ihre Kerzen erfüllt, angesichts der furckchbaven Notlage des Vaterlands alles tun sollen, was m ihren Kräften sucht, um auf die Erhaltung von Ruhe,' Ordnung und sicher heit des Lebens und des Privatver- nwgons geriä/teten Bestrebung«: der gegemvärtigen Regiermm insbesondere daß sie fu diesen schoevon Tagen und Wor.xm selbst mit den größten eigeiren Opfern die Ernäh- r^u n g des Volkes, von der jetzt alles abhängt, durch Abgabe iind Bereitstellung dopen, was det Einzelne nur irgend zu leisten vermag. sickern helfen.

Auck^dre hier awvesenden.Mitglieder der natiouallibe- ^leu.^r^ttion des Reichstags erlassen einen Aufruf, worin es heißt, oaß sw niemals von dom Weg? des versassungs- mw ge- sehmatz-gi7n Daudelns^abüvei6'>7ii, also auch die innere Umwälzung nichit billigni könne. Sie wolle aber an eiirem wirklich demo­kratischen L taat mita rbeiten irnd verlange volle Gleich- bovecktigung aller Mitglieder ch-s Volkes. An Stelle des Deutschen uceickstag' könne nur eine konsdituierr'nde nationale Versammlung treten, aus der allein der Wille der Nation zu sprechen vermöge * u b^tgen, sei dairn vaterländische Pflicht. Inzwischen soll dve provisorische Reg'.erung mir alle:: Kräften antcrsttitzt w-eodon bei iliren Bemühung»?::, den oröcntlichion Gang der Staats-

gesckläftie aufrecht ^u erhalten und die Ernährung M sichern. Tiefe Tlufgabe könne die provisorisck^e Regierung aber nur im engen Zusammenhang mit dem Deutschen Reichstag erfüllen. 9hir eine oldnungsgemäß gewählte Vertretung des ganzen Volkes könne den Frieden verbürgen.

Die Bildung einer Noten Garde eingestellt.

Berlin, 13. Nov. Ter Bollzugsrat des Arbeiter- und Sol­daten rates beschloß, die Bildung ein er.Roten Garde vorläufig ein zu stellen, da die Trupren sich bereit erklärt haben, jederzeit zur Verständigung der revolutioiüiren Errungen­schaften und zur Befestigung der sozialistischen Republik ihr Leben einzusetzen.

Hindenburg in Kassel.

Kassel 14. Nov. In den heutigen Blättern erscheint nach­stehender Aufruf:

Mitbürger und Soldaten!

Heute trifft der Generalfeldmarschall von Hinden- bur g urit Offizieren wid Maimffcha.ten deZ Großen Hauptquartiers in 'Kassel ein, um von Wilhelmshähe aus die Demobilisation! unserer Truppen zu leiten.

Hiudenburg gehört dem deutschen Volke und dem deutsches Heere. Er hat sein Heer zu glänzenden Siegen geführt und sein Volk in schwerer Stunde nicht verlassen. Nie hat .Hindniburg in der Größe seiner Pflichterfüllung uns näher ge­standen als heute. Seine Pprson steht unter unserm Schutze.

Wir wissen, daß die bürgerliche und soldatische Bevölkerung Kassels ihm nur Gefühle der Verehrimg und Hochachtmig entgegen­bringen wird und er vor jeder Belästigirng sichr ist.

Der Generalf/ldmarschall trägt Waffe, ebenso die Offiziere und Soldaten des Großen Hauptguarliers, wenn sie ihn begleiten.

Für den Arbeiter- und Soldaten rat. Für deu Magistrat.

Crzesinski. Koch.

Durchmarsch deutscher Truppen durch, holländisches Gebiet.

Haag, 14. Nov. 25 000 Mann deutsche Truppen,

aus Belgien kamen, erreichten die Mländische Grenze bei Assehske mid wollten den Durchmarsch mit Waffe,:gewalt erzwiii- P. Durch Vermittlung der deutschen Gesandtschaft wurde ein Eingreifen bei holländischen Truppen vermieden und es wurde erveickt, daß der Durck>n:arsch nach Niederlegung der Waffen ge­stattet lv'urde.

Der Kaiser in Holland.

Amsterdam, 13. Nov. Dem ,,Allg. Handels'blad" lvird von seinem Loirdoner Korrespondenten gedrahtet, daß von vielen Zeiten, auch von den gemäßigten, gegen den Aufenthalt des KaisersinHollandenergischpro testiert wird. Man verlange allgemein seine Aus.iesecnng an die Alliierten.

Der Allgemeine Ausstand in der Schlveiz.

Frankfurt a. M., 14. Nov. Der General streik in der Schweiz sck>eint mit Heft:gil!eit zuMnehmen. Ter Bahnoer- k.-hc'ht fast gmiz, so daß keinerlei Zeitungen hier eintreffen. Tie Telegraphen- und Fernsprecher arbeiten. Das Bahrp-ersonal, das vcm: Buudesrat unter das Militärg-setz gestellt wurde. \jat sckriftliclM Gestellungsbefehl zur Aufimhme des Tierrstes erhalten. Das Peiffoual ist dem Befehl nichit nachgekmniwn.

AuS Finnland.

Kopenhagen, 13. Nov.Berl. Tid." meldet aus Hel- smgfvrs: D:e finnischen Republikaner sprachen sich in einer großen Versammlung am letzten Sonntag für unersckffjtter- liche Neutralität und für unmittelbare Aufnahme von Ver­handlungen mit Deutschs-and und der Enten tt w-egen Anertvnnung der Selbstäiidigleit Frnnlaiids aus. Die Außenpolitik soll in der Richtung sortgeführt werten, daß der Eintritt Finnlands in den koinmenden Völkerbimd dadurch vorbereitet tvird. Eine Regierung, die durch ihre Politik ein Hindernis für die Anerkennung der Selbständigkeit Finnlands bllde, müsse zurücktreten.

Bekanntmachung.

%ic am 15. Noveniber 1918 fälliger: Zinsen der in das Hessische Stoatsschuldbuch eingetragenen Forderungen iverden i<i allen in Bettacht kommenden Hessisä, a Kassen und bei den ReicliS- bankanstalten vom 1. Noveinber 1918 ab gezalüt. Vom gleicysn Tage ab wird die Staats schuld« ckasse die durch die Post oder durch Gutschrift auf Reichsbmtk-Mrokonto zu berichtigenden Schuldbiuh- ziusen überweisen.

T a r m st a d t. d«i 22. Oktober 1918

Großl-erzogliä' Hessische Staatsschuldenvettvaltung.

In Erledigung: Tr. Rohde.

Bekanntmachung

betreffend Landes-Milch- und Fettstelle lKomniunalverband Groß- herzogtuni Hessen . Vom 29. Oktober 1918.

Seine Durchlaucht Prinz Leopold von Isenburg hat das Amt als Vorsitzender des Vorstands der Laiide^Milch- imd Fettstelle nicdergelegt. Ter seitherige stellvertretende Vi7rsitze::de. Roqiv- ningsrat Becker, wurde zum Vorsitzenden dieser Stelle InftelU

Darmftadt, den 29. Oktober 1918.

Großherzogliches Ministerium des Innern. _ v. Homberg k.

Betr.: Ten Termin für die Einsendung der KirchenrechnungeÄ für 1917.

An die Kirchenvorstültd^ des Kreises.

Wir empfehlen Ihnen, soweit dies noch nicht gesäieher:, als­bald zu berichten, ob die Reckptung für 1917 an Großh. Ober- rechnuugskammer abgeliefert worden ist.

Gießen, den 4. Noveinber 1918.

Grvßherzv'Nicves ureisamt Gießen.

__ Dr. Usinger. __

Bekanntmachung.

Betr.: Milzbrand bei einem geschlachteten Rind des L. Möbus, Queckborn.

Bei einem geschlachteten Rind des Lndwig Möbus in O.ueck- born ist Milzbrand festgestellt worden. Desinfektion ist cvrgeorduct worden.

G i e ß e u, den 31. Oktober 1916.

Grvßherzoglicbes Kreisamt Gießen.

__ I. B.: Wolf. __

Dienstnachrichtcn veS Großh. Krcisamts Gießen.

Assistenzveterinärarzt Blume in Grünberg wird während seiner Erkrankung durch Veterinärarzt Tr. Ohlh in Gießen vertteten.!

Großh. Ministerium des Innern hat dem Hessischen Landes- verein vom Roten Krcnz und dein Alice-Frauen verein für Kranken­pflege die Erlaubnis erteilt, in den Jahren 1919 und 1920 inner­halb des Großherzogtums eine vierte Kiiegsgeldlotterie mittels sogcnamtter Losbriefe zugilnsten der Vereinszwecke zu veranstalten» unter der Bedingung, daß in jeder der Spielreihen nicht mehr als 150000 Losbriefe zu 1,10 Mk. misgegeben iverden dürfvi und mindestens 55000 Mk. planmäßig für die Gewinne zu ver­wenden sind. Der Vertrieb der Losoriese der I. Reihe findet de der Zeit vom 1. Januar 1919 bis 31. Dezember 1919, derjenigen der II. Reihe weiterlaüfend bis zum 1. Juli 1920 statt. Ankündi­gung, Ausgabe und Vettrieb der Losbriefe hat während der Zell des Vertriebs der Lose zur 1. Klasse einer preußisch>-süddeutschen K'lassenlotterie zu unterbleiben. _

Bekanntmachung.

Zur Sicherlmg der Ernähnmg in de:: künftigen Wochen wird die Aussuhrgenehmigimg für Ochsen vorläufig nicht erteilt jAw" träge auf Äusfichr werden nickt erledigt.

Gießen, den 13. November 1918. 8713c

Gberhessischer vkehhandelsverband.

Ter Vorsitzende:

Prof. Rosenberg.

Das ffiiutofinne Mickm ör§ $frrn Cglshsd Jms.

Ronnrn von A. H. Adams.

(Nachdruck verboten.)

(Fortsetzung.)

Mit irnbef^oX\encn Jrngemr öffnete er den Umschlag. Die Einlage, auf dickes Briefpapier geschrieben, war wie folgt m lesen 2

"lkine Dame, die sich! in großer Not befindet, bittet Sie lim Ihre Hilfe. Dem: nur Sie kömien mir helfen. Ich be­finde mich zwischen Feinden, bin bewacht und hilflos. Heute abend um neuu Uhr müssen Sie mich im Garten besnä-en. Das Giartentor ist gleick) um die Ecke ein großes glattes Tor, das grün bemalt ist. Treten Sie dort ein, wenn sich uienrand auf der Straße befindet, dem: Vorsicht ist unbe­dingt notwendig.' Dann gehen Sie nach links eine Baum­farnallee hinab, an deren Ende Sie auf eine Terrasse kom­men werden, wo Sie den Halfen überseherr. Dort werden Sie Mischen zävei Meuerbäumen eine kleine Laube sehen, die mit G.chzinien überwachsen ist. Dort werde ich warten und beten, daß Sie komme?: mögen.

Weim Sie sich! furchten, mir beizustehen in tvelch verzweifelter Lage ich bin, mögen Sie nach diesem Ansuchen, das ich an einen Fremden richte, beurteilen, so-geben Sie bitte, keinerlei Zeichen. Wollen Sie meiner Bitte willfahren, so machen Sre irgenDeine uimuffältige Gebärde urrter dem B-alkon, die mein angsterfülltes Herz beruhigt. Winken Sie

rncht und nehmen Sie nicht die geringste Nottz von mir aber lassen Sie mich auf irgendeine Weise wissen, daß Sie mein Freirnd sein wollen. Wer seien fSi-e vorsichttg, denn ich werde bewiacht. Tun Sie einfach, als ob (Sie niesen! müßten. Ich werde es verstehen. Eine Dame."

Nun, wenn Galahao mit der Romanttk bisher auch Veruerlei Verkehr gepflogen hatte, so muß doch zugegeben werden, daß dieser biedere Bankbeamte wilde Ausbrüche des Urmenschentums hoben konrtte. Während seiner Arbeits­woche auf der Bank, an seinen Abenden, die er zu Hause ver- ibrachte ^ in der Gesellschaft lder Morgenzeitung, seiner ^ ^ Mädels und Em, paßte er sich ganz nachgiebig

rmd klaglos ern in die enae Furche, die für ihn durch die bedächtige Arbeit des modernen Geschäftsbetriebs ousge- höben ivar. Ab-er an den Sonnabenden schlug er in groß­artiger Weise über die Stränge, stteifte die ewigen Fesseln der Zivilisation ab und fiel mtt wilder Hingabe ins Ur- menschentum zurück. An den Sonnabenden ging Galahad ^angeln.

Man muß es nur einmal gesehen ha'ben, wie dieses unbedeutende ZäHuchen in dem Driebrade der ordnungs­gemäßen Entwicklung drunten in Bai.moral an jedem Sonn­abend nachmittag hemdärmelig auf eiueni Feyen saß und das Wasser belauerte von lvegen seiner Beute. Da fühlte ^ zufrieden in seiner urzuständlichen

Seele. Mit der Angetsckiuur in empfindsamen Fingern, mit nassen Händen und einem gelegenttrck)en Anbiß »vor er der

Urmensch in seinem alten Kampfe mit der 9Latur und tat seinem unterdrückten und doch ewig gegenwärtigen TriqV zum Töten ein glückseliges Genügen. Wenn Galahad am Enlo^ einer kAngelschnur faß, war er kein Bankbeamter mehr die Tatsache, daß er unbekümmert seinen Rock abgelegt hatte, war ein einleuchtender Belveis dafür: er r^ar der Gott der Jagd. Auf der Bank ermüdete ihn seine effitönige Arbeit oft, aber in Balmoral hatte er die stumpfsinnige Geduld eines bewegungslosen Wilden : urrd ivähreno seine Bantarbeiten seine Pulse niemals heftiger schlagen inachten, fühlte er drunten am Strande die höchste Lebensfreude, weun die Angelschnur so lieblich an seinen Fingern zerrte. Und wenn er ein kleines, nach Luft>appendes Opfer herauszog, war er ein böser, ttiumpyierender und uiibarm* herziger Feind. In seinem eigenen Hause graute ihm davor, eine Scknnaißfliege zu töten, aber' an den Sonnabendnach' Mittagen pfählte er einen lebendigen Köder ans deu Haken ohne alle Gewissensbisse.

Und jetzt, zur Romantik reif, las Galahad Jones mit wilden, verführerischen und verwogenen Gedanken in seinem Jnirersten den Brief, las ihn wieder und zögerte.

Es konnte ein Köder sein eine Falte, die von irgend­einer schamlosen Abenteurerin seiner Tugend gelegt lv'urde. Tenn nach allem, was er persönlich über Abenteurerinnen wußte, mockftewies mohl die Art sein, in der jie immer Au Werke gingen.

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