mttMc* 9Hebtc- in* Oberöstcrreich, bit mgmmäxtt beulWjen Bezirke SüdmährenS und Süoböhmens, bit teutfcbcn Gebiete der ©teiermarf, il'änttrns? intb Tirols, endlich Salzburg und dem Borarlbmg; ferner eines deutsckz-böhmischeii Staates. umfassend die demscben Bezirke Nordböhmens und Nordwest- und Westböhmens ixwrt Niescngebirqe bis zum Bohmernxftd, und fchl^v- lich eines schlesrsch-nordmährischen Staates. ummsrend Westlchle- sien und die angrenzenden deutschen Bezirke Nowmähren^und Ostböhmens. Diese drei deutsche?) Staaten sollen mit den ten der cmbcren Nationen Oesterreichs zU einem Bnndesnnat vereinigt iverden. also mit dem tsck-echischen, suosimmjchen mrd rmgarisck>en Staat usw. einen österreichrchen ^ftaattmound brl- den. Wenn aber die anderen Nationen euren folchen Bundesstaat übechmw: nicht wollen oder nur in einer Form mnerhM deren die deutsch-österreichischen Gebiete zu nnr^'chastltcher Beriumme- rung veruttfttt wärxm, dann müßten Lweftens die drei oeuftcp- österreichischen Staaten als befände re Bu ndesftaa ten sich dem Deutschen Reiche ans chließen das heryi, das 1866 staatsrechtlich getrennte Band nnt Teutschland würde in neuer Gestalt wieder augcknüpst werden. Innerhalb des Deutschen Reichs würden die drei deutsch-öfterreicknschm Staate natürlich die gleiche stmftlickx Selbständigkeit de,)tzeir nne Bayern. Sachsen Baden usw. Die „meisten Deutschöfterreicher denken vorläufig nur an die erste Möglichkeit. Wollen aber die Tschechen gam, unabhängig sein, so müssen sie damit rechnen daf; ihr Staat von Norden. Westen und Süden her vom Deutschen Reich umschlungen sein wird. Aber auch die Entente fml. U"'len. daß sie Oesterreich nicht zerschlagen kann. ohne 10 Millionen Deutsche zum Deutsckfen Reich zu sch.agen Das Deutsche^ Reich aber, m dem wir kämen, wäre nickst.mehr das inrperralrstrsaiet Deutschland von gestern, sondern das im Gefolge des Krieges entstehende demokratische Deutschland, denen neue bun- ltesstaatliche Mitglieder selbst demokratische Staaten sein wurden.
Wien 14 Okt. (Priv.-Tel.) Du Mittagsblatter melden: Der Kaiser 'hat das R ü ck t r i t t s g e s n ch des Mmisterprmwenten Freiherrn von Hussarek angcnommen und den G ra fen Sylva-Tarouca mit der' Bildung des KabmettZ bettaut. Eine Bestätigung liegt noch nicht vor.
Rumänien und Bulgarien.
Bukarest, 18. Okt. (WTB.) Die gesamt rumänische Presse beschäftigt sich eingehend nrit der Abtretung der südlichen Dv'brudscha durch die Entente §n Bulgarien, Regierungsblatt „Stcagnl" schreibt: „Haute gibt sich der Erfolg der Politik von Bratianu imd Take Jonoscu m den Bedingungen des zwischen der Entente und Bulgarien abgefchlvsse- nen Waffenstillstandes, ttind. Der erste militärisch4>iplomatti che Erfolg der Entente hat für Rumänien die Verringerung fernes Gebietes $irc Folge, und die sck-nmrzliche Erfahrung von .1878 imederholt sich in einem größeren Rahmen. Unsere Alliierten, die Sorge trugen, den Serben und Griechen das von ihnen erst seit 'einigen Jahren erworbene Gebiet zu sich-rn, fanden es für angezeigt, uns ein Gebiet weyzunehmen. auf das wir uralte Rackste haben, und das wir auf Grund eines internationalen Kongresses besaßen." „Renastiera" führt ans: „Die Folgen des -Unheilvollen Krieges entwickeln sich nnt unerbittlicher Logik. Kein Unglück des getäus.^l Mondes bleibt uns erspart. Am schmerzlichsten aber für alle rumänischen Herzen ist die Tatsache, daß die Enteiste an Bulgarien die südliche Dvbrudscha abttat. So belohnt die Entente das Land, das sich für sic ins Feuer.gestürft hat und zugrunde richi'ete. So hüll die Entente ihre feierlich übernommene Verftflichllmg, uns wenigstens die ^Unversehrtheit^ unseres Hjebietes zu verbürgen. Von allen Enttäusch'in gen und Schlägen, die das rumänische Volk im Laufe der Jahrhunderte erlitten hat, ist die Tat, bzü Misere gestrigen Miierten jetzt gegen uns begehen, die schrecklichste und empörendste."
Die Eröffnung der türkischen Kammer.
Kvnstantinopel, 13. Okt. (WTB.) Die Kammer wurde deute mit der Thronrede des Stu?ltaus, eröffnet. Tie Thronrede erinnert an die schwierige Lage, in die die Düstkei durch den Zusammenbruch Bulgariens geraten sei. Sie habe durchs ihr Friedensangebot gemeinsam mst oen Verbündeten einen, für die durch die Wirkungen des langen anhaltenden Krieges heim- gesuchte türkische Nation und heldenhafte Armee ehrenvollen Frieden herbeizuführen versucht. Vereint mit den Mittelmächten habe die Türkei die notwendigen Maßnahmen zur Sicherung beS Landes getroffen. Der Sultan hoffe mst einen günstigen Ausgang, und daß die Armee den während des Krieges erworbenen Ruhm bis zum Ende bewahre. Er flehe zu Gott, daß er die türkische Nation vor dem Zusammenbruch behüte und Spaltungen und Streitigkeiten! nicht zulasse.
Tie Kammer wählte Hallt mit 70 Stimmen zum Präsidenten gegen 50 Stimmen, die für Fethi waren. Riza Pascha lvurde znm Senatspräsidenten ernannt.
England und Finnland.
Hetiingfors, 13. Okt. fWBck» Die britische Regierung ^ßt durch ihren hiesigen Konsul eine Erklärung über die Operationen in Ostkarelien veröffentlichen, in der ^betont wird, da ßdie dortigen Strestkräste lediglich der Verteidigung jener Gebiete gegen Deutschland dieitten, und dafz sie die sinnischen t'ävenzen weder überschritten hätten noch überschreiten würden, solange Finnland neutral bleibe. Weit davon entfernt, die Revolution in Finnland zu schüren, und eine Erneuerung des Bürgerkrieges herbeiführen zu wollen, ivünsche die britische Regierung aufrichtig, nt Finnland eine haltbare und geordnete Staatsgewalt zu sehen.
Schweizerischer Grenzschmuggel.
Konstant, 14. Okt. (WTB.) Bei der Wachsamkeit der Grenzbchörden ist es gelungen, einem innfangrei:hen Ausfuhr- s ch w. u g g e l von wertvollen A r - n c t m i 11 e l n auf die Spur zu kommen. Es wurden vier Perimren verhaftet in dem Augenblick, als sie größere Acengcn einem Wveizerischen Käufer übergaben wollten. Die Waren im Werte von 90000 Mark wurden beschlagnahmt. Die bisherigen Feststellungen lassen den Sck^uß zu, l>aß in der Schweiz eine Orgamsatimi besieht, die sich, mit dein! Schmuggel von Arzneirnitteln aus Deutschland befaßt, um diese 1 mit hohem Gewinn ait die Erstellte weiter zu verkaufen.
Die Kämpfe im Westen.
Berlin. 14. Okt. lWTB. Nichtamtlich.) Der englische . tfdjterfktter Perwphal Philipps gibt am 11. Oktober na stehende Schilderung des wachsenden deutschen Widerstandes: Die englischen Streitkcäfte treffen einen stärkeren, besser organisiechen Widerstand an. Ihr Fortschritt verlangsamt sich in dem M che, als sie sich dem neuen Schutztoall der offensichtlichen De^^idigumgsstellung, nähern, die sich auf die Flüsse stützt, und sich <m die diese beherrschenden Höhen anlehnt. Hartnäckige Gegenwehr ist jetzt anscheinend überall im Gange und schweres Artilleriefeuer liegt auf dem größten Teil der Vormarschzone. Schwere Kämpfe fanden im östlichen Teile von Le Cateau während der Nacht und vormittags statt. Leute der 66. und 25. Division, die die Stadt gestern nach glänzenden Fortschritte,; passierten, trafen auf heftigen Widerstand von seiten der Maschinengewehrschützen. die sich in sorgfältig ausgewähltcm Stellungen eurgem'stct hatten.
Die Tätigkeit der deutschen Panzerwagen.
Berlin, 13. Okt. tWDB.) In den deutschen Heeresberichten wurde in der letzten Jett mehrfach die Tätigkeit deutscher Panzerwagen erwähnt, denen vor allem bei der Durchführung erfolgreicher Gegenstöße großes Verdienst zu fällt. In der Tarllhersttllumg flieht die deutsche Industrie allein gegen die vereinigten Industrien Frankreichs, Englands und der Vereinigten Staaten. Was den Deutschen in her Tanvoaffe jedoch an der Zahl fehlt, machen ihre Besatzungen durch ihre Kühnheit und Entfchllm'enh7tt wett. Bei den schveren Kämpfen südlich von Cam- brai am 8. Oktober fuhren deutsche Panzerwagen dem mit Tank- und Inkanteciekolorrnra aus Runrilly vorbreckKuden Angrift entgegen. Sie ick/lofsen eine im Verlaufe des Kampfes in der deutschen Ir.fLntrrielinie entstandene breite Lücke und bimpften hier ohne jede Jnfantrriebeg^ertrmg gegen eine große Uebermacht.
Bei den Kämpfen von Maison-^keuf stießen hiTster einer künstlichen Nebelwand vorsühlende deutsche Danzer überraschend auf eine große Menge Engländer, die in ungeordneten Haufenj zusam meTisturrden. Mit Maschinengewehr- und Katt ätschenfeuer tourden die Engländer zurückgeworfen. Die engllsck)en Truppen/ am Osttand von Niergnies wurden mit rn die Flucht gerisseri und räumten den Ort. An der Straße Cambrai—Grevecoutt hielten fün, englische Tanks, die vorfuhren, uni die eigene Infanterie zu unterstütMH. Als sie jttwch der deutschnt Panzer- lvageti ansichtig wurden, hielten die englischen Tanks an und wurden von ihren Besatzungen in Brarrd gesteckt.
Von dem Geist, der tue deutschen Prurzerwageir^Lresatzungen beseelt, seien folgende Beispiele angeführt: Dem Tankkommaw- dairten Lerstnamt Paul wurde sein Wagen in den Kämpfen des Vormittags am 8. Oktober zerschvsserl. Er konnte sich lediglich mtt dem Geschützführer retten. Trotzdem fuhr er noch am Nachmittag des gleichen Tages votr neuein in dre Schlacht, indem er an Stelle eines venowidtten Kameraden die Führung eines mr- deren Wagens überiral>m. In den Mtnpfen des gtercheil Tages ttafen der Gefreite Soegers und der Gefreite Friedrichs bei eiligem Alarm nicht rechtzeitig geiurg bei ihren Wagen ein. DaS Tankgtt'chwader war bev-its losgesahrcn. Sie meldeten sich bei der nächsten JnfWsterie-Kvmpagnle urtd baten, den Kamps mitmack>en zu dürfen. Sic übernahmen ein Maschinen ge) vehr und beteiligten sich rn hervorragend tapferer Weise an dem Kampfe, bis sie wieder zu ihrem Wagen gelangen ko-muen.
Der Zeekrteg.
Deutsche Freiaeleitscheine für holländische Schiffe.
Haag, 12. Okt. (WTB.) Amtlich? Meldung. (Korrespondcnz- buvean.) Nach eitlem gestern abend emp'angeiun Bericht haben die Schritte, die vom Minister des Aeußern unternoinnren wurden, dazu geführt, daß die dcnstsche Regiertmg sich bereit erklätt hat, für dve Einfuhr in Holland Frei ge leib Ls che ine an jetzt in holländischen Häsen liege:rd? Schiffe bis zu einem Gcsamttonnkn- ranm von 50 000 Bruttotonnen zu gewähren, falls die nötigen Bürgschaften »orlxrndens Inb, daß die alliierten Regierungen die Fahrt dieser Schisse tnckxt behindern. In Anbetracht dessen, daß solche Bürgschaften für Schiffe, die aus holländischTti Häfett anslaufen. beretts vvrliegen, kann zu der Verwendung dieses Schiffsraums übergegangeti werden. In Erwarttmg des Abschlusses des Wirtscknlftsabkommens mtt den alliierten Regierungen kann dazu übergegangen toecdcn, die 40 000 Tonnen Brotge.rttde in Argen- ttnien zu holen, die von den 100000 Tonnen, welch? die allnetten Rcgierutlgcn uns zur Verfügung geftelll haben, noch übrig sind.
Aus dem Reiche.
Der Rkgiel-ungSVechsel in Elsaß-Lothringen.
Straßburg i. Elf., 14. Okt. (WTB.) Neben den Herren Dr. Schwander und Haust, deren Ernennung zum Statthalter bzw. Staatssekretär so gut wie gesichert erscheint, bringt die „Straßburger Post" eine aus Landtagskreisen stammende unverbindliche Liste weiterer Ministerkan didaten: Redakteur Per rotes (Soz.) Unterstaatssekretär und Leiter der Abteilung für Hansel, Finanzen und Domä nen (bisher Unterstaatssekretär Köhler), Abgeordneter B u r> ge r, Rechtsanwalt (Lib.), Unterstaatssekretär und Leiter der Justiz-Abtettung (die bisherige Abteilung für Justiz und Kultus soll geteilt lverden: bisher Unterstaatssekretär
Menge), Abgeordneter Müller, Universitätsprofessor (Zentrum), Unterstaalssekvetär und Leiter der Kultusablei- lung. (Für diesen Posten wird auch der Abgeordnete Didiv, Gefängnisgeistlicher, genannt.) (Bisher UnterftaatSsekretär Menge.) Bürgermeister Foret von Metz, Mitglied der Ersten Kammer (Zentrum), Untepstaatsfekretär und Leiter der Abteilung für Landwirtschaft imb öffentliche Arbeiten (bisher Unterstaatssekretär Cronau). Die Abteilung des Innern dürfte wie bisher vom Staatssekretär geleitet, auf dessen Posten an Stelle des Freiherrn von Tschammer der Abgeordnete Haust berufen wird.
Nachbeben der Kvrlservgtiven in der WahlrechtSfrage.
Berlin, 14. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Die konservative Fraktion des Abgeordnetenhauses faßte in ihrer gestrigen Sitzung einstimmig folgendett Beschluß: In der Stunde der höchsten Not des Vaterlandes und in Erwägung, daß wir auf schwere Kämpfe für die Un- versehrbarkeit des vaterländischen Bodens gerüstet sein müssen, hält es die konservative Fraktion des Abgeordnetenhauses für ihre patriotische Pflicht, alle inneren Kämpfe zurückzu- stcllen. Sic ist gewillt, zu diesem Zwecke auch schwere Opfer zu bringen. Sie glaubt nach wie vor, daß eine weitgehende Radikalisierung der preußischen Verfassung nicht zum Heil des preußischen Volkes dienen wird, rst aber bereit, ihren Wider st and gegen die Einführung desgleichen Wahlrechts in Preußen, entsprechend dem jüngsten Vorgehen ihrer Freunde im .Herrenhause, aufzugeben, um die Bildung einer Einheitsfront nach außeir zu gewährleisten. Der Hcruptverein der Deutsch-Konservativen.
gez.: (Unterschrift).
Berlin, 14. Okt. (WTB.) Die „Norddentsche Allgemeine Zeitung" schreibt: Der Reichskanzler hat den neu erncnniten Chef des Geheimen Zivilkabinetts Dc. v o n D e l - brück und den Gesandten im Haag Dr. Roosen emp- fangen.
1919 wurde mtt der Summe von 1350 Mk. bewilligt. Der brK- herige V o r st a n d tvurde wiedergewählt. In einer Atissprache wurden eine Reihe von Wünschen und Vorschlägen geäußett, bi£ in Kommissionsbcratungen weiter behandelt werden sollen. 9tach entern Gano durch die vorläufige Ausstellung von Sttcdieilobj>cktet4 und Modellen, die sclir interessante Stücke emhielt, hielt Ingenieur Jrynyi einen Vorrrag, der nochmals die Notwendigkeit betonte, die Ersindettätigkeit ttr neue Bahnen zu lenken und zu verhindern, daß durch Nachersindungetr Geld, Zett uud Arbeitskraft verschwendet werde. Als wettere Forderung stellte er die Ecrichtungj eines Institutes für systematische Erfmduirgslehrc ans, und die Einnchtung von Lehrstühlen dieser neuen Wissenschaft, in der' Weise, wie Lehrstühle für Konftruktionslehre vorhanden sind.
Einschränkung des EisettbahriverkehrS.
Um die große Zahl der Transpirte bewältigen zu können, die zur Versorgung der Bevölkerung und des Heeres mit Lebensmitteln, insbesondere mtt Kartoffeln und .Kohlen nötig sind, tmd trm die inr Heeresntteresse an die Eisenbahnen gestellten gewaltigen Anforderungen ohne Stockung erfüllen.zu können, hat es sich als erforderlich erwiesen, von heute ab ftcr einige Z-ett eine shrrkei Einschränkung der Eisenbahnverbindungen sicr den öffentlicheuj Verkehr vorzunehmeu. Es falletr daher mit dem! 14. Oktober alle Züge sott, die als „bis auf weiteres verkehrew' vorgesehen und in den Fahrpläncnr mtt einem dicken Punkt bl^eicftnet sind. Während dieser Zeit der Einsäwänkung jedes »mnötige tsteism zu unterlassen und die Eisenbahn nur in den äußersten Notfällen! zu benutzen, ist bringendes Gebot silr alle. Bcvi allen Vaterlandsfreunden muß erwattet Vierden, dass; bei der Not der Zeit dieser eritsten Mahnung volle Rechnung getragen wird. Nur ixrnn hosil die Eisenbahnverwaltung von tocitergehenden und in das öffentlickM Leben noch tiefer einschneidenden MastnrlMen Absehen zu kömcen. Wir vcrweffen auch ans den Anzcigertteil unseres hentrgen Mattes.
** Fracht st ückgüter tverL-cn am 16., 17. und 18. Oktober von Stationen des Direktionsbezrrks,Frankfurt (Aä) zur Beförderung nicht anigeno-nrmen.
Leben-mittel.
** Zwiebel-Verteilung Vom 16.—20. b. M. grlmr- gen gegen Abgabe des D-czugsabsÜMittes Nr. 3 der Lebensmittelkarte in den Kleinhwidel sgftch iften, bei denen die Vorbestellung erfolgt ist. Zwiebeln zur Ausgabe. Auf den Abschnitt entfallen 1 Vs Pflmv Ztinebeln. Siehe Beürnntmachuny.
** W u r stvc r ka u f. Die Ausgabe der PZurst ans untcrwer- ttgen Rindern erfolgt für die Bezirke 10—12 Mittwoch den 16. d. M. während der üblicher! Geschäfts stunden in den ständigen Verkaufsstellen. Die Bszitt'e 10—12 erhalten die Wurst gegenl Abgabe der Marken für die 42. Wock>e.(14. bis 20. 10. 18.)
** Bezugsscheine über Koks. Die Zufuhr an Stein- vöhlen ist in dm letzten Wochen infolge der starkm Lebens- mttteltranspotte zurückgegangen, und die Belieferung der Haus- haltmrgen mit Winterbrarid wird dadurch in Mitleidenschaft gezogen. Da nun Kvks reichlich vorhanden ist, kann allen Hcrushall jtimgen, die für Koksseuerrmg eingettchtet sind bzw. die Koks brennen wollen, schon jcht ein Bezugsschein (2. Rate» ^über Kvks ausgestellt nierdm. Der Koks wird angereckmet. Koks ist in säuft- lichcn Km/lenhandiringm und auf dem Gaswerk erhältlich.
** Die Verbraucher von Karbid haben ihren Bedarf bis 19. d. M. auf dem Lebensmjittelamlt während der,Geschäfts- stunden, Ziminer Nr. 6, anMnreldm. >
*
** Eine öffentliche Versteigerung gebrauchter Pferdegeschirre findet am Mmftag den 21. Okt. in Dannstadt statt. Siel-c Anzeige.
** Enterr- und Ha sendiebstahl. In der Nacht zum 12. h. M. wurde aus einem Garten im AlttnMd 4 weiße Elften lmd 7 schwarz uiü> weiß gescheckte Stallhasen entwendet. Sach- dimliche Mtteilungm nimmt die hiesige Kriminalpolizei ent- gegen. _
** Wem ist der Wein gestohlen? Am 10. d. M. wurden in dem Wald hinter der Ziegenzuchtstation 5 lere Weinflaschen, Marke „Gwßkvinterheimrr Heilighstuschen" aupgesimdm. die offenbar von einem Diebstahl herrübren. Sachdienliche Mitteilungen ximmt die hiesige Kttmrnalvotizei entgegen'
** Die Friedhöfe sind in oer Zett vom 16. Oktober 1918 bis 15. November 1918 von 8 Uhr morgens bis 6 Uhr abends geöffnet.
** Lichtspielhaus, Bahnlwfstraße 34. Unter Orchester^ lettung vvn Kcmzettmeister R. Müller wird vom Mittwoch bis einschließlich Freitag „Das Geschlecht der Schelms (2. Teil) van Fedor von Zobeltitz gegeben, außerdem das Lustspiel „Mausis Badereise" in drei witzigen Men. In Vorbereitung ist: „Die Filrstin von Bevanien".
Kreis Friedberg.
--- Friedberg 14. Okt. Heute fküh kurz nach 4 Uhr wurden auf dein hieslgm. Bahnhof drei junge Burschen gestellt, die schver mit Koffern tmd dichtgiftülltan Säcken bepackt aus der Stadt kamen. Es galeng ihnittr jedoch, in den Fvankfutter Zug zu entkEmen. Bei ihrer Aickunft im Frankfurter Ha^iptlwhtthof wurde dos Trio von h>er inzwischen benackwichtigten 'Zahnpolizei in Empfang gemomnien. Wälwend es einem Burschm gelang, zn entkommen, wurdetr die beiden anderen nach liartnäckigster Gegen- weift und „wilden Ncairn spielen" verhaftet. Tie Koffer u.nd Säcke bargen kostbares Gllt, nämlich gvoße Stücke Leder, die von besonders starken Treibriemen herrübcen. Da die vcrhafteteu Burschen ohne jaden AirÄveis sind, nimmt man an, daß cs sich um Fahnenflüchtige handelt. . . .
oa. Friedberg. 14. Okt. Dem Hotel Adler m Bad-Nauhcrm (Inhaber Emil Adler) irmrde dirrch kreiSamtliche Anordnung der Fleischbezug für seinen Gewerbebetrieb bis auf weiteres gesverrt. Adler war bei beit Geheimschlachtungen m der Hofreite von Ghar beteiligt und hat iwn dort regelmäßig größere Mengen Fleisch, das durch den jüdischen ReligimlSlehrer Oppenheimer rituell geschlachtet worden »vor, unter Ueberschreitung der Höchsttaeise und ohne Fleischkarten bezogen. — Wie der „Oberh. All-." hört, sftrd das Grand Hotel und das Sanatorttlm Grvedel, die auch rn dre Angelegenheit verwickelt waren, bereits geschlossen, lo daß t^r- waltungs.Posizettiche ?Naßnohmen gegen diese z. Zt. immöglich sind.
Starkeubura und Rbeinhkssen.
--- Darm stabt. 14. Okt. Auf Anordnung des GroMrzvgs sind alle bisher in den verschiedenen Schlössern Hessens verstreut gewesenen 'Gemälde mit Jagdmotiven im Schloß Kranichstein zu einem I a gd gem älbe-Mu seum vereinigt worden. Die künsll-wisch und in erster Linie mnk kulturgeschichNich fe'.-elnde Sammlung birgt bereits 390 GenräLe, Stiche und Zeichrmngen: ferner eifthält das Mu.seum, das der OeffeiftliäMt zugängig ist zahlreickM Geweihe, Gehörne und jagdliche Kuriositäten.
Kreis Wetzlar.
** Wetzlar. 15. Okt. Die Mitteldeutsche .Gerberei und Riemenfabrik A. G. Wetzlar und Neu-Isenburg zeichnete bei der neuiften Kriegsanleihe wiederum einen Betrag von 7? Millwnew Mark. Für die vorl-ergehendcn Anleihen stellte sie biwefts 2^/, Millionen Mark zur Verfügung. Ferner zeichneten Bergwerks- gesellschaft Sckiantz L Humbert, G. m. b. H., Wetzlar, »medermn einen Betrag von 100 000 Mk. und die Munitionsfabrik Humbert, Role 8c Co., Wetzlar ebenfalls wiederum die Summe von! 100000 Mk.
Hkssen-Nassau.
mr. F r a n k s u r t a. M., 14. Okt. Von der Sladthcmptkasie, dex städtischen Sparkasie und den Stiftungen tvurden insgesamt 12^/r Millionen zur neunten Kriegsanleihe gezeick/net.
mr. Frankfurt a. M., 14. Okt. Durch einen Motorbruch im städtischen Elettrizitätswcrk entstand Montag vormittag eine drciviertclstündiqe Betriebsstörung. Sowohl die Straßeir- balinen als auch die elektrischen Maschinen standen still. Auch der Lichtftrom war unterbrochen.
mr. Fr ankfurt a. M., 14. Ott. Die Grippe fordert täglich eine größere Anzahl neuer Opfer. Das Fernsprech- und Tele- grapl»enamt hält nur unter größten Schwierigkeiten seinen Bettteb uufrecht. ebenso ist ein ungestötter Stvaßenbalnwerkchr mrt durch Herailzieh-ung sämtlichen Rescrvepersonals möglich. Auch die Eisenbahn l-at stark mtt den zahlreichen Erkrankungen zu kämpfen. Auch
Ans Stadt nnd Land.
Gießen, den 15.Oktober 1918.
S^esellschast zur Errichtung eines deutschen Erfindung»
Institute».
In Fvttsetzimg der Jahresversammlung fand Sonntag vormittag 10i/t Uhr im Hörsiml des Liebig-Museums eine Mitgliederversammlung statt, m der Geh. MediFinälral Pvof. Dr. Sommer über dm Starüi der Gesellschaft W'richt erstattete und die Bor- schläge deS BorstandsrateS zur Bewilligung vor trug. Die Gesellschaft zählt augenblicklich 140 Mitglieder (Einzelpersonen und Firmen). Das Vermögen der Gesellschaft bettagt 8300 Mk. Davon sind 5000 Mk. eine Stiftung von Geh. Komm.-Rat Gail und in 5 °/o!
Verzinsung angelegt. Ter Jahvesbericht hob die bisherige Tätigkeit der Gesellschaft hervor, die schon mtt ifjten Mitteln versuchte, was das Institut später erfüllen soll: Kritik ein.gereickfter Erfinde» ideen, technische Beratung und Durchbildung Verwertung.^ Prüfung der Reckftsverhältnifse, Schutz vor Aussaugung. Verbindung zwischen Erfinder und Industrie, Eiirrichtung einer Bibliothek.
Die Gefellschaft unrd ihre Tätigkeit in der gleichen Weise Wetter- führen. Besonders brt>nt werd-m soll: der Schltz der nationalen.
Ersinderidee, da es nach Ansicht des Vorsitzenden im volkswirtschaftlichen Kampfe darauf ankomint, welches Volk seine Er- findertätigkett am besten organisiert. IN diesem Sinne soll ein 'neuer Aufruf an die Industrie erfolgen und versucht werden, den Reichstag für die Desttebmuren der Gesellschaft zu ge- wmNeir irnter gleichzeitiger llnterbceitung der Eingabe an alle zuständigen Behörden. Sodann soll nröglichst rasch das Jnstitttt zum Ausbau der Studie^rstelle eingerichtet werden. Nach Ansicht der Studienfftlle wirklich brauchbare Erfindungen sollen mtt Genehmigung der Erfinder in VtodellDlssbellmrgen event. auf bei^
Leipziger Messe vereimgt werden. Ein weiteres Bestreben geht dahin, die Genehrnigung der Sludienstelle des Jftstittfts als Patentprüfmrgsstelle heim Patentamt durchzusetzen. Eine Kommission soll sich mtt iier Prüfung der Patenanwaltsgebühren befassen. Former lvurdc beschlossen, einen Anttag zu untcr-stützen, der/
die Verlängerung durch den Krieg nicht ausnutzbarer Patentrechte _ ^
um die Zett der Krie«SdEr fächert, .Der Voranschlag für die heute beginnLnde 'LchwuvgLrrchlSperVde mußte um $»*i Tag«


