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Ktutfi und rvisseuschakt.

5ßicn, 27. Sept. sWB.) Die Korrespondenz Wilhelm meldet tm Hinblick mtf die Gerüchte einer Berufung von Richard Strauß <nx bit Wie uerHosop?'.-: ..Die Presse des In- nnd Auslands benchlete in den lebten Wochen von. Verhandlungen ^oisclxnr dem Generalintendanten d«x Hoftheaters Freiherrn ^lndrran lmd Richard Strauß, die ans Uebernahme der Leiturrg der Hofoper abgezielt hätten, ilkach Informationen von gut unterrichteter Seite haben freundschaftlich persön.licl>e Bezrehungeir einerseits! zu Erörterimgen ausschließlich sachliclier Fragen lvie die Auf­führung Straußsä)er Werte und anderer aktueller Probleme, die das besondere Interesse des Generalintendanten hervorgerufen, andererseits zu gelegentlickten Aussprachen geführt, denen mit Unrecht und ohne tatsächliche Grundlage Engagemen tsVerhand­lungen mtterlegt wurden."

vermischtes.

* E r n t e ^ U r l a u b i m a 1 t r ö m i s ch e n H e e r. Zur Siche- rmrg der Feldbestellung und der Erntearbetten wird heute den in der Landwirtschaft tätigen Heeresangehörigen in weitgehendem, Maße Urlairb erteilt. Derartige Beurlaubungen waren bereits im attrömischen Heere üblich. Nähere Auskunft hierüber verdanken! mieden Papynusfunden, die in altäghptischen Trümmerstätten in großer Zahl gemacht worden sind. Als daulbare Fundstätten haben sich neben Hausruinen. Müllstätten nnd dergleichen besonders die .Krokodilmumicn erwiesen: zum Ausstopfeu der letzteren verwendeten nämlich die Mumienfabrilanteir mit Vorliebe alte Patwri, die sie aus den Geschäftszimmern der Behörden als tvohlfeiles Altmaterial lvz.ogen. Eines dieser Schriftstücke hatte, wie Professor Tr. Drei- sigke in dem Buche:Antikes Leben nach den ägyptischen Papyri" mitteilt, folgenden Wortlaut:Anrelius Agathas Taiwan, Stta- t.ge des orychynchttrschen Gaues. Aus Befehl des Prokurators Fla- viius Eudainwn wird dm im Gau unter dem Vorwände der Aus­saat sich auflialtenden Soldaten anbesohlen, sich zu stellen - falls das innerhalb der von ihm festgesetzten Frist von 5 Tagen nicht gediehen V-.? r' il 1 ®* ^uisvchen und mit Gewalt zurückbringen zum Prokurator <vlawus Cndaimmr." Dieser.Befehl wirrt zugleich ein ^ngenarttges -Schlaglicht auf die Zustände im römischen Heere. Zeigt er dach, das; trotz der streirgen Rdanneszucht Urlaichsüberschreitungen vorkamen: das; ader derart i'Vergehen sich nicht aus Einzelfälle deichrmrreu, laßt die Fassung des Befehls erkennen, der augenschein­lich zum öffentlichen Aushaug in den verschiedenen Orten des Gaues bcsttmmt war.

* Ein g u t e r R a t. Ein junger Manu mit einer sehr 'starken, aber Nicht angenehmen Stimme fragte einst Cherilbini um Rat, ob er gut daran tue, sich der -Oper zu widmen.Sinjgen >(Äe mir

etwas vor." meinte der berühmte Komponist. Ter ftmge Manul legte los, daß die Fensterscheiben zitterten.Nun?" fragte er dann erwartungsvoll.Wissen Sie was, werden Sie lieber dluktionator,"' erwiderte der Maestro freundlich.

- Wirkuiig! Die französischen Musiker ge­

fallen sich oft darin, ihre Schöpfungen mit klangvollen Titeln zu versehen, die den nicht immer leicht verständlichen Inhalt der Aufsassungssähigkeit der Zuhörer nahe bringen sollen. Daß aber Mich dieses Mittel nicht immer die gewünschte Wirkung hervor- bringt, zeigt die folgende hübsche Geschichte, die imDarly Ehro- nicle" erzählt wird: Der französische Komponist Benjamin Godard hatte in einer Gesellschaft zwei seiner neuen Stücke gespielt, deren Titel er vorher mitgeteilt hatte. Alles erging sich in Bewunderung k.-arüber, wie der im Titel mitgeteilte Gedanke in der musikalischen Darstellung tvunderbar hervottrete. Nur der Komponist war Uickdergeschlagen, denn er hatte die Stücke, um die Wirkung zu erproben, in anderer Reihenfolge gespielt, als es die Titel angaben'.

Letzte Nachrichten.

Neue U-Boot-Erfolge.

Berlin. 29. Sept. (WTB. Anttlich.) Jin Sperrgebiet Um Gigland verseirkten unsere w-Boote 21000 Brutto register- tvnnen.

Ter Chef des Admiralstabes der Marine. Dom Haupwusschich des Reichstags.

Berlin, 30. Selpt. Gestern vormittag fand im Reichstag Zwischen dem Unterstaatssekretär von dem B us sche und den Mitgliedern des Hauptausschusses des Reichstags ver­trauliche Besprechungen statt. Wie dosBerliner Tage­blatt ' hört, machte der Unterstaatssekretär dm Mgeordnelen Mit­teilungen über die gegenwärttge Lage. Cs muß aber mtt der Mög­lichkeit gerechnet werden, daß die heutige Sitzung des Hauptaus­schusses noch im letzten Augenblick vertagt wird. Die Ursache für eine etwaige Vertagung dürfte die Tatsache sein, daß die Kairzlerkrise durch die Reise des Reichskanzlers ins Hauptguar- tter besonders akut geworden ist. Man wird vermutlich abwarten. wollen, mrt welchen Entschlüssen der Reichskanzler aus dem Gro­ßen Hauptquartier zurückkehrt.

Ein gefälschtes Flugblatt

Berlin, 29 Sept MB. Amtlich.) In letzter Zeit ist vor­nehmlich in Süddentschland ein Flugblatt:Preußenherzen hoch!" verbreitet worden, das nach den ltt; rschristen vom Preußen­bunde Und dem Bund der Kaisertteu-:n - i stammen schien Ein­gehende amtliche Feststellungen haben ergeben, daß das Flugblatt

gefälscht ist, daß 'Weder die beiden genann die beiden Unterzeichner mit dem Ma" haben.

Ein Kirch-enfrevel in %

Wien, 28. Sept. (WTB.) TiePm weldet aus Moskau: Ein in Moskau vtz- frevel une rhö rter Art ruft in allen do .. höchste Empörung hervor. Das größte Heiligtmn weltberühmte Bild der Mutter Gottes r dessen Zuwelenschmuck einen kaum schätzbarm Wert darstell^ währeud des Gottesdimstes gewaltsam dem durch Revolvers..,, schwer verwundeten Priester entrissen. Der Kivchenräuber vee /mochte in der allgemeinen Panik init seiner Beute zu mtkommen. Tie Behörden geben sich die größte Mühe zu seiner Ausforschung.

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der genialen Vortragskimstlerin

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___ Frao Frosch.

Speck Ausgabe.

ungenügender Belieferung der Stadt Gießen mit Butter werden für die taufende Woche an Stelle von Butter auf die Buttermarke der 40. Woche Donners­tag den 3. Oktober l. I. in den Metzgergesckäften 50 Gramm Speck

verausgabt.

Die Butlermarken ifind in den Mekgeraeschäitcn, in denen die «vleischmarken der .39. Woche abgegeben worden und, elnznlösen.

Personen, die infolge Hansschlachtung nicht im Besitz von Fletschmarken sind, erhalten den Sveck gegen Ab­gabe der Butlermarke in den Metzgergeschäslen von Gustav Sack, Seltersweg und Heinrich Simon, Walltorsttaße.

Urlauber und Personen, die im Besitz von gestemvelien Buttermarken der 40. Woche sind, erhalten die ihnen zu­stehende Menge in dem Metzgergeschäft von Louis Vogt, Neuenweg.

Die Abholung des Specks hat unbedingt am Donners­tag zu erfolgen.

Gießen, den 28. Septeinber 1918. 73316

- Ter Oberbürgermeister (Lebensmitlelamt).

Statt jeder besonderen Anzeige.

Nach kurzem Leiden verschied mein lieber Mann unser guter Vater, Schwiegervater und Grossvater

Herr Simon Loeb

nach vollendetem 82. Lebensjahre.

Die tieftranernden Hinterbliebenen. In deren Namen:

Fran Franziska Loeb.

Giessen (Alicestrasse 18), Köln, Karlsruhe, Heidolberg. Frankfurt, Berlin, Neuyork, den 28. September 1918.

Die Beerdigung findet Dienstag den 1. Oktober, nach­mittags 3 Uhr, von der Halle des Neuen israelitischen Friedhofes aus statt.

Blumenspenden und Beileidsbesuche bestens dankend

verbeten.

Samstag den 28. Scpt, mittags '/,2 Uhr. entschlief sanft nach langem, mit großer Geduld ertragenem Leiden meine innigstgeliebte Frau, die treusorgende Mutter ihres Kindes, meine unvergeßliche Tochter, Schwiegertochter, Schwester, Schwägerin und Tante

Frau Wilhelmins Hofmann

im 27. Lebensjahre.

geb. Reuschling

Fr. Hofmann, z. Z. im Felde, nnd Kind Familie Reaschling;

Familie Hofmann.

Heuchelheim und im Felde, den 30. September 1918.

Die Beerdigung findet Dienstag den 1. Oktober, nachmittags 2 Ubr, vom Trauerhause Marktstraße 29 aus statt.

Sammlrmg von Uniformen.

An die Besitzer von Uniformen richte ich hierdurch wiederholte Aufforderitna, alle entbehrlichen Uniform^ stucke >m vaterländischen Interesse an das Städtische . ebenvinltlelalnt, Bekleidungsstelle, Zimmer 9fr. 8, ab- »u tefern. öür die abncltefevten Stücke wird Vergütung ;./, n - , amtlicher Schätzung gewährt.

Gienen, den 28. September 1918. 7330B

_Der Oberbürgermeister (Lebensmittelamt).

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