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£l*J? «m 20 Oftober. Wi* bot näMe» ©Muitog,
beai -0. OrtobfT, tzcrt das Gwßtzerzpg siche Oberkonsistorium mit Ge- rvebmrgung des Groß Herzogs im Einklang mit den anderen deutschen Land^ttrchen einen außerordentlichen Lantzesbettag angeordnet. Je nach deir Verhältnissen Werden in den Städten am Nachmittag oder »lsend UlS genannten Tages außer den regelmäßigen Gottes- drensten freier gestaltete vaterländische Gemeindeversammlungen ab- ^halten weichen. Ter Ernst der Zeit läßt «warten, daß die Gottesdienste und Versammlungen von großer Teilnahme der Gemeinden begleitet fern werden.
** Die Beleuchtung der Eisenbahnwagen liegt ganH un Argen. Biele Züge fahren unerleuchtet, zahlreiche Be- ydtvr&en »verden erhoben. Es handelt sich hierbei nicht nnr nni eine Unbequemlichkeit für das Pirblikum. das stundenlang im Dunkeln Ük«en nrurv Tie versönliche Sicherheit des Fahrgastes ist gefährdet, w-e «st tebtri Tage Wucher ein Unglückssall aus der Strecke von Nierstein nach I/ier zeigte: das Gepäck ivird dein Diebstahl. d<n: Derrxchslung ausgeliefer-t. An der zuständigen Stelle wird hierzu folgendes mitgeteilt : ..Die Züge sollen auch im Kriege. soweLH tnickrt militärische Rücksichten dagegen sind, beleuchtet fahren. 911*7 die Verhältnisse sind stärker als die Vorschriften, die zurzeit vielfach aus dem Papier stehen. Auf der Eiscv^ahn herricht infolge des langen Krieges Materialmangel an allen Ecken und Enden. Tie Zugmaschinen sind abgenutzt und- wollen nicht mehr rcdtf schndhalten: so geht es auch mit den Heizimzs- und Bcteucküungs- körvern. sie fehlen und sind trotz aller 9lnstrengmmen nickst mehr zu ersetzen. Die Eisenbahn tut ihre Micht aufs äußerste. kann aber airs die Tauer gegen die durch den Krieg geschaffenen Verhältnisse nicht aufrommen," . . . Trotz Würdigung aller dieser Krregser- schermnlgen bleibt der Beleuchtungsmangcl in den Zügen für du steifenden so gesahrdvohend. daß er die ernsteste Aufmerksamkeit der Verwaltung verdient.
— Gn adenerlaß für Kriegssünder. Aus Leipzig Ni-rrv gemeldet, ss sei ecne allgemeine Begnuvigung für Berstös^ gegen Krlegsverordmmgen über den Verkehr mit Nahrungs- und ^»nrußnrilteln. soweit nutzt gemeirrer Wucher in Betracht Lommt, t«imLchst zu erwarten.
** Keine Vevorzugung bei Verteilung von lkommunalwaren. Die NeichtZbekleidungsstelle tellt mit: Es i»t wiederholt darüber Beschwerde geführt worden, daß bei Verteil m^vou Waren der Revtzobekleidun-gssbelle eure Bevorzugung von Koniinunalbeamten und -angesteltten. wie überhaupt solcher Verfouen stattgefunden habe, die bei der Verteilung in irgendeiner L^se mitgkNnrlt haberu Es wird datier ausdrücklich daraus lhn- geunescu. das; eine derartige Bevorzugung verboten ist.
. * Mehrer« Milrionen Meter Stoffe. Das KruyS-
t»tte..,wre amtlich mchr-Lilt mich, der R-jchzbet.-ibu^.
ste,« bereits m August fut bot Bedarf ber biingtrlirfjtm Sc- bolt^rmtg an Taxt.lien oufot -utderrn Web- ustv.-Warrn mehrere MMionoi Aieio: AnWg^offe, mehrere Millionen Meter Tnmen- S!^ ,,er ^ fI 5 lfc ^ n3ö, ^, t r e tzme mehrere Millionen Meter W°sch:swffe ubcrlasseti. Wie amtlich mtlKteilt imrd, siellt das Kriegsamt der RnchZbettnLstmgssk-lle neueroings weitere Vlengen von Unterbekleidungsswffen. NuhMrnen. Wästtiestoffen für Krankenanstalten und von s-tofren für Arberterkleidung zur Verfügung
€ r fort als ganzer Mann dtr ab vahnbrsch« and AMfltr A
Au katsch«» Kmnj>flN«<m unter rf<iflc}>tsJofeui Einsatz aller Kräfte jkUwoafei fern« Losstvasss Die 5rSchte feines wirten» stehen lenchtenä vor onseren Hugr» in cien hrrrlichen Cate« ferner Zchüler «ml Nach, folg« im loftkampf €i„ Stüdl v-r, jenem lebte in ihm Au mH klarem Bewufefiei» fetWUot auch das höchste fürs Vaterland bmrmcbe» ständig bereit ist.
Maoptmann
ööicke.
rar setn Vaterland gefall«*»
2a OUt 1916
Landkreis Gießen.
** Alten-Bu leck, 15.Oft. Deni Grenadier Fritz Müller wurde das Eiserne Kreuz und die Hessische TapferLeitsmedaiLle verliehen.
E Sa.. G r ü n br g, 15. Okt. Die Stadt zeichnete für die neunte Kriegsanleihe 45 000 Mark.
hp. Hungen, 15. Okt. Don Hermann Jockel, der als ver- nrißt gemeldet war. ist die Nachricht eingetvvsfcm, daß er sich gesund in französischer .Gefangenschaft befindet.
Krris Büdingen.
na. Nidda. 15. Okt. Die Volksschule sorove die Höhere Bürgerschule zu Nidda wurden wegen der stark auftreteuden spanischen Grippe bis auf Iveiteres geschlossen.
Kr.-«.-.-. ■ ./ uim.oimn-.. . . .. —■■jiiii imii n
Kreis Schelte».
O Gedern, 14. Okt. Dem Gemekndeernnehmer Philipp
Franz I. wurde in Anerkennung seiner großen Verdienste um die Kriegsfürsorge die Mte-Kveuz-Medaille dritter Klasse verlie- 5sch- — Wilhelm Kirchdörfer, der rührige Bereinsdiencr des hlettFen Z weig Vereins vom Roten Kreuz, erhielt das Hessische Krregsehrenzei chen. — Gefreiter Lift, unser zweiter Lehrer, der |ett dem ^. August als vermißt gemeldet wurde, befindet sich in englricher Knegsgesangenschaft.
Kreis Friedberg.
oa. F r i e d b e r g, 16. Okt. Verliehen wurde das Eiserne Kveu- dem Feldunterarzt L. Ehrmann, Sohn des Lehrers Ehemann aus Frledberg, beim Jnf.-Rogt. 66 im Westen. — Uriteroffizlie? A. Ga tzerl aus Fried berg erhielt das Eiserne Kreuz.
Kreis Wetzlar.
wa. Wetzlar, 16. Okt. Für das Vaterland sdrd gestorben; Dauptmann Walter Bast und Kanonier Wilhelm Dreuth tm3 Wetzlar; Landsturm mann Robert Grimm aus Reutsingen, er starb in einein hiesigen Reserve-Lazarett. — Mit dem Eisernen ^vrruz zwnter Klasse wurden ausgezeichnet: Fahrer Jakob Rink c-us Oberbiel, er ist der Sohn von Joh. Jakob Rink daseM; Fahrer Chrlftian Simon aus Stockhausen. — Ms verwundet sind gemeldet: Gefreiter Hans Lutz aus Wetzlar: Gefreiter Fritz Gil- b.e r t aris Dutenhofen. — Dem Bahnhofsrestaurateur Ferd K ü h » cher ist für seine Verdienste in der Berivundetensürsorge die Rvte- Kveuz-Medaille dritter Klasse verliefen wordeir.
Hessen-Nassau.
---- Emmenhausen. 15. O7-. Durch einen unglücklichem Zufall wurde der 50jährigen Lan^wirtsfrau Margarete Drexel eine Wagendeichsel derart in den Leib gestoßen, daß sie am Rücken wieder lienwrtrat. Die wrglückliche Frau verstarb unter furchtbaren Qualen.
--- Frankfurt a .M., 15. Okt. Der ftädtische KriegsauS- schuß stimmte der Herstellung von 17,5 Millionen Mark Notgeld zu> von dem ie 500 000 Stück rn 5-, 10- und 20-Markscheinen gedruckt werden sotten. — Für Fliegerschutz bewilligte der Ausschuß
60000 Mk.
ra. Herborn, 14. Okt. Die Hundertjahrfeier des hiesigen theologischen Seminars, die für nächsten Dienstag und Mittwoch geplant war, wurde wegen der Schwierigkeit der Zeitlage verschoben.
ra. A u s N a s s a u . 14/Okt. Mit dein Eisernen Krei» erster Klasse wurden ausgezcickpret: Vizefekdwebel Kaspar Noll- Winden, Vizeseldrvebel Matthias M e y r - Königshofen, Gefreiter Philipp Keßler-Rüdesheim. Feldwebelleutnant Böhnke-Hof Buben-- born bei Nassau, Leutnant und Kompagnieführer Hans Becker- Schl cm genbad und Leutnant d. Res. Karl K n ei p s - Hadamar.
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Ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der Herr: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, daß Ich euch gebe das Ende, das ihr erwartet.
Tieferschüttert und ganz unerwartet erhielten wir die schmerzliche Nachricht, dass mein lieber Mann, der treusorgende Vater seiner zwei Kinder, unser lieber Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Sohwager, Enkel und
Onkel, der
Reserve-Lokomotivführer Käf! V/6Ü6T
Inhaber zweier Auszeichnungen
naoh 31 monatiger treuer Pflichterfüllung am 28. September 1918 infolge Fliegerangriffs auf seinen Zug sein junges Leben im Alter von 31 Jahren lassen musste.
In tiefer Trauer: Margarete Weller geh. Rinn
Klein-Linden, den 16. Okt. 1918, und Kinder Hans und Gretel
nebst Angehörigen.
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Nachruf.
Am 28. September 1918 ftarb unser Mitglied, der Grostb. Reserve-Lokomotivfilbrer
Herr Karl Wetter
abgeordnet in Feindesland, bei Ausübung feines Berufes infolge Verwundung durch Fliegerangriff. — Wir verlieren an dem Verstorbenen ein treues, strebsames Mitglied unseres Vereins u. werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.
Kiestener Lokomotiviührer-Veretu Ort-grupve der« Verbandes Preußtzch-Heff.
Lokomotivsübrer. 177991)
Montag abend verschied nach geduldig ertragenem Leiden plötzlich und unerwartet unser lieber Sohn, Bruder, Enkel und Neffe
Nudoif Vetter
im zarten Alter von 16 Monaten.
Die tieftrauernden Eltern und Großeltern: i. d. Namen: Fritz Vetter.
Gießen, Weidengaffe 7, den 16. Oktober 1918.
Die Beerdigung ist Freitag den 18. Okt, nachm. 4 Uhr, auf dem neuen Friedhof.
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