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$(i§ MliHttMe Wmtm hs Kkkk» GslühaB Asncs.

9Lonmu von A. H. Adams.

Mo Ncchbe Vorbehalten.

Ersdss Kapitel.

Galahalb niest.

- r T J^nes ftanb in wenig amuutvvlter Unent-

sci)Ioss(ml)eit nachsmnend mif den Sttiscu der Kolonnaden des Postamts- In dein scharfen Sonnenlichte dieses nnstra- irfchiM ^rnhlrngSteges war er in feinem dunkeln formlosen dnpigc, mit fernem runden steifen Hut in ästhetischer Be­ziehung erw Beleidigung. Wäre seine gnabblige Gestalt erndrucksvoller gewesen, gatte man seine Existenz ein Ver­brechen nennen müssen. Aber da er dick und kurfcheinig war,

. Gesicht hatte, das vom Doppelsinn des mittleren Alters bedroht imb mit einem borstiaen Schnurr-

uJt .F*?** t ? ax ' cr t ü. bcr grellen Flut des Sonnen- ra-.' die großen Säulen umspülte, nur wie ein n> rach tfa 111 hinge Achter Klecks aus. Er war eine jener miß- lungeiren Gestalten, die die Statur anscheinend dann lj-eruor-- lnnsieht. Vom menschlickicn Stand- pnnck^. aus befrachtet, war in seinem gntmntigen, freund- prosarschen in der festen, stämmigenHaltnng

nichts ^ibilosenoes zu finden. Er war ein Mann, den i^wde um ein Streichholz gebeten haben würde.

Es lvar der erjte jener Frühtnngstage in Sydney, in berit-n mit ernem Male der kalte Westwind aus den Ebenen davcnigejagt wrrd von einem wurmen, semlstiakcitsschtvan- ffernÄcwdvst, brm drohmdcn Borbott-n nanntet .Hitze Herr jvoiteä war mit feiner Arbeit auf der Bank an' dieiern Siachnn tta ge Miher zpi Ende- gekommen und hinausgelaufen um - frei irr te Rest des Tages - ein wenig u,V »twumnwln And mit diesen paar Stunden, die er so uiwr- >r«rdeter>on,e zur Hand hatte, wußte er nichts Rechtes am- zusmrgen- Das Beste wäre luohl gewesen, mit einen, sruhlsveu ,yahrb>oot als sonst miel> Mosinau zu fahren und

Unserer werten Kundschaft in Stadt und Land des Kreises Gießen die Mitteilung, daß unsere Preise für Wagnerarbeiten bis auf weiteres mit etwa 150°/» Aufschlag festgesetzt sind.

Gießen, im November 1918.

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mif seinem kleinen Mrsenviereck des (Avas zu schneidcn. Darm mavchi auch seine Tomateiranlagen in OrLuunQ zu - T- Wch Fvau Jones hatte durchhlicken lassen, d«ß dev Geflugelstiall ausg^beffert werden müsse. O, es gab kte Galahad tun konnte; und in den seltenen Fällen, d-a er früher von der Bank fortttrm, war er aucl) stets nach Hanse geeilt, um dergleichen Arbeiten zu ixstorgen. 'Aber an diesen! 9Lachnrittage verspürte er eine seltsame Müdigkeit, überhaupt einen Manuel an jeglichem Daderckrang. Das kam wohl von der ivarmen, feuchten Lust, der Botrn kommender Hitze. Galahad setzte es auf Rechumng der Datsache, daß er gerade im Begriffe stand, sich von ernem Schnupfen zu erholen.

Galahad nieste.

Leute schleirderten vorüber, Straßenbahnen brummten und riasjelten, ein Motor brauste dahin, und Galahad stand regungslos auf den Stufen des Postamts, dachte vergnügt an gar uulfts und saugte sijch voll Sonne.

Da meinte er plötzlich, einen verwehenden Musikakkord zart erklingen zu Haren. Er fuhr aus Und schaute mit kleinen argwöhnischen Mlgen suchend iumher. Ein flüchtiges Er- rnnern wurde rn seinem Geiste wach, und es war ihm als ob hätte^ dersbeckbe, ungeahnte Dür geräuschlos halb geöffnet

Duft, der Duft einer wunderbaren Blume. Wahchafttgl^Vor chm befand sny, eure Reihe von Blumen- un f f (j? ne Männer, die in 5)emdärmeln mit all dem goldenen Nerchtum Australiens unter ihren schwarzen Sckurmeu saßen. Ueberall lagen Zweige der ^ur l-ralrschem .^kazw, die wie goldene Bliche das Pflaster ^^l-'ieselteu Aber eine Llkazienbliite war es nicht die Galahad gerochen hatte. * '

Boronia!

Galahad schnupperte und war seiner Sache gewiß.

Unter all der prächtigen Schwelgerei in Gold waren die

käst ersttckt. Aber die dunkle kleine Blute halte kerne goldenen Fahnen nötig, sie hatte einen ferneren B oten, einen unmittelbaren Herausforderer

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ihnen einDninglicheu, lbeharnlichen Dust. Ihr warm» Biohlgeruch ounchzog die Kolonnaden. Durchdringend wie das Sounenlicht, machte sein köstliches Geprickel selbst Gala­haids Etagsseele erschauern.

Anaezogen von der Beharrlichkeit dieses Duftes, bc- wegte sich Galahao vorwärts über das Pflaster und kaufte von dein am wenigsten brummig aussehenden Blumenmann t-r? 1 ftetnen Zweig. Als Galahad ihn in der Hand hielt ftchlte er sich wie närrisch. Warum kaufte ^ ibu wenn er il)n schon unerklärlicherweise gelauftyatte, ivas m aller LLelt wollte er damit anfangen'? Achtlos hob er ihn an ferne unbedeutende Nase. i

Wieder jener ferne Musikakk^rd, wieder das leise Auf- geheri der Tür eines vergessenen dwikeln Zimmers! Was war das nur für ein unbestiimntes Erinnern, das hier im Sonnenlicht, in der lärmenden, nüchterner mrt sausten Fingern anrührte und ichr binwea- tockte'? Und wohin nur? ü

r f- n !? eni 9 unrulftg, ein wenig verdrossen, steckte Gala- had dre Bororna hastig in seinem Knopfloch fest, und um dem wwehaglicheu Gefühl, da/ß etwas hinter ihm stehe, zu entgeheri marschierte er steifbeinig davoii. Galahad, der sich der Wurde, dre chm so stchtbarlich fehlte, stets bewußt ,var Galahad, der so ganz unpasseiiderweise mit Boronia ae- 1 chmuctt war, kam sich ein wenig lächerlich vor. Er fübtte bahcnertte bofB er nicht im entferntesten wie ein Bankbeamter au^sah: und wenn man Galahad seines Bank- beamtenttims beraubt hätte, würde er sich doch so peinlich iwckt gefühlt ^haben, wie wir es iiur im Traume tun c ?n SK ^K^üuuften Borstellungen von einem zuktinftigen Dasein hatte er immer die schwache Hoffnung gehabttdaß ev im Hrnnnel Banken geben werde. Da hätte er doch etwas K tm J.' ^lvas, an dem er geistigen Anteil nehmen korE Knopfloch schien ihm eiiie Entweihung seines ^»erns.s Wenn er nur den Direktor nickft traf! Er liatte keuie Blume rm Knopfloch getragen, seit . . . seit o lange e\ye er sich verheiratet hatte. '

(Fortsetzrmg folgt.)

. - J-.x.'.-ÄSät

Ausgabe von Kunsthoniq.

('Ausgabe Nr. 5).

Von Montag den 11. bis Samstag de» lfi m«, ttember 1918 erfolgt in den Klcinbandelsgeschliften der bp l t »wf l rf n S' e s % ,8öaijc von Kunsthonig gegen 3^orlage des Beslellauölveises zur Lebensmittelkarte und 3lb- lleierung des Bezugsabschnittes Nr. 5.

Es entfallen auf den Bezugsabschnitt Nr. 5 ^ r .250 Gramm KunslhonlE.

ö" dem festgesetzten Zeitpunkt den Kunst» honig nichl iibgebolt hat. hat keinen Anspruch mehr darauf.

Nr 1) b § d i« te ö r! e Bezugsabschnitte

»patettens 18. November 1918 an das Slndllsche Lebensimttelamt, Zimmer Nr. 11, unter Bei-

SV abw!fcfetn!* e " * iKte Un8 übtt d>° Anz-Hl der boni?^ Kletnverkaussböchstvreis für das Pfund Kunst.

,n s kleinen Packungen «Würfel oder Platten in Dosen oder Paleten» beträgt 75 Pfennig, u! aros-en Packungen «in Pappkarton oder Holzgefühen» 73 Piennia Kletnhandelsgcschafte, die die fenaesehten Höchstpreise l'^chretten. haben außer strafrechtlicher Verfolgung die AuSschliehung von wetteren Zuteilungen zu gewärtiaen. Glenen, den 8. November 1918. 85968

Ter Oberbürgermeister (Leöensmittelamt).

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öcr kstflöt Gießen müssen üch am 13. November d vormittags von 8 bis 12 und nachmittags von 2 bis 6 Uhr me idem" *?*§ am Marktplatz zur Lannsturmroll!

Geborene haben bei der Anmeldung ihren Geburtsschein vorzulegen.

Gietzen, den 5. November 1918.

Der Oberbürgermeister. J.V.: Krenrie».

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