#foM tut* (anl.
Mietzen, den 25. Oftober 1918. Die Arbeit bei der Bucheckernsammlung.
Das kühle Wetter läßt die Bucheckern früher zu Boden fallen. Wam das SMirmeln möglichst viel bringen soll, nruß man sich hei- -eiten darauf einrichten. %m vorteilhaftesten wird es immer sein.
zniammern. na oue Mvern miüriam aus dem Ml and aufzusammeln find, spart uvin gan- erheblich an Zeit, »venu vorerst einige Mann daS alte Laub unter den Bäimren beiseite kehren, denn auf reinem Boden sind die Fwückste leicht zu fänden. Hat man Leintück)er oder 'Zeltbahnen zur BeriÄauny, so kann man sie statt dessen über das Ältlaub breiten. Nun setzen andere die Hovenstangen in den Aestm ein und schütteln, bis die Bucheln zur Erde fallen. Tie schwächsten nndvenrsten Sanunler können sie nun Mvlesen. Ta natürlich nocki imnrcye Unreinlichkeiten dabei sind, mutz eine Reinigung vorgeiwnr- incn werden. Falls keine Siebvorrichtimg zur Hand ist. wirft man die Bucheln mit einem kräftigen Schanf«ckwurf gegen dem Wind. Ruf diese Weise ist, besonders wenn man das Werfen nochmals rmederholt. eine ge^nigende Reinigung zu erzielen, denn die vollen und schweren Buckeln fallen dabei am weitesten. W ist unbedingt notwendig, datz die Bucheln mt der Oberfläche trocken abgeliefert manchen, weil sie sonst bei der Stapelung als empfindliche Wald- fri'tchte rasch verderben würden. Wenn die Bucheckern noch natz sind, müssen sie in einem luftigen, gedeckten Raum. 10—15 Ztm. li-och aufgeschüttet und ein- bis zweimal täglich um gestochen werden, bis sie an der Oberfläche trocken sind, erst dann sind sie lieferungsfähig.
*
Landkreis Gießen.
ga. Grün borg. 25. Ott. Vizefeldwebel Ernst Kautz im Infanterie-Regiment 442, welcher seit vier Jahren im Felde steht
und beveits mit dem Eisernen Kreutz ausgetzehchwet matte, r ^ irrft dieser Tase die Hessische Tar^erkeib; n irbam^ *
Kreis Schotten.
.. J§. a V? 5 uba ch.,25. Okt.^Znr neunten Kriegsanleihe zeichnete die Stadt Lauboch 50000 Mk. — Für die Kplonial-Krieaerspende sind rm Hassia-Bezirk Laubach 1225,60 Mk. einaegangen, aus Laubach 676,55 Mk.. Ruppertsburg 176,50 Mk., Billingen 128,45 Mk., Lardenbach mit Klein-Eichen 65,10 Mk, Münster 50 Mk Rö" ^ '‘ ~
Laubacher aus russischer Gefangenschaft zurück gekehrt. Die beiden Letzten werden liofsentlich auch demnächst noch gesund und heil den heimatlichen Herd erreichen.
Kreis Friedberg.
Dorn-Assenheim, 24. Okt. Lehrer Georg Becker feierte am Mittwoch sein 5 0 f i h r i g e s % m t % j u 6 i l ä u ttt Seit 1872 wirkt er in reichem tz^egen in der hiesigen Gemeinde.
Starkenburq lftio ^ißeinßcssen.
I Darmstadt, 24. Okt. Die Strafkammer verurteilte den BMHalter Rudolf Schneidt, wohnhaft in Eberstadt, der bei der hiesiger! Firma Roeder seit dem Jahre 1880 im Dienste steht und deren volles Verttauen genoß, zu 2 Jahren 6 Monaten Gefängnis! und 3 Jahrerr Ehrverlust. Er liatte seit 10 Jahren die Lohnlisten gefälscht und dadurch rimd 50 000 Mk. erschwindelt. Für ba§ Geld hat er ein Hans in Ebcrstadt gekauft rmd den Rest in Kriegsanleihe angelegt. Die Firma ist dadurch für ihren Schaden gedeckt. Der Angeklagte war in vollem Umfange geständig.
ch. Weinolsheim (Rheinl^ssen). 23. Ott. Ter Reinertrag in unserer Gemarttrng ist sehr günstig; wurden doch auf den Morgen durchschnittlich 40 Eichen yn je 64 Liter Maische ge>- erntet. In einzelnen Fällen vnrrde noch mehr eingebracht. Bei Mostgewichten von 65—82 Grad wurden für die Eiche sacht Viertel) 80—110 Mk. angelegt.
vessen-Nafsau.
nrr. Frankfut-et a. M, 24. Ott. Die berühmte H-Üersche
»ÄvaaenbergDruppe des Mainzer Bildhauers Backoffen aus dem Jahoe 1509 stammend, die seither am Dome stand, wird augenblicklich abgebrochen, um sie vor Fliegerbomben sicher mtterz-n- bringen. Das hervorragende Kunstwerk!, das seinesgleichen in Deutschland sucht, wird nach dem Kriege durch eine Kvpie ersetzt Das Original soll dann im Kreuzgmrg des TwmeS ausgestellt lverden, da es durch die Witterungseinflüsse notleidet und der drohende Verfall nicht aufgehalten werden kämtte. — Tie Banknoten Hamsterei mancher Leute ist hier so stark geworden, daß Mr Banken nur 200 Mk. caMu-ahlen imstwGe sind, da Bärget:- nirgcndÄrw auszutreiben ist. Sie verwerfen ihre Kunden einzig und allein auf den Scheckverkehr. _
Amtlicher Teil.
Polizeiliche Anordnung.
Bet r.: Ausbreitung der Grippe in Gießen; hier: den Betrieb der Lichtspielttheater.
Nachdem GvotzherHogliches Kveisgeftmdheitsantt Gießen eine Ausdehnung der Grippe in der Stadt Gießon mit mehreren tödlichen Ausgangs festges tritt hat. wird folgende polizeiliche Anordnung zur Beschränkung der Änstrrknngsgefahr, zum Schutze von Personen, und augenscheinlich Gefahr mtf jedem Verzüge steht, erlassen:
Aus Grund des Artikels 129 b II Abs. 2 der Stadteordnrovg werden die Lichtspieltheater vom Tage der Veröffentlichung dieser polizeilichen Anordnung bis auf weiteres geschlossen.
Für jeden Fall des Zuwiderhandelns gegen diese Anmttmmg wird eine Geldstrafe von 90 Mark angedwhL.
Gießen, den 25. Oktober 1918.
Großherzogliches Polizeiamt Gießen.
I. A.: Pfeffer.
Todes-Anzeige.
Verwandten, Frenndon und Bekannten hierdnroh die
schmerzliche Nachricht, dass es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, meine liebe, gute Frau, unsere herzensgute Mutter, Sohwester, Schwägerin, Gothe und Tante
Frau Maria Reif ged. Lauer
heute nacht um 1 Uhr nach kurzem Leiden zu sich zu nehmen.
Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Konrad Reif HE. Familie Wilhelm Lauer nebst allen .Angehörigen.
Musohenheim, Albach, den 24. Oktober 1918.
Die Beerdigung findet Samstag den 26, d. M., nachmittag* 3 Uhr, in Muschenheim statt. 8116
Noch lft die Wunde, die uns durch den Tod unseres lieben fr&heren Chefs gerissen wurde, nicht ganz geheilt, da wird uns eine neue zugefügt durch den so schnellen und schmerzlichen Tod unserer lieben, jungen, hoffnungsvollen und arbeitsfreudigen Chefin, unserer
Frau Schudt.
Alle, die zu ihrem Personal gehörten, und alle, die sie kannten, werden ihr ein ehrendes Andenken bewahren.
Neumühle, Muschenheim b. Lieh, den 17. Oktober 1918.
Ld.N.t
Oberrafiller Köhler.
Todes-Anzeige.
Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche 'Nachricht, daß meine innigstgeliebte Frau, unsere sorgsame Mutter, unsere liebe, treue Tochter, Schwester, Schwägerin und Tante
Frau Luise Folkerts
geb. Gerhardt
nach kurzem schweren Leiden gestern morgen um Vs7 Uhr, tm 43. Lebensjahre, sanft verschieden ist.
In tiefer Trauer:
Han» Foltert»
Han» und Paul
Gustav Gerhardt und Frau
Fritz Pohlmaun u. Frau geb. Gerhardt
Gustav Gerhardt
Willi Gerhardt.
Gießen, Crednerstr. 36 p., den 24. Oktober 1918.
Die Beerdigung findet Sonntag nachmittag,3Uhr, auf dem Neuen Friedhöfe statt.
Danksagung.
Für den Verkauf eines leichverkäust, vielbegehrten
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wird von leistungsfähiger chemischer Fabrik tackt.
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Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bet dem Hinschetden unserer innigstgeiiebten Mutier, sowie für die zahlreichen Kranz. und Blumensvenden sagen mir auf diesem Wege unfern tiesgesühttesten Dank.
Die trauernden Kinder und Angehörigen:
Familie Frebel und
Familie Birkenftock.
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Ifelnr. Holtmann.
Ich weiß, sein Llebeswille Ist meine Heilijmng nur; Drum will ich halten stille Und folgen seiner Spur.
Nach Gotte« unerforschli ehern Rat entschlief sanft heute morgen 6 Uhr nach kurzem, schwerem Leiden meininnigst- geliebter Mann, der treusorgende Vater seiner lieben Kinder, unser lieber Bruder, Schwiegersohn, Schwager und Onkel
Friedr. StGinmüller, Weißbindermstr.
im Alter von 33 Jahren.
In tiefem Schmerz:
Frau Margretha Sfceinmüller geb. Schmidt n. Kinder nebst allen Angehörigen.
Allendorf a. d. Lahn, den 24. Oktober 1918.
Die Beerdigung findet Samstag nachmittag 2 Uhr vom Sterbehaase aus statt, 06275
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