** Der Oberhe ssisch e Kunstverein erAffneke am Evmttcrg den Reisen seiner winterlichen Bernnsto. tmrgm mit einer graplstsckien Attssiolkung von Werken vekurnter Meister. Tie aus- ,'lILen Werke fanden von den zahlreick>en Besuchern der Aus- lllnrg abseitiges Interesse. (Lin grober Teil der ausgestellten: lder wurde bereits verkauft. Am kommenden Freitag wird wieder eine durchgreifende Aenderung der Ausstellung vorgenommen. Die Ausstellung ist täglich von 11— 1 , auch morgen Mittwoch nachmitdag von 3—5 Uhr geöffnet.
** Aus dem S tadtt hea terbureau. Aus die heutige BorsteNimg, wrlckiie als dritte Dienstag-Abonnements-Vorstellung zählt, sei auch an dieser Stelle ganz hesorcders hingem-iesen. Zur Ausführung gelangt die dreiattige Nenheit „Das Kirrd" von Otto- mar Enking.
** Zurückziehnngvion s >chm ntzigew Pa pirrgeld. Papiergeld läuft vielfach in schmuchgem Zustande unr. Der F-imrnz- nnnister hat deshalb die Kaffen angewiesen, beschädigte und unbrauchbar gewordene Banknoten. NeichskasstMcheine und Dar- lelienslassensck/eine zwar anzimehmcn, aber nicht ivieder auszugeben. Sie sollen bei der Reickisfclnild'eNv'erivalttmg oder der Re.chs- bank gegen umlauffähiges Papiergeld rungetnuschl werden. Dies gilt anch für gellchte und beschnurrte Scheine.
** Deutsche .Hausfrau, gib acht! Dem Schwindel mit Ersatzlebensgmiitechr ist nunmehr ein Riegel rwrgesckivb-en worden. Ein neues Gesetz bietet dir die Handl^abe, dich und die Deinen vor Gesimdheitsschädigicng und Ausbeutung zu schützen. Vom 1. Oktober 1918 ab dürfen mir noch amtlich, von besonderen Ersatz- n'.ittelstellen genelmiigte Ersatzlebensmittel vertrieben werden. Soweit nickst die Ersatzlebensmittel in Packungen oder Behältnissen einen Vermerk über die erfolgte Gmelunigung seitens der zuständigen Ersatzmittel stelle tragen, mutz der Händler durch eine besondere Desck-ernignng oder durch eine Angabe ans der Rechnung den Nack>- w.-is der erfolgten Gervc-hnngung jederzeit erbringen können. Hausfrau, kaufe nur rroch amtlich genehmigte Ersatzlebensmittel! Laß dir beim Einkauf die amtliche Genehmigung nachloeisen. Glaubst du, daß etwas nicht mit rechten Dingen zugeht, iverrde dich an die Polizei! Belehre solche, die loeniger gewandt sind als du! Hausfrau, werde ebenso rücksichtslos gegen Ersatzmitteffchwindler, wie diese zuvor gegen dich waren!
** Schwarz-Weiß-Lichtspiele (Seltersweg 81). Ab hcute bis einschließlich Freitag wird ein Doppel Programm gegeben. „Schotten der Nacht, in Sachen der.Fall Duff" betitelt sich das echte Detektiv-Abenteuer des Rat Anheim von William Kahn mit Earl Llncn als .Hauptdarsteller. Anßerdein wirke.! Mannp Wiener, Senta Soneland und Osürr Linke in dem vieoakttg^n Films piek „Ein unfreiwilliger Verbrecher".
Landkreis Gießen.
** Lich, 21. Ott. Im Anschlnffe an den Abendgottesdi-'nst fand gestern im hiesigen Stift'scheu Grmleindesaake eine gutbesuchde vaterländische Versammlung statt. Oberamtsrichter Rausch sprach gegen den itm sich greifenden Kleinmut und empfahl dringend die Zeichnung zsur 9. Kriegsanleihe. Stiftlehrer Schneider hielt einen Lichtbildervortrag ül^er Misere gegenwärtige Lase. In einem Schlußwort forderte Pfarrer Lenz dazu auf, neuen Ädu .1 M faffen und einmütig zusamintenzustehen. Die Erträge wurden mit sichtlichem. Interesse entgegengenommm.
5kreis Büdingen.
# B üdivgen, 21. pft. Fürs Vaterland starb nach 49- Monntiser treuer Pfl«chtersMung Friedrich Maser. — Aulen- Diebach. Das Eiserne Kreuz erhielt Musketier Ludwig» Heck. — Nidda. Zum Scrgmtixsi befördert wnrd -2 der Unteroffizier Otto Jost.
y. Nid da, 21. Oft. Heute fand hier im Sparkassen gebäude die MiLglieder-VerßNNMÄrng der ,Bez-irkssparkasse Mvda statt. Der Direktor der Kaffe^GH. Justizrat R ö m he l ^vnr lster, ibegrüßte die erschienenen Mitglieder des Vorstandes un^luf- sich-tsrats sowie die Vertreter der Bezirksgemeinden und schilderte in eindrucksvoller Weife die gegenwärtige schwere Zeit unseres
Prüfftein des deutschen das alte Gott- Bolke wohne, damit Deutschland beim Friedensschttrß mit unbeflecktem Schild, unangetasteter Ehre und unversehrten Grenzen aus dem Weltkriege bnworgehe. Hierauf wurde der Rechenschaftsbericht für 1917 erstattet. Die Einnahmen betrugen 7 861388 Mk., die Ausgaben 7 724 975,88 Mk. Dem Kapitalvermögen von 8 113 558,31 Mk. stehen 7 940 930,87 Mk. Schulden gegenüber, so daß einschließlich des Rechnungsveste- ein Reservefonds von 309 039,56 Mk. verbleibt. Der Reingewinn betrug 36 815,75 Mk. Die Zahl der Spar- kassebücher hat um rund 400 Stück zugenommen. Nachdem der Boransckftag für 1919 von der Versammlung genehmigt war, bewilligte dieselbe wieder für gemeinnützige Anstalten, für Schulen und Vereine sowie Sammlungen und Spenden über 10000 Mk.,
für Ur
kranker Kinder in HeUonftaLen und
ZLachläffe von Schuldbeträgen bedürftiger Kriegsteilnehmer 31 Mark. Dem Reservefonds «konnten noch 23 583,75 Mk. überwiesen werden. An 33 Dienstboten des Bezirks, die über 5 Jahre bei derselben Herrschaft treu gedient haben, wurden 694 Mt. Prämien verteilt. Zum Sckstusse wurden noch die wenigen und seltenen Fälle erörtert, in denen bic Beamten der Kasse zur Aurskunftserterlungj verpflichtet sind.
A Nidda, 21. Okt. Bierbranereibesitzer Ihring in Lich, der vor kurzem die hiesige Bierbrauerei „Büvgerbräu" gekauft hat, rerkaufte die Gebäude wieder an Metzgermeister und Gastwirt Rudolf Ringshausen hier für 75000 Mk. Nur die Keller pachtete der Verkäufer auf eine längere Zeit vom neuen Besitzer, um eine Bierniederlage hier zu bettciben.
»I« fDtddigta lebte, fiegte aad fiel ab le wfrtemte» Oorbild «Orr U Boots tafjrrr Pflidjnrew and nfüafr
Opfwfrmdtgketl gevaaaea ch« die Beten ndem ng and dt« fery* aller, di« ch, kannte«- Nach fenem &triTfrr»l ftrrrtm wir (weiter and find gewiß, an Küchen gerecht dnrch aaser, ftandtzaft onsharrand» and aas out allea Mitteln Unterstützend« Bevtfkertrag « de» hermal. di« sichere Grundlage 30 erbämpfea fir Ventsch- laads (atwtchloag and SakaafL
für sewi Vaterteoo
gefoCev*
1915
Kreis Lautertzach.
w. Schlitz, 20. Okt. Am 14. Oktober starb der älteste Sohn des früher in Schlitz stationierten Gendarmen Meibtveu an Malaria in Bosantt in Palästina.
Mn't* Schotten.
O Ge de r n, 21. Okt. Gestern abend fand hier in der Kirche eine gut besuchte Vaterländische Versammlung statt. ?ln Stelle des in letzter Stunde am Erscheinen verhinderten. Reichs- und Larrdtagsabgeordnieten Professor Tr. Werner hielt der Ortsgeistliche Hosprckiger Widmann den angekündigten Vortrag über „Deutschlands Schicksccksstunde^d Unter Hinweis auf die gegenwärtige Lage, die durch die Wilsoiffchen Friedens bedvw gungen in der Tat eine Entslcheidungsstunde für das Vaterland geworden sei, legte der Redner an Hand eines reichen gffchichtticheinl Materials und unter Herbeiziehung einer Reihe von Ans sprächen ftanzvsischer, englisckier urrd amerikanischer Staatsmänner überzeugend dar. daß die Feinde irchks anderes wollten, als Deutschlands Vernichtung. Demgegenüber gelte es, fest zu bleiben, deltt- chen Willen und deutsche ^draft zu beLrnden. das Vertrauen gerade in ernster Stunde nick/ zu verlieren; Notzeiten seien, wie die (schickte lehre, imTner Zeiten der Kraft und des Lieges gewesen, wie dies im Zeitaller Friedriche des Großen und während der Freiheitskriege der Fall gewesen sei. Nun heiße es, die Folgerimgen für die Gegenwart zu ziehen.^ nich' zu oerzweifeln und nimmermchr ziu wqnÄm. Wenn Deutschland diese seftch Sck.'IickffalS- stunde erkenne und darnach fyxttMe, dann sei es imüberwindlich Zum Schluß lvies der Vortragende noch auf die 9. Kriegsanleihe hin und bat die Anwesenden, an ihrem Teile mit dazu beizutragen. daß sie werde, was sie sein solle: eine Tat der Treue und Liebe zum Vaterland. — Wie heiliges Geloben erklang daraus das Lnttzerlicd: „Ern feste Burg ist unser Gott." Nicht unerwähnt bleibe auch, daß von Schulkindern einige vaterländische Gedichte vorgettageir wurden. Gesang und Wort trugen dazu bei, den Abend zu eiper überaus eindrucksvollen Feier zu gestalten und die ?lnwesenden zu bestärken im festen Vertrauen aus eavt gute deutsche Zukunft.
# Rubin gs Hain, 21. Okt. Das Eisen« Kreuz 1. Klasse erhielt der Brzefeldivebel Karl Frank, Inhaber des Eisernen Kreuzes 2. Klasse, des Hessischer KriegsehoeuzeichenS und der Tapferkeitsmedaille. — Gon ters ki rchen. Nach vierjähriger ti^eiiesttr Pftick^erfiMiMg starb der Gefreite Heinrich Reichhardt. Kreis Friedberg.
Bad Nauheim, 21. Okt. In einer mn Samstag abend ab- gehaldeireiL Versammlung im „Spräidel-Hotel" wurde beschlossen, folgendes Telegramm an den Rcichskarrzler zu senden: An Se. Kgl. Hoheit den Prinzen Max von Baden, Reichskanzler, Berlin.
Baders G vo ßhvq v g b o grütztr am 18. Januar 1871 <dg erster mit jubelndem Zurufe den ersten deutschen Kaiser; Badens Thronfo^er kann und wird seine Hand nicht dasu bieten, daß die deutsck^ Kaiserkrone mit Schmach und Schande bedeckt, der Träger auf Befehl eines Wilson wechselt, daß der 3. deutsche Kaiser seinen Namen unter einen echlosen Frieden setzt. Rusen Sie auf das ChvgeftM des deutschen Volkes und es wird Gut und Blut opfern zum letzten Kampfe für die Ehre und Unversehrtheit des Vaterlandes. Der Na- tionallibevale Verein, der Kolonialverein, die Ortsgruppe der Ba- terlandspartei.
Kreis Weblar.
wa. Wetzlar, 22. Okt. Durch BekamSMachung de§ Herr^r Larrdrats wird die verkürzte Polizeisturrde —7 10 Uhu abends — für alle Gasthäuser usw. wieder eingeführt.
Oessen-Nassau.
* Fliegeralarm in Frankfurt.
Frankfurt a. M., 21. Okt. (WTB.) Heute nvchmittag 3.15 Uhr wurde die Stadt Frankftwt a .M. wegen Fliegergefahr alarmiert. Die Abwehrgeschütze traten in Tätigkeit. Um 4.35 Uhr war der Alarm beendet. Schaden ist, soweit bis jetzt festgestelli werden konnte, in Frankfurt a. M. nicht entstanden.
X Fulda, 20. Okt. Von den zehn lwrdwirts-chäftckichM Win- terschulen des Regierrmgsbezttkes Kassel werden diejenigen in Fulda, Fritzlar, Gelnhausen, Hofgeismar, Rodenberg und Zieyen- hain im Wirtter 1918/19 Tricht eröffnet werden. Dagegen ist bcaiv sichtigt, den UnterrickMberrieb in den Winterschulen Eschwege, Hersfeld, Marburg und Melsungen weiterzuführen.
= H ö chst a. M., 21. Ott. Die große Kohlenhalde der Main- Kraftwerke am Mainufer b r e n n t seit einigen Tagen. Ein größere? Soldatenkonrmando ist mit der Abfuhr der noch unversehrten Klohle,» beschäftigt. ^
X Schlüchtern, 20. Ott. Vor dem hiefigen Anrtsgerichc hat in dem Konkurse über das Vermögen der Ziegelwerke Sannerz, G. m. b. H., in Sanner- die erste Gläubi gerversammlung statte gefunden. Tie angemeldeten Forderungen betragen rund eine Million RLark. Der landwirtschaftlichen Genoffeuschaftsbank in Darmstadt stel-en Hppolheckmforderurrgen im Betrage von 650 000 Mark zu. Die Hohe der Mtiva ist noch nicht festtzustellen.
Spielplan der vereinigten Zrankfurter StadtchraiM.
Opernhaus.
Mittwoch 23. Ott.: Geschlossen. Tonnerstay 24.. 6 V 2 : „Der Rosenkcrvalier". Freitag 25.: Geschloffen. Samstag 26., 6 V 2 : „Tie Jüdin". Sonntag 27., 3: „Das Dreimäderlhaus". 7: Neu ein- studiert. ,,Tie beiden Schützeitt^. Montag 28.: Geschloffen. D«kS- tag 29., vVr: „Atteste". Mittwoch 30.. 6 l / t : „Carmen^', i . Schausplelhaur.
Mittwoch 23. Ott., 7: „Ter G'wissenSwurTitt^. TonnerÄAg24.. 7: „Im weißen Rößl". Freitag 25., 6 : „Egnwirt". Samstag 26. 7: „Nur sechs Schüffellp'. Somitag 27.. vorm. UV?: Sondervorst. Kunst u. r* ^
f. d. Mue Ges. f.
Lit. (Kein K a rt env erk.) „Ein Geschlecht" - - - // 29.,
fHi j&. . Uki
5V*: „Hamlet". Montag 28., 6 l / t : „Nachtasyl". TierlStag 7: „Sappho". Mittwoch 30., 7: „Nur sechs Schüffelrtt'.
Gingssandt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber Intuzlö Verantwortung.)
Die Vutterversorgimg in Lich.
Tie BnÜerverteibcng scheint in Lich gänzlich einyrschlasen zu sein, denn schon seit Wochen erhall man hier kein Gramm Butter. Man wartet sehnsüchtig von einem Tag zum andern auf das einem zusteher.de Quantum <55 Gramm), aber immer vergebens. Warum ist die Butterverteilung denn an anderen Orten geregelt und es erhält da ein jeder die ihm zustckhende 3Nenge Butter wöift-ntlich? In Lick, aber läßt die Fett- und Butteroer- teilimg viel zn wünschen übrig, trotzdem hier die Sanönxctz ihre Milch abliefern müssen. Wovon .liegt das nur, daß hier keine Butter zur Verteilung kommt? Oder kommt wohl auch die Butter von hier aus Hessen hinaus? .Hoffentlich tragen diese Zeilen etwa« zur baldmöglchsten Vevansgabung der Butler bei, damit die butterberochtigten Einwohner von Lich h» ihrer MiMmnümg befreit werden.
Ber
wurden
oder leichter verletzt worden. Es ist jedoch nicht ausgeschlossen, daß diese Zahlen sich noch um einige erhöhen wettxn, da die Aufräw- nurngsarbeiten unter mllitärischer Hilfe noch im Gange sind. Die Ermittlungen über die Entstehungsursache haben noch ; bestimmten Ergebnis geführt.
zu keinem
qfl c arr r.-vrtti 1 1 n— ii wu ii i i'tmsae
Bekanntmachung
vke §rift für ö!e Annahme öer Zrich- auagea auf Sie 9. Kriegsanleihe ist nm U Tage, d. h. bis einschließlich den 6. November, verlängert worden.
Der/m, im ®(toBee t$T$
Reichsbank-Direktorium Bjaoen/lem v. <8cimm
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