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kr. 26H Zweites VlM

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Mittwoch, 6, Vlmmn 118

Ans Stadt nnd Land.

Gießen, den 6. November 1918. Mehr Nährmittel verteilen.

Tie Reichs stelle für Nährmittel gibt ihren Verteilungsplan ukaimt, nach dem rn der Zeit vom 16. Oktober bis 15. Dezember lmr ein Viertel des Nahrmittelsolls an die Kornm^inalverbände erteilt werve u wird, nnd zwar sind die Zitweisnngen in erster Linie ftir Kranke und Kinder bestimmt.

Ter Kriegs«nsschuß für Konsumenteninteressen bemerkt hierzu mit Reckst, daß an sich gegm: die sparsame Ausgabe mm Nichr- nntteln bis zum Ende des Jahres nichts einzuwenden ist, da in dieser Zeit vermutlich die Kvrtosselzufuhren ausreichend sein wer­den und außerdem Wintergemüse alter Art zur Verfügung steht. Aber drc Reichsitclle für Nährmittel iiberfieht bei dieser Ver­fügung Leider ganz, daß der Gesundheitszustand .eines grossen Teiles.in der Bevölkerung nicht ein derartiger ist, das; man sie aus schließlich, ans 5üohl und Kartoffeln verweisen konnte. Ter Twst, das; für Drai'ke Nährmittel angewiesen werden, besagt gar nichts, denn jedermann toeift, wie langsam die Bewilligung er­folgt und mit wie zahlreichen Schwierigkeiten sie verknüpft ztt sein Pflegt. Teslialb nruß der Plan geändert werden und einje etwas reichlichere allgemeine Verteilung erfolgen, damit für Fälle der Not in jedem Hausl-alt ern gewisser Vorrat an Nährmitteln vorhcnrden ist.

*

** Amtliche Per s onalnachrichten. Ter Großherzog liat mn 28. September dem Lehrer Julius öartmann .zu Gießen anläßlich seiner Vorsehung in den Ruhestand das Ritter­kreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen mit der Krone verliehen. Ter Großherzogi>at am 4. September dern Kirchendiener Philipp Kammer I. zu Ober-Widderst?eim das AN gemeine Mjrenzeickilen mit der InschriftFür treue Dienste" verlies^. Bestätigt wurde: am 30. Oktober der vom Fürsten und Grafen zu Erbach-Schönberp' als Vormund des Grafen Eras- nrus zu Erbach-Erbach curf die erledigte zweite Lehrerstelle an der evangelischen Volksschule zu Erbach r. O. präsentierte Lehrer Otto Schwa m b zN Reichelslrim i. O. für dies? Stelle.^Ueber- tragen wuroe mn 28. Oktober dem Lehrer August Heß zu Steinau eine Lehrerstelle <nx der Vollsschacke zu Reinhüm, Kreis Dieburg.

Entlassen rrmrde am 23. Oktober der Lehrer Heinrich Lutz zu Lützel-Wiebelsbach ans sein Nack suchen mit Wirkung, vom 1. No­vember l918 an aus dem Schuldienst.

** Das Großh. Hess. Regierungsblatt, Beilage Nr. 16, ausg.'gcben am 24. Oktober 1918, hat folgenden Inhalt:

1 und 2. Öffentliche Anerkennnvgen. (S. 161).'3. Uebersicht über die in den Genreirrdan des Kreises Tarmstndt nrit Genehmigung Großh. Ministeriinns des Innern zu erl-ebende !t Gerne mdcnmlagen für das Nock/mugZjahr 1918. (S. 162.), 4. Uebersicht über die in den Gerneinden des Kreises Alsfeld zu erhebenden Gemeindesteuern für das Rechrrungsjahr 1918. (S. 163.) 5. Nachweis der Befähi­gung zur Uebernahme eines Kirchenamts. (S. 166.) 6. Nanrens- Lgderungen. (S. 166.) 7. Ordensverleillungen. (S. 166.)

8. Ermächtigeg zur Amrahmft s'trb zum Tragen eines fremden Ordens. (S. 167.)9. Charaktererteilunge>^ (S. 168.) 10. Tienslnachrachten. (B. 168.) w

** Auszeichnung Der Sohn des Balmnreisters 1. Klaffe, Hild Gie^r», Ltn. d. Res., Fritz Hild, in einem Fußart.-Batl. im Westen, erhielt das Eiserne Kreuz 1. Klasse.

** U eberAufgaben der gebildeten weiblichen Jugend in der gegenwärtigen Lage" sprach gestern abend vor einer zahlreich besuchten Versammlung in der llniversitätsaula Frl. Guida Tiehl. Die Vortragende, Begründern nnd Führe­rin derNeulandbewegung", einer Berernrgung der gebildeten weiblichen Jugend, legte in längerer Rede die Ziele dreser neuen Bewegung dar, die kurz znsammengesaßt dabin gehmr. die werbliche Jugend der gebildeten Stände aus der vielfach,herrschenden Glerch- gülttakeit und Verflachung mrfzurütteln nnd sie zu bewegen, auch ihrerseits Stellung zu nehmen zu der großen Not, dre über unser Volk hereingebrochen ist. Wie die männliche, so ist auch die werb­liche Jugend dazu berufen, in treuer Pflichterfüllrmg das schwere Los mittragen zu helfen. Gerade sie kann es bewirken, oaß wieder zuversichtliche Stimmung sich zeigt, daß der Geist vmi^lOI^ nneder erwacht urid mrch festgehälten wird. Es gilt zunachit uav zu blicken, den Kopf nicht zu verlieren rrnd vor allem den Glauben an die Gerechtigkeit unserer Sache zu beiwahren. Tann heißt es' werter: Kampf gegen die schändlichen Lügeir und Verleumdungen, die durch di? ft>krdlichen Agenten im Lande verbreitet werden; nnd dm diese schreckliche Lähmung verursachen, von der p^tzlrch unser ganzes Volk befallen worden ist. Vor allem aber will du Neulandbeweguiig eine innere Erneuerung der Geister! Hervorrufen. Intensives Erleben der gegenwärtigen Zert rege Beschästigung mit den Ereignissen, enger Zusammenschluß und gegenseitiges Stärken ist dringend nötig. Eine Erneuerung rm Glauben soll es sein, d« das Neuland fordert, und eme solche Wandlung in schwerster Not wird durch Opferfreudigkert dazu fül-ren, daß wir nicht entehrt wenn wir ohne letzten Ver­such einer nationalen Erhebung Uns selbst aufgeben und nicht verachtet wenn wir unseren Kaiser amgeben urtter- Uegen, sondern daß wiraufrecht in die Niederlage gehen kon neu" Tie Vortragende schloß ihre mit Bepall am genommenen Arssührrmgen mit einem Aufruf an die werblrcye Jugend, dieje Ziele u'.rd Bestrebungen zu unterstützen und mrtzuarbeiten zum

Heile unseres Vol^s. 0 . .

** Aus dem Stadttheaterbureau. Ter Lubwrg- Thoma-Abend am Freitag bringt inWaldfrieden" und .Gelähmte Schwingen" zwei ireue Einakter des Mün­chener Meisters, die ihre Uraufführung am 25. Ottober am Münchener Hoftheater mit starkem ^Erfolg ^erlebt ^cn

November

zur Beför^rung nicht angenommen. , <<. re.-

** Geld kann man aufleien. Sammelt Eicheln. Tas Sammeln von Eicheln bringt bei dem hohen Sammellohn, der eben bezahlt tvird, guten ^rdicnst. Ter ^lttnerwrrd mit Mk. 6,50 bezahlt. Ta die Eicheln sehr Mt geraten such, ist das Lesen gewiß keine beschwerliche Arbeit. Mzullesern sind die Eicheln in Oberhessen und den benachbarte Bezirken von Hessen-Nassau !m bieVou ber LandesproduSten-Bertrieb G m. b. H. errichtet^ Sammetstellen: für Gießen an sämtliche Schule und an die Ge­schäftsstelle des Rote Krezes (Alte Kllnik), für die ländliche Bezirke des Kreises Gießen ebenurlls dre -schulen, torner fur Kesselbach, Londorf, Climbach. Aller töh au 1 e, £ den lwnsen, Gells- hausen, Rüddingshausen, Weitershain bei W^elm Meivrnger II in Kesselbach, für Villingeii und Umgebung bei Wilhelm Gral V in Villiuge, für Staufenberg und Umgebung bei Wilhelm Hei- bertshausen in Staufenberg, pär Hungen und Ümgebung bei ^ Sulzbach & Sohn. Ebenso sind bekanntlich Kaltanie be,chlag- nahmt und werde von deselberr Sammslstellen zum Zetnerprels

von Mk. 5 eingekaust. ^ ^ r- H

** Ta geslänge im November. Die sonne imtt rm

Westen mit jodem Tage frirher in ^ ^nkelh«it he^. sw erbebt sich ansrngs des Monats um 7 Uhr inorges vnd^ gegen, crÄ um r 4 mn, wÄhwerid sie«ns-Mgs um 47 2 lU;r unb_mrttod)T)i| um Wl A Uhr urctcrgdjlt. Die sich

m:> 1-/, SüniLen, umniuch twm »/- mif 8 aswmronnsckx- Tämmeruna tritt zu Begmn des Mvnats um t' U und gegen Ende schon um 57* U^r ern. . .

** 'TSchne-egänsen rlt der Winter auf dem Fuß gefolgt Ungeheure Kranichzüge der jümffdm Tage geltzn alt- sichere Vorboten des fterannal-enden Widers. Wie UM Wre- derk.-hr im Früchahw allgenrein als ern Zeichen tum Eintritt, warnier Witterung begrüßt wird,, so ift unmrwhrt ihr Ziig naibi Südeii als sich«eres Keimzeichieir von Frost mizuiehen.

Landkreis Gietzcn. ,

*» Climbach, 4. N»v. Dem MEti« Wühew« Ster« S-Hn .-er Ba'l'»,sar ötci:i, Inhaber des Eiserum Kreuzes 2. Masse und der Hefslsck-cn Tarfferftütsinedalllc, nnirde lär l>en>vrragc iii>e Tapferkeit bei den letzten schweren Kämpfen im Westen das Effernc

Kreuz 1. klaffe überreicht mit gleichzeiüger Beförderung zum Gefteiten. '

** Gro ßen-Buseck, 5. Nov. Der seit dem 23. August vcrniißte Gefreite Ludwig B u ch t a l e ck vom Juf.-Regt. 116

TerVorwärts" schreibt: Schon lange ist behauptet lnorden, daß sich die russisck)? Botschaft in bi: inneren Verhältniffc des Deutschen Reiches einheimisch: und ein? in Deutsch!rud nur spor«^ disch vertretene Richun.g begünstigl, die ihrer Partei poliftiÄ

4. Kompagnie, hat seinen Angehörigen mitgeteilt, daß er sich in am nächsten steht. Wir I-abcu diese Behaupt:uig im guten Glauben eiiglischer Gefangenschaft befindet. bestritten auf Erklärung?.: gestützt, d.-- von der russischen Botzchrft

e. Stei nhcim b Hungcm, 4. Nov. Heute traf von dem selbst gegeben worden sind. Tie,e -prllmungm aber haoen Nch

seit 24. Augeest vermisst genreldeben Sergeanten Wilhelm Kop f. I Uider als nnwahrhaslig herausgei >!, io dal; tur; v.' n "ctcni

7. Kamp., Inf.-Regt. 116, die Nachflückil ein, daß er unverw'lmdet Bedauern gezwungen sind, von der rus,r,cgen -bot, chafL

in «engliscke Gefangenschaft geraten listz. >rir jeder Beziehung Abschi cd zu n e h m e n. wer holt

r'Aof*-« wurde von uns vor geheimnisvollen Flugolattern gewarnt, dre

.NUU 'Slyonen- den Zlveck verfolgen, Uneinigkeit nnd splitteruüa

E. Laub ach, 5. November. Die Grippe, welche gegenwär- in die Reihe:: der Arbeiters ch a f t z n t ra g c n undt tig eine große Lsusdehnung angerwmme^r hat, tritt hier und in sie zu einer Politik zu ermuntern, die russischen V»erhätt-:'H:n ent- der UmgcuHid nicht so heftig auf. Sie nimmt einen gelinderenl sprecheii mag, den dcuffcheu aber nicht entspricht. Unsere. Arbeiter Verlauf, hat aber trotz, em schon einige Opfer, nanunr^ich bei werden jetzt gegen Flugblätter nur um so vorsichtiger sein. Wir Versonen in jüngeren Jahren uw) im mittleren Alter, gefordert, wollen, keine russischen Zustände, denn wir wisseir, daß das russi- während ältere Personen fast ganz davon verschont bleiben. > sche Voll unter der bolschewistischen Herrschaft Hungers jtirbt, ob-

E. Ilsdorf, 5. däov. In der Nacht vom 2. auf den 3. wohl Rußland ein vorwiegend Ackerbau treibendes Land ijt. ^.n Növember d. I. starb der allgemeii: beliebte Betriebssührer des Deutschland müßte die 7lniv:mduug gleicher Methoden, zu noch viel BergbauMtriebs zu Stockhausen, Johann Zeile r hier. eistsetzlicheren ZusiändrM ftihren. Tic deutsche Arbeiter,ck)aft ist

sozialistisch durch und durch, aber den Sozialismus aftattcus, der , qT p StNtkcnbtua 11110^^1110090«. . sich Bolschewismus nennt, lehnt sie ab. Diese Ablehnung ist ber

c- cl -lus Rheinhesj en, 4. Nov. Ergebnis dreses ^^r alte:: Anhängern der alter: Sozialdemokvatie vollständig; sre Herbstes war rm Allgemeinen ernem Mrttelertrag gleich. Da^i ^ aber auch von dem weitaus größten Teil der Un ab hängi4 gab es freilich auch Gemarkungen und Lagen mft darüber Humus- geteilt. Mit dem Bolschewismus einversmndn: ist nur ein

steigen den Ertragen brs zu eurem vollen HE Tw Grfte stehe ' ffeiner Kreis, die Spartakus-Gruppe. Wahrnrd die Unab. coonmlls aus der Mittelstufe und uoerstergt diese bn den belferen Zugigen wie wir Sozialdemokraten der: Frieden wollen, bekän:pfeii besten GÄvachsen wie auch den Austesew Berkmttt wurden der^ Spartakusleute den Frieden. Sie sehen in Wilsons Friedens- emzelt: 1918er zu 2?00-3E3500 Mavk das Lffich. Man kcuu: p^gramn: nur ein Mittel, die soziale Revolution Deutschlands den 1918er hms:ck.tlrch der Gute als über dem 1916er stel^rd^be- \ }U ^stickcu und möchten am liebsten den Krieg bis zur völlig^ zeichnen, dabei steht er aber wert Hutter dem 19x7er zurück, ^er Auflösung weiterführen. Tie deuffche Arbeiterklasse lehnt es ab, Most wurde zum großen Teile emgekellert, denn es feistte an russischerr Zwecken dienstbar zu machen. Sie hat fürwahr der Nachfrage. ^ , befferes verdient, als das russische Hungerel-end,-das noch,hundert-

Hessen-Nassau. nml ärger ist als in Deutschland. Sie will den Frieden, die Demo-

= Frankfurt a. M., 5. Nov. Zur Turchführrmg der kratie und den Sozialismus und lehnt unerbetene Belehrung ab.

vielleicht in allerkürzester Frist eintretenden Abrüstung lagen fl*» «Vr,rtVff tos Mterwtätehett haä

der heutigen Stadtverordnetensitzung znoei dringliche Anfragen an Plv.eft se§ öfterem-rMen ^NNecVverwNNNa.t0SS.

den Ä'agistrat vor. Tie erste forderte die Erweiterung des bereits Wien, 5. Nov. Amtlich wird verlautbart: In Prmrt 1 drr gebildeten Abrüstungsausschiusses durch Vertreter der Stadt, dcs zwischen dem Armeeob-erkommando uwd der italienisck-en Heeres- Kriegsamtes, der Arbeitgeber und der Arbeiterschaft, der- zweite! lertung abgefchlossenen Waffenslillsmistsbedrugungen wurde,die so- die Verstärkung des Magistrats durch zwei besoldete und zwei sortige Einstellung der Feindseligkeiten zu ßanbe, zu Wasser und rmbesoldett Stadträte. Beide Anträge fanden einstimmige An- in der Luft vorgesehen. Am 3. November um 3 llhr früh wurde nalm'.e bei der Versanrmlung. die den Magistvat beauftragte, I ail ^ 5(rnice ker Befrist zur Eiustelluirg der Feinst,':licheiteni entsprecherrde Vorlagen in aller Kürze der Sitzung vorzulogen. Mgeben. Acht Stunden später erfuhr das Oberkommando, daß

im Gesamt-verte von 15 Millionen Mark. Für Weihnachtslrebes- I xxtts unterzeichueten Bedingungen Vettvahrung ein, wies auf die traben an Angehörige des 18. Armeekorps stellte die Versammlung techlirische Unmöglichkeit hin, dm an die eigenen Heere bereits 50000 Mark zur Verfügung. | erteiita: WaffeirsM standsbesehl zurückzunehmen, und ^ vettangte

neuerdings sofortige Einstellurrg der Feindsellgketten. Die italienr- u , i säe Heeresleitung zeigte sich aber nicht geneigt, den durchaus be-

rechttgten Wünschen des Armceobetkommandos zu willfahren. Tie Elscnbahnnnsall. italienischen Truppen nutzten vielmehr die Unklarheit gocabe aus,

* 1 . x, ...engen!

Kilometer 14,8 6urch Ziehen der Nolbrem.se zum &tcfyen g.brach, j zoivisionen, als Gefangene. Auf Widerstand waren sie nickst ge- doch war ein Löschen des Wagens nicht mehr möglich^^ w oaf; s^ßen, da unsere Lewe die Feindseligkeiteir bereits eingestellt harten, der ganze Oberwagenkasten ausbvawtte. irerber verungtuäten Armeeoberkommando hat gegen dieses Vorgehen nochmals

14 Reisende tödlich, während elloa 13 ^ er, o n e n 45 e r- 1 ^btestiert rmd die .FreilaN'UNg aller auf fo gewaltsame Weise le tzun gen erlitten. kVermutlich rst Benzrn oder ein unvererl g^^ngen genommenen Lnfte gefordert. Die Antwort ist noch-» nicht fenergefährlicber Stoff heimlich am Wagen ntttgefuhrt worden, eiirgetroffcrr.

Die weitere Urttersuck-ung ist noch im Gange.

Amtlicher Teil.

neuere ^crid^t der ^eereLleitrrn^

(WTB.) Großes Haupt guartier, 6. November. lBetr.: Schließung der Schulen wegeir Grippe.

(Amtlich.) . An die Schulvorstände des Kreises.

Westlicher Kriegsschauplatz. ^ . Auf Veranlassung Großh. Kreisgesurchheitsamts Gießen sind

Jnfanteriekämpfe an der Scheldeniederung. Auf den: die Schulen erneut, und zwar bis auf weiteres zu schließen. Schlachtfelde zwischen der Schelde und der Oise haben wir > 1010

uns vom Gegner abgesetzt. Der Feind, der gestern nach stark­em Artilleriefeuer seine Angriffe wieder aufnehmen wollte, ließ au^ geräumte Stellungen.^ Bei seinem weiteren Vor­gehen wurde er durch unsere Nachhuten in Einzelkämpfe ver­wickelt, die im Wolde von Murmal und südöstlich von Landre- ries größeren Umfang annabmen. Der Feind stand am

Gießen, den 5. November 1918.

Großherzoglickre Kreisschulkommission Gießen. I. V.: L an g er ma nn.

Bekanntmachung.

Das 1. Ersatz-Bataillon Jnf.-Regts. Nr. 116 beabsichttgt am Freitag den 8. November 2 Krlomerer östlich Mainzlar in der ---- - ---.v k , Richtung auf Beuern Maschinengewehr-Gefechtschiießen mit scharfer

Abend westlich von Vavai, am Ostrande oev Waldes von! Munition abzuhalten. Das gefährdete Gelände darf von vorm. 8 Murmal, östlich von Landreries und östlich von Gur>e. Auch nachm. 4 Uhr nicht betreten werden. Als Gesahrzoue kommt zwischen der Oise und der Maas haben wir größere Bewe- in Betracht: Das Gelände südlich des Verbindungswegs Mainzlar, qunaen durchgeführt. Der Gegner ist im Laufe des Tages Treis (Lumda), Climbach und der Waldkomplex zwischen Clnn- qefolgt und hat westlich der Aisne die allgemeine Linie tz-ch. ^n-rn. Mlm-BA-ck, DmSring»-. Für Abiperning d« MarleDizy-le-GtosEcly erreicht, Oestlich der Aisne Verehr aut den Chan.s«n

hen wir nnt ihm nördlich von Le Chesne und westlich von Beaumont in Gefechtsfühlung. Stärkere Angriffe des Fein­des bei Beaumont und Letanne wurden abgewiesen.

Südlich von Dun stieß der Amerikaner unter heftigem Feuerschutz über die Maas und drang in die Waldungen auf Bckanntmacynng.

den östlichen Maashöhen zwischen Milly und Vilosnes ein. Betr.: Rechtsmittel gegen die GenwuwesteuervevaNlaglung für Das sächsische Jägerreginnmt Nr. 7 warf den in der Mitte 1918.

der Kampffront auf Fontaines vordringenden Feind zurück Auf Grund der Art. 46 und 50 d. G. U. G. v. 8. 7.11^hctt und nahm den Epinoy-Wald wieder. Die Kämpfe fanden auf Großh. Mrnrstenum der FmmMn Wt. ftrr steuerwE die mrltt dem Kamm der östlicheil Maashöhen ihren Abschluß. Auf I mmrhalb derm Rechtsmittel gegen dre Gememdei.euerverankgung

wird durch das Schießm nicht gestört.

Gießen, den 5. November 1918.

Grvßherzogtiches Kreisamt Gießen. I. V.: Langermann.

Höhen östlich von Sivry Uiid in dem Walde von Etraye ab. ^ckun^ sind diejenigen Rechtsmittel, die das für die staatliche

Veranlagung bereits rechtskräftig festgestellte Einkommen zum

Wr schossen am 4. November 45 feindliche Flugzeuge ab. I^sNrnd haben. Di^ wird hiermit zur öffentttchen Kenntnis

Oberleutttant Bolle utw Leutnant Koennecke errangen thron ^ GVünber g. den 5 November 1918. 85040

35. Lustneg.

Der Erste Generalquarttermeifter Gr o e n e r.

Großh. Finanzamt Grünberg. Wenzel.

Eine neue Kriegskreditvorlage.

Letzter Tag der Frist im November.

Londorf und R:iskirchnr7., Bersrod und Winnerod 9., Großen^ Buseck 10., Climlach 1l., Saasen 12., Rüdoingöhausen 15., Go- «r ImIoA, OTerba*, Smtter, Lindenstruth 20., Wettershain 25.

1 1 n 5 Nov (WTB. Nrchltamtllch.) Ww dre AbQldülatter _1__---

. ,.»....- - ' Gegen 5as zwecklose

und gemeingefährliche Geldtzamstern.

melden, ging dem Reichstag weben eme abermallge Kredrt Vorlage von fünfzehn Milliarden Mark zu. Em vierter Nachtrag zum lausenden Reichsetat -ordert zur Destrettuug einmaliger auswrordcnttlicher Ausgaben 100 Millionen Mark :m Wmar? des Kredits Sie sollen zur Getoährung von Baukosten-

Nach einem Beschluß, den der Verband der hessischen öffent-

hält sich

. ... v I gegen c»as für nmere «Ulgememe vx-urwnr schaff und

Ein neuer F«ll amllnl^er bollchewrfp.scher Propaganda. unser Ansehen im Ausland außerordentlich schädlid e

Berlin 5 Nov (WTB. Nichtamtlich.) Gesten: wurde amtluh Zurück halten von Banknoten r d Dar-

mitgeteilt datz -der Kurier der Berliner diplonvattsäe:: Vertretmrg lehnskassenscheinen der Sowietregierung in deutscher Sprache gedruckte Flugblätter cmfzurilseu

Ekerreckstsündrigcpweise^nach Berirn gebracht hat. ^[ c (§Z D hekanitt, warum vorübergehend im öffentlichen. Zah-

deutsclMi Arbeiter uiü> Soldaten zum. buftrg.'N llrm kurz, ttieua?ei- I XuiioöIkttToIit ein Mangel an Banknoten und Kassen sche ::en ein- mord und zim: Terror^ auffordern und imhcre Amvnfmrgm W.erM! Preten ist. Gegen diese vorübergeheirde Erschein:!ng Ci mittler«* geben. Heute liegt ein werterer Fall derarti-gm agtratiorftckLU \ der Reichsfinanzverwattung das Erforderliche vor-

Treibens vor, der bewcast, daß von amtlicher lwllchennittlcher I . ^ E s ist unnötig, das; sich der einzelne

Seite revolutionäre Pvchtagm:Da^-uch unter ^ unseren ^ Truppen .^leinen Vorrat an Scheinen zu Hause hink egt. Die Osten getrieben tvird. Die offizielle Zerrung der kulwchpn L-owiet-1 Easseu häufen das bei ihnen eingelegte Geld auch nicht ;, >; regiermigJswestija" «tthätt in chvw Nmmner 227 icitter vex s^eim legen es so cm, daß sie sich jederzeit vueser ft-:b U-eberschriffDer role Soldat folgende vom 17. 10. lungsnnttel darauf verschaffen kömum. Das Dienstgeheinm::- lvivd

Nachricht aus SmoLmSk: Ht«r traf heute dre erste Nummer der «^ gewahrt.

Ter rote Soldat , die vom KrregsvevolutVnsrat der 2, ' muw.ioiq

S*m CftatmAta wirb, ein. Die «otbaten werbett, ®«* ", stabt, bat M. Oftote 1918.

barin zur sozialen Revolution und zur Bildung einer kommmnstt- \ Vorsitzende^ bc^ Verbands

s^LN Partei an Stelle der überlebten Sozialdemokvatte aufgesordert.

8496V

Geheimer Justiz rat

lMlyer Sparkassen ickel.